Autor: Corinna

Reitest Du lieber aus der Ecke kehrt oder in die Ecke kehrt? Basiswissen für Reiter Teil 2

Die Kehrtvolte ist die Grundlage auf der ein "In die Ecke kehrt" oder "Aus der Ecke kehrt" geritten wird. Die Beschreibung dazu findest Du im Basiswissen für Reiter Teil 2, ABC der Hufschlagfiguren.

Mit frdl. Genehmigung entnommen aus „Richtlinien für Reiten und Fahren, Band 1“,
Hrsg.: Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. (FN), FNverlag, Warendorf 2000
 

Beides sind Begriffe aus dem Abc der Hufschlagfiguren, Basiswissen für Reiter Teil 2.

Genauer betrachtet ist sowohl in die Ecke kehrt als auch aus der Ecke kehrt „nur“ eine Kehrvolte. Denn beides wird immer geritten wie eine halbe Volte. Vom Punkt des Bogens, der am weitesten vom Hufschlag entfernt ist, wird dann wieder schräg zum Hufschlag geritten.

Aber der Teufel liegt wie so häufig im Detail: Aus der Ecke kehrt wird üblicherweise aus der zweiten Ecke der langen Seite geritten. Oder man wendet am Zirkelpunkt vor der zweiten Ecke der langen Seite eben diagonal vom Hufschlag aus Richtung Mitte der kurzen Seite ab und reitet dann in einer halben Volte wieder zurück in die Ecke und wechselt damit die Hand.

Ziel einer gut gerittenen Kehrtvolte ist neben einer Abwechslung im Einerlei der Handwechsel auch eine Verbesserung der Längsbiegung. Denn um diese Linie „schön“ zu reiten, braucht man eine effektive Hilfengebung, die nicht nur am inneren Zügel zieht. Damit verhindert man, das Pferd im Hals nur abzustellen und die Hinterhand irgendwie um die Kurve schleudern zu lassen.

Besser gesagt musst Du Deine Hilfen diagonal einsetzen: Dazu belastest Du Deinen inneren Gesäßknochen und drehst Dich von (nur von) Kopf und Schultergürtel her in die Wendung herein. Dadurch treibt der innere Schenkel am Gurt den gleichseitigen Hinterfuß vor. Der verwahrende äußere Schenkel sorgt dafür, dass die Hinterhand nicht nach außen wegdriftet.

Dein innerer Zügel gibt eine leichte Stellung und durch Nachgeben des äußeren Zügels ermöglichst Du die Stellung in Genick und Hals des Pferdes. Die äußere Einwirkung brauchst Du, um die Kontrolle zu behalten und das Pferd nicht über die äußere Schulter ausfallen zu lassen.

Dabei ist es egal, ob Du aus der Ecke kehrt oder in die Ecke kehrt reitest.

Technisch gesehen ist die Linie zuerst in die Bahn hinein und dann zur Ecke zurück schwieriger, weil die äußere Bandenbegrenzung fehlt. Das und noch viel mehr erfährst Du im Basiswissen für Reiter Teil 2.

War das jetzt verständlich oder zu viel Fachchinesisch? Brauchst Du mehr Basiswissen für Reiter?

Dann wäre vielleicht das ABC der Hufschlagfiguren etwas für Dich (für mehr Informationen klick auf den Link). Im Kurs geht es vor allem darum, die Feinabstimmung zu verbessern. Denn je schneller Du Deine Hilfen koordinieren und einsetzen kannst, desto besser gelingen Dir schöne und erkennbare Hufschlagfiguren. Beispielsweise musst Du dabei zwischen den Hilfen für Geradeaus – und um die Kurve reiten wechseln.

Außerdem solltest Du Dein Pferd während des Reitens auch in Gang halten, bzw. den Takt halten. Wenn Du zu viel Schwung hast, kann es notwendig sein, Dein Pferd vor der nächsten Aufgabe mit halben Paraden zu bremsen oder aufmerksam zu machen.

Wenn Du also die Hilfengebung aus dem ABC der Reiteinsteiger schon gut drauf hast, bekommst Du jetzt eine Fortsetzung mit genauen Anleitungen für gelungene Bahnfiguren. Die im Text vorkommenden fetten Begriffe werden im ABC der Hufschlagfiguren genau erklärt.

Auch warum Bahnfiguren überhaupt notwendig sind erfährst Du in diesem Onlinekurs.

Denn die meisten Freizeitreiter amüsieren sich ein bisschen über die „Kringelreiter“. Doch dabei geht es weniger um eine Schleife in einer Dressurprüfung als vielmehr darum, das Pferd gesund zu erhalten. Es muss nämlich eine ganze Menge Voraussetzungen erfüllen, um einen Reiter schadlos tragen zu können. Je weniger schief es unter dem Reiter ist, desto gleichmäßiger werden die Gelenke belastet. Deshalb ist es eine gute Idee, beim Reiten die Längsbiegung des Pferde zu verbessern. Damit richtest Du das Pferd gerade und beugst Erkrankungen des Bewegungsapparates vor.

Probiere es mal in der nächsten Reitstunde aus. Du wirst staunen, wie abwechslungsreich und herausfordernd ein paar Hufschlagfiguren sein können :-).

Helfen tut Dir dabei übrigens auch ein guter Reitlehrer.

Viel Spaß dabei,

Corinna von ReitClever

Weißt Du, was mit Kreuz reiten heißt? Das ABC für Reiteinsteiger

Das ABC für Reiteinsteiger
Sitzt alles?

Ende März saßen bei mir im Kurs Spiraldynamik® für Reiter drei relative Reiteinsteiger.

Dadurch tauchten im Unterrichtsgespräch ganz andere Fragen auf als bei den sonstigen Durchgängen, in denen auch Turnierreiter und Reittrainer saßen.

Jedes Mal gibt es Teilnehmer, die ganz erstaunt darüber sind, dass „mit Kreuz reiten“ heißt, dass man seine Bauchmuskulatur anspannt. Würde man tatsächlich das Kreuz anspannen, hätte das ein Hohlkreuz zur Folge und vorbei wäre es mit der gut schwingenden Mittelpositur. Auch der Begriff Mittelpositur ist ein schönes Wort, das anatomisch erstmal eingeordnet werden muss.

Bei diesem Durchgang gab es auch erstaunte Gesichter, als ich erwähnte, dass man zum Treiben nicht die Wadenmuskeln benutzt.

Selbstverständlich bietet der stärkste Teil der Wade den Kontaktpunkt mit dem Pferd. Aber um einen angemessenen Schenkeldruck zu entwickeln, benutzt man die rückwärtige Oberschenkelmuskulatur und die Außendreher des Hüftgelenkes. Dagegen sorgt die Wadenmuskulatur dafür, dass man die Absätze hochzieht. Das hat zur Folge, dass das Sprunggelenk nicht durchfedern kann. Deshalb ist es wichtig, die Wadenmuskulatur zu dehnen, um den Absatz tief zu lassen.

