Kategorie: Wissenswertes

Myo-Fasziales- Training

Thema beim Myo- Fazialen_ Training sind Muskeln und Faszien
Wunderwelt der Faszien

Am Sonntag war ich bei einer Fortbildung zum Thema „Myo- Fasziales-Training“ im Landessportbund Berlin. Bei 38 Grad im Schatten, am bisher wärmsten Tag des Jahres 2022, war die Motivation nicht so besonders hoch.

Doch der fachlich sehr fundierte Dozent hat das schnell verändert: Nach einem kurzen Überblick legte er mit einem ausgeklügelten Programm für Myo- Fasziales- Training los. Er setzte auf dynamische Steigerungsformen, die mich mehr als einmal an den Punkt brachten, wo mein Gehirn nur noch „hä?“ fragte. Für manche Bewegungsmuster hat man einfach kein Programm, wenn man so etwas nicht regelmäßig macht. „Hast Du noch keine Bahnen für, oder?“ fragte er dann lächelnd und erklärte, dass die sich im Gehirn erst ausbilden, wenn man abseits der gewohnte Wege Neues übt.

Genau das machte den Tag aus.

Über die Kombination von Koordination und Bewegung bekam man einen guten Zugang zu seinem Körper. Auch wurde neben der Beweglichkeit das Gleichgewicht enorm gefördert. Also all das, was man für gutes Reiten braucht. Im Anschluss war es ein schönes Gefühl, einmal durchgearbeitet und doch irgendwie locker zu sein. Muskelkater habe ich trotz der teilweise sehr anspruchsvollen Übungen nicht bekommen.

Ich bin schon lange Physiotherapeutin. In diesem Rahmen bekomme ich dieses Thema immer wieder präsentiert. Seit einiger Zeit werden Faszien für Schmerzen und Bewegungsprobleme verantwortlich gemacht, und zwar beim Reiter genauso wie beim Pferd. Spätestens seit dem Aufkommen der Franklin Bälle im Reitunterricht kennen viele Reiter diese zarten Strukturen.

Tatsächlich ist dieses spezielle Bindegewebe in unserem gesamten Körper vorhanden. Es umgibt nahezu jede Struktur des Körpers und gibt ihm seine spezifische Form. Organe haben genauso wie Muskeln, Muskelstränge, Bänder und Sehnen eigene Faszien. Wie ein Fischernetz sind sie alle miteinander verbunden. Insofern kann man sich vorstellen, dass eine Irritation oder Verhärtung in einem Bereich andere Strukturen des  Körpers beeinflusst. Gerade nach Verletzungen oder Operationen verkleben diese feinen bindegewebigen Häute und sorgen für einen Funktionsverlust. Flüssigkeitsaustausch und das Verschieben der Strukturen gegeneinander können an dieser Stelle in der Folge nur noch eingeschränkt stattfinden. Durch eine hohe Dichte an Schmerzrezeptoren aufweisen bewirken dortige Funktionseinschränkungen fast immer Bewegungsstörungen in Muskeln und Gelenken.

Hier ein paar Fakten zum Thema Myo- Fasziales- Training

Dr. Robert Schleip, der  “Faszienpapst”, stellte fest, dass Faszien sich bei Stress zusammenziehen. Da sie viele Rezeptoren in sich haben, melden sie unserem Gehirn Schmerzen, wenn man verspannt ist oder ungünstige Bewegungsabläufe nutzt.

Dauerhafter Stress oder ungünstige körperliche Belastungen führen zu Verhärtung und Verfilzung der Faszienzüge. Muskelverspannungen oder Bewegungsmangel führen zu einem Lymphstau im Bindegewebe, was zu einer Verklebung der Verschiebeschichten führt. Gerade nach Bandscheibenvorfällen und anhaltenden Schmerzzuständen des betroffenen Nervengewebes wird dieser Vorgang bedeutsam: Als Nervengleitmobilisation kann man eine wirksame Schmerzlinderung erreichen und wieder Beweglichkeit schaffen.

Da Faszien überall in unserem Körper zu finden sind, hat dieses Bindegewebe im Körper kein Anfang und kein Ende. Durch dieses Geflecht von nahtlos ineinander übergehenden Häuten kann eine Entzündung am Fuß Auswirkungen auf eine die gegenüberliegende Schulter Körper haben. Verliert ein Gewebe an Flexibilität und Bewegungsfähigkeit, kommt es zu Verspannungen, Schmerzen oder auch chronischen Beschwerden durch Nervenverklebungen. Wenn sich Faszien verkürzen und verhärten, werden gut dehnbare Elastinanteile abgebaut und durch zähes, kaum dehnbares Kollagen ersetzt. Die Grundspannung des Körpers erhöht sich und man wird unbeweglicher. Die verminderte Gleitfähigkeit grenzt den Bewegungsspielraum von Muskulatur und Gelenken oft auch schmerzhaft ein.

Auch Stress verklebt Faszien.

Wenn man dauerhaft im Stressmodus durchs Leben geht, verliert man irgendwann die natürliche Aufrichtung. Man wird krummer und bewegt sich irgendwie hart. Durch die nachlassende Flexibilität steigt die Verletzungsgefahr. Denn Faszien stehen in direkter Verbindung mit unserem vegetativen oder autonomen Nervensystem. Es heißt so, weil es lebenswichtige Körperfunktionen weitgehend selbstständig regelt. Dazu gehören Atmung, Verdauung, einzelne Organe und auch die inneren Augenmuskeln.

So beeinflusst es auch die Spannung der Faszien. Gelassenheit senkt die Körperspannung, Stress dagegen erhöht die Grundspannung im Gewebe. Andersherum funktioniert dieser Mechanismus auch: Stehen die Faszien unter hoher Spannung, fühlt man sich gestresst und findet innerlich keine Ruhe. Schlechter Schlaf durch mangelndes Abschalten sind die Folge.

Verlernt man, sich auf der Ebene der Muskeln und Faszien zu entspannen, verselbständigt sich die Spannungserhöhung. Myo- Fasziales- Training reduziert also auch körpereigenen Stress. So kann man wieder ruhig und tief Durchatmen und fördert die eigene Entspannung. Weil man wieder in einen erholsamen Schlaf kommt, beginnt ein positiver Kreislauf

Faszien sind beeinfluss- und trainierbar.

Das habe ich am Sonntag deutlich gespürt. Also ist Myo- Fasziales- Training sehr geeignet, wenn Du Dich und deinen Reitstil dauerhaft verbessern möchtest. Davon profitiert auch dein Pferd!

Dokumentation “Geheimnisvolle Welt der Faszien”

Auf Youtube findest Du eine schöne Dokumentation zum Thema. Der Film „Geheimnisvolle Welt unter der Haut“ erhält viele relevante Informationen über die Wirkweise von Faszien.

Kürzer zusammengefasste Trainingstipps findest Du hier: https://www.functional-training-magazin.de/myofasziales-training-endlich-schmerzfrei-bewegen/.

Wenn Du in deiner Umgebung jemanden findest, der Myo- Faciales- Training anbietet, lautet klare Empfehlung von mir, das auszuprobieren!

