
Kurz gesagt: Wenn du nicht „locker“ wirst, ist das kein Willensproblem.
Vielmehr ist ein Schutzprogramm deines Nervensystems aktiv.
Lockerheit entsteht nicht dadurch, dass man sich zwingt, endlich loszulassen. Sie entsteht, wenn dein System genug Sicherheit hat, um Spannung abzugeben.
Reiten mit angezogener Handbremse?
Vielleicht kennst du das:
- du willst eigentlich losreiten – aber irgendwas in dir bremst
- du wirst fest (Hüfte/ Hand/ Atmung), obwohl du „locker“ sein möchtest
- du hast ein mulmiges Bauchgefühl, wirst vorsichtig oder beginnst, bestimmte Situationen zu vermeiden
- Du wirst unsicher, obwohl du eigentlich besser reiten könntest.
- nach einem Sturz, bei Schmerzen oder wenn die Balance flöten geht, wird es schlimmer
Das ist menschlich. Und es ist erklärbar.
Eine Erklärung
Viele ReiterInnen kennen das: Im Kopf ist ihnen ganz klar, was sie tun möchten — doch im Sattel wird der Körper fest, die Atmung flach, die Hände unruhig oder der Sitz klemmt. Manchmal kommen Angst, Vorsicht, ein gesteigertes Kontrollbedürfnis oder eigentlich längst vergessenen Erfahrungen dazu.
Das ist kein persönliches Versagen. Es ist meist eine Schutzreaktion. Dein Nervensystem versucht, dich zu sichern. Nur leider macht genau dieser Sicherheitsmodus feines Reiten schwerer.
Ansatz
Bei „Locker reiten“ geht es darum, Schutzspannung zu verstehen und Schritt für Schritt mehr Sicherheit aufzubauen:
- Was passiert in deinem Körper, wenn du unsicher wirst?
- Wann hältst du fest?
- Was braucht dein Nervensystem, um wieder entspannen zu können?
- Welche kleinen Schritte geben dir mehr Mut?
- Wie wird dein Pferd dabei nicht zum „Therapeuten“, sondern bleibt dein Partner?
Locker reiten heißt nicht, alles laufen zu lassen. Es heißt, aus mehr innerer Sicherheit klarer, weicher und verständlicher einzuwirken. (Letzte Absätze der HP “Besser reiten” mitnehmen!
Starte hier
Wenn Angst, Unsicherheit, Festhalten oder innere Anspannung dein Thema sind, suche dir den Einstieg, der gerade am besten passt:
Sicherheitsmodus, Angst oder angezogene Handbremse → hier auf der Seite
Verspannung, Schmerzen, Schutzmodus oder Hüfte, Rücken, Knie, Nacken → Reitclever – Gesund Reiten
Besser sitzen & feiner einwirken → Reitclever – Besser Reiten
Feiner kommunizieren & ruhiger einwirken → Reitclever – Fair Reiten
Warum dein Körper nicht „einfach locker“ macht
Dein Gehirn hat eine Hauptaufgabe: Sicherheit. Wenn es Gefahr wittert (Schmerz, Unsicherheit, ungenügende Balance, schlechte Erfahrungen, Druck), schaltet es ein Schutzprogramm:
- Muskelspannung geht automatisch hoch (Schutzmuster)
- deine Atmung wird flacher
- Die Beweglichkeit wird geringer
- Dein System fährt die Kontrolle hoch – und das Feingefühl runter
Das Problem: Diese Schutzspannung soll dich schützen, verhindert aber gleichzeitig, dass du dich wirklich vom Pferd tragen lässt – und dass deine Hilfen fein bleiben.
Typische Auslöser (damit du dich einordnen kannst)
Du willst locker reiten — aber dein Körper geht im Sattel in Alarm? Dann brauchst du keine Durchhalteparolen, sondern Sicherheit im Nervensystem.
Du hast:
- Schmerzen (z. B. Rücken, Hüfte, Knie, Nacken)
- eine Balance‑Thema (du bist unsicherer als du denkst – und dein Gehirn weiß das)
- Erlebnisse im Kopf (Sturz, Kontrollverlust, „schlimme Situation“)
- bewussten oder unbewussten Druck (Erwartung, „ich muss funktionieren“, fremde Pferde/ Umgebung)
- Angst – oder „nur“ ein diffuses Warngefühl
Dein Einstieg
Wenn du herausfinden möchtest, was dein nächster sinnvoller Schritt ist, kannst du auf unterschiedliche Weise mit mir arbeiten: mit einem Selbsttest einem ersten Klarheitsgespräch, einer Videoanalyse, einem gezielten Check, einem Deep-Dive oder einem Kurs vor Ort.
MutCheck – schneller Überblick für die Bestandsaufnahme: Was kannst du tun, um entspannt zu reiten?
Mach´ ihn gleich jetzt und erfahre, wo du ansetzen kannst:
Möchtest du sofort loslegen willst (Soforthilfe)?
