Autor: Corinna

Neuer Input oder Koordination und Gleichgewicht für Reiter

Tools, die es schaffen, mehr Koordination und Gleichgewicht für Reiter zu erreichen.
Neue Tools

Das war ein ganz schöner Overload in der letzten Woche. Denn ich habe in Bonn Wachtberg ein Fortbildungs- Modul abgeschlossen, um mehr über Koordination und Gleichgewicht für Reiter zu erfahren.

Das ist mir gelungen. Die drei Tage stellten eine sehr gute Ergänzung zu meinen bisherigen Kursen dar. Auch neue Fertigkeiten gab es mit auf den Weg.

Zuallererst muss man verstehen, wie die einzelnen Gehirnanteile zusammen arbeiten, die für die Steuerung von Bewegung verantwortlich sind. Dabei ist es egal, ob es sich um Reiten, Fahrrad fahren oder Treppen steigen handelt. Es kommt auf die Aufnahme und Verarbeitung der Reize an. Dazu muss das Gehirn gut vernetzt sein und schnell zwischen allen beteiligten Anteilen hin und her schalten können. Dann ergibt es als Ergebnis eine schöne, weiche und koordinierte Bewegung. Oder es fällt uns auf einmal ganz leicht, tief im Pferd zu sitzen.

Allerdings kann bei diesem Prozess auch eine ganze Menge schief gehen. Um herauszufinden, wie gut diese Verschaltung funktioniert, haben wir viele Tests ausprobiert. Diese Überprüfung zeigt einem, in welchem beteiligten System das Problem sitzt. Besser gesagt, welche Übungen helfen könnten, Koordination und Gleichgewicht zu verbessern. Dadurch kann man das angestrebte Ziel eines lockeren und ausbalancierten Sitzes auch erreichen.

Testen und Re- testen ist das Prinzip, aus dem Erfolg entsteht.

Das ist auch der erklärte Weg durch den Wissensdschungel: Finde heraus, was der Reiter für ein Ziel hat, wo er hinmöchte und was ihm auf dem Weg dorthin fehlt. Dann zeige ihm die richtigen Übungen und teste nach, ob die Ausgewählten die Richtigen für den Weg zum Ziel sind.

Bis dahin war das Ganze für mich nichts Neues. Denn genau so arbeiten gute Physiotherapeuten. Besser gesagt kann man in der Arbeit mit Menschen nur etwas erreichen, wenn man weiß, wo sein Ziel ist. Dazu gehört, dass man sich einen Überblick darüber verschafft, was einem dabei im Wege stehen könnte. Auch im Mentaltraining ist das seit vielen Jahren eine gängige Praxis.

Neu hingegen sind die Tools und die Grundlagen auf denen das Üben basiert. Das Neuro-Athletik-Training bewährt sich seit einigen Jahren und das zurecht. Die Techniken basieren auf der menschlichen Neurologie und setzen am zentralen Nervensystem an. Deshalb bietet das Trainingsprogramm ein enormes Potential für Koordination und Gleichgewicht. Das sind die Hauptfähigkeiten, die Reiter brauchen, um leicht mit der Pferdebewegung mitkommen zu können.

Anders gesagt: wir sind unser Gehirn und unser Gehirn sind wir!

Alles was wir je in unserem Leben erlebt und gelernt haben, ist in unserem Nervensystem gespeichert. Dabei gibt es sowohl Erfahrungen, die einen bei unserem Ziel unterstützen und welche, die eher blockieren.

Aus der Kinesiologie und ähnlichen Ansätzen weiß man schon lange, dass frühere Erfahrungen einen das ganze Leben prägen. Und das ist auch beim Lernen so. Wenn man eine neue Sportart mit viel Stress und überbordenden Eindrücken lernt, wird man sie vielleicht nie besonders gut können oder gerne ausführen. Auch wenn man einen Unfall erlitten hat oder Verletzungen nicht besonders gut rehabilitiert wurden, werden Spuren zurück bleiben.

Und genau an dieser Stelle wird es spannend: Mit den Tests auf dem Kurs kann man herausfinden, welches Gelenk und welche Fähigkeit in Mitleidenschaft gezogen wurde, wenn es zu einer Dysfunktion gekommen ist.