Als Feedback schrieb mir eine Teilnehmerin nach dem Kurs:

„Ich hatte auf einmal ein ganz anderes Gefühl auf dem Pferd und mein Bewusstsein für mich, meinen Körper und das Pferd wurde ungemein gestärkt. Im Schritt bin ich vor allem über die Gewichtshilfen geritten und das Leichttraben hat sich noch nie so einfach angefühlt. 🙂
Mein Pferd lief unter mir viel taktreiner und schöner. :)Der Zirkel war richtig schön rund und ich bin durch den Kurs ein großes Stück weiter gekommen.
Die Übungen versuche ich auch regelmäßig in meinen Wochenplan einzubauen.

Das zweite Mal auf dem Pferd nach dem Kurs war dann nicht so gut, aber ich habe auch nicht die Übungen davor gemacht. Das Wichtigste, was ich aus dem Kurs praktisch mitnehme, ist die Beine loszulassen und mit der Pferdebewegung mitzugehen.
Ich bin sehr froh, dass ich dabei war. 🙂
Vielen Dank für die vielen neuen Erkenntnisse, Corinna. Ich komme gerne wieder. :)“

Marlene

Schön, oder?

Nach so einer Rückmeldung habe ich immer das Gefühl, viel richtig gemacht zu haben.

Insofern hatten wir rund um das Thema Spiraldynamik® für Reiter viel interessanten Gesprächsstoff.

Daraus entwickelte sich die Anregung, dass es auch einen Kurs für richtiges Reiten ohne Pferd geben sollte: Wie trabt man an, wie ist die Technik für richtiges Angaloppieren und zu guter Letzt auch die Frage, wie man die Hufschlagfiguren reitet. Anders ausgedrückt ein richtiges ABC für Reiteinsteiger.

Darüber habe ich mir Gedanken gemacht und zusammen gestellt, was man nicht nur als Einsteiger in alphabetischer Reihenfolge trainieren kann und für gute Reiten trainieren müsste.

Das Ergebnis ist der neue Onlinekurs ABC für Reiteinsteiger (abrufbar unter dem blauen Link). Er bietet Übungsanregungen für

Aktivität (eher weniger als mehr. Zum guten Reiten sind viel weniger Muskeln aktiv anzusteuern, als man gemeinhin denkt. Man muss die meisten Muskeln loslassen, um gut zu sitzen, anstatt sich permanent überall anzuspannen)

über die

Bauchmuskulatur (Die Bauchmuskulatur ist tatsächlich elementar einen guten Sitz. Du solltest sie trainieren, und lernen, sie ohne die Gesäßmuskulatur zu benutzen),

Gewicht (ist die entscheidende Hilfe, um dem Pferd zu vermitteln, was es tun soll)

bis zum Zügelmaß.

Denn Zügelmaß bedeutet die Stärke der Verbindung, die der Reiter durch die Zügellänge auf das Pferdemaul ausübt. Dieses Maß gefühlvoll und weich zu halten ist eine der schwersten Dinge, die man über seine Handeinwirkung lernen muss.

Als Aktion im Shop gibt es gerade das Das ABC der Hufschlagfiguren“, Teil 2 in der Serie Basiswissen für Reiter. Da es gestern erst fertig geworden ist, ist es noch taufrisch und noch nicht einmal verkauft.

Damit sind wieder Kapazitäten freit für das „ABC für Reiter“ , den dritten Teil der Serie für die Fortgeschrittenen, was als Nächstes entstehen soll.

Genauso viel Spaß in der Durchführung macht mir der Pferdeführerschein Umgang, eine andere Form des ABC für Reiteinsteiger.

Auch hier gibt es jedes Mal Fragen, die einen neuen Blickwinkel auf den Inhalt geben. So ist das Unterrichten abwechslungsreich und führt dazu, dass kein Kurs läuft wie der andere. Da sich die Teilnehmer im Märzdurchgang wohl gefühlt haben, haben sie etwas Mundpropaganda gemacht. Das führt neben einem augenscheinlich großen Nachholbedarf an Aktivitäten dazu, dass der Kurs im Juni ausgebucht ist. Freie Plätze gibt es noch für den Durchgang im September vom 04.-18.09.2021 mit geplanter Prüfung am 24.09.2021. Impressionen von beiden Kursen gibt es auf der Seite „Eindrücke“.

Großes Kino verspricht der Kurs Neuro-Rider®.

Ehrlich gesagt ist da nicht viel neue Erfindung bei, sondern die Inhalte gehen vor allem auf das Neuroathletik Training zurück. Auch geht der Input weit über ein ABC für Reiteinsteiger hinaus. Trotzdem ist der Inhalt sehr gut und liefert mir Erklärungen dafür, warum die Dinge funktionieren, die ich schon seit Jahren in Kinesiologie und Physiotherapie anwende. Immer wieder ist es faszinierend, wenn man ein paar gezielte Augenbewegungen macht und sich dadurch eigene Beweglichkeit und Gleichgewicht verbessern.

Wenn beispielsweise die Augen nur ein unscharfes Bild der Umgebung liefern, weil man mit einem Augen besser schaut als mit dem anderen, bekommt das Gehirn nur ein ungenaues Bild seiner Umgebung. Da es dann sein Umfeld nicht genau einschätzen kann, hält es Körper und Muskeln fest und steuert auf Sicherheit.

Denn oberste Priorität hat immer, den Körper vor Gefahr zu schützen. Macht man dann diese neurobasierten Übungen, bekommt das Gehirn schärfere Informationen. Damit löst es die Muskulatur, die für unseren Schutz zuständig ist. Das führt zu einer schnellen Verbesserung des eigenen Zustands in Richtung Sicherheit, Beweglichkeit und Gleichgewicht. Mehr darüber gibt es in dem Artikel „Wie gut kannst Du Dich auf Deine Augen verlassen?

Deshalb ist der Neuro-Rider® nicht nur etwas für Reiter. Sondern wenn jemand schon einmal eine Gehirnerschütterung oder ein Schleudertrauma erlebt hat, kann er durch die Übungen die Zusammenarbeit seiner Sinnesorgane mit dem Gehirn verbessern. Mit den besseren Informationen ermöglicht das Gehirn dann ein koordinierteres und sichereres Bewegen. Ob diese Übungen auch bei Angstreitern oder fehlender Balance so gut wirken, wie ich denke, werde ich in den Kursen Einfach besser Reiten trotz Angst und Einfach besser reiten mit Balance ausprobieren. Dort werde ich neben den bisherigen Inhalten aus Brain Gym® für Reiter vor allem die Neuro-Rider Inhalte einbringen.

Mehr Informationen dazu gibt es unter den Links. Ob das den gewünschten Erfolg hat, werde ich berichten.

Erfolg und Spaß hat auf jeden Fall der #AktionstagfürPferdetrainer gebracht.

