Der goldene Herbst- Reiten in der zweiten Lebenshälfte

Feste Hüften sind kein Beinbruch. Mit entsprechenden Übungen kann man sie lockerer bekommen, um besser zu Reiten in der zweiten Dekade.
Reiten in der zweiten Lebenshälfte

#kursefuerreiter

#reiteninderzweitenlebenshaelfte

#MEHRwissenfuerreiter

#bessersitzen

Seitdem ich letztes Jahr eine neue Lebensdekade erreicht habe, gehe ich manchmal mit anderen Augen durch die Welt.

Zum Einen beobachte ich Gleichaltrige, ob die in Aussehen und Verhalten ihrem Alter entsprechen. Zum Anderen schaue ich auf Beweglichkeit und Bewegungsqualität. Sowohl was die geistige als auch die körperliche Flexibilität angeht. In beiden Fällen bekomme ich überraschende Ergebnisse in die eine und andere Richtung.

Auch im Internet geht der Tenor oft zu „Altes Pferd, na und?“

Wie viel Liebe von älteren Tieren ausgeht, wenn sie beachtet, gepflegt und gut behandelt werden. Ohne Frage absolut richtig. Auch meine drei Damen werden älter und haben das eine oder andere Problemchen.

Was ich im Netz aber absolut vermisse, sind Angebote für das Reiten in der zweiten Lebenshälfte.

Denn genau wie Pferde haben ältere Reiter viele Vorzüge. Auch wenn sie von den Jüngeren manchmal belächelt werden.

Häufig sind sie geduldiger. Denn sie haben mehr Zeit. Die Berufs- und Karriereplanung ist abgeschlossen. Die Kinder sind aus dem Haus oder zumindest selbständig. Sie haben ein stabiles Einkommen: das Rotieren um Familie, Job und Einkommen ist meist überstanden.

Und sie sind reflektiert genug, ihren Handlungsbedarf zu entdecken. Darüber hinaus sind sie bereit, an ihren körperlichen und mentalen Baustellen zu arbeiten.

Weil Sie es wollen.

Sie wollen beim Reiten in der zweiten Lebenshälfte das Glücksgefühl des feineren Reitens erleben. Wie viele Andere auch wollen sie dabei ihrem Pferd so wenig wie möglich zur Last fallen.

Also arbeiten sie an sich.

Regelmäßig.

Mitunter täglich.

Denn sie haben gelernt, dass man mit Beharrlichkeit zum Ziel kommt. Und das gefällt mir.

Wenn ich mich mit älteren Reitern unterhalte, fällt mir oft auf, dass sie genau wissen, wo ihr Handicap liegt.

Manche wollen nicht hinschauen. Manche wissen es und übergehen es.

Aber der Großteil meiner Gesprächspartner ist interessiert daran, neue Wege zu gehen.

Und mit mehr Wissen gezielt an ihren Baustellen zu arbeiten. Das ist das Positive am Reiten in der zweiten Lebenshälfte.

Mich freut dann, wenn ich höre, dass sie jeden Morgen nach dem Aufstehen turnen. Sich dehnen, weil die Hüften ziepen. Oder ihre Mentalübungen machen.

Denn Eines kommt im fortgeschrittenen Alter auf jeden Fall dazu:

Unser Kopfkino geht schneller an. Wir haben oft genug bedrohliche Situationen erlebt. Vielleicht sogar einen Unfall live gesehen. Und daraus können Ängste entsehen.

Auch weiß unser Gehirn dass wir nicht mehr so elastisch sind. Dass wir uns im Fall der Fälle eher verletzen können. Deshalb sind wir nicht mehr so risikobereit wie jüngere Reiter.

Aber mit Köpfchen und Erfahrung können wir das eine oder andere Problem umgehen.

Und wir können unsere bisherigen Erfahrungen gezielt einsetzen, um #besserreiten zu können. Und wir sind aufgeschlossener, eventuelle Ängste anzugehen.

Beispielsweise mit einer kinesiologischen Beratung. Oder einem speziellen Übungsprogramm für Reiten mit Hüftarthrose. (Wenn das für Sie ein Thema ist, klicken sie gerne auf den blauen Link). Wer es ganz genau wissen möchte kommt kurzentschlossen zu bewegliche Hüften und elastischer Sitz am 29.02.2020 nach Zossen.

Deshalb habe ich eine Bitte: Seid zu älteren Reitern genauso nett wie zu älteren Pferden.

Sie haben dasselbe Anliegen wie die Jüngeren: die gemeinsame Zeit mit dem Pferd fröhlich und stressfrei verbringen.

Dafür sind sie bereit, Zeit und Energie zu investieren.

Und sie haben es verdient, beachtet zu werden. Denn sie beachten ihre Pferde auch mit viel Gefühl und Empathie.

Amen.

Bis bald,

Corinna von ReitClever.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.