Diese dynamischen Übungen beeinflussen Koordination und Gleichgewicht genauso wie die Elastizität der Bewegungssysteme. Mit Bällen, Rollen und Stäben werden am Ende eine Einheit Verklebungen aufgespürt und aktiv gelockert. Danach fühlt man sich definitiv besser in Form, lockerer und auch ausbalanciert. Beste Voraussetzungen für einen guten Ritt!

Viel Spaß beim Ausprobieren,

Corinna von Reitclever

#besserreiten

#MEHRWIssenfuerReiter

#bessersitzen

#losgelassenheitfuerReiter

Der Darm des Reiters und die Mittelpositur

Hast Du Dich schon einmal gefragt, wo der Darm des Reiters eigentlich liegt?

Der Darm des Reiters liegt mitten in der Mittelpositur
Der Darm des Reiters,
Bildnachweis I-Stock- 507210367

Er sitzt genau in unserer Bewegungszentrale der Mittelpositur.

Für eine gute Bewegungsfunktion ist es sinnvoll, sich mit seiner Gesundheit zu beschäftigen.

Auf der Abbildung siehst Du, dass er sich im ganzen Bauchraum ausbreitet und der Enddarm, der vor allem für die Ausscheidung verantwortlich ist, im unteren Becken liegt.

Funktioniert der Darm gut, merkt man meist nichts von ihm bis zu dem Moment, wo er sich entleeren möchte. Verdauung wird von unserem vegetativen oder autonomen Nervensystem gesteuert. Sollte man ihn also spüren, kann man davon ausgehen, dass gerade etwas schief läuft.

Kennst Du richtig starke Bauchschmerzen?

Heftigen Durchfall, eine handfeste Verstopfung oder neigst Du zu starken Regelschmerzen? Dann ist Dir bewusst, dass man in diesem Fall ähnlich wie ein Pferd mit Kolik sehr angespannt ist.

Denn das dazugehörige Organgewebe zieht sich zusammen und zerrt dadurch an seinen Aufhängungen. Das äußert sich vor allem in der Mobilität im Beckenbereich, denn die Bauchorgane sind mit Bindegewebe an Wirbelsäule, Becken oder Kreuzbein befestigt. Bei Problemen dieser Organe wird also sowohl die Beweglichkeit der angrenzenden Gelenke als auch die Muskelfunktion beeinträchtigt.

Besonders der große Hüftbeugemuskel, der Psoas- Major, reagiert auf Unregelmäßigkeiten im Bauchraum gerne mit Verspannung. Er ist für die Beweglichkeit von Hüfte und Lendenwirbelsäule und damit für Reiter enorm wichtig: ist er angespannt, kann man in der Mittelpositur nicht locker mitbewegen.

Also ist es sinnvoll, sich für einen guten Sitz auch mit der eigenen Ernährung zu beschäftigen. Nicht nur mit einem stimmigen Calcium- Phosphor- Verhältnis oder der idealen Zusammensetzung eines Mineralfutters für das Pferd. Das können wir Reiter gut.

Dagegen stopfen wir in uns selbst manchmal unüberlegt all das in uns hinein, was schmeckt. “Richtig” zu essen ist auch nicht leicht. Kaum etwas wird so emotional diskutiert wie eine optimale Ernährung. Für mich gibt es gute Gründe, ein Veganer, Vegetarier oder Lakto- Vegetarier zu sein. Auch gibt es Menschen, die Grünzeug lieber den Tieren überlassen, damit ihr Fleisch delikater schmeckt.

Mir geht es hier nicht um einen Glaubenskrieg, sondern eher um einen Denkanstoß.

Es gibt unterschiedliche Angaben in der Literatur, aus der ich das für uns Wichtigste herausstellen möchte: Wir Menschen sind Allesfresser. Fleischfresser haben einen recht kurzen Darm, damit das Fleisch auf dem Weg durch den Verdauungstrakt nicht beginnt, zu faulen. Recht kurz heißt in diesem Zusammenhang zwei bis dreimal so lang wie der gesamte Körper des Besitzers.

Die Ernährungspyramide,
Bildnachweis I-Stocks-177091305

Unser Dünndarm ist ungefähr 5 Meter lang, der Dickdarm einschließlich Enddarm misst noch einmal 1,5 Meter. Ein Pferd hat ca. 20 Meter Dünndarm, um aus Gras ausreichend Energie und Nährstoffe gewinnen zu können. Also kann man den Mensch anhand seiner Darmlänge weder als ein reinen Fleischesser noch als Veganer einordnen.

Eher sind wir für eine Mischkost gemacht. In meinen Augen ist es sinnvoll, mit der Basis der abgebildeten Lebensmittel in der Ernährungspyramide den größten Teil des eigenen Tellers zu befüllen. Die obersten Stockwerke sollten im Umkehrschluss den kleinsten Anteil auf dem Teller bilden.

Auch finde ich wichtig, dass wir der Fahrt aufnehmenden Klimakrise ins Auge blicken

Welche Produkte gibt es aus der Region, die nicht zum Verzehr um die halbe Welt transportiert werden? Kiwis aus Neuseeland, Nektarinen aus Griechenland, Kaffee und Bananen aus Südamerika sind die Realität im Supermarkt. Auch dort gibt es Bio – Früchte und Produkte mit dem Demeter- Siegel. Das bezeichnet die höchste Güteklasse einer ökologischen Produktion.

Sicherlich ist das teurer im Einkaufswagen. Doch geht eine billige Herstellung immer zu Lasten der Natur und derjenigen, die in dieser Produktion arbeiten. Besser ausgedrückt wie teuer wird wohl Pferdehaltung, wenn die Entwicklung der Futter- und Energiepreise auf Grund des Klimawandels so weiter geht?

Die Dosis macht das Gift

Unser inneres Milieu kann durch den Verzehr großer Mengen Obst genauso übersäuern wie durch die übermäßige Aufnahme von Zucker.

Kohlehydrate sorgen für eine gute Ausdauerfähigkeit. Zu viele Kohlehydrate machen satt, faul und irgendwann auch dick. Insofern würde ich immer an der Gesamtmenge ansetzen, anstatt durch Vermeiden bestimmter Nahrungsmittel, Mangelerscheinung zu provozieren.

Je abwechslungsreicher man isst, desto mehr Nährstoffe bietet man dem Körper an. Dabei sind Unverträglichkeiten natürlich eine andere Geschichte.

Eine gute Ernährung soll den Stoffwechsel flexibel machen. Dabei spielt das Verhältnis von Energiezufuhr und Energieverbrauch die entscheidende Rolle. Bis heute gibt es keinen Inhaltsstoff oder eine Zauberformel, die einen mehr essen lässt, als man verträgt. Wenn eine gute Ernährung auch Abnehmen beinhalten sollte, muss man dieselbe umstellen oder seinen Appetit zügeln.

Folgende Fragen können hilfreich sein, dich auf die richtige Spur zu führen:

1) Wie angenehm und wie gut hat sich das Essen kauen lassen?