Denn in der Interessengemeinschaft Reitlehrer und Pferdetrainer, die sich bei Facebook formiert hat, geht es vor allem um Austausch, Information und die Bündelung von Interessen. So wurde am 08.04.2021 bundesweit auf die aktuelle Situation der Reitlehrer und Reitschulen aufmerksam gemacht. Auch viele meiner Kursteilnehmer beteiligten sich an der Mailaktion an Bund. Länder und Ordnungsämter. Ein großes Dankeschön dafür!

Ob es was bringt und ob mehr Aktivitäten in Kürze wieder erlaubt und erwünscht sind, wird sich zeigen. Über die aktuellen Maßnahmen der FN zum Thema Finanzhilfen habe ich im Artikel Es tut sich was im Reiterlager geschrieben.

So wünsche ich Euch viel Spaß mit schönen Maiaktivitäten und dem ABC für Reiteinsteiger, auch wenn Ihr in diesem Jahr nicht in den Mai tanzen konntet!

Corinna von Reitclever

Es tut sich was im Reiterlager, Hilfe zur Selbsthilfe

Hilfe zur Selbsthilfe ist ein großer Bestandteil meiner Kurse

Auch Reiter sind von der aktuellen Situation betroffen- das steht außer Frage. Allerdings ist das, was für den einzelnen Freizeitreiter blöd ist, für Schulbetriebe und Vereine Existenz bedrohend.

Deshalb gibt es immer wieder Aktionen, die auf den Umstand aufmerksam machen. Noch besser ist, wenn konkrete Hilfe zur Selbsthilfe angeboten wird.

So gibt die FN unter dem #KEINSchulpferdweniger und #KurzarbeitergeldfürSchulpferde Anregungen und Hilfestelllungen. Im März unterbreitete sie dem Bundesfinanzministerium einen Vorschlag, wie gängige Förderprogramme und Finanzhilfen finanztechnisch angepasst werden könnten. Denn die Mehrheit der Reitschulen erfüllt die Kriterien der staatlichen Programme und Wirtschaftshilfen nicht. Trotz der Hilfen fürchtet jede dritte Reitschule um ihre Existenz.

Auch wenn seit dem 8.März Reitunterricht in eingeschränkter Form wieder möglich ist, gibt es große Einnahmeausfälle.

In dem Schreiben an das Ministerium macht die FN deutlich, dass über 6000 Vereine und Betriebe mit Schulpferden durch entscheidende Teile der Fördersystematik fallen.

Jede Reiter weiß, dass Personalaufwendungen, Futter- und Versorgungskosten für die Schulpferde weiter laufen auch wenn keine Einnahmen erzielt werden. Hier sind dringend Ansätze für Hilfe zur Selbsthilfe gefragt. Deshalb fordert die FN, dass das für die Pferde notwendige Personal in den erstattungsfähigen Fixkosten angesetzt werden kann. Weiterhin sollen die nicht im Voraus exakt planbaren Betriebskosten wie Futter, Hufschmied und Tierarzt in der Berechnung angegeben werden können.

Dazu haben die Initiatoren konkrete Hilfen für das Antragsverfahren erarbeitet: Beispielsweise das Video „Relevante Kosten- Generelles zum Kostenansatz“. Die ganze Filmreihe zum Antragsverfahren wurde mit einem Steuerberater erstellt. Schritt für Schritt wird erklärt, wie Reitschulen Überbrückungshilfen beantragen können. Sie sind abrufbar unter dem blauen Link. Dort finden sich auch hilfreiche Excellisten, in denen passende Berechnungsformeln hinterlegt sind.

Leider ist das komplizierte Verfahren ohne Steuerberater kaum möglich ist. Deshalb gibt es eine Initiative vom Bundesverband der deutschen Sportmittelindustrie (BSI): Der BSI unterstützt 150 Reitschulen mit einem Förderbeitrag von 250€. Diese Hilfe zur Selbsthilfe kann auch unter dem Link heruntergeladen werden.

Weiterhin bietet die FN Onlineseminare zum Thema „Finanzhilfen in der Corona-Pandemie“ an.

Die Nachfrage ist riesig und das Feedback durch die Bank positiv. Denn auf die Umfrage, die die FN im Februar 2021 zur Situation der Reitschulen gestartet hat, reagierte fast jede zweite Reitschule. Nur 44% der Teilnehmer haben Unterstützung aus den Corona-Hilfsprogrammen beantragt, weil die Kriterien passen. 70% der Nicht-Antragssteller sagen, das ihr Betrieb nicht die Antragsberechtigung erfüllt.

(Quelle dieses Artikels die aktuelle Ausgabe der FN- News, Servicebrief 113, März 2021)

Also tut es Not, diese Hilfe zur Selbsthilfe bekannt zu machen.

Je mehr Verantwortliche davon wissen, desto mehr Betriebe können von den veränderten Antragverfahren profitieren und doch Hilfsgelder erhalten.

Weniger um Hilfsgelder als um öffentliche Wahrnehmung ging es den Initiatoren des #AktionstagPferdetrainer.

Um auf die Situation der Reitschulen und der zum großen Teil freiberuflich tätigen Reitlehrer und Pferdetrainer aufmerksam zu machen, gab es am 08.04.21 einen Aktionstag. Unter dem Hashtag findet Ihr in den sozialen Medien eine Menge Beiträge. Auch eine Mailaktion an die Verantwortlichen im Bund, in den Bundesländern und zuständigen Ordnungsämtern war Teil der Initiative. Wie viele sich daran beteiligt haben und wie viele Mails tatsächlich abgeschickt wurden, lässt sich wohl nicht herausfinden.

Aber die Tatsache, dass die Situation in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, unterstützt die Hilfe zur Selbsthilfe hoffentlich.

Auch hat die EWU ein Infopaket zusammen gestellt. Hier gibt es Informationen über Notfallpläne, Anwesenheitslisten für Reitstallbetreiber, Links zu den Pferdesportverbänden sowie Informationen der Bundesländer und des Finanzministeriums. Auch das könnt Ihr unter dem blauen Link abrufen.

Bleibt positiv gestimmt und bis bald,

Corinna von ReitClever

Neues Basiswissen für Reiter: das ABC für Reiteinsteiger

Das ABC für Reiteineinsteiger gibt wichtiges Basiswissen für Reiter
Locker und balanciert auf dem Pferd

Bist Du ein Reiteinsteiger oder schon lange dabei? Viele Reiter erzählen mir in meinen Kursen, dass sie zwar irgendwie reiten, aber gewisse Dinge nie richtig gelernt haben.

Deshalb ist es wichtig, sich von Anfang an mit dem Basiswissen für Reiter zu beschäftigen!

Als Reaktion auf das Unterrichtsgespräch habe ich mir Gedanken über häufig auftauchende Fragen gemacht. Denn dabei entwickelte sich die Anregung, dass es auch Anleitungen für richtiges Reiten ohne Pferd geben sollte: Wie trabt man an, wie ist die Technik für richtiges Angaloppieren und zu guter Letzt auch die Frage, wie man die Hufschlagfiguren reitet. Anders ausgedrückt ein richtiges ABC für Reiteinsteiger.

