Kategorie: Wissenswertes

Reitest Du lieber aus der Ecke kehrt oder in die Ecke kehrt? Basiswissen für Reiter Teil 2

Die Kehrtvolte ist die Grundlage auf der ein "In die Ecke kehrt" oder "Aus der Ecke kehrt" geritten wird. Die Beschreibung dazu findest Du im Basiswissen für Reiter Teil 2, ABC der Hufschlagfiguren.

Mit frdl. Genehmigung entnommen aus „Richtlinien für Reiten und Fahren, Band 1“,
Hrsg.: Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. (FN), FNverlag, Warendorf 2000
 

Beides sind Begriffe aus dem Abc der Hufschlagfiguren, Basiswissen für Reiter Teil 2.

Genauer betrachtet ist sowohl in die Ecke kehrt als auch aus der Ecke kehrt „nur“ eine Kehrvolte. Denn beides wird immer geritten wie eine halbe Volte. Vom Punkt des Bogens, der am weitesten vom Hufschlag entfernt ist, wird dann wieder schräg zum Hufschlag geritten.

Aber der Teufel liegt wie so häufig im Detail: Aus der Ecke kehrt wird üblicherweise aus der zweiten Ecke der langen Seite geritten. Oder man wendet am Zirkelpunkt vor der zweiten Ecke der langen Seite eben diagonal vom Hufschlag aus Richtung Mitte der kurzen Seite ab und reitet dann in einer halben Volte wieder zurück in die Ecke und wechselt damit die Hand.

Ziel einer gut gerittenen Kehrtvolte ist neben einer Abwechslung im Einerlei der Handwechsel auch eine Verbesserung der Längsbiegung. Denn um diese Linie „schön“ zu reiten, braucht man eine effektive Hilfengebung, die nicht nur am inneren Zügel zieht. Damit verhindert man, das Pferd im Hals nur abzustellen und die Hinterhand irgendwie um die Kurve schleudern zu lassen.

Besser gesagt musst Du Deine Hilfen diagonal einsetzen: Dazu belastest Du Deinen inneren Gesäßknochen und drehst Dich von (nur von) Kopf und Schultergürtel her in die Wendung herein. Dadurch treibt der innere Schenkel am Gurt den gleichseitigen Hinterfuß vor. Der verwahrende äußere Schenkel sorgt dafür, dass die Hinterhand nicht nach außen wegdriftet.

Dein innerer Zügel gibt eine leichte Stellung und durch Nachgeben des äußeren Zügels ermöglichst Du die Stellung in Genick und Hals des Pferdes. Die äußere Einwirkung brauchst Du, um die Kontrolle zu behalten und das Pferd nicht über die äußere Schulter ausfallen zu lassen.

Dabei ist es egal, ob Du aus der Ecke kehrt oder in die Ecke kehrt reitest.

Technisch gesehen ist die Linie zuerst in die Bahn hinein und dann zur Ecke zurück schwieriger, weil die äußere Bandenbegrenzung fehlt. Das und noch viel mehr erfährst Du im Basiswissen für Reiter Teil 2.

War das jetzt verständlich oder zu viel Fachchinesisch? Brauchst Du mehr Basiswissen für Reiter?

Dann wäre vielleicht das ABC der Hufschlagfiguren etwas für Dich (für mehr Informationen klick auf den Link). Im Kurs geht es vor allem darum, die Feinabstimmung zu verbessern. Denn je schneller Du Deine Hilfen koordinieren und einsetzen kannst, desto besser gelingen Dir schöne und erkennbare Hufschlagfiguren. Beispielsweise musst Du dabei zwischen den Hilfen für Geradeaus – und um die Kurve reiten wechseln.

Außerdem solltest Du Dein Pferd während des Reitens auch in Gang halten, bzw. den Takt halten. Wenn Du zu viel Schwung hast, kann es notwendig sein, Dein Pferd vor der nächsten Aufgabe mit halben Paraden zu bremsen oder aufmerksam zu machen.

Wenn Du also die Hilfengebung aus dem ABC der Reiteinsteiger schon gut drauf hast, bekommst Du jetzt eine Fortsetzung mit genauen Anleitungen für gelungene Bahnfiguren. Die im Text vorkommenden fetten Begriffe werden im ABC der Hufschlagfiguren genau erklärt.

Auch warum Bahnfiguren überhaupt notwendig sind erfährst Du in diesem Onlinekurs.

Denn die meisten Freizeitreiter amüsieren sich ein bisschen über die „Kringelreiter“. Doch dabei geht es weniger um eine Schleife in einer Dressurprüfung als vielmehr darum, das Pferd gesund zu erhalten. Es muss nämlich eine ganze Menge Voraussetzungen erfüllen, um einen Reiter schadlos tragen zu können. Je weniger schief es unter dem Reiter ist, desto gleichmäßiger werden die Gelenke belastet. Deshalb ist es eine gute Idee, beim Reiten die Längsbiegung des Pferde zu verbessern. Damit richtest Du das Pferd gerade und beugst Erkrankungen des Bewegungsapparates vor.

Probiere es mal in der nächsten Reitstunde aus. Du wirst staunen, wie abwechslungsreich und herausfordernd ein paar Hufschlagfiguren sein können :-).

Helfen tut Dir dabei übrigens auch ein guter Reitlehrer.

Viel Spaß dabei,

Corinna von ReitClever

Neues Basiswissen für Reiter: das ABC für Reiteinsteiger

Das ABC für Reiteineinsteiger gibt wichtiges Basiswissen für Reiter
Locker und balanciert auf dem Pferd

Bist Du ein Reiteinsteiger oder schon lange dabei? Viele Reiter erzählen mir in meinen Kursen, dass sie zwar irgendwie reiten, aber gewisse Dinge nie richtig gelernt haben.

Deshalb ist es wichtig, sich von Anfang an mit dem Basiswissen für Reiter zu beschäftigen!

Als Reaktion auf das Unterrichtsgespräch habe ich mir Gedanken über häufig auftauchende Fragen gemacht. Denn dabei entwickelte sich die Anregung, dass es auch Anleitungen für richtiges Reiten ohne Pferd geben sollte: Wie trabt man an, wie ist die Technik für richtiges Angaloppieren und zu guter Letzt auch die Frage, wie man die Hufschlagfiguren reitet. Anders ausgedrückt ein richtiges ABC für Reiteinsteiger.