Intensives Kauen löst ein Befriedigungsgefühl aus. Was man nur schluckt, macht später satt.

2) Wie lange bist Du satt geblieben?

Es gibt Nahrungsmittel, die lange vorhalten und welche, die schnell wieder Hunger spüren lassen. Ballaststoffreiche Nahrung braucht länger, ehe sie in ihre Bestandteile zerlegt ist und macht nicht nur satt, sondern bringt auch Energie und viele Nährstoffe.

3) Nach welchem Essen fühlt sich dein Bauch angenehm und warm an?

Anders gefragt, wann fühlt er sich nach dem Essen fest oder kalt an?

4) Welche Speisen machen dich müde und welche bringen Dir eine gute Leistungsfähigkeit?

5) Hast Du manchmal nach dem Essen Durchfall oder Verstopfungen?

Das könnte ein Hinweis sein, dass Du irgendetwas nicht gut verträgst.

Mit diesen Fragen bekommst Du ein Gefühl für Dich und deine Verdauung. Über den Weg zu einer besseren Ernährung veränderst Du den Zustand deiner Mittelpositur. Dabei geht es immer auch um dein individuelles Wohlbefinden.

Vielleicht zeigt Dir auch dein Pferd die Richtung, wenn es mit Dir zufrieden ist, indem es im Rücken besser mitschwingt. Denn je besser deine Nahrungsverwertung funktioniert, desto lockerer schwingst du im Sattel mit. Das tut Ihr beide nur, wenn Euer Darm gesund ist 😉

Egal, wohin Du innerlich tendierst, lass´ Dir Zeit damit. Vielleicht bist mit deiner Figur zufrieden, liebst deine tägliche Schokolade und richtest den Fokus nur auf eine gesündere Ernährung.

Veränderungen braucht Zeit! Nach einer Entscheidung wirklich durchzuhalten und bei einer Versuchung nicht schwach zu werden, ist manchmal schwer. Ein Anreiz dafür ist möglicherweise, dass Du deinem Pferd weniger schwer vorkommst, wenn Du mit einer lockeren Mittelpositur reitest.

Viel Erfolg beim guten Mitschwingen,

wünscht Corinna von Reitclever

#ErnaehrungfuerReiter

#bessersitzenbesserreiten

#lockereMittelpositur

#MehrWissenfuerReiter

Der Sitz des Reiters

Locker, elastisch und ausbalanciert soll er sein der Sitz des Reiters. So weit weiß das eigentlich Jeder. Jedenfalls in der Theorie- in der Praxis stellt sich das häufig anders dar. Da hat man Stress im Job, Ärger mit dem Partner oder das Pferd sieht Geister in einer Ecke, wo es vor 3 Wochen schon mal weg gesprungen ist, und schon ist die gute Figur auf dem Pferd dahin. Eine andere Bewegung als man erwartet hat und sofort leidet die Elastizität.

Warum ist das so?

Der Sitz des Reiters beginnt mit der Beckenstellung. Das liest man in jedem guten Reitbuch. Auch sieht man dort das Lot gezeichnet, was Ohr des Reiters, Schulter, Hüfte und Sprunggelenk in einer senkrechten Linie verbinden sollte. Auf dem Pferd weicht das objektive Lot sehr oft von dem subjektiven Gefühl des Reiters ab. Der sieht dann erstaunt, dass die Unterschenkel zu weit vorne liegen oder sich der Kopf nicht auf dieser Linie einfindet.

Für eine gute und aufrechte Haltung auf dem Pferd ist eine lockere Mittelpositur entscheidend. Sie bestimmt, in welchem Winkel das Becken auf dem Pferd steht, bzw. wie die Gesäßknochen belastet werden. Sitzt man vor den Gesäßknochen rutscht man ins Hohlkreuz. Sitzt man dahinter, werden die Beine in den Stuhlsitz gezogen und der Oberkörper gelangt hinter das Lot.

Sobald man sich erschreckt oder irgendwo im Körper Schmerzen hat, springen bestimmte Programme in unserem Körper an, die versuchen, Gefahr vom Körper abzuwenden. Diese Muster aktivieren vor allem die Beugemuskulatur. Das ist die, die das Bein hochzieht und die Lendenwirbelsäule ins Hohlkreuz bringt. Und schon gerät der Sitz des Reiters aus dem Lot.

Praktische Tipps für den Sitz des Reiters

Bei meiner letzten praktischen Übungseinheit habe ich die Reiterinnen erst ohne Pferd ihre Beweglichkeit im Hüft- Becken- Brustwirbelsäulenbereich verbessern lassen. Das gelingt durch einfache Wahrnehmungs- und Mobilisationsübungen. Dann erst stiegen sie aufs Pferd.

Schon als wir beim letzten Mal im Vorfeld die Beweglichkeit der Hüftgelenke durch Übungen vergrößert haben, saßen sie sofort besser und lockerer in der Mittelpositur. Bei diesem Durchgang begannen wir das Lot mit Hilfe einer Gerte in den Fokus zu holen. Wie immer gab es Überraschungen, da Gefühl und objektive Sichthilfe manchmal nicht zusammen passten.

Mit dieser Konzentration auf das Lot bat ich sie, beim Warmreiten die Beckenbewegungen im Schritt aufzunehmen und diese, wie vorher geübt, in alle Richtungen zu verstärken. Schnell wurde deutlich, wenn ein angespannter Hüftbeuger die Beckenmittelstellung verhinderte oder die gewohnte Mehrbelastung auf der einen Seite die Biegung des Pferdes in die andere Seite verhinderte. Spannend war zu sehen, dass die gleichmäßige Belastung der Gesäßknochen sofort eine Reaktion der Pferde hervor rief. Sie begannen zu kauen, zu lecken oder abzuschnauben. Auch eine recht unausbalanciertes Stute konnte durch das richtige Sitzen der Reiterin auf einmal abkauen und beginnen, eine Anlehnung aufzunehmen. Gerade auf ihrer schwierigeren Hand war es gut für sie, wenn die Reiterin mit der Belastung auf diesem Gesäßknochen half, die richtige Stellung und Biegung einzunehmen.

Mit einem Strahlen aller Beteiligten endete diese Kurseinheit. Dann liebe ich meinen Job!

Das Schöne ist, dass man das gute Gefühl immer wieder abrufen kann, wenn man es einmal sauber abgespeichert hat. Das gelingt durch Wahrnehmen, Korrigieren und Feedback. Wenn dann das Pferd auch die richtige Reaktion zeigt, weiß man, dass man richtig und mittig sitzt.

Viel Spaß beim Ausprobieren,

wünscht Corinna von ReitClever

PS: Fragt mich unter Corinna.Jungblut@Reitclever.de an. Ich komme nach Terminabsprache auch zu Übungseinheiten für den Sitz des Reiters auf andere Anlagen.

Ein gutes Warm Up für den Ritt     

Warm Up für den Ritt auf dem Klesa Hof
Warm Up für den Ritt auf dem Klesa Hof

Kennst Du ein effektives Warm Up für den Ritt? Besser gefragt machst Du das regelmäßig?

