Gibt´s Neues?

Positiv bleiben und etwas für sich tun in Zeiten wie diesen

Positiv bleiben, wenn die Welt nur von Corona sprcht ist ein Herausforderung. Wir haben Tipps dafür.
Positiv bleiben

#gluecklichreiten

#kursefuerreiter

#besserreiten

#losgelassenheitfuerreiter

Eigentlich kann man das Wort mit dem großen C gar nicht mehr hören. Trotzdem nimmt die Corona- Situation eine Dimension an, die man sich bis vor kurzem nicht vorstellen konnte. Da ist positiv bleiben nicht immer einfach.

Ich selber muss zugeben, dass ich das Ganze bis vor ca. 2 Wochen für eine große Hysterie gehalten habe. Ich ging nicht davon aus, dass Corona mich und mein Umfeld in irgendeiner Form beeinträchtigen könnte.

Am 14.03.2020 begann mein erster Pferdeführerschein Umgang Kurs.

Da die Prüfungsbestätigung noch aus stand, rief ich beim LPBB an. Es wurde interessantes Gespräch mit einer Mitarbeiterin: Auf Grund der am 18.03.2020 herausgegebenen Verordnung vom Land Berlin für den Umgang mit Corona werden aktuell keine Abzeichenprüfungen genehmigt.

Gleichzeitig wurde der Betrieb in Sportvereinen, Schwimmhallen und großen Reitschulen
flächendeckend eingestellt. Schulen und Kitas wurden geschlossen und mein Sohn freute sich über Corona- Ferien. Leid taten mir zu diesem Zeitpunkt kleinere Reitbetriebe. Die auf Grund der fehlenden Einnahmen Angst haben, die Pferde nicht mehr füttern zu können. Das Ganze genauso Existenz bedrohend wie für viele andere kleine Firmen und Einzelunternehmen.

Merkwürdigerweise haben mich diese Sorgen bis jetzt verschont.

Wir werden im April und wahrscheinlich auch Mai keine Veranstaltungen und Reitkurse auf dem Hof durchführen können. Auch in der Physiotherapiepraxis sagten 50% meiner Patienten ab.

Von einer Physiotherapie- Kollegin wurde ich letzte Woche mit den Worten begrüßt, dass ich für diese Zeiten wohl den falschen Namen hätte. Viele Leute würden den Corona- Virus Corinna nennen. Das war bis zu diesem Augenblick komplett an mir vorüber gegangen.

Und was soll ich sagen? Die erste Patientin, auf die ich nach dem Gespräch traf, redete dann vom Corinna- Virus. Dafür entschuldigte sie sich zwar sofort, aber sie untermauerte die Aussage meiner Kollegin.

Nach wie vor macht mir die Situation keine Angst.

Mir fällt es leicht, positiv zu bleiben. Weder geht ich davon aus, einen schlimmen Krankheitsverlauf zu bekommen, sollte ich mich anstecken. Noch finde ich diverse Horrorszenarien angebracht, die man jetzt in den sozialen Medien finden kann.

Beispielsweise dass es, wenn jetzt alle Betriebe pleite gehen, zu einer Währungsunion kommen wird. Dadurch wären alle Ersparnisse der Menschen verloren und wir bekämen Zustände wie in der Weimarer Republik. Dann würden die Rufe nach einem Diktator lauter.

Genauso fragen sich manche Menschen, wie leicht es ist, unsere Grundrechte auszuhebeln. Das aktuelle Versammlungsverbot wäre ein Hinweis darauf, dass bald noch ganz andere Maßnahmen durchgesetzt werden würden. Aber der Grund für das aktuelle Kontaktverbot ist doch kein Politischer.

Da fällt positiv bleiben nicht immer leicht.

Aber es ist die einzige Möglichkeit, die Situation gut zu überstehen. Denn Angst und ein ungutes Gefühl schwächen das Immunsystem erheblich. Mangelnde Abwehrkräfte öffnen Viren und Bakterien die Eingangstür.

Dabei bleibt die spannende Frage, warum die heutigen Menschen so stark auf solche Erregern reagieren. Jahrtausendelang hat es das menschliche Immunsystem geschafft, damit umzugehen. Epedemien gab es immer. Egal um welchen Erreger es sich handelt: Ältere und Vorerkrankte sind immer gefährdet. Schließlich haben wir alljährlich 8000- 10000 Grippetote aus dieser Gruppe in Deutschland. In besonderen Jahren werden es sogar mehr.

Aber es gibt auch ganz andere Stimmen. Die positive Effekte sehen aus der Corona- Situation: die Leute rücken mental dichter zusammen und helfen sich untereinander. Bisher schlecht bezahlte und mäßig angesehene Berufe wie Krankenschwestern, Pfleger und Verkäuferinnen werden nun als Stütze der Gesellschaft gesehen. Auch die Bauern, über deren Konvois sich vor Kurzem noch viele aufgeregt haben, werden nun geschätzt.

Man kann auch ohne Fernreisen, Flieger und lange Autofahrten existieren.

Auch andere Individuen leben auf: In Venedig ist das Wasser wieder klar und es sind Fische in den Hafenbecken zu sehen. Gestern habe ich schöne Aufnahmen von einem ganzen Delphinrudel gesehen, was sich in Küstennähe aufhielt, weil die Schifffahrt aussetzt.

Das sind doch Dinge, die beweisen, dass Umwelt- und Klimaschutz gehen.

Vielleicht schaffen wir es, Teile dieses Zustandes auch nach der Corona- Zeit zu bewahren.

In denen wir genießen, dass wir uns wieder mit Freunden treffen können.

Und zwar auch direkt vor der Haustür. Im Café nebenan.

Denn die Nähe zu engen Freunde ist es doch, die wir jetzt vermissen.

In einem Ausflugsziel, was man auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad erreichen kann. Am besten mit einem Spaziergang zu Fuß oder zu Pferde. Das ist umweltfreundlich.

Warum muss der Wochenendtrip mit dem Flieger in eine andere Metropole sein?

Letzten Samstag habe ich dann doch den aktuellen Pferdeführerschein Umgang ausgesetzt.

Die Teilnehmer haben sich große Sorgen gemacht. Mein Grund dafür ist, dass es vor allem darum geht, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Deutschland hat ein gut funktionierendes und soziales Gesundheitssystem. Jeder bekommt die Hilfe, die er braucht. Z.B. in Amerika ist das anders. Dort richtet sich die medizinische Versorgung nach dem Krankenkassentarif. Der nach Einkommen gewährt wird.

Auch Spanien und Italien, in denen die Fallzahlen von mit dem Virus infizierten Toten in den letzten Wochen erheblich angestiegen sind, haben ein ganz anderes Gesundheitssystem.

Auch wenn man sich über Vieles ärgern kann: In Deutschland wird Niemandem ärztliche Hilfe versagt. Und damit es möglich bleibt, alle Menschen auch intensivmedizinisch zu versorgen, die es nötig haben, gibt es die aktuellen Einschränkungen.

Dafür sind die Appelle, Kontakte zu anderen Menschen einzuschränken.

Es ist eine Rechenaufgabe, wie viele schwer Erkrankte von den Intensivstationen aufgenommen werden können.

Deshalb finde ich es auch absolut in Ordnung, auf Ausritte und Reitunterricht zu verzichten. Auch wenn es weh tut. Denn wenn es zu Unfällen kommt, werden medizinische Kapazitäten blockiert, die vielleicht dringend gebraucht werden.

Und machen wir uns nichts vor: Wenn die Intensivstationen mit Corona- Patienten überbelegt sind, können auch schwere Verkehrsunfallopfer, Schlaganfall- oder Herzinfarktpatienten nicht behandelt werden. Die es ja weiterhin täglich irgendwo gibt.

Also bleibt ruhig. Nutzt die Zeit, in der Ihr zuhause seid auch mal für Euch.

Eine Freundin von mir macht nun an den pferdefreien Tagen Frühjahrsputz. Ein Anderer renoviert in der angeordneten Arbeitspause seine Wohnung.

Spannend ist, dass Webinaranbieter wie Edudip zur Zeit überlastete Server haben. Weil Viele Webinare anbieten wollen. Andere Reitlehrer bieten Videoauswertungen für Ihre Schüler an.

