Autor: Corinna

Die Motivation entscheidet, Neues von Reitclever Juni 2024 

Die Motivation entscheidet häufig über Erfolg und Misserfolg

Wir hatten letzte Woche Straßenfest bei uns im Dorf. Was sich über Jahre zu einer immer bunteren Unterhaltung mit steigenden Besucherzahlen entwickelte, ist nun eine eher kleine Veranstaltung. Der Vorstand des ausführenden Vereins hat mehrfach gewechselt und seitdem sind nur noch wenige an der Ideenfindung und Organisation beteiligt. Ob das gewollt ist oder auf unausgesprochenen Konflikten beruht, kann ich nur vermuten. Doch unbestritten ist, dass über die Strahlkraft eines Projekts die Motivation entscheidet.

Erfreulicherweise besuchten mich an diesem Tag auch einige Bekannte. Eine ehemalige Kollegin hat vor einiger Zeit ein Pferd gekauft und kam mit ihrer Tochter. Auf die Frage, wie es mit dem Pferd läuft, bekam ich ein „gut“ zu hören. Dagegen löste die Erkundigung nach dem Tanzen leuchtende Augen aus. „Ich bekomme nächsten Monat Spitzenschuhe“! Das ganze Mädchen strahlte bei der Aussage! Bei mir war das eher umgekehrt: Ich hätte alles dafür gegeben, dass meine Mutter mir ein Pferd kauft, anstatt zum Ballett zu gehen.

Die Motivation entscheidet über den Grad des Vorwärtskommens

Auch ein eher talentfreier Mensch kann ansprechende Erfolge erzielen, wenn er mit Begeisterung dabei ist. Dr. Gerald Hüther, Deutschlands bekanntester Hirnforscher, erzählt gerne, dass ein Achtzigjähriger chinesisch lernen kann, wenn er in eine Chinesin verliebt ist.

Apropos Talent: „Wunderkinder“ verbringen sehr viel Zeit am Klavier, an der Geige oder auf dem Tennisplatz. Während die Freunde schwimmen gehen, absolvieren die Begabten unzählige Stunden Techniktraining. Wie viel Zeit sie an ihrem Sportgerät oder Instrument verbringen, entscheidet häufig darüber, ob ihr weiterer Weg erfolgreich ist.

Das ist bei Erwachsenen nicht anders. In Gesprächen höre ich oft „Ich bin nur FreizeitreiterIn“. Was als Entschuldigung für den eigenen Ausbildungsstand gemeint ist, gilt für die meisten von uns. Wer außer Berufsreiter sitzt acht Stunden am Tag auf dem Pferd? Wir haben meist mit der Beschaffung des notwendigen Geldes zu tun, anstatt täglich mehrere Pferde reiten können. Wer das kann, hat auch deutlich mehr Gelegenheit, seine Technik zu verbessern. Anders ausgedrückt: Nicht nur die Motivation entscheidet über den Wissensstand und das Niveau des eigenen Könnens, sondern auch die Häufigkeit der Durchführung.

Wohl dem, der weiß, was er will

Egal ob es um einen ausbalancierten Sitz, das virtuose Tastenspiel am Klavier oder den eigenen Kontostand geht: ich muss mich mit dem beschäftigen, was ich erreichen möchte. Um das zu vermögen, braucht es eine ehrliche Bestandsaufnahme.

Wer beschäftigt sich schon gerne mit den eigenen Defiziten? Doch zu wissen, was fehlt, um am erwünschten Punkt anzukommen, ermöglicht erst, loslegen zu können. Brauche ich einen neuen Sattel, um Springen oder Distanzen reiten zu können? Ist mein Pferd, objektiv betrachtet, in dem Trainingszustand, um mich mehrere Stunden unbeschadet durch den Wald tragen zu können? Wie ist mein eigener körperlicher Zustand? Bin ich beweglich und koordiniert genug, um elastisch mit den Bewegungen des Pferdes mitgehen zu können?

Die Frage nach dem eigenen Können und der persönlichen Einsatz, was dafür zu tun ist. entscheiden über Erfolg und Misserfolg. Dabei geht es mir weniger um sportliche Ehren, als das Ziel, sein Hobby gesund für Reiter und Pferd auszuführen. Dass das für alle Beteiligten richtig Spaß machen kann, konnte ich Ende Mai beim PM Seminar in Mecklenburg Vorpommern zeigen (Mehr dazu kannst Du unter dem blauen Link lesen).

Um Sitzauffälligkeiten zu verändern, werde ich ab und zu zur Analyse gerufen

Denn wenn es um die eigene Schiefe geht, kommt man ohne Feedback von außen schnell an seine eigenen Grenzen.

Beispielsweise schauen wir in einem Physiocheck für Reiter, woher die ungleichmäßige Gewichtsverteilung kommt. Unfälle und der Zustand nach Operationen können die Bewegungssteuerung beeinflussen . Nach der Analyse der Bewegungsabläufe gibt es auf das gefundene Thema abgestimmte Übungen, die man ohne Pferd und zuhause durchführen kann. Wie so ein Terminabläuft, kannst Du unter „Eine Frage der Spezialisierung“ nachlesen.

Auf dem Pferd ist es oft schwierig, ein neues Bewegungsgefühl umzusetzen. Das Gehirn muss die veränderten Daten erst in die Programmplanung einbauen. Deshalb ist es hilfreich, über die Wahrnehmung zu arbeiten, um dem Nervensystem Informationen aus den Bewegungssystemen zur Verfügung zu stellen. Diese Vorgehensweise ist eher Bestandteil des RidersChecks, in dem wir Elemente aus dem Neuroathletiktraining einbauen.

Wenn man an den richtigen Schaltstellen ansetzt, kann man mitunter schöne Veränderungen sehen. Wie das Ganze in der Praxis aussieht und wie Du diesen Ansatz in dein Training mit einbauen kannst, erfährst Du am 30./31.08.2024. Dort gebe ich mit Mentaltrainerin Simone Fröhlich zusammen den Kurs „Neuro-Rider® meets Neurofunktionelle Integration®“ in Gartow/ Lüchow Dannenberg. Organisation und Anmeldung erfolgen über das Reitzentrum Stehler. Die Veranstaltung wird mit 5 LE zur Trainerlizenzverlängerung anerkannt.

Hab´ einen schönen Sommer und schau´ entspannt, wohin es dich zieht.

Sonnige Tage,

Corinna von Reitclever

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Eine Frage der Spezialisierung

Die Frage der Spezialisierung entscheidet oft über Erfolg und Misserfolg

Ende Mai wurde mir während eines Seminars in Mecklenburg Vorpommern erzählt, dass Corona, wie woanders auch, ein großes Loch in die Boxenbelegung gerissen hatte. Phasenweise wurde es danach eng, weil Geldeingänge und Reitschüler fehlten. Aber die Anlagenbetreiber besannen sich auf ihre Kernkompetenz und darauf, was sie gerne machten. Also entschieden sie, einen Abfohlservice anzubieten. Die Stutenbesitzer bringen ihre Tiere dorthin und das Team der Anlage kümmert sich um alles, was in diesen Tagen notwendig ist. Das zu managen erfordert einiges an Spezialwissen, bringt aber auch deutlich mehr Geld in die Kasse als das alleinige Bereitstellen einer Unterbringungsmöglichkeit für ein Pferd. Kunden und Anlagenbesitzer sind zufrieden und froh über die getroffene Entscheidung.