Sicher kennt jeder das Aufwärmen aus dem Sportunterricht. Bevor es richtig losging, musste man sich warm laufen. Je nachdem wie gut der Sportlehrer war, gab es auch ein paar Lockerungs- und Dehnübungen, um alle beteiligten Strukturen aufzuwärmen.

Dass das richtig sinnvoll ist, musste ich als Jugendliche am eigenen Leibe erfahren. In der Turnhalle waren schon Geräte aufgebaut und ich liebte es, am Stufenbarren zu turnen. Noch bevor der Unterricht begann, schwang ich mich rauf und wollte einen Abgang mit einem Schwung über den oberen Holm machen. Das Ergebnis war eine schöne Zerrung im großen Brustmuskel, die noch lange nachwirkte.

Warum ist ein Warm Up für den Ritt sinnvoll?

Nahezu in jeder Sportart ist es üblich, alle beteiligten Strukturen aufzuwärmen. Nur ein Reiter schwingt sich gleich aufs Pferd. Schließlich hat er sein Pferd im besten Fall von der Weide geholt und überall ausgiebig geputzt. Wenn er das wirklich so gemacht hat, ist tatsächlich schon eine ganze Menge aufgewärmt. Aber meist gestaltet sich das Holen des Pferdes vom Paddock weniger als ein flotter Marsch über mehrere hundert Meter, sondern gleicht einem gemütlichen Bummeln von Grasbüschel zu Grasbüschel. Oder weil es heute einmal flott gehen muss, wird mit der Wurzelbürste die Sattel- und Gurtlage frei gekratzt, ein paar Stöckchen oder Gräser aus dem Schweif gepult und los geht’s. Hufe kann man auch hinterher auskratzen, dann ist das ein Aufwasch mit dem Fetten. Oder?

Reiten ist vor allem ein koordinativer  Sport. Damit man locker im Hüft-Becken Bereich sein kann, müssen vor allem die Hüftgelenke frei beweglich sein. Auch sollten die Rumpfmuskeln koordiniert zusammen arbeiten, um die kleinen Gewichtsverlagerungen zuzulassen. Das bedeutet Nuancen von etwas Spannung in der einen Muskelgruppe zugunsten von etwas mehr loslassen in einem anderen Muskelbündel. Deshalb ist es nicht nur sinnvoll, die beteiligten Gelenke aufzuwärmen, sondern vor allem die neuronale Steuerung wach zu machen. Wenn sich das Gehirn auf einen guten Input aus der Peripherie verlassen kann, kann es in der Folge auch einen guten Output steuern.

Also gehört zu einem guten Warm Up für den Ritt, die sensorischen Informationen aus dem Körper anzuheizen, damit die im Gehirn für die Bewegungsplanung genutzt werden können. Das kann man durch ein festes Abrubbeln des Oberkörpers, der Beine und der Arme erreichen. Das feste Streichen aktiviert sämtliche Oberflächenrezeptoren und bewirkt ein Feuerwerk an Impulsen im Gehirn. Als nächstes kann man die großen Gelenke bewegen, die man fürs Reiten braucht: Hüften, Knie und Sprunggelenke, die gesamte Wirbelsäule aber auch Schultern, Ellenbogen und Hände. Dann weiß das Gehirn über den Zustand seiner Extremitäten Bescheid und kann sie für gefühlvolles Reiten auch dosiert ansteuern.

Kennst Du den Begriff “ausbalancierter Sitz”?

Da steckt die zweite wichtige motorische Fähigkeit fürs Reiten drin. Nämlich Balance.

Warm Up für den Ritt
Wie gut ist dein Gleichgewicht?

Gleichgewicht wird nicht nur über die Gelenke und Muskeln, sondern auch über die Augen gesteuert. Je schwächer das Gleichgewicht, desto mehr halten wir uns mit den Augen fest. Unsere Zentrale nutzt vor allem Informationen aus den Augen, um den Körper ins Gleichgewicht zu bringen. Deshalb ist es gut, vor dem Reiten die Augen warm zu machen, bzw. die Augenbewegungen zu justieren, damit das Gehirn scharfe Informationen bekommt.

Wie man das schnell und effektiv machen kann, habe ich Ende April beim Reiterflohmarkt auf dem KLESA- Hof gezeigt. Da es recht windig war, waren alle Beteiligten erst etwas durchgekühlt.

Aber wir hatten Spaß und uns wurde durch das Warm Up für den Ritt schnell warm. Danach hatten alle das Gefühl, dass sie nun locker aufs Pferd steigen würden. So soll es sein.

Viel Spaß beim Ausprobieren,

Corinna von Reitclever

#FlohmarktaufdemKLESA-HOF

#gutesgleichgewicht

#dieAugenreitenmit

Darf ich fragen? Umfrage zum Newsletter

Umfrage zum Newsletter von Reitclever
Umfrage zum Newsletter
Quelle: https://www.medmedia.at

Guten Morgen aus Brandenburg!

Momentan stehen die Zeichen auf Grund der aktuellen Situation in der Ukraine sicherlich mehr auf Informationen aus Osteuropa. Jeder ist fassungslos darüber, was da gerade passiert- viele möchten helfen.

Für die Reiterwelt zum Thema Ukraine habe ich zwei Informationsquellen in dem Artikel unter dem blauen Link zusammen gefasst.

Trotzdem möchte ich Euch ein paar Fragen zu meinem Newsletter stellen.

Die Idee von Reitclever ist kurz zusammengefasst #MEHRWissenfuerReiter. Es geht aus mehreren Blickwinkeln darum, was man auch ohne Pferd tun kann, um auf dem Pferd besser zu werden. Dazu gehören in meinen Augen vor allem qualitativ hochwertige Informationen.

Das können aktuelle Ereignisse zu gesundheitlichen, mentalen Themen oder auch Entscheidungen und Ereignisse der Organisationen der Reiter sein, wie z.B. der FN. Darüber hinaus möchte ich auch über Kurse und Aktionen bei mir auf dem Hof oder auf anderen Anlagen informieren. Das Ganze am liebsten mit Mehrwert für den Leser , aber auch so kurzweilig wie möglich.

Genau darum kreisen meine Gedanken immer wieder: auf der einen Seite möchte ich ein bisschen erzählen und Euch einen Eindruck verschaffen und auf der anderen Seite möchte ich so aktuelle Informationen wie möglich bieten. Manchmal habe ich so viel zu erzählen, dass es mir schwer fällt, mich kurz zu fassen. An anderen Tagen ist es leicht für mich, ein paar Zeilen zu einem aktuellen Thema zu schreiben.

Deshalb habe ich eine Umfrage zum Newsletter von ReitClever erstellt.

Denn ich möchte wissen, ob ich auf dem richtigen Weg bin oder ob ich Euch langweile. Ich höre bei Kursen oft als Feedback, dass mein Newsletter gerne gelesen wird, manche Leser sich regelmäßig darauf freuen und sich auch wesentliche Informationen heraus ziehen.

Auf der anderen Seite gab mir eine liebe Freundin vor kurzem den Tipp, dass das Format zu lang sein könnte. Viele Leute haben nicht so viel Zeit und klicken schnell weg, wenn sie sehen, wie lang der Text ist. Das kann ich verstehen.

