Gibt´s Neues?

Wir haben Sie alle – die Redner für den Tag der Cleveren Reiter 2020

Neugierig auf eine geballte Ladung Fachwissen zum Thema angstfrei Reiten? Die versprechen die Redner für den Tag der Cleveren Reiter 2020.
Das Programm für den Tag der Cleveren Reiter 2020 zum Oberthema Reiten trotz Angst steht.

Gespannt auf die Redner für den Tag der Cleveren Reiter 2020?

Dann gibt es hier eine gute Nachricht. Das Programm und damit die Dozenten für den 03.10.2020 stehen.

Von Anfang an war das Konzept klar:

4 Redner, 4 Vorträge, der ganze Tag ohne Pferd. Stattdessen mit theoretische und praktische Ansätze, möglichen Stress auf dem Pferd abzubauen. Jeder Dozent ein Reiter aus der Region oder Jemand, der in der Arbeit mit Reitern Erfahrung hat.

Genauso stand das Thema fest: Es sollte nach der Premiere im vergangenen Jahr zum Thema Sitzschulung um „Reiten trotz Angst“ gehen.

In der Vorbereitung gestaltete es sich schwieriger als erwartet, 4 Redner aus der Region zu finden. Denn alle Vorträge sollen insgesamt zu einem runden Tag beitragen. Außerdem sollen sie vielfältige Ansätze zum Thema angstfrei reiten bieten.

Nun ist es vollbracht: das Programm steht (Bei Interesse auf „das Programm“ klicken).

Wir freuen uns sehr!

Die Redner für den Tag der Cleveren Reiter 2020 am Samstag, 03.10.2020 sind:

10:00 – 11:30: Wege aus der Angst,

Hintergründe und praktische Übungen aus der Kinesiologie.

Corinna Jungblut-Pohl, Physiotherapeutin, Reittherapeutin und Kinesiologin

11:45 – 13:15: Psychomotorik von Reiter und Pferd

Beate Petrick, mobile Ausbilderin und Trainerin, Pferde gerecht trainieren

14:15 – 15:45: EFT und Reiten

Hans Hermann Baetz vom EFT-Institut Berlin

16:00 – 17:30: Kompetenztraining mit Pferden

Stephanie Ostendorf, Tierkommunikatorin, Diplom- Pädagogin, Ostendorf Seminare

Schließlich lassen wir uns am Ende noch etwas Zeit.

Denn vielleicht gibt es noch offene Fragen oder eine abschließende Diskussion.

Wer Lust hat, sich diesen in der Region einmaligen Tag zu sichern:

Tickets gibt es hier

Zu guter Letzt noch eine lohnende Info:

Bis zum 31.08.2020 gilt der Frühbucherpreis von 95€ für den ganzen Tag inklusive Essen und Getränken. Danach kostet das Tagesticket 116€.

Wir freuen uns auf Euch,

Corinna von ReitClever

Rückblick auf schönere Tage- Kontaktbeschränkungen und Kurse

Kontaktbeschränkungen und Kurse
Gutes Zusammenspiel

Was hatten wir für ein Glück mit diesem Sommer und Herbst.

Das Wetter war großteils angenehm und nicht zu heiß. Aber so, dass man auch baden gehen konnte.

Wie ich schon öfter festgestellt habe muss Petrus wohl ein Reiter gewesen sein.

Die Frage, ob Kontaktbeschränkungen und Kurse zusammen passen lief allenfalls im Hinterkopf ab.

Denn die meisten Termine mit Pferden konnten bei Sonnenschein und überwiegend draußen stattfinden.

Gruppenbild mit Abstand machen Kontaktbeschränkungen und Kurse möglich

Auch unser diesjähriger Kunstgewerbemarkt konnte bei Sonne und freundlichen Temperaturen stattfinden. Nachdem für den Tag selbst in der Woche davor Regen angesagt war.

Von steigenden Corona – Fallzahlen und Schließungen der Freizeiteinrichtungen waren wir noch weit entfernt. So konnten wir die warmen Momente genießen. Denn Corona war irgendwie weit weg. Über Kontaktbeschränkungen und Kurse redete irgendwie niemand.

Das ist jetzt anders.

Corona führt zu Kontaktbeschränkungen und Kurse, die verlegt werden müssen
Das schuldige Subjekt

Die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen gelten ab nächster Woche.

Das betrifft auch unsere Kurse und Kindergeburtstage. Selbst im beschaulichen Raum Zossen gab es 55 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in den letzten 7 Tagen.

Also gelten die Kontaktbeschränkungen auch für uns:

Da bei unseren Kindergeburtstagen und Kursen Menschen aus mehr als zwei Haushalten aufeinander treffen, müssen wir ab sofort alle Veranstaltungen aussetzen.

Bewegliche Hüften erreicht man durch Dehnung

Das betrifft die Kurse „Weiche Hand bei geradem Sitz“ am 07.11.2020 und „Bewegliche Hüften= elastischer Sitz“ am 21.11.2020.

Meine Hoffnung, dass der Kurs Spiraldynamik für Reiter am 05.12.2020 stattfinden kann besteht noch. Darüber werde ich Ende November mit den angemeldeten Teilnehmern beraten. Wenn fest steht, ob die momentanen Maßnahmen und Kontaktbeschränkungen Wirkung zeigen.

Trotzdem sind wir gut drauf und bleiben positiv.

Ich finde es sinnvoll, die Ansteckungsmöglichkeiten zu minimieren. Denn mit Blick auf die Versorgungssituation der schwer erkrankten Menschen möchte wohl niemand, dass unser Gesundheitssystem an seine Grenzen kommt. Denn dann können auch Menschen mit Schlaganfällen und Herzinfarkten weniger gut versorgt werden, als es normalerweise üblich wäre.

Erstaunlicherweise treffe ich nur auf Menschen, denen diese Schritte sinnvoll vorkommen. Sicherlich ist es blöd, in den nächsten Wochen nicht schwimmen oder essen gehen zu können.

Aber definitiv blöder ist, wenn Mama oder Oma verstirbt, weil sie im Krankenhaus den dringend benötigten Platz nicht bekommt.