Darüber habe ich mir Gedanken gemacht und zusammen gestellt, was man nicht nur als Einsteiger in alphabetischer Reihenfolge trainieren kann und wissen sollte:

Besser gesagt ist das Ergebnis ist der neue  Onlinekurs ABC für Reiteinsteiger,

der von

Aktivität (eher weniger als mehr. Zum guten Reiten sind viel weniger Muskeln aktiv anzusteuern, als man denkt. Man muss die meisten Muskeln loslassen, um gut zu sitzen, anstatt sich permanent überall anzuspannen)

über die

Bauchmuskulatur (Die Bauchmuskulatur ist tatsächlich elementar einen guten Sitz. Als Reiter sollte man sie trainieren, und lernen, sie ohne die Gesäßmuskulatur zu benutzen),

Gewicht (ist die entscheidende Hilfe, um dem Pferd zu vermitteln, was es tun soll)  und richtigen

Kreuz anspannen bis zum

Zügelmaß geht. Denn Zügelmaß bedeutet die Stärke der Verbindung, die der Reiter durch die Zügellänge auf das Pferdemaul ausübt. Dieses Maß gefühlvoll und weich zu halten ist eine der schwersten Dinge, die man über seine Handeinwirkung lernen muss.

In den gezielten Anleitungen erhalten Sie Übungen und Anweisungen, wie Sie lernen, mit Kreuz zu reiten oder eine richtige Gewichtshilfe zu geben.

Probieren Sie es aus und Sie werden alt bekanntes Basiswissen für Reiter im ABC für Reiteinsteiger neu kennen lernen und nach kurzer Zeit besser auf dem Pferd klar kommen. Für mehr Informationen klick auf den blauen Link!

Wie gut kannst Du Dich auf Deine Augen verlassen?

Die Rumpfbeuge als Test für verbesserte Beweglichkeit beim Neuro-Rider®
Test- Übung- Retest beim Neuro-Rider®

Das und vieles Anderes fragst Du Dich, wenn Du Dich mit dem Neuro-Rider® Konzept auseinander setzst. Denn um eine Bewegung gut ausführen zu können, braucht das Gehirn genaue und schnell verwendbare Informationen, die es nutzt, um eine koordinierte Bewegung zu planen. Anders ausgedrückt zeichnen die Augen ein ungenaues Bild, hat das Gehirn nur eine unscharfe Landkarte seiner Umgebung zur Verfügung. Mit dieser verschwommenen Landkarte wird es keine schwungvollen Bewegungen zu lassen, sondern versucht, den Körper zu schützen, indem es seine Muskeln festhält.

Lockerheit und erreicht man also nur, wenn die eigenen Augen dem Gehirn gute Landkarten zur Verfügung stellen. Das gilt übrigens nicht nur für die Reizweiterleitung der Augen, sondern für Informationen aller Sinne, die aus dem Körper ans Gehirn gesendet und dort ausgewertet werden.

Das finde ich einen großen Erkenntnisgewinn für meine Unterrichtstätigkeit.

Denn bis jetzt habe ich überhöhte Anspannung eher bei fehlender Balance und Bewegungseinschränkungen eingeordnet. Dass ich einen lockeren Sitz auf dem Pferd auch über Augentraining erreichen kann, gefällt mir sehr!

Wenig verwundert hat mich, dass mein Gehirn die Informationen aus meinem linken schlechteren Auge anscheinend manchmal ausblendet. Damit ist das sogenannte Binokulare Sehen eingeschränkt und das hat Auswirkungen auf das Sehen von Tiefenschärfe. Die ist aber notwendig, um beispielsweise Entfernungen oder Bewegungen anderer Reiter in der Bahn abzuschätzen.

Das heißt ich weiß jetzt, was ich üben kann.

Und tatsächlich verändert sich meine Beweglichkeit sofort, wenn ich ein paar Augenübungen gemacht habe. Eigentlich sind Augenbewegungen nichts Neues für mich, denn auch in der Kinesiologie nutzen wir die Augen viel. Auch dort verändern sie die Zusammenarbeit der Hirnanteile und sorgen im Folgenden für ein deutlich farbenfroheres Sehen und mehr Entspannung im Körper.

Toll finde ich allerdings, das ich jetzt weiß, warum das so ist.

Der Neuro-Rider® Kurs scheint mir die Hintergrundinformationen zu geben, um Dinge, die ich schon lange benutze, besser zu verstehen.

Viel mehr erstaunt hat mich dagegen die Tatsache, dass eine Hirnhälfte nur 10% seiner neuronalen Aktivität in die Ausführung einer Zielbewegung steckt. 90% der nervalen Aktivierung geht an die Rumpfmuskulatur der gleichen Seite, um die Position zu sichern. Was sich jetzt ein bisschen nach Fachchinesisch anhört wird wichtig, wenn man beginnt, Bewegungsmuster oder Reittechnik verbessern zu wollen. Beispielsweise wenn ein Reiter Probleme mit einer weichen Hand hat und sich statt nachzugeben eher am Zügel festhält. Dann kann das nicht nur an der Anspannung von Arm oder Handgelenk liegen, sondern eher sollte man schauen, ob die Köperstabilität auf der gegenüberliegenden Seite ausreichend ist. Oft fällt einem als Reitlehrer auf, dass dieser Reiter schlecht in der Bewegung mitschwingt oder nicht immer über dem Schwerpunkt des Pferdes bleibt. Besser gesagt ist seine körpereigene Balance nicht gut genug, um mit den Händen nachgeben zu können.

Den Grund dafür in der Steuerungsstruktur des Gehirnes und der Reizaufnahme aus dem Körper zu suchen, das ist mir neu.

Mehr darüber und auch über die Synthese mit Ansätzen aus der Kinesiologie gibt es bei Einfach besser reiten mit Balance am 10.07.2021 bei mir auf dem Hof.

Also schau mal bei Dir, wie sich Deine Augen bewegen.

Setze dazu die Brille ab, wenn Du eine trägst. Dann suche Dir einen Fixpunkt in Deinem Blickfeld, den Du mit beiden Augen 30 Sekunden lang festhältst. Schaue dabei nacheinander nach oben, unten ,rechts, links, dicht vor die Nase und weit entfernt.