Nur bin ich eher der entgegengesetzte Typ, der wegklickt, wenn in einem Newsletter ein Thema angerissen wird, an einer interessanten Stelle der Text endet und man dann auf einen Link klicken muss, um weiter zu lesen. Da bin ich ehrlich gesagt raus. Der Cliffhanger mag bei Soaps spannend sein und motivieren, zur nächsten Folge wieder einzuschalten. Aber wenn ich Informationen von jemandem lesen möchte, dann möchte ich sie auch ohne Aufwand zur Verfügung haben.

Daher würde ich Euch gerne ein paar Fragen stellen, um zu schauen, ob ich mit meiner Vorgehensweise richtig liege oder ob es Verbesserungsvorschläge gibt.

Los geht es mit der Umfrage zum Newsletter von ReitClever:

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Vielen Dank, das war es schon.

Als Dankeschön, dass Du mitgemacht hast, kannst Du hier die 5 Übungen für Mentale Stärke herunter laden. Klick auf den blauen Link und gib in der Verkaufsabwicklung den Gutscheincode “UMFRAGE-032022” ein. Diese Aktion gilt bis zum 31.05.2022.

Viel Erfolg damit und DANKE für Deine Bereitschaft, mitzumachen,

Corinna von ReitClever

Was haben American Football und Reiten gemeinsam?

Was haben American Football und Reiten gemeinsam? Dass man bei beiden Sportarten einen Helm tragen muss?
Was haben American Football und Reiten gemeinsam?https://www.horizont.net/news/media/23/Super-Bowl-229971.jpeg

Die ungewöhnliche Frage „Was haben American Football und Reiten gemeinsam?“ beantwortete ich mir gestern, als ich begann, neue Übungen in mein Programm zu übernehmen. Bei meiner letzten Fortbildung erzählte mir ein ehemaliger internationaler Springreiter, dass er momentan ein Buch liest, was ihn sehr fasziniert: „Die TB 12 Methode“ von Tom Brady. Davon hatte ich noch nie gehört. Da Football eher weniger zu den Sportarten gehört, die mich interessieren und die ich aktiv verfolge, liegt das wahrscheinlich daran.

Aber was er darüber erzählte fand ich spannend.

Nämlich dass Tom Brady als erfolgreichster Quaterback der NFL sich bis zu ernstzunehmenden Problemen im Wurfarm niemals die Frage gestellt hatte, warum sich die meisten Sportler irgendwann verletzen. An diesem Punkt kommen sie in einen Kreislauf von Verletzung- Reha- Training- Wettkampf, der bei jedem neuen Bruch oder Bänderriss von vorne beginnt. Am Ende hören sie auf Grund Ihrer Verletzungen auf, als Sportler aktiv zu sein.

Das änderte sich, als er begann, mit einen Therapeuten zusammen zu arbeiten. Der machte Vieles anders, weil er in traditioneller chinesischer Medizin ausgebildet war. Flexibilität trat in den Vordergrund durch den Einsatz von Techniken, die dem Gehirn erlauben, Muskeln lang zu stellen und trotzdem auf Krafteinwirkungen des Gegners zu reagieren. Natürlich ist Ausdauer- und Krafttraining damit nicht vom Tisch. Doch werden die Muskeln im herkömmlichen Training eher immer kürzer und verspannter.

Nach Bradys Auffassung geht es weniger um Maximalkraft und Marathonqualitäten als um Sprintfähigkeit und Beweglichkeit. Denn als Quaterback muss man schnell reagieren können. Man muss sich das Ei zu schnappen und quirlig genug sein, um den Fängern zu entkommen. Wenn das nicht gelingt, muss der Körper Kräfte absorbieren können, die blitzartig einwirken. Darauf kann man sich schlecht vorbereiten, da man nie weiß, von wo der Gegner kommt, bzw. in welche Richtung er einen zerrt oder festhält. Dabei ist die Elastizität von Weichteilen gefragt, um Knochen und Gelenke zu schützen.

Tom Brady spielt seit über 20 Jahren in der Profiliga und ist mit 44 immer noch erfolgreich.

Da finde ich die Gemeinsamkeit zum Reiten: Wir haben es weniger mit einem Gegner als einem Partner zu tun.

Der hält uns auch eher selten fest :-). Trotzdem ist es so, dass sich die Bewegungsabläufe des Pferdes oft anders gestalten, als wir geplant haben. Wenn es wegspringt, unvermittelt dreht oder sich beim Sprung über den Baumstamm überspringt, wirken ganz andere Kräfte auf uns ein, als wir uns vorgestellt haben. Das nehmen wir häufig als Rucken wahr, was hinterher als blauer Fleck, Zerrung oder Muskelkater fühlbar bleibt. Wenn es gut geht, bleiben wir oben. Wenn es dagegen schlecht läuft und unser Gleichgewichtssystem zu spät reagiert, fällt man runter und tut sich weh. Auch beim Sturz können flexibel reagierende Muskeln eine Menge verhindern.

Daher ist es für Reiter und Footballer wichtig, den eigenen Rumpf zu trainieren. Und zwar am besten mit elastischen Widerständen für Reaktionsgeschwindigkeit anstatt mit hohen Gewichten für starke Verkürzung und die Entwicklung von Maximalkraft. Das schont die Gelenke und bereitet auf unvorhersehbare Bewegungen vor.

Nur wenn der Rumpf in sich stabil ist, können Arme und Beine auf dem Pferd locker gelassen werden. Dann kann man mit Minimalkraft treiben oder eine weiche Handeinwirkung bekommen. Nur wenn Rotationskräfte neutralisiert werden, die durch den Schwung des Pferdes entstehen, kann man so sitzen, dass es aussieht als tue man nichts.

Entscheidend für Reiter ist dabei die Beweglichkeit in der Mittelpositur. Wie man die bekommt, ist Inhalt meines neuen Kurses „Wie komme ich zu einer lockeren Mittelpositur“ am 30.04.2022. Für Kurzentschlossene, die eher am Rücken ansetzen wollen, läuft am 26.02.2022 „Spiraldynamik® für Reiter“. Für beide Kurse gibt es noch Tickets, die Ihr unter dem blauen Link abrufen könnt.

Ein gutes Körpergefühl beim Locker werden wünsche ich Euch,

Corinna von ReitClever

#gesundReiter

#MEHRWissenfuerReiter

#lockereMittelpositur

Wie komme ich zu einer lockeren Mittelpositur? Der Bereich Hüfte, Knie und Becken

Der Weg zu einer lockeren Mittelpositur
Der Weg zu einer lockeren Mittelpositur

Schon alleine das Wort Mittelpositur ist ein Knaller, oder?

Weißt Du, wo sie liegt?