Es gibt drei große Systeme in unserem Körper, die für eine gute Leistungsfähigkeit entscheidend sind:

Das sensorische System, das Feedback aus dem Körper an das Gehirn sendet. Das spielt in der Gesamtperformance eine kleinere Rolle, als man gemeinhin annimmt. Aber es ist wichtig und darf nicht unterschätzt werden. Wenn das Gehirn keine genaue Lagemeldung aus dem Körper empfängt, kann es seine Bewegungssysteme nicht auf eine Erfolgsspur schicken.

Als zweitwichtigstes System rangiert das vestibuläre System oder auch das Gleichgewichtssystem. Es ist eng mit den Funktionen des Innenohrs und der Augen verbunden. Wenn das System nicht intakt ist oder verbesserungswürdige Anweisungen an das Gehirn sendet, können Gleichgewichtsschwierigkeiten oder Schwindelgefühle auftreten. Wie der Name schon sagt liegt hier viel Potential, Koordination und Gleichgewicht auf dem Pferd zu verbessern.

Das dritte und zahlenmäßig überlegende System im Bereich der Bewegungssteuerung ist tatsächlich unser visuelles System. Dazu muss man verstehen, dass das Auge primär ein Sinnesorgan ist. Besser gesagt nimmt es Licht und Bewegungen über Rezeptoren in der Netzhaut auf. Diese senden Nervensignale in alle Bereiche des Gehirns, die für Koordination und Bewegung entscheidend sind. Dort werden die einlaufenden Informationen verarbeitet und abgeglichen. Daraufhin erfolgt die Bewegung. Die wird dann während der Ausführung nachjustiert und fein gesteuert.

Alles in allem ist das ein schnell ablaufender und faszinierender Prozess, der uns rund und leicht bewegen lässt.

Hakt es dagegen irgendwo in diesen Systemen und in der Gesamtverarbeitung steht unser Gehirn auf der Bremse. Dann wird die Bewegung hart und klein ausgeführt. Als Resultat ist unser Sitz eher fest und sieht verspannt aus.

Insgesamt hat sich die Teilnahme für mich gelohnt.

Overload an Wissen
Spannender Kurs mit viel Input

Mein Wissen in Bezug auf Koordination für Reiter hat sich deutlich erweitert. Ich kann nun andere Zusammenhänge sehen und habe erfahren, wie unsere körpereigenen Navigationssysteme zusammen spielen.

Das Interessante an diesem Seminar war die Kombination aus digitalen Inhalten und dem Modul im Präsenzformat. Neudeutsch nennt man das Hybridseminar. Leider kam es dabei zu Überschneidungen: Manches hörten wir mehrfach und Anderes kam zu kurz . Auch komplett neu in den Kurs aufgenommene Inhalte wurden in der letzten Phase des Kurses einfach zu schnell an großenteils überladene Köpfe adressiert.

Das ist ein bisschen schade. Denn insgesamt war es ein guter Kurs! Wir bekamen viele theoretische Hintergründe zu allen Aspekten, die für Koordination und Gleichgewicht auf dem Pferd wichtig sind. Auch hatten wir Zeit zu üben, die neuen Tools und Tests auszuprobieren.

Weiterhin waren die Kursteilnehmer spannend: Es waren erstaunlich viele Physiotherapeuten darunter genauso wie gute und erfolgreiche Reiter. So hatten wir morgens und abends eine ganze Menge Gesprächsstoff. Dazwischen rauchte uns allen der Kopf.

Also freue ich mich sehr, das Erlernte für mich zu sortieren und auch praktisch anzuwenden. Ehe ich alles drauf habe, wird bestimmt noch Zeit vergehen.

Doch eine ganze Menge aus dem Kurs wird beim Tag der Cleveren Reiter am 02.10.2021 zu sehen und zu hören sein. Beim Thema Einfach besser reiten mit Köpfchen geht es vor allem um die Grundfertigkeiten für Gleichgewicht und Koordination. Es wird ein bisschen Theorie zum Thema aber viel mehr praktische Übungen geben, mit denen man ansetzen kann, die Bewegungssteuerung zu verbessern. Dann klappt das auch mit dem eleganten Sitz auf dem Pferd.

Wer jetzt spontan Lust hat mitzumachen: es gibt noch Karten unter dem Link.