Das wäre sogar richtig blöd und würde für einen Aufschrei unter den Personengruppen sorgen, die finden, dass die Bundesregierung über reagiert.

Wenn ich zu Facebook schaue, lese ich überwiegend von denjenigen, die sich um Corona sorgen und von sich aus Kontakte minimieren.

Von den Anderen kenne ich nur sehr wenige Menschen persönlich, die bereit wären gegen die Coronapolitik auf die Straße zu gehen. Ehrlich gesagt kann ich deren Beweggründe überhaupt nicht nachvollziehen.

Also macht was mit der kommenden Zeit:

Verhalten im Straßenverkehr
Bewegt Eure Pferde

Lest Bücher, bildet Euch auf dem Trockenen fort und bewegt Eure Pferde.

Vor allem lasst Euch von der mancherorts herrschenden Missstimmung nicht anstecken. Schlechte Laune und Angst schwächen das Immunsystem. Damit sorgen sie auch für einen schlechteren Kontakt zu Eurem Pferd.

Wenn alles gut läuft können wir im Dezember wieder Glühwein auf einem Weihnachtsmarkt trinken.

Und wenn die Ankündigungen der Bundesregierung wirklich umgesetzt werden, ist es rein rechnerisch sinnvoller, den Betrieb für einen Monat zu schließen. Wenn man 75% des Umsatzes vom letzten November bekommt und schließt, als für weniger als den benötigten Mindestumsatz zu öffnen weil keiner kommt.

Und nicht nur auf ReitClever gibt es die Möglichkeit Kurse und Kontaktbeschränkungen zusammen zu bringen.

Onlineangebote ermöglichen Kontaktbeschränkungen und Kurse unter einen Hut zu bringen.

Denn es gibt Onlinekurse, die man gut alleine zuhause durchführen kann, um fitter zu werden.

Auch die FN hat ihr Angebot an Onlineseminaren deutlich erhöht.

Und es finden sich wirklich gute Ansätze darunter.

Ich habe in den letzten Wochen selber an welchen teilgenommen und konnte Einiges an neuen Wissensbausteinen mitnehmen.

Dann bis bald!

Bitte bleibt gesund.

Corinna von ReitClever

Wisst Ihr dass Augen und Gleichgewicht zusammen gehören?

Augen und Gleichgewicht gehören funktionell zusammen
Wie steht es um Dein Gleichgewicht?

Dass man fehlende Balance über seine Augen kompensiert ist wahrscheinlich vielen Menschen bekannt.

Denn diese melden als Sinnesorgan ihre eingehenden Informationen an das Gehirn. Aus diesen Meldungen und anderen aus dem Körper über Lage im Raum, jeweilige Muskelspannung und einwirkende Kräfte baut das Gleichgewichtszentrum dann eine Reaktion. Die dann via Nervenimpulse an die ausführenden Muskeln gesendet wird.

Denn das Halten des Gleichgewichtes ist vorrangig eine Bewegungsreaktion, die den Kopf oben halten soll. Weil das Gehirn das wichtigste Organ ist, besteht immer oberste Priorität, den Kopf zu schützen.

Auch sorgt diese Reaktion automatisch dafür, dass die Augen horizontal eingestellt werden. Damit man sich weiterhin orientieren kann. Augen und Gleichgewicht sind also eine Funktionseinheit.

Wenn sich das Gehirn nicht auf die Rückmeldungen aus dem Körper verlassen kann, verlässt es sich auf die Informationsaufnahme der Augen. Über die bildhaften Informationen werden dann die notwendigen Körperreaktionen gesteuert.

Und? Wie steht es um Dein eigenes Gleichgewicht?

Das kannst Du ganz leicht testen, indem Du Dich ungefähr hüftbreit auf beide Beine stellst. Die Füße stehen parallel und die Fußspitzen zeigen nach vorne. Dann hebst Du ein Bein etwas nach vorne in die Luft und schaust, ob Du eine Minute so stehen bleiben kannst.

Klappt das? Dann lächelst Du jetzt wahrscheinlich 🙂

Aber dann mach denselben Test, indem Du die Augen schließt, wenn Du auf einem Bein Dein Gleichgewicht gefunden hast. Natürlich auch jeweils mit dem anderen Bein.

Und? Stehst Du immer noch so sicher?

Wahrscheinlich nicht… Dann hast Du eine Aufgabe für die nächste Zeit.

Denn man kann sich auf einem bewegten Pferd nur dann gut ausbalancieren, wenn man sich sicher in seinem eigenen Körper fühlt.

Nur wenn Du mit Dir selbst im Gleichgewicht bist, kannst Du auch die Bewegungen des Pferdes gut ausbalancieren. Augen und Gleichgewicht spielen also bei Reitern auch eine zentrale Rolle.

Deshalb empfehle ich meinen Reitschülern oft, beim Zähne putzen auf einem Bein zu stehen. Da das zwei ganz unterschiedliche Bewegungen sind, tut man etwas für die Koordination. Aber trainiert man auch das Gleichgewicht. Vor allem wenn man das mit geschlossenen Augen tut.

Vorletzte Woche war ich bei einer spannenden Onlinefortbildung.

Marc Noelke stellte sein „Neuro-Rider“ Trainingsprogramm vor. Es basiert vor allem auf der menschlichen Neurologie und Neuroanatomie.  Da beide Themen meine beruflichen Steckenpferde sind, war ich super gespannt.

Tatsächlich war es ein interessanter Abend. Für meine Begriffe war der theoretische Teil etwas lang. Auch für Reiter, die in der menschlichen Gehirnfunktion nicht so zuhause sind, etwas kompliziert gefasst.

Aber der praktische Teil, den Marc vorstellte, hatte es in sich. Es nutzte zwei Übungen für die Augen, die innerhalb kurzer Zeit sowohl die Beweglichkeit des Körpers als auch die Balance auf einem Bein zu stehen verbesserten. Faszinierend!

Als Erklärung gab er an, dass das Gehirn für ein gutes Gleichgewicht ein neuronales Navi benutzt.