Die FN schreibt dazu in einer älteren Auflage von 2000 über den Sitz des Reiters: “Die Wirbelsäule bleibt also genau über der Mitte des Sattels und wird in ihrer natürlichen S-Form belassen … . Der Reiter sitzt gestreckt, ohne sich zu verkrampfen. Der Oberkörper ist so weit gespannt, dass einerseits seine Haltung sicher, andererseits aber ein elastisches Mitschwingen in der Pferdebewegung möglich ist. Dazu muss das Becken des Reiters den Bewegungen des Pferderückens folgen. Das wird als Mitschwingen in der Mittelpositur bezeichnet.“

Wie das eigentlich eher nicht aussieht, konnte ich als Jugendliche abends nach meiner Reitstunde sehen. Nach dem Schulbetrieb gab es eine Stunde freies Reiten der Privatreiter, bevor der Abendunterricht für die Schulpferdereiter wieder begann. Ich erinnere mich an einen schlanken Mann, der auf einem sehr großrahmigen Braunen ritt. Der Reiter bewegte sich im Bereich Lendenwirbelsäule/ Bauch beim Aussitzen im Trab so weit nach vorne, dass der Rücken richtig hohl wurde. Dann federte er dort beim nächsten Tritt wieder zurück und sogar über die Ausgangsstellung hinaus in Richtung runde Lendenwirbelsäule. Das Ganze sah sehr überbeweglich und irgendwie ungesund aus. Aber durch die Kommentare der Umstehenden wusste ich nun sehr deutlich, wo die Mittelpositur liegt.

Wie wir wahrscheinlich alle wissen, liegt die Schwierigkeit auf dem Pferd im Steuern von Stabilität und Mobilität.

Wenn man sich im Unterkörper zu stark festhält, entsteht in der Folge eine Art Stuhlsitz oder Spaltsitz. Wenn man sich dagegen dort so richtig locker macht, schlackern häufig die Oberschenkel und das Ergebnis ist ein unruhiger Unterschenkel.

Unsere heutige Lebensweise mit viel Stress und wenig dreidimensionaler Bewegung trägt wenig dazu bei, die Mittelpositur locker zu bekommen. Denn vor allem eine freie Hüftbeweglichkeit ist der Schlüssel zu der Frage „Wie komme ich zu einer lockeren Mittelpositur?“

Die Gelenkbeweglichkeit in der Hüfte leidet sofort, wenn man viel sitzt. Der in diesem Zusammenhang häufig  erwähnte Psoas- Muskel reagiert mit Verspannung, wenn man wenig läuft. Auch zeigt er schnell an, wenn man unter Stress steht oder Schmerzen in Knie oder Lendenwirbelsäule hat. Er verspannt dann reaktiv und schon wird die Lendenwirbelsäule durch seinen Zug in einer Hohlkreuzposition festgehalten.

Also ist der Schlüssel zu einer lockeren Mittelpositur der Bereich Hüfte, Knie und Becken.

Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen in einem dieser Gelenke bewirken eine Schutzspannung, die von unserer Zentrale geschaltet wird. Das Gehirn versucht, weiteren Schaden abzuwenden und schränkt die Beweglichkeit ein. Das verhindert ein lockeres Mitbewegen mit dem Pferderücken, weil das Becken auf Grund der Muskelanspannung nicht mehr elastisch mitgehen kann.

Daher ist es eine gute Idee, dem Gehirn Sicherheit in Bezug auf die beteiligten Gelenke zu geben. Wenn es nicht einschätzen kann, ob die Hüfte beispielsweise eine volle Rotationsfähigkeit hat, wird es keine Bewegungen zulassen, die eine endgradige Beweglichkeit brauchen.

Es ist also sinnvoll, Hüfte, Knie und Becken vor dem Reiten sensorisch zu aktivieren, damit das Gehirn weiß: „hier wollen wir arbeiten“. Dann kann man mit aktiven Bewegungen vor allem die Rotation verbessern, was zu einer sofortigen Entspannung der großen Hüftmuskeln führt. Wenn der Psoas Muskel nachlässt, wird die Lendenwirbelsäule aus der Hohlkreuzposition entlassen-

et voilá: das Becken wird frei beweglich. Der Weg zu einem guten Mitschwingen auf dem Pferd ist geebnet.

Wie man das macht, erkläre und zeige ich in dem Kurs Der Weg zur lockeren Mittelpositur am 30.04.2022 in Zossen, südlich von Berlin. Dort wird es um anatomische Besonderheiten gehen, die für einen guten Sitz auf dem Pferd entscheidend sind. Auch gehe ich darauf an, wann und wie das Gehirn eine Schutzspannung schaltet und wie man die am besten wieder löst. Praktische Übungen für den Bereich Hüfte, Knie, Becken und die Mittelpositur sowie ein ausführliches Skript zum Zuhause nacharbeiten runden den Tag ab.

Wer dagegen eher spürt, dass er Probleme mit Hüfte oder Knie hat, für den ist vielleicht das Programm Besser Reiten trotz Hüfte oder Besser Reiten trotz Knie geeignet. Beide gibt es unter dem Link in demselben Aufbau schon als Homekurs zum Üben.

Viel Erfolg auf dem Weg zu einer lockeren Mittelpositur wünscht,

Corinna von ReitClever

#gesundreiten

#lockereMittelpositur

#MehrwissenfuerReiter

Ist die moderne Reitlehre irgendwie Hexerei?

Alles irgendwie Hexerei? Schnell verliert man den Überblick bei den ganzen modernen Reitansätzen. Aber der Neuro- Rider® fetzt. Dabei ist er gar kein Reitlehre Ansatz
Neues Reitgefühl- alles Hexerei?

„Reiten lernt man nur durch Reiten“ hört man immer wieder quer durch alle Reiterlager.

Manchem ist ein Dorn im Auge, was sich in den letzten Jahren an neuen Ansätzen entwickelt hat: Centered Riding® von Sally Swift, Reiten nach Moshé Feldenkrais oder Physio-Riding von Sabine Bruns um nur einige Beispiele zu nennen.

„Alles Quatsch“ nennen das viele erfahrene Reitlehrer. Ihrer Meinung nach kaschieren die neuen Ansätze und Ihre Follower nur den Umstand, dass man nicht weiter kommt oder seine Probleme nicht anpacken möchte.

Das mag manchmal auch so sein. Aber niemand wechselt sein System, wenn er mit dem, was er aktuell tut, erfolgreich und zufrieden ist. Der Grund nach Neuem zu schauen ist häufig der, dass es irgendwie nicht läuft.

Die wenigsten Reiter vertrauen auf schnelle Lösungen oder wollen einen Wundergriff, mit dem auf einmal alles möglich ist. Den Meisten ist glücklicherweise sogar suspekt, wenn es irgendwie nach Hexerei aussieht.

Jetzt ist seit einiger Zeit auch der Neuro-Rider® von Mark Nölke auf dem Markt

Wer mich kennt, weiß dass ich anfangs meist ein großer Skeptiker bin. Neue Dinge kann ich nur annehmen, wenn sie mir einleuchtend erscheinen oder irgendwie zu meiner aktuellen Entwicklung passen. Gerade im Unterrichten von Pferd und Reiter bin ich ein Fan von der Skala der Ausbildung und finde Vieles gut, was unter dem Schirm der FN gelehrt wird. Auch wenn ich  Anderes, was unter dem Mantel der Turnierreiterei passiert, ablehne. Das System der FN und den Gedanken dahinter finde ich trotzdem gut.

