Tipps für einen besseren Sitz, Teil 1, Losgelassenheit des Reiters

Auch das MAgazon der persönlichen Mitglieder der FN nimmt in der aktuellen Ausgabe das Thema Tipps für einen besseren Sitz auf.

Sitzschulung scheint derzeit ein beliebtes Thema zu sein. Zum Beispiel machen 10 Tipps für einen besseren Sitz den Anfang in einer Serie über besseres Reiten in der aktuellen Ausgabe des Magazins der Persönlichen Mitglieder der FN.

Schön aufgemacht geht es in dem Artikel um Aufwärmen, Nutzen der Lösungsphase, Sitzschulung an der Longe und Ausatmen. Ebenso wird Ausgleichssport und ein regelmäßiger Wechsel vom Dressursitz zum leichten Sitz empfohlen, um Gleichgewicht und Losgelassenheit zu fordern.

Beides stellt die Basis für einen guten Sitz dar.

Einerseits wird die Losgelassenheit von Reiter und Pferd durch das sogenannte Überstreichen überprüft. Beide können sich nur loslassen und zügelunabhängig reagieren vorgeben, wenn sie sich sicher fühlen.

Für viele Reiter scheint sich Sicher fühlen auf dem Pferd auch ein großes Thema zu sein,

Gefühlte Sicherheit hängt von vielen Faktoren ab. Zum Einen braucht man ein gut ausgeprägtes Gleichgewicht. Das ist normalerweise als Automatismus abrufbar. So sorgt es dafür, dass bei einer potentiellen Sturzgefahr vor allem der Kopf geschützt wird. Denn der ist unsere wichtigste Schaltzentrale.

In der Realität sieht es oft anders aus. Bestimmte Muskeln sind bei Reitern gerne zu schwach und andere zu wenig elastisch. Wenn die Bauchmuskeln schwach sind hat das Auswirkungen auf die Beckenposition und die Tiefe des Sitzes. Zum Anderen spielen sie eine wichtige Rolle beim Gleichgewicht. Sind sie zu schwach, wird es mit dem Gleichgewicht schwierig.

Interessanterweise weiß das Gehirn, in welchem Zustand sich der eigene Körper befindet.

Es weiß, wenn Muskeln schwach und das eigene Gleichgewicht wenig ausgeprägt ist. Daher funkt es sofort Alarm, wenn das Pferd unerwartete Bewegungen macht. Dann werden sogenannte Überlebensprogramme aktiviert. Statt der willkürlichen und schön gesteuerten Reitfigur übernimmt das reflexartige Reagieren die Steuerung. Unbewusst tut man dabei sogar Dinge, die eine Fluchtreaktion des Pferdes noch begünstigen. Gefühlt ist das alles Andere als ein sicherer Zustand. Weder für den Reiter noch für das Pferd.

Jeder Reiter kennt die Schrecksituationen in denen er mehr oder weniger gut reagiert. Je nach Vorerfahrung und reiterlichem Können steckt er sie mehr oder weniger gut weg. Wenn Sie häufiger das Gefühl haben, dass Sie sich aus Unsicherheit (am Zügel) festhalten ist, es sinnvoll neue Wege auszuprobieren. Dementsprechend heißt es in dem PM- Artikel 10 Tipps für besseres Reiten am Ende „Ursache finden und nicht Symptome kurieren- ein Sitzproblem liegt meist nicht dort, wo es zu sehen ist“.

Also fragen Sie sich, wenn Sie zu mangelnder Losgelassenheit auf dem Pferd neigen, wo die Ursache liegen könnte.

Manchmal liegt sie in der Vorgeschichte. Manchmal an den körperlichen Fähigkeiten. Woran es da fehlt kann man zum Beispiel unter bei den 5 Tests für gutes Reiten herausfinden.

Meistens liegt mangelnde Losgelassenheit am mangelnden Vertrauen.Vertrauen in sich und seine Fähigkeiten kann man lernen. Auch wenn es auf dem Pferd mal schief gegangen ist und man deshalb verspannt reitet. Wenn man hinter die Ursachen blickt und Funktionszusammenhänge erkennt, kann man solche Mechanismen verändern. Dann kann man üben, sich in einen Zustand zu bringen, in dem man wieder entspannt und koordiniert reagieren kann.

Tipps für mehr Losgelassenheit auf dem Pferd gibt es auf der Seite angstfrei Reiten und unter „Kleiner Schreck na und? Entspannen, weiter reiten„.

Viel Spaß beim nächsten Ausritt und bleiben Sie entspannt!

PS: Dieser Artikel ist der erste Teil einer Miniserie über den Sitz des Reiters, die in den nächsten Wochen fortgeführt wird.

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