Der Grund, weshalb ich zu Einzelterminen eingeladen werde, ist meine spezifische Herangehensweise

Mit meinem physiotherapeutischen Blick kann ich sehen, wo der Sitz auf dem Pferd auffällig ist. Wenn man die eigene Schiefe mit Eigeninitiative, Ausgleichssport und regelmäßigem Unterricht nicht begradigen kann, hilft eine gezielte Analyse. Obwohl man häufig spürt, wo etwas schief läuft, gelingt ein gezieltes Gegensteuern nur, wenn man weiß, wie man ansetzen kann.

Beispielsweise wenn es in der Vorgeschichte Unfälle gibt, die zu Auffälligkeiten in der Funktion geführt haben. Die beeinträchtigen signifikant die Koordinationsfähigkeit des Reiters und die Möglichkeit, sich aus dem Oberkörper heraus auf eine gebogene Linie einzustellen. Da das Gehirn im Anschluss an eine schwere Verletzung häufig ein Schonprogramm fährt, kann man die betroffenen Strukturen in diesem Zustand schlechter ansteuern. Das wirkt sich nicht nur im Alltag sondern auch auf dem Pferd aus. Behebt man diese Schutzsteuerung, hilft man auch dem Pferd. Denn nur ein in sich gerader und elastischer Reiter belastet den Rücken des Pferdes gleichmäßig. Das ist weniger eine Frage der Spezialisierung als der eigenen Ausrichtung.

Deshalb schauen wir idealerweise erst ohne Pferd, wo eine Bewegungsauffälligkeit besteht und beheben sie nach Möglichkeit aktiv. Dann setzen wir die Korrekturen auf dem Pferd um. Da es nicht einfach ist, lang bestehende Schonmechanismen abzustellen, hilft mein neurofunktioneller Ansatz. Sensorische Stimulation und dosierte Bewegung signalisiert dem Gehirn, dass der Problembezirk wieder „kann“. So setzt es das neu gewonnene Bewegungsausmaß wieder ein. Auch schätzt es einen ehemaligen Unfallbereich als belastbar ein, wenn es gezielte Informationen aus diesen Gelenken bekommt. Deshalb ist es wichtig, den Schonbereich isoliert und kontrolliert zu bewegen. In der Folge läuft die gesamte Koordination besser und der/ die ReiterIn kann wieder locker sitzen. Auch kann er/sie die gefühlte Schiefe begradigen.

Das dauert natürlich, ehe das automatisiert abläuft. Bis dahin muss man sich immer wieder aktiv auf das „Neue“ besinnen. Doch so lernt das Gehirn: Was es kann, tut es automatisch, ohne dass wir darüber nachdenken müssen. Wenn wir etwas anders machen wollen, müssen wir uns darauf konzentrieren und so häufig wiederholen, bis die neue Bewegung sitzt. Gerade, wenn wir eingeschliffene Bewegungsmuster verändern wollen, geht das nur bewusst und konzentriert und dauert vor allem einige Zeit.

#Doitride ist das neue Schlagwort, sich für die Belange der Pferde einzusetzen und tiergerecht zu arbeiten

Unter diesem Hashtag wird gerade Gas geben, sich für pferdefreundliches Reiten auch im Sinne der Richtlinien einzusetzen. Das ist für mich keine Frage der Spezialisierung, sondern sollte selbstverständlich für jeden sein, der mit Pferden arbeitet. Auch wenn man „nur Freizeitreiter“ ist, sollten eigene Defizite im Fokus stehen. Wenn man sie behebt wird man automatisch besser und ein angenehmerer Rucksack für das Pferd. Falls es um körperliche Belange geht, hilft zum Beispiel der Physiocheck für Reiter, bei dem eine geschulte Physiotherapeutin die Belange von Reiter und Pferd kennt.

Mehr Informationen unter www.Reitclever.de

Sommerliche Grüße aus Brandenburg,

Corinna von Reitclever

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Wunderbarer Abschluss der PM – Kursreihe Besser Reiten- Locker bleiben in Hüfte, Knie und Becken

Martina Hermann aus Rügen, Vorsitzende der PM-Regionalversammlung Mecklenburg-Vorpommern, hatte den Kontakt zu der Anlagenchefin in Ramin eingefädelt. Sie war im letzten Jahr zu einem Sattelseminar vor Ort und dachte, dass ich dort auch einmal einen Kurs halten sollte.

Und sie hatte Recht – Diese familiengeführte Anlage ist der perfekte Rahmen für einen Kurs: Betreiber, Teilnehmer und Reiter waren sehr motiviert und wissbegierig. So war der letzte Tag im Mai auf dem Bauernhof Tanger für mich ein wunderbarer Abschluss der PM- Kursreihe „Besser Reiten- Locker bleiben in Hüfte Knie und Becken“!

Schon der Weg dorthin ist ein Erlebnis. Von der Autobahn fährt man Bundesstraße, dann Landstraße und zuletzt geht es durch ein Dorf. Wenn man denkt, man müsste am Ziel sein, ist es doch noch ein Stück. Zum Glück hatte die Kursorganisatorin am Telefon gesagt, dass sie „mitten im Wald“ wohnen. Denn die Navigationsstimme lenkt einen auf einen Plattenweg.

5 Kilometer lang ist das letzte Stück der Route, so dass man sich tatsächlich fragt, ob man dort richtig ist.

Aber ich war goldrichtig

Von der ersten bis zur letzten Minuten spürte ich, dass das Herz hier am richtigen Fleck sitzt. Alles macht einen gepflegten Eindruck, der Empfang ist herzlich. Die Kursteilnehmer waren teilweise aus der Gegend, Reitschüler oder Einsteller der Anlage oder kamen von weiter her.

Wunderbarer Abschluss der PM Kursreihe

Der erste Teil ist immer der Spannendste bei so einem Kurs: Geht das Konzept auf? Nehmen die Teilnehmer die Aussagen an, bzw. kann ich ihnen die Hintergründe verständlich vermitteln? Spätestens, wenn ich in kurzen Übungssequenzen zeige, worum es geht, springt der Funke über. So war es auch diesmal: Fragende Augen, erstaunte Gesichter oder ein breites Lächeln im Gesicht, wenn sich die eigene Beweglichkeit tatsächlich nach ein bis zwei Übungen fühlbar verbessert. In dem Moment, in dem man das realisiert, wird man neugierig. Man möchte wissen, wie das möglich ist. Also hört man zu und versucht, Zusammenhänge zu verstehen. Dieses Strahlen in den Gesichtern ist jedes Mal eine schöne Bestätigung und ein wunderbarer Abschluss einer erfolgreichen Wissensvermittlung.

Die Rechnung ging auf – wie immer ist das Gehirn die entscheidende Schaltstelle

Wunderbarer Abschluss des PM Seminars „Besser Reiten- Locker bleiben in Hüfte Knie und Becken“!

Wenn ein Ausbilder darum weiß und seine spezifische Arbeitsweise mit an Bord nimmt, kann er schnell spürbare Erfolge produzieren. Schließlich setzt unser Zentralcomputer vom ersten Ausdenken bis hin zur vollendeten Tat alles in Gang. Es berechnet, was es an Informationen aus unserem Körper und unserer Umwelt bekommt, um die aktuelle Handlung zu bewerkstelligen.

Wenn man die Qualität der eingehenden Informationen verbessert, kann es die geplante Aktion besser zu Ende bringen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um das Beziehen eines Bettes, das Ausmisten einer Pferdebox oder ein einfühlsames Leichttraben geht. Wichtig ist, dass die Bewegungssteuerung effektiv ist und schnell an Unvorhergesehenes angepasst werden kann. Das kann sie, wenn alle beteiligten Strukturen entsprechend vorbereitet sind. Dafür bezieht der kundige Reiter alle Muskeln und Gelenke mit ein, die für einen elastischen Sitz auf dem Pferd entscheidend sind.

