Schlagwort: Der Tag der Cleveren Reiter 2021

#MEHRWissenfürReiter- Frische Ideen durch neue Anregungen, Newsletter Juni 2021

#MEHRWissenfürReiter durch die Kombination von Wissensbausteinen aus der Anatomie, Neuroanatomie, der angewandten Physiotherapie und der Kinesiologie
#MEHRWIssenfür Reiter

Alles neu macht ja bekanntlich der Mai. Aber der bedeutete in diesem Jahr tatsächlich einen Startschuss für meine #MEHRWissenfürReiter Aktivitäten. Das Wetter unterstützte das: Bei uns war es meist kalt und ungemütlich, was für unsere trockenen Sandkoppeln fantastisch ist, denn das Gras steht so hoch wie schon lange nicht mehr zum Zeitpunkt des Anweidens.

Ich gehe das in jedem Jahr eher vorsichtig an und verlasse mich auf die alte Bauernregel „von Ende Mai bis Ende September ist Weidezeit“. Im Moment soll es viele Rehe- und Kolikfälle wegen des wechselhaften Wetters geben. #MEHRWissenfürReiter wäre vielleicht für manchen Pferdebesitzer dabei eine gute Option. Denn ehrlich gesagt wundert mich, dass Pferde seit einiger Zeit schon ganztägig auf der Wiese stehen können. Ich bin gerade bei 2x 90 Minuten am Tag.

Aber die Tendenz der Weidezeit ist steigend, was neben den Pferden auch unsere Schafe freut. Die haben sich auf eine stattliche Herde von 5 Erwachsenen und 3 Jungtieren vermehrt.

Die beiden sonnigen heißen Tage im Mai lagen genau an meinem Geburtstag.

Über dieses Geschenk habe ich mich besonders gefreut, denn ich habe mir eine kleine Auszeit am Helenesee genommen. Ein Tag am Strand hat mich schon immer geerdet. Dazu der Blick auf den größten See Brandenburgs von einem wirklich großen Strand aus ist fast so, wie an der Ostsee zu sein. So hat mir der Tag viel Energie gebracht, die ich seitdem in meine Projekte stecke. Alle meine Kurse profitieren von den neuen Ideen für #MehrWissenfürReiter.

Dabei entwickelt sich das Wissen des Neuro Riders® zum Turbo. Der Kurs, der eigentlich im April live stattfinden sollte, wurde mehrfach verschoben. Stattdessen gab es ein dreitägiges Videotutorial mit vielen Informationen und Lehrvideos. Darüber hinaus gab es eine Buchempfehlung die sich für mich Gold wert ist.

Die Lektüre diese Buches über Neuro-Athletiktraining ist für mich tatsächlich der Startschuss in eine neue Welt. Ich erlebe die menschliche Neurologie noch einmal völlig neu. Ein Fachbereich, von dem ich eigentlich dachte, dass ich ihn durch meine Ausbildung und berufliche Tätigkeit schon gut verstanden habe. Aber meine Arbeit mit Menschen verändert sich. Ich sehe neue Dinge, mache neue Übungen und sehe Erfolge in der Beweglichkeit, die ich vorher noch nie in so kurzer Zeit erreicht habe. So fließt das Wissen des Neuro-Athletiktrainings nun auch in #MehrWissenfürReiter ein.

So gestalte ich meinen Kurs „Einfach besser reiten mit Balance“ um, der am 07.08.21 stattfindet. Denn das bis dato von mir schon viel beachtete Gleichgewicht hängt tatsächlich auch von der Qualität der Informationen ab, die das Gehirn aus der Peripherie bekommt. Je genauer die Informationen sind, desto klarer ist die Landkarte, die das Gehirn von der Lage seiner Körperteile und der Umgebung zeichnen kann. Und je besser die Orientierung ist, desto genauer kann die Bewegungsplanung erfolgen. (Für mehr Informationen klick auf den blauen Link).

Die gute Nachricht ist, dass man die Qualität der Reizaufnahme mit einfachen Mitteln verbessern kann.

Im April hatte ich dazu den Artikel „Wie gut kannst Du Dich auf Deine Augen verlassen?“ geschrieben. Zur Zeit sammle ich gerade Erfahrungen über die Bewegungsverbesserung durch sensorische Informationen. Wir haben in unserem Körper Hunderttausende von Rezeptoren, die wahrnehmen, welche Kräfte gerade auf uns einwirken. Ob er mit warmen, kalten, harten oder weichen Dingen in Berührung kommt. Oder in welchem Winkel und Spannungszustand sich unser Extremitäten gerade befinden. Anhand dieser Meldungen baut sich das Gehirn eine aktuelle Landkarte zusammen, nach der es den Körper dirigiert. Wenn diese Karte genau ist und die Bewegungen punktgenau gesteuert werden, kann der Köper sich sicher fühlen. Nur dann können auch die Gelenke optimal belastet werden.