Das sucht sich seine Informationen zu  65% aus visuellen, zu 20% aus vestibulären und zu 15% aus Daten, die aus dem Körper ans Gehirn gemeldet werden.

Das fand ich spannend.

Und es bestätigte meine Lehrmeinung, dass Augen und Gleichgewicht eng zusammen gehören. Beide Übungen mache ich jetzt regelmäßig.

Und ich werde sie ganz sicher in mein Programm „einfach balanciert reiten“ einbauen, was gerade entsteht. Dazu wird es im Frühjahr, wenn Corona sich wieder in ruhigeren Bahnen bewegt, auch einen Präsenzkurs „Mehr Balance für Reiter“ bei mir auf dem Hof geben.

Aber auf einem Bein stehen kannst Du schon so in verschiedenen Lebenslagen trainieren.

Je nach Situation wird es Dir leichter und schwerer fallen. Wie im wahren Leben und auf dem Pferd.

So trainierst Du Augen und Gleichgewicht ganz nebenbei.

Viel Spaß damit,

Corinna von ReitClever

#eigene Balance

#mehrBalance

#bessersitzen

#besserreiten

Eine Mitteilung im eigenen Interesse zum Thema Corona

Corona und Kurse sind so eine Sache
Der Corona Virus, entnommen von der KV-Berlin. de

Corona macht auch vor Zossen nicht halt. Wir sind in Brandenburg zwar in der glücklichen Lage, dass die Fallzahlen relativ gering sind.

Trotzdem gehen wir auf die Wintersaison zu. Traditionell können sich jetzt viren- und bakteriell bedingte Erkrankungen gut ausbreiten.

Unser Veranstaltungsraum ist ein alter Bullenstall.

Daher ist er nicht ganz luftdicht und sorgt automatisch für eine gute Belüftung.

Selbstverständlich werden wir in den Pausen gut lüften. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich die Hände zu waschen und zu desinfizieren.

Auf Grund von Corona begrenzen wir zur Zeit ist die maximale Kursstärke auf 6 Personen.

So können wir auf 150 Quadratmeter Platz die Mindestabstände gut einhalten und passen auf, daß wir alle gesund bleiben.

Außerdem endet unsere Kurssaison am 05.12.2020 mit Spiraldynamik für Reiter.

Danach wird sie erst im Frühjahr 20121 beginnen, wenn die Fallzahlen wieder sinken.

Wir gehen dann in die Weihnachtspause und freuen uns, ein paar Wochen Ruhe zu haben. Ruhe und Erholung sind die besten Voraussetzungen, um auch nach stressigen Phasen gesund zu bleiben. So gibt man dem Körper und dem Immunsystem die nötige Zeit zur Regeneration und schafft es meistens, gesund zu bleiben.

Bis dahin eine schöne Zeit,

Corinna von ReitClever

Impressionen vom Tag der Cleveren Reiter am 03.10.2020

Schon liegt es 10 Tage zurück der tolle Tag zum Thema „Vertrauen und Angst“.

Den Teilnehmern hat es gefallen – uns selbstverständlich auch.

Deshalb wird es nun Zeit für ein paar bildhafte Eindrücke.

Darüber schrieb uns eine Teilnehmerin:

„Hallo Corinna,  

es war ein sehr informativer Tag mit viel Stoff zum nachdenken hinterher. Besonders hat mir die entspannte Stimmung gefallen, dass war sehr hilfreich bei dem Thema. Und die zwei teilnehmenden Hunde haben durch ihre positive Art auf die allgemeine Stimmung zu reagieren sehr dazu bei getragen.

Danke für die spannenden Vorträge!!

Es war sehr schön und bei einem passenden Thema gern wieder.“

Kerstin aus Baruth

Also schaut mal rein in die Impressionen vom Tag der Cleveren Reiter an:

Im kommenden Jahr wird der Tag sicherlich wieder im Oktober stattfinden. Wahrscheinlich geht es dann um Reiten mit 45 + oder um Neurophysiologie beim Reiten.

Beides sind Lieblingsthemen von mir. In welche Richtung es geht, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Aber jetzt genieße ich erstmal, daß die kürzer werdenden Tage zum Ausatmen einladen. Jetzt kommen wahrscheinlich noch zwei Präsenzkurse und dann geht es in die Winterpause.

Dann ist Zeit, die Programme zu überarbeiten und auch die Richtung für 2021 festzulegen.

Bis dahin eine schöne Zeit,

Corinna von ReitClever.

„Das war ein toller Tag!“ zum Thema Vertrauen und Angst

Der Tag der Cleveren Reiter zum Thema Reiten trotz Angst
Der Tag der Cleveren Reiter am 03.10.2020

So die kurze Zusammenfassung einer Teilnehmerin am Samstagabend beim Tag der Cleveren Reiter. Zum Thema „Reiten trotz Angst“ hatten wir uns am 03.10.2020 auf dem Kinesiologiehof Zossen versammelt, um Hintergründe und Lösungswege in Richtung angstfrei reiten zu erarbeiten.

Und es war wirklich ein toller Tag! Wunderbares Herbstwetter lockte und die Sonne gab tagsüber alles, um uns in den Pausen im Innenhof durchatmen zu lassen.

Auf Grund der theoretischen Anteile, die via Beamer präsentiert wurden, fand der Tag der Cleveren Reiter in unserem Bullenstall statt.

Der bot eine gemütliche Atmosphäre und ein bisschen Geborgenheit.

Denn die war notwendig, um das Vorhaben der Teilnehmer, sich ihren Stressmomenten mit Pferden zu stellen, zu unterstützen.

Jeder Reiter kennt den Moment, in dem ihm ein Schreck in die Glieder fährt. Und in dem auch das Pferd zuckt und weg springt oder davon rennt. Wenn dieser Moment ein Schreckmoment bleibt und alles gut geht, kann man den gut verdauen. Falls aber etwas schief geht und man sich weh tut oder sich das Gefühl entwickelt, das Pferd nicht mehr kontrollieren zu können, können Ängste entstehen. Und die muss man akzeptieren, ehe man lernen kann, sie wegzustecken.