Schön fand ich, dass die Zuschauer auf der Tribüne eifrig mitturnten. Und zwar immer dann, wenn ich der jeweiligen Reiterin Übungen auf dem Boden zeigte, die zu ihrem aktuellen Sitzthema passten. Alle wollten fühlen, was sie bewirken.

Am Ende kam eine nicht mehr ganz junge Dame auf mich zu und sagte: „Das Seminar war echt super! So, wie Sie das alles erklären, weiß ich jetzt, warum mein Knie nach einer OP nicht mehr so gut funktioniert. Schade, dass mir das vor 30 Jahren niemand erzählt hat. Dann würde ich jetzt noch reiten.“

Es wurde spät- aber es war ein wunderbarer Abschluss der PM Seminare "Besser Reiten- locker bleiben in Hüfte, knie und Rücken in Ramin/ Mecklenburg Vorpommern

Es war ein wunderbarer Abschluss eines tollen Tages.

Danke Martina, Hof Viervitz, für die Anregung, Cornelia vom Bauernhof Tanger und Claudia Krempien vom #pferdesportverbandmv für die Organisation und Umsetzung!

Der Abend war sehr inspirierend und ich war bestimmt nicht zum letzten Mal in Mecklenburg – Vorpommern.

Freudige Grüße,

Corinna von Reitclever

#gesundreiten

#pferdesportmv

#pferdsportverbandmv

#ichliebemeinenjob

#reitcleverontour

#landliebe

#bessersitzenbesserreiten

#pferde

Bunt und wechselhaft war der Mai, Neues von Reitclever Mai 2024

Eher bunt als wechselhaft ist der Betrieb auf dem wunderschönen Gestüt Redefin.

Der Mai war bei uns südlich von Berlin bunt und wechselhaft. Wettermäßig gab es alles, was man sich vorstellen kann: Wind, Sonne, Saharastaub und auch heftigen Starkregen. Glücklicherweise müssen wir auf unserem Märkischen Heidesand nur abwarten, bis alles versickert ist. An manchen Stellen dauert das mitunter ein paar Tage. Aber wenn ich mir vorstelle, wie es wäre, in einem Haus in einer malerischen Altstadt zu sitzen, dem Dauerregen zuzuschauen und den Wasserstand unaufhörlich steigen zu sehen…

Und das ist erst der Anfang- der Mensch hat großen Anteil an den aktuellen Wetterlagen. Hoffentlich hat er auch das Einsehen, endlich umzusteuern. Wir dürfen nicht warten, bis „die anderen“ etwas tun. Nur wenn jeder ändert, was er kann, bekommen wir den Kahn „Welt“ noch auf einen anderen Kurs. Hoffentlich, denn das Leben kann schön sein!

„Etwas ändern“ haben sich zur Zeit viele auf die Fahnen geschrieben

Auch die Oberorganisation der Reiter regt sich. Man kann sich fragen, ob Hobby Horsing in die Bandbreite ihrer Palette gehört. Diese Tatsache ist für mich ein Indiz dafür, dass die FN spürt, dass sie sich bewegen muss. Bunt und wechselhaft könnte man zu diesem Bestreben sagen. Bekanntermaßen wird auf Turnierplätzen landauf und landab schon viel zu lange anders gerichtet als es in den Richtlinien für Reiten und Fahren geschrieben steht. Das ist sicherlich ein Grund, warum viele dort gar nicht mehr hingehen. Ich selbst bin nur einmal im Jahr als Helfer auf einem Breitensportturnier meines Reitvereins. Das reicht.

Doch hat die aktuell wieder entbrannte Diskussion auch etwas Gutes. Viele schauen anders hin und bringen neue Projekte auf den Weg. Auch wenn das den betroffenen Tieren nur in besonders tierschutzrelevanten Fällen hilft. Schlimm, dass es so weit gekommen ist! Dem Reitsport geht es wie unserer Welt schlecht. Kaum auszuhalten ist, dass wie immer Tiere darunter leiden. Das ist mein Antrieb, dem Reitsport weiter treu zu bleiben. Denn fundiertes Wissen und seine Anwendung kommen den Pferden zu Gute. Wenn ein Reiter beispielsweise versteht, warum er dem Rücken des Pferdes nur dann gut tut, wenn er selbst elastisch ist und sich den Bewegungen des Pferdes leicht anpassen kann.

Bunt und wechselhaft ist auch das Bestreben im Pferdsport

Das zeigt sich zum Beispiel an der unterschiedlichen Aufmachung der verschiedenen Reitweisen. Ob jemand Dressur, Western, Working Equitation oder ins Gelände reitet, erkennt man schon von weitem an seiner Ausrüstung. Mitunter auch an den gewählten Farben und ob Glitter dabei ist oder nicht. Bunt und wechselhaft scheint dort die Hauptdevise zu sein. Solange der Grad des Glitzers am Pferd nicht über den Ausbildungsstand des Reiters hinweg täuschen soll, kann ich das einfach so hinnehmen.

Positiv nehme ich wahr, dass ich in Gesprächen mit Amtsträgern heraushöre, dass die Botschaft angekommen ist. Es geht um die Zukunft unseres besonderen Sports, da muss man handeln. In diesem Sinne gefällt mir sehr, dass ich ab und zu als Referentin eingeladen werde. Die Persönlichen Mitglieder der FN haben sich ein abwechslungsreiches Fortbildungsprogramm auf die Fahnen geschrieben. Das liest sich bunt und wechselhaft. Ich selbst zeige bei so einer Veranstaltung in Theorie und Praxis, wie man bei sich selbst ansetzen kann, um dem Pferd ein angenehmer Rucksack zu sein.

Das wird gut angenommen und ich bekomme viel positives Feedback. Heute Abend stehe ich in dieser Mission in Ramin, Mecklenburg Vorpommern, in der Halle.

Es ist die Öffnung zu früher eher belächelten Themen, die zeigt, dass sich etwas ändert

Vor gar nicht allzu langer Zeit wurde jemand, der mit Bändern, Bällen und Turnmatte in die Reithalle kam, eher verständnislos oder mitleidig angeschaut. Nun wird man als Trainer mit gesundheitlichem Background sogar eingeladen und um Rat gefragt. Das ist nicht nur in meinen Augen ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Reiter gehören zu den wenigen Sportlern, die sich vor ihrer Betätigung nicht aufwärmen. Sie holen im Idealfall ihr Pferd von der Wiese und putzen es. Das reicht an Vorbereitung. Doch kann man sich schnell und effektiv auf die anstehenden Aufgaben vorbereiten, wenn man die dafür benötigten Strukturen aufweckt. Auch Schaltkreise im Gehirn kann man wach machen, dass schon die erste Aktion im Sattel balanciert und koordiniert erfolgt. Das geht auch tanzend, wie ich Anfang Mai mit viel Spaß erlebt habe (Mehr dazu unter dem blauen Link).

Für diese Themen steht die Ausrichtung der Fachgruppe Gesundheitssport mit Pferd . Sie zeigt, dass Reiten entspannend für Reiter und Pferd sein kann. Nämlich dann, wenn sich der Reiter einfühlsam auf dem Pferd bewegt und seinen Sitz an die Aktivität des Pferdes anpasst. Einsteiger, Wiedereinsteiger und auch geübte Reiter werden angeleitet, sich Rücken schonend zu bewegen. Das gilt sowohl für den Rücken des Reiters als auch für den des Pferdes. Auch können die faszinierenden Eigenschaften des Lebewesens Pferd, bis dato Nichtreiter zu mehr und gesunder Bewegung zu motivieren.