Darüber habe ich mir Gedanken gemacht und zusammen gestellt, was man nicht nur als Einsteiger in alphabetischer Reihenfolge trainieren kann und wissen sollte:

Besser gesagt ist das Ergebnis ist der neue  Onlinekurs ABC für Reiteinsteiger,

der von

Aktivität (eher weniger als mehr. Zum guten Reiten sind viel weniger Muskeln aktiv anzusteuern, als man denkt. Man muss die meisten Muskeln loslassen, um gut zu sitzen, anstatt sich permanent überall anzuspannen)

über die

Bauchmuskulatur (Die Bauchmuskulatur ist tatsächlich elementar einen guten Sitz. Als Reiter sollte man sie trainieren, und lernen, sie ohne die Gesäßmuskulatur zu benutzen),

Gewicht (ist die entscheidende Hilfe, um dem Pferd zu vermitteln, was es tun soll)  und richtigen

Kreuz anspannen bis zum

Zügelmaß geht. Denn Zügelmaß bedeutet die Stärke der Verbindung, die der Reiter durch die Zügellänge auf das Pferdemaul ausübt. Dieses Maß gefühlvoll und weich zu halten ist eine der schwersten Dinge, die man über seine Handeinwirkung lernen muss.

In den gezielten Anleitungen erhalten Sie Übungen und Anweisungen, wie Sie lernen, mit Kreuz zu reiten oder eine richtige Gewichtshilfe zu geben.

Probieren Sie es aus und Sie werden alt bekanntes Basiswissen für Reiter im ABC für Reiteinsteiger neu kennen lernen und nach kurzer Zeit besser auf dem Pferd klar kommen. Für mehr Informationen klick auf den blauen Link!

#AktionstagPferdetrainer am 08.04.2021

#AktionstagPferdetrainer am 08.04.2021
#AktionstagPferdetrainer

Heute gibt es einen bundesweiten #Aktionstagpferdetrainer. Initiiert hat diesen Tag die Interessengemeinschaft Pferdetrainer und Reitlehrer.

Ziel soll sein, die Aufmerksamkeit auf die Reitschulen und Pferdetrainer zu lenken, die von den momentanen Kontaktbeschränkungen auch stark betroffen sind.
Manche Reitlehrer haben zur Zeit kein oder nur ein sehr reduziertes Einkommen, weil Unterricht weitgehend maximal als Einzelunterricht stattfinden darf. Viele Reitschulen stehen kurz vor dem Aus.

Deshalb ist die Forderung, den Reitunterricht wieder flächendeckend zu erlauben.

Denn die Möglichkeit Abstand zu halten und zu lüften, ist gerade in einer Reithalle gut gegeben. Auf dem Reitplatz geht das Ganze sowieso gut.

Wer Interesse hat, das Anliegen zu unterstützen, kann sich diesen Brief herunterladen und als Mail an das für seinen Landkreis zuständige Ordnungsamt senden oder an die Pressestelle für Öffentlichkeitsarbeit Frau Marita Goga in der Staatskanzlei marita.goga@stk.brandenburg.de .

Und/ oder Ihr schickt diesen Text als Mail an Frau Christine Sattler, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, pressestelle@km.kv.bwl.de.

Wenn Ihr als Reitschüler Eure Reitschule unterstützen wollt, nehmt Ihr diesen Text: Schreiben für Reitschüler.

Ich bin gespannt, was daraus wird. Momentan sieht es so aus. als wollen sich sehr viele Reiter an der Aktion beteiligen.

Seid Ihr auch dabei? Das wäre toll!

Wenn es Neuigkeiten von der Aktion gibt, werde ich darüber berichten.

Danke und gespannte Grüße,

Corinna von ReitClever

Wie gut kannst Du Dich auf Deine Augen verlassen?

Die Rumpfbeuge als Test für verbesserte Beweglichkeit beim Neuro-Rider®
Test- Übung- Retest beim Neuro-Rider®

Das und vieles Anderes fragst Du Dich, wenn Du Dich mit dem Neuro-Rider® Konzept auseinander setzst. Denn um eine Bewegung gut ausführen zu können, braucht das Gehirn genaue und schnell verwendbare Informationen, die es nutzt, um eine koordinierte Bewegung zu planen. Anders ausgedrückt zeichnen die Augen ein ungenaues Bild, hat das Gehirn nur eine unscharfe Landkarte seiner Umgebung zur Verfügung. Mit dieser verschwommenen Landkarte wird es keine schwungvollen Bewegungen zu lassen, sondern versucht, den Körper zu schützen, indem es seine Muskeln festhält.

Lockerheit und erreicht man also nur, wenn die eigenen Augen dem Gehirn gute Landkarten zur Verfügung stellen. Das gilt übrigens nicht nur für die Reizweiterleitung der Augen, sondern für Informationen aller Sinne, die aus dem Körper ans Gehirn gesendet und dort ausgewertet werden.

Das finde ich einen großen Erkenntnisgewinn für meine Unterrichtstätigkeit.

Denn bis jetzt habe ich überhöhte Anspannung eher bei fehlender Balance und Bewegungseinschränkungen eingeordnet. Dass ich einen lockeren Sitz auf dem Pferd auch über Augentraining erreichen kann, gefällt mir sehr!

Wenig verwundert hat mich, dass mein Gehirn die Informationen aus meinem linken schlechteren Auge anscheinend manchmal ausblendet. Damit ist das sogenannte Binokulare Sehen eingeschränkt und das hat Auswirkungen auf das Sehen von Tiefenschärfe. Die ist aber notwendig, um beispielsweise Entfernungen oder Bewegungen anderer Reiter in der Bahn abzuschätzen.

Das heißt ich weiß jetzt, was ich üben kann.

Und tatsächlich verändert sich meine Beweglichkeit sofort, wenn ich ein paar Augenübungen gemacht habe. Eigentlich sind Augenbewegungen nichts Neues für mich, denn auch in der Kinesiologie nutzen wir die Augen viel. Auch dort verändern sie die Zusammenarbeit der Hirnanteile und sorgen im Folgenden für ein deutlich farbenfroheres Sehen und mehr Entspannung im Körper.

Toll finde ich allerdings, das ich jetzt weiß, warum das so ist.

Der Neuro-Rider® Kurs scheint mir die Hintergrundinformationen zu geben, um Dinge, die ich schon lange benutze, besser zu verstehen.