Nimm dafür als Vergleichsbarometer den Finger- Boden Abstand, wenn Du Dich aus dem geraden Stand mit nach vorne schauenden Füßen nach vorne beugst. Das tust Du einmal vor dem Fixieren eines Punktes und einmal direkt danach. Wird der Finger-Boden- Abstand kleiner, nachdem Du beispielsweise 30 Sekunden einen Punkt auf der rechten Seite angeschaut hast, ist diese Übung ein positiver Input für Dich. Denn wenn die Beweglichkeit größer wird heißt das, dass das Gehirn gut auf diese Übung reagiert: es kann nun ein besseres Bild der Umgebung zeichnen und gibt Bewegung frei.

Also teste einmal vor und nach jeder einzelnen Augenbewegung und schaue, welche Richtung die Rumpfbeuge verbessert. So einfach ist das 🙂

Natürlich ist das nicht immer so einfach.

Das sind nur sogenannte Basistests. Aber sie können schon eine Menge verändern.

Ich bleibe jedenfalls mit Spannung dabei und freue mich über die Vielzahl der Informationen, die ich im theoretischen Teil der Fortbildung bekommen habe. Im Mai geht es dann hoffentlich weiter mit mehr Kurspraxis im Neuro-Rider®.

Wenn Euch das Thema interessiert bleibt dran: ich werde bestimmt öfter einen Artikel über meine Erfahrungen in den Kursen schreiben. Und wer Lust hat, beantwortet kurz unter dem Artikel die Frage ob sich seine Beweglichkeit durch die Augenübung verbessert hat.

Danke und sonnige Grüße,

Corinna von Reitclever

#MEHRWissenfuerReiter

#HochwertigesWissenfuerReiter

#besserreiten

Nach den Augenübungen hat sich mein Finger- Boden- Abstand verbessert

View Results

Loading ... Loading ...

Nach einer Augenübungen hat sich mein Finger- Boden- Abstand besonders verbessert

View Results

Loading ... Loading ...

Nach einer Augenübungen hat sich mein Finger- Boden- Abstand besonders verschlechtert

View Results

Loading ... Loading ...

Der Kompass für Reiter

Der Kompass für Reiter ist eine Orientierung, welche Fähigkeiten fürs Reiten man brauch und was man verbessern könnte.
Der Kompass für Reiter

Vor kurzem wurde ich gefragt, was ich verändern würde, wenn ich in der Reiterwelt etwas verändern könnte. Nach kurzer Überlegung dachte ich mir, dass ich einen Kompass für Reiter einführen würde.

Und zwar analog zum Pferdeführerschein Umgang, der von der FN im letzten Jahr eingeführt wurde.

Dort werden wesentliche Grundlagen im Umgang mit dem Pferd darüber vermittelt, wie man sich verhält, dass der Umgang mit dem großen Tier möglichst unfallfrei und sicher abläuft. Darüber hinaus wie man ein Pferd füttert und wie man es gesund erhält.

Genauso erhält man es gesund, wenn man als Reiter ein angenehmer Rucksack für das Pferd darstellt.

Man kann sich wie ein schwerer Sack für den Pferderücken bewegen oder man kann sich mit seinem eigenen Schwerpunkt so über den des Pferdes bringen, dass man „leicht“ zu tragen ist.

Um sich in jeder Lage gut ausbalancieren zu können, sind verschiedene körperliche Fähigkeiten notwendig. Zuerst müssen die körperlichen Fähigkeiten ein weiches Mitgehen mit der Pferdebewegung zulassen. Das bedeutet sowohl eine ausreichende Kraft in bestimmten Muskeln als auch eine gute Dehnfähigkeit in anderen Muskeln.

Weiterhin brauchen Reiter Koordination und Rhythmusgefühl, um sich dem Pferd anzupassen. Dazu gehört auch ein gut entwickeltes Gleichgewicht.

Zum Zweiten muss man sich innerlich loslassen können, um entspannt auf dem Pferd zu reagieren.

D.h. wenn man mal Blödes erlebt hat oder vom Pferd gefallen ist, verhindern Angstmuster im Gehirn, dass man sich auf dem Pferd entspannt. Anstatt durchzuatmen hält man die Luft an und spannt unwillkürlich die Muskelgruppen an, die das Pferd antreiben.

Also genau das, was man als ängstlicher Reiter verhindern möchte. Je besser man sich innerlich und äußerlich entspannen kann, desto besser kommt das Pferd zur inneren und äußeren Losgelassenheit.

Als Drittes ist es hilfreich, fokussiert zu sein, wenn man mit Pferden arbeitet.

Besser gesagt braucht man eine mentale Vorstellung von dem, wo es eigentlich hingehen soll. Habe ich ein Ziel mit meinem Pferd kann ich zielgerichtet darauf hinarbeiten anstatt planlos hinzudümpeln.

Das Ganze fasst man unter dem Oberbegriff mentales Training zusammen.

Zu guter Letzt denke ich beim Kompass für Reiter an Selbstbeherrschung und Fairness.

Eine genaue Definition dafür habe ich noch nicht gefunden. Eigentlich meine ich die Fähigkeit des Reiters, die Ereignisse des Tages außen vor zu lassen und dem Pferd gegenüber unvoreingenommen zu sein. Es kann nicht dafür, dass ich Ärger mit meinem Chef oder Partner hatte.

Deshalb sollte es auch nicht unter meinem Ärger leiden. Aber in der Realität ist es oft so, dass man den Stress und die Spannung des Tages mit in den Pferdestall nimmt. Und dann reagiert man mitunter ungerecht und macht das Pferd für ein Verhalten verantwortlich, was eher auf Unverständnis über unsere geladene Körpersprache beruht als auf Widersetzlichkeit.

Und, findet Ihr diese Herangehensweise hilfreich?

Wenn ja würde ich mich freuen, wenn Ihr ein paar Fragen dazu im Anschluss an den Artikel beantwortet.

Die Möglichkeit, zu testen, wie gut Eure Fähigkeiten im Bereich körperlich Fitness, Mentale Stärke und angstfreies Reiten sind, habt Ihr auf den Seiten Fitnesscheck für Reiter, Mentalcheck für Reiter und Mutcheck für Reiter. Alle drei habe ich speziell für Reiter entwickelt und alle bieten mit der Testauswertung einen Ansatz, wirklich etwas zu verändern.