Am 16.05.204 endete das Pilotprojekt der Ergänzungsqualifikation für Trainer „Gesundheitssport mit Pferd“ im Landgestüt Redefin

Die Teilnehmer wurden über ein Jahr lang in einem Online- und zwei Präsenztools ausgebildet. Dabei wurden sie angehalten, sich mit den Eigenschaften des Reiters zu beschäftigen, die gesundes Reiten ermöglichen. Dieser rundum gelungene Tag markiert einen Startschuss und zeigt, dass der Gesundheitssport einen berechtigten Stellenwert im Pferdesport besitzt. (Unter dem Link kannst Du lesen, wie der Tag verlief).

Die Fachgruppe Gesundheitssport mit Pferd plant am 23.11.2024 einen bundesweiten Tag für Ausbilder und Reiter. Es wird zum Thema „Gesund Reiten für Reiter und Pferd“  fachlichen Input einer Physiotherapeutin für Menschen, einer Physiotherapeutin für Pferde und einer Sattlerin geben. Alle drei haben den Rücken von Reiter und Pferd im Blick. ave the date– es wird spannend werden! Mehr Informationen dazu gibt es, sobald alles steht, auf der Webseite, bei Facebook und Instagram.

Bis dahin, bleibt gesund!

Corinna von Reitclever

#gesundreiten

#pferdeliebe

#fachgruppegesundheitssportmitpferden

#fortbildung

#hochwertigesWissenfuerReiter

#pferdesportmv

#pferdesportverbandmv

#teamgesundheitssport

#reitcleverontour

Ich war letzte Woche in Redefin-

Lizenzabnahme Gesundheitssport mit Pferd im Landgestüt Redefin

Prüfungsabnahme Ergänzungsqualifikation Gesundheitssport mit Pferden im Landgestüt Redefin

Letzte Woche war ich im Landgestüt Redefin. Was für ein Empfang bei Sonnenschein auf einer traumhaften Anlage! Breite von Laubbäumen eingefasste Alleen führen durch das Gelände und überall stehen alte, schön renovierte Gebäude.

Als ich ankomme, findet gerade ein Springtraining auf dem Hauptplatz vor der Tribüne statt- nachmittags trabt ein Zweispänner über die großzügigen Sandwege.

Unermüdlich fährt ein Rasenroboter auf dem Paradeplatz hin und her, der das Gras aber irgendwie doch nicht kurz geschnitten aussehen lässt.

Alles in allem ein perfektes Ambiente für mein erstes Mal im Landgestüt Redefin

Ich wurde von der Arbeitsgruppe Gesundheitssport der FN eingeladen, mit der Vorsitzenden des #lvmecklenburgvorpommern die Prüfung für die Lizenzvergabe des Pilotlehrgangs Ergänzungsqualifikation Gesundheitssport mit Pferd abzunehmen. Der Gesundheitssport blickt auf ein wechselhaftes Treiben in den letzten Jahren zurück, in dem viele alte Strukturen aufgelöst wurden und sich langsam Neues etabliert. Es ist notwendig, das ganze Projekt an die aktuelle Zeit anzupassen.

Der Pferdesport ist im Aufruhr und im Wandel. Berechtigterweise werden viele Stimmen laut, dass Ruhm und Ehre nicht zu Lasten der Pferde ausgetragen werden dürfen. Teilweise schlimm anzusehende Bilder sprechen eine deutliche Sprache, der man sich nicht entziehen kann.

Aber es geht auch anders! Reiten kann entspannend und schön für Reiter und Pferd sein. Wenn der Reiter sich einfühlsam auf dem Pferd bewegt und seinen Sitz an die Aktivität des Pferdes anpasst. Dafür und eine ganze Menge weiterer förderlicher Eigenschaften steht das Angebot „Gesundheitssport mit Pferd“.

Es geht um gesund Reiten für Reiter und Pferd

Gerade jetzt!

Die Teilnehmer am Pilotprojekt „Ergänzungsqualifikation Gesundheitssport mit Pferd“ wurden von Dr. Catja Winter und Natalie Kühn über ein Jahr lang in einem Online- und zwei Präsenztools ausgebildet.

Dabei wurden sie angehalten, sich mit den Eigenschaften des Reiters zu beschäftigen, die gesundes Reiten ermöglichen. Und zwar solche, die gesund für Reiter UND Pferd sind. Eben #gesundreitenfuerreiterundpferd! Zum einen richtet sich das Angebot an Kinder und Erwachsene oder Menschen, die vielleicht schon die eine oder andere körperliche Einschränkung haben. Auch dienen die Übungen dazu, die Teilnehmer für ihren Alltag fit(ter) zu machen. Zum anderen werden auch geübte Reiter angesprochen, die zu hartnäckigen Sitzproblemen neigen oder sich beispielsweise im Wettkampfmodus stark unter Druck setzen. Die Palette an Übungen, die von der Mobilisation des Hüft- Beckenbereichs über eine Kräftigung der stabilisierenden Rumpfmuskulatur bis hin zu einer Förderung der Koordinations- und Rhythmusfähigkeit und Entspannungs- oder Atemtechniken reicht, ist groß.

Gar nicht so einfach für einen klassischen Ausbilder, der sich während seiner Trainerausbildung vor allem auf Anatomie und Gesundheit für Pferde konzentriert hat, das Ganze nun auf den Reiter zu übertragen. Deshalb ist es wichtig, den Teilnehmern genügend Zeit zum Lernen, Ausprobieren und vor allem für eine Selbsterfahrung zu geben.

Dass das gelang, zeigt das durchweg positive Feedback auf das Pilotprojekt

Sowohl die Teilnehmer als auch Lehrgangsleiter und Prüfer bedankten sich für den tollen Kurs.

Alle hoben die gute Stimmung und die hohe Lernbereitschaft hervor. So war das ein für alle Beteiligten schöner Tag! Und einer, der letztendlich auch den Pferden zugute kommen wird. Denn Einsteiger, Wiedereinsteiger und auch geübte Reiter werden beim Gesundheitssport mit Pferden angeleitet, sich rückenschonend zu bewegen. Das gilt sowohl für den Rücken des Reiters als auch für den des Pferdes.

Die Lehrpferde vom Landgestüt Redefin fanden den Kurs augenscheinlich gut. Sie zogen geduldig ihre Runden und waren entspannt, Vielleicht hat ihnen auch nur gefallen, dass sie wenig traben und galoppieren mussten. Bis auf „brav sein“ wurde wenig von ihnen erwartet. Doch waren sie erstaunlich gelassen ob der bunten Bälle, Ringe, Bänder und Matten, die während der praktischen Einheiten zum Einsatz kamen.

Es war ein rundum schöner Tag im Landgestüt Redefin und ich werde sicher nicht zum letzten Mal dort gewesen sein.

Entspannte Grüße,

Corinna von Reitclever

PS: Eine Teilnehmerin des Pilotprojektes kannte ich von Kursen bei mir auf dem Hof. Sie legte eine sehr überzeugende, souveräne Prüfung ab. Lachend erzählte mir eine Lehrgangsleiterin, dass sie sich auch mit Hilfe meiner Bücher vorbereitet hat. Die lagen immer auf ihrem Tisch im Seminarraum. Die Teilnehmerin gestand mir hinterher, dass sie sich gewundert hat, dass diese teilweise so kleinen Übungen eine so deutliche Wirkung erzielen.

