Schlagwort: gutes Interieur

Glücklich reiten – Newsletter Januar 2020

Ein gutes Interieur, um glücklich reiten zu können

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#gluecklichreiten

Jetzt sind sie vorbei. Die ruhigen Tage zwischen den Jahren.

Noch mag ich mich nicht in meinen gewohnten Rhythmus begeben, in dem häufig Aktion auf Aktion folgt. Sondern ich möchte mir noch Ruhe und Zeit für die Kleinigkeiten erhalten.

Vor allem möchte ich die schönen Momente konservieren. Und sie als kleine Leuchte vor meinem geistigen Auge auch in stressigeren Zeiten vor mir her tragen. Glücklich reiten mit genügend Zeit dafür gehört irgendwie auch dazu.

Denn ich hatte viel Zeit mit meiner Familie. Zum Einen das traditionelle Gänseessen am 1. Weihnachtsfeiertag mit 18 Personen. Heiligabend zu dritt. Zum Anderen die Tage danach zum aufräumen, Spazieren gehen mit den Pferden im Wald. Außerdem Raclette zu Silvester.

Seitdem wir bei uns auf dem Hof wohnen, bleiben wir wegen der Tiere zum Jahreswechsel zuhause. Und in diesem Jahr ging alles gut! Die Pferde waren rechtzeitig im Stall und haben die Nacht ohne zu schwitzen überstanden. Auch unsere Haflingerstute hat es ohne Kolik geschafft. Denn die letzten beiden Jahre hat sie sich beim Feuerwerk so aufgeregt, dass sie mehrere Tage lang Bauchschmerzen hatte.

YEAH! Es geht auch mal etwas gut.

Da ich dazu neige, mir Sorgen zu machen, muss ich mir im Gegenzug ganz bewusst vor Augen führen, dass es auch besser laufen kann. Nämlich Dinge wahrnehmen, überlegen und dann bewusst gegensteuern.

Dazu ist es wichtig, sich genügend Zeit für sich und seine Bedürfnisse zu erlauben.

Auch wenn ich mich manchmal über Dinge ärgere. Ich hätte es deutlich im Leben schlechter treffen können.

Genauso hatten wir Glück, dass wir die Feiertage in dem Rahmen erleben konnten, in dem wir es uns vorgestellt haben. Eine gute Bekannte von mir hat im Dezember ganz plötzlich ihren Lebensgefährten verloren. Ein Geburtstagskind, was kürzlich bei uns auf dem Hof gefeiert hat, hatte zwei Jahre lang eine schwere Zeit. Weil sein Bruder eine Krebstherapie mit Chemo, Bestrahlung und Reha hatte. Heute geht es ihm gut. Aber es hätte auch anders laufen können.

Das sind dann die Momente, in denen ich erst geschockt bin. Danach stellte sich irgendwann ein Gefühl der Dankbarkeit ein. Dass ich weitgehend gesund bin. Und der Kreis meiner Lieben auch. Und dass die Katastrophen des Alltags nicht lebensbedrohend sind.

Oder?

Kennt Ihr das?

Ein Gefühl der Dankbarkeit für das Leben und individuelle Umfeld.

Für die Tiere und Menschen, die genau richtig sind. Das solltet Ihr auskosten und Euch ab und zu ganz bewusst vor Augen führen, für was ihr alles dankbar sein könnt. Dabei löst sich manche Depression von ganz alleine auf.

Auch kann man die Tage zum Jahresende hin nutzen, Bestandsaufnahme zu machen.

Wo stehe ich gerade und wo will ich eigentlich hin?

Das heißt: was von meinen Zielen habe ich in den letzten Jahren erreicht? Muss ich vielleicht die Richtung ändern, weil ich mich verändert habe?

Dabei ist es sinnvoll, nach dem großen übergeordneten Ziel zu schauen: Beispielsweise brauchen Berufswünsche für eine erfolgreiche Realisierung eine klare Vorstellung, wohin man eigentlich will. Das Wunschziel braucht eine gute Visualisierung, wie es eigentlich aussehen soll.

Das gilt auch für unsere vierbeinigen Partner. Wenn ich eine Zucht aufbauen möchte, brauche ich andere Voraussetzungen, als wenn ich mal eine Distanz erfolgreich reiten möchte. Fürs Dressurviereck braucht das Hüh ein anderes Training als für eine Geländestrecke.

Setzt Euch ein konkretes Ziel.

Dann „pflegt“ Ihr es auch. Damit beginnt es zu wirken. D.h. es beginnt Wirklichkeiten zu steuern. Einerseits die Wirklichkeit in euch. Also die Motivation oder die Fähigkeiten, die ihr dazu braucht. Andererseits beeinflusst es die äußeren Umstände um euch herum. Nämlich Personen oder Gelegenheiten, die euch dabei unterstützen oder behindern können. Rückblickend stellt man dann auf sein Ziel bezogen manchen Zickzackkurs fest. Der aber notwendig war, um Dinge zu lernen oder festzustellen, dass man in einer Einbahnstraße war. Vielleicht geht es gar nicht um ein hochgestecktes Ziel, sondern um die Fähigkeit wieder glücklich reiten zu können.

Also erlaubt Euch genau hinzuschauen: wo seid Ihr gerade und wo wollt Ihr eigentlich hin? Ferner gibt es Jemanden, der Euch bei Eurem Ziel unterstützen kann?

Dazu habe ich zum Jahreswechsel einen Artikel geschrieben. Wer Lust hat, kann unter „Neujahrsvorsätze einmal anders- konkret“ tiefer eintauchen.

Das habe ich im Dezember auf dem wunderschönen Weihnachtsmarkt in Leipzig auch gemacht:

Die Idee zu ReitClever entstand im Herbst 2018. Im Januar 2019 habe ich begonnen, die Homepage (selber!) zu schreiben. Was einen enormen Entwicklungsschritt für mich Nicht-Techniker bedeutete.

Dann die Kurse. Manche bauen auf dem auf, was ich in den letzten Jahren gemacht habe. Andere sind komplett neu.

Für den Vortrag auf der Pferd und Jagd in Hannover habe ich die Aspekte der funktionellen Sitzschulung auseinander genommen

(Ich war als Aussteller auf einer Messe- Und ich habe einen Vortrag vor unbekanntem Publikum gehalten! Wenn es auch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Ich habe es getan und kann aus den Erfahrungen für zukünftige Auftritte lernen.).

Daraus habe ich den Kurs „3 Schlüssel zu mehr Balance für Reiter“ entwickelt, der am 16.05.20 läuft. Dort geht es zum Einen um die motorischen Fähigkeiten des Reiters. Zum Anderen aber auch um die Voraussetzungen für innere Balance. Weiterhin spielen Angstfreiheit und gute Laune eine Rolle, um glücklich reiten zu können .

Bei den Gesprächen auf der Messe und bei meinen Kursen höre ich heraus, dass Angst ein häufigeres Thema ist, als man denkt.

Deshalb wird die Kurssaison 2020 am 01.02.2020 mit „Kleiner Schreck na und?“ starten.
In dem Kurs beschäftigen wir uns damit, was im Gehirn und im Körper passiert, wenn man einen Schreck bekommt. Und wie sich daraus Angst entwickelt.
Beides setzt körperliche Reaktionen frei, die dem Pferd eher das vermitteln, was wir verhindern wollen.
Also setzen wir im praktischen Teil mit Atemtechniken und BrainGym® Übungen an, um die Stressreaktionen im Körper zu dämpfen. Danach kann man durchatmen und locker weiter reiten.

Auch beim Tag der Cleveren Reiter wird es am 03.10.20 um angstfreies Reiten gehen.
Am 05.10.19 fand der zum ersten Mal zum Oberthema Sitzschulung statt. 
Wie bei der Premiere werden 3 oder 4 Ausbilder aus der Region eine geballte Ladung Fachwissen präsentieren. Dabei zeigt jeder aus seiner Ausbildung heraus verschiedene Ansätze zum Thema entspanntes Reiten.
Lasst Euch überraschen und merkt Euch den Termin im Kalender vor!
  zum Thema. Lasst Euch überraschen und merkt Euch den Termin im Kalender vor!

Um glücklich reiten zu können, ist ausreichendes Basiswissen notwendig.

Deshalb starten die bewährten Basispasskurse am 14.03.2020 in neuem Gewand. Sie heißen nun Pferdeführerschein Umgang. Der Inhalt wurde überarbeitet. Vor allem im praktischen Teil wird gefordert, sich mit den Pferden im Gelände und auf der Straße zu bewegen. Da Pferdeställe häufig in der Nähe von Siedlungen und dicht befahrenem Gebiet liegen, ist das sicherlich sinnvoll.

Also habt Spaß im Januar!

Haltet ab und zu inne und fragt Euch, ob Ihr noch in die Richtung unterwegs seid, die Ihr Euch zum Jahreswechsel vorgenommen habt. Und dann ab auf Pferd!

Bis bald,

Corinna von ReitClever.

P.S.: Wenn Ihr die Kursübersicht als Aushang in Eurem Stall unterbringen wollt. Herzlich gerne: Hier ist das PDF dazu: Kursübersicht 1. Halbjahr 2020.