Weiterhin bin ich als Physiotherapeutin neurologisch orientiert und ausgebildet. Insofern fand ich den Neuro-Rider® Ansatz spannend und wollte nach entsprechenden Vorinformationen tiefer einsteigen. “Irgendwie Hexerei” könnte man denken, wenn man hört, dass man die körpereigene Stabilität über Augentraining oder die Aktivierung von Hirnnerven verbessern kann. Doch auch die Atmung spielt eine entscheidende Rolle, wenn man sich ausbalanciert auf dem Pferd bewegen möchte.

Allerdings ist für mich der entscheidende Fakt, dass der Neuro-Rider® die Reitlehre nicht neu erfindet.

Besser gesagt werden überhaupt keine Kenntnisse der Reitlehre vermittelt. „Das könnt Ihr besser, Ihr seid die Reiter“ sagt Marc Nölke gerne. Seine Ausbildungsreihe stellt eine hochwertige Ergänzung zur Trainingslehre dar. Er schafft es, in seinen Ausbildungsmodulen so viel Wissen zu präsentieren, dass nach jeder theoretischen Einheit erstmal der Kopf raucht. Es geht um anatomische und funktionelle Zusammenhänge, welche Hirnzentren was steuern und welche Funktionen man über welche anatomische Struktur verbessern kann.

Abgefahren, wenn man dann feststellt, dass Koordination und Gleichgewicht tatsächlich besser werden, wenn man Teile des Körpers abstreicht oder die Fußgelenke in einer bestimmten Art und Weise mobilisiert.

So stelle ich fest, dass Stabilität und Sehen tatsächlich zusammen gehören

Augentraining

Doch irgendwie Hexerei, wenn man die Reiter vor dem eigentlichen Unterricht mit ein paar Augenübungen vorbereitet und sie dann vom Beginn an locker und mittig auf dem Pferd sitzen.

Neigt ein Reiter beispielsweise dazu, sein rechtes Bein hochzuziehen, was zu einseitigen Rückenverspannungen führt oder die linke Hand herunterzudrücken, was das Pferd schlechter abwenden lässt, kann es sich lohnen, nach der Bewegungssteuerung zu schauen. Denn die fängt im Gehirn an, nachdem permanent alle eingehenden Informationen aus den Augen ausgewertet werden.

Es kann sogar durchaus sinnvoll sein, die Steuerung der Augen zu verbessern

Immer scharf stellen ist die Devise

Dann ändert sich auch die motorische Aktivierung der dazu gehörigen Körperseite. Et voilà: die Hand bleibt auf Höhe der Anderen oder Knie und Absatz bleiben tief.

Dass das irgendwie Hexerei ist, finden auch meine neurologischen Patienten, mit denen ich seit meiner Neuro-Rider® Ausbildung anders arbeite. Einer von Ihnen sagt mir regelmäßig seitdem wir das tun, dass ich froh sein soll, dass ich nicht im Mittelalter gelebt habe. Ich wäre wohl auf dem Scheiterhaufen gelandet.

Natürlich muss man nach den Übungen auch reiten, um das Vorbereitete umzusetzen.

Aber das gelingt in der Regel besser, wenn man sich mit ein paar passenden Übungen warm macht, um dann geschmeidig und ausbalanciert aufs Pferd zu gehen. Man regiert vor allem ohne Nachzudenken und sitzt automatisch gerade.

Viel Spaß beim Ausprobieren und auch viel Erfolg mit den modernen Ansätzen der Reitlehre 😉

Und natürlich ein schönes Weihnachtsfest für Euch und Eure Vierbeiner!

Corinna von ReitClever

Alles neu macht die Sicht- siehst Du noch oder fühlst Du schon?

Alles neu macht die Sicht
Alles neu macht die Sicht
Gleichgewicht ist entscheidend bei der Frage, wie Reiten geht
Wenige Minuten liegen zwischen diesen beiden Bildern

Jeder Mensch sieht, fühlt und lernt dabei!

Insbesondere für Reiter hat dieser Zusammenhang eine besondere Bedeutung. Denn je mehr wir fühlen und sehen, desto weicher können wir auf unser Pferd reagieren und einwirken.

Wieder aus der Versenkung geholtes anatomisches Wissen machte mir in letzter Zeit Zusammenhänge klar, die mir vorher nicht bewusst waren. Beispielsweise kann man mit diesen Zusammenhängen die körpereigene Stabilität verbessern. Wenn man weiß, aus welchem Hirnbezirk ein bestimmter Nerv für die Augenmotorik kommt, kann mit seinen spezifischen Bewegungen die körpereigene Balance verbessern. Denn die wird in demselben Gehirnbereich geschaltet. Spannend dabei ist: je mehr man darüber weiß, desto mehr kann man wahrnehmen, was in seinem Körper passiert. Dadurch werden die Mechanismen bewusst und man kann sie steuern.

Genauso konnte ich das bei einem Kurstag beobachten, den ich im Oktober gehalten habe:

Alles neu macht die Sicht konnten die Reiterinnen und ihre Pferde am Ende lebhaft nachvollziehen. Denn sie fühlten Dinge, die sie vorher nicht wahrgenommen hatten.

Das Ergebnis war ein breites Strahlen auf den Gesichtern und zufriedene Pferde.

Die schauten erst interessiert zu und empfanden ihren Rucksack Reiter nach den Übungen als angenehmer. Dann schnaubten sie sofort ab.

Am Anfang des Tages ging es in der Theorie darum, wie Gleichgewicht eigentlich entsteht.

Stabilität und Sehen beeinflussen sich gegenseitig
Im Gleichgewicht

Besser gesagt, was in unserem Körper alles passieren muss, damit man balanciert auf dem Pferd sitzen kann. Sich klar zu machen, was unser Gehirn in jedem Moment unseres Lebens leistet, kann hilfreich sein. Gerade Reiter wollen in unterschiedlichem Tempo zwei Meter über dem Boden eine gute Figur machen. Da bekommt die Fähigkeit Sehen und Fühlen eine besondere Bedeutung. Anders ausgedrückt wird das Gehirn dem Körper nur erlauben, sich weich mit dem Pferd zu bewegen, wenn es einschätzen kann, was als nächstes geschieht.

Eigentlich geht es nur darum, sich der Mechanismen bewusst zu werden, die einen auf dem Pferd verspannen lassen. Doch ist das oft alles andere als einfach. Zum Einen resultiert Verspannung aus der Tatsache, dass man sich unsicher fühlt. Zum anderen schaltet das Gehirn sofort einen Sicherheitsmodus, wenn es Gefahr wittert. Das tut es nicht, wenn es seine Umgebung mit den Augen gut einschätzen kann. Auch nicht, wenn es weiß, dass das körpereigene Gleichgewichtssystem gut funktioniert.

Deshalb ist es sinnvoll, in der Vorbereitung genau diese Funktionen anzuschalten.