Tja, gewusst wie und vor allem wo man am besten ansetzt 😉

#gesundreiten

#reitcleverontour

#gesundheitssportmitpferd

#landgestuetredefin

#pferdesportmv

#pferdesportverbandmv

#gesundreitenfuerreiterundpferd

#pferdeliebe

#ichliebemeinenjob

#teamgesundheitssport

Denk´ an deine Hüften- Bewegungstraining einmal anders

Denk an deine Hüften,
die Becken- und Hüftbeweglichkeit entscheidet über die Qualität des Sitzes

Es ist einer der ersten schönen sommerlichen Tage im Mai, der mich zu einem besonderen Event nach Berlin Friedrichshain führt.

Ein früher Sommerabend in Berlin bedeutet für mich eine besondere Atmosphäre, die ich als Berlinerin einsauge.

Aber dass mir dabei irgendwann ziemlich unvermittelt der Satz „denk an deine Hüften“ entgegen schallt, lässt mich noch mehr schmunzeln. Ich grinse an diesem Abend sowieso schon im Kreis. Beeindruckt registriere ich, dass die Hüften also auch für andere Menschen ein Thema sind.

Dort, wo ich hin möchte, befindet sich eine eher ruhige Wohngegend. Etwas fernab der bekannten Tourismuspfade finde ich erstaunlicherweise sofort einen Parkplatz direkt vor der Tür.

Stehen also alle Zeichen auf einen gelungenen Abend.

Das wird er auch!- Ein Bewegungstraining einmal anders, als ich es kenne

Ich folge der Einladung der #bewegungsbotschafterin, mich übers Tanzen in eine gute Stimmung zu bringen. Das gelingt ihr ziemlich schnell unglaublich gut. Chic angezogen, Tänzerin und Gymnastiklehrerin durch und durch, ist sie von Anfang etwas laut, etwas fordernd, teilweise auch frech, was man als übergriffig empfinden könnte. Tue ich aber nicht. Sie hat uns im Vorfeld erklärt, dass sie uns an diesem Abend herausholen möchte aus unserem Kokon. Den eigenen Körper so fühlen und bewegen, dass man sich im Anschluss besser fühlt. Das gelingt ihr erstaunlich gut und mit einfachen Mittel auch erstaunlich schnell.

Um mich herum nur strahlende Gesichter. Die Luft im Studio ist heiß, der Schweiß läuft. Trotzdem macht es Spaß- riesigen Spaß. Und auf einmal, während wir das Becken im Takt zur Musik in alle Richtungen schwingen, ruft sie: „Denk an deine Hüften! Die müssen beweglich bleiben, sonst enden sie irgendwann in einer Schenkelhalsfraktur“. Ob dieser Zusammenhang wirklich so besteht, lasse ich mal im Raum stehen. Dass bei Stürzen älterer Menschen oft der Schenkelhals nachgibt, hat etwas mit Hebeln und Knochendichte zu tun. Aber zugegeben ist die ist umso höher, je mehr man sich bewegt und belastet.

Denk an deine Hüften! Dieser wohlgemeinte Rat hilft im Alltag – und auf dem Pferd

Nur, wenn die in alle Richtungen gut beweglich sind, können die großen, starken Hüftmuskeln locker lassen. Wenn sie das auch beim Reiten tun, kann der Oberschenkel aus der Hüfte heraus frei am Pferd herab hängen. Dann können sich die Schenkel weich an den Pferdebauch anschmiegen und fein dosierte Hilfen geben. Sobald man im Knie klemmt, also das Bein an die Pausche drückt oder es über den Oberschenkel hoch zieht, ist dieser Mechanismus blockiert. Dann hebelt man sich mit dem Gesäß aus dem Sattel oder drückt unkontrolliert und zu fest am Schenkel. Beides ist für das Pferd recht unangenehm.

Also ist es unsere Aufgabe, an unserer eigenen Hüftbeweglichkeit zu arbeiten, falls wir ein angenehmer Rucksack für das Pferd sein wollen. Nur, wenn wir in diesem Bereich elastisch sind, können wir den Schwung vom Pferd gut abfangen. Das ist die Basis für einen guten, ausbalancierten Sitz, der auch das Pferd mitnimmt. Wenn der Sitz des Reiters den Schwung des Pferdes abholt und ihn einfühlsam zurückgibt, wird das Zusammenspiel harmonisch. Dann ist das wie ein Tanz, sobald Reiter und Pferd sich gut verstehen und fein miteinander agieren.

Auch wenn der 1. Mai nun schon vorüber ist: gehe tanzen! Bewege dich mit und ohne Musik, und komme selber wieder ins Strahlen. Wenn du dir dieses Gefühl zurück in den Körper holst, dann klappt das auch auf dem Pferd. Das macht wahrscheinlich mehr Spaß als alleine für Besser Reiten- locker bleiben in Hüfte, Knie und Becken zu trainieren.

Reiten ist wie Tanzen auch nur ein Bewegungstraining der etwas anderen Art.

In diesem Sinne, genieß´ den Frühsommer und mach dich mal so richtig locker J,

Corinna von Reitclever

#denkandeinehueften

#bessersitzenbesserreiten

#tanzdichgluecklich

#bewegungsbotschafterin

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#huefteundreiten

Gesundheit von Reiter und Pferd, Neues von Reitclever, April 2024

Gesundheit von Reiter und Pferd

Egal, wo ich mich mit Reitern oder Trainern unterhalte: die Gesundheit von Reiter und Pferd gelangt immer mehr ins Bewusstsein meiner Gesprächspartner. Wahrscheinlich liegt das auch daran, dass dieser Fokus in meiner Denkweise ist. Bekanntlich ziehen sich Menschen mit ähnlichen Werten an.

Das konnte ich nicht nur auf der #MesseNordpferd2024 feststellen

Da ich vor vielen Jahren einmal in Schleswig Holstein gearbeitet habe, zieht es mich immer wieder dorthin. Mit großer Vorfreude fuhr ich in den Norden und musste feststellen, dass ich mich nur mittelgut vorbereitet hatte. Das Herausbringen des Buchs „Besser Reiten trotz Rückenbeschwerden“ im Januar 2024 und die Abgabe einer Version für Nichtreiter hatte meine Hirnkapazität augenscheinlich ausgeschöpft. Das Manuskript liegt seit Ende März beim TRIAS Verlag und wird „normalen“ Menschen Anregungen geben, sich und ihren Rücken mit Hilfe eines neurozentrierten Ansatzes belastbarer zu trainieren. Ein Kapitel über Vagusnervstimulation gibt Ideen, mit diesem populär gewordenen Nerven die eigene Entspannungs- und Regenerationsfähigkeit zu fördern. Das Buch erscheint im Frühjahr 2025.

In der Woche vor der Messe merkte ich, dass ich weder Trennwände bestellt, noch mich für einen Vortrag angemeldet hatte. Ich hatte zwar mit Verantwortlichen telefoniert, aber das war im Vorfeld zu einer früheren Messe, die dann doch nicht stattfand. So war ich wieder fasziniert von der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns. Es kümmert sich nur um das, was momentan aktuelle Priorität besitzt. Alles andere fliegt aus dem Speicher. Dabei war ich mir ganz sicher, alles Wichtige in die Wege geleitet zu haben. Das habe ich auch, nur eben nicht für dieses Jahr.

Anstatt mich zu ärgern, wusste ich, dass meine Rollups den Stand gut einrahmen würden. Darüber hinaus luden bunte M&Ms zu Gesprächen am Stehtisch ein. Insofern lief meine Messebeteiligung rund. Oft hörte ich in diesen Tagen, dass gesund reiten der Weg ist, wo es hingehen sollte. Wir müssen bei uns ansetzen, um die Gesundheit von Reiter und Pferd zu fördern. Nur dann wird Geben und Nehmen gegenseitig und eine echte Partnerschaft kann entstehen. Mehr darüber kannst Du unter „Selbst mobil sein, um das Pferd gesund reiten zu können“ lesen (Klick dazu auf den blauen Link).