Seid kreativ! Unterstützt diejenigen, deren wirtschaftliche Situation im Moment extrem angespannt ist. Fragt die kleine Reitschule in der Nähe, ob Ihr mit Spenden helfen könnt.

Wenn Ihr könnt.

Aber versucht vor allem positiv zu bleiben. Damit Ihr mit gestärkter Energie aus dieser Zeit geht. Oder fangt an, regelmäßig zu turnen. Wenn Ihr in ein paar Wochen locker und elastisch aufs Pferd steigt, wird es sich freuen.

Oder haltet Euch täglich eine Stunde mit so viel freier Haut wie möglich in der Sonne auf. Das kurbelt die körpereigene Vitamin D Produktion an. Die ist wichtig für ein gutes Immunsystem.

Genauso wie ein gesunder Darm. Ernährung für Reiter ist fast bei Jedem ein Thema.

Ich bin dabei, meine Präsenzkurse auf Onlinekurse umzuarbeiten.

Da der Kurs oft nachgefragt wird, hat „Kleiner Schreck na und?“ den Anfang gemacht. Unter dem blauen Link erhaltet ihr mehr Informationen und Ihr könnt den Kurs für zuhause herunterladen.

Auch bei Locker im Sattel- Brain Gym® für Reiter geht es vor allem um die Losgelassenheit des Reiters. Die kann man durch regelmäßige Übungen gut beeinflussen.

Macht etwas und bleibt positiv! Dann könnt Ihr die freie Zeit auch genießen.

Bis bald und bleibt gesund!

Corinna von ReitClever

Kann man sein Reiten verbessern ohne zu reiten? Einblick in die Kurse für Reiter

Um eine Bewegung ausführen zu können, müssen bestimmte Muskeln loslassen. Das kann man üben.
LOSLASSEN, um Bewegung zu ermöglichen

#reitenverbessernohnezureiten

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#MEHRWissenfuerreiter

#reitenverbessernohnepferd

Am Wochenende hatten wir auf dem Hof wieder einen Spiraldynamik® für Reiter Kurs.

Wie häufig bei diesem Thema kommen „echte Reiter“ zum Kurs. Die entweder eine langjährige Erfahrung im Reiten oder auch im Unterrichten haben. Meist resultiert die Motivation daraus, es besser machen zu wollen. Oder Tipps und Anregungen zu finden, wie man bestimmte Sitzprobleme verbessern kann.

Deshalb freut mich dann ein gutes Feedback von den „Profis“ ganz besonders.

Häufig hört sich für die Teilnehmer auch der Titel spannend an: „Die Wirbelsäule als Mast für den Reitsitz“. Eine Reiterin sagte am Samstag im Lauf des Kurse: „Ich habe schon öfter überlegt, einen Kurs bei Dir zu machen. Aber ich dachte, wir turnen von 10.00 – 17.00. Das würde ich nicht durchhalten.“

Keine Angst:

In keinem meiner Kurse wird von 10.00 – 17-00 geturnt.

Trotzdem geht es immer darum, wie man sein Reiten verbessern kann ohne zu reiten. Selbstverständlich muss man danach auch irgendwann aufs Pferd, um das Gefühlte umzusetzen.

Aber um neue Dinge zu lernen oder motorische Abläufe zu verbessern, braucht man Ruhe und Konzentration. Dabei es ist sinnvoll, sich dafür erstmal nur auf sich und seinen Körper zu konzentrieren. Erst wenn man eine Ahnung hat, wo und was man verändern möchte, kann man auch auf dem Pferd den Fokus darauf richten.

Dafür gibt es zu Beginn des Kurses einen ausführlichen Theorieteil. Der bildet die Voraussetzung dafür, anatomische und muskuläre Zusammenhänge zu verstehen. Erst wenn man weiß, wo die Strukturen liegen, die man beispielsweise für eine stabile Wirbelsäule braucht, kann man sie ansteuern. Dadurch hat man es leichter, neue Bewegungen umzusetzen.

Danach geht es dann tatsächlich in die Praxis.

Immer wieder unterbrochen von Wahrnehmungseinheiten, um nachzufühlen, wo sich im Körper etwas verändert hat. Wenn man das „auf dem Trockenen“ wahrnimmt, kann man das später auch auf dem Pferd umsetzen.

Und am Ende hat eigentlich jeder Teilnehmer eine Idee davon, was und wie er es auf dem Pferd besser machen kann.

Das freut mich dann am allermeisten.

Wenn die Anregungen aus dem Kurs dann tatsächlich umgesetzt werden. Und ich das entsprechende Feedback bekomme.
Erst wenn man eine Bewegungsvorstellung hat, kann man daran gehen, diese auf dem Pferd auszuprobieren. Denn wenn man weiß, wie es sich am eigenen Körper anfühlen muss, kann man es danach auf das Pferd übertragen.

Der Halbkniestand biete alle Voraussetzungen für das Üben von Stabilität und Mobilität im Hüft-Beckenbereich.
Halbkniestand für die Stabilität im Hüftbereich.

Also ein klares Ja.

Wenn man weiß, worauf man achten möchte funktioniert es:

Man kann sein Reiten verbessern ohne zu reiten.

Natürlich muss man danach auch aufs Pferd, um wirklich zu sehen, was man verändern kann.

Wer Lust hat, das auszuprobieren: Am 16.05.2020 geht es um „Drei Schlüssel für mehr Balance“. Dieser Kurs wird auch als Lizenzverlängerung anerkannt werden.

Die Kurse für eine bessere Technik auf dem Pferd wie eine weiche Hand, bewegliche Hüften oder eine stabile Wirbelsäule starten wieder im November 2020. Im Sommer bin ich ab und zu auf anderen Reitanlagen unterwegs, um dort im Kurs vormittags diese Themen zu unterrichten. Nachmittags geht es dann auf die Pferde, um das Gelernte umzusetzen.

Vielleicht bis bald,

Corinna von ReitClever

Die Kursoffensive MEHR WISSEN für Reiter hat begonnen.

Die Kurssaison hat begonnen. In "Bewegliche Hüften- elastischer Sitz" wird MEHR Wissen für Reiter vermittelt, um Sitz und Einwirkung zu verbessern.
Die Kursoffensive MEHR Wissen für Reiter hat begonen.

Am Sonntag hatten wir ein Treffen unserer ehemaligen Voltigiergruppe. Die Idee dazu entstand auf dem 80 ten Geburtstag unserer Trainerin vor 2,5 Jahren.

Ich weiß noch genau, wie die Tochter mich anschrieb und mich fragte, ob ich zum 80 ten Geburtstag Ihrer Mutter kommen wolle. 80! Da musste ich erstmal durchatmen. Und habe dann nachgerechnet. Tatsächlich liegt unsere aktive Zeit schon über 30 Jahre zurück.

Nichtsdestoweniger hatte die Tochter noch zu einigen Gruppenmitgliedern Kontakt. Außerdem haben sich viele in den letzte Jahren über social media wieder gefunden.

Diejenigen, die damals schon eng befreundet waren, sind es heute noch.

Vor gut 2 Jahren war es ein schöner Geburtstag. Viele Gesichter waren da, die sich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Dabei entstand die Idee, dass wir uns alle mal zum plaudern treffen.

So wurde das Treffen zu einer kleinen Zeitreise. Kurz gesagt war es faszinierend zu sehen, wie wenig sich die meisten verändert haben. Sicherlich sind wir alle deutlich älter geworden. Dennoch konnte man sich sofort erkennen. Genauso war die typische Art zu reden oder sich zu bewegen sofort zu sehen.

Auch die Trainerin hat nichts an Intensität und Lautstärke in der Stimme verloren.

Jede Menge Fotos und Videos gab es zu sehen.

Darüber hinaus viel zu essen, zu trinken und natürlich jede Menge zu erzählen. Schon toll, was man nach so vielen Jahren noch weiß und wieder hervor kramt. Einige haben damals schon angefangen zu reiten und sind nach der aktiven Voltizeit weiter geritten. Sie tun es heute noch.

Weiterhin war faszinierend zu sehen: die „Kleinen“ von damals sind heute groß. Genau wie die „Großen“ haben sie Kinder, einen Job und ihren Platz im Leben gefunden.

