Gibt´s Neues?

Erfolg mit 45+? Geht das in der Fitness?

Fit sein

#erfolgmit45+

Was haben der Erfolg mit 45+ und der tiefe Sitz auf dem Pferd miteinander zu tun?

Letzte Woche habe ich bei der FN ein Webinar besucht: Jessica von Bredow – Werndl, Benjamin Werndl und Fitnesscoach Marcel Andrä stellten Ihr Programm „Fit fürs Pferd“ vor.

Da das auch mein Thema ist, war ich natürlich gespannt.

Anfänglich gab es eine Einführung.

Die war gut. Mit Videos und Zeichnungen wurde erklärt, wie die Bewegung des Pferdes auf den Reiter einwirkt. Ferner wie und in welche Richtungen man muskulär ausgleichen muss.

Weiterhin zeigten sie Übungen, die zu der jeweiliger Sequenz passten. Dabei plauderten sie aus dem Nähkästchen. Ebenso warben sie für ihr Fitness – Programm „Dressur Fit“.

Zum ersten Mal wach wurde ich, als die Moderatorin der FN eine Frage aus dem nebenbei laufenden Chat aufgriff. Sie leitete die Frage mit „Wir sind hier alle unter 50, aber … ?

Stellte sie in Frage, dass man Erfolg mit 45+ haben kann?

Das kleine Wörtchen aber erzeugte in mir eine Resonanz.

Wahrscheinlich, weil ich diese Altersgrenze letztes Jahr überschritten habe. Weiterhin hatte ich vor kurzem eine Knie- Operation. Dadurch bekommt das Wort „fit“ eine neue Bedeutung.

ABER… Natürlich kann man mit über 50 etwas für sich tun. Erfolg mit 45+ ist kein Zufall. Sondern das Ergebnis der eigenen Bemühungen. Ob die einen genauso fit werden lassen wie Jessica von Bredow – Werndl lasse ich einmal dahingestellt. Denn sie reitet auf internationalem Niveau. Außerdem spielt sie in einer ganz anderen Liga als die meisten von uns.

Zuallererst hängt der eigene Zustand von der eigenen Motivation ab. Wenn man jung und ohne Familie ist, macht man meist mehr Sport. Dadurch ist man in einem anderen muskulären Zustand, als wenn man sich überwiegend um Haushalt, Job und Familie kümmert.

Dafür hat man meist in der zweiten Lebenshälfte eine größere Beharrlichkeit entwickelt.

Dadurch erreicht man Dinge, die einem am Herzen liegen. Das generiert Erfolg mit 45+.

Wenn man sich täglich motiviert, ein paar Minuten etwas für seine Baustellen zu tun. Dann kann man mit wenig Aufwand in kurzer Zeit fühlen, wie sich etwas zum Positiven verändert.

Seit meiner erneuten Knieverletzung vor Ostern turne ich wieder.

Jedes Mal wieder stelle ich fest, dass mir das Programm gut tut. Ich werde lockerer und elastischer. Außerdem tue etwas für mein Wohlbefinden. Wenn die Waage weniger anzeigt, Hosen locker sitzen und das Spiegelbild der optischen Idealvorstellung näher rückt, ist das ein schönes Gefühl. Darüber hinaus eines, was motiviert, weiter zu machen.

Inzwischen fehlt mir etwas, wenn ich nicht turne.

Wenn ich meinen Rumpf trainiere, wird die Bauch- und Rückenmuskulatur leistungsfähiger.

Beide brauche ich, wenn ich auf dem Pferd zu einem tiefen Sitz kommen möchte.

Auch Werndels erklärten in ihrem Webinar, dass man, um loslassen zu können, im Rumpf stabil sein muss. Sprich man braucht ein gutes Gleichgewicht. Zum Einen sollte man als Reiter im Oberkörper genug Spannung haben, um gerade und aufrecht zu sitzen. Zum Anderen müssen andere Stellen elastisch sein, um den Schwung des Pferdes auszugleichen.

Besser gesagt: in der Peripherie, sprich für weiche Hand und federndes Fußgelenk, kann ich nur los – lassen, wenn mein Oberkörper ausreichend Kraft und Koordination für das Gleichgewicht hat.

Also hilft Rumpftraining bei der Frage, wo man anspannen und wo man locker lassen muss. Nur über die Bauchmuskeln komme ich zu einem besseren Kontakt mit dem Pferd und dadurch zum treiben. Über flexible Hüftmuskeln komme ich zu einem langen Bein und tiefen Absatz. Vorausgesetzt, daß ich sie in der Bewegung los lassen kann.

Dazu braucht es wieder Sicherheit und Gleichgewicht.

Also ein immerwährender Kreislauf!

Mein Fazit des FN- Webinars „Fit fürs Pferd“:

Auch Hochleistungssportler kochen nur mit Wasser. Die Präsentation und Erklärung im Kurs war gut. Allerdings habe ich nichts Neues erfahren. Die Übungen für das Rumpftraining waren schön anzusehen und auf einem hohem Niveau.

Denn das Programm ist kein Hexenwerk. Sondern es basiert auf ganz normalen funktionellen und sportwissenschaftlichen Zusammenhängen. Außerdem bevorzugen die Werndls auch das Vorgehen, täglich ein paar Minuten zu üben und 2-3x/ Woche eine halbe Stunde ins Workout zu investieren. Insofern ist es sicherlich gut und Erfolg versprechend.

Wer lieber Lust hat, sich persönlich anleiten zu lassen:

Genau um die angesprochenen Themen geht es in meinem zweiteiligen Webinar „Alles locker oder was?“ am 16.05.2020 und 23.05.2020. Wir werden uns anfangs um die nötigen anatomischen und funktionellen Voraussetzungen kümmern. Dann testen wir alle notwendigen Funktionen, die für einen tiefen und elastischen Sitz notwendig sind.

Und dann gibt es die richtigen Übungen unter Videokontrolle.

Wir werden per Videokonferenz während der Kursdauer miteinander verbunden sein. Dabei könnt Ihr Fragen stellen und ich werde Euch praktisch anleiten und korrigieren.

Also alles Voraussetzungen, um Erfolg mit 45+ zu haben.

Es geht am 16.05.2030 vor allem um die eigene Fitness, die dann besseres Reiten ermöglicht. Am 23.05.2020 geht es dann um die innere Balance, die dann eine entspannte Losgelassenheit auf dem Pferd ermöglicht.

Falls Ihr Lust habt, dabei zu sein. klickt auf die Links mit den Daten oben.

Bis dahin vielleicht und liebe Grüße,

Corinna von ReitClever.

Videokurse für Reiter- Newsletter Mai 2020

Die Welt steht immer noch im Zeichen vom großen C.

Einfach sicher reiten
Einfach sicher reiten

Aber anders als Ende März, als die Welt paralysiert auf ihre Regierung schaute, was nun passiert, ist für mich jetzt eine gewisse Leichtigkeit zu spüren.

Wir hatten Ostern mit allerschönstem Wetter.

Mann und Sohn übten sich im Bewegen der Pferde, denn ich hatte leider mit meinem Knie zu tun.

Trotzdem war ich fleißig: ReitClever.de hat ein facelifting erhalten und freut sich über manch neues Feature. Besser gesagt ich freue mich, denn Programmieren und neueste Technik ist weniger mein Ding. So bin ich beeindruckt , wenn ich etwas ins Laufen bekomme, von dem ich vorher gar nicht wusste, dass es das gibt.

Weiterhin habe ich Anfang April eine spannende Umfrage gestartet.

Wie die Reiter mit dem Mehr an Zeit umgehen, das sie durch die aktuelle Corona Situation haben.

Wenn Sie denn mehr Zeit haben. Einige sind im Home- Office. Andere haben Mann und Kinder zuhause oder müssen in systemrelevanten Berufen schaffen, was das Zeug hält. Aber viele sind viel im Internet unterwegs und nutzen auch Videokurse für Reiter.

Wer Lust hat, nachzulesen: Die Ergebnisse sind unter „Corona und Reiten“ zu finden.

So bin ich mir sicher, dass jeder aus der momentanen Situation etwas lernen kann.

Und auch etwas in die Zeit nach Corona mitnehmen kann.

Sicherlich auch muss, wenn man sich die aktuelle Trockenheit anschaut.