Wenn du erstmal in Ruhe reinschnuppern willst, dann sind Buch + 21 Tage Programm dein bester Start:
- Kostenlos: 21 Tage Programm „Besser reiten – gesund & fit“ , (Ziel: beweglicher, sicherer, weniger Sicherheitsmodus):
- Reitclever – Bücher&Wissen, Hier findest du Übungen zum Nachschlagen, wenn du lieber „in deinem Tempo“ arbeitest.
- Reitclever – Trainingstipps: Für den Start reichen die 7 Kern-Tipps
- Mini‑Impuls (12,50 €) – schneller Einstieg zum Durchatmen: Ein kleines Set an Übungen, für sicheres, lockeres Reiten. Kurz, machbar, alltagstauglich – damit dein System wieder „mehr okay“ bekommt.
Wenn du erstmal sortieren willst (Klarheit bekommen)
Wir sortieren dein Thema, finden den Haupthebel und du gehst mit 1–2 klaren nächsten Schritten raus (anstatt weiter zu grübeln und dein Heil in den ultimativen 100 Tipps zu finden).
Eine Stimme aus der Praxis
„Hochmotiviert und voller Freude bin ich heute zu meinem Pferd gefahren… Während der Fahrt habe ich gefühlt 1000x unseren Lösungssatz gesagt. Interessant war, dass mich das sehr entspannt hat… Bei 2–3 doofen Situationen habe ich mir den Satz noch mal gesagt und gut war… Ich bin sehr zufrieden und glücklich…“ –
Rebecca L., Berlin
Wenn du es individuell willst (Abkürzung)
Wenn bei dir Körper (Schmerz/ Beweglichkeit/ Koordination) und Nervensystem zusammen funken: Dann ist eine Analyse + ein individueller Übungsplan der schnellste Weg aus der Handbremse.
Analyse + individueller Übungsplan (QuickCheck / DeepDive)
QuickCheck: Willst du ein Thema sauber sortieren (körperlich, sitztechnisch oder „warum werde ich immer wieder fest?“), ist manchmal die beste Abkürzung der
Optional geht der CourageCheck oder NeuroCheck auch als VideoCheck und auch mit individuellen Themen.
Deep‑Dive: Eine intensive, individuelle Analyse (Körper + Nervensystem) mit maßgeschneidertem Übungsplan, damit du aus der „Handbremse“ kommst und im Sattel wieder sicherer, beweglicher und entspannter reiten kannst.
Locker werden, ohne dich nur „zu entspannen“ – und ohne Kontrolle zu verlieren.
Für dich, wenn du im Sattel schnell fest wirst (oder zu viel machst) und dich nach mehr Leichtigkeit sehnst. Wir lösen die Bremse im System, ohne dass du instabil wirst – damit du weicher sitzen und feiner einwirken kannst.
Wenn du tiefer einsteigen willst
Kurstage, Lehrgänge, Unterricht, Vorträge, findest du alles hier: →
Du warst schon bei mir und willst einfach nur buchen?
→ Aktuelle Termine und Kurse findest du auf der rechten Seitenleiste.
Sicher & fröhlich reiten
Manchmal ist ein Weckruf auch ein Start: Sturz, neu auftretende Angst, es zwickt auf einmal irgendwo? Dann ist jetzt ein guter Moment, in deine Reiter‑Fitness zu investieren – und den Stein ins Rollen zu bringen.
Sicher und fröhlich Zeit mit Pferden verbringen – das ist der Traum von vielen.
Und ja: Wenn sich Angst meldet, ist das kein Drama und kein „Versagen“. Angst ist erstmal ein Schutzprogramm. Dein Gehirn prüft: Ist das hier sicher? Und wenn die Antwort „weiß nicht…“ ist, kommen schnell Ausreden, flaues Gefühl im Magen und eine Handbremse.
Ich habe das in über 30 Jahren Unterricht (von Voltigiergruppe bis EinzelreiterIn) oft gesehen: Mut kommt selten durch „Augen zu und durch“. Mut kommt durch kleine Schritte, klare Führung und einen Körper, der wieder mitmacht.
Worauf wir bei Reitclever schauen:
Pferd ist ein Fluchttier: Schreck ist normal. Wichtig ist, wie schnell du dich regulierst.
Sicherheit ist körperlich: Sitz, Atmung, Bewegungskoordination – damit du dich auf dem bewegten Tier wieder zuhause fühlst.
Sicherheit ist mental: Kopf beruhigen, Fokus zurückholen, Situationen neu bewerten.
Wenn du wieder gern galoppieren würdest, aber dein System bremst: Wir mache es sicherer, klarer und fröhlicher. Schritt für Schritt.
Ich arbeite nicht mit „Reiß dich zusammen“ und auch nicht mit endlosen Mindset‑Sätzen.
Wir prüfen: Was passiert wirklich in deinem Körper (und im Kopf)?
- Sitzorganisation (Hüfte, Rumpf, Hand)
- Beweglichkeit / Stabilität / Ausgleich
- Koordination & Tonus‑Regulation
- Atmung, Blick, Fokus
Bis wir einen Weg haben, der wirklich zu dir, deinem Körper und deinem Pferd passt!
In unserem Newsletter erhältst du Informationen, Kurstermine und Besprechungen.

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