Wenn man das tut und dem Körper durch gezielte Techniken signalisiert, dass nirgendwo ein Säbelzahntiger lauert, kann man entspannen. Auch das Wieder- Durchatmen ist eine wesentliche Voraussetzung, auf dem Pferd differenziert anzuspannen und auch wieder loszulassen. All das führt dazu, dass man sein Pferd besser spürt und die Bewegung leicht durch seinen Körper durchlaufen lassen kann.

Alles neu macht die Sicht
Ganz neues Gefühl

Wenn Ihr das erstmal ohne Pferd ausprobieren wollt: das ganze Thema gibt es in praktischer Form mit etwas Theorie und vielen Übungen zum Ausprobieren am 04.12.2021 bei “Einfach besser Reiten mit Köpfchen”. Der Fokus in diesem Kurs liegt immer auf dem ausbalancierten Sitz. Denn der ist eng mit der Losgelassenheit des Reiters verbunden.

Wer mehr mit Ängsten und Verspannung zu tun hat, der ist vielleicht beidem Kurs “Einfach besser Reiten trotz Angst” am 29.01.2022 gut aufgehoben.

Weil das Thema “alles neu macht die die Sicht” für mich gerade so spannend ist, wird es im Februar kommenden Jahres zwei neue Kurse zu diesem Thema geben: “Die tollen Vier: Balance bewegen, Atmen und Sehen” laufen am 05.02.22. Etwas mehr um den Zusammenhang zwischen Gleichgewicht und Sehen geht am 19.02.22 bei “Stabilität und Sehen“.

Seid Ihr dabei?

Ich würde mich freuen, den einen oder anderen mit meiner Begeisterung für unsere Kommandozentrale anstecken zu können. Was unser Biocomputer alles möglich macht, ist echt faszinierend.

Sonnige Grüße,

Corinna von ReitClever

Wie gut kannst Du Deine eigene Körperspannung kontrollieren?

Tempo des Pferdes Körperspannung kontrollieren ist das Geheimnis eines harmonischen Ritts
Wie gut kannst Du Deine Körperspannung kontrollieren?

Das musst Du wissen, wenn Du Dich und Dein Pferd kontrollieren und koordinieren möchtest. Allerdings gelingt das Körperspannung Kontrollieren selten so weich und dynamisch, wie wir uns das gerne vorstellen.

Das Pferd ist ein Fluchttier. Wir sind das auch, jedenfalls manchmal.

Wie beim Pferd ist auch beim Menschen die entscheidende Schaltstelle für koordiniertes oder reflexartiges Bewegen die sogenannte Amygdala. Das ist eine köpereigene Alarmanlage, die in der Nähe des Stammhirnes sitzt. Das ist entwicklungsgeschichtlich der älteste Teil unseres Gehirns, der alle lebenswichtigen Funktionen steuert.

Dumm ist nur, dass alle Reize, die aus der Peripherie des Körpers zum Gehirn gesendet werden, an der Amygdala vorbei müssen. Denn die entscheidet in Bruchteilen von Sekunden, ob eine Bedrohung für den Körper bevorstehen könnte. Wenn sie das meint, wird anstelle einer koordinierten Bewegung eine automatische Überlebensreaktion auf den eingehenden Reiz geschaltet.

Diese Reaktionskette war zu Zeiten des Säbelzahntigers sehr sinnvoll.

Ehe man zu lange überlegt hat und gefressen wurde, bot ein schnelles Weglaufen oder ein Angriff die größere Chance aufs Überleben. Dieses Überbleibsel der Schutzreaktionen kommt auch heute noch regelmäßig in Gang.

In unserer modernen Welt sogar viel häufiger durch unbewusst ausgelöste Stressmomente als durch tatsächlich wahrgenommene Gefahr.

D.h. auf deutsch, dass man in so einer Stressreaktion seine Körperspannung nicht bewusst kontrollieren kann. Wenn ein Überlebensprogramm aktiv ist, sind alle Systeme wach, die schnelles Davonlaufen ermöglichen. Das ist immer mit einer hohen Anspannung der körpereigenen Muskulatur verbunden. Leider ist das genau die, die ein weiches Mitgehen mit der Pferdebewegung erschwert und damit ein entspannt laufendes Pferd verhindert.

Deshalb ist es eine gute Idee, an der eigenen Reizaufnahme im Körper anzusetzen.

Wenn beispielsweise die Signale über Kräfte und Untergrund, die auf uns einwirken, schnell aufgenommen und an der richtigen Stelle im Gehirn einsortiert werden können, kann das Gehirn besser vorhersehen, worauf der Körper reagieren muss.

Wenn man dagegen im Dunkeln schlecht sieht oder Entfernungen schwer abschätzen kann, wird das Gehirn einen Ausritt durch den teilweise dämmrigen Wald als Gefahr einschätzen.

In der Folge setzt es den Körper unter eine reaktive Schutzspannung, weil es nicht vorhersagen kann, was möglicherweise als nächstes passiert.

Diese innere Alarmbereitschaft wird von manchen Menschen auch als Angstgefühl wahrgenommen.

Besonders, wenn das Gehirn weiß, dass unsere körperliche Situation ein Oben bleiben auf dem Pferd nicht packen könnte. Beispielsweise weil unsere Bauchmuskeln schwach oder unsere Reaktionen fürs Gleichgewichts zu langsam sind, um mit der Pferdebewegung mitzukommen.

Deshalb wird ein Ausritt in den Wald oft von einem Kribbeln im Bauch begleitet. Kombiniert mit der Tatsache, dass die Pferde im Gelände oft fröhlicher unterwegs sind, kann das mit einem verspannten Sitz einhergehen, der das Pferd wahrscheinlich eher verunsichert und antreibt als beruhigt.

Je besser wir uns also orientieren und koordinieren können, desto besser können wir unsere Körperspannung kontrollieren. Und eine fein abgestimmte Körperhaltung ermöglicht einen feinen Ritt.

Also ist es eine gute Idee, wenn man zu Ängsten und Verspannungen auf dem Pferd neigt, an der eigenen Sehfähigkeit anzusetzen.

Auch die Körperwahrnehmung und Gleichgewichtsreaktionen kann man trainieren. Ebenso kann man seine Reaktionsfähigkeit so verändern, dass man bei jedem Schreck nicht sofort in den Überlebensmodus rutscht.

Die ganzen Zusammenhänge, wie man seine Reizverarbeitung verbessern und damit locker auf dem Pferd sitzen kann, erkläre ich in meinem Kurs Einfach besser Reiten mit Köpfchen am 04.12.21.

Am 20.11.21 geht es in “Einfach besser Reiten trotz Angst” darum, das Erschrecken zu kontrollieren und auf dem Pferd wieder zu entspannen. Für weitere Informationen, klicke auf die blauen Links. Wenn Dir Zossen bei Berlin zu weit ist, kannst Du den Kurs auch im Onlineformat durchführen.

Dann gelingt das auch mit dem weichen Mitgehen auf dem Pferd und dem entspannten Galopp!

Viel Spaß beim nächsten Ritt durch den Wald

wünscht Corinna von ReitClever.