In ganz Deutschland hat es seit März nicht mehr nennenswert geregnet. Endlich regnet es nun auch bei uns. Allerdings kann es das noch eine Weile, um die Feuchte in den Boden zu bekommen, die für die Wachstumszeit notwendig wäre.

Die Luftströmungen mit feuchter Luft vom Atlantik kommen hier gar nicht mehr an.

Das ist ein ernst zu nehmendes Zeichen dafür, dass sich der Prozess der Erwärmung selbst beschleunigt. Wenn jetzt nicht im Zuge des Corona- Umbruchs auch etwas für Umwelt und Klima getan wird, wird es schon bald sehr unangenehm hier bei uns.

Auf der anderen Seite sind wir in Deutschland in der glücklichen Lage, dass wir beobachten können, was geschieht. Sicherlich können wir uns auch über Manches aufregen.

Aber ganz anders als in Ecuador und Amerika müssen wir nicht hilflos zuschauen, wie zahlreiche Menschen an Corona sterben. Besser gesagt wie überall Leichen auf den Straßen liegen, die nicht abtransportiert werden können.

Ich finde, wir jammern hier teilweise auf hohem Niveau.

Sicherlich ist es schwer zu verstehen, wie die Regierung in Kauf nehmen kann, dass Existenzen ins Wackeln geraten. Möglicherweise scheitern Selbständigkeiten oder Arbeitsplätze gehen verloren. Aber der Antrieb unserer Regierung scheint zu sein, dass jedes einzelne Menschenleben wichtig ist. Das es gilt, zu schützen.

Außerdem haben in Deutschland anders als beispielsweise in Amerika und Indien auch untere Einkommensschichten eine Chance und können überleben.

Von vielen Berliner Selbständigen habe ich gehört, dass die Soforthilfe innerhalb von 2-3 Tagen auf dem Konto war.

So schnell ging es in Brandenburg nicht. Bei uns dauert es noch, bis wir einen Bescheid bekommen. Aber ich bin froh, dass es diese Hilfen gibt.

Und ich denke, dass dieser momentane Stillstand auch eine Chance zur Veränderung ist.

Interessanterweise gibt es auch Menschen, die mit der Krise anders umgehen.

Ich folge auf Facebook seit einiger Zeit einer bekannten Mentaltrainerin und Speakerin. Neben Aufträgen aus dem Top- Business arbeitet sie mit Reitern und anderen Leistungssportlern.

Anders als man es erwarten würde, wenn man ihre Botschaft kennt, klingen die Posts bei Facebook alles andere als positiv.

Als Entschuldigung auf teilweise negative Reaktionen kommt dann: „Ich bin selbständig“ – „Ich habe zur Zeit kein Einkommen.“ – „Ich darf meine Emotionen zeigen, weil zum Leben die ganze Bandbreite an Gefühlen gehört. Auch Wut und Trauer neben Optimismus und Freude.“

So geht es sicherlich Vielen.

Den Frust verstehe ich, weil man die Situation nicht selbst verschuldet hat.

Allerdings frage ich mich, wie die Trainerin zu ihren angebotenen Techniken steht. Auf der Webseite sieht es hochglanzpoliert aus. Da würde ich auf Rücklagen für schlechtere Zeiten tippen, mit denen sie die jetzige Situation aussitzen könnte.

Und man könnte sich aus der ersten Phase der Verarbeitung, die aus nicht Wahrhaben wollen und Anschuldigungen besteht, mit bewährten Mentaltechniken in die Phase des Annehmens bringen. In denen man Menschen, denen es schlechter geht, mit Rat und Hilfe zur Seite steht und vor allem Zuversicht verbreitet. Wenn man das möchte. Damit bliebe der professionelle Status bewahrt.

Posts voller Anschuldigungen und Forderungen lese ich bei Facebook selten.

Schon gar nicht von kleineren Existenzen, die jetzt wirklich auf dem Spiel stehen. Vielleicht liegt das auch an der Vorauswahl, die Facebook augenscheinlich für jedes Profil trifft. Aber man kann in Zeiten der Krise sehen, wie Menschen ticken, wenn es gerade nicht so läuft.

Im Gegensatz dazu gibt es aktuell auf vielen privaten Accounts persönliche Bilder und Pferdebilder aus der Vergangenheit, Rätsel und Persönlichkeitstests zuhauf. Tatsächlich gibt es wohl viele Leute, die mehr Zeit haben und sich diese im Internet vertreiben. Das stützt die Ergebnisse der Umfrage „Corona und Reiten“.

Wie ich in persönlichen Nachrichten lese nutzen tatsächlich Viele die Zeit, mehr für sich zu tun.

Sie gehen jeden Tag spazieren und kochen in der eingesparten Fahrzeit gesund.

Das gefällt mir sehr. Und es passt zu  meinen Anregungen aus dem kostenlosen 21- Tage- Programm zum besseren Reiter.

Auch wir genießen die Zeit. Wenn wir auch nicht mehr davon haben als vor Corona.

Wir leben zu dritt auf einem eigenen Hof. Von den letzten Hofeinnahmen konnte ich mein Futterlager für die Tiere auffüllen. Aus meiner physiotherapeutischen Tätigkeit im März hatte ich noch Geldeingänge.

Sicherlich wird es eng. Zumal meine Einnahmen aus der Physiotherapie gerade gegen Null gehen. Aber verhungern wird keiner. Wir nicht und unsere Tiere auch nicht.

Anders als in vielen ärmeren Ländern. Beispielsweise in Ägypten, Italien und Spanien sieht es für Menschen und Tiere viel dramatischer aus.

Damit auch wir langsam von dem großen C wegschauen:

im kommenden Blogartikel geht es um die richtige Steuerung der Rumpfmuskulatur. Dabei geht es um die Frage wie kommt man zu einem tiefen Sitz? Wie findet man die richtige Balance zwischen Anspannung und Losgelassenheit?

Der letzte Artikel beschäftigte sich mit der Frage: Wie steht es eigentlich um Deine eigene Balance? Wie gut bleibst Du im Gleichgewicht? Innerlich und äußerlich?

Darüber hinaus nehme ich Anregungen aus den Zoom – Meetings meines Freundeskreises mit. Wir treffen uns nach wie vor virtuell abends via Videokonferenz.

Ich überlege, wie ich meine Kurse, die sonst bei uns auf dem Hof stattfinden, auch als live als Videokurse für Reiter anbieten kann.

Wie das im Einzelnen abläuft, bereite ich gerade vor. Vielleicht wird es „Spiraldynamik® für Reiter“ oder „Bewegliche Hüften und elastischer Sitz“ bald auch als Videokurse für Reiter geben. Dann kann jeder zuhause turnen und muss nicht nach Zossen kommen. Das wäre auch gut für unser Klima: keine Fahrtkilometer für die Teilnehmer.

Den Anfang wird „Alles locker oder was?“ machen. Der Kurs „Der losgelassene Sitz in drei Schritten findet in zwei Teilen statt: Am 16.05.2020 geht es von 10:00- 13:00 um die äußere = körperliche Losgelassenheit. Am 23.05.2020 geht es von 10:00 – 13:00 um die innere = mentale Losgelassenheit (Bei Interesse klickt auf die unterstrichenen Links).

Das Thema hatte ich als Vortrag für die Hansepferd vorbereitet, die letztes Wochenende stattfinden sollte. Leider ist die der Eindämmungsverordnung zum Opfer gefallen.

Also trotz allem oder gerade wegen Corona genug zu tun.

Bleibt weiterhin gut drauf und tut etwas für Eure Gesundheit!

Dann ist die Zeit des Stillstandes eine Zeit des persönlichen Gewinns.

Bis bald, Corinna von ReitClever

Wie steht es eigentlich um Deine eigene Balance?

Der losgelassene Sitz des Reiters
Wie steht es eigentlich um Deine Balance auf dem Pferd?

Locker im Sattel.

Koordiniert und elastisch- dabei immer im Gleichgewicht und Herr der Lage.

Das ist der Wunsch vieler Reiter.

Und wie sieht bei Dir und Deinem Pferd die Realität aus?

Zuerst sollten wir klären:

Was versteht man eigentlich unter Balance des Reiters?

„Aus – balancieren“ bedeutet ins Gleichgewicht bringen, im Zustand des Gleichgewichts halten. Man kann den stabilen Zustand einer ausgeglichenen Gewichtsverteilung in Ruhe und in Bewegung erreichen. Das wird vor allem über muskuläre Koordination gesteuert.