Vertrauen und Angst liegen also ganz dicht beieinander.

Das ist das, was Pferde von uns wollen.

Als Meister der Körperspracheninterpretation können wir ihnen sowieso nichts vor machen.

Aber anstatt die Maske aufzusetzen und ihnen etwas vorspielen zu wollen, entlastet man die Pferde, indem man ihnen die Verantwortung übergibt. Indem man sich als  Reiter nicht nur sprichwörtlich von ihnen tragen lässt.

Gemütliche Stimmung beim Tag der Cleveren Reiter am 03.10.2020
Stephanie Ostendorf beim Tag der Cleveren Reiter

So erklärte uns die Tierkommunikatorin Stephanie Ostendorf die Sichtweise der Pferde auf uns Menschen. In ihrem sympathischen Vortrag plauderte sie aus dem Nähkästchen und erzählte von ihren Begegnungen und Gesprächen mit Pferden.

Dadurch konnte sich jeder Zuhörer besser in seinen tierischen Partner hinein versetzen.

Überhaupt bot der Tag viele Einblicke in die Möglichkeit Vertrauen und Angst als gleichberechtigte Partner zu sehen.

Vertrauen ist das Schlüsselwort, dass sich durch den ganzen Tag zog.

Vertrauen zu sich, Vertrauen zu seinem Pferd und auch Vertrauen zu den Begleitern, die man sich für sein Pferd ausgesucht hat: Reitlehrer, Stallbesitzer oder auch Mitreiter in Halle und Platz. Vor allem gilt das auf einem Ausritt.

Denn wenn es dem Pferd nicht gut geht und es in seinem Zuhause täglich Stressmomenten erlebt, wird es uns nicht entspannt tragen können.

So sind Umgebung und Haltung genauso wichtige Faktoren wie das konsequente ruhige Auftreten des Reiters. Nur dann kann sich gegenseitiges Vertrauen von Reiter und Pferd entwickeln.

Tritt der Reiter weniger als überlegende Leitfigur auf, können Vertrauen und Angst auch beim Pferd ins Ungleichgewicht geraten. In diesem Zusammenhang meint das Wort „überlegen“ weniger das körperliche Dominanzgefühl, sondern eher die Fähigkeit, sich zu hinterfragen und zu überlegen, was man erreichen möchte. Schon im Kleinen bedeutet das, sich täglich klar zumachen, was man eigentlich signalisieren und erreichen möchte.

„Ein Pferd lernt nur im Parasympathikuszustand“

war die Hauptaussage von Beate Petrick ihres Beitrags „Psychomotorik von Pferd und Mensch.“ Dazu bot sie viele Beispiele und Handlungsanleitungen, wie man ein pferdegerechtes Training aufbaut und ausführt.

Wie man aus dem Stressmodus, der überlebenswichtig ist, in den Entspannungszustand kommt,

war Bestandteil der praktischen Übungen. Im ersten Vortrag zeigte Corinna Jungblut – Pohl Ansätze aus ihrer kinesiologischen Tätigkeit. Nämlich wie man aus einer Schreckreaktion heraus wieder entspannen kann. Damit aus dem Schreck keine Angst entsteht, sondern durchatmen wieder möglich wird. Alle Teilnehmer entspannten sich durch die Übungen sichtlich und konnten danach erfühlen, wie dicht Vertrauen und Angst beieinander liegen.

Dass man Entspannung und Vertrauen auch anders erreichen kann, demonstrierte und Hans- Hermann Baertz vom EFT- Institut Berlin. Er erklärte, was EFT eigentlich ist und wie es sich entwickelt hat. Genauso gab er eine ganz praktische Anleitung, wie man sich mit diesen Klopftechniken von Ängsten und negativen Gefühlen befreien kann.

Tut man das regelmäßig steht einem entspannten Ritt nichts mehr im Wege.

Insgesamt bot der Tag der Cleveren Reiter viele AHA- Momente und Möglichkeiten, sich auszutauschen.  

So war das Ziel, Wege aus der eigenen Negativspirale zu finden und Vertrauen und Angst als Chance zu erkennen.

Ich freue mich sehr, dass der Tag so toll gelaufen ist und sich die Vorträge gut ergänzten. Alle Dozenten hatten nur ungefähr gewusst, was die anderen als Thema vortragen werden. Aber die Aussagen waren jeweils eine sinnvolle Ergänzungen zu den Anderen. Auch boten sie komplett eigene Ansätze zur gemeinsamen Kernaussage „Vertrauen und Angst“.

Wenn ein Tag so rund läuft und alle Beteiligten mit einem zufriedenen Lächeln nach Hause gehen, kann man die Veranstaltung wohl als gelungen betrachten. 

Genauso gelungen und toll war die Abschlussprüfung des diesjährigen Pferdeführerschein Umgangs am 02.10.2020.

Der Herbstkurs Pferdeführerschein Umgang
Der Herbstkurs Pferdeführerschein Umgang

Nicht nur wettertechnisch erlebten wir in diesem Durchgang eine breite Palette. Von T-Shirt Wetter über Herbstwind bis hin zu Dauerregen während der Praxis war alles dabei.

Auch der Kurs an sich bot von jungen Mädchen, die wenig Erfahrung mit Pferden hatten, bis hin zu erfahrenen Reitern, die irgendwann Richtung Trainerschein gehen wollen, alle Abstufungen.

Und genau diese Mischung brachte viel Spaß.

Die Mädels haben sich gegenseitig viel beigebracht. Darüber hinaus sind sie in den vier Wochen zu einer tollen Truppe zusammen gewachsen.

Denn bei einer jungen Teilnehmerin kamen in der Praxis Erinnerungen an einen irgendwann erhaltenen Tritt von einem großen Pferd hoch. Mitten im praktischen Teil konnte und wollte sie das Pferd nicht mehr führen. Geschweige denn sich vor das Pferd stellen, um die Grußaufstellung zu üben.

Was ist dieses Mädchen in der Prüfung über sich hinaus gewachsen. Weil sie ganz souverän alles zeigen konnte, was sie gelernt hatte.

Was war passiert?

Als sie am dritten Übungstag mit ihren Ängsten konfrontiert wurde, breitete sich Panik in ihr aus. Die vor Schreck geweiteten Augen ließen kein weiteres Üben am großen Pferd mehr zu.

Außerdem schafften die Rahmenbedingungen mit Regen und Kälte zusätzlichen Stress.

Aber es wäre nicht dieser tolle Kurs gewesen, wenn die Älteren nicht reagiert hätten. Ersatzweise liefen sie in der Gruppe die Prüfungsaufgabe zu Fuß ab.

Eine erfahrene Reiterin stellte sich als „Pferd“ zur Verfügung und ließ die Kleine alles an ihr üben.

Um Selbstvertrauen und Technik wachsen zu lassen, übten zwei Teilnehmerinnen einen Nachmittag mit ihrem eigenen Pony ganz geduldig mit der jungen Dame. Und alles sollte klappen.

Mit dem Pony meisterte sie alle Aufgaben ganz souverän und tankte so das nötige Selbstvertrauen. In der Prüfung hatte sie den nötigen Biss und konnte auch mit dem großen Pferd alles abrufen.

War das eine Freude als alles glatt lief!

Prüfung mit mentaler Unterstützung
Prüfung mit Sicherheitsstellung

Der ganze Kurs hatte in der Prüfung mit den anderen aber vor allem mit der jungen Dame gefiebert.

Welche Erleichterung für alle, als sie in der Prüfung abliefern konnte und ganz sicher bestanden hat!

Letztendlich haben alle gemeinsam bestanden und Anteil am Projekt Pferdeführerschein Umgang gehabt. So eine tolle Gruppe, die vor allem im Miteinander gezeigt hat, was in ihr steckt!

Das war wirklich ein schöner Einstieg in den Oktober.

Jetzt gibt erstmal etwas Pause. Nächste Woche sind Herbstferien und wir fahren zum Durchatmen ein paar Tage an die Ostsee.

Wenn jemand Vertrauen und Angst für sich neu zu justieren möchte, bekommt er am 24.10.2020 die Gelegenheit dazu. Da gibt es „Kleiner Schreck na und?“ als Präsenzkurs bei uns auf dem Hof und zeitenunabhängig als Onlinekurs im Shop. Bei Interesse einfach auf die blauen Links klicken.

Bis dahin einen tollen Herbst,

Corinna von ReitClever

Heute steht die Prüfung zum Pferdeführerschein Umgang an!

Prüfung zum Pferdeführerschein Umgang
Prüfung zum Pferdeführerschein Umgang

Wird das ein Wochenende! Heute steht die Prüfung zum Pferdeführerschein Umgang an.

Nachdem wir letzten Samstag im Dauerregen geübt haben, wird es heute hoffentlich bei schönem Herbstwetter in die praktische Prüfung gehen.

Obwohl das Wetter alles andere als einladend war, wurde alles akribisch geübt. Sowohl das Führen auf der Straße als auch die Aufgaben auf dem Reitplatz.

Pferde im Starßenverkehr

Denn zum einen wird das Verhalten von Pferd und Mensch im Straßenverkehr Prüfungsbestandteil sein. Zum anderen werden die Prüflinge auf dem Reitplatz das Vormustern auf der Dreiecksbahn und eine Bodenarbeitsaufgabe zeigen müssen.

Details in der Bodenarbeit beim Pferdeführerschein Umgang
Details in der Bodearbeit

Außerdem haben sie fleißig gelernt und werden ihre Kenntnisse über Pferdegesundheit, Fütterung, Umgang und Krankheitserkennung zum Besten geben.

Ich freue mich sehr, denn die Prüflinge haben im Kurs bewiesen, was sie drauf haben.

Und sie haben in der Generalprobe alle Teilaufgaben souverän gezeigt. Wenn heute das Wetter mitspielt, sollte das ein erfolgreicher Tag werden. Den wir dann natürlich auch feiern werden.

Das Programm für den Tag der Cleveren Reiter 2020 zum Thema Reiten trotz Angst
Vertrauen und Angst heißt das diesjährige Thema

Dann gibt es eine kurze Nacht und morgen ist der dann schon da, der Tag der Cleveren Reiter. Zum Thema Vertrauen und Angst erwarten wir vier spannende Vorträge. Wer super spontan ist: für morgen ist noch ein bisschen Platz im Stall.

Hier geht es zum Last-Minute Ticket:

Tickets gibt es hier

Erkenntnisse aus dem Pferdeführerschein Umgang mit dem Pferd

Gute Stimmung beim Pferdeführerschein Umgang mit Pferden
Gute Stimmung beim aktuellen Pferdeführerschein

Vertrauen zum Pferd schafft der Pferdeführerschein Umgang mit dem Pferd.

Viel wurde über die Einführung des Pferdeführerschein Umgang mit dem Pferd diskutiert.

Sowohl positive Stimmen als auch negative Einwände gab es zu vielerorts zu hören.

Aber bereits im zweiten Durchgang 2020 möchte ich für mich ein positives Fazit ziehen.

Denn alle neun Teilnehmer des diesjährigen Durchganges sind positiv eingestellt und motiviert. Sie wollen den Partner Pferd von den Grundlagen her kennen lernen. Im Kurs sitzen junge Pferdemädchen, die den Kurs erst absolvieren müssen, ehe sie ein eigenes Pony bekommen.

Das ist für mich ein sehr positiver Ansatz: Erst erfahren und üben, wie es richtig geht. Dann das Abenteuer eigenes Tier mit Unterstützung einer Tier erfahrenen Familie angehen.

Das schafft auch Vertrauen zum Pferd. Leider ist die Reihenfolge oft umgekehrt: zuerst das Tier und dann die Einsicht, dass man gewisse Dinge noch lernen muss.

Genauso sitzen im Kurs erfahrene Reiter, die einmal mit Pferden arbeiten wollen und dafür den Trainerschein anvisieren.

Genau diese Mischung ist es, die dann Spaß bringt. Denn die Starken helfen den Schwachen.

Gruppenarbeit auch in der Praxis beim Pferdeführerschein Umgang mit dem Pferd

Die Erfahrenen können im praktischen Teil des Pferdeführerschein Umgang mit dem Pferd den Einsteigern zeigen, wie man es richtig macht. Dadurch schaffen sie  Vertrauen zum Pferd, weil sie eingreifen und helfen können, wenn die Technik verbesserungswürdig ist.

Auch ist es wichtig, erfahrene und  ausgebildete Pferde als Lehrpferde zu nutzen.

Die ohne Frage ihren eigenen Willen haben und auch zeigen dürfen, wenn etwas für sie nicht verständlich ist. Aber, wenn alles gut läuft, sind sie bereit mitzuspielen und ihre Aufgabe zu  absolvieren.

Nur so kann Vertrauen zum Pferd entstehen.

Wenn man bereit ist, zu schauen, wie die Reaktion ist. Nur wenn man so lange an sich und seiner Technik arbeitet, bis das Pferd versteht, was man möchte, kann sich gegenseitiges Vertrauen aufbauen.

Also finde ich den Pferdeführerschein Umgang mit dem Pferd eine gelungene Aktion der Reiterorganisationen. Sie nähern sich an allgemeine Ausbildungsvorgaben an.

Vertrauen zum Pferd auch auf der Straße
Verhalten im Straßenverkehr

Auch wenn man ein Auto fahren möchte, muss man wissen, wie es funktioniert. Genauso wie man es bedienen muss, um sicher von A nach B zu kommen.

Gerade beim Pferd haben wir es mit durchschnittlich 500- 600 Kilo Lebendgewicht zu tun.

Auch wenn es ein Pony oder ein Shire Horse ist: falls der tierische Partner sein Gewicht gegen uns einsetzt, haben wir schlechte Karten.

Deshalb ist es so wichtig von Anfang an feste Regeln einzuhalten.

Das beginnt beim Holen von der Koppel und endet bei der Verabschiedung am Ende der gemeinsamen Zeit.

Nur wenn wir uns dem Pferd gegenüber als verlässlicher Partner zeigen, wird es uns vertrauensvoll folgen. Und mit einem „lieben“ Pferd, was mit Freude dabei ist, kann man auch eine schöne Zeit erleben. Wenn man in kleinen Schritten vorgeht, damit das Erarbeitete auch klappt. Nur wenn man sicher ankommt, ist das ein Erfolgserlebnis. Das man als Solches auch anerkennen muss.

Führen üben mit Unterstützung
Erfahrene Reiter helfen Einsteigern

Dann bekommt man Vertrauen zum Pferd.  Und lernt Schritt für Schritt ein echter Reiter zu sein!

Falls das Vertrauen einen Dämpfer bekommen hat: Techniken, Vertrauen aufzubauen und sich selber zu entspannen kann man lernen. Beispielsweise beim Tag der Cleveren Reiter, der schon kommenden Samstag stattfindet.

Dabei zeigen erfahrene Ausbilder, wie man sich so verhalten kann, dass das gemeinsame Vertrauen wieder wachsen kann.

Es wird ein spannender Tag mit viel Input.

Wer dabei sein wollte: Tickets gibt es unter dem blauen Link.

Bis bald,

Corinna von ReitClever

Wie ein kleiner Hengst vom Angsthasen zum Helden wurde

Dark Gambler und Antonia von Barth sind ein Musterbeispile für Vertrauen beim Reiten
Das Siegerpaar, entnommen aus St.Georg 09/20

Vertrauen beim Reiten scheint der Schlüssel dieser Geschichte zu sein.

In der aktuellen Ausgabe des Reitsportmagazins St. Georg habe ich einen schönen Artikel gelesen. Er berichtete über die Bundeschampionate in Warendorf.

Weil wegen der Coronamaßnahmen nur wenige Besucher erlaubt waren, war das in diesem Jahr für die jungen Pferde sicherlich eine angenehmere Kulisse als sonst.

Die Frage, welchen Preis die jungen Pferde dafür bezahlen, wenn sie schon dreijährig bei einem Championat auftreten, bleibt an dieser Stelle unberücksichtigt. Denn die beeindruckende Geschichte des Siegers der fünfjährigen Vielseitigkeitspferde hat mich bewegt:

Der Hannoveraner Dark Gambler hat sich in Warendorf unter seiner Reiterin Antonia von Baath vertrauensvoll und leistungsbereit präsentiert.

Dass sich der Dunkelbraune überhaupt für das Bundeschampionat qualifiziert hat, war ein Erfolg. Vertrauen beim Reiten scheint der Schlüssel dafür zu sein.

Dark Gambler lebt zuhause unter dem Spitznamen Scar bzw. Scary. Als seine Reiterin  ihn kennenlernte, soll er ein hyperängstlicher Dreijähriger in der Lüneburger Heide gewesen sein. Dort wuchs er auf. Antonia von Baath half auf diesem Hof bei der Ausbildung der Jungpferde.

„Scar oder Scary fiel vor allem durch zwei Dinge auf: Er war schon damals bildhübsch und konnte sich ansprechend bewegen. Und er hatte buchstäblich Angst vor allem – Sonne, Schatten, Menschen, Pferde. Alles versetzte ihn in Panik.

Es hat lange gedauert, bis Antonia ihn zum ersten Mal „reiten“ konnte. Über Monate brauchte sie jemanden, der sie auf Scar führte. Doch ganz langsam fasste der Wallach Vertrauen. Und als das einmal da war, entwickelte er sich rasant. Bis hin zur Teilnahme am Bundeschampionat.

Was das in Warendorf geben würde – Antonia von Baath wusste es nicht. Anderswo übernachtet hatte Dark Gambler noch nie. Und der Platz in Warendorf ist nicht gerade das, wo Pferde nichts zu schauen und zu scheuen hätten. Aber Scary benahm sich wie ein Alter! Am ersten Tag waren sie noch ein bisschen zu langsam unterwegs gewesen, um sich direkt fürs Finale zu qualifizieren.

Im kleinen Finale legte Antonia einen Zahn zu und wurde für eine echte Bilderbuchrunde mit einer 8,7 belohnt. Eine überglückliche Reiterin jubelte: „Er ist so rittig, ich könnte ihn da mit Halfter durchreiten!“ Und sie betonte, dass wenn im Finale etwas nicht klappen sollte, es allein daran liegen würde, dass Scar die Kraft ausgeht. Doch es sollte klappen. Und wie!

Als es am Sonntag in den dritten Teil des Finales ging, brachten die beiden schon ein gutes Zwischenergebnis mit.

Im Cross … gelang ihnen alles. Kommentar der Richter:

„Wir haben hier auf hohem Niveau über die Bewertung diskutiert. Eine wirklich mustergültige Runde von einem Pferd, das das hier ganz selbstverständlich absolviert hat mit ganz gleichmäßigem Tempo und Rhythmus. Beeindruckend auch, dass das Pferd ganz ehrlich auf die Hilfengebung wartete. Raumgreifende, kraftvolle Galoppade. Mit Übersicht und ganz sicherer Manier hat er die Sprünge überwunden. Wertnote ein glattes ,Sehr gut‘.“

Ausgabe 09/2020 St. Georg, Artikel vom 30.08.2020 von Dominique Wehrmann

Vertrauen beim Reiten. Beispielhaft von beiden präsentiert.

Auch ein schöne Unterstreichung  für die Aussage „Immer langsam mit jungen Pferden“.

Denn die Basis einer guten Pferd – Mensch Beziehung ist Vertrauen. Vertrauen des Pferdes zu seinem Reiter. Egal wie alt es ist. Es geht für ihn nur über unbekannte Geländehindernisse, wenn es ihm vertraut.

Genauso wie man als Reiter seinem Pferd vertrauen muss.

Dabei spielt eine entscheidende Rolle, wie viel Zeit beide haben, das gegenseitige Vertrauen beim Reiten zu entwickeln.

Dementsprechend gilt das auch in der Grundausbildung für Reiter.

Vor allem wenn man nicht mehr ganz jung ist, wenn man das erste Mal aufs Pferd steigt. Egal wie alt man zu diesem Zeitpunkt ist: ein junger Reiter gehört auf ein erfahrenes Pferd. Im Fall des Falles kann er so von seinem Partner lernen.

Heutzutage ist das leider oft umgekehrt. Unerfahrene Reiter kaufen sich junge oder wenig ausgebildete Pferde. Frust und schwierige Situationen sind da vorprogrammiert.

Wenn das Kind erstmal in den Brunnen gefallen ist und sich Ängste entwickelt haben, muss man mehrere Schritte zurück gehen. Sowohl in den Anforderungen als auch in der Herangehensweise. Übrigens gilt das sowohl für den Reiter als auch das Pferd.

So muss man üben, wie man sich entspannen und wieder Vertrauen in sich und seine Fähigkeiten gewinnen kann.

Das ist der Hauptansatzpunkt, um auch auf das Pferd vertrauensvoll zu wirken. Darüber hinaus der wichtigste Aspekt, angstfrei reiten zu können.

Wieder Vertrauen beim reiten zu entwickeln kann man lernen. Auch wie man die eigene Körpersprache den vierbeinigen Partner beeinflusst, kann man üben.

Dies alles und die Sicht des Pferdes aus dem Sprachrohr einer Tierkommunikatorin könnt Ihr beim Tag der Cleveren Reiter live und in Farbe erfahren.

Dieser in der Region einmalige Tag findet am 03.10.2020 südlich von Berlin zum Thema „Reiten trotz Angst“ statt.

Tickets gibt es hier

Damit wünsche ich nun schöne Herbsttags und entspannte Ausritte in die bunten Wälder. 
Es muss ja nicht in den Geländeparcours des Bundeschampionats gehen 😉

Corinna von ReitClever

Der Mensch lebt vom persönlichen Kontakt, Newsletter September 20

Neugierig auf Kurse und Treffen bei einer geballten Ladung Fachwissen zum Thema angstfrei Reiten? Die versprechen die Redner für den Tag der Cleveren Reiter 2020.
Der Tag der Cleveren Reiter 2020 steht.

Wir dürfen endlich wieder… Kurse und Treffen sind wieder möglich.

Nach den prägenden Wochen des Lockdowns ist Vieles wieder durchführbar.

„Früher“ (wie weit entfernt sich das anfühlt) war das alles ganz selbstverständlich. Nun ist es etwas Besonderes, wieder Lehrgänge zu besuchen und Turniere zu reiten. Gefühlt nach einer längeren Zeit des Wartens.

Denn es ist anders als vorher. Der Abstand von 1,5 bis 2 Metern zur nächsten Person ist einzuhalten. Sowohl zum Ausbilder als auch zum nächsten Reiter.

Neben einem Mund – Nasen – Schutz fürs Einkaufen ist Abstand halten die neue Höflichkeit. So wird persönlicher Kontakt und Austausch auf breiterer Basis wieder möglich. So können auch Kurse und Treffen wieder stattfinden.

Und ich muss zugeben, dass mich das freut.

Wenn man Leute sieht, die man lange nicht gesehen hat. Und sich wieder von Angesicht zu Angesicht unterhalten kann.

Allerdings gefällt es mir genauso gut, mehr persönlichen Raum zu haben. Auch zu vermeiden, dass einem fremde Personen gleich um den Hals fallen, kommt mir sehr entgegen.

Gekniffen sind die Voltigierer.

Deren Saison ist nahezu ausgefallen. Denn die meisten Turniere wurden abgesagt. Auch die Norddeutsche Meisterschaft und die Deutsche Jugendmeisterschaft fallen 2020 aus.

Bei den Gruppen turnen in den Kürblöcken 2-3 Voltigierer gleichzeitig auf dem Pferd.

Da wird der erforderliche Mindestabstand undurchführbar. Auch können die gängigen Hygienemaßnahmen im Training und beim Turnier schlecht erfüllt werden.

„Notwendig wird diese Maßnahme, da das Coronavirus etwa um das dreifache „ansteckender“ als das Influenza(Grippe-)Virus ist….
Die hohe Ansteckungsgefahr lässt sich nur durch eine umfassende Verminderung der sozialen Kontakte eindämmen. …


Kinder und Jugendliche erkranken seltener und ganz selten schwer. Das macht uns schnell sorglos. Es ist anzunehmen, dass sie einen größeren Anteil an symptomlosen Überträgern haben – das ist aber nur schwer zu beweisen, da sie entsprechend selten getestet werden…

Fakt ist auch: diese Viruserkrankung ist nicht mehr aufzuhalten, aber ihre Ausbreitungsgeschwindigkeit ist zu verlangsamen. „

Leo Laschet, Arzt und Vorsitzender der Deutschen Richtervereinigung

Anstelle von Turnieren gab es Veränderungen in der Abnahme von Voltigierabzeichen.

Diese dürfen nun vor Ort beim Training abgenommen werden. Auch entfallen die normalerweise üblichen Wartezeiten zwischen den Abzeichen.

Ziel dieser Maßnahme ist das Erhalten der Motivation der Voltigiersportler. Kurse und Treffen der Sportler werden sicherlich auch wieder durchgeführt.

Genauso gelten bei den Reitern etwas andere Modalitäten für die Durchführungen von Reitabzeichen. Auf das übliche Gruppenfoto und das persönliche Übergeben der Urkunde und Anstecknadeln soll verzichtet werden. Auf Abstände im Prüfungsalltag und Möglichkeiten der Händedesinfektion soll geachtet werden.

Genau das haben wir im Juni bei der Abnahme des neuen Pferdeführerschein Umgangs erlebt. Und unser Gruppenfoto mit Pferden auf dem Reitplatz mit einem großen Abstand zwischen den Prüflingen gemacht.

Insgesamt dürfen die Reiter wieder fast alles.

Als Individualsportler sind sie in den höheren Prüfungen alleine mit ihrem Pferd im Dressurviereck oder Parcours.

In dem aktuellen Servicebrief der FN vom Juli 2020 ziehen drei Turnierveranstalter eine positive Bilanz. Nach den Veranstaltungen von Profis für Profis kommen nun auch wieder Turniere für Jedermann.

Alle drei Interviewpartner waren positiv überrascht von dem Erfolg ihres Turniers. Die mit den Landkreisen abgestimmten Hygienemaßnahmen haben einen überschaubaren Mehraufwand gebracht. Die Reiter haben sich an alle Regeln gehalten, die Corona-bedingt vorgegeben werden mussten.

Es gab viele positive Rückmeldungen und auch Danksagungen an die Organisatoren. Auch war der finanzielle Erfolg besser als erwartet. Zwar sind einige Sponsoren abgesprungen. aber durch Anpassung der Nenngelder oder Spenden ist das Ergebnis positiv ausgefallen.

Genau das haben wir letztes Wochenende bei unserem Kunstgewerbemarkt erlebt.

Wir brauchten mehr Helfer, um eine Einlassbeschränkung zu ermöglichen. Denn es durften nicht mehr als 120 Personen gleichzeitig auf dem Hof sein.

Auch haben sich die Verkäuferinnen am Grillstand und Kuchenbuffet abgesprochen, dass einer sich um die Getränke, einer um die Speisen und der Dritte sich um das Geld und die Wechselgeldrückgabe kümmert. So konnten Berührungskontakte minimiert werden.

Nichtsdestoweniger war die Stimmung sehr gut.

Auch wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten. Durch weniger Besucher auf dem Hof wirkte der ganze Markt irgendwie entschleunigt. Die Menschen waren froh wieder eine Veranstaltung besuchen zu können und guter Dinge. Auch wenn sie am Eingang teilweise etwas warten mussten, waren sie geduldig und freundlich.

Auf jeden Fall freuten sich die Aussteller, wieder in persönlichen Kontakt zu kommen und direkt zu verkaufen. Vom Gefühl her hat niemand aufs Geld geschaut. So dass die Umsätze trotz weniger Besucher genauso gut waren wie im letzten Jahr.

Deshalb habe ich beschlossen, in diesem Jahr den Tag der Cleveren Reiter wieder stattfinden zu lassen.

Ich habe kurzzeitig überlegt, nach dem erfolgreichen Start 2019 erst 2021 weiter zu machen. Aber Kurse und Treffen ist eine tolle Kombination.

Auch liegt mir das Thema „Reiten trotz Angst“ am Herzen. Es sieht so aus, als ob wir es ein rundes Programm zusammen bekommen.

Wir erwarten vier Fachleute aus der Region, die Erfahrung mit Ängsten haben.

Sie freuen sich, Lösungsansätze für angstfreies Reiten aufzuzeigen. Denn beim Tag der Cleveren Reiter am 03.10.2020 geht es in vielen Facetten um angstfreies Reiten. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zu einem regen fachlichen Austausch.

Deshalb wird diese Fortbildung gleichermaßen interessant für Einsteiger und Fortgeschrittene, Turnierreiter und Ausbilder.

Neben Ansätzen, sich mit den körperlichen Reaktionen bei gefühlter Angst und der Pyschomotorik von Mensch und Pferd auseinander zu setzen, gibt es auch praktische Anregungen. Wir werden einen Vortrag zum Thema EFT und Reiten hören, der Techniken vermittelt, die man gut zuhause ohne Pferd durchführen kann.

Was das Pferd eigentlich empfindet, wenn sein Reiter Angst hat, wird uns eine Tierkommunikatorin näher bringen. Als Diplompädagogin bietet sie Kompetenzen an, sich sicherer zu fühlen und das zu zeigen.

Alles in Allem wird es bestimmt ein spannender Tag, für den es bis heute noch den Frühbucherpreis gibt.

Ab morgen kostet der Tag 116€ inklusive Essen und Getränke.

Tickets gibt es hier

Viel Spaß bei der Chance, Kurse und Treffen unter einen Hut zu bringen!

Ich freu´ mich auf euch und auf die Kurssaison, die nun vor uns liegt.

Corinna von ReitClever