Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Zeiten von brennenden Regenwäldern

Das Pferd als Fortbewegungsmittel in Zeiten von Nachhaltigkeit und Klimaschutz
Wählen reiten statt gehen in Zeiten von Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Der Regenwald brennt. Und das schon seit Jahren. Täglich unvorstellbar große Flächen. Meist in überschaubarem Rahmen. Allerdings seit einiger Zeit so heftig, dass die Flammen nicht mehr kontrolliert werden können.

Was das für das Ökosystem Regenwald und unser Klima bedeutet, kann man nur erahnen. Wissenschaftler prognostizieren, dass die Klimaerwärmung sich mittlerweile selber anheizt.

Brandrodung ist die Ursache des Feuers.

Die Rodung in großem Stil für billiges Fleisch aus Massentierhaltung. Dafür wird Soja angebaut. Auch für Palmöl stirbt der Regenwald. Denn das günstige Speiseöl ist fast in allen industriellen Fertignahrungsmitteln enthalten. Dementsprechend vernichtet es auch Lebensraum für Mensch und Tier.

Das Thema ist so wichtig, dass ihm selbst das offizielle Mitteilungsblatt der Persönlichen Mitglieder der FN einen Artikel widmet. „Umweltschützer Pferd- nachhaltig im Reitstall: So klappt´s.“

In dem Artikel geht es unter anderem um die positiven Effekte der Pferde auf die Natur. Denn Weideland und Ställe bieten Lebensräume für Insekten und Vögel, die zunehmend weniger werden. Außerdem ist Grasland ökologisch besser als Ackerland. Findige Stallbetreiber nutzen die Wärme, die der Pferdemist abstrahlt . Zum Beispiel als Kompostheizung.

Im Artikel appelliert die FN an das Bewusstsein der Reiter. Beispielsweise, in dem sie sich um Mülltrennung kümmern oder öffentliche Verkehrsmittel und Fahrrad nutzen.

So oder so ist Nachhaltigkeit und Klimaschutz ein Thema, was wir JETZT angehen müssen. Denn nur so können wir uns, unseren Kindern, Enkeln und Tieren eine lebenswerte Zukunft ermöglichen.

Wir müssen uns alle überlegen, was wir tun können.

Keiner alleine kann die Welt retten. Sicherlich gibt es globale Zusammenhänge, die man als Einzelner kaum durchschaut.

Nichtsdestoweniger kann jeder in seinem persönlichen Umfeld schauen, was er verbessern kann. Muss es wirklich jedes Wochenende mit dem Hänger zum Turnier gehen? Muss es der Ausbilder sein, der zum Training mal eben über das Wochenende eingeflogen wird?

Die 20te Schabracke mit dem farblich passenden Bandagen? Besser gesagt ist es manchmal gar nicht so schwer, nachhaltig zu handeln. Beispielsweise könnte der allwöchentliche Prosecco im Stall aus einer Flasche und aus Gläsern statt aus Pappbechern getrunken werden. Die ganz schnöde abgewaschen werden, anstatt wie die hippen pinkfarbenen Prosecco- Dosen danach im Müll zu landen.

In meinem Programm besser reiten leicht gemacht gibt es ein paar Tipps, wie man sich nachhaltiger verhalten kann. Z.B. selber kochen und auf Palmöl verzichten, anstatt sich in Zeiten von Low- Carb überwiegend von Würstchen und Plastikverpacktem zu ernähren.

Und müssen es wirklich immer die vielen Autobahnkilometer sein? Zweimal täglich zum Stall, zum Trainingsreiten, zur Fortbildung? Fahrgemeinschaften wären schon einmal eine Alternative. Oder besser die etwas umständlichere Bahnfahrt nach Warendorf zur nächsten Bildungskonferenz. Die bietet den Vorteil, dass man sich ganz in Ruhe um sich und interessante Fachlektüre kümmern kann.

Eine nachhaltige Alternative wäre auch, das Pferd wieder als Fortbewegungsmittel zu nehmen.

Und der Zosse hätte Bewegung. Zum Einkaufen in die Innenstadt ist das sicherlich schwierig. Aber zum Eis essen zur nächsten Eisdiele wäre eine Idee. Das würde auch die anderen Besucher freuen. Daher sind wir letzten Sonntag mit unseren Damen ins Nachbardorf zum Wählen geritten. Das war nett.

Denn auf unsere Pferde wollen wir nicht verzichten. Und sie bei sich im Garten halten, geht ganz sicher auch nicht immer. Aber zum nächsten Training zu reiten, anstatt zu mit dem Hänger zu fahren wäre auch eine Möglichkeit. Oder einen Kurs in der Region besuchen, anstatt quer durchs Land zu fahren.

Auch aus diesem Grunde gibt es bei uns auf dem Hof am 05.10.10 zum ersten Mal den Tag der Cleveren Reiter. Unser Hof ist mit dem Regionalverkehr leider nur bis ins 5 km entfernte Wünsdorf zu erreichen. Der dort abfahrende Bus zu uns verkehrt nur unter der Woche. Anstelle dessen kann man für den letzten Weg das Fahrrad nutzen.

Deshalb habe ich habe in diesem Jahr Kontakt zu Atmosfair aufgenommen. Die Firma bietet die Möglichkeit, seinen CO₂ Verbrauch zu kompensieren. Seitdem fragen wir unsere Besucher, wie weit ihre Anreise war und wie sie zu uns gekommen sind. So können wir am Ende der Veranstaltung Besucherzahl und gefahrene Kilometer abschätzen.

Unter Wunschmenge kompensieren kann man ausrechnen, wie viel CO₂ man im Alltag verursacht.

Wenn man fliegt, mit dem Auto unterwegs ist oder zum Pferd fährt. 1 Pkw emittiert ca. 0,142 kg CO₂ pro Kilometer. Das sind pro 100 km ca. 14,2 kg CO₂ pro Wagen.

Dann kann man für die angefallene CO₂ Menge einen Beitrag an Klimaschutzprojekte spenden. Und genau das werde ich nach dem 05.10.19 tun.

So etwas müssen wir machen. Etwas für Nachhaltigkeit und Klimaschutz tun. Jeder ein bisschen. Und am besten gleich. Dann schaffen wir das schon mit einer lebenswerten Zukunft.

Bis demnächst,

Corinna von ReitClever

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