Viel mehr erstaunt hat mich dagegen die Tatsache, dass eine Hirnhälfte nur 10% seiner neuronalen Aktivität in die Ausführung einer Zielbewegung steckt. 90% der nervalen Aktivierung geht an die Rumpfmuskulatur der gleichen Seite, um die Position zu sichern. Was sich jetzt ein bisschen nach Fachchinesisch anhört wird wichtig, wenn man beginnt, Bewegungsmuster oder Reittechnik verbessern zu wollen. Beispielsweise wenn ein Reiter Probleme mit einer weichen Hand hat und sich statt nachzugeben eher am Zügel festhält. Dann kann das nicht nur an der Anspannung von Arm oder Handgelenk liegen, sondern eher sollte man schauen, ob die Köperstabilität auf der gegenüberliegenden Seite ausreichend ist. Oft fällt einem als Reitlehrer auf, dass dieser Reiter schlecht in der Bewegung mitschwingt oder nicht immer über dem Schwerpunkt des Pferdes bleibt. Besser gesagt ist seine körpereigene Balance nicht gut genug, um mit den Händen nachgeben zu können.

Den Grund dafür in der Steuerungsstruktur des Gehirnes und der Reizaufnahme aus dem Körper zu suchen, das ist mir neu.

Mehr darüber und auch über die Synthese mit Ansätzen aus der Kinesiologie gibt es bei Einfach besser reiten mit Balance am 10.07.2021 bei mir auf dem Hof.

Also schau mal bei Dir, wie sich Deine Augen bewegen.

Setze dazu die Brille ab, wenn Du eine trägst. Dann suche Dir einen Fixpunkt in Deinem Blickfeld, den Du mit beiden Augen 30 Sekunden lang festhältst. Schaue dabei nacheinander nach oben, unten ,rechts, links, dicht vor die Nase und weit entfernt.

Nimm dafür als Vergleichsbarometer den Finger- Boden Abstand, wenn Du Dich aus dem geraden Stand mit nach vorne schauenden Füßen nach vorne beugst. Das tust Du einmal vor dem Fixieren eines Punktes und einmal direkt danach. Wird der Finger-Boden- Abstand kleiner, nachdem Du beispielsweise 30 Sekunden einen Punkt auf der rechten Seite angeschaut hast, ist diese Übung ein positiver Input für Dich. Denn wenn die Beweglichkeit größer wird heißt das, dass das Gehirn gut auf diese Übung reagiert: es kann nun ein besseres Bild der Umgebung zeichnen und gibt Bewegung frei.

Also teste einmal vor und nach jeder einzelnen Augenbewegung und schaue, welche Richtung die Rumpfbeuge verbessert. So einfach ist das 🙂

Natürlich ist das nicht immer so einfach.

Das sind nur sogenannte Basistests. Aber sie können schon eine Menge verändern.

Ich bleibe jedenfalls mit Spannung dabei und freue mich über die Vielzahl der Informationen, die ich im theoretischen Teil der Fortbildung bekommen habe. Im Mai geht es dann hoffentlich weiter mit mehr Kurspraxis im Neuro-Rider®.

Wenn Euch das Thema interessiert bleibt dran: ich werde bestimmt öfter einen Artikel über meine Erfahrungen in den Kursen schreiben. Und wer Lust hat, beantwortet kurz unter dem Artikel die Frage ob sich seine Beweglichkeit durch die Augenübung verbessert hat.

Danke und sonnige Grüße,

Corinna von Reitclever

#MEHRWissenfuerReiter

#HochwertigesWissenfuerReiter

#besserreiten

Nach den Augenübungen hat sich mein Finger- Boden- Abstand verbessert

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Nach einer Augenübungen hat sich mein Finger- Boden- Abstand besonders verbessert

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Nach einer Augenübungen hat sich mein Finger- Boden- Abstand besonders verschlechtert

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Juchu, es geht wieder los! Newsletter April 2021

Trotz des aktuellen Hin und Her auf Grund der Corona Zahlen konnte der Pferdeführerschein Umgang im März stattfinden.
Üben für den Pferdeführerschein Umgang im März 2021

Kleiner Aprilscherz: Denn so sollte der Newsletter für den April eigentlich beginnen. Nach langem Hin und Her mit dem Ordnungsamt erreichten mich Mitte März außerordentlich gute Nachrichten: der NEURO-RIDER Kurs vom 30.3.-01.04.21 mit Marc Noelke in Köln wurde genehmigt!

Dann Anfang letzter Woche die Ernüchterung: Auf Grund der Inzidenzzahlen von über 110 in Köln wurde der Kurs abgesagt. Anders gesagt sollen wir uns nun die Theorie online abholen und die praktischen Übungen werden auf Mai verschoben.

Dieses Hin und Her!

Dafür kann niemand, denn die britische Virusvariante scheint auf dem Vormarsch zu sein. D.h. im Moment liegen vor allem jüngere Menschen mit dieser Mutation auf den Intensivstationen, da die Alten inzwischen alle geimpft sind. Dieses Szenario hatten Experten schon vor einigen Wochen voraus gesagt. Ich verstehe die Angst vor der Überlastung der Intensivstationen. Aber ich verstehe auch den Unmut, der sich nach den verstärkten Lockdownmaßnahmen überall entlädt.

Was mich aber tatsächlich nervt ist die Planungsunsicherheit, die dieses Hin und Her schafft.

Wenn ich weiß, ab wann es wieder losgeht, kann ich meine Pläne darauf abstimmen. Nach den Erfahrungen des letzten Jahres vertraue ich darauf, das das Nachholbedürfnis der Menschen groß sein wird. Alle jetzt verschobenen Termine oder unmögliche Buchungen werden nachgeholt.

Aber Zugticket buchen, stornieren, erneut buchen. In der Unsicherheit, dass die nun gebuchte Fahrkarte vielleicht auch wieder hinfällig wird… Hotelzimmer buchen, stornieren, neu buchen….

Wahrscheinlich sind das Luxusprobleme in dieser unruhigen Zeit.

Viele Menschen und auch Reiter haben gerade viel existenziellere Probleme, weil sie nichts machen dürfen. Keinen Reitunterricht, keine Kurse, keinen Schulbetrieb für die trotzdem hungrigen Schulpferde.

Gastronomie und Hotellerie sind auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Konzertbesuche? In weiter Ferne, obwohl es Öffnungskonzepte gibt.

Bis jetzt hatte ich Glück, dass wir in Brandenburg leben. Im März wurde bei mir auf dem Hof der Pferdeführerschein Umgang genehmigt. Dabei hatten wir sehr motivierte und disziplinierte Teilnehmer, die auch während des praktischen Übens draußen eine Maske trugen.

Mir gefällt jedes Mal die bunte Mischung, die bei diesen Kursen zusammen kommt. Es waren zwei Mädels, eine mit viel und eine mit lange zurück liegender Reiterfahrung dabei. Dann gab es geübte Reiterinnen, die später die Reittherapeuten- oder Richterlaufbahn einschlagen wollen. Demgegenüber gab es auch absolute Einsteigerinnen, die eigentlich mit ihren halbwüchsigen Kindern ein paar spannende Tage erleben wollten. Aber die beiden 15 Jährigen fanden einen Pferdeführerschein uncool, so dass die Mütter beschlossen, sich ohne Kinder eine schöne Zeit zu machen.