Denn wenn ich weiß, wo ich gut bin und wo noch Handlungsbedarf besteht, kann ich zielgerichtet darauf hinarbeiten, besser zu werden.

Davon profitiert vor allem mein Pferd, weil es dann einen angenehmeren Rucksack zu tragen hat. Letztendlich profitiere auch ich als Reiter davon, weil meine Motivation steigt, wenn ich besser werde und Erfolgserlebnisse habe.

Vielen Dank,

Corinna von ReitClever

#MEHRWissenfuerReiter

#sicherreiten

#angstfreireiten

War der Artikel hilfreich?

View Results

Loading ... Loading ...

Findet Ihr die Idee eines Kompass für Reiter gut? ( 1 Antwort möglich)

View Results

Loading ... Loading ...

Würdet Ihr Euch an einem solchen Kompass orientieren?

View Results

Loading ... Loading ...

Wie könnte die vierte Fähigkeit heißen?

View Results

Loading ... Loading ...

Gute Balance: Wie sicher fühlt Ihr Euch auf dem Pferd?

Eine gute Balance für Reiter durch spielerische Übungen und mehr Koordination

Wusstet Ihr, dass die Gleichgewichtsreaktion eine der komplexesten Fähigkeiten unseres Körpers ist? Wenn es richtig zur Sache geht, sind nicht nur fast alle Muskeln des Körpers beteiligt sondern auch eine ganze Menge Hirnbezirke.

Daher ist es für Reiter wichtig, sich mit dem eigenen Gleichgewicht zu beschäftigen. Da Pferde manchmal blitzschnell in eine andere Richtung unterwegs sind als wir geplant haben, spielt Balance für Reiter eine wichtige Rolle.

Überhaupt hat das Gleichgewicht eine grundlegende Bedeutung in allen Bereichen des Sports. Es besteht eine enge Beziehung zwischen der Gleichgewichtsfähigkeit und der Leistungsfähigkeit.

Warum brauche ich eine gute Balance für Reiter?

Der Reiter hat ein mehr oder weniger gut ausgeprägtes Bewegungsgefühl für den eigenen Körper. Zudem hat er eine Vorstellung von der gemeinsamen Bewegung mit dem Pferd, die er geplant hat.

Beides muss man mit den Bewegungen des Pferdes zusammen bringen damit es eine harmonische gemeinsame Bewegung gibt. Jede Richtungsänderung und jeder Tempowechsel stellt eine Herausforderung für das Gleichgewicht von Pferd und Reiter dar.

Denn klaffen die Bewegungsvorstellung des Reiters und die des Pferdes auseinander müssen sich beide miteinander arrangieren. Wenn es zu einer Fluchtreaktion des Pferdes kommt entscheiden mitunter Bruchteile von Sekunden, ob der Reiter oben bleibt oder ob er das Pferd verliert.

Schauen wir also mal genauer hin.

Wir brauchen drei Fähigkeiten für eine gute Balance.

Zuerst muss das Gehirn auf den Reiz des Pferdes reagieren. Dazu braucht es Informationen aus dem Körper, die ihm die Pferdebewegung und den Zustand des eigenen Körpers vermitteln.

Aus diesen Informationen filtert das Gehirn die Wichtigen für die geplante Aktion heraus. Dazu muss es alle Infos verarbeiten. Damit plant es eine Aktion oder Reaktion.

Zuletzt schickt es „Befehle“ an den Körper damit die Muskeln reagieren können, wenn es sich für eine Aktion entschieden hat.

Faszinierend ist, dass das Ganze in Bruchteilen von Sekunden stattfindet.

Diese Reaktionen sind bei uns gut ausgereift, weil wir auf Überleben programmiert sind. Während der letzten Jahrtausende hat sich das menschlichen Gehirne dahingehend weit entwickelt.

Aber nur wenn man sich sicher fühlt kann man eine gute Balance entwickeln.

Dann kann man Kraft und Koordination steuern und die eigenen Bewegungen präzise an die des Pferdes anpassen.

Dagegen wird holprig, sobald man sich unsicher fühlt. Auf Grund des Überlebensmodus, den das Gehirn bestimmt, werden Muskeln angespannt, um den Körper zu schützen. Dabei bleibt die  Feinsteuerung auf der Strecke. Man fühlt sich verspannt und unsicher. Erfolg und Sicherheit auf dem Pferd bleiben aus.

Damit das Gehirn ein gutes Gleichgewicht schalten kann, nutzt es vor allem Informationen aus den Augen.

Weiterhin bekommt es Input aus dem Gleichgewichtsorgan und der Peripherie des Körpers. Deshalb ist es eine gute Idee, neben den Muskeln vor allem auch die Augenfunktionen zu trainieren. Das kann man mit bestimmten Bewegungen und Blickwendetechniken tun. Denn je besser das Gehirn die Information der Augen verarbeiten kann, desto präziser kann es die Anweisungen an den Körper steuern.

Eignen tun sich dafür Übungen aus dem BrainGym®, da sie genau das tun. Diese sogenannten Hirngymnastikübungen verbessern die Zusammenarbeit aller Sinnesorgane. Weiterhin trainieren sie die Entspannungsfähigkeit und erhöhen die Koordination aller Körperteile.

Beides hilft, eine gute Balance zu entwickeln.

BrainGym® ist ein wesentlicher Bestandteil meiner Kurse Einfach besser reiten mit Balance und Einfach besser reiten trotz Angst. Denn auch wenn man auf dem Pferd zu Ängsten neigt, ist es durch die verstärkte Anspannung schwierig, eine gute Balance für Reiter zu entwickeln.

Für mehr Informationen klickt auf die blauen Links.

Viel Spaß beim Üben wünsche ich Euch!

Corinna von ReitClever

PS: „Einfach besser reiten mit Balance“  ist auch als Onlinekurs in Arbeit.

#MEHRWissenfuerReiter

#sicherreiten

#angstfreireiten

#hochwertigeswissenfuerreiter

Kennst Du die SMART-STRATEGIE FÜR REITER?