Wer da keine Zeit hat oder tiefer einsteigen möchte: Am 04.12.21 gibt es den Kurs Einfach besser reiten mit Köpfchen. Da werden wir uns den ganzen Tag mit Input und Output für einen ausbalancierten Sitz auf dem Pferd beschäftigen. Zu den Übungen gibt es dann entsprechende theoretische Erklärungen und ein ausführliches Skript, dass Ihr die Übungen zuhause selber machen könnt.

Einen allzeit lockeren Ritt wünscht,

Corinna von ReitClever

Guten Morgen aus Wachtberg

Guten Morgen aus Wachtberg
Guten Morgen aus Wachtberg

Gestern bin ich mit dem ICE quer durch Deutschland gefahren, um in die Nähe von Bonn zu kommen.

Ganz andere Gegend hier: etwas bergig, grüne Wiesen und kleine Wälder. Das Hotel in dem der Kurs stattfindet, liegt oben auf einem Berg. Vom Frühstücksraum und meinem Zimmer aus kann ich Pferde sehen: wie passend :-).

Das Frühstück war abwechslungsreich, mit frischem Obst und Gemüse und selbst gemachter Himbeermarmelade! Die war sehr lecker…

So sind die Vorsaussetzungen gut, mich in eine positive Lernbereitschaft zu versetzen: mein Stoffwechsel kann nun genügend Glukose produzieren, damit das Gehirn arbeiten und speichern kann.

Danach verhalft mir ein Spaziergang durch den Ort zu einem guten Morgen aus Wachtberg.

Da das Hotel oben auf dem Berg liegt, geht es erstmal runter. Vorbei an vielen Einfamilienhäusern geht es Richtung alter Dorfkern und Hauptstraße. Zwischendrin findet man auch ein paar alte Fachwerkhäuser. Irgendwann stand ich vor einem gut ausgestatteten Reitsportladen. Schon komisch, wie sich manchmal alles fügt. Da ich mit dem Zug zurück fahre habe ich nichts gekauft. Nur geschaut.

Um wieder zurück zu kommen, musste ich die ganze Strecke wieder hinauf.

Das war dann der Anteil im vorbereitenden Training, der für eine gute Sauerstoffversorgung ausreichen sollte. Aerobes Training bringt Sauerstoff in die Zellen, weil die leicht verstärkte CO2 Versorgung die Gefäße weit stellt. Das habe ich in der Vorbereitung gelernt.

Kurzer Locationcheck – nun bin ich vorbereitet für den neuen neuro-athletischen Input .

Ich bin gespannt und werde berichten! Ganz bestimmt wird es Inhalte daraus beim kommenden Tag der Cleveren Reiter am 02.10.21 geben. Denn das Thema heißt „Einfach besser reiten mit Köpfchen“. Karten gibt es unter dem Link.

Und hier ein paar Bilder von meinem guten Morgen aus Wachtberg:

Corinna von Reitclever

Ein schöner Tag im VfD Reiterlager Schünow

Ein schöner Tag beim VfD Reiterlager Schünow

Auf Regen folgt bekanntlich Sonnenschein.

So war das auch in der letzten Woche: Nach nassen und kalten Tagen, die für unsere Wiesen eine Wohltat waren, wurde das Wetter ab Mittwoch tatsächlich immer besser.

Das war gut für das geplante VfD Reiterlager Schünow auf dem Kayserhof bei Zossen. Am Freitag war es so warm, dass wir uns im T-Shirt bewegen konnten.

Das war hilfreich, denn wir hatten ein volles Programm. Einfach besser Reiten mit Balance stand auf dem Tagesplan.

Also beschäftigten wir uns vormittags mit theoretischen Hintergründen. Beispielsweise in welchen Situationen Gleichgewicht auf dem Pferd wichtig wird und wie es überhaupt gesteuert wird. Es gibt jede Menge Gründe, wann und warum es auf dem Pferd nicht so locker zugeht, wie man sich das eigentlich vorgestellt hat.

Denn die eigene körperliche und mentale Verfassung entscheidet darüber, wie angespannt man auf dem Pferd sitzt. Da das Gehirn sich bei den sogenannten Gleichgewichtsreaktionen neben den Informationen aus dem eigenen Körper vor allem auf die Augen verlässt, hat das eigene Sehen eine zentrale Bedeutung. Auch wenn die Informationen aus den Sinnesorganen nicht so gut verarbeitet oder Kopf- und Augenbewegungen verbesserungswürdig synchronisiert werden, hat das zur Folge, dass man verspannt.