Eigentlich kommen alle Voltis dort an, wo sie hinwollen. Der Zusammenhalt als Mannschaft, die Zeit mit den Pferden und das Zusammenwachsen als Gruppe über Jahre hinweg formt. Die Großen ziehen die Kleinen mit und auf den Turnierwochenenden werden auch Hausaufgaben zusammen gemacht. So verlebt man in prägenden Jahren eine wichtige Zeit als Team. Die man irgendwie mit in sein weiteres Leben nimmt.

Spannenderweise haben heute nur noch wenige mit Pferden zu tun.

Eine hat jetzt selber eigene Pferde und trainiert Voltigiergruppen. Vier andere reiten noch mehr oder weniger regelmäßig. Alle anderen haben umgesattelt. Auch die Kinder der teilweise erfolgreichen Voltigierer treten meist in andere Fußstapfen: Cheerleading, Tennis, Hockey, Klettern, Leichtathletik. Auch mein Sohn reitet nur mir zuliebe ab und zu mit aus. Dabei hat er die Pferde vor der Tür. Aber meist ist Playmobil interessanter.

Was hat uns damals so erfolgreich gemacht? Wir wollten!

Zum Einen haben wir uns die Zeit genommen 2-4 x/ Woche zu trainieren. Zum Anderen sind wir freiwillig joggen gegangen und haben solange geübt oder die entsprechenden Muskeln trainiert bis die Übung geklappt hat. In Lehrgängen haben wir dazu gelernt. Was uns dann immer besser werden ließ. Und wir haben uns gegenseitig motiviert. Weil wir in die höhere Leistungsklasse wollten.

Das ist einer der Gründe, warum ich die Kursoffensive MEHR Wissen für Reiter in Leben gerufen habe. Viele Reiter sind motiviert. Viele wollen besser reiten. Aber sie wissen oft nicht, wo sie ansetzen wollen. Beispielsweise hatte ich am Samstag im Kurs „Bewegliche Hüften- elastischer Sitz“ Teilnehmerinnen, die genau wussten, wo Ihr Problem sitzt. Doch hatten sie keine Ahnung, wo sie außerhalb des Reitunterrichts ansetzen sollten. So erhoffen sie sich von dem Kurs klare Anleitungen. Theoretisch und praktisch mehr Wissen für Reiter. Beispielsweise damit sie auf dem Pferd besser zum sitzen zu kommen.

Genauso motiviert sind häufig ältere Reiter. Die wissen, wo es hakt. Deshalb suchen sie effektive Ansätze, Elastizität und Beweglichkeit zu fördern. Wenn Dich das interessiert, kannst Du in dem letzten Blogartikel „Der goldene Herbst- reiten in der zweiten Lebenshälfte.
mehr darüber lesen.

Was mir aber damals nicht so klar war, habe ich gestern auf einem Video gesehen.

Die Pferde hatten ganz schön mit uns zu tun: 48 Auf- und Abgänge während einer Pflichtvorführung, weil jedes Kind zu jeder Übung aufs Pferd und wieder herunter musste. Dann musste jeder Turner während der Kür auch mindestens einmal aufs Pferd. Häufig sogar mehrfach.

Darüber hinaus waren die Abgänge mit Schwung und Kraft in alle Richtungen verbunden. Ab und zu haben wir damals über die Belastung der Pferde geredet. Denn wir hatten ein relativ kleines und zierliches Pferd, was uns in die höchste Leistungsklasse getragen hat.

Deshalb sollten wir nicht über 50 Kilo wiegen. Damit die Stute nicht so viel  zu tragen hatte. Wir sollten auch nur Zweierübungen turnen. Die spektakulären Dreieraufbauten mit Auf- und Abschwingen der Obermänner kam erst später, als wir ein größeres Pferd hatte.

Ehrlich gesagt haben wir uns aber keine weiterführenden Gedanken gemacht.

Wie das Pferd ausgleichsmäßig gearbeitet wird. Wie lange es zu tun hat, die richtigen Tragemuskeln aufzubauen. Erst heute weiß ich, dass viele Pferde, die die Kinder nicht gerne stehen oder flanken ließen, einfach Rückenschmerzen hatten.

Damals habe ich das nicht gesehen. Weil mir das mehr Wissen für Reiter gefehlt hat. Ich hatte wahrscheinlich auch noch nicht den richtigen Blick dazu.

Aus gutem Grund sind die Leistungsvoltigierpferde heute sehr groß.

So haben sie einen imponierend großen Hals und eine mächtige Hinterhand. Das müssen sie auch, um 150 Kilo in 2 Meter 50 Höhe auszubalancieren. Auch turnen die Voltis heute ganz andere Dinge als wir damals. Der Sport hat sich entwickelt. Das Wissen und die Trainingsmethoden auch.

Heute sind die Wettkampfbestimmungen anders.

Erstens wird nicht bei jedem Start das ganze Programm gezeigt. Sondern es gibt extra Kür- und Pflichtblöcke. In denen die Voltigierer nur ein- oder zweimal auf und ab gehen und die Übungen im Block turnen. Zweitens wird das  Pferd mehr berücksichtigt. Damals mussten die Pferde 15 Minuten durch galoppieren.

Wir waren ihnen dankbar. Und wir haben sie geliebt. Aber trotzdem denke ich nach den Videos von damals, dass wir sie ganz schön belastet haben.

Das hat sich in der heutigen Zeit bei vielen Reitern verändert. Das Pferd steht an erster Stelle. Ferner möchten wir es so gut wie möglich auf die Belastung durch uns vorbereiten. Zumindest im Freizeitbereich ist das zu beobachten. Wenn es auch manchmal das umgekehrte Phänomen gibt, dass die Pferde wenig bis gar nicht gefordert werden. Sondern vor allem gefüttert und mit Leckerlis versorgt werden. Was dann wieder andere Probleme hervor bringt.

Nichtsdestoweniger ist die Idee von ReitClever, Mehr Wissen für Reiter so aufzuarbeiten, dass es jeder Reiter verstehen kann.

Damit er weiß, wo er ansetzen kann, um sich auch ohne Pferd zu verbessern. Dadurch kann er es seinem Pferd einfacher machen. Indem er eine bessere Technik bekommt. Wer das möchte, nimmt sich dafür auch zuhause Zeit.

Mit den kleinen und größeren Onlineprogrammen bekommt man etwas in die Hand, um den Sitz, die mentale Stärke zu verbessern oder auch angstfrei zu reiten.

Mich freut, dass das angenommen wird. Die Kurse im Februar drehten sich vor allem um die innere und äußere Losgelassenheit des Reiters. Dabei muss man vor allem im Kopf gut drauf sein. Welche Stolpersteine man dabei aus dem Weg räumen kann zeigt der Artikel „Ja, ich will- Gedanken über das Thema Reiten mit Angst“.

Um den ausbalancierten Sitz geht es dann am 16.05.2020 bei Drei Schlüssel zu mehr Balance. Neben den körperlichen Voraussetzungen werden wir uns dann mit der notwendigen geistigen Verfassung beschäftigen, um auch innerlich ins Gleichgewicht zu kommen.

Um das Mehr Wissen für Reiter schon bei den Einsteigern zu etablieren, startet am 14.03.2020 der neue Pferdeführerschein Umgang.

Also ein volles Programm für den Frühling, der jetzt schon vor der Tür steht. Wer Interesse an den Kursen hat, klickt auf die blauen Links. Für kurz Entschlossene: Beim Kurs Spiraldynamik für Reiter am kommenden Samstag gibt es noch freie Plätze.

Ich freu mich schon!

Bis bald und genießt die länger werdenden Tage!

Der goldene Herbst- Reiten in der zweiten Lebenshälfte

Feste Hüften sind kein Beinbruch. Mit entsprechenden Übungen kann man sie lockerer bekommen, um besser zu Reiten in der zweiten Dekade.
Reiten in der zweiten Lebenshälfte

#kursefuerreiter

#reiteninderzweitenlebenshaelfte

#MEHRwissenfuerreiter

#bessersitzen

Seitdem ich letztes Jahr eine neue Lebensdekade erreicht habe, gehe ich manchmal mit anderen Augen durch die Welt.

