Was hast Du in nächster Zeit vor? Gut leben in der zweiten Welle

Wie kann man gut leben in der zweiten Welle? Idem man viel Zeit mit seinem Pferd draußen verbringt.
Gut leben in der zweiten Welle durch Zeit mit dem Pferd

Guten Morgen aus dem beschaulichen Brandenburg!

Bist Du eher genervt von den aktuellen Einschränkungen oder freust Du Dich auf mehr freie Zeit, in der Du das machen kannst, was Du schon lange vor Dir her geschoben hast?

Der Moment ist gut – das kühle Novemberwetter lädt eher zum Einkuscheln auf dem Sofa als zu stundenlangen Ausgehtrips ein.

Und eines muss man sich immer vor Augen halten: egal was die Nachrichtenlage bringt: “Uns geht es gut!”

Wir haben trotz der aktuellen Situation ein Dach über dem Kopf.

Wir können essen, was wir wollen  und sind mehr oder weniger gesund.

Corona ist in aller Munde, aber als unsichtbares Virus nicht zu fassen.

Außerdem haben wir unsere Pferde. Dort können wir draußen sein und als Individualsportler weiter machen wie gehabt. Das sind die gute Voraussetzungen für gut Leben in der zweiten Welle.

Vielleicht hatte unser Immunsystem sogar schon Kontakt mit diesem oder einem ähnlichen Virus.

Dann sind müssen wir nichts befürchten.

Vielleicht gehören wir aber auch zu den wenigen Menschen, wo das Immunsystem nach dem Kontakt mit dem Virus eine starke Antikörperreaktion starten würde. Die dabei entstehenden Eiweiße  sind für die zusammenbrechenden Systeme im Körper verantwortlich.

Wir wissen es nicht.

Und ehrlich gesagt möchte ich das nicht ausprobieren. Deshalb nehme ich die aktuellen Empfehlungen ernst. Abstand halten mache ich sowieso gerne. Denn auch im ruhigen Brandenburg nehmen die Fallzahlen schnell zu.

Das führte dazu, dass wir schon in der letzten Woche einen Kindergeburtstag absagen mussten: Denn dabei treffen Personen aus mehr als  zwei Haushalten zusammen. Das ist  aktuell nicht möglich.

Also finden auch im November bei uns auf dem Hof weder Kurse noch Veranstaltungen statt.

Das ist schade, aber nicht lebensbedrohlich.

Viel mehr freue ich mich auf Zeit zuhause und am Schreibtisch.

Da ich in den letzten Wochen viel zu tun hatte, ist Einiges liegen geblieben, was mir am Herzen liegt. Und ich freue mich auf ruhige Stunden, in denen ich das tun kann, was ich schon seit langer Zeit tun möchte.

In letzter Zeit hat die FN ihr Onlineangebot an Fortbildungen für Reiter aufgestockt. Das kann man dann auf dem Sofa am Laptop genießen, anstatt in einer kalten Reithalle zu sitzen.

So habe ich im Oktober am “Neuro- Rider” von Marc Noelke teilgenommen. Sehr spannender Ansatz. den ich ganz bestimmt in meinen zukünftigen Kursen aufgreifen werden. Denn Augen und Gleichgewicht gehören eng zusammen. Wer Lust hat, mehr darüber zu lesen, klickt auf den Link.

Auch sonst fühle ich mich in meinen aktuellen Befinden nicht eingeschränkt. Was ist eine Maske vor Mund und Nase gegen den Zustand, auf einer Intensivstation beatmet zu werden?

“Also geht es mir gut.”

Das ist die Aussage, die ich Menschen mit auf den Weg gebe, die eine blöde Situation schlecht weggesteckt haben. “Du hast es überlebt und Dein Pferd hat es auch überlebt.”

Das trifft in den allermeisten Fällen auf Reiter nach Schreckmomenten zu. Tragisch ist, wenn einem von beiden dabei etwas passiert ist.

Aber wenn man lernt, auf sein Bauchgefühl zu hören werden Unfälle seltener. Weil der Körper eine Art Frühwarnsystem installiert hat, was einen an diesem Tag vielleicht lieber doch nicht ausreiten lässt. Unfälle passieren immer dann. wenn man trotz eines blöden Gefühls etwas macht, was sich im Nachhinein als falsch herausstellt.

Also tritt mit Dir und Deinem Bauchgefühl in Kontakt. Es wird Dir in schwierigen Situationen den Weg weisen. Wenn Du im Nachhinein sagen kannst: ” Ich habe blöd reagiert, aber mir geht es gut” hilft das, die Situation zu entschärfen. Du kannst Dir klar machen, wo Du gut reagiert hast und wann es begann, schief zu gehen. Dabei tief durchatmen ist ganz wichtig.

Beides  hilft dem Gehirn den Schock zu verdauen.

Außerdem kann es sich so eine Strategie für später zurecht legen.

Das funktioniert auch bei der momentan mehr oder weniger wahrgenommenen Bedrohung durch Corona und die Terroranschläge in Wien und Frankreich. Gut leben in der zweiten Welle ist bei diesen Themen für das eigene Wohlbefinden genau so wichtig. Wenn Du ein komisches Gefühl im Bauch hast, nimm es ernst!

Setze Dich abends in Ruhe entspannt hin und atme in Deine Hände, die Du dazu auf den Bauchnabel legst.

Frage Dich, was genau Dich beschäftigt oder was für das Bedrohungsgefühl verantwortlich ist.

Lasst Dich auf den Dialog mit Deinem Köper ein. Und lass die Nachrichten aus der Welt außen vor. Sie sind aufregend, haben aber mit Deiner aktuellen Situation in den seltensten Fällen etwas zu tun. Einmal am Tag Nachrichten hören reicht. Du musst Dich nicht mehrmals täglich unter Stress setzen.

Mache Dir im nächsten Schritt klar, wie gut es Dir gerade geht.

Beispielsweise dass Du in der warmen Badewanne liegen kannst. Dass Du schöne Momente mit Eurem Pferd genießen kannst.

Und dass Du trotz der aktuellen Coronamaßnahmen genug zu essen hast.

Falls Du gerne essen gehst, unterstütze Deinen Lieblingsladen. Wenn Du das Essen dort bestellst kannst Du es zuhause genießen. Der Gastronomie und der Kunst geht es im Moment alles andere als gut.

Doch ist es ein positives Signal, zu überlegen, wo und wen man unterstützen kann. Wenn Du etwas Gutes tust, geht es Dir selbst danach besser. Gut leben in der zweiten Welle wird so greifbarer.

Wir Menschen sind uns bewusst, dass wir einen sehr leistungsfähigen Biocomputer haben.

Daraus leiten wir ab, dass wir jederzeit Herr unserer Sinne sind und meist bewusst und mit Überblick handeln. Tatsächlich sind nur 10-15%  unserer Handlungen bewusst. Der Rest läuft in Teilen unseres Gehirns ab, die wir nicht aktiv steuern können. Diese Systeme haben dazu geführt, dass wir heute da sind, wo wir sind. Denn sie haben unseren Körper bis heute überleben lassen.

Nur vermitteln uns genau diese Systeme ein Gefühl von Bedrohung, wenn wir etwas nicht fassen können. Wenn wir die Nachrichten hören. Wenn wir die Ängste und Missstimmungen der Menschen spüren, die das Gefühl haben, die große Weltverschwörung rückt näher. Die die Empfehlung, zur Zeit lieber bargeldlos zu zahlen, als Beweis dafür nehmen, dass das Bargeld abgeschafft werden soll.

Die Menschen, die solche Theorien verbreiten, arbeiten subtil. Sie lassen glauben, das Beste für das Gegenüber zu wollen. Dabei aktivieren sie mit ihren Ausführungen genau die unbewussten Systeme unseren Körpers, die eine Bedrohung wahrnehmen. So schüren sie Angst anstatt Zuversicht.

Lass sie doch reden. Und schalte sie aus Deiner Wahrnehmung aus. Du musst ihnen nicht zuhören.

Mache Dir klar, wie gut es Dir geht.

Dass Du eine Familie hast. Ein Pferd und Freunde. Ein Zuhause, in dem Du Dich wohl fühlt. Wenn das nicht so ist, bekommst Du in den nächsten Wochen Zeit, daran etwas zu ändern. Hausputz, Umdekorieren, Kleiderschrank ausmisten: das sind konstruktive Tätigkeiten, in denen Du etwas für Dich tun kannst. Du fühlst Dich danach besser.

Lies die Bücher, die schon lange auf Deiner Liste stehen. Indem Du erstmal zur Ruhe kommst und Anregungen für später sammelst. Damit gibst Du Dir und Deinem Pferd die Möglichkeit, zu wachsen.

Die Zeit am Jahresende lädt zur Besinnung ein. Auch zu der Frage, was habe ich in diesem Jahr alles erreicht und wo möchte ich nächstes Jahr hin. In den kommenden Wochen hast Du die Chance, zu erarbeiten, was Dir hilft, später durchzustarten. Gut leben in der zweiten Welle passt dazu.

Also entspann Dich. Besinne Dich auf Dich und ziehe Kraft aus den Dingen, die Dir gut tun.

Wenn es irgendwo hakt, hast Du nun genug Zeit, das zu beheben.

Zu  diesem Thema habe ich gestern ein schönes Feedback einer Teilnehmerin vom Tag der Cleveren Reiter 2020 bekommen:

” Liebe Corinna,

gut 4 Wochen ist nun der tolle “Tag der Cleveren Reiter” her und ich möchte noch mal Danke sagen, auch von meiner Stute, da sich in dieser Zeit eine Menge positives in unserer Beziehung getan hat. 3 Monate hatte ich sie als RB, dann habe ich sie  ganz übernommen (3 Monate vor “dem Tag”…) und die Ängste fingen an. Ich war nun der Meinung, jetzt muss alles klappen, und es folgten die Blockaden.

Nach den Vorträgen und dem Austausch mit den anderen Gästen – eben mal auch in meinem Alter – wurde viel” angeschubst” und ich konnte das “muss” langsam wieder los lassen, wodurch es Pferd und mir natürlich viel besser geht.

Wir profitieren weiter davon, es wird (wieder) geklopft und gemeinsam geatmet und gibt kein” ich muss jetzt” mehr.

Es würde mich freuen, wenn noch mehr Pferdemenschen und natürlich auch die tierischen Freunde von dir und den anderen verständnisvollen Profis  profitieren.

Herzlichst Michaela R. aus Kremmen /Sommerfeld”

Also bleibe dran an Deinen Projekten.

Besser werden kannst Du immer. Dadurch fühlst Du Dich besser. Und Du verschaffst Dir innere Stärke, um aus Krisenzeiten gestärkt hervor zu gehen. Und Du gehst in Richtung gut leben in der zweiten Welle.

Bitte bleibe vor allem gesund!

Corinna von ReitClever

P.S.: In einem Monat ist Nikolaus. Also steht Weihnachten schon fast vor der Tür 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.