Falls das Gehirn nicht mehr durchblickt, schaltet es einen Schutzmodus, der nicht viele Bewegungen mehr zulässt. Dieser sogenannte Überlebensmodus ist ein Überbleibsel aus den Zeiten, wo wir noch vor dem Säbelzahntiger davon gerannt sind. Er ist auch heute noch wichtig. Allerdings kommt er oft unbewusst zum Zuge, wenn wir ihn eigentlich gar nicht gebrauchen können. Deshalb ist es wichtig, diesen Verspannungszustand zu erkennen und bewusst zu lösen.

Dafür kann man das Pferd von hinten aufzäumen und an der Reizverarbeitung ansetzen.

Gute Stimmung beim VfD Reiterlager Schünow
Entspannung durch Dehnung

Das kann man, indem man sich innerlich in einen guten Zustand versetzt. Also erstmal beim Pferd ankommen und durchatmen, wenn man einen stressigen Tag hatte. Weiterhin ist eine gezielte Vorbereitung hilfreich, damit man schon in einer entspannten Verfassung aufs Pferd steigt.

Dazu gehören zum einen ein paar Lockerungsübungen. Zum anderen kann man die eigene Sensibilität anregen und die Augenfunktionen aufwecken. Wenn man das sogar noch mit bestimmen Köperbewegungen verbindet, bekommt man später auf dem Pferd bessere Ergebnisse.

Das konnten die Reiter dann auf ihren mitgebrachten Pferden fühlen.

Wir machten vor den praktischen Übungen eine Reiteinheit, um den tatsächlichen Ist – Zustand zu erfühlen.

Dann setzten sich alle nach den Übungen wieder aufs Pferd und konnten einen großen Unterschied feststellen. Nicht nur, weil wir vorher ein paar grundsätzliche Dinge geklärt hatten. Zum Beispiel, das man sich auf dem Pferd nur gut ausbalancieren kann, wenn man sich wie auf festem Boden über die Füße sortiert und aufrichtet. Im Entlastungssitz kommt es manchmal vor, dass man das Pferd zu stark entlasten möchte und dann vornüber fällt. Oder die Schenkel rutschen zu weit nach hinten, weil der Körper das Gewicht, was einen nach vorne zieht, mit Gewichten nach hinten ausbalancieren möchte. So entstehen viele Sitzfehler eigentlich aus dem Wunsch heraus, es besonders gut machen zu wollen.

Insgesamt waren es nur positive Veränderungen, die wir in der abschließenden Reiteinheit zu sehen bekamen.

Das freut mich sehr, denn es war insgesamt ein toller Tag im VfD Reiterlager Schünow. Nette Leute, nette Pferde und ein stimmungsvolles Ambiente.

So macht Arbeiten Spaß!

Ich denke, dass wir alle voneinander lernen konnten und das eine oder andere AHA Erlebnis hatten.

Aktuelle Kurstermine

Wer jetzt Lust bekommen hat, mehr zu erfahren: Auf Anfrage komme ich zu solchen Kurstagen auch auf Deine Anlage. Das Thema des Tages kann ich flexibel gestalten und wird von den Teilnehmern im Vorfeld bestimmt.

Zum Thema Einfach besser Reiten gibt es auf meiner Webseite mehrere Angebote. So laufen im Herbst noch einige Präsenzkurse. Die findet Ihr auf dem Bild links und im Onlineshop.

Wem es mehr um Stabilität und eine gesunde Aufrichtung des Körpers geht, der bekommt positiven Input zu diesem Thema bei Spiraldynamik für Reiter am 06.11.21.

Richtig viel Input gibt es am 02.10.2021 beim Tag der Cleveren Reiter. Dort geht es um Einfach besser Reiten mit Köpfchen und wie man genau an den Schaltstellen ansetzen kann, die für lockeres Reiten entscheidend sind. In vier Vorträgen von Fachleuten aus der Region geht es um ein effektives Training für Pferd und Reiter, was Spaß macht und Lockerheit im Fokus hat. Tickets gibt es unter dem blauen Link.

Hier gibt es noch ein paar Bilder vom VfD Reiterlager Schünow:

So war das ein rundum gelungener Tag!