Zum Einen beobachte ich Gleichaltrige, ob die in Aussehen und Verhalten ihrem Alter entsprechen. Zum Anderen schaue ich auf Beweglichkeit und Bewegungsqualität. Sowohl was die geistige als auch die körperliche Flexibilität angeht. In beiden Fällen bekomme ich überraschende Ergebnisse in die eine und andere Richtung.

Auch im Internet geht der Tenor oft zu „Altes Pferd, na und?“

Wie viel Liebe von älteren Tieren ausgeht, wenn sie beachtet, gepflegt und gut behandelt werden. Ohne Frage absolut richtig. Auch meine drei Damen werden älter und haben das eine oder andere Problemchen.

Was ich im Netz aber absolut vermisse, sind Angebote für das Reiten in der zweiten Lebenshälfte.

Denn genau wie Pferde haben ältere Reiter viele Vorzüge. Auch wenn sie von den Jüngeren manchmal belächelt werden.

Häufig sind sie geduldiger. Denn sie haben mehr Zeit. Die Berufs- und Karriereplanung ist abgeschlossen. Die Kinder sind aus dem Haus oder zumindest selbständig. Sie haben ein stabiles Einkommen: das Rotieren um Familie, Job und Einkommen ist meist überstanden.

Und sie sind reflektiert genug, ihren Handlungsbedarf zu entdecken. Darüber hinaus sind sie bereit, an ihren körperlichen und mentalen Baustellen zu arbeiten.

Weil Sie es wollen.

Sie wollen beim Reiten in der zweiten Lebenshälfte das Glücksgefühl des feineren Reitens erleben. Wie viele Andere auch wollen sie dabei ihrem Pferd so wenig wie möglich zur Last fallen.

Also arbeiten sie an sich.

Regelmäßig.

Mitunter täglich.

Denn sie haben gelernt, dass man mit Beharrlichkeit zum Ziel kommt. Und das gefällt mir.

Wenn ich mich mit älteren Reitern unterhalte, fällt mir oft auf, dass sie genau wissen, wo ihr Handicap liegt.

Manche wollen nicht hinschauen. Manche wissen es und übergehen es.

Aber der Großteil meiner Gesprächspartner ist interessiert daran, neue Wege zu gehen.

Und mit mehr Wissen gezielt an ihren Baustellen zu arbeiten. Das ist das Positive am Reiten in der zweiten Lebenshälfte.

Mich freut dann, wenn ich höre, dass sie jeden Morgen nach dem Aufstehen turnen. Sich dehnen, weil die Hüften ziepen. Oder ihre Mentalübungen machen.

Denn Eines kommt im fortgeschrittenen Alter auf jeden Fall dazu:

Unser Kopfkino geht schneller an. Wir haben oft genug bedrohliche Situationen erlebt. Vielleicht sogar einen Unfall live gesehen. Und daraus können Ängste entsehen.

Auch weiß unser Gehirn dass wir nicht mehr so elastisch sind. Dass wir uns im Fall der Fälle eher verletzen können. Deshalb sind wir nicht mehr so risikobereit wie jüngere Reiter.

Aber mit Köpfchen und Erfahrung können wir das eine oder andere Problem umgehen.

Und wir können unsere bisherigen Erfahrungen gezielt einsetzen, um #besserreiten zu können. Und wir sind aufgeschlossener, eventuelle Ängste anzugehen.

Beispielsweise mit einer kinesiologischen Beratung. Oder einem speziellen Übungsprogramm für Reiten mit Hüftarthrose. (Wenn das für Sie ein Thema ist, klicken sie gerne auf den blauen Link). Wer es ganz genau wissen möchte kommt kurzentschlossen zu bewegliche Hüften und elastischer Sitz am 29.02.2020 nach Zossen.

Deshalb habe ich eine Bitte: Seid zu älteren Reitern genauso nett wie zu älteren Pferden.

Sie haben dasselbe Anliegen wie die Jüngeren: die gemeinsame Zeit mit dem Pferd fröhlich und stressfrei verbringen.

Dafür sind sie bereit, Zeit und Energie zu investieren.

Und sie haben es verdient, beachtet zu werden. Denn sie beachten ihre Pferde auch mit viel Gefühl und Empathie.

Amen.

Bis bald,

Corinna von ReitClever.

„Ja, ich will!“- Gedanken zum Thema Reiten mit Angst

# ReitenmitAngst #angstfreireiten #Voneinfachzuschwer #Kursefuerreiter

Tipps und Bewältigungsstrategien gibt es im Artikel Reiten mit Angst ist häufiger
Reiten mit Angst ist häufiger als man denkt

Gestern habe ich mich mit einer motivierten Reiterin unterhalten. Sie hat ein eigenes Pferd und ist fasziniert davon, dass es auf neuen Wegen auf einmal mit weniger Krafteinsatz klappt.

Nach einer Verletzung des Pferdes hat sie die Trainerin gewechselt, weil es danach nicht mehr so lief. Vorher waren sie dressurmäßig gut unterwegs. Aber immer mit viel Körpereinsatz, weil das das Pferd so triebig war.

Nun arbeiten sie vor allem im Leichttraben, um dem Pferd wieder Freude an der Bewegung zu vermitteln. Es soll mit weniger Druck zu freiwilligem Vorwärts gebracht werden.

Springen lässt sie lieber ihre Reitbeteiligung, weil sie dabei zu Reiten mit Angst neigt.

Während unseres Gespräches fiel der Satz „Ich bin eine ambitionierte Freizeitreiterin mit wenig Talent.“

Erst musste ich lachen. Dann verstand ich, was sie mir sagen wollte.

Sie steht für viele andere motivierte Reiter. Die viel dafür tun, um sich gut auf dem Pferd anzustellen. Sie nehmen Reitstunden. Sie lesen Bücher und tauschen sich mit Anderen aus. Außerdem hören sie genau zu, was der Trainer erklärt.

Aber sie verstehen oft nicht, wie sie die Anweisungen umsetzen sollen. Besser gesagt welchen eigenen Körperteil sie wie bewegen müssen, um z.B. richtig zu stellen und zu biegen.

Weil die Anweisungen häufig sehr gute Reiter geben, die intuitiv wissen, was sie tun müssen, um das Pferd locker zu machen. Aber sie können oft schwer vermitteln, was der Reiter wo in seinem Körper tun muss, um dasselbe zu erreichen.

Dazu braucht man ein gewisses Verständnis von der Biomechanik des Reiters.

Vielmehr eine Idee davon, wann man welchen Körperteil bewegen muss, um beispielsweise die Innenstellung des Pferdes korrekt vorzubereiten.

Das kann man lernen. Niemand muss ein Physiotherapeut sein, um gut zu unterrichten. Aber in Kursen für Reiter kann man sich entsprechendes Wissen über die Anatomie und Übungen für die richtige Anspannung und Entspannung aneignen. Am 29.02.2020 geht es bei uns auf dem Hof um anatomische Voraussetzungen und funktionelle Übungen für bewegliche Hüften und einen elastischen Sitz. Dabei kann man sich genau solche Anregungen holen (Bei Interesse einfach auf den Link klicken).

Damit kann man als Lehrer anders erklären und als Reiter Anweisungen besser umsetzen.

Genauso muss man auch beim Thema Reiten mit Angst
anders herangehen.

Das Thema findet Platz in der aktuellen Ausgabe der persönlichen Mitgliederzeitung der FN. Der Artikel trägt die Überschrift „Der Angst den Kampf ansagen“.

Was ich weniger gelungen finde, denn Angst und Kampf sind reflexartige Reaktionsmuster des Körpers, die von unserem Urzeitgehirn geschaltet werden. Sobald das Gefahr wittert kann man nicht mehr aktiv agieren. Sondern nur noch um sein Leben laufen.

Vielmehr ist es wichtig, sich einzugestehen, dass man in bestimmen Situationen Angst hat. Denn als Warn- und Schutzmechanismus kann sie sowohl zu vermehrter Leistung als auch zur Leistungshemmung führen. Sitzt man erstmal zitternd und schweißgebadet auf dem Pferd, kann man nicht mehr reagieren, sondern wird durch Angst gesteuert.

Erst hinterher kann man sich fragen, was genau zu diesem Ausbruch geführt hat. Oft hatte man vorher schon ein mulmiges Gefühl im Bauch. Oder man fühlte sich nicht als Herr seiner Sinne. Oder man hat in einer ähnlichen Situation schon etwas erlebt, was nun getriggert wird.

Angst entsteht häufig aus Überforderung.

Wenn man eben nicht genau weiß, was man auf dem Pferd machen soll. Beispielsweise wenn im Springunterricht zu schnell vorgegangen wird. Um ein Gefühl für die Bewegungsabläufe zu bekommen, sollte erst mit Stangen und Cavalettis geübt werden. Erst im dritten und vierten Schritt geht es um die Höhe der Sprünge.

Lina Otto von der Ausbildungsabteilung der FN erklärt in dem Artikel „Angst im Pferdesport“, dass ein Reitlehrer methodisch vorgehen sollte. D.h. er startet mit einfachen, leichten und bekannten Übungen zu schwereren und komplexen Anforderungen. Denn ein Trainer sollte vor allen Dingen Sicherheit vermitteln. Dazu gehört auch die Auswahl des Lehrpferdes. Ein erfahrenes Springpferd gibt mehr Vertrauen als ein Jungspund, der sich ab und zu mal überspringt.

Um Sicherheit vermitteln zu können, muss ein Reitlehrer Ängste frühzeitig erkennen.

Er sollte sie ernst nehmen und Empathie beweisen. Nur dann kann er in den Anforderungen zurückgehen und dem Reiter wieder Erfolgserlebnisse schaffen. Nichtsdestoweniger schaffen Zeit für Gespräche und Feedback Vertrauen . Darüberhinaus sind Zusatzangebote wie Bewegungstraining oder Schulung des richtigen Abrollens gut für das Sicherheitsgefühl.

So kann man Reiten mit Angst sowohl körperlich als auch im Kopf begegnen.

Nur wer sich eingesteht, Angst zu haben, kann sie bewältigen. Dazu sagt Dr. Gaby Bussmann, Sportpsychologin: „Man muss bei seinen Gefühlen ankommen, um sie verändern zu können. Mit dem Akzeptieren der Gefühle kommt Ruhe ins System. Damit können Emotionen effektiv verändert und reguliert werden.“

Gedankenkontrolle (Nur positive Gedanken sind erlaubt, der innere Zweifler wird stumm geschaltet) und der Hang zum Humor können einen Ausweg aus Reiten mit Angst bedeuten. „Die Erheiterung schiebt die Angst quasi weg. Es sind gegensätzliche Gefühle.“

Also erzählt Euch vor der nächsten Springstunde oder dem geplanten Galopp übers Stoppelfeld einen guten Witz und denkt im richtigen Moment daran.

Weiterhin findet sie, dass die Körperhaltung einen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit hat.

Wer aufrecht sitzt ist motivierter und leistungsbereiter.

Genauso wichtig sind Atem- und Entspannungsübungen.

Also ist das Komplettpaket für den Reiter auch sinnvoll für Reiten mit Angst.

„D.h. es ist wichtig, sich mit den Ängsten auseinanderzusetzen und ihnen nicht aus dem Weg zu gehen. Und auch Techniken muss man erst erlernen. Man muss ausprobieren und herausfinden, welche zu einem persönlich passen. Wie bei vielen Dingen gilt also auch bei der Angstbewältigung: Übung macht den Meister.“

Mit diesem Zitat aus dem Artikel „Angst im Pferdesport“, PM Forum 02/2020 ist denke ich alles gesagt.

Schaut genau hin und überlegt wo und mit wem Ihr ansetzen wollt.

Dann seid Ihr schon auf dem Weg, Reiten mit Angst in angstfrei reiten umzukehren.

Viel Spaß und Erfolg wünsche ich Euch!

Corinna von ReitClever.

Januar 2020 steht für Neuerungen im Pferdesport und Klimaschutz für Reiter

#Klimaerwärmung, #KlimaschutzfürReiter

#APO2020, #PferdeführerscheinUmgang

Neben dem Thema Klimaschutz für Reiter geht es vor allem um Neuerungen im Pferdesport, die nach der neuen APO 2020 in Kraft treten.
Klimaschutz für Reiter und Neuerungen im Pferdesport

Leider ist der Wintereinbruch bis jetzt ausgeblieben.

Wenn ich mich mit Anderen unterhalte, höre ich dabei oft: „Von mir aus kann das Wetter so bleiben“. Auch ich freue mich ehrlich gesagt, wenn die Sonne scheint und ich nicht mit klammen Fingern das Heu für unsere Pferde im kalten Wasser tauchen muss.

Aber die Bedeutung, die das für uns, unser Ökosystem und unsere Zukunft hat, macht sich selten Jemand klar.

Denn wir stecken mitten drin in der Klimaerwärmung.

Auch wenn es Menschen gibt, die das leugnen. Unsere Konsumgesellschaft hat einen großen Anteil daran. Nichtsdestoweniger würde ein Zugeben des Klimawandels den Umkehrschluss bedeuten, sich und sein Verhalten zu hinterfragen zu müssen.

In diesem Sinne ist es bequem, jeden Morgen in Autos zu steigen. Denn die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln würde oft ein früheres Aufstehen bedeuten. Möglicherweise gibt es Zugausfälle und Fahrplanänderungen.

In diesem Sinne ist es bequem, jeden Morgen ins Auto zu steigen. Denn die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrmitteln würde oft ein früheres Aufstehen bedeuten.

Aber wenn wir so weiter machen, wird es in den nächsten Jahrzehnten deutlich unangenehmer auf der Erde.

Für uns. Anders gesagt vor allem für die Menschen, die in Klimazonen leben, die dann durch Hitze und Trockenheit unbewohnbar werden. Folgerichtig werden diese Menschen wahrscheinlich in gemässigtere Klimazonen ziehen. Die jetzt schon zu dicht besiedelt sind, um mit der Natur in Einklang zu leben.

Das, was man als Reiter für den Klimaschutz tun kann, hat im letzten Jahr zu meinem Artikel Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Zeiten von brennenden Regenwäldern geführt. Dort gibt es ein paar Anregungen (Wer ihn lesen möchte, auf den unterstrichenen Link klicken).

Dichte Besiedlungsstrukturen und die Nähe von Reiterhöfen zu Verkehrswegen hat auch zu Neuerungen im Pferdesport geführt:

Die FN hat sich darüber Gedanken gemacht und ihr Abzeichensystem verändert. Aber dazu später mehr.

Neulich habe ich im Radio eine Buchbesprechung gehört:

Jonathan Safran Foer, der das Buch „Tiere essen“ geschrieben hat, meint, dass die Aufrufe zum Klimaschutz sich zu wenig mit den eigenen Abwehrmechanismen und Komfortzonen beschäftigen. Weil die Erklärungsmodelle zu abstrakt sind. lässt das Thema die meisten Menschen relativ kalt.

In seinem neuen Buch „Klimaschutz Wir sind das Klima!: Wie wir unseren Planeten schon beim Frühstück retten können“ schreibt er über eigene Unzulänglichkeiten. Denn er sagt, dass wir die Welt nicht retten können, ohne die durch Massentierhaltung entstehende Mengen von Methangas und Co2 anzusehen. Übrigens produzieren Pferde auch Methan.

In dem Interview gab er 4 schlichte Tipps zur Rettung des Klimas:

1) Auto abschaffen. Was für uns Reiter schwierig ist, wenn wir ländlich wohnen oder unser Pferd fernab einer öffentlichen Verkehrsanbindung untergebracht ist.

2) Fliegen minimieren. Das geht, wenn man bereit ist, auf Zeitersparnis zu verzichten.

3) Vegan frühstücken. Das heißt morgens auf alle tierischen Produkte einschließlich Milchprodukte und Ei verzichten- Fleisch oder tierische Produkte nur zur Hauptmahlzeit.

Jonathan Safran Foer

Dieser Ansatz als Teilzeitveganer ist denke ich für jeden machbar.

Als ich letzte Woche beim Einkaufen meinen Lieblingsgemüseaufstrich (gegrillte Zuccini) einsammeln wollte, fragte mich eine Frau mittleren Alters, ob der schmeckt. Sie hätte schon mal einen Gemüseaufstrich in einer Dose gekauft, der geschmeckt hätte wie Pappe. Ihrem Mann könne sie das nicht vorsetzen, aber sie wolle beginnen, sich daran zu gewöhnen.

Hört sich für meine Ohren so an, als fände tatsächlich ein Umdenken statt.

4) Weniger Kinder bekommen.

Das ist bei Reitern ein weniger großes Thema, oder?

Jonathan Safran Foer

Mehr Tipps für Klimaschutz für Reiter gibt es auch im kostenlosen 21 Tage Programm „Besser reiten leicht gemacht“ (Zum Ausprobieren auf den unterstrichenen Link klicken).

Wir waren in den Weihnachtsferien im Ökodorf Brodowin nördöstlich von Berlin.

Nach einem Ausflug zum Kloster Chorin haben wir uns Hofladen, Produktionssanlagen und Ställe angeschaut. Seitdem kauft man Mann 1x/ Woche die Biokiste von dort. Das hätte ich in mündlicher Überzeugungsarbeit wahrscheinlich  nicht geschafft. Aber das Sehen unter dem Aspekt Klimaschutz im Blick hat ihn wohl überzeugt.

In Brodowin wird in Demeterqualität produziert.

D.h. es steht auf der höchsten Qualitätsstufe im Biosiegelsystem. Weil auf chemische Düngemittel und Pestizide verzichtet wird, nutzt es dem Ökosystem.

Also wäre eine gute Idee, seinen persönlichen Einkauf auf Bio und Demeter umzustellen.

Auch wenn es deutlich teurer ist: Euer Verdauungssystem und damit Eure Gesundheit wird den Unterschied merken.

Zugeben wird die Biokiste mit dem Bulli ausgefahren. Aber auch Nicht- Bioprodukte kommen mit dem LKW in den Laden. Dabei werden sie teilweise durch halb Europa gekarrt.

Darüber hinaus habe ich mich im Januar mit der Vorbreitung meiner Kurssaison beschäftigt.

Eigentlich wollte ich mit Reitclever bei der Partner Pferd in Leipzig sein. Aber da ich mir im Dezember das Knie verletzt habe, wusste ich nicht, wie lange das brauchen wird, um wieder einsatzfähig zu sein. Stattdessen habe ich mich mit meinen Kursen beschäftigt.

Als mich eine interessierte Freundin anschrieb, ob Spiraldynamik für Reiter als Lizenzverlängerung anerkannt ist, habe ich beim Landesverband Berlin Brandenburg nachgefragt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich mit dieser Frage noch nicht beschäftigt. Die positive Bestätigung fällt wohl kaum unter die Neuerungen im Pferdesport. Aber sie bedeutet für mich eine Anerkennung und Aufwertung. Und das freut mich.

Um den Pferdeführerschein Umgang anbieten zu können, muss man als Trainer einen Vorbereitungslehrgang absolviert haben.

Nun heißt der bisherige Basispass Pferdekunde nach dem Inkrafttreten der APO 2020 so. Neben dem Namen hat sich auch der Inhalt etwas verändert.

Zu den Neuerungen im Pferdesport gehört auch die Nutzung des Internets: Dementspechend hat die FN ein Webinar zum Thema „Änderungen im Ausbildungssystem der Reit- und Fahrabzeichen“ veranstaltet. Das Ganze war gut aufbereitet und sehr informativ.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die Verantwortlichen auf die Tatsache reagieren, dass Reiter zunehmend mehr in den Blick der Öffentlichkeit geraten.

Deshalb ist die sichere Teilnahme am Straßenverkehr ein wichtiges Thema.

Da viele Ställe in der Nähe von Siedlungen und Straßen liegen, sollten Reiter und Pferd wissen, worauf sie aufpassen müssen sollen. Daher ist das Thema sowohl Bestandteil der Lehrgänge als auch der neuen Pferdeführerschein- Kurse. Wer Lust hat, mehr darüber und andere Neuerungen im Pferdesport zu lesen, kann das hier tun (auf den unterstrichenen Link klicken).

Ich selber werde jetzt raus gehen und die Pferde füttern.

Seit letzter Woche regnet es immer wieder bei uns. Es ist nasskalt und feucht. Wenig verlockend.

Das sind die Momente in denen ich mir einen echten Winter wünsche. Eine geschlossene Schneedecke. Die Verlockung auf einen Ausritt im Schnee.

Muss ja nicht so viel Schnee sein, wie er jetzt häufig in Süddeutschland und den Alpen zu finden ist. Aber ein bisschen Winter- Das wäre schön!

Liebe Grüße und mal sehen, ob der Februar ein bisschen Winter bringt.

Bis bald,

Corinna von ReitClever

Die neuen Pferdeführerscheine- Daten und Fakten

Die neuen Pferdeführerscheine sind da
Die neuen Pferdeführerscheine
Bild entnommen von der Seite des Pferdesportverbandes Hannover

#MEHRwissenfuerreiter

#sicherreiten

Letzte Woche habe ich an einem Webinar teilgenommen.

Im Grunde genommen eine tolle Sache: Über 400 Teilnehmer sitzen deutschlandweit verteilt zuhause an ihrem Rechner und in Warendorf erklären Ihnen zwei Referentinnen der FN die Welt.

Besser gesagt die neue Reitabzeichenwelt nach der aktuell geltenden APO 2020.

So war es ein interessanter Abend.

Die Verantwortlichen haben sich über einen längeren Zeitraum Gedanken über die neuen Pferdeführerscheine gemacht. Dabei war Ihnen wichtig, auf den Druck, der durch die Öffentlichkeit auf die Reiter entsteht, zu reagieren.

Denn Reiter sind durch immer dichtere Besiedlungsstrukturen und die Nähe zu teilweise dicht befahrenen Straßen oft gezwungen, am Straßenverkehr teilzunehmen.

Daher gelten sie als aktive Straßenverkehrsteilnehmer. D.h. es gilt für sie die STraßen- Verkehrs-Ordnung. Beispielsweise rechts vor links oder Vorfahrt achten. Für Pferde gilt das Rechtsgebot: D.h. sie gehören auf die Straße, nicht auf den Gehweg. Und dort bewegen sie sich am rechten Rand der Straße. Und hoffen auf ein verantwortungsbewusstes Verhalten der vorbei fahrenden Autofahrer.

Deshalb beschäftigen sich die Pferdeführerscheine auch mit dem Verhalten im Straßenverkehr.

Abgesehen davon, dass unsere Vierbeiner rechtzeitig und gut an Autos und Fahrradfahrer gewöhnt werden müssen. Darüber hinaus ist das richtige und sichere Verhalten im Straßenverkehr zu üben. Beides wird ab 2020 Bestandteil der Prüfung sowohl im Pferdeführerschein Umgang als auch im Pferdeführerschein Reiten.

Ersterer löste den bisherigen Basispass, Letzter den bisherigen Reitpass ab.

Keine Sorge: Alle bis 31.12.2019 erworbenen Abzeichen behalten ihre Gültigkeit.

Keiner muss irgendetwas neu machen, neu beantragen oder umschreiben lassen.

Einzige Ausnahme: Wer das alte Reitabzeichen 5 schon besitzt (angelehnt an die Anforderungen der Dressur Klasse E und Springen Klasse E), kann sich an seinen zuständigen Landesverband wenden. Dort kann er sich auf Antrag den Pferdeführerschein Reiten ausstellen lassen, wenn er das möchte.

Damit stehen die neuen Pferdeführerscheine genau in der Mitte der Reitabzeichenleiter:

Die „kleinen“ Motivationsabzeichen Stufe 10- 8 sind vor allem für Reiteinsteiger gedacht. Mit dem RA 7 und 6 (das frühere kleine und große Hufeisen) werden Grundfähigkeiten des Reiters abgefragt und abgeprüft. Hat man diese beiden Reitabzeichen erfolgreich bestanden, darf man sich an die höheren Abzeichen wagen. Diese gelten ab RA 5 als Einstiegsvoraussetzungen in den Turniersport.

Ebenso gleichberechtigt ist der Pferdeführerschein Umgang wie der bisherige Basispass. Er ist genauso eine Grundqualifikation für interessierte Nichtreiter wie eine Zugangsvoraussetzung für die Abzeichen ab Klasse 5. Z.B. das Longierabzeichen oder Reitabzeichen.

Und warum war nun eine Umbenennung nötig?