Die Smart-Strategie für Reiter
Mentales Training für Reiter

Die Smart-Strategie für Reiter ist eine Hilfestellung, gesteckte Ziele auch wirklich zu erreichen.

Das neue Jahr ist noch keine 14 Tage alt. Manch einer ist gut darin, das, was er sich zum Jahreswechsel vorgenommen hat, auch tatsächlich zu erreichen.

Manch anderer hat sein Ziel schnell aus den Augen verloren. Möglicherweise ärgert er sich dann, wenn ihm irgendwann aufstößt, dass er „es“ wieder nicht geschafft hat.

Was ist Dein Ziel für 2021?

Hast Du Dir etwas vorgenommen? Mit Deinem Pferd oder ist es ein Ziel für Dich?

So oder so kannst Du die Smart-Strategie für Reiter nutzen, um Dich tatsächlich darauf einzustellen, Dein Ziel in greifbare Nähe zu rücken.

Also, um was geht es?

SMART kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt heißt elegant, pfiffig oder intelligent.

Als Abkürzung wird dieses Vorgehen häufig im Mentalen Training benutzt. Nämlich um die eigenen Ziele so zu definieren, dass es ein absoluter Anreiz wird, sie tatsächlich zu erreichen:

S steht für spezifisch

M steht für messbar

A für attraktiv

R ealistisch und

T für terminiert.

Damit hilfst Du Deinem Gehirn, wirklich zu verfolgen und zu erreichen, was Du Dir vorgenommen hast. Egal ob Du abnehmen möchtest, wieder flott ins Gelände reiten oder auf dem Turnier in die nächst höhere Leistungsklasse möchtest.

1) Du musst es WIRKLICH wollen– egal was Dein Umfeld dazu sagt:

für Dich muss es ATTRAKTIV sein. Absoluter Hammer, wenn Du Dir vorstellst. tatsächlich anzukommen!

Male Dir Dein Ziel in den buntesten Farbei in Deiner Vorstellung aus.

2) Mache Dein Vorhaben SPEZIFISCH:

Du willen statt 20 nur noch 2 Zigaretten am Tag rauchen?

Du möchtest die chice Reithose in Kleidergröße … tragen

oder Du möchtest  zum Zeitpunkt X, … Euro auf dem Konto haben?

Je genauer Deine Zielvorgaben sind, desto klarer ist der Weg dahin. Desto besser kannst Du Deine Zwischenetappen kontrollieren und sehen, wann Du Dein Ziel erreicht hast.

3) Dazu gehört auch, WANN Du am Ziel sein willst:

Es macht einen Unterschied, ob Du irgendwann Millionär sein willst, oder ob Du zum 31.12.2021 … Geld auf dem Konto haben möchtest.

Es ist auch in Deiner Vorstellung etwas völlig Anderes, ob Du mal bei Olympia mit reitest oder eine E- Parcours sauber bewältigst. Der Springparcours ist realistisch- eine Olympiateilnahme in den meisten Fällen eher nicht.

TERMINIERE Deine Vorstellung und mache sie so plastisch wie möglich.

4) MESSBAR:

WIEVIELE Euros möchtest Du ansparen? Wie viele Kilos möchtest Du verlieren?

Wann willst Du das Turnier reiten?

Damit machst Du es Dir leichter, konkrete Pläne zu erarbeiten. So kannst Du Teilziele abstecken und abschätzen, wie nahe Du Deiner Zielvorgabe schon gekommen bist.

5) Das Ziel sollte REALISTISCH sein, um es auch wirklich einhalten zu können.

Enttäuschungen sind vorprogrammiert, wenn Du in 2 Monaten 20 Kilo abnehmen oder mit einem braven Kaltblut-Mix einen Distanzritt gewinnen möchtest.

Dazu gehört für mich auch, dass DU Dein Ziel SELBST erreichen kannst.

Wenn Dein Partner möchte, dass Du aufhörst zu rauchen, könnte es für Dich schwierig werden, durchzuhalten. Weil es nicht Deine Motivation ist. Nur weil der Bereiter mit Deinem Pferd durch die Dressuraufgabe kommt, heißt das noch lange nicht, dass es Dich weiter bringt.

Wenn ich Lotto spiele, kann ich mit Glück innerhalb von einem Monat Millionär sein.

Ich kann aber auch mein ganzes Leben lang auf den ersehnten Gewinn warten.

Ziel führender fände ich die Frage, warum ich im Lotto gewinnen möchte.

Um endlich meinen Job zu kündigen und um die Welt zu reisen? Oder um 5 Pferde halten und reiten zu können, anstatt täglich den Offenstallauslauf abzuäppeln?

Wenn Du den Hintergrund Deines Wunsches nach Vermögen findest, dann frage Dich, ob Du dazu den richtigen Job hast.

Besser gefragt, was genau Dich dazu bewegt, den Job hinschmeißen zu wollen.

Dazu wäre eine Bestandsaufnahme und Analyse Deiner Vorstellung gut:
WAS möchtest Du? Oder was macht Dich zufrieden?

Könntest Du Deine Vorstellungen bei einem anderen Arbeitgeber oder in einem neuen Beruf  verwirklichen?

Oder möchtest Du mehr Freizeit und mehr Zeit für Dich und Dein Pferd haben? Das würde eine komplett andere Vorgehensweise erfordern.

Was auch immer Du willst: Es lohnt sich, Dein Ziel genau zu hinterfragen, auszuleuchten und dann schriftlich zu fixieren.

Mit Zeitangabe und Größenordnung. Beispielsweise mit der Smart Strategie für Reiter.

Male Dir Dein Vorhaben in den wunderschönsten Farben aus.

Rieche die Luft beim nächsten Ausritt oder den Schweiß Deines Pferdes nach einer anstrengenden Trainingseinheit.

Wie fühlt es sich wohl an, die momentan 2 Kleidergrößen zu kleine Reithose zu tragen, wenn Du … Kilos abgenommen hast?

Je spezifischer Du Deinen Wunsch in Deiner Vorstellung ausmalst, desto schneller willst Du ihn erreichen. Besser ausgedrückt, desto attraktiver wird es für Dich, Dein Ziel zu erreichen.

Manchmal ist es auch so, dass man auf dem Weg dahin feststellt, dass das gar nicht das war, was man sich vorgestellt hat.