Nach einem Ereignis durchatmen und Anspannung wegatmen

Das sollten wir nicht nur unseren Pferden während einer Trainingseinheit zugestehen, sondern auch für uns umsetzen. Wie oft am Tag empfindet man Stress oder ärgert sich über etwas. Wenn man diese Unruhe nicht bewusst aus dem Körper herauslässt, bleibt die dadurch entstandene Anspannung im System. Besser wäre es, sie bewusst los- zu- lassen.

Mir gelang das am Ende dieser Messetage an meiner früheren Wirkungsstätte. Ich fühle mich dort nach wie vor zuhause. Sonne, Möwen und Ostseeluft bringen mir immer ein Gefühl des Wohlbehagens. Einmal durchatmen und zur Ruhe kommen. Das entspannt auf der ganzen Linie und lässt nicht nur Muskeln und Gelenke wieder flexibel reagieren.

Welche Möglichkeiten kennst Du dafür?

Wir müssen für die Gesundheit von Reiter und Pferd genau dort hinschauen und ansetzen:

Was bringt Dir eine positive Anspannung, die auch Fehlhaltungen korrigiert?

Was lässt im Gegenzug die notwendige Entspannung entstehen, die die wichtige körperliche Regenration einleitet? Wir sind in der heutigen Zeit zu oft im „Angriffsmodus“ unterwegs. Das merkt auch das Pferd und spiegelt uns dahingehend, dass es sich schwer loslässt. Wir können es wirksam unterstützen, wenn wir an unserer eigenen Losgelassenheit arbeiten.

Wenn das für dich nicht so einfach ist und Du dich häufig selbst unter Stress setzt, biete ich am 15.06.2024 den Kurs „Sicher Reiten trotz Angst bei mir auf dem Hof an. Dort bekommst Du beispielsweise Möglichkeiten, eigene Stressmuster zu erkennen und sie wirksam zu reduzieren.

Wenn es eher um deine Mittelpositur geht, bietet sich der Kurs „Spiraldynamik® für Reiteram 25.05.2024 an. Dort wirst Du viele AHA Erlebnisse erspüren, die es dir ermöglichen, deine Gewichtshilfen locker und effektiv zugleich einzusetzen.

Das Thema Gesundheit von Reiter und Pferd

zieht sich weiterhin wie ein roter Faden durch meine Vorträge. Am 26.04.24 war ich als Referentin zum PM Seminar in Mechelroda/ Thüringen. Auch dort traf das Thema #gesundreiten auf großes Interesse. 4 Reiterinnen auf unterschiedlichem Ausbildungsstand auf verschiedenen Pferden verdeutlichten in der Praxis, wie man mit wenig Aufwand an den richtigen Stellen eine Verbesserung der Elastizität auf dem Pferd erreichen kann. Das quittierten die Pferde unmittelbar mit einem lockerer mitschwingenden Rücken und entspannterer Halshaltung.

Am 02.05.2024 bin ich mit dem Vortrag „Besser Reiten – locker bleiben in Hüfte, Knie und Rücken“ in Prussendorf/ Sachsen- Anhalt und am 31.05.2024 in Ramin/ Mecklenburg Vorpommern. Tickets für die Veranstaltungen gibt es noch unter dem blauen Link beim Seminarteam der FN.

Spannend wird auch eine bisher neue Idee: am 30./31.08.2024 bin ich mit #diementaltrainerin Simone Fröhlich in Gartow/ Lüchow Dannenberg. Auch dort geht es um #gesundreitenfuerreiterundpferd. Wir werden den neurozentrierten Ansatz herausarbeiten und in „Neuro Rider® meets Neurofunktionelle Integration®“ zeigen, wie man über unser Nervensystem die eigene Elastizität und Reaktionsschnelligkeit beeinflussen kann. Die Veranstaltung wird vom Landesverband Hannover, Berlin Brandenburg, Westfalen und Weser Ems mit Lizenzpunkten für Trainer anerkannt. Dass diese Frage der Herangehensweise (Klick auf den Link) Ziel führend sein kann und schell Erfolge bringt, bewahrheitet sich immer wieder.

In diesem Sinne:

hab´ eine schöne Zeit im Mai und komm´ gesund durch den Frühling,

Corinna von Reitclever

#PMSeminar

#bessersitzenbesserreiten

#gesundheit

#pferdundreiter

#reitcleverontour

Selbst mobil sein, um das Pferd gesund reiten zu können

Das Training des Pferdes beginnt mit dem eigenen Sitz

Diese Erkenntnis setzt sich zum Glück in immer mehr Köpfen durch.

Unterhalte ich mich zum Beispiel auf Messen mit Reitern, stoße ich häufig auf interessante Ideen.

Bei den meisten kann ich heraus hören, dass sie sich intensiv mit dem Thema „Pferd und Reiten“ auseinander setzen.

Viele sagen „interessanter Ansatz“, wenn ich Ihnen mein Konzept vorstelle: „Genau dort müssen wir hin, dass der Reiter bei sich selbst anfängt“.

Lohnender Ausgangspunkt, denn nur wenn man darauf achtet, selbst mobil sein zu wollen, kann man ein Pferd gesund reiten und so ein angenehmer Rucksack für sein Pferd sein.

„Ich möchte in der Hüfte geschmeidiger sein“

ist eine von mir häufig gehörte Antwort, wenn ReiterInnen der Frage „ Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Sitz? Entgegen treten. Anhand meiner Buchverkäufe sehe ich, dass auch Reiter dieses Thema im Blick haben. Wenn sie es auch seltener ansprechen, sind auch sie an einer Entspannung im Lendenbereich interessiert

Wer sich ein bisschen in der menschlichen Anatomie und Funktionsweise auskennt, weiß, dass sich Hüft- und Lendenwirbelsäulenprobleme häufig bedingen. Der starke Psoasmuskel schränkt die Mobilität in beiden Funktionsbereichen ein, wenn er übermäßig arbeitet. Dabei setzt er viel Kraft frei, um uns beispielsweise aufs Pferd steigen zu lassen. Aktiviert wird er nicht nur bei körperlicher Tätigkeit, sondern auch, wenn wir irgendwo Schmerzen empfinden. Er hat einen großen Anteil an der Verspannungssymptomatik im unteren Rückenbereich. Genau dort, wo wir flexibel reagieren müssen, wenn wir das Becken den Bewegungen des Pferderückens folgen lassen wollen.

Der Psoasmuskel ermöglicht uns übrigens auch, bei Gefahr schnell wegzulaufen.

Dann wird er von Teilen unserer Zentrale, die für unser Überleben verantwortlich sind, zusammen mit den Adduktoren und Wadenmuskeln aktiviert, so dass wir im Ernstfall um unser Leben laufen können. Dummerweise passiert das auch, wenn wir uns auf dem Pferd erschrecken oder wenn wir, warum auch immer, unter Stress stehen.

Wenn ich als ReiterIn meinem Pferd gut tun möchte, muss ich selbst mobil sein, um beweglich in der Mittelpositur zu sein.