Ob das sinnvoll ist oder nicht, ist eine viel diskutierte Frage. Ausschlaggebend dafür war sicherlich der Wunsch nach einer einheitlichen Nomenklatur. Schon seit einigen Jahren gibt es den Kutschenführerschein.

Für mich war Basispass Pferdekunde immer ein sperriges Wort. Pferdeführerschein Umgang ist nicht viel kürzer. Suggeriert aber schon im Namen, dass derjenige, der ihn vorweisen kann, Ahnung hat. Sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Wie bei der allgemeinen Fahrerlaubnis. Die bekommt man auch nicht geschenkt.

Insofern empfinde ich den neuen Namen eher als eine Aufwertung des Paketes. Genauso wie die Kursinhalte eine gewisses Niveau haben. Niemand bekommt den Schein umsonst. Aber wenn man ihn erarbeitet hat, kann man mit Stolz sagen, dass man ein gewisses Wissen über Pferde, den Umgang mit ihnen und ihre Gesunderhaltung hat.

Das ist doch eigentlich das, was wir alle wollen, oder?

Mit Spaß und sicher die Zeit mit unserem Partner Pferd genießen. Deshalb sind meiner Meinung nach die neuen Pferdeführerscheine ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

Wer jetzt Lust bekommen hat, mehr zu erfahren. Auf der Seite der FN gibt mehr Informationen zum Thema. Und bei mir findet der erste Kurs vom 14.3.-03.04.20 südlich von Berlin statt.

Bis bald,

Eure Corinna

PS: Im Blog geht es beim nächsten Mal um das Thema Reiten in der zweiten Dekade. Denn als älterer Reiter hat man genauso viel Spaß am Pferd wie junge Menschen. Nur sitzen die Prioritäten oft anders. Und damit man sein Hobby wirklich genießen kann, gibt es ein paar Dinge, die man dafür tun kann.

Es kommt immer anders als man denkt- Spiraldynamik® für Reiter als Kurs für Lizenzverlängerung anerkannt.

So ein schöner Tag! Spiraldynamik für Reiter ist jetzt als Kurs für Lizenzverlängerung anerkannt.
Es kommt immer anders als man denkt.

#angstfreiten

#bessersitzen

#lizenzverlaengerungenfuertrainer

Heute auf unserem sonntäglichen Familienspaziergang und Ausritt ist es mir auch passiert: Ich habe einen Schreck bekommen.

Obwohl ich auf meiner Luna saß, die immer die Artigste von Allen ist. Da mein Mann mit den beiden älteren Damen und dem Junior obendrauf an der Hand vor mir her ging, konnte ich es mir nicht verkneifen, auf ein stehengelassenes Stoppelfeld abzuwenden. Selbstverständlich hatte ich das angekündigt.

Nur fand Luna gar nicht gut, ihre Herde zu verlassen.

Als genug Sicherheitsabstand vorhanden war und ich mir sicher war, dass die beiden Anderen brav im Schritt weiter laufen, bin ich angetrabt. Luna meldete deutliche Zweifel an, ob sie wirklich in diese Richtung traben soll. Aber sie blieb brav. Nach ein paar Biegungen und Wendungen dachte ich darüber nach, anzugaloppieren.

Da durchzuckte es mich:

„Was, wenn Sie jetzt losbockt? Wenn Sie kehrt macht? Und zu den anderen rennt?“ All das hat sie noch nie gemacht. Gab überhaupt keine Veranlassung, so zu denken. Aber ich bin momentan nicht ganz beieinander und mein Unterbewusstsein weiß das.

Das zog sofort die „Knie verletzt“ Karte und erinnerte mich kurz an den Schmerz, den ich hatte, als ich kürzlich mit meinem Sohn ein paar Minuten Basketball gespielt habe. Dabei rutschte es in einer Drehbewegung weg. Und es reagierte sofort mit seinem bekannten Muster.

Natürlich konnte ich mit Luna eine Ecke traben. Sogar ein Stückchen rechts und links galoppieren, bis ich sie im Schritt wieder zu ihrer Herde ließ. Sie war zufrieden- ich auch.

Aber diese kleine Erfahrung zeigt mir wieder, dass alles zusammenhängt.

Unser Gehirn versucht IMMER, uns und unsere Nachzucht zu schützen. Nicht nur, wenn mein Sohn auf dem Pferd sitzt, bin ich vorsichtiger als sonst. Sondern auch auf den ersten Ritten nach der Schwangerschaft habe ich mich nicht wieder erkannt. Bei jeder Kleinigkeit schrie mein Unterbewusstsein: „Pass auf- das Kind braucht seine Mutter!“

Gut, das mal erlebt zu haben. Damit wird man nachsichtiger mit ängstlichen Reitern. Deshalb habe ich all diese Erfahrungen in den Kurs „Kleiner Schreck na und?“ am 01.02.2020 einfließen lassen. Dabei geht es in Theorie und Praxis hinter den Schreck und hinter die Angst. Natürlich auch um Hilfe zur Selbsthilfe. Entspannungstechniken auf dem Pferd, die helfen.

Als Kurs für Lizenzverlängerung ist er noch nicht anerkannt.

Aber wie der Zufall so will: Spiraldynamik® für Reiter ist jetzt als Kurs für Lizenzverlängerung anerkannt.

Denn eigentlich wollte ich an diesem Wochenende mit ReitClever auf der Partner Pferd in Leipzig sein. Da ich mir im Dezember das Knie verletzt habe, konnte ich nicht abschätzen, wie lange es brauchen wird, um sich zu erholen. Weil man auf einer Messe gut zu tun hat, habe ich schweren Herzens abgesagt. Und ein bisschen wehmütig die Facebookeinträge meiner Freunde gelesen, die dort waren.

Stattdessen habe ich die Zeit genutzt, mich um meine Kurse zu kümmern.

Zu meiner großen Freude hat sich für „Spiraldynamik® für Reiter“ eine ganz alte Freundin aus Schleswig Holstein angesagt. Besser gesagt bin ich mit ihr als Jugendliche zusammen geritten. Und die fragte mich, ob der Kurs als Lizenzverlängerung anerkannt ist.

Bis zu diesem Moment hatte ich noch nicht darüber nachgedacht, beim Landesverband nachzufragen. Wie schon öfter gestaltete sich die Zusammenarbeit mit dem LPBB einfach und positiv. Das Ergebnis ist, dass Spiraldynamik® für Reiter jetzt als Kurs für Lizenzverlängerung anerkannt ist 🙂

Wenn Ihr Lust habt, Euch ein bisschen in die Geheimnisse der spiraligen Verschraubungen des Köpers einweihen zu lassen, reserviert Euch den 7.03.20. Dabei gibt es jede Menge praktische Übungen, die den positiven Effekt haben, dass man danach wie von selbst gerade sitzt. Das Ganze ohne sich zu verspannen. Besser gesagt wird man an vielen Stellen locker, kann gut atmen und sitzt „tief“.

Perfekt, um gut zum reiten zu kommen.

Und Ihr bekommt zwei Lizenzpunkte für Eure Trainerscheinverlängerung.

Bis bald!

Nächstes Mal geht es um die Neuerungen des Pferdeführerscheins Umgang. Was vom Basispass Pferdekunde geblieben ist und wo er sich weiter entwickelt hat.

Corinna von ReitClever.

Glücklich reiten – Newsletter Januar 2020

Ein gutes Interieur, um glücklich reiten zu können

#kursefuerreiter

#angstfreiten

#gluecklichreiten

Jetzt sind sie vorbei. Die ruhigen Tage zwischen den Jahren.

Noch mag ich mich nicht in meinen gewohnten Rhythmus begeben, in dem häufig Aktion auf Aktion folgt. Sondern ich möchte mir noch Ruhe und Zeit für die Kleinigkeiten erhalten.

Vor allem möchte ich die schönen Momente konservieren. Und sie als kleine Leuchte vor meinem geistigen Auge auch in stressigeren Zeiten vor mir her tragen. Glücklich reiten mit genügend Zeit dafür gehört irgendwie auch dazu.

Denn ich hatte viel Zeit mit meiner Familie. Zum Einen das traditionelle Gänseessen am 1. Weihnachtsfeiertag mit 18 Personen. Heiligabend zu dritt. Zum Anderen die Tage danach zum aufräumen, Spazieren gehen mit den Pferden im Wald. Außerdem Raclette zu Silvester.