Liebe Grüße und vielleicht bis bald,

Corinna von ReitClever

Neue Denkweise gefordert, Neues von ReitClever August 2021

Neue Denkweise beim Tag der Cleveren Reiter am 02.10.2021

Vor kurzem war ich in der Landesreitschule Berlin zu einer Fortbildung. Ich hatte mich darauf gefreut, denn von der Dozentin hatte ich schon eine ganze Menge gehört. Auch das Thema Sitzschulung ist ein Steckenpferd von mir. Daher war ich gespannt auf den neuen Input.

Leider hielt die praktische Demonstration lange nicht das, was die Ankündigung versprach. Sicher ist es schwer mit fremden Pferden und Reitern zu arbeiten und dann für einen AHA Effekt zu sorgen. Doch ist es eigentlich das, was man von einem Ausbilder erwartet, der viel Praxiserfahrung hat.

Wenn man allerdings in der Demo nur feststellt, dass die Reiter genau in den Sitzprothesen mit den breiten Steigbügeln sitzen, die man vorher verurteilt hat, wäre vielleicht eine neue Denkweise gut gewesen. Beispielsweise überlegen, improvisieren und aus dem reichen Erfahrungsschatz schöpfen. Dann hätte mancher Teilnehmer vielleicht etwas mitgenommen und der Funke wäre über gesprungen. Stattdessen wurde bei allen drei Pferden eine unstete Anlehnung festgestellt und fortan mussten sie Runde um Runde in einer stabilen Anlehnung laufen. Nur ein Pferd konnte das in der Kürze der Zeit umsetzen und begann mit einer schöneren Halsung zu laufen. Allerdings wie die beiden anderen hinter der Senkrechten und mit dem Genick weit vom höchsten Punkt entfernt.

Natürlich kann man das kurzfristig tolerieren, um dem Pferd den richtigen Weg zu zeigen. Aber doch nicht in einer Fortbildung, die den Namen Sitzschulung mit dem Ziel einer pferdegerechten Ausbildung trägt. Als ich den Pferden ins Gesicht geschaut habe, wäre ich am liebsten aufgestanden. Sicherlich kann man im großen Sport viel unglücklichere Augen sehen. Aber keins von den Dreien hatte auch nur einen Funken Spaß bei dem rundenlangen Gehen in Anlehnung. Mir taten Pferde und Reiter leid, die sich bemühten, aber augenscheinlich nicht die Tipps bekamen, die sie sich erhofften.

Als ich mich danach mit Jemandem darüber unterhalten habe, wurde mir klar, dass diese Reiterei nicht mehr Meine ist.

Eine neue Denkweise hat bei mir anscheinend schon lange Einzug gehalten. Dabei bin ich weit davon entfernt, reiten als Tierquälerei zu empfinden. Das Gegenteil ist der Fall. Ein Pferd wird umso schöner, je mehr man sich mit ihm beschäftigt. Auch wird es stolzer, wenn es die richtigen Muskeln bekommt und den Reiter mit Freude trägt. Das passiert nicht von alleine, sondern ist mit viel Arbeit verbunden.

Doch ich schaue inzwischen anders und setze an anderen Schnittstellen an. Der Mensch da oben ist der entscheidende Punkt in der Konstellation Pferd – Reiter. Er entscheidet, wo es lang geht und wie man das (gemeinsame) Ziel erreicht. Auch sein Wille zum Durchhalten ist entscheidend.

Genau damit hat mich letztes Wochenende ein Langstreckenfahrer beeindruckt, der 1998 in Sachsen Anhalt aufgebrochen ist, um im Jahr 2000 bei den Olympischen Spielen in Sydney anzukommen. Fünf Jahre war er mit dem Fahrrad unterwegs. um hin und zurück zu kommen. Inzwischen hat er 115 Länder mit dem Fahrrad durchquert. Was für eine innere Stärke, was für einen Willen!

Als ich ihn fragte, wie es für ihn war, ganz alleine loszufahren, sagte er, er hat damals vor der weißrussischen Grenze gestanden und lange überlegt, ob er tatsächlich durch fährt. Bis dahin hatten ihn ein paar Freunde gebracht, die dann durch Polen wieder nachhause geradelt sind.

Aber er hat es getan und kann jetzt beeindruckende Dinge erzählen!