Das ist ihnen auch gelungen. Denn weil sie so unbedarft herangingen und ganz genau gemacht haben, was ihnen gezeigt und erklärt wurde, ging das auch in der Prüfung gut. Sie und alle anderen haben das wirklich gut gemacht!

Sicherlich waren alle aufgeregt. Aber das Hauptaugenmerk der Prüferin liegt darauf, wie die Teilnehmer mit unserem Partner Pferd umgehen. Ob sie die Eigenarten des Fluchtieres Pferd beachten und wie sie mit dem Pferd interagieren. Selbstverständlich sieht sie, ob jemand Erfahrung hat oder ein Einsteiger ist und oft noch volle Konzentration braucht.

Auch wurde der Pferdeführerschein Umgang von der FN ganz bewusst als BASISKURS konzipiert.

Ein Einsteiger soll den richtigen Weg in den Pferdesport finden. Das gelingt mit den Kursinhalten gut.

Ich finde es auch gut, wenn man sich auf den Weg zum Pferd mit entsprechenden Hinweisen macht. Wenn man von Anfang an lernt, worauf man achten muss und wobei etwas schief gehen könnte. Denn der Umgang mit 600 Kilo Lebendgewicht sollte von Anfang an sicher gestaltet werden. Auch wären viele gesundheitliche Probleme unserer Freizeitpferde durch mehr Wissen vermeidbar.

Alles gut gelaufen!

Am Ende waren alle Teilnehmerinnen glücklich und hielten stolz ihre Urkunde in den Händen.

So konnten wir den Abend in Ruhe ausklingen lassen. Natürlich mussten wir Hände schütteln zur Gratulation auf Grund der aktuellen Situation unterlassen. Aber freuen geht auch auf Abstand!

Da sich der Kurs so schnell gefüllt hat, läuft jetzt schon die Anmeldung für den nächsten Durchgang. Auf Grund der hohen Nachfrage wird der Kurs noch einmal im Sommer und Herbst stattfinden. Sechs Plätze im Juni und zwei im September sind schon vergeben.

„Einfach besser reiten trotz Angst“ und „Einfach besser reiten mit Balance“, die für April geplant waren, die für April geplant waren, werde ich auf den 10.07.2021 und den 30.10.21 verschieben, damit es kein Hin- und Her mit Zu-und Absagen gibt.

Jedes Bundesland hat andere Corona-Regelungen.

Ob Kurse erlaubt sind und wenn ja mit wie vielen Teilnehmern ist von Region zu Region verschieden. Reitunterricht darf eigentlich überall als Einzelunterricht, aber nur in manchen Gegenden in kleinen Gruppen stattfinden. Ob der Unterricht dann überdacht in der luftigen Reithalle oder nur draußen stattfinden darf, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Ich lese oft, dass Ordnungsämter in den einzelnen Landkreisen unterschiedliche Auffassungen von dem haben, was erlaubt ist. Manche Module dürfen durchgeführt werden, manche Beriebe und Reitlehrer dagegen bekommen Ärger und werden verwarnt.

Dass das insgesamt eine unschöne und schwierige Situation ist, bleibt unbestritten. Da sich viele Reitlehrer von ihren Verbänden und Regionalvertretungen schlecht vertreten fühlen, formiert sich bei Facebook gerade eine Interessengemeinschaft für Reitlehrer. Es soll darum gehen, sich untereinander zu informieren, abzustimmen und auch geschlossen als Vereinigung aufzutreten. Geeint erreicht man in Verhandlungen mit politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern mehr. Denn machen wir uns nichts vor: viele Existenzen, die hauptberuflich von Pferden leben, sind aktuell gefährdet. Auch viele Schulpferde sind kurz davor, nicht mehr finanziert werden zu können.

Wer Lust hat, an der Interessengemeinschaft für Reitlehrer teilzunehmen kann mich anschreiben. Dann stelle ich den Kontakt her.

In den letzten Wochen gab es viele Beiträge, wie es vor einem Jahr war, als der erste Lockdown begann. Es war wärmer im März 2020 als jetzt und ich kann mich noch gut erinnern, wie voll es an dem Montag dieser geschichtsträchtigen Woche in der Berliner Einkaufsstraße war, in der ich arbeite. Zwei Tage später, am ersten Tag des Lockdowns war es dann gespenstisch ruhig: alle Läden zu und keine Menschen mehr an den Tischen der Cafés auf der Straße. Eigentlich konnte ich mir schon damals nicht vorstellen, dass dieser Zustand überhaupt einmal eintreten wird. Geschweige denn, dass man sich daran und das damit einhergehende Hin- und Her gewöhnt.

Und trotzdem sind wir ein Jahr später immer noch mitten drin.

Wenn ich mir die Zahlen und die häufig wechselnden Vorgaben der Politiker ansehe, habe ich leider nicht das Gefühl, dass uns dieser Zustand jemals wieder verlässt. Über das gesamte Thema habe ich einen Artikel geschrieben: Corona, Equines Herpesvirus und Klimaerwärmung- eine Selbstregulation der Natur?

Party und Feiern auf der Straße wie gerade in Israel brauchen die meisten Reiter denke ich nicht. Aber ein bisschen mehr Normalität und Planungssicherheit wäre schön. Momentan habe noch nicht einmal das Gefühl, dass es im Sommer so werden kann wie im letzten Jahr, als wieder Veranstaltungen erlaubt waren.

Denn nicht nur mein Neuro-Rider-Kurs in Köln schwankte. Auch der Pferdefachtag Oberfranken denkt über eine Terminverschiebung nach, wenn die Fallzahlen nicht runter gehen. So ist der Landkreis Hof häufig bundesweit die Nummer Eins in der Statistik. Momentan sind sie bei 381,9 ( Stand 27.03.2021, Webseite Hof.de).

Ob das bis Ende Mai so weit runter geht, dass der Pferdefachtag möglich wird?

Ich hoffe es. Denn das Organisationsteam scheint sehr gut drauf zu sein und gibt sich super viel Mühe, einen tollen Tag auf die Beine zu stellen.

In der Vorbereitung dazu habe ich ein Video mit einer Freundin gedreht: Schaut mal rein, indem Ihr auf den Link klickt. Ich finde es wirklich gelungen und freue mich auf den 28.05.2021!

Bis bald und hoffnungsvolle Grüße für entspannte Zeiten ohne viel Hin- und Her,

Corinna von Reitclever.

#MEHRWissenfuerReiter

#sicherreiten

#angstfreireiten

Corona, Equines Herpes, Klimaerwärmung- Eine Selbstregulation der Natur?

Auf Grund unserer Lebensweise wird viel Regenwald abgeholzt. Da gibt der Selbstregulation der Natur keine Chande.
Quelle:
https://www.regenwald.org/petitionen/1137/

Im Radio und auch in den sozialen Medien gab es letzte Woche viele Berichte darüber, wie es vor einem Jahr begann. Fast jeder kann sich erinnern, was er in diesen Tagen gemacht hat. Denn in der dritten Märzwoche 2020 begann der Lockdown in Deutschland. Das war ein bis dato unvorstellbares Szenario.