Ist auch gut. Dann hat man das Vertrauen gewonnen, seine Gewohnheiten ändern zu können und die Sicherheit, dass auch Teilziele oder Richtungskorrekturen gut sein können.

Du hast Dich auf jeden Fall auf einen neuen Weg begeben und ETWAS GEMACHT –

Das ist deutlich befriedigender als mit einer Tüte Chips auf dem Sofa über die Ungerechtigkeit im Leben nachzudenken. Oder es bei Facebook rauszuhauen.

Also leg los! Und freu´ Dich auf das tolle Gefühl, wenn die Reithose passt. Oder Du auf dem Siegertreppchen stehst 😉

Du könntest auch mit dem Mentalcheck für Reiter beginnen: Das ist dann der Startschuss für Deine persönliche Challenge.

Viel Spaß bei Deinem nächsten Ritt!

Corinna von ReitClever

#MEHRWissenfuerReiter

#sicherreiten

#angstfreireiten

#hochwertigeswissenfuerreiter

Kennst Du den Begriff Spiegelneurone? Spiegelneurone und Angst spielen bei Reitern eine wichtige Rolle

Je besser die Laune, desto schwerer haben es Spiegelneurone und Angst, das Reiten zu beeinflussen.
Spiegelneurone und Angst

„Ein Spiegelneuron (Plural: Spiegelneurone oder Spiegelneuronen) ist eine Nervenzelle, die im Gehirn von Primaten beim „Betrachten“ eines Vorgangs das gleiche Aktivitätsmuster zeigt wie bei dessen „eigener“ Ausführung. Auch Geräusche, die durch früheres Lernen mit einer bestimmten Handlung verknüpft werden, verursachen bei einem Spiegelneuron dasselbe Aktivitätsmuster wie eine entsprechende tatsächliche Handlung.

Seit ihrer erstmaligen Beschreibung im Jahr 1992wird diskutiert, ob Spiegelneuronen an Verhaltensmustern von Imitation oder möglicherweise sogar Mitgefühl (Empathie) bei Primaten beteiligt sind.“

Definition von Wikipedia

Ganz sicher sind Spiegelneurone im Spiel, wenn es um gute oder schlechte Laune, Angst oder Vorfreude geht.

Das kennt Ihr bestimmt: Vor einer Prüfung oder vor einem Turnierstart gibt es Leute, in deren Nähe ihr es kaum aushaltet. Sie machen euch noch nervöser, als ihr sowieso schon seid.

Andere dagegen wirken auf Euch in schwierigen Situationen wie ein Fels in der Brandung. Spiegelneurone und Angst heißt der Oberbegriff dazu.

Diplompsychologin Dr. Gaby Bussmann beschreibt sie in Ihrem Webinar „Angst im Pferdesport“ so: „Immer häufiger wird berichtet, dass man sich gegenseitig ansteckt. Man vermutet, dass Spiegelneuronen dabei von Bedeutung sind. Spiegelneurone sind besondere Nervenzellen im Gehirn, die während der Beobachtung einer anderen Person, die gleichen Aktivitätsmuster auslösen. Das Besondere an diesen Nervenzellen ist, dass sie schon Signale aussenden, wenn die Handlung lediglich beobachtet wird. Man spürt die Angst des Anderen in sich selbst. „

Kennst Du das?

Dass Du auf einmal keine Lust mehr hast, obwohl Du Dich tagelang auf einen schönen Ausritt gefreut hast? Dann könnte es daran liegen, dass Dein Unterbewusstsein Dein geplantes Vorhaben als gefährlich einstuft. Oder daran, dass ein Gruppenmitglied solche Angst vor eurem Vorhaben verspürt, dass seine Gefühle auf Dich überspringen. Gerade sehr empathische Menschen neigen dazu, die Emotionen anderen Menschen zu übernehmen.

Mache Dir das bewusst.

Gerade in Zeiten von Corona, in denen die einen sich ängstigen und die anderen die aktuellen Geschehnisse als Zeichen der Unterdrückung der Gesellschaft sehen, ist das wichtig. Halte Dich von den Menschen fern, bei denen Du Dich schlecht fühlst und deren Handlungen Dein flaues Gefühl im Bauch verstärken.

Denn es gibt Situationen, die Dir helfen, angstfrei zu reiten. Dagegen gibt es auch solche, die das Phänomen Spiegelneurone und Angst aktivieren.

Wenn Du also öfter zu einem unguten Gefühl mit und auf dem Pferd neigst, beschäftige Dich mal mit Deinem direkten Umfeld beim Pferd. Es gibt Personen und Pferde, die Dir eher Vertrauen vermitteln und welche, die Deine Angst verstärken.

Du bist Dein Boss. Du kannst Dir Dein Umfeld so gestalten, dass es Dir hilft. Und dass es Dir gut geht.

Mach was draus – es ist DEIN nächster Ritt!

Corinna von ReitClever

PS: Falls Du Dich etwas mehr mit Dir und Deinem flauen Gefühl beschäftigen möchtest: Es gibt den Kurs Einfach besser reiten als Onlinekurs und am 06.02.2021 als Präsenzkurs.

Klick auf den blauen Link, um mehr Informationen zu erhalten.

Außerdem gibt es am 20.12. und 24.12.2020 im Adventskalender für Reiter einen saftigen Rabatt auf einen Kurs Deiner Wahl! Egal, welchen Du Dir aussuchst.

#MEHRWissenfuerReiter

#sicherreiten

#angstfreireiten

#hochwertigeswissenfuerreiter

Wusstet Ihr, dass es ein Trainermobil für Vereine gibt?

Besuch eines Trainers aus dem Trainermobil der FN
Gespräch vor Ort

In der letzten Ausgabe des FN Servicebriefes bin ich auf das Trainermobil für Vereine aufmerksam geworden.

Da Ausbilder und Trainer eine Schlüsselrolle für die Pferdebegeisterung von groß und klein spielen, wird ihnen eine große Bedeutung beigemessen.

Um sie zu unterstützen, fährt die FN in Vereine und Betriebe. Ziel ist es, sich auszutauschen und Tipps für die weitere Arbeit dort zu lassen.

Dass bei dem Besuch Ausbilder aus Nachbarvereinen dazu kommen ist ausgesprochen erwünscht. Denn die Trainermobil – Termine sind begrenzt und die Reichweite soll so groß wie möglich sein.

Nach vorheriger Anmeldung wird ein Termin vereinbart.

Da das Projekt von den Persönlichen Mitgliedern der FN und dem DOSB gesponsert wird, ist der Termin für die Vereine kostenlos. Allerdings ist diese Idee von der Dauer her auf ein Jahr begrenzt.

Wie läuft so ein Besuch ab?

Zuerst wird ein gemeinsamer Trainingsteil vorbereitet und absolviert.

Der Trainer vor Ort kann dabei ansagen, welche Schwerpunkte angeschaut werden sollen und wozu er Tipps haben möchte.

Dabei auftretende Fragen werden im Anschluss besprochen. Es gibt es Feedback für alle Beteiligten. Weiterhin werden Trainingstipps für die weitere Ausbildung gegeben. So gibt es neue Ideen für die Reitstunden.

Im zweiten Teil geht es um Fragen der Aus- und Fortbildung.

Die Palette der FN für Lehrangebote ist groß: es gibt digitale Angebote, Präsenzfortbildungen zu den unterschiedlichsten Themen in allen Bundesländern. Vor allem die Ausbildung vom Trainerassistenten bis hin zum Trainer A wird überall groß geschrieben.

Die Termine vor Ort werden sowohl von den teilnehmenden Vereinen als auch von den Besuchern der FN positiv bewertet. Durch das persönliche Gespräch profitieren beide Seiten vom Erfahrungsaustausch. Außerdem verbessert das Projekt die lokale Vernetzung und die Möglichkeit zur gegenseitigen Unterstützung.

Inwieweit das Team in der aktuellen Corona – Situation unterwegs ist, kann ich nicht sagen.

Aber die Termine sind kostenlos und werden nach der Bewerbung an die FN vergeben.

Wer Lust hat so einen Besuch für seinen Betrieb oder seinen Verein zu organisieren, kann sich unter elempa-roeller@fn-dokr.de bewerben. Da das Projekt auf ein Jahr begrenzt ist, solltet Ihr das vielleicht bald tun.

Nähere Informationen gibt es in diesem Artikel (zum Lesen auf den blauen Link klicken).

Solltet Ihr einen Termin bekommen, würde ich als Gast gerne dazu eingeladen werden ;-). Denn mich interessiert auch, wie so ein Besuch abläuft.

Bitte bleibt bis dahin gesund,

Corinna von ReitClever

#MEHRWissenfuerReiter

#sicherreiten

#hochwertigeswissenfuerreiter

Wisst Ihr dass Augen und Gleichgewicht zusammen gehören?

Augen und Gleichgewicht gehören funktionell zusammen
Wie steht es um Dein Gleichgewicht?

Dass man fehlende Balance über seine Augen kompensiert ist wahrscheinlich vielen Menschen bekannt.

Denn diese melden als Sinnesorgan ihre eingehenden Informationen an das Gehirn. Aus diesen Meldungen und anderen aus dem Körper über Lage im Raum, jeweilige Muskelspannung und einwirkende Kräfte baut das Gleichgewichtszentrum dann eine Reaktion. Die dann via Nervenimpulse an die ausführenden Muskeln gesendet wird.

Denn das Halten des Gleichgewichtes ist vorrangig eine Bewegungsreaktion, die den Kopf oben halten soll. Weil das Gehirn das wichtigste Organ ist, besteht immer oberste Priorität, den Kopf zu schützen.

Auch sorgt diese Reaktion automatisch dafür, dass die Augen horizontal eingestellt werden. Damit man sich weiterhin orientieren kann. Augen und Gleichgewicht sind also eine Funktionseinheit.

Wenn sich das Gehirn nicht auf die Rückmeldungen aus dem Körper verlassen kann, verlässt es sich auf die Informationsaufnahme der Augen. Über die bildhaften Informationen werden dann die notwendigen Körperreaktionen gesteuert.

Und? Wie steht es um Dein eigenes Gleichgewicht?

Das kannst Du ganz leicht testen, indem Du Dich ungefähr hüftbreit auf beide Beine stellst. Die Füße stehen parallel und die Fußspitzen zeigen nach vorne. Dann hebst Du ein Bein etwas nach vorne in die Luft und schaust, ob Du eine Minute so stehen bleiben kannst.

Klappt das? Dann lächelst Du jetzt wahrscheinlich 🙂

Aber dann mach denselben Test, indem Du die Augen schließt, wenn Du auf einem Bein Dein Gleichgewicht gefunden hast. Natürlich auch jeweils mit dem anderen Bein.

Und? Stehst Du immer noch so sicher?

Wahrscheinlich nicht… Dann hast Du eine Aufgabe für die nächste Zeit.

Denn man kann sich auf einem bewegten Pferd nur dann gut ausbalancieren, wenn man sich sicher in seinem eigenen Körper fühlt.

Nur wenn Du mit Dir selbst im Gleichgewicht bist, kannst Du auch die Bewegungen des Pferdes gut ausbalancieren. Augen und Gleichgewicht spielen also bei Reitern auch eine zentrale Rolle.

Deshalb empfehle ich meinen Reitschülern oft, beim Zähne putzen auf einem Bein zu stehen. Da das zwei ganz unterschiedliche Bewegungen sind, tut man etwas für die Koordination. Aber trainiert man auch das Gleichgewicht. Vor allem wenn man das mit geschlossenen Augen tut.

Vorletzte Woche war ich bei einer spannenden Onlinefortbildung.

Marc Noelke stellte sein „Neuro-Rider“ Trainingsprogramm vor. Es basiert vor allem auf der menschlichen Neurologie und Neuroanatomie.  Da beide Themen meine beruflichen Steckenpferde sind, war ich super gespannt.

Tatsächlich war es ein interessanter Abend. Für meine Begriffe war der theoretische Teil etwas lang. Auch für Reiter, die in der menschlichen Gehirnfunktion nicht so zuhause sind, etwas kompliziert gefasst.

Aber der praktische Teil, den Marc vorstellte, hatte es in sich. Es nutzte zwei Übungen für die Augen, die innerhalb kurzer Zeit sowohl die Beweglichkeit des Körpers als auch die Balance auf einem Bein zu stehen verbesserten. Faszinierend!