Seitdem wir bei uns auf dem Hof wohnen, bleiben wir wegen der Tiere zum Jahreswechsel zuhause. Und in diesem Jahr ging alles gut! Die Pferde waren rechtzeitig im Stall und haben die Nacht ohne zu schwitzen überstanden. Auch unsere Haflingerstute hat es ohne Kolik geschafft. Denn die letzten beiden Jahre hat sie sich beim Feuerwerk so aufgeregt, dass sie mehrere Tage lang Bauchschmerzen hatte.

YEAH! Es geht auch mal etwas gut.

Da ich dazu neige, mir Sorgen zu machen, muss ich mir im Gegenzug ganz bewusst vor Augen führen, dass es auch besser laufen kann. Nämlich Dinge wahrnehmen, überlegen und dann bewusst gegensteuern.

Dazu ist es wichtig, sich genügend Zeit für sich und seine Bedürfnisse zu erlauben.

Auch wenn ich mich manchmal über Dinge ärgere. Ich hätte es deutlich im Leben schlechter treffen können.

Genauso hatten wir Glück, dass wir die Feiertage in dem Rahmen erleben konnten, in dem wir es uns vorgestellt haben. Eine gute Bekannte von mir hat im Dezember ganz plötzlich ihren Lebensgefährten verloren. Ein Geburtstagskind, was kürzlich bei uns auf dem Hof gefeiert hat, hatte zwei Jahre lang eine schwere Zeit. Weil sein Bruder eine Krebstherapie mit Chemo, Bestrahlung und Reha hatte. Heute geht es ihm gut. Aber es hätte auch anders laufen können.

Das sind dann die Momente, in denen ich erst geschockt bin. Danach stellte sich irgendwann ein Gefühl der Dankbarkeit ein. Dass ich weitgehend gesund bin. Und der Kreis meiner Lieben auch. Und dass die Katastrophen des Alltags nicht lebensbedrohend sind.

Oder?

Kennt Ihr das?

Ein Gefühl der Dankbarkeit für das Leben und individuelle Umfeld.

Für die Tiere und Menschen, die genau richtig sind. Das solltet Ihr auskosten und Euch ab und zu ganz bewusst vor Augen führen, für was ihr alles dankbar sein könnt. Dabei löst sich manche Depression von ganz alleine auf.

Auch kann man die Tage zum Jahresende hin nutzen, Bestandsaufnahme zu machen.

Wo stehe ich gerade und wo will ich eigentlich hin?

Das heißt: was von meinen Zielen habe ich in den letzten Jahren erreicht? Muss ich vielleicht die Richtung ändern, weil ich mich verändert habe?

Dabei ist es sinnvoll, nach dem großen übergeordneten Ziel zu schauen: Beispielsweise brauchen Berufswünsche für eine erfolgreiche Realisierung eine klare Vorstellung, wohin man eigentlich will. Das Wunschziel braucht eine gute Visualisierung, wie es eigentlich aussehen soll.

Das gilt auch für unsere vierbeinigen Partner. Wenn ich eine Zucht aufbauen möchte, brauche ich andere Voraussetzungen, als wenn ich mal eine Distanz erfolgreich reiten möchte. Fürs Dressurviereck braucht das Hüh ein anderes Training als für eine Geländestrecke.

Setzt Euch ein konkretes Ziel.

Dann „pflegt“ Ihr es auch. Damit beginnt es zu wirken. D.h. es beginnt Wirklichkeiten zu steuern. Einerseits die Wirklichkeit in euch. Also die Motivation oder die Fähigkeiten, die ihr dazu braucht. Andererseits beeinflusst es die äußeren Umstände um euch herum. Nämlich Personen oder Gelegenheiten, die euch dabei unterstützen oder behindern können. Rückblickend stellt man dann auf sein Ziel bezogen manchen Zickzackkurs fest. Der aber notwendig war, um Dinge zu lernen oder festzustellen, dass man in einer Einbahnstraße war. Vielleicht geht es gar nicht um ein hochgestecktes Ziel, sondern um die Fähigkeit wieder glücklich reiten zu können.

Also erlaubt Euch genau hinzuschauen: wo seid Ihr gerade und wo wollt Ihr eigentlich hin? Ferner gibt es Jemanden, der Euch bei Eurem Ziel unterstützen kann?

Dazu habe ich zum Jahreswechsel einen Artikel geschrieben. Wer Lust hat, kann unter „Neujahrsvorsätze einmal anders- konkret“ tiefer eintauchen.

Das habe ich im Dezember auf dem wunderschönen Weihnachtsmarkt in Leipzig auch gemacht:

Die Idee zu ReitClever entstand im Herbst 2018. Im Januar 2019 habe ich begonnen, die Homepage (selber!) zu schreiben. Was einen enormen Entwicklungsschritt für mich Nicht-Techniker bedeutete.

Dann die Kurse. Manche bauen auf dem auf, was ich in den letzten Jahren gemacht habe. Andere sind komplett neu.

Für den Vortrag auf der Pferd und Jagd in Hannover habe ich die Aspekte der funktionellen Sitzschulung auseinander genommen

(Ich war als Aussteller auf einer Messe- Und ich habe einen Vortrag vor unbekanntem Publikum gehalten! Wenn es auch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Ich habe es getan und kann aus den Erfahrungen für zukünftige Auftritte lernen.).

Daraus habe ich den Kurs „3 Schlüssel zu mehr Balance für Reiter“ entwickelt, der am 16.05.20 läuft. Dort geht es zum Einen um die motorischen Fähigkeiten des Reiters. Zum Anderen aber auch um die Voraussetzungen für innere Balance. Weiterhin spielen Angstfreiheit und gute Laune eine Rolle, um glücklich reiten zu können .

Bei den Gesprächen auf der Messe und bei meinen Kursen höre ich heraus, dass Angst ein häufigeres Thema ist, als man denkt.

Deshalb wird die Kurssaison 2020 am 01.02.2020 mit „Kleiner Schreck na und?“ starten.
In dem Kurs beschäftigen wir uns damit, was im Gehirn und im Körper passiert, wenn man einen Schreck bekommt. Und wie sich daraus Angst entwickelt.
Beides setzt körperliche Reaktionen frei, die dem Pferd eher das vermitteln, was wir verhindern wollen.
Also setzen wir im praktischen Teil mit Atemtechniken und BrainGym® Übungen an, um die Stressreaktionen im Körper zu dämpfen. Danach kann man durchatmen und locker weiter reiten.

Auch beim Tag der Cleveren Reiter wird es am 03.10.20 um angstfreies Reiten gehen.
Am 05.10.19 fand der zum ersten Mal zum Oberthema Sitzschulung statt. 
Wie bei der Premiere werden 3 oder 4 Ausbilder aus der Region eine geballte Ladung Fachwissen präsentieren. Dabei zeigt jeder aus seiner Ausbildung heraus verschiedene Ansätze zum Thema entspanntes Reiten.
Lasst Euch überraschen und merkt Euch den Termin im Kalender vor!
  zum Thema. Lasst Euch überraschen und merkt Euch den Termin im Kalender vor!

Um glücklich reiten zu können, ist ausreichendes Basiswissen notwendig.

Deshalb starten die bewährten Basispasskurse am 14.03.2020 in neuem Gewand. Sie heißen nun Pferdeführerschein Umgang. Der Inhalt wurde überarbeitet. Vor allem im praktischen Teil wird gefordert, sich mit den Pferden im Gelände und auf der Straße zu bewegen. Da Pferdeställe häufig in der Nähe von Siedlungen und dicht befahrenem Gebiet liegen, ist das sicherlich sinnvoll.

Also habt Spaß im Januar!

Haltet ab und zu inne und fragt Euch, ob Ihr noch in die Richtung unterwegs seid, die Ihr Euch zum Jahreswechsel vorgenommen habt. Und dann ab auf Pferd!

Bis bald,

Corinna von ReitClever.

P.S.: Wenn Ihr die Kursübersicht als Aushang in Eurem Stall unterbringen wollt. Herzlich gerne: Hier ist das PDF dazu: Kursübersicht 1. Halbjahr 2020.