Videokurse für Reiter- Newsletter Mai 2020

Die Welt steht immer noch im Zeichen vom großen C.

Einfach sicher reiten
Einfach sicher reiten

Aber anders als Ende März, als die Welt paralysiert auf ihre Regierung schaute, was nun passiert, ist für mich jetzt eine gewisse Leichtigkeit zu spüren.

Wir hatten Ostern mit allerschönstem Wetter.

Mann und Sohn übten sich im Bewegen der Pferde, denn ich hatte leider mit meinem Knie zu tun.

Trotzdem war ich fleißig: ReitClever.de hat ein facelifting erhalten und freut sich über manch neues Feature. Besser gesagt ich freue mich, denn Programmieren und neueste Technik ist weniger mein Ding. So bin ich beeindruckt , wenn ich etwas ins Laufen bekomme, von dem ich vorher gar nicht wusste, dass es das gibt.

Weiterhin habe ich Anfang April eine spannende Umfrage gestartet.

Wie die Reiter mit dem Mehr an Zeit umgehen, das sie durch die aktuelle Corona Situation haben.

Wenn Sie denn mehr Zeit haben. Einige sind im Home- Office. Andere haben Mann und Kinder zuhause oder müssen in systemrelevanten Berufen schaffen, was das Zeug hält. Aber viele sind viel im Internet unterwegs und nutzen auch Videokurse für Reiter.

Wer Lust hat, nachzulesen: Die Ergebnisse sind unter „Corona und Reiten“ zu finden.

So bin ich mir sicher, dass jeder aus der momentanen Situation etwas lernen kann.

Und auch etwas in die Zeit nach Corona mitnehmen kann.

Sicherlich auch muss, wenn man sich die aktuelle Trockenheit anschaut.

In ganz Deutschland hat es seit März nicht mehr nennenswert geregnet. Endlich regnet es nun auch bei uns. Allerdings kann es das noch eine Weile, um die Feuchte in den Boden zu bekommen, die für die Wachstumszeit notwendig wäre.

Die Luftströmungen mit feuchter Luft vom Atlantik kommen hier gar nicht mehr an.

Das ist ein ernst zu nehmendes Zeichen dafür, dass sich der Prozess der Erwärmung selbst beschleunigt. Wenn jetzt nicht im Zuge des Corona- Umbruchs auch etwas für Umwelt und Klima getan wird, wird es schon bald sehr unangenehm hier bei uns.

Auf der anderen Seite sind wir in Deutschland in der glücklichen Lage, dass wir beobachten können, was geschieht. Sicherlich können wir uns auch über Manches aufregen.

Aber ganz anders als in Ecuador und Amerika müssen wir nicht hilflos zuschauen, wie zahlreiche Menschen an Corona sterben. Besser gesagt wie überall Leichen auf den Straßen liegen, die nicht abtransportiert werden können.

Ich finde, wir jammern hier teilweise auf hohem Niveau.

Sicherlich ist es schwer zu verstehen, wie die Regierung in Kauf nehmen kann, dass Existenzen ins Wackeln geraten. Möglicherweise scheitern Selbständigkeiten oder Arbeitsplätze gehen verloren. Aber der Antrieb unserer Regierung scheint zu sein, dass jedes einzelne Menschenleben wichtig ist. Das es gilt, zu schützen.

Außerdem haben in Deutschland anders als beispielsweise in Amerika und Indien auch untere Einkommensschichten eine Chance und können überleben.

Von vielen Berliner Selbständigen habe ich gehört, dass die Soforthilfe innerhalb von 2-3 Tagen auf dem Konto war.

So schnell ging es in Brandenburg nicht. Bei uns dauert es noch, bis wir einen Bescheid bekommen. Aber ich bin froh, dass es diese Hilfen gibt.

Und ich denke, dass dieser momentane Stillstand auch eine Chance zur Veränderung ist.

Interessanterweise gibt es auch Menschen, die mit der Krise anders umgehen.

Ich folge auf Facebook seit einiger Zeit einer bekannten Mentaltrainerin und Speakerin. Neben Aufträgen aus dem Top- Business arbeitet sie mit Reitern und anderen Leistungssportlern.

Anders als man es erwarten würde, wenn man ihre Botschaft kennt, klingen die Posts bei Facebook alles andere als positiv.

Als Entschuldigung auf teilweise negative Reaktionen kommt dann: „Ich bin selbständig“ – „Ich habe zur Zeit kein Einkommen.“ – „Ich darf meine Emotionen zeigen, weil zum Leben die ganze Bandbreite an Gefühlen gehört. Auch Wut und Trauer neben Optimismus und Freude.“

So geht es sicherlich Vielen.

Den Frust verstehe ich, weil man die Situation nicht selbst verschuldet hat.