Erst wenn das Gehirn genügend Sicherheit empfindet, ermöglicht es freie Bewegungen. Erst dann lässt es das Zuviel an Spannung, was auf Unsicherheit beruht, los. Diese Erfahrung bedeutet den Startschuss für ein neues Bewegungsgefühl und diese Erkenntnis einen Wissensbaustein für mich.

All das baue ich gerade in meine bestehenden Kurse ein. So hat das seit langem geplante Buch „Einfach besser reiten trotz Hüftarthrose“ eine Überarbeitung erhalten und zwei neue Kapitel bekommen. Die Überarbeitung erfolgte natürlich auch im aktuellen Onlineprogramm, so dass es ab sofort den erweiterten Inhalte bietet.

Ich habe das Cover für das Buch in Auftrag gegeben und bin sehr zuversichtlich, dass es in diesem Sommer erschient!! #MehrwissenfürReiter zum Anfassen, ich freu mich drauf!

Genauer werden diese neurologischen Zusammenhänge Thema beim diesjährigen Tag der Cleveren Reiter beleuchtet.

Der wird am 02.10.2021 zum Thema „Reiten mit Köpfchen“ stattfinden und verspricht Ansätze aus der Kinesiologie, dem Neuro-Rider® Konzept und angewandter Neuroanatomie. Es wird viele praktische Übungen zur Wahrnehmungsverbesserung und Bewegungssteuerung geben mit denen Ihr Koordination und Beweglichkeit verbessern könnt. Also die Fähigkeiten, die Eurem Reiten sofort zu Gute kommen.

Keine Angst: Marlies Schubarth, die Dozentin, die ich für die Neuroanatomie eingeladen haben, kommt aus der Erwachsenenbildung und wird das notwendige theoretische Wissen in leicht verdaulichen Häppchen präsentieren.

Als Schmankerl gibt es einen Beitrag von Beate Petrick über die Rechts- und Linkshirnigkeit von Pferden und das darauf aufbauende Training. Denn auch Pferde sind entweder Rechts- oder Linkshänder und haben dadurch bestimmte Fähigkeiten und Baustellen.

Bis zum 30.06.2021 gibt es das Ticket zum Early-Bird- Preis. Danach gilt bis zum 31.08.2021 der Frühbucherpreis. Für mehr Informationen klickst Du auf die blauen Links.

Ein Großteil meiner neu gewonnenen Energie resultiert daraus, dass mir klar geworden ist, woran ich festhalten und was ich verändern möchte.

Eine nervige Belastung, die mir vorher gar nicht so bewusst war, ist für mich von jeher Whats App. Weit entfernte Bekannte, die sich bemüßigt fühlen, einem Fotos und Videos zuzuspielen. Dann Gruppenchats, in denen man statt der Informationen, für die er ursprünglich gegründet wurde, Bilder von aktuellen Aufenthaltsorten oder selbst Gekochtem erhält. Oder persönliche Befindlichkeiten, die mich eigentlich nichts angehen. Sportgruppenchats in denen sonntags nach dem Frühstück aktuelle Trainingszeiten bekannt gegeben werden und darauf regelmäßig Absagen erfolgen.

Nachdem mir mein diesbezügliches Unwohlsein bewusst wurde, habe ich eine Reinigungsaktion gestartet. Neben vielen alten Kontakten, die ich gelöscht habe, habe ich begonnen, auf Signal umzustellen. Und siehe da, es funktioniert. Beim Umstellen der Gruppen gab es die eine oder andere überraschende Reaktion. Trotzdem kann ich Whats App bald von meinem Handy löschen.

Weiterhin habe mich bewusst für Facebook entschieden. Auch wenn mich manche für eigenartig halten, weil ich mich gerne in dieser Datenschleuder aufhalte. Auch möglicherweise diejenigen, die sich von Zeit zu Zeit Facebookpause verordnen, um Daten zu fasten.

Ich finde, es kommt darauf an, wie man das jeweilige Medium nutzt. Man kann genauso wie bei Whats App jede Diskussion mitnehmen und sich alles reinziehen, was einem so angezeigt wird. Oder man kann die App vom Handy löschen, was auch automatisch erstellte Bewegungsprofile reduziert.

Da ich mich nun bewusst einlogge, bekomme ich nur noch das mit, was mich interessiert. Beruflich und auch für ReitClever bringt mir Facebook viel. Zum einen kann ich wählen welche Informationen ich suche und zum anderen wären meine Kurse ohne Facebook weniger bekannt.

Neues und Wesentliches lerne ich in speziellen Gruppen, die es dort gibt. Da ich mein Buch selbst verlegen werde, gibt es noch eine ganze Menge Wissenslücken zu füllen. Diese Spezialgruppen sind eine weitere spannende Entdeckung für mich, die mir der Mai gebracht hat.

So freue mich auf den Sommer, in dem es nun wieder mehr Bewegungsmöglichkeiten geben wird.

Nutzt diese und schließt Frieden mit Eurem Körper, auch wenn Ihr Eure Bikinifigur noch nicht erreicht habt. Das ist ein wesentlicher Faktor, sich freier bewegen zu können 😉 .

Corinna von ReitClever