Dass man sich unterwegs nicht immer waschen kann ist eher Beiwerk. Aber die Aussagen in seinen Nebensätzen haben gesessen. Wie man mit dem Geld haushalten muss, um anzukommen. Wie wenig Nahrung und Kleidungsstücke man tatsächlich braucht und wie sehr unsere Lebensweise unserem Planten schadet. Der tägliche Wasser- und Energieverbrauch ist nur ein Aspekt davon.

Recht hat er. Überall sind neue Denkweisen gefordert.

Und das ist nicht erst seit dem Auftreten des Wortes mit dem großen C so. Vielmehr denke ich, dass die momentane Zeit der Ausdruck dafür ist, dass Umdenken und Umstrukturierungen lange überfällig sind. In den Nachrichten kann man hören, dass der Golfstrom beginnt sich abzuschwächen. Die Klimaerwärmung nimmt schneller Fahrt auf, als man noch vor kurzer Zeit angenommen hat. Eigentlich müsste einem himmelangst werden und man müsste sein Handeln sofort überdenken und komplett neu auszurichten. Aber dazu ist das Ganze anscheinend zu wenig erfassen und man schiebt die Schuld daran lieber Anderen zu.

Genau wie auf dem Fahrrad ist auf dem Pferd der entscheidende Ausrüstungsgegenstand der Mensch, der oben sitzt. Das Fahrrad, mit dem mein Gesprächspartner seine erste lange Tour unternahm, hatte noch nicht mal eine Gangschaltung. Trotzdem ist er angekommen und hat Dinge gesehen, von denen die meisten Menschen noch nicht einmal träumen. Auch die Ausrüstung des Pferdes ist viel weniger entscheidend als der Mensch, der sich dort oben versucht, auszubalancieren. Selbstverständlich sollte der Sattel Pferd und Reiter passen. Aber je weniger Schnick Schnack und Bling Bling desto besser.

Der entscheidende Punkt, etwas zu verändern, liegt immer bei einem selbst.

Nur wenn man bereit ist, an seinen eigenen Fähigkeiten zu arbeiten, wird man einen gemeinsamen guten Weg mit dem Pferd finden. Kein Meister ist vom Himmel gefallen. Das ist auch nicht schlimm. Aber der Wille, sich anzupassen und den Weg erfolgreich zu gehen ist entscheidend.

Eine neue Denkweise kann einem dabei helfen, wenn man sich über das Ziel klar ist. Wenn ich weiß, dass ich nach Sydney möchte, ist es wenig sinnvoll, nach Sylt aufzubrechen. Auf der Route kann ich mir dann alle Unterstützer suchen, die ich auf dem Weg dahin benötige. Der eine braucht beim Reiten eher Dehnfähigkeit, der andere Koordination, der Dritte Sicherheit. All das ist mit regelmäßigem Training machbar. Und das kann man sich individuell gestalten. Eine neue Denkweise macht sogar spielerisches Arbeiten möglich.

Wenn es bei Dir um lockeres und leichtes Reiten geht, habe ich ein Angebot für Dich. Am 02.10.2021 findet bei mir auf dem Hof der Tag der Cleveren Reiter statt. Da ich momentan in der Ausbildung zum Neuro-Rider® bin, ist das natürlich das vorherrschende Thema. Es geht darum, wie Du Deine Bewegungen auf dem Pferd besser steuern kannst. Und wie Du Deine körpereigenen Systeme nutzt, damit Du balanciert und locker auf dem Pferd sitzt. Dieses Thema werde ich Ende der Woche beim VdD Reiterlager in Schünow mit einer Gruppe von Reitern erarbeiten.

Dagegen geht es am 02.10.21 eher um Übungen, die man überall ohne Pferd machen kann, um später besser reiten zu können. Dabei werde ich von einer langjährigen, hoch geschätzten Physiotherapie – Ausbilderin unterstützt, die Schwieriges sehr einfach und plastisch erklären kann.

Selbstverständlich ist auch Beate Petrick wieder dabei. Sie hat ihren Fokus schon vor langer Zeit auf das pferdegerechte Training mit Spaß und Motivation fürs Pferd gesetzt. Passend zum Thema „Reiten mit Köpfchen“ wird sie uns erklären, warum es für die Ausbildung wichtig ist, ob das Pferd rechtshirnig oder linkshirnig ist. Ich bin mir sicher, dass der eine oder andere Teilnehmer diese neue Denkweise als Geschenk annehmen kann.