Allerdings frage ich mich, wie die Trainerin zu ihren angebotenen Techniken steht. Auf der Webseite sieht es hochglanzpoliert aus. Da würde ich auf Rücklagen für schlechtere Zeiten tippen, mit denen sie die jetzige Situation aussitzen könnte.

Und man könnte sich aus der ersten Phase der Verarbeitung, die aus nicht Wahrhaben wollen und Anschuldigungen besteht, mit bewährten Mentaltechniken in die Phase des Annehmens bringen. In denen man Menschen, denen es schlechter geht, mit Rat und Hilfe zur Seite steht und vor allem Zuversicht verbreitet. Wenn man das möchte. Damit bliebe der professionelle Status bewahrt.

Posts voller Anschuldigungen und Forderungen lese ich bei Facebook selten.

Schon gar nicht von kleineren Existenzen, die jetzt wirklich auf dem Spiel stehen. Vielleicht liegt das auch an der Vorauswahl, die Facebook augenscheinlich für jedes Profil trifft. Aber man kann in Zeiten der Krise sehen, wie Menschen ticken, wenn es gerade nicht so läuft.

Im Gegensatz dazu gibt es aktuell auf vielen privaten Accounts persönliche Bilder und Pferdebilder aus der Vergangenheit, Rätsel und Persönlichkeitstests zuhauf. Tatsächlich gibt es wohl viele Leute, die mehr Zeit haben und sich diese im Internet vertreiben. Das stützt die Ergebnisse der Umfrage „Corona und Reiten“.

Wie ich in persönlichen Nachrichten lese nutzen tatsächlich Viele die Zeit, mehr für sich zu tun.

Sie gehen jeden Tag spazieren und kochen in der eingesparten Fahrzeit gesund.

Das gefällt mir sehr. Und es passt zu  meinen Anregungen aus dem kostenlosen 21- Tage- Programm zum besseren Reiter.

Auch wir genießen die Zeit. Wenn wir auch nicht mehr davon haben als vor Corona.

Wir leben zu dritt auf einem eigenen Hof. Von den letzten Hofeinnahmen konnte ich mein Futterlager für die Tiere auffüllen. Aus meiner physiotherapeutischen Tätigkeit im März hatte ich noch Geldeingänge.

Sicherlich wird es eng. Zumal meine Einnahmen aus der Physiotherapie gerade gegen Null gehen. Aber verhungern wird keiner. Wir nicht und unsere Tiere auch nicht.

Anders als in vielen ärmeren Ländern. Beispielsweise in Ägypten, Italien und Spanien sieht es für Menschen und Tiere viel dramatischer aus.

Damit auch wir langsam von dem großen C wegschauen:

im kommenden Blogartikel geht es um die richtige Steuerung der Rumpfmuskulatur. Dabei geht es um die Frage wie kommt man zu einem tiefen Sitz? Wie findet man die richtige Balance zwischen Anspannung und Losgelassenheit?

Der letzte Artikel beschäftigte sich mit der Frage: Wie steht es eigentlich um Deine eigene Balance? Wie gut bleibst Du im Gleichgewicht? Innerlich und äußerlich?

Darüber hinaus nehme ich Anregungen aus den Zoom – Meetings meines Freundeskreises mit. Wir treffen uns nach wie vor virtuell abends via Videokonferenz.

Ich überlege, wie ich meine Kurse, die sonst bei uns auf dem Hof stattfinden, auch als live als Videokurse für Reiter anbieten kann.

Wie das im Einzelnen abläuft, bereite ich gerade vor. Vielleicht wird es „Spiraldynamik® für Reiter“ oder „Bewegliche Hüften und elastischer Sitz“ bald auch als Videokurse für Reiter geben. Dann kann jeder zuhause turnen und muss nicht nach Zossen kommen. Das wäre auch gut für unser Klima: keine Fahrtkilometer für die Teilnehmer.

Den Anfang wird „Alles locker oder was?“ machen. Der Kurs „Der losgelassene Sitz in drei Schritten findet in zwei Teilen statt: Am 16.05.2020 geht es von 10:00- 13:00 um die äußere = körperliche Losgelassenheit. Am 23.05.2020 geht es von 10:00 – 13:00 um die innere = mentale Losgelassenheit (Bei Interesse klickt auf die unterstrichenen Links).

Das Thema hatte ich als Vortrag für die Hansepferd vorbereitet, die letztes Wochenende stattfinden sollte. Leider ist die der Eindämmungsverordnung zum Opfer gefallen.

Also trotz allem oder gerade wegen Corona genug zu tun.

Bleibt weiterhin gut drauf und tut etwas für Eure Gesundheit!

Dann ist die Zeit des Stillstandes eine Zeit des persönlichen Gewinns.

Bis bald, Corinna von ReitClever

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