Die Adduktoren = Beinheranzieher sind die Muskeln, die das Knie an die Pausche drücken und das Gesäß aus dem Sattel hebeln. Gute Reiter wissen, dass wir sie deshalb zum Reiten lieber nur dosiert einsetzen. Der Psoasmuskel zieht das Knie und über die Wadenmuskulatur den Absatz hoch. Alles in allem eine Aktivität, die uns wenig mobil, sondern eher in einer für einen guten Sitz ungünstige Spannung bringt. Denn wie locker sitzen wir mit hohem Absatz, hochgezogenem und klemmenden Knie? Diese Spannung ruft ein eher festes Becken in Richtung Hohlkreuz hervor. Spaltsitz sagt man dann dazu, weil der Reiter nicht auf den Gesäßknochen, sondern auf seiner Spalte sitzt. So kann man im Becken nicht mitschwingen, sondern ist ein unbequemer Rucksack für das Pferd. Sollte eine schnelle Reaktion des Pferdes einen zu diesem Reaktionsmuster gebracht haben, treibt man in dieser Position das Pferd im ungünstigsten Fall noch weiter an.

Es ist also sinnvoll, an der eigenen Reaktionsweise anzusetzen, wenn man selbst mobil sein möchte, um das Pferd locker reiten zu können.

Dann reden wir von gesund für Reiter und Pferd!

Und es freut mich, dass es inzwischen eine Menge Reiter und ReiterInnen gibt, die über den eigenen Tellerrand schauen. Die begierig sind, zu erfahren, was man noch tun kann, um besser auf dem Pferd zu sitzen. „Gutes Reiten reicht“, ist ein in diesem Zusammenhang häufig zitierter Satz. Doch wie gut kommt ein Büromensch zum Reiten, wenn er durch seine überwiegend sitzende Tätigkeit eher fest im Hüft- und Lendenwirbelbereich ist? Insofern ist es sehr gut im Sinne der Pferde, wenn ein Umdenken in den Köpfen der Reiter stattfindet: Weg von den bisher beschrittenen Wegen hin zu mehr Offenheit und Wissen, was über die klassische Reitlehre hinausgeht. Nur wenn ich im Fokus habe, selbst mobil zu sein, bin ich ein angenehmer Rucksack für mein Pferd.

In diesem Sinne, macht Euch fit für den Frühling!
Dann seid Ihr zeitgleich auch fit für euer Pferd 🙂

Corinna von Reitclever

PS: Wenn Lockerheit im Becken – Lendenbereich ein Thema für dich sein sollte, kannst Du wertvolle Übungen beim Kurs „Spiraldynamik® für Reiter“ am 25.05.2024 kennenlernen, die dich genau dort lockerer und schmerzfreier machen. Sollte es eher um Angst und Verspannungen gehen, bekommst Du vielleicht bei, Kurs „Sicher Reiten trotz Angst“ am 15.06.2024 für dich passende Anregungen.

#Psoasmuskel

#gesundreiten

#reiterundpferd

#bessersitzenbesserreiten

#reitclever

#mobilfuerspferd

#gesundfuerreiterundpferd

#fitfürspferd

#angenehmerrucksack

#ueberlebensmodus

Eine Frage der Herangehensweise

Für Reiter ist nicht nur bei Sitzproblemen häufig die Frage nach der Herangehensweise entscheidend

Ich sitze am Küchentisch und mein Sohn schaut mich erwartungsvoll an:

„Wollen wir eine Gruppe gründen?“ fragt er mich. Mit den leuchtenden Augen eines Zwölfjährigen erklärt er mir, welche Funktionen eine App hat, die ich ursprünglich als Ergänzung für ein Neuroathletiktraining herunter geladen habe. In meinen Augen ein Tool, bei dem es um Farb- und Mustererkennung geht. Die findet in aufeinander aufbauenden Levels statt. Doch begeistert sie auch meinen Sohn, weshalb sie nun auf seinem Handy installiert ist. In nur zwei Tagen hat er sämtliche Funktionen ausprobiert, die diese App bietet, und ist darüber hinaus in kürzester Zeit viele Levels weiter gekommen als ich.

Erst bin ich genervt, dann schaue ich ihm fasziniert zu

In welcher Geschwindigkeit er die bunten Becher, Figuren, Hot Dogs, Flaschen und weitere Gegenstände abräumt und Level für Level erklimmt, ist für mich hochgradig erstaunlich. Für mich ist das Spiel der Mustererkennung tatsächlich ein Training für den Frontallappen. So suche ich Farbe für Farbe, Form für Form und scheitere mehrfach am Level 41, während mein Sohn schon bei Level 81 ist…

Diese Art der Aktivierung habe ich während eines Neuro-Rider® Moduls kennen- und schätzen gelernt. Die damals herunter geladene Version ist leider dem Plattmachen meiner Daten nach dem Facebookhack im letzten Jahr zum Opfer gefallen. Ich finde sie im Appstore nicht mehr und stattdessen wurde mir dieses Spiel vorgestellt.

Auch Hirnaktivierung ist eine Frage der Herangehensweise

Alles, was wir tun, setzt unser Gehirn in Gang. Das tut es, nachdem es Reize analysiert und ausgewertet hat, um die bestmögliche Reaktion darauf zu veranlassen. Also ist es beispielsweise auch fürs Reiten gut, an der Reitverarbeitung anzusetzen. Dann kann man schneller auf die Bewegungen seines Pferdes reagieren. Dass diese Form der Frontallappenaktivierung wirkt, hat mir eine sehr stark betroffene Parkinsonpatienten gezeigt. Wenn sie während ihrer Doppelbehandlung nicht mehr konnte, haben wir die Mustererkennungsapp als Pause genutzt. Erstaunlicherweise stand die Dame im Anschluss jedes Mal gerader, nachdem sie begeistert auf die Tasten getippt hatte.

Während ich meinem Sohn beim Spielen zuschaue, muss ich lachen. Es ist nicht nur seine jugendliche Unbekümmertheit, die ihn auf Tablet und Telefon ganz anders agieren lässt, als seine deutlich ältere Mutter. Er hat auch Sinn und Vorgehensweise des Spiels intuitiv verstanden. Anders als ich, die gerne strukturiert vorgeht und Aufgaben nacheinander abarbeitet. Das kostet im Falle dieser Aufgabe wertvolle Zeit.

Während ich also lächelnd meine Taktik ändere, komme ich, kurz gesagt, viel weiter. Ich schaffe 9 Etappen am Stück, in den nächsten Tag noch einmal 12. Mein Sohn freut sich, mit mir gemeinsam spielen zu können und mir die richtigen Tipps gegeben zu haben. Wenn wir auch nur nebeneinander sitzen und jeder auf sein Handy tippt, sind wir jetzt auch in der Spielgruppe miteinander verbunden. Dort können wir sehen, wie weit der andere ist. Das findet er wichtig, um auch auf der Messe miteinander in Kontakt bleiben zu können 🙂 .

Mal sehen, ob ich die Messe Nordpferd in Neumünster auch so spielerisch meistere

Ich habe bis Ostern an der Fertigstellung meines neuen Buchs gesessen, was als Neuro-Training für Rückengeplagte im Trias Verlag erscheinen wird. Darüber habe ich versäumt, mich für einen Fachvortrag anzumelden. Vielleicht rutsche ich noch als Lückenfüller ins Forum, wenn jemand ausfällt. Wenn nicht, werden sicherlich auch ohne einen Vortrag interessante Kontakte zustande kommen. Außerdem habe ich schon ein paar Ideen, auf wen ich aktiv zugehen möchte. Also drehe ich den Spieß einfach um und werde weniger gefunden als selber kennen lernen. Ich freue mich wie immer sehr auf die Tage und werde den Aufenthalt in dem Bundesland genießen, in dem ich vor vielen Jahren gearbeitet und mich sehr wohl gefühlt habe.

Ich werde berichten…

Was kann dieser Text für Reiter bewirken?

Hochkarätiges Wissen
Wahrnehmung verbessern

Manchmal hilft es, sich in festgefahrenen Situationen mit einer offenen Wahrnehmung die Frage der Herangehensweise zu stellen. Warum sitze ich beispielsweise fester in den Rechtswendungen als links herum? Wer oder was macht, dass ich den inneren Absatz hochziehe? Könnte es an der Aktivität meiner Hüftmuskulatur legen oder hatte ich mal eine Fußverletzung auf dieser Seite?

All das kann Hinweise darauf geben, wo man im Körper ansetzen kann, um seinem Gehirn bessere Reize zur Verfügung zu stellen. Die braucht es, um sich schnell und adäquat auf neue Anforderungen einzustellen zu können. Vielleicht sitzt Du nach einem Spiel, was deine Reaktionsgeschwindigkeit fordert, auch besser im Gleichgewicht. Das passiert, weil Du über deine an den durch das schnelle Reagieren ausgelösten Gesichtsbewegungen beteiligten Hirnnerven den Hirnstamm ansprichst.

Das erklärte Ziel ist immer, Informationen an die Teile des Gehirns zu adressieren, die eine erwünschte Funktion verbessern. Die Möglichkeiten, die sich dafür für einen besseren Reitstil ergeben, sind immens. Mehr Ideen und Anregungen findest Du unter Reitclever.de.

In diesem Sinne, habe mit der Frage nach der Herangehensweise einen schönen Frühling!

Corinna von Reitclever

#neurozentriertesarbeiten

#neuroathletiktraining

#bessserreiten

#neurorider

Was für ein Flow, Neues von Reitclever, März 2024

Was für ein Flow entsteht durch Lernen in einer Gemeinschaft!

Ich befinde mich im Kongresszentrum der Leipziger Messegesellschaft und staune. Um mich herum sitzen ungefähr 300 andere Autoren und Autorinnen in einem riesengroßen Saal an 22 runden Tischen. Das geschäftige Gebrumm vieler Stimmen ist zu hören, ich kann nur das der Rednerin bei mir am Tisch ausmachen. Was für ein Flow liegt in der Luft!

Die Idee der Leipziger Autorenrunde #lar24 ist einfach aber genial. An 22 Tischen finden jeweils 2x 45 Minuten frei wählbare Gesprächsrunden mit einem Fachmann statt. Nach 90 Minuten gibt es eine Pause- dann kommen 22 neue Experten an den Tisch. Jeder der dort Feder führenden Redner ist selbst erfolgreicher Autor oder kommt aus der Buchbranche. Es geht um Storytelling, Verkaufsofferten, wie man sich und sein Buch ins rechte Licht rückt, um Onlinemarketing oder „wie plane ich einen Bestseller?“ J. Einiges kommt mir bekannt vor, vieles habe ich schon einmal gehört und anderes ist komplett neu. Das verschafft eine Mischung, die ich gut aufnehmen kann. Tolle Idee, grandiose Umsetzung.

Autoren sind wie Reiter ganz verschieden

Ich sehe junge, teilweise sehr dünne Männer, die sich dem Genre Fantasy oder Science Fiction verschrieben haben. Frauen jedes Alters, die Liebesromane schreiben oder ihre eigene Geschichte verarbeiten. Ältere Herrschaften, die auf die 80 zugehen. Alle freundlich, aufnahmebereit und wissbegierig.

Genauso wie bei Reitern sieht man weder auf den ersten noch auf dem zweiten Blick, dass man einen Autor vor sich hat. Es sind ganz normale Menschen. Ich bin geflasht von der konstruktiven und positiven Atmosphäre, die den Tag begleitete. So macht lernen Spaß.

Es ist das zweite Mal in diesem Monat, dass ich hochwertiges Wissen einsauge

Mitte März war ich 6 Tage in Murnau, südlich von München. Meine Hinfahrt verlief problemlos einen Tag nach dem angekündigten Streik der GDL. Dort war es wie im letzten Jahr: ankommen, einchecken, lernen.

Unser Nervensystem ist die Basis all unseres Denken, Fühlen und Handelns. Was für ein Flow kann entstehen, wenn wir alle unser Fähigkeiten bündeln und die Reizaufnahme verbessern!

Dr. Philip Eckhardt, der Begründer der Neurofunktionellen Integration ist beseelt von der Idee, seine Technik so vielen Menschen wie möglich zugute kommen lassen. Denn er weiß, dass nur ein empfangsbereites Nervensystem einen sicheren Lernprozess ermöglicht. Sein unglaubliches Wissen vermittelt er klar strukturiert und plaudernd. Stress kommt dabei nicht auf – auch für die Verpflegung ist auf hohem Niveau gesorgt.

Auch bin ich beeindruckt, was für ein Verständnis dadurch entsteht. Wieder in der Praxis beginne ich das neu Erlernte unmittelbar in meine Behandlungen umzusetzen. Was für ein Flow, wenn das einfach so gelingt. Ich denke wieder anders in Bezug auf für mich altbewährte Vorgehensweisen. Mit dem aufgepeppten Wissen im Kopf, was neurologische Steuerungsprozesse angeht, schaue ich einfach anders hin. Ich bin mir sicher, dass dieses Wissen auch meine Korrekturen in der Reitbahn beeinflussen wird.

Die Gelegenheit dazu habe ich im April und Mai

Besser Reiten in Hüfte Knie und Rücken
Besser reiten in Hüfte Knie und Becken

Vom 12.04.-14.04.2024 bin ich mit Reitclever auf der Messe Nordpferd in Neumünster. Nach den Erlebnissen auf der Partner Pferd im Januar bin ich gespannt, was mich dort erwartet. Am 26.04. 2024 bin ich in Mechelroda/Thüringen, am 02.05.2024 in Prussendorf/ Sachsen Anhalt und am 31.05.2024 in Ramin/ Mecklenburg Vorpommern, kurz vor der polnischen Grenze.

Mein Vortrag „Besser Reiten- locker bleiben in Hüfte, Knie und Rücken“ im Rahmen des PM- Seminars wird jede Menge praktische Anregungen und eine Demo in der Reitbahn beinhalten.

Auch im Basisbereich kann man das Gefühl eines Flows erleben

Ein Flow entsteht durch Teamgeist und Motovation

Seit letzter Woche Freitag haben wir sechs neue Lizenzinhaber „Pferdeführerschein Umgang“. Meine schon etwas betagten Pferde haben sehr gut mitgemacht und wurden von motivierten Damen geführt. Alle sechs hatten schon viele Vorerfahrungen, waren aber trotzdem wissbegierig. Sie haben uns mit Teamgeist und guter Laune über die Kurssamstage getragen. Wenn man am Ende von allen freudig umarmt wird und Dankesworte hört, weiß man, dass es gut gelaufen ist. Hochwertiges Basiswissen zu vermitteln, was direkt den Pferden zu Gute kommt, ist meine Motivation. Nicht nur den Tieren der Teilnehmer, sondern auch anderen: Durch sein Beispiel und eine weit reichende Kenntnis wirkt man als Vorbild und zieht andere Reiter mit.

Deshalb ist meine Empfehlung an dich: mache deine Augen und Ohren weit auf und suche ungewohnte Impulse. Höre Musik mit einem klaren Beat, rieche bewusst den werdenden Frühling, gehe beispielsweise surfen oder wandern und tausche dich mit anderen Menschen über nicht so gewohnte Themen aus. Das fördert die Flexibilität des Nervensystems und lässt dich geschmeidiger auf die Bewegungen deines Pferdes reagieren. Dass Du mit dem Gefühl „Was für ein Flow“ über die Osterfeiertage spazierst und fröhlich durch dein Leben groovst wünsche ich Dir!

In diesem Sinne,

Corinna von Reitclever

#flexibilitätdesNervensystems

#mehrwissenfuerreiter

#Quantenspruengeimlernen

#lar24