Als Erklärung gab er an, dass das Gehirn für ein gutes Gleichgewicht ein neuronales Navi benutzt.

Das sucht sich seine Informationen zu  65% aus visuellen, zu 20% aus vestibulären und zu 15% aus Daten, die aus dem Körper ans Gehirn gemeldet werden.

Das fand ich spannend.

Und es bestätigte meine Lehrmeinung, dass Augen und Gleichgewicht eng zusammen gehören. Beide Übungen mache ich jetzt regelmäßig.

Und ich werde sie ganz sicher in mein Programm „einfach balanciert reiten“ einbauen, was gerade entsteht. Dazu wird es im Frühjahr, wenn Corona sich wieder in ruhigeren Bahnen bewegt, auch einen Präsenzkurs „Mehr Balance für Reiter“ bei mir auf dem Hof geben.

Aber auf einem Bein stehen kannst Du schon so in verschiedenen Lebenslagen trainieren.

Je nach Situation wird es Dir leichter und schwerer fallen. Wie im wahren Leben und auf dem Pferd.

So trainierst Du Augen und Gleichgewicht ganz nebenbei.

Viel Spaß damit,

Corinna von ReitClever

#MEHRWissenfuerReiter

#angstfreireiten

#bessersitzen

#besserreiten

#hochwertigeswissenfuerreiter

Heute schon geklopft? EFT und angstfrei reiten

Habt Ihr schon einmal von EFT und Reiten gehört?

Habt Ihr schon einmal etwas von EFT gehört? Ich auch erst vor kurzem.

Eine befreundete Reitlehrerin hat mich auf diese Spur gebracht. Sie arbeitet mit unterschiedlichen Methoden und Reitern. Auch mit welchen, die zu Angst auf dem Pferd neigen.

Eigentlich wollte ich wissen, ob sie noch mit Hypnose und Reitern arbeitet. Darauf antwortete sie, dass Sie bei Ängsten bessere Erfahrungen mit EFT und Reiten gesammelt hat.

Hm, da war ich erstmal neugierig. Von EFT hatte ich noch nie etwas gehört.

Die Recherche bei Wikipedia ergab, dass „Emotional Freedom Techniques (deutsch Techniken der Emotionalen Freiheit) die Bezeichnung eines therapeutischen Konzeptes aus dem Bereich der „energetischen Psychologie“ ist und eine Methode zur Linderung und Behandlung von Stress und psychischen Störungen durch Stimulation von Akupressurpunkten (Tsubos) darstellt. Die Wirksamkeit dieser alternativmedizinischen Methode der Klopfakupressur ist wissenschaftlich bislang nicht anerkannt.“

Da klingelte es:

Von energetischen Klopftechniken hatte ich im Rahmen meiner Kinesiologieausbildung schon gehört. Wir benutzen in diesem Rahmen Klopftechniken aus der Advanced Energy Psychology (AEP) nach Fred Gallo.

Ich erinnere mich noch, dass ich diesem Kurstitel wie Manchem, was mir in dieser Zeit über den Weg lief, Skepsis entgegen brachte. Denn als klassisch ausgebildete Physiotherapeutin mit schulmedizinischen Hintergrund erschienen mir energetische Ansätze ein bisschen wie Hokuspokus.

Allerdings muss ich zugeben, dass sich meine anfänglichen Vorbehalte legten. Denn spannende Dinge passierten während der Kurse. Zuallererst kam bei mir durch diese Techniken Einiges in Gang.

Vieles, was dabei im Körper passiert, ist tatsächlich auch neurophysiologisch erklärbar.

Also konnte ich das Ganze nach und nach annehmen. Darüber hinaus erzielte ich mit Patienten in der Physiotherapie Erfolge, die ich vorher mit klassischen Techniken nie erreicht habe.

Inzwischen liebe ich die Kinesiologie und auch die Möglichkeit, mit ihr hinter das Thema zu schauen, was zur aktuellen Problematik führt.

Also gebe ich auch Klopftechniken einen Raum.

Es gibt Programme im Köper, mit denen man sich und seine eigenen Ziele unbewusst sabotiert. Diese Programme sprechen gut auf die relativ simple Klopfakupressur an.

Gut daran ist, dass auch Unerfahrene nach einer konkreten Einführung bei sich selbst viel bewirken können. Indem sie dieses Klopfen an bestimmten Stellen ihres Körpers regelmäßig durchführen.

Und EFT scheint genauso zu funktionieren.

Auf der Seite „Angst- Reiter- Therapie. de“ finde ich: „EFT wurde aus der Akupunktur abgeleitet. Nach der chinesischen Medizin verfügt unser Körper nicht nur über Blut- und Nervenbahnen, sondern auch über Energiebahnen (Meridiane). Beim EFT zur Angstlösung werden 8 bestimmte Meridianpunkte beklopft, während man sich gleichzeitig auf das Problem fokussiert und dazu eine positive Selbstannahme formuliert. Diese Methode löst Störungen im Energiesystem und kann damit auch Ängste auflösen.“

Habt Ihr Erfahrungen mit EFT und Reiten?

Ich habe schon öfter von Reitern, die zu Ängsten neigen, gehört, dass Sie das Klopfen regelmäßig durchführen.

Leider wohnt die befreundete Reitlehrerin, die mich auf EFT gebracht hat, zu weit weg. Ich wollte sie zum Tag der Cleveren Reiter am 03.10.2020 (bei Interesse auf den blauen Link klicken) einladen.

An diesem Tag geht es in verschiedenen Facetten um angstfreies Reiten.

Deshalb überlege ich gerade, ob EFT und Reiten ein Thema dieses Tages sein könnte.

Wenn mir Jemand seine Erfahrungen dazu schreiben möchte, würde ich mich sehr freuen. Dann wird EFT und Reiten ein Thema des TDCR sein.

Nebenbei gesagt: Für den Tag der Cleveren Reiter 2020 gibt es im Shop bis zum 31.08.2020 noch den Frühbucherpreis von 95€.

Bis dahin ein paar schöne Sommertage,

Corinna von ReitClever

#MEHRWissenfuerReiter

#sicherreiten

#angstfreireiten

#hochwertigeswissenfuerreiter