Soweit die theoretische Definition. Balance des Reiters ist ein ganz eigenes Thema.

In der Praxis macht uns das Pferd öfter einen Strich durch die Rechnung.

Weil es sich bewegt. Und manchmal ganz anders, als wir es in diesem Moment erwarten. Dann ist unsere Bewegungsschnelligkeit und die Qualität unserer sogenannten Gleichgewichtsreaktion gefragt.

Ist die schlechter als man sie braucht, muss man sich in den Extremitäten fest machen. Also mit den Händen an den Zügeln festhalten oder mit den Beinen klammern.

Das ist dann das genaue Gegenteil von einer weichen Hand und einem federnden Fußgelenk: der Absatz kommt hoch und die Arme ziehen an den Zügeln.

Im schlechtesten Fall verliert man sein Pferd und futsch ist die Balance des Reiters.

Unterbrechen kann man diesen Mechanismus an zwei Stellen:

Zuallererst muss man fühlen, dass das Gleichgewicht in Gefahr ist. Dann muss man sich schnell über den Schwerpunkt des Pferdes bringen und oben bleiben.

Gelingt das, kann man sein eigenes Festhalten spüren. Und das gezielt wieder los- lassen, wenn Ruhe eingekehrt ist.

Dabei ist unsere Wahrnehmung gefragt.

In meinen Augen ist das die wichtigste Fähigkeiten mit und auf dem Pferd.

Hat man die Situation gut geregelt, sollte man durchatmen und sich neu sortieren.

Helfen tun dabei ausreichend kräftige Rumpfmuskeln und gute Gleichgewichtsreaktionen. Beides kann man trainieren.

Wenn ich als Reiter im Gleichgewicht bin, kann ich mich darauf verlassen, dass die Bereiche aktiv sind, die ich gerade brauche.

Das sind im Schritt am langen Zügel ganz andere Muskeln als wenn ich im leichten Sitz über ein Feld galoppiere oder springe.

Als geübter Reiter kann man davon ausgehen, dass das Gehirn die richtigen Bewegungsmuster abruft. Denn das Bewegungsprogramm, was man braucht, ist abgespeichert. Anders gesagt: Nur wenn die entsprechenden Bewegungsmuster gelernt und gespeichert sind, ist ein ausbalancierter Sitz auf dem bewegten Pferd möglich.

Dann kann man sein Bewegungsverhalten bewusst nach der jeweiligen Anforderung verändern.

Idealerweise hat man dabei eine Vorstellung der Bewegung und der des Pferdes.

Denn nur, wenn man sich auf die geplante Bewegung einstellen kann, wird man zügel-unabhängig sitzen.

Weil dann das Gehirn im Vorfeld die Rumpfmuskeln aktiviert, die die richtige Anspannung ermöglichen. Nur dann können auch die Arme so locker bleiben, dass sie der Bewegung des Pferdemauls folgen.

Deshalb ist es immer gut, für die Balance des Reiters die Bauchmuskeln zu trainieren. Weiterhin alles, was die eigene Koordination und Wahrnehmung verbessert.

Allerdings ist nicht jeder Tag gleich.

Es gibt Tage, da fehlt es an innerer Ausgeglichenheit. Darunter leiden dann auch die körperliche Verfassung und der zügel- unabhängige Sitz.

Kennt Ihr das? Dass es Tage gibt, an denen es läuft wie geschmiert?

Und an anderen Tage bekommt man keine vernünftige Wendung geritten?

Neben den äußeren Faktoren liegt es dann oft an der fehlenden mentalen Losgelassenheit. Weil man aus dem letzten Loch pfeifend in den Stall gehetzt ist. Und dann wenig Zeit und noch eine ganze Menge Anderes im Kopf hat.

Also gehört auch eine gute Vorbereitung zu einer guten Balance des Reiters.

In Zeiten vom großen C habt ihr ja vielleicht Zeit, Euch auf Eure Reiteinheit vor- zu- bereiten. Mit ein paar Bauchmuskel- und Koordinationsübungen.

Viel Spaß dabei und einen allseits balancierten Ritt,

Corinna von ReitClever

PS: Da die Kurssaison auf dem Hof zur Zeit unterbrochen ist, bin ich gerade dabei einen Videokurs vorzubereiten. In einem Webinar wird es einen Kurs mit Theorie und Praxis geben. Ob das Ganze über Zoom oder ein anderes Portal stattfindet, kläre ich in den nächsten Tagen. Die Modalitäten gebe ich dann bekannt, wenn alles steht.

Aber Ihr könnt Euch schon mal auf das Thema freuen: Neben der Balance für Reiter geht es in „Alles locker oder was?“darum, wie man in drei Schritten zur Losgelassenheit auf dem Pferd findet. Der Kurs wird am 16.05.2020 und 23.05.2020 jeweils für 3 Stunden stattfinden.

Auswertung der Umfrage- Zukunft für Reiter

Na, was denkst Du über die Situation von Corona und Reiten?

Zeit für neue Ansätze

Wie gehen die Reiter mit Corona um? Welche Erkenntnisse gibt es für Reitlehrer?

Zuerst freut es mich total: Viele Leser meines Newsletters haben bei der Umfrage zu der Zukunft für Reiter mitgemacht.

Genauso viele haben bei Facebook mitgemacht.

Beides ist toll!

Von denen, die mitgemacht haben, gaben 51% an, dass sie in der aktuellen Corona Situation mehr Zeit haben.

Bei 28% ist es wie immer und 21% haben weniger Zeit.

Von denen, die mitgemacht haben, gaben 51% an, dass sie in der aktuellen Corona Situation mehr Zeit haben. Bei 28% ist es wie immer und 21% haben weniger Zeit.

Dem überwiegenden Teil der Reiter, die bei Corona und Reiten mitgemacht haben, geht es gut (25%). 19% geht es oder machen sich Sorgen. 18% sind genervt. Den Anderen geht es sehr gut (7%) oder wie immer (12%).

Interessant war die Antworten auf die Fragen, wie diejenigen die Zeit nutzen, die ihnen zur Verfügung steht:

Die am meisten gegebene Antwort war „Ich fahre regelmäßig zu meinem Pferd“ (28%).12% arbeiten viel und haben keine Zeit.

10% der Antworten fielen auf „Ich habe Mann und Kind(er) zuhause und genug zu tun“ und 9% schaffen es , durchzuatmen und auf sich zukommen zu lassen, was kommen wird oder machen Frühjahrsputz.

Jeweils 8% gehen viel spazieren und genießen den kommenden Frühling und bemühen sich, zur Ruhe zu kommen oder nutzen die Zeit, um zu lesen und sich fortzubilden.

Dabei sind 5% im Internet unterwegs oder schauen viel fern (2%).

Überrascht haben mich die Antworten auf die Frage, welche Beiträge im Internet die User am meisten interessieren.

Nur 3% aller User bevorzugen Mitgliedschaften bei denen sie automatisch neue Inhalte bekommen. 7% gaben die Homepages ihres bevorzugten Trainers, 8% Blogs und 10% Webinare.

Mehr Interesse gilt dem Sehen von Videos, (26%), Tipps und Tricks (24%) und Kurzanleitungen (22%).

Da hat mich mein Gefühl, bisher weder Webinare anzubieten noch ein Membership-Portal aufzubauen, gut beraten.

Genauso wie mich die anderen Antworten der Nutzer freuen:

33% bevorzugen konkrete Übungsanleitungen, die sie nachreiten können.

26% Anleitungen, sich auch ohne Pferd im Reiten zu verbessern und 19% Angebote als Ergänzung zum Reitunterricht.

Also genau das, worauf auch mein Fokus schaut.

Vielleicht liegt das daran, dass bei Corona und Reiten diejenigen geantwortet haben, die sich von meiner ReitClever- Seite angesprochen fühlen. Irgendwie beruhigt mich, dass nur 5% Videoanalysen oder 3% Online- Reitunterricht angaben. Immerhin nutzen 12% Lehrvideos.

Denn 51% aller Befragten gaben an. dass sie bereit sind, Geld für qualitativ gute Internetangebote auszugeben.

Darunter 26% mehr als 10€ und 13% mehr als 50€. 10% sind nicht bereit, für Angebote Geld zu bezahlen.

Also Reitlehrer, her mit den guten Angeboten.

Die Bereitschaft, das Mehr an Zeit, was durch das Corona- Virus entstanden ist, mit Onlinenangeboten zu füllen, ist da.