Wer Lust hat mitzumachen: Bis morgen gibt es noch den Frühbucherpreis auf das Tagesticket.

Unter dem blauen Link (draufklicken) bekommt Ihr 15€ Rabatt auf den Kurspreis.

Ich freue mich sehr auf den Tag!

Übrigens bin ich selbst auch gerade über meinen Schatten gesprungen. Obwohl ich eigentlich ein bekennender Smartphone Blödfinder bin und das bisher nur widerwillig benutzt habe, habe ich mir letzte Woche ein kleines I- Phone gekauft. In rot ! 🙂 Dunkelblau gab es in dieser Version nicht, das wäre für mich noch besser gewesen. Und ich habe mich gestern Abend tatsächlich hingesetzt und es selber eingerichtet.

Sonst überlasse ich technische Dinge gerne meinem Mann. Aber nun möchte ich verstehen, was ich da tue. Ein anderes Betriebssystem- „au wei“ dachte ich zuerst. Aber es ist gar nicht so schlimm wie ich dachte. Es funktioniert sogar so, dass ich es ganz alleine hinbekommen habe. So überrascht auch mich meine neue Denkweise. Sobald man bereit ist, sie anzunehmen, läuft sie ganz von alleine.  Allerdings habe ich die von mir wirklich ungeliebte Whats App ignoriert.

So bin ich in Zukunft „nur“ über Signal, SMS, Facebook Messenger und wahrscheinlich bald über Threema zu ereichen. Für die meisten Zwecke finde ich Mails nach wie vor die beste Art der Kommunikation. Die kann man zeitenunabhängig schreiben und beantworten. Einverstanden, für die Fotoübertragung eignen sich Mails nicht so gut.

Auch dusche ich seit dem Gespräch mit dem Fahrradfahrer nicht mehr jeden Tag warm. Kalt an den wichtigen Stellen nach dem Aufstehen waschen macht wach. Das habe ich schon einmal festgestellt als ich das 21-Tage Programm zum besseren Reiter geschrieben habe. Ich habe lange Zeit jeden Morgen erst heiß geduscht und dann kalt beendet. Aber irgendwann habe ich damit aufgehört.

Nun bin ich deutlich wacher morgens und in besserer Laune am Frühstückstisch 🙂

Probiert es mal aus: Ihr werdet staunen zu was Ihr alles fähig seid!

Einen schönen Altweibersommer wünscht,

Corinna von Reitclever

Wie ist das eigentlich mit der Kontrolle der Körperspannung, wenn man auf dem Pferd entspannt?

Wie ist geht mit der Kontrolle der Körperspannung?
Kontrolle der Körperspannung

Keine Angst, dann fällt man nicht vom Pferd. Darauf passt unser Gehirn schon auf.

Besser ausgedrückt haben viele Reiter Sorge davor, sich auf dem Pferd ganz los- zu- lassen, weil sie glauben, dass sie so entspannt vom Pferd rutschen. Doch wir können uns darauf verlassen, dass unser Gehirn das durch die Kontrolle der Köperspannung verhindert. Denn es möchte uns schützen. Immer und in jeder Lebenslage! Und es weiß genau, wo und in welcher Höhe man sich gerade befindet. Darauf stimmt es all seine Aktionen ab. Dieses Wissen entscheidet sowohl über die Qualität des Reitersitzes als auch die Ausdauer, wie lange man diesen Sitz durchhält.

Unser kleiner Biocomputer ist ein Wunderwerk an Funktionen: es sammelt permanent Daten über uns, unsere Körperspannung, die Position, in der wir uns gerade befinden und welche Kräfte auf uns einwirken. Das ist es egal, ob wir entspannt am Strand liegen oder im flotten Tempo über ein Stoppelfeld galoppieren.

Dumm dabei ist nur, dass es sich in der Evolution von der Amphibie zum Menschen „nur“ weiter entwickelt hat. Es hat zwar im Laufe der Zeit beeindruckende, neue Funktionen dazu bekommen, nämlich all die, die unser Menschsein aus macht. Aber es rutscht sofort in die Funktionen des sogenannten Reptiliengehirn zurück, wenn es Gefahr wittert oder wir uns bedroht fühlen.

Beispielsweise, wenn wir bei einem Freudenbuckler unseres Pferdes in Wohnungsnot geraten oder wenn wir im Berufsverkehr durch die volle Innenstadt versuchen, pünktlich zur Reitstunde zu kommen. Beides verursacht Stress und der lässt uns innerlich verspannen. Auch wenn man Schmerzen hat, ist die Grundspannung im Körper erhöht, weil das Gehirn weiteren Schaden verhindern möchte.

Im Stressmodus sieht es schon schwerer aus mit der Kontrolle der Köperspannung.

Wir können gar nicht so richtig loslassen, weil unser Gehirn ein Überlebensprogramm geschaltet hat.

Wenn wir dagegen so richtig gut drauf sind, frisch verliebt, im Lotto gewonnen oder es gerade super mit Job und Familie läuft, dann steigen wir mit Glücksgefühlen aufs Pferd. Die sind deutlich besser geeignet, den Reiter auf dem Pferd zur Losgelassenheit zu bringen. Trotzdem wird unser Gehirn nie zulassen, dass wir komplett entspannen und so vom Pferd rutschen. Dafür ist weiß es um die Gefahr, die es bedeuten würde, aus 2 m Höhe auf den Kopf zu fallen. Mit Sicherheit.

Also kannst Du die Kontrolle der Körperspannung tatsächlich beeinflussen. Aber leider nicht immer in dem Maße, wie wir uns das im Idealfall vorstellen. Trotzdem stimmt es, dass wir umso entspannter auf dem Pferd sitzen, je besser wir uns fühlen.

Je lockerer und unbefangener wir innerlich sind, desto besser können wir äußerlich los – lassen. Dann fällt es uns leicht, die Hüften aufzumachen und das Bein lang zu lassen. Komischerweise sind dann auch die Schultern nicht so verspannt und hochgezogen, dass die Handeinwirkung leichter wird.

Also ist es sinnvoll, sich aktiv in einen guten Zustand zu versetzen, BEVOR man aufs Pferd steigt.

Dann gelingt das auch mit der mit der Kontrolle der Körperspannung, um aktiv zu entspannen.

Genau das üben wir in den Kursen Einfach besser reiten trotz Angst am 30.10.21 und Einfach besser Reiten mit Balance am 20.11.2021. Beide Kurse gibt es auch für zuhause als Onlinekurse. Wenn Du Dir die Inhalte anschauen möchtest, klicke auf den blauen Link.

Wie unser Gehirn tickt und mit welchen Techniken man es dazu bringen kann, auf dem Pferd so gut wie möglich loszulassen ist Thema beim diesjährigen Tag der Cleveren Reiter. Dabei geht es um das Thema „Einfach besser „Reiten mit Köpfchen“. Wie immer eine Mischung aus Theorie und Praxis mit Techniken aus dem Brain Gym® für Reiter und dem Neuro-Rider® Training. Wer Lust hat: bis zum 31.08.21 gibt es die Karten zum Frühbuchertarif: Klickt einfach auf den blauen Link.

Dann klappt das später auch mit der Entspannung auf dem Pferd. Außerdem gibt es im Vortrag von Beate Petrick Anregungen, warum man im Training rechtshirnige und linkshirnige Pferde unterscheidet. Mit diesem Wissen könnt Ihr auf die Belange Eures Pferdes Rücksicht nehmen.

Damit habt Ihr deutlich bessere Karten, entspannt auf dem Pferd zu sitzen, weil Ihr Euerem Pferd vertrauen könnt. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, um tatsächlich losgelassen auf dem Pferd zu sitzen. Nur wenn Ihr Euch, Euren körperlichen Reaktionen und denen Eures Pferdes vertraut, werdet Ihr die Kontrolle der Körperspannung perfektionieren können. . Dann schafft Ihr es, tief und ausbalanciert zu sitzen. Weil Ihr Euren Krafteinsatz dosieren könnt, schafft Ihr es auch, diesen Sitz über einen längeren Zeitraum zu halten.

Viel Spaß dabei wünscht

Corinna von ReitClever

Es gibt aktuell freie Plätze im Pferdeführerschein Umgang September 2021

2 freie Plätze im Pferdeführerschein Umgang September 2021
2 freie Plätze im Pferdeführerschein Umgang im September

Aus beruflichen Gründen mussten zwei Teilnehmerinnen kurzfristig absagen. Deshalb gibt es beim kommenden Kurs noch einen freien Plätze im Pