Positiv bleiben und etwas für sich tun in Zeiten wie diesen

Positiv bleiben in Zeiten wie diesen.

Eigentlich kann man das Wort mit dem großen C gar nicht mehr hören.

Trotzdem nimmt die Corona- Situation eine Dimension an, die man sich bis vor kurzem nicht vorstellen konnte.

Da ist positiv bleiben nicht immer einfach.

Ich selber muss zugeben, dass ich das Ganze bis vor ca. 2 Wochen für eine große Hysterie gehalten habe. Ich ging nicht davon aus, dass Corona mich und mein Umfeld in irgendeiner Form beeinträchtigen könnte.

Am 14.03.2020 begann mein erster Pferdeführerschein Umgang Kurs.

Da die Prüfungsbestätigung noch aus stand, rief ich beim LPBB an. Es wurde interessantes Gespräch mit einer Mitarbeiterin: Auf Grund der am 18.03.2020 herausgegebenen Verordnung vom Land Berlin für den Umgang mit Corona werden aktuell keine Abzeichenprüfungen genehmigt.

Gleichzeitig wurde der Betrieb in Sportvereinen, Schwimmhallen und großen Reitschulen
flächendeckend eingestellt. Schulen und Kitas wurden geschlossen und mein Sohn freute sich über Corona- Ferien. Leid taten mir zu diesem Zeitpunkt kleinere Reitbetriebe. Die auf Grund der fehlenden Einnahmen Angst haben, die Pferde nicht mehr füttern zu können. Das Ganze genauso Existenz bedrohend wie für viele andere kleine Firmen und Einzelunternehmen.

Merkwürdigerweise haben mich diese Sorgen bis jetzt verschont.

Wir werden im April und wahrscheinlich auch Mai keine Veranstaltungen und Reitkurse auf dem Hof durchführen können. Auch in der Physiotherapiepraxis sagten 50% meiner Patienten ab.

Von einer Physiotherapie- Kollegin wurde ich letzte Woche mit den Worten begrüßt, dass ich für diese Zeiten wohl den falschen Namen hätte. Viele Leute würden den Corona- Virus Corinna nennen. Das war bis zu diesem Augenblick komplett an mir vorüber gegangen.

Und was soll ich sagen? Die erste Patientin, auf die ich nach dem Gespräch traf, redete dann vom Corinna- Virus. Dafür entschuldigte sie sich zwar sofort, aber sie untermauerte die Aussage meiner Kollegin.

Nach wie vor macht mir die Situation keine Angst.

Mir fällt es leicht, positiv zu bleiben. Weder geht ich davon aus, einen schlimmen Krankheitsverlauf zu bekommen, sollte ich mich anstecken. Noch finde ich diverse Horrorszenarien angebracht, die man jetzt in den sozialen Medien finden kann.

Beispielsweise dass es, wenn jetzt alle Betriebe pleite gehen, zu einer Währungsunion kommen wird. Dadurch wären alle Ersparnisse der Menschen verloren und wir bekämen Zustände wie in der Weimarer Republik. Dann würden die Rufe nach einem Diktator lauter.

Genauso fragen sich manche Menschen, wie leicht es ist, unsere Grundrechte auszuhebeln. Das aktuelle Versammlungsverbot wäre ein Hinweis darauf, dass bald noch ganz andere Maßnahmen durchgesetzt werden würden. Aber der Grund für das aktuelle Kontaktverbot ist doch kein Politischer.

Da fällt positiv bleiben nicht immer leicht.

Aber es ist die einzige Möglichkeit, die Situation gut zu überstehen. Denn Angst und ein ungutes Gefühl schwächen das Immunsystem erheblich. Mangelnde Abwehrkräfte öffnen Viren und Bakterien die Eingangstür.

Dabei bleibt die spannende Frage, warum die heutigen Menschen so stark auf solche Erregern reagieren. Jahrtausendelang hat es das menschliche Immunsystem geschafft, damit umzugehen. Epedemien gab es immer. Egal um welchen Erreger es sich handelt: Ältere und Vorerkrankte sind immer gefährdet. Schließlich haben wir alljährlich 8000- 10000 Grippetote aus dieser Gruppe in Deutschland. In besonderen Jahren werden es sogar mehr.

Aber es gibt auch ganz andere Stimmen. Die positive Effekte sehen aus der Corona- Situation: die Leute rücken mental dichter zusammen und helfen sich untereinander. Bisher schlecht bezahlte und mäßig angesehene Berufe wie Krankenschwestern, Pfleger und Verkäuferinnen werden nun als Stütze der Gesellschaft gesehen. Auch die Bauern, über deren Konvois sich vor Kurzem noch viele aufgeregt haben, werden nun geschätzt.

Man kann auch ohne Fernreisen, Flieger und lange Autofahrten existieren.

Auch andere Individuen leben auf: In Venedig ist das Wasser wieder klar und es sind Fische in den Hafenbecken zu sehen. Gestern habe ich schöne Aufnahmen von einem ganzen Delphinrudel gesehen, was sich in Küstennähe aufhielt, weil die Schifffahrt aussetzt.

Das sind doch Dinge, die beweisen, dass Umwelt- und Klimaschutz gehen.

Vielleicht schaffen wir es, Teile dieses Zustandes auch nach der Corona- Zeit zu bewahren.

In denen wir genießen, dass wir uns wieder mit Freunden treffen können.

Und zwar auch direkt vor der Haustür. Im Café nebenan.

Denn die Nähe zu engen Freunde ist es doch, die wir jetzt vermissen.

In einem Ausflugsziel, was man auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad erreichen kann. Am besten mit einem Spaziergang zu Fuß oder zu Pferde. Das ist umweltfreundlich.

Warum muss der Wochenendtrip mit dem Flieger in eine andere Metropole sein?

Letzten Samstag habe ich dann doch den aktuellen Pferdeführerschein Umgang ausgesetzt.

Die Teilnehmer haben sich große Sorgen gemacht. Mein Grund dafür ist, dass es vor allem darum geht, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Deutschland hat ein gut funktionierendes und soziales Gesundheitssystem. Jeder bekommt die Hilfe, die er braucht. Z.B. in Amerika ist das anders. Dort richtet sich die medizinische Versorgung nach dem Krankenkassentarif. Der nach Einkommen gewährt wird.

Auch Spanien und Italien, in denen die Fallzahlen von mit dem Virus infizierten Toten in den letzten Wochen erheblich angestiegen sind, haben ein ganz anderes Gesundheitssystem.

Auch wenn man sich über Vieles ärgern kann: In Deutschland wird Niemandem ärztliche Hilfe versagt. Und damit es möglich bleibt, alle Menschen auch intensivmedizinisch zu versorgen, die es nötig haben, gibt es die aktuellen Einschränkungen.

Dafür sind die Appelle, Kontakte zu anderen Menschen einzuschränken.

Es ist eine Rechenaufgabe, wie viele schwer Erkrankte von den Intensivstationen aufgenommen werden können.

Deshalb finde ich es auch absolut in Ordnung, auf Ausritte und Reitunterricht zu verzichten. Auch wenn es weh tut. Denn wenn es zu Unfällen kommt, werden medizinische Kapazitäten blockiert, die vielleicht dringend gebraucht werden.

Und machen wir uns nichts vor: Wenn die Intensivstationen mit Corona- Patienten überbelegt sind, können auch schwere Verkehrsunfallopfer, Schlaganfall- oder Herzinfarktpatienten nicht behandelt werden. Die es ja weiterhin täglich irgendwo gibt.

Also bleibt ruhig. Nutzt die Zeit, in der Ihr zuhause seid auch mal für Euch.

Eine Freundin von mir macht nun an den pferdefreien Tagen Frühjahrsputz. Ein Anderer renoviert in der angeordneten Arbeitspause seine Wohnung.

Spannend ist, dass Webinaranbieter wie Edudip zur Zeit überlastete Server haben. Weil Viele Webinare anbieten wollen. Andere Reitlehrer bieten Videoauswertungen für Ihre Schüler an.

Seid kreativ! Unterstützt diejenigen, deren wirtschaftliche Situation im Moment extrem angespannt ist. Fragt die kleine Reitschule in der Nähe, ob Ihr mit Spenden helfen könnt.

Wenn Ihr könnt.

Aber versucht vor allem positiv zu bleiben. Damit Ihr mit gestärkter Energie aus dieser Zeit geht. Oder fangt an, regelmäßig zu turnen. Wenn Ihr in ein paar Wochen locker und elastisch aufs Pferd steigt, wird es sich freuen.

Oder haltet Euch täglich eine Stunde mit so viel freier Haut wie möglich in der Sonne auf. Das kurbelt die körpereigene Vitamin D Produktion an. Die ist wichtig für ein gutes Immunsystem.

Genauso wie ein gesunder Darm. Ernährung für Reiter ist fast bei Jedem ein Thema.

Ich bin dabei, meine Präsenzkurse auf Onlinekurse umzuarbeiten.

Da der Kurs oft nachgefragt wird, hat „Kleiner Schreck na und?“ den Anfang gemacht. Unter dem blauen Link erhaltet ihr mehr Informationen und Ihr könnt den Kurs für zuhause herunterladen.

Auch bei Locker im Sattel- Brain Gym® für Reiter geht es vor allem um die Losgelassenheit des Reiters. Die kann man durch regelmäßige Übungen gut beeinflussen.

Macht etwas und bleibt positiv! Dann könnt Ihr die freie Zeit auch genießen.

Bis bald und bleibt gesund!

Corinna von ReitClever

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