Auch empfinden 15% der Reiter das Internet als eine gute Quelle zur Wissenserweiterung. Denn 11% merken, dass Einiges unrund läuft und sie etwas verändern müssen.

Immerhin suchen 12% aller Befragten gezielt nach Lösungen für ihre Probleme.

8% freuen sich, neue Trainer und Ideen auszuprobieren und möchten das auch nach Corona weiter tun.

Und, wen wundert´ s?

38% aller Teilnehmer freuen sich, wenn im Stall wieder alles so läuft wie früher. Darüber hinaus sind 12% der Reiter froh, dass sie zur Zeit in Ruhe reiten und ausprobieren können.

Also vielen Dank an alle, die mitgemacht haben!

Zum Einen für die zahlreichen Antworten. Zum Anderen für die interessanten Aspekte.

Es wird spannend werden, wie lange die von außen auferlegte Zeit für inne halten und Neues ausprobieren anhält.

Aber ich bin mir sicher, dass jeder aus der momentanen Zeit etwas lernen kann.

Wir sind in Deutschland in der glücklichen Lage, dass wir beobachten können, was geschieht. Sicherlich können wir uns auch über das Eine oder Andere aufregen.

Aber ganz anders als in Ecuador und Amerika müssen wir nicht hilflos zuschauen, wie zahlreiche Menschen an Corona sterben. Anders gesagt wie überall Leichen auf den Straßen liegen, die nicht abtransportiert werden können.

Also Kopf hoch und zur Ruhe kommen!

Dabei ein bisschen kritisch hinterfragen, was in den letzten Monaten und Jahren gut lief und was sich lohnt, verändert zu werden.

Manchmal können es auch ganz kleine Dinge sein, die auf einmal mehr Zufriedenheit bedeuten. Oder eine Änderung des Blickwinkels, die einen neuen Fokus schafft.

So kann Corona ein Chance sein. Denn nicht alles war Gold, was in der Vergangenheit geglänzt hat.

Falls Ihr dazu ein paar Anregung braucht, bekommt Ihr sie hier frei Haus. Wenn Ihr auf den Button klickt, bekommt Ihr 21 Tage kostenlos lang eine E-Mail, die Euch an wesentliche Dinge erinnert.

Hier klicken

Macht das Beste aus Euch und Eurer Situation in Zeiten von Corona und Reiten.

Und nehmt die Challenge zu Veränderung an. Das Internet ist voll von guten Ideen.

Wer Lust hat, jetzt das eine oder andere körperliche oder mentale Problemchen anzupacken:
Auf ReitClever gibt es neue Kurse.
Es geht um „Einfach besser reiten“, „Einfach besser mit Köpfchen Reiten“ oder „Einfach locker weiter reiten“
Wer vielleicht schon das eine oder andere Beweglichkeitsthema hat, kommt mit „Einfach besser reiten mit Hüftarthrose“ oder „Einfach besser reiten mit Kniearthrose“ weiter.
Probiert es aus.
Jetzt habt Ihr die Zeit, Übungen zu machen, die Euch weiterbringen. Und dann mit wenig Einsatz regelmäßig dran zu bleiben.

Dann klappt es nach Corona sicherlich auch besser auf dem Pferd.

Bis bald, hoffentlich gesund und voller Schaffenskraft,

Corinna von ReitClever.

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Neue Lösungen entstehen in neuen Situationen

Neue Lösungen entstehen in neuen Situationen

Ganz ehrlich, Hand aufs Herz!

Wer hätte vor einem Monat gedacht, dass es uns einmal so ergehen könnte?

Dass die Welt still steht und auf neue Lösungen im Umgang mit dem großen C wartet?

Kontaktverbote nach Appellen zuhause zu bleiben.

Arbeiten geht nur, wer systemrelevant oder in Handwerksbetrieben tätig ist.

So kommt dem bekannten Virus in neuem Gewand die Aufgabe zu, die Welt zu verändern.

Denn das gab es seit dem letzten Weltkrieg noch nie. Social distancing statt nahe kommen.

Das ist das neue Anstandsgebot:

Winken statt Händeschütteln. Telefonieren, Mails oder Whats Apps statt persönlicher Treffen. Essen gehen und Reisen aufs Eis gelegt. Besser gesagt hoffentlich nur auf den Sommer verschoben.

Lange Zeit wusste ich selber nicht, wie ich mit der Corona – Lage umgehen sollte.

Wir haben es uns in der Familie angewöhnt, um 20.00 zusammen die Tagesschau zu sehen. Danach geht mein Sohn ins Bett.

Tatsächlich sind es erschreckende Bilder, die aus Spanien und Italien kommen.

Militärlaster, die Leichen in Krematorien abtransportieren. Überlastete Ärzte und Krankenschwestern aus Krankenhäusern und Intensivstationen. Dabei eindringliche Appelle der Mitarbeiter die Situation ernst zu nehmen und tatsächlich zuhause zu bleiben.

Auf der anderen Seite gibt es aus Ländern wie Südkorea und Japan andere Berichte. Die aus vergangenen Epidemien gelernt haben und gezielte Maßnahmen gegen eine Ausbreitung ergreifen. Beispielsweise in dem Artikel: „Japan geht ganz andere Wege“ .

Zugegebenerweise habe ich diese skurrile Situation lange nicht verstanden.

Wir haben in „normalen Jahren“ 8000- 10000 Grippetote pro Jahr.

Täglich sterben in Deutschland 2500 Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen.

Die aktuellen Zahlen der tödlichen Corona- Ausgänge in Deutschland liegen weit darunter.

Deutschland hat ein gut funktionierendes und vor allem soziales Gesundheitssystem.

Jeder bekommt die Hilfe, die er braucht. Damit das so bleibt, gibt es die aktuelle Situation.

Die empfohlenen Hygienemaßnahmen sind gut. Es ist immer von Vorteil, sich regelmäßig die Hände zu waschen und manchmal auf Abstand zu gehen. Allerdings habe ich noch nie gesehen, dass in Supermärkten ein Spukschutz aufgebaut wird. Solange Warentrenner benutzt und Besucher angehalten werden, Einkaufswagen zu benutzen, gibt es noch Verbesserungspotential. Auch in meiner Physiotherapiepraxis gibt es seit dem Wochenende einen Spukschutz am Empfang. Neue Lösungen für neue Situationen.

Aber der Verlauf ist anders als anderswo:

Lange galten ältere, vorerkrankte Menschen als Risikogruppe. Nun liegen auf Deutschlands Intensivstationen deutlich jüngere Patienten.

Sie bekommen durch Corona eine beidseitig schwere Lungenentzündung. Bei der dann manchmal auch kein Beatmungsgerät mehr hilft. Es soll sich so anfühlen wie Ertrinken.

Man erstickt bei vollen Bewusstsein. Das tut man bei Grippe nicht.

Auch Kinder und junge, gesunde Leute soll es treffen. Deshalb diese ganzen Maßnahmen.

Neue Situationen bringen neue Lösungen. Viele Menschen hoffen, dass die positiven Effekte auch nach der Coronazeit anhalten. z.B. in dem lesenswerten Artikel „Wir wurden zum Ausatmen nach Hause geschickt. Diese Verlangsamung hat Folgen.“ von Sabrina Fox.

Andere machen sich Gedanken darüber, wie es mit unseren Grundrechten weiter geht:

Sie sehen mit Sorge, dass ein einzelner Mann im Gesundheitsministerium bald über weitgehende Spielräume verfügt, wenn das Infektionsschutzgesetz verschärft wird.

Insgesamt empfinde ich die Situation als positiv.

Die Informationspolitik meiner Netzwerke ist gut. Als IN – Betrieb der FN erhalten wir durch den Landesverband Pferdesport Berlin Brandenburg Mails über die aktuellen Maßgaben und Verordnungen. Auch wo man Anträge stellen kann, um sich Beiträge stunden zu lassen oder Zuschüsse zu beantragen. Auch Physio.de, ein Portal für Physiotherapeuten stellt regelmäßig Informationen zur Verfügung.

Da zur Zeit alle Reitsportverantaltungen und Messen ausfallen, hat sich ein bekannter Pferdetrainer überlegt, über Ostern eine Onlinepferdemesse zu organisieren.

Die Idee dahinter ist sehr gut: Jeder virtuelle Besucher kann entscheiden, in welcher Höhe sein Eintrittsgeld ausfällt. Das kommt zu 100% den Trainern und Experten zu Gute, die auf der Messe auftreten, bzw. Kurse geben.

Solche Angebote wird es sicherlich auch in anderen Bereichen geben.

Schön wäre, wenn dabei auch an psychisch kranke Menschen gedacht wird. Ich habe gestern im Radio ein Interview gehört, in dem es vor allem um depressive Menschen ging. Die zur Zeit noch mehr Schwierigkeiten haben, ihren Tagesablauf zu strukturieren und geregelt zu bekommen. Therapieangebote fallen aus. Auch die Medikamentenversorgung scheint schwieriger zu werden, weil der Nachschub aus Indien und China fehlt.

Vor allem fehlende persönliche Kontakte schmerzen.

Deshalb nehmt mal den Telefonhörer in die Hand oder schickt eine Nachricht an die Menschen, von denen Ihr wisst, dass sie das brauchen könnten. Jede Aufmunterung dieser Art kann helfen.

Aus diesem Grund bin ich jetzt ein Mal die Woche mit meinem alten Biolehrer verabredet. Er ist 94 und hat vor 1,5 Jahren seine Frau verloren. Seit der Schulzeit sehen wir uns regelmäßig zweimal im Jahr. Nun geht das zur Zeit nicht. Da er von meiner Praxis nur 5 Minuten zu Fuß entfernt wohnt, haben wir uns seit letzter Woche zu einem kurzen Plausch am Gartentor verabredet. Und wir freuen uns beide sehr darauf.

Irgendwie warte ich auf eine Zeit, in der auch ich mich mal langweile.

Obwohl ich mir schon lange vornehme, an Auszeiten zu denken, kommt immer wieder etwas dazwischen.

Gestern hatten wir unsere Tierärztin da: Unsere Haflingerstute Amazone kolikte seit Sonntag Abend. Weil ich Montag tagsüber in der Praxis war, hatten Mann und Kind Bewegungs- und Mashfütterdienst. Dabei hat sie sich irgendwann den Maulkorb abgemacht und doch Heu gefressen.

Jetzt geht es ihr zum Glück wieder gut. Wahrscheinlich war es Stress, der ihr auf den Magen geschlagen ist. Denn am Wochenende haben nachts Wölfe unser schwarzes Schaf gerissen.

Dass Wölfe in der Gegend sind, wissen wir schon lange.

Die Schafe schlüpfen öfter mal unter der Litze des Paddocks durch und gehen auf der großen Wiese fressen. Jetzt wurde das dem mutigsten Schaf zum Verhängnis.

Ab und an habe ich darüber nachgedacht, sie besser zu schützen.

Nun ist es für das eine Schaf zu spät. Mein Mann hat 2 neue Stromlitzen um unserem Hauspaddock gezogen, dass kein Wolf darunter durch kann. Außerdem den Schafstall befestigt, in den die Verbliebenen jetzt nachts ´reingehen müssen.

Ob wir wieder Neue dazu kaufen, überlegen wir noch. Zwei Schafe sind nicht artgerecht. Ohne Frage machen sie einen guten Job als Landschaftspfleger bei uns.

Also müssen wir uns den Vorwurf machen.

Die Wölfe haben sich völlig natürlich verhalten. Sie sorgen für sich und ihre anstehenden Jungen. Anders als wir Menschen mit Massentierhaltung, tagelangen Tiertransporten und industrieller Schlachtung sind sie niemals grausam oder töten auf Vorrat.

Demgegenüber gibt es auch nette neue Lösungen in der momentanen Zeit.

In meinem Freundeskreis gibt es einige sehr technikaffine Männer. Die jetzt in Zeiten von Homeoffice und Videokonferenzen neue Lösungen für ihre Teams finden müssen. Einer davon hat einen Videochat für uns eingerichtet. Damit wir uns sehen und miteinander plaudern können. Die Premiere lief gut und hat großen Spaß gemacht.

Vielleicht schaffen wir es, tragfähige neue Lösungen für später zu entwickeln.

Auch ich habe begonnen, meine Reitkurse auf Onlinekurse umzuschreiben.

Da es mehr Menschen gibt, die Ängste haben, als man denkt, hat „Kleiner Schreck na und?“ den Anfang gemacht. Wenn man sich die Anweisungen umdenkt, kann man den Kurs für alle Angst besetzten Situationen nutzen. Beispielsweise auch den Umgang mit dem Corona- Virus. Den Kurs kann man zuhause durchführen! Unter dem blauen Link erhaltet ihr mehr Informationen und könnt ihn Euch herunter laden.

Vor allem um innere und äußere Losgelassenheit geht es bei Locker im Sattel- Brain Gym® für Reiter“. Die kann man durch regelmäßige Übungen gut beeinflussen. Auch Stress im Alltag und schwierige Situationen im Job entspannt man damit.

So gesehen sind es total spannende Zeiten, in denen wir jetzt leben.

Also bleibt neugierig und macht das Beste daraus!

Eine Kollegin, die schon lange Textilien mit Herz selber anfertigt, näht jetzt Mundschutze. Für uns und unsere Praxis. Aber auch für andere Menschen, die sich schützen wollen.

Bis bald!

Dann hoffentlich gesund und voller neuer Ideen für neue Lösungen,

Corinna von ReitClever

#losgelassenheitfuerreiter

#gluecklichreiten

#angstfreireiten

Positiv bleiben und etwas für sich tun in Zeiten wie diesen

Positiv bleiben in Zeiten wie diesen.

Eigentlich kann man das Wort mit dem großen C gar nicht mehr hören.

Trotzdem nimmt die Corona- Situation eine Dimension an, die man sich bis vor kurzem nicht vorstellen konnte.

Da ist positiv bleiben nicht immer einfach.

Ich selber muss zugeben, dass ich das Ganze bis vor ca. 2 Wochen für eine große Hysterie gehalten habe. Ich ging nicht davon aus, dass Corona mich und mein Umfeld in irgendeiner Form beeinträchtigen könnte.

Am 14.03.2020 begann mein erster Pferdeführerschein Umgang Kurs.

Da die Prüfungsbestätigung noch aus stand, rief ich beim LPBB an. Es wurde interessantes Gespräch mit einer Mitarbeiterin: Auf Grund der am 18.03.2020 herausgegebenen Verordnung vom Land Berlin für den Umgang mit Corona werden aktuell keine Abzeichenprüfungen genehmigt.

Gleichzeitig wurde der Betrieb in Sportvereinen, Schwimmhallen und großen Reitschulen
flächendeckend eingestellt. Schulen und Kitas wurden geschlossen und mein Sohn freute sich über Corona- Ferien. Leid taten mir zu diesem Zeitpunkt kleinere Reitbetriebe. Die auf Grund der fehlenden Einnahmen Angst haben, die Pferde nicht mehr füttern zu können. Das Ganze genauso Existenz bedrohend wie für viele andere kleine Firmen und Einzelunternehmen.

Merkwürdigerweise haben mich diese Sorgen bis jetzt verschont.

Wir werden im April und wahrscheinlich auch Mai keine Veranstaltungen und Reitkurse auf dem Hof durchführen können. Auch in der Physiotherapiepraxis sagten 50% meiner Patienten ab.

Von einer Physiotherapie- Kollegin wurde ich letzte Woche mit den Worten begrüßt, dass ich für diese Zeiten wohl den falschen Namen hätte. Viele Leute würden den Corona- Virus Corinna nennen. Das war bis zu diesem Augenblick komplett an mir vorüber gegangen.

Und was soll ich sagen? Die erste Patientin, auf die ich nach dem Gespräch traf, redete dann vom Corinna- Virus. Dafür entschuldigte sie sich zwar sofort, aber sie untermauerte die Aussage meiner Kollegin.

Nach wie vor macht mir die Situation keine Angst.

Mir fällt es leicht, positiv zu bleiben. Weder geht ich davon aus, einen schlimmen Krankheitsverlauf zu bekommen, sollte ich mich anstecken. Noch finde ich diverse Horrorszenarien angebracht, die man jetzt in den sozialen Medien finden kann.

Beispielsweise dass es, wenn jetzt alle Betriebe pleite gehen, zu einer Währungsunion kommen wird. Dadurch wären alle Ersparnisse der Menschen verloren und wir bekämen Zustände wie in der Weimarer Republik. Dann würden die Rufe nach einem Diktator lauter.

Genauso fragen sich manche Menschen, wie leicht es ist, unsere Grundrechte auszuhebeln. Das aktuelle Versammlungsverbot wäre ein Hinweis darauf, dass bald noch ganz andere Maßnahmen durchgesetzt werden würden. Aber der Grund für das aktuelle Kontaktverbot ist doch kein Politischer.

Da fällt positiv bleiben nicht immer leicht.

Aber es ist die einzige Möglichkeit, die Situation gut zu überstehen. Denn Angst und ein ungutes Gefühl schwächen das Immunsystem erheblich. Mangelnde Abwehrkräfte öffnen Viren und Bakterien die Eingangstür.

Dabei bleibt die spannende Frage, warum die heutigen Menschen so stark auf solche Erregern reagieren. Jahrtausendelang hat es das menschliche Immunsystem geschafft, damit umzugehen. Epedemien gab es immer. Egal um welchen Erreger es sich handelt: Ältere und Vorerkrankte sind immer gefährdet. Schließlich haben wir alljährlich 8000- 10000 Grippetote aus dieser Gruppe in Deutschland. In besonderen Jahren werden es sogar mehr.

Aber es gibt auch ganz andere Stimmen. Die positive Effekte sehen aus der Corona- Situation: die Leute rücken mental dichter zusammen und helfen sich untereinander. Bisher schlecht bezahlte und mäßig angesehene Berufe wie Krankenschwestern, Pfleger und Verkäuferinnen werden nun als Stütze der Gesellschaft gesehen. Auch die Bauern, über deren Konvois sich vor Kurzem noch viele aufgeregt haben, werden nun geschätzt.

Man kann auch ohne Fernreisen, Flieger und lange Autofahrten existieren.

Auch andere Individuen leben auf: In Venedig ist das Wasser wieder klar und es sind Fische in den Hafenbecken zu sehen. Gestern habe ich schöne Aufnahmen von einem ganzen Delphinrudel gesehen, was sich in Küstennähe aufhielt, weil die Schifffahrt aussetzt.

Das sind doch Dinge, die beweisen, dass Umwelt- und Klimaschutz gehen.

Vielleicht schaffen wir es, Teile dieses Zustandes auch nach der Corona- Zeit zu bewahren.

In denen wir genießen, dass wir uns wieder mit Freunden treffen können.

Und zwar auch direkt vor der Haustür. Im Café nebenan.

Denn die Nähe zu engen Freunde ist es doch, die wir jetzt vermissen.

In einem Ausflugsziel, was man auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad erreichen kann. Am besten mit einem Spaziergang zu Fuß oder zu Pferde. Das ist umweltfreundlich.

Warum muss der Wochenendtrip mit dem Flieger in eine andere Metropole sein?

Letzten Samstag habe ich dann doch den aktuellen Pferdeführerschein Umgang ausgesetzt.

Die Teilnehmer haben sich große Sorgen gemacht. Mein Grund dafür ist, dass es vor allem darum geht, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Deutschland hat ein gut funktionierendes und soziales Gesundheitssystem. Jeder bekommt die Hilfe, die er braucht. Z.B. in Amerika ist das anders. Dort richtet sich die medizinische Versorgung nach dem Krankenkassentarif. Der nach Einkommen gewährt wird.

Auch Spanien und Italien, in denen die Fallzahlen von mit dem Virus infizierten Toten in den letzten Wochen erheblich angestiegen sind, haben ein ganz anderes Gesundheitssystem.

Auch wenn man sich über Vieles ärgern kann: In Deutschland wird Niemandem ärztliche Hilfe versagt. Und damit es möglich bleibt, alle Menschen auch intensivmedizinisch zu versorgen, die es nötig haben, gibt es die aktuellen Einschränkungen.

Dafür sind die Appelle, Kontakte zu anderen Menschen einzuschränken.

Es ist eine Rechenaufgabe, wie viele schwer Erkrankte von den Intensivstationen aufgenommen werden können.

Deshalb finde ich es auch absolut in Ordnung, auf Ausritte und Reitunterricht zu verzichten. Auch wenn es weh tut. Denn wenn es zu Unfällen kommt, werden medizinische Kapazitäten blockiert, die vielleicht dringend gebraucht werden.

Und machen wir uns nichts vor: Wenn die Intensivstationen mit Corona- Patienten überbelegt sind, können auch schwere Verkehrsunfallopfer, Schlaganfall- oder Herzinfarktpatienten nicht behandelt werden. Die es ja weiterhin täglich irgendwo gibt.

Also bleibt ruhig. Nutzt die Zeit, in der Ihr zuhause seid auch mal für Euch.

Eine Freundin von mir macht nun an den pferdefreien Tagen Frühjahrsputz. Ein Anderer renoviert in der angeordneten Arbeitspause seine Wohnung.

Spannend ist, dass Webinaranbieter wie Edudip zur Zeit überlastete Server haben. Weil Viele Webinare anbieten wollen. Andere Reitlehrer bieten Videoauswertungen für Ihre Schüler an.

Seid kreativ! Unterstützt diejenigen, deren wirtschaftliche Situation im Moment extrem angespannt ist. Fragt die kleine Reitschule in der Nähe, ob Ihr mit Spenden helfen könnt.

Wenn Ihr könnt.

Aber versucht vor allem positiv zu bleiben. Damit Ihr mit gestärkter Energie aus dieser Zeit geht. Oder fangt an, regelmäßig zu turnen. Wenn Ihr in ein paar Wochen locker und elastisch aufs Pferd steigt, wird es sich freuen.

Oder haltet Euch täglich eine Stunde mit so viel freier Haut wie möglich in der Sonne auf. Das kurbelt die körpereigene Vitamin D Produktion an. Die ist wichtig für ein gutes Immunsystem.

Genauso wie ein gesunder Darm. Ernährung für Reiter ist fast bei Jedem ein Thema.

Ich bin dabei, meine Präsenzkurse auf Onlinekurse umzuarbeiten.

Da der Kurs oft nachgefragt wird, hat „Kleiner Schreck na und?“ den Anfang gemacht. Unter dem blauen Link erhaltet ihr mehr Informationen und Ihr könnt den Kurs für zuhause herunterladen.

Auch bei Locker im Sattel- Brain Gym® für Reiter geht es vor allem um die Losgelassenheit des Reiters. Die kann man durch regelmäßige Übungen gut beeinflussen.

Macht etwas und bleibt positiv! Dann könnt Ihr die freie Zeit auch genießen.

Bis bald und bleibt gesund!

Corinna von ReitClever

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#losgelassenheitfuerreiter

Kann man sein Reiten verbessern ohne zu reiten? Einblick in die Kurse für Reiter

Am Wochenende hatten wir auf dem Hof wieder einen Spiraldynamik® für Reiter Kurs.

Wie häufig bei diesem Thema kommen „echte Reiter“ zum Kurs. Die entweder eine langjährige Erfahrung im Reiten oder auch im Unterrichten haben. Meist resultiert die Motivation daraus, es besser machen zu wollen. Oder Tipps und Anregungen zu finden, wie man bestimmte Sitzprobleme verbessern kann.

Deshalb freut mich dann ein gutes Feedback von den „Profis“ ganz besonders.

Häufig hört sich für die Teilnehmer auch der Titel spannend an: „Die Wirbelsäule als Mast für den Reitsitz“. Eine Reiterin sagte am Samstag im Lauf des Kurse: „Ich habe schon öfter überlegt, einen Kurs bei Dir zu machen. Aber ich dachte, wir turnen von 10.00 – 17.00. Das würde ich nicht durchhalten.“

Keine Angst:

In keinem meiner Kurse wird von 10.00 – 17-00 geturnt.

Trotzdem geht es immer darum, wie man sein Reiten verbessern kann ohne zu reiten. Selbstverständlich muss man danach auch irgendwann aufs Pferd, um das Gefühlte umzusetzen.

Aber um neue Dinge zu lernen oder motorische Abläufe zu verbessern, braucht man Ruhe und Konzentration. Dabei es ist sinnvoll, sich dafür erstmal nur auf sich und seinen Körper zu konzentrieren. Erst wenn man eine Ahnung hat, wo und was man verändern möchte, kann man auch auf dem Pferd den Fokus darauf richten.

Dafür gibt es zu Beginn des Kurses einen ausführlichen Theorieteil. Der bildet die Voraussetzung dafür, anatomische und muskuläre Zusammenhänge zu verstehen. Erst wenn man weiß, wo die Strukturen liegen, die man beispielsweise für eine stabile Wirbelsäule braucht, kann man sie ansteuern. Dadurch hat man es leichter, neue Bewegungen umzusetzen.

Danach geht es dann tatsächlich in die Praxis.

Immer wieder unterbrochen von Wahrnehmungseinheiten, um nachzufühlen, wo sich im Körper etwas verändert hat. Wenn man das „auf dem Trockenen“ wahrnimmt, kann man das später auch auf dem Pferd umsetzen.

Und am Ende hat eigentlich jeder Teilnehmer eine Idee davon, was und wie er es auf dem Pferd besser machen kann.

Das freut mich dann am allermeisten.

Wenn die Anregungen aus dem Kurs dann tatsächlich umgesetzt werden. Und ich das entsprechende Feedback bekomme.
Erst wenn man eine Bewegungsvorstellung hat, kann man daran gehen, diese auf dem Pferd auszuprobieren. Denn wenn man weiß, wie es sich am eigenen Körper anfühlen muss, kann man es danach auf das Pferd übertragen.

Also ein klares Ja.

Wenn man weiß, worauf man achten möchte funktioniert es:

Man kann sein Reiten verbessern ohne zu reiten.

Natürlich muss man danach auch aufs Pferd, um wirklich zu sehen, was man verändern kann.

Wer Lust hat, das auszuprobieren: Am 16.05.2020 geht es um „Drei Schlüssel für mehr Balance“. Dieser Kurs wird auch als Lizenzverlängerung anerkannt werden.

Die Kurse für eine bessere Technik auf dem Pferd wie eine weiche Hand, bewegliche Hüften oder eine stabile Wirbelsäule starten wieder im November 2020. Im Sommer bin ich ab und zu auf anderen Reitanlagen unterwegs, um dort im Kurs vormittags diese Themen zu unterrichten. Nachmittags geht es dann auf die Pferde, um das Gelernte umzusetzen.

Vielleicht bis bald,

Corinna von ReitClever

#reitenverbessernohnezureiten

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Die Kursoffensive MEHR WISSEN für Reiter hat begonnen.

Die Kurssaison hat begonnen. In "Bewegliche Hüften- elastischer Sitz" wird MEHR Wissen für Reiter vermittelt, um Sitz und Einwirkung zu verbessern.
Die Kursoffensive MEHR Wissen für Reiter hat begonen.

Am Sonntag hatten wir ein Treffen unserer ehemaligen Voltigiergruppe. Die Idee dazu entstand auf dem 80 ten Geburtstag unserer Trainerin vor 2,5 Jahren.

Ich weiß noch genau, wie die Tochter mich anschrieb und mich fragte, ob ich zum 80 ten Geburtstag Ihrer Mutter kommen wolle. 80! Da musste ich erstmal durchatmen. Und habe dann nachgerechnet. Tatsächlich liegt unsere aktive Zeit schon über 30 Jahre zurück.

Nichtsdestoweniger hatte die Tochter noch zu einigen Gruppenmitgliedern Kontakt. Außerdem haben sich viele in den letzte Jahren über social media wieder gefunden.

Diejenigen, die damals schon eng befreundet waren, sind es heute noch.

Vor gut 2 Jahren war es ein schöner Geburtstag. Viele Gesichter waren da, die sich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Dabei entstand die Idee, dass wir uns alle mal zum plaudern treffen.

So wurde das Treffen zu einer kleinen Zeitreise. Kurz gesagt war es faszinierend zu sehen, wie wenig sich die meisten verändert haben. Sicherlich sind wir alle deutlich älter geworden. Dennoch konnte man sich sofort erkennen. Genauso war die typische Art zu reden oder sich zu bewegen sofort zu sehen.

Auch die Trainerin hat nichts an Intensität und Lautstärke in der Stimme verloren.

Jede Menge Fotos und Videos gab es zu sehen.

Darüber hinaus viel zu essen, zu trinken und natürlich jede Menge zu erzählen. Schon toll, was man nach so vielen Jahren noch weiß und wieder hervor kramt. Einige haben damals schon angefangen zu reiten und sind nach der aktiven Voltizeit weiter geritten. Sie tun es heute noch.

Weiterhin war faszinierend zu sehen: die „Kleinen“ von damals sind heute groß. Genau wie die „Großen“ haben sie Kinder, einen Job und ihren Platz im Leben gefunden.

Eigentlich kommen alle Voltis dort an, wo sie hinwollen. Der Zusammenhalt als Mannschaft, die Zeit mit den Pferden und das Zusammenwachsen als Gruppe über Jahre hinweg formt. Die Großen ziehen die Kleinen mit und auf den Turnierwochenenden werden auch Hausaufgaben zusammen gemacht. So verlebt man in prägenden Jahren eine wichtige Zeit als Team. Die man irgendwie mit in sein weiteres Leben nimmt.

Spannenderweise haben heute nur noch wenige mit Pferden zu tun.

Eine hat jetzt selber eigene Pferde und trainiert Voltigiergruppen. Vier andere reiten noch mehr oder weniger regelmäßig. Alle anderen haben umgesattelt. Auch die Kinder der teilweise erfolgreichen Voltigierer treten meist in andere Fußstapfen: Cheerleading, Tennis, Hockey, Klettern, Leichtathletik. Auch mein Sohn reitet nur mir zuliebe ab und zu mit aus. Dabei hat er die Pferde vor der Tür. Aber meist ist Playmobil interessanter.

Was hat uns damals so erfolgreich gemacht? Wir wollten!

Zum Einen haben wir uns die Zeit genommen 2-4 x/ Woche zu trainieren. Zum Anderen sind wir freiwillig joggen gegangen und haben solange geübt oder die entsprechenden Muskeln trainiert bis die Übung geklappt hat. In Lehrgängen haben wir dazu gelernt. Was uns dann immer besser werden ließ. Und wir haben uns gegenseitig motiviert. Weil wir in die höhere Leistungsklasse wollten.

Das ist einer der Gründe, warum ich die Kursoffensive MEHR Wissen für Reiter in Leben gerufen habe. Viele Reiter sind motiviert. Viele wollen besser reiten. Aber sie wissen oft nicht, wo sie ansetzen wollen. Beispielsweise hatte ich am Samstag im Kurs „Bewegliche Hüften- elastischer Sitz“ Teilnehmerinnen, die genau wussten, wo Ihr Problem sitzt. Doch hatten sie keine Ahnung, wo sie außerhalb des Reitunterrichts ansetzen sollten. So erhoffen sie sich von dem Kurs klare Anleitungen. Theoretisch und praktisch mehr Wissen für Reiter. Beispielsweise damit sie auf dem Pferd besser zum sitzen zu kommen.

Genauso motiviert sind häufig ältere Reiter. Die wissen, wo es hakt. Deshalb suchen sie effektive Ansätze, Elastizität und Beweglichkeit zu fördern. Wenn Dich das interessiert, kannst Du in dem letzten Blogartikel „Der goldene Herbst- reiten in der zweiten Lebenshälfte.
mehr darüber lesen.

Was mir aber damals nicht so klar war, habe ich gestern auf einem Video gesehen.

Die Pferde hatten ganz schön mit uns zu tun: 48 Auf- und Abgänge während einer Pflichtvorführung, weil jedes Kind zu jeder Übung aufs Pferd und wieder herunter musste. Dann musste jeder Turner während der Kür auch mindestens einmal aufs Pferd. Häufig sogar mehrfach.

Darüber hinaus waren die Abgänge mit Schwung und Kraft in alle Richtungen verbunden. Ab und zu haben wir damals über die Belastung der Pferde geredet. Denn wir hatten ein relativ kleines und zierliches Pferd, was uns in die höchste Leistungsklasse getragen hat.

Deshalb sollten wir nicht über 50 Kilo wiegen. Damit die Stute nicht so viel  zu tragen hatte. Wir sollten auch nur Zweierübungen turnen. Die spektakulären Dreieraufbauten mit Auf- und Abschwingen der Obermänner kam erst später, als wir ein größeres Pferd hatte.

Ehrlich gesagt haben wir uns aber keine weiterführenden Gedanken gemacht.

Wie das Pferd ausgleichsmäßig gearbeitet wird. Wie lange es zu tun hat, die richtigen Tragemuskeln aufzubauen. Erst heute weiß ich, dass viele Pferde, die die Kinder nicht gerne stehen oder flanken ließen, einfach Rückenschmerzen hatten.

Damals habe ich das nicht gesehen. Weil mir das mehr Wissen für Reiter gefehlt hat. Ich hatte wahrscheinlich auch noch nicht den richtigen Blick dazu.

Aus gutem Grund sind die Leistungsvoltigierpferde heute sehr groß.

So haben sie einen imponierend großen Hals und eine mächtige Hinterhand. Das müssen sie auch, um 150 Kilo in 2 Meter 50 Höhe auszubalancieren. Auch turnen die Voltis heute ganz andere Dinge als wir damals. Der Sport hat sich entwickelt. Das Wissen und die Trainingsmethoden auch.

Heute sind die Wettkampfbestimmungen anders.

Erstens wird nicht bei jedem Start das ganze Programm gezeigt. Sondern es gibt extra Kür- und Pflichtblöcke. In denen die Voltigierer nur ein- oder zweimal auf und ab gehen und die Übungen im Block turnen. Zweitens wird das  Pferd mehr berücksichtigt. Damals mussten die Pferde 15 Minuten durch galoppieren.

Wir waren ihnen dankbar. Und wir haben sie geliebt. Aber trotzdem denke ich nach den Videos von damals, dass wir sie ganz schön belastet haben.

Das hat sich in der heutigen Zeit bei vielen Reitern verändert. Das Pferd steht an erster Stelle. Ferner möchten wir es so gut wie möglich auf die Belastung durch uns vorbereiten. Zumindest im Freizeitbereich ist das zu beobachten. Wenn es auch manchmal das umgekehrte Phänomen gibt, dass die Pferde wenig bis gar nicht gefordert werden. Sondern vor allem gefüttert und mit Leckerlis versorgt werden. Was dann wieder andere Probleme hervor bringt.

Nichtsdestoweniger ist die Idee von ReitClever, Mehr Wissen für Reiter so aufzuarbeiten, dass es jeder Reiter verstehen kann.

Damit er weiß, wo er ansetzen kann, um sich auch ohne Pferd zu verbessern. Dadurch kann er es seinem Pferd einfacher machen. Indem er eine bessere Technik bekommt. Wer das möchte, nimmt sich dafür auch zuhause Zeit.

Mit den kleinen und größeren Onlineprogrammen bekommt man etwas in die Hand, um den Sitz, die mentale Stärke zu verbessern oder auch angstfrei zu reiten.

Mich freut, dass das angenommen wird. Die Kurse im Februar drehten sich vor allem um die innere und äußere Losgelassenheit des Reiters. Dabei muss man vor allem im Kopf gut drauf sein. Welche Stolpersteine man dabei aus dem Weg räumen kann zeigt der Artikel „Ja, ich will- Gedanken über das Thema Reiten mit Angst“.

Um den ausbalancierten Sitz geht es dann am 16.05.2020 bei Drei Schlüssel zu mehr Balance. Neben den körperlichen Voraussetzungen werden wir uns dann mit der notwendigen geistigen Verfassung beschäftigen, um auch innerlich ins Gleichgewicht zu kommen.

Um das Mehr Wissen für Reiter schon bei den Einsteigern zu etablieren, startet am 14.03.2020 der neue Pferdeführerschein Umgang.

Also ein volles Programm für den Frühling, der jetzt schon vor der Tür steht. Wer Interesse an den Kursen hat, klickt auf die blauen Links. Für kurz Entschlossene: Beim Kurs Spiraldynamik für Reiter am kommenden Samstag gibt es noch freie Plätze.

Ich freu mich schon!

Bis bald und genießt die länger werdenden Tage!

Der goldene Herbst- Reiten in der zweiten Lebenshälfte

Feste Hüften sind kein Beinbruch. Mit entsprechenden Übungen kann man sie lockerer bekommen, um besser zu Reiten in der zweiten Dekade.
Reiten in der zweiten Lebenshälfte

#kursefuerreiter

#reiteninderzweitenlebenshaelfte

#MEHRwissenfuerreiter

#bessersitzen

Seitdem ich letztes Jahr eine neue Lebensdekade erreicht habe, gehe ich manchmal mit anderen Augen durch die Welt.

Zum Einen beobachte ich Gleichaltrige, ob die in Aussehen und Verhalten ihrem Alter entsprechen. Zum Anderen schaue ich auf Beweglichkeit und Bewegungsqualität. Sowohl was die geistige als auch die körperliche Flexibilität angeht. In beiden Fällen bekomme ich überraschende Ergebnisse in die eine und andere Richtung.

Auch im Internet geht der Tenor oft zu „Altes Pferd, na und?“

Wie viel Liebe von älteren Tieren ausgeht, wenn sie beachtet, gepflegt und gut behandelt werden. Ohne Frage absolut richtig. Auch meine drei Damen werden älter und haben das eine oder andere Problemchen.

Was ich im Netz aber absolut vermisse, sind Angebote für das Reiten in der zweiten Lebenshälfte.

Denn genau wie Pferde haben ältere Reiter viele Vorzüge. Auch wenn sie von den Jüngeren manchmal belächelt werden.

Häufig sind sie geduldiger. Denn sie haben mehr Zeit. Die Berufs- und Karriereplanung ist abgeschlossen. Die Kinder sind aus dem Haus oder zumindest selbständig. Sie haben ein stabiles Einkommen: das Rotieren um Familie, Job und Einkommen ist meist überstanden.

Und sie sind reflektiert genug, ihren Handlungsbedarf zu entdecken. Darüber hinaus sind sie bereit, an ihren körperlichen und mentalen Baustellen zu arbeiten.

Weil Sie es wollen.

Sie wollen beim Reiten in der zweiten Lebenshälfte das Glücksgefühl des feineren Reitens erleben. Wie viele Andere auch wollen sie dabei ihrem Pferd so wenig wie möglich zur Last fallen.

Also arbeiten sie an sich.

Regelmäßig.

Mitunter täglich.

Denn sie haben gelernt, dass man mit Beharrlichkeit zum Ziel kommt. Und das gefällt mir.

Wenn ich mich mit älteren Reitern unterhalte, fällt mir oft auf, dass sie genau wissen, wo ihr Handicap liegt.

Manche wollen nicht hinschauen. Manche wissen es und übergehen es.

Aber der Großteil meiner Gesprächspartner ist interessiert daran, neue Wege zu gehen.

Und mit mehr Wissen gezielt an ihren Baustellen zu arbeiten. Das ist das Positive am Reiten in der zweiten Lebenshälfte.

Mich freut dann, wenn ich höre, dass sie jeden Morgen nach dem Aufstehen turnen. Sich dehnen, weil die Hüften ziepen. Oder ihre Mentalübungen machen.

Denn Eines kommt im fortgeschrittenen Alter auf jeden Fall dazu:

Unser Kopfkino geht schneller an. Wir haben oft genug bedrohliche Situationen erlebt. Vielleicht sogar einen Unfall live gesehen. Und daraus können Ängste entsehen.

Auch weiß unser Gehirn dass wir nicht mehr so elastisch sind. Dass wir uns im Fall der Fälle eher verletzen können. Deshalb sind wir nicht mehr so risikobereit wie jüngere Reiter.

Aber mit Köpfchen und Erfahrung können wir das eine oder andere Problem umgehen.

Und wir können unsere bisherigen Erfahrungen gezielt einsetzen, um #besserreiten zu können. Und wir sind aufgeschlossener, eventuelle Ängste anzugehen.

Beispielsweise mit einer kinesiologischen Beratung. Oder einem speziellen Übungsprogramm für Reiten mit Hüftarthrose. (Wenn das für Sie ein Thema ist, klicken sie gerne auf den blauen Link). Wer es ganz genau wissen möchte kommt kurzentschlossen zu bewegliche Hüften und elastischer Sitz am 29.02.2020 nach Zossen.

Deshalb habe ich eine Bitte: Seid zu älteren Reitern genauso nett wie zu älteren Pferden.

Sie haben dasselbe Anliegen wie die Jüngeren: die gemeinsame Zeit mit dem Pferd fröhlich und stressfrei verbringen.

Dafür sind sie bereit, Zeit und Energie zu investieren.

Und sie haben es verdient, beachtet zu werden. Denn sie beachten ihre Pferde auch mit viel Gefühl und Empathie.

Amen.

Bis bald,

Corinna von ReitClever.