Genauso weiß ich noch ganz genau, wie ich damals im Auto saß und mit dem Landesverband Berlin Brandenburg wegen meines laufenden Pferdeführerschein Kurses telefoniert habe. Eigentlich konnte ich gerade gar nicht fassen, dass Schulen und Kitas am nächsten Tag schließen sollten.

Ich gebe zu, dass ich Corona bis zu diesem Moment überhaupt nicht ernst genommen habe. Für mich war das ein möglicherweise sehr schlimmer Virusausbruch in China, der mit meinem Leben nichts zu tun hatte. Auch die Berichterstattung fand ich übertrieben und verstand nicht, was für Deutschland und Europa nun erwartet wird, wo das Virus gerade erst angekommen war.

Auch erinnere ich mich an jene denkwürdige Tagesschausendung, in der gezeigt wurde, wie nachts Coronatote mit Militärtransportern aus Bergamo in Italien abtransportiert wurden.

Irgendwie habe ich nach wie vor das Gefühl, dass Vieles deshalb so dramatisch dargestellt wird, damit das ganze Geschehen auch ernst genommen wird.

Sicherlich gibt es Tote- und auch sehr viele Tote. Das ist schlimm. Denn hinter jedem einzelnen Toten steckt ein Schicksal, eine Familie, eine Tragödie.

Deshalb die Anmerkung ehe wir uns falsch verstehen: ich trage freiwillig eine FFP 3 Maske, halte Abstand und wasche mir regelmäßig die Hände. Auch in meinem Kursen achte ich auf Mundschutz, Hygiene und Abstand. Besser gesagt möchte ich nicht ausprobieren, wie schlimm Corona tatsächlich ist.

Aber um die Erde vor uns Menschen zu retten sind das noch lange nicht genug Tote. Es gibt in der Biologie das Phänomen, dass in einer Zeit, wo beispielsweise eine Kaninchenpopulation übervölkert ist und zu wenig zu fressen findet, von einer Seuche heimgesucht wird. Dabei sterben fast alle Kaninchen. Diejenigen, die übrig bleiben, haben dann wieder ein schönes Leben, weil sich ihre Umwelt von ihnen erholen kann. Das ist so eine Selbstregulation der Natur.

Wäre es mit den Menschen so leicht, hätte unser Planet vielleicht eine Chance.

Dann wäre Corona wahrscheinlich ein lokal begrenztes Phänomen, was viele Opfer fordern, aber die Menschen in anderen Regionen verschonen würde.

Dann könnte man sich fragen, ob das Corona-Virus tatsächlich eine Art Selbstregulation der Natur ist.

Aber der moderne Mensch ist mobil. Er fährt häufig mit einem meist Schadstoffe ausstossenden Vehikel durch die Gegend und verreist auch gerne. So werden lokale Krankheitserreger in alle Winde verstreut und stecken eben auch Menschen in anderen Ländern und Kontinenten an.

Genauso empfinde ich das beim Ausbruch des Equinen Herpesvirus in Spanien.

Abgesehen davon, dass man sich fragen kann, was wenige internationale Sportreiter auf einem hochdotierten Turnier zu tun haben, wenn das Leben in ihrer Heimat weitestgehend still steht. Dass jungen Pferden immer mehr in immer kürzerer Zeit zugemutet wird, damit sie gewinnbringend verkauft werden können, ist kein Geheimnis. So haben die dann auch extremen Stress und das Herpesvirus, das sich immer irgendwie und irgendwo in der Luft empfindet, kann angreifen und Opfer fordern.

Wären die Pferde dann lokal vor Ort und in der Region zuhause, wo das Virus ausbricht, könnte man sie abriegeln und behandeln. Alles würde sich beruhigen und keine Auswirkungen auf andere Regionen haben. Wie viele Reiter und Pferde sind vorzeitig abgereist und haben das Herpesvirus mit in ihre Heimat gebracht?

Wieder ist es die Mobilität, die die Selbstregulation der Natur in andere Gebiete überträgt.

Das Ganze zu einer Zeit, in der es vielen Menschen sowieso schon schlecht geht.

Wie viele Soloselbständige und wie viele Familien bangen gerade um ihre Existenz auf Grund der Coronabeschränkungen? Wie viele Reitschulen stehen gerade vor dem Aus? Anders gefragt: wie viele Pferde können in absehbarer Zeit nicht mehr finanziert werden? Und so wie sich die Fallzahlen gerade entwickeln, werden die Eindämmungsmaßnahmen in Kürze wieder verschärft.

Ich finde das Ganze nicht nur traurig, sondern auch surreal.

Wenn ich mir klar mache, wie viele Ausnahmen von der Regel es gibt: Warum dürfen Spitzensportler reisen und Freizeitsportler ihren Sport noch nicht einmal ausüben?

Warum begreifen Menschen nicht, dass ihr Handeln immer folgenschwer ist?

Jede Aktion zieht eine Reaktion nach sich.

Ehrlich gesagt hatte ich im ersten Lockdown 2020 gehofft, dass die Natur eine Chance bekommt.

Bilder von stehenden Flugzeugen, Kreuzfahrtschiffen und schwimmenden Delphinen in Venedig machten mir Mut. Aber dann gab es im Herbst die schizophrene Situation, dass Osteseeurlauber aus ihren Hotels auschecken mussten, während von Kiel aus Kreuzfahrtschiffe in See stachen.

In was für einer Welt leben wir?

In einer, in der die Natur versucht, sich vom Menschen zu befreien. Corona, Herpes und Klimaerwärmung sind in meinen Augen alles Phänomene einer versuchten Selbstregulation der Natur.

Und wir sollten darauf reagieren. Indem wir nachhaltiger leben und weniger Ressourcen verbrauchen, als uns von der Erde zur Verfügung gestellt werden.

Du kannst einen kleinen Beitrag leisten, indem mit dem Zug anstatt mit dem Flugzeug verreist. Auch veränderst Du etwas, indem Du Fleisch aus Massentierhaltung liegen lässt. Weil für die dazu notwendige billige Sojafütterung Regenwald abgeholzt wird. Genauso wie für Palmöl, was in fast allen industriellen Fertigprodukten enthalten ist. Auch im allseits geliebten Nutella ist Palmöl drin. Ich habe jahrelang nach einer gut schmeckenden Alternative gesucht und eine gefunden.

Beispielsweise kannst Du auch Petitionen unterschreiben: https://www.regenwald.org/petitionen/1137/es-ist-hoechste-zeit-die-eu-muss-die-abholzung-der-waelder-stoppen.

Denn wir haben nicht mehr lange Zeit, etwas zu bewegen.

Die Klimaerwärmung wird die letzte Stufe der Selbstregulation der Natur sein, der wahrscheinlich fast alle Existenzen zum Opfer fallen werden.

Manchmal mutlose Grüße,

Corinna von ReitClever

Der Kompass für Reiter

Der Kompass für Reiter ist eine Orientierung, welche Fähigkeiten fürs Reiten man brauch und was man verbessern könnte.
Der Kompass für Reiter

Vor kurzem wurde ich gefragt, was ich verändern würde, wenn ich in der Reiterwelt etwas verändern könnte. Nach kurzer Überlegung dachte ich mir, dass ich einen Kompass für Reiter einführen würde.

Und zwar analog zum Pferdeführerschein Umgang, der von der FN im letzten Jahr eingeführt wurde.

Dort werden wesentliche Grundlagen im Umgang mit dem Pferd darüber vermittelt, wie man sich verhält, dass der Umgang mit dem großen Tier möglichst unfallfrei und sicher abläuft. Darüber hinaus wie man ein Pferd füttert und wie man es gesund erhält.

Genauso erhält man es gesund, wenn man als Reiter ein angenehmer Rucksack für das Pferd darstellt.

Man kann sich wie ein schwerer Sack für den Pferderücken bewegen oder man kann sich mit seinem eigenen Schwerpunkt so über den des Pferdes bringen, dass man „leicht“ zu tragen ist.

Um sich in jeder Lage gut ausbalancieren zu können, sind verschiedene körperliche Fähigkeiten notwendig. Zuerst müssen die körperlichen Fähigkeiten ein weiches Mitgehen mit der Pferdebewegung zulassen. Das bedeutet sowohl eine ausreichende Kraft in bestimmten Muskeln als auch eine gute Dehnfähigkeit in anderen Muskeln.

Weiterhin brauchen Reiter Koordination und Rhythmusgefühl, um sich dem Pferd anzupassen. Dazu gehört auch ein gut entwickeltes Gleichgewicht.

Zum Zweiten muss man sich innerlich loslassen können, um entspannt auf dem Pferd zu reagieren.

D.h. wenn man mal Blödes erlebt hat oder vom Pferd gefallen ist, verhindern Angstmuster im Gehirn, dass man sich auf dem Pferd entspannt. Anstatt durchzuatmen hält man die Luft an und spannt unwillkürlich die Muskelgruppen an, die das Pferd antreiben.

Also genau das, was man als ängstlicher Reiter verhindern möchte. Je besser man sich innerlich und äußerlich entspannen kann, desto besser kommt das Pferd zur inneren und äußeren Losgelassenheit.

Als Drittes ist es hilfreich, fokussiert zu sein, wenn man mit Pferden arbeitet.

Besser gesagt braucht man eine mentale Vorstellung von dem, wo es eigentlich hingehen soll. Habe ich ein Ziel mit meinem Pferd kann ich zielgerichtet darauf hinarbeiten anstatt planlos hinzudümpeln.

Das Ganze fasst man unter dem Oberbegriff mentales Training zusammen.

Zu guter Letzt denke ich beim Kompass für Reiter an Selbstbeherrschung und Fairness.

Eine genaue Definition dafür habe ich noch nicht gefunden. Eigentlich meine ich die Fähigkeit des Reiters, die Ereignisse des Tages außen vor zu lassen und dem Pferd gegenüber unvoreingenommen zu sein. Es kann nicht dafür, dass ich Ärger mit meinem Chef oder Partner hatte.

Deshalb sollte es auch nicht unter meinem Ärger leiden. Aber in der Realität ist es oft so, dass man den Stress und die Spannung des Tages mit in den Pferdestall nimmt. Und dann reagiert man mitunter ungerecht und macht das Pferd für ein Verhalten verantwortlich, was eher auf Unverständnis über unsere geladene Körpersprache beruht als auf Widersetzlichkeit.

Und, findet Ihr diese Herangehensweise hilfreich?

Wenn ja würde ich mich freuen, wenn Ihr ein paar Fragen dazu im Anschluss an den Artikel beantwortet.

Die Möglichkeit, zu testen, wie gut Eure Fähigkeiten im Bereich körperlich Fitness, Mentale Stärke und angstfreies Reiten sind, habt Ihr auf den Seiten Fitnesscheck für Reiter, Mentalcheck für Reiter und Mutcheck für Reiter. Alle drei habe ich speziell für Reiter entwickelt und alle bieten mit der Testauswertung einen Ansatz, wirklich etwas zu verändern.

Denn wenn ich weiß, wo ich gut bin und wo noch Handlungsbedarf besteht, kann ich zielgerichtet darauf hinarbeiten, besser zu werden.

Davon profitiert vor allem mein Pferd, weil es dann einen angenehmeren Rucksack zu tragen hat. Letztendlich profitiere auch ich als Reiter davon, weil meine Motivation steigt, wenn ich besser werde und Erfolgserlebnisse habe.

Vielen Dank,

Corinna von ReitClever

#MEHRWissenfuerReiter

#sicherreiten

#angstfreireiten

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Würdet Ihr Euch an einem solchen Kompass orientieren?

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Wie könnte die vierte Fähigkeit heißen?

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Wer oder was ist ReitClever?- Hochwertiges Wissen für Reiter

Reitclever bietet hochwertiges Wissen für Reiter
Immer im Gleichgewicht

Häh? Hochwertiges Wissen für Reiter??

Falls Ihr Euch schon immer mal gefragt habt, was hinter der Seite ReitClever steckt gibt es in folgendem Video die Erklärung.

Vielleicht überlegt Ihr auch, warum es auf der Seite vor allem Kurse für Reiter ohne Pferd anbietet.

Dann schaut Euch das kurze Video an.

Darin erzähle ich von der Idee, die dahinter steckt.

Außerdem ist mir im Vorfeld des Drehs eine Idee gekommen. So bin ich gerade dabei einen Kompass für Reiter zu entwickeln.

Der soll eine Orientierung bieten, was man alles an Fähigkeiten braucht, um gut mit dem Pferd arbeiten zu können. Nur dann ist gewährleistet, dass auch beide Spaß daran haben.

Klickt auf den folgenden blauen Link und dann viel Spaß beim Anschauen:

https://youtu.be/05roUo92p8A

Ehrlich gesagt hat die Aufnahme mit meiner Freundin Jana Spaß gemacht. Vielleicht drehen wir in nächster Zeit noch mehr Videos. Es war gar nicht so schlimm, wie ich erwartet habe 😉

Wenn es Dir gefällt, würde ich mich über ein Like unter dem Video freuen 🙂

Du darfst es selbstverständlich auch gerne teilen. Oder Du schickst mir eine Mail mit Anregungen, was Du noch gerne im Video erklärt haben möchtest.

Viel Spaß und bis bald,

Corinna von ReitClever, hochwertiges Wissen für Reiter

#MEHRWissenfuerReiter

#sicherreiten

#angstfreireiten

#hochwertigeswissenfuerreiter