Kleines Wunder und was es noch alles so gab, Newsletter März 2021

Ein kleines Wunder der Natur sind unsere Schafszwillinge
Ein kleines Wunder der Natur sind “Schnee” und “Flocke” mit Mama “Lilo”.

Wir sind Schafseltern geworden.

Eine Geburt ist jedes Mal ein kleines Wunder der Natur, wie ich finde.

Ein Schaf unserer kleinen Skudden Herde lammte zum 2.Mal und hat alles souverän gemeistert. Skudden sind eine alte deutsche Nutztierrasse, die auf der roten Liste der bedrohten Nutztierarten steht. Im Umgang sind sie äußerst unkompliziert und dafür bekannt, dass sie alles rund um die Geburt selber machen.

Weil “Lilo” sich als Geburtstermin den 31.01.2021 ausgesucht hatte, mussten wir ein bisschen helfen.

Ich fand die Zwillingslämmer frisch geschlüpft gegen 22.00, als ich die Pferde in der bis dahin kältesten Nacht des Jahres in den Stall gelassen habe. Sie waren noch ganz nass.

Erst haben wir eine Babywärmelampe aufgebaut, damit die kleinen Fellknäule nicht erfrieren. Da wir Sorge hatten, dass der Stall abfackelt, wenn die Lampe vom Holzbock fällt, hat mein Mann sie mitten in der Nacht kurz entschlossen in den Vorraum unseres Hauses umquartiert. So konnten “Schnee” und “Flocke” ihre ersten Schritte ins Leben gut meistern und haben sich von der Größe her verdoppelt.

Eigentlich hätten die anderen 3 Schafsdamen auch gleich lammen können dachten wir. Denn der Bock ist als Jungtier im Juli letzten Jahres zu uns gekommen und hat “Lilo” mit 5 Monaten geschwängert. Bleibt also spannend, ob bei den anderen nun auch noch etwas kommt.

Die Lämmer hätten es dann leichter, weil es nun deutlich wärmer ist. Wir hatten Anfang letzter Woche nachts – 15 Grad. Nun haben wir tagsüber + 10 – + 20 Grad. Ein Temperaturunterschied von 30 Grad.

Das empfinde ich weniger als ein Wunder der Natur sondern als deutliches Zeichen für den Klimawandel.

So angenehm ich es finde, in der Sonne abzuäppeln oder Heu tauchen zu können, ohne dass mir die Finger abfrieren. Frühlingsluft ist nun mal die schönste Luft.

Aber die Entwicklung macht mir Angst.

Der Klimawandel ist ein so großes Phänomen, dass man glauben könnte als einzelner Mensch nichts auszurichten. Doch ich kann und ich muss sogar in meinem kleinen bescheidenen Umfeld das verändern, was zu verändern ist, um etwas zu erreichen. Denn die Auswirkungen des Klimawandels werden für alle Lebewesen und Existenzen auf der Erde katastrophal sein.

Nach Möglichkeit kaufe ich nur Bio, aus der Region und unverpackt ein. Auch achte ich auf Getränke in Mehrweg-Glasflaschen. Vielleicht lässt es sich einrichten, mit den öffentlichen Verkehrsmittel oder Fahrrad zu fahren. Zugegebenerweise sind die Öffis im Berufsverkehr zu Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr ein schwieriges Thema.

Beispielsweise frühstücke ich seit längerer Zeit vegan. Seitdem habe ich im Laufe der Zeit alle Varianten von Gemüseaufstrichen der Supermärkte ausprobiert.

Dabei fällt mir auf, dass sich das Sortiment verändert. Manche Sorten gibt es nicht mehr. Dafür gibt es nun eine größere Auswahl mehrerer Firmen in verschiedensten Zusammensetzungen. Auch gibt es zunehmend mehr Obst und Gemüse, was unverpackt verkauft wird.

Also tut sich was. Wenn es auch langsam ist.

Jede einzelne Kaufentscheidung ist ein Signal. Dazu gehört auch, billige Presswurst im Kühlregal liegen zu lassen und stattdessen Wurst vom regionalen Fleischer zu kaufen.

Stellt Euch mal vor, wie es Eurem Pferd geht und was das täglich an Auslauf und Futtermitteln bekommt. Im Gegensatz dazu überlegt Euch, wie es wohl einer Kuh im Milchbetrieb geht. Oder wie Schweine in der industriellen Fleischproduktion gehalten werden.

Es fängt schon bei Hühnern an: Seitdem wir Hühner haben, weiß ich, dass es 21 Tage dauert bis ein Ei ausgebrütet ist. 21 Wochen braucht ein Huhn bis es ausgewachsen ist und selber Eier legt.

Unsere Küken haben sich nach 4 Wochen von Größe und Gewicht her verdoppelt.

Dagegen wird ein Broiler nach 28 Tagen geschlachtet. Was der wohl in seinem kurzen Leben alles bekommt, dass er nach 4 Wochen ausgewachsen ist und Schlachtreife hat?

Das ist für mich weniger ein kleines Wunder, sondern ein Denkanstoß.

Ansonsten hat uns das Wort mit dem großen C noch fest im Griff.

Gute Arbeit leisten dabei die Landesverbände und die FN. Beispielsweise bekomme ich über verschiedene Kanäle regelmäßig Informationen darüber, wie man Fördermittelanträge stellen kann und wo sich ein Steuerberater für Reitbetriebe Tipps holen kann.

Letzte Woche bekam ich einen Link zu einer Umfrage, mit der die FN Zahlen und Fakten sammelte. Denn sie verhandelt mit den Verantwortlichen über eine schnelle Öffnung der Reitschulen, sobald Lockerungen möglich sind. Über diese Aktionen habe ich einen Artikel geschrieben: Positives trotz Corona. Wer ihn lesen möchte, klickt einfach auf den blauen Link.

Eigentlich war zu erwarten, dass nach der Partner Pferd und der Magdeburger Pferdemesse auch die Nordpferd in Neumünster abgesagt wurde. Ob der Pferdefachtag Oberfranken stattfinden kann bleibt weiterhin spannend.

Da sich in der Politik nun ein Strategiewechsel anbahnt, der auf selbst durchführbaren Coronatests beruht, bin ich guter Dinge, dass der Neuro-Rider Kurs Ende März in Köln stattfinden kann. Vom Inhalt erwarte ich viel und freue mich sehr drauf!

Die Aussicht, dass eine Lockerungen der Kontaktbeschränkungen durch flächendeckende Coronatests möglich wird, wird Vieles erleichtern.

Hoffentlich können davon auch viele Betriebe und Ideenanbieter profitieren.

Anfang Februar gab es einen tollen Kursstart mit Einfach besser Reiten trotz Angst. Der Kurs lief zum ersten Mal und erhielt ein durchgehend positives Feedback:

Der Kurs „Besser reiten trotz Angst“ hat mir gezeigt, dass es nicht DAS Wundermittel gibt, um die Angst in manchen Situationen mit dem Pferd in den Griff zu bekommen.

Angst entsteht durch eine Vielzahl von Faktoren, deren Zusammenhänge Corinna uns anschaulich vermittelt hat. Insbesondere die von Corinna gezeigten Übungen um seinen Stress in der Angstsituation zu mildern und auch die Übungen zum Gleichgewicht und zur Entspannung finde ich sehr gut und werde sie in mein alltägliches Reiterleben integrieren.

Der Weg ist das Ziel, bzw. die Schritte auf dem Weg….

Vielen Dank für diesen tollen Kurstag und die vielen Techniken, die du uns gezeigt hast! Der Kurs ist sehr empfehlenswert!“

Andrea W. aus Eisenhüttenstadt

Deshalb findet er noch einmal am 17.04.2021 statt. Anmelden könnt Ihr euch unter dem blauen Link. Alternativ gibt es ihn auch als Onlinekurs.

Gerade lockt das Wetter nach draußen.

Und das ist gut so: Wenn die Vögel singen und die ersten Frühblüher austreiben, riecht man förmlich ein kleines Wunder der Natur

Deshalb freue ich mich auf den nächsten Pferdeführerschein Umgang, der am kommenden Samstag startet. Vom LPBB haben wir grünes Licht und die Prüfung am 26.03.2021 genehmigt bekommen.

Der Kurs war so schnell voll, dass ich für Juni eine neue Runde geplant habe- und zwar vom 05.-19.06.2021. Die Prüfung wird dann am 25.06.2021 sein.

Und zum Abschluss noch etwas Nettes:

Eine Leserin hatte mir nach der Umfrage zum Thema Datenschutz und Datensicherheit die Suchmaschinen “Startpage” und “DuckDuckGo” als Alternativen vorgestellt.

Beide kannte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Aber ich freue mich, konstruktive Vorschläge und Antworten zu bekommen. Jetzt habe ich “Startpage” als Suchmaschine auf meinem Laptop installiert und ein gutes Gefühl dabei.

Bitte bleibt gesund und nutzt die Zeit, Euer persönliches kleines Wunder zu erleben.

Bis bald,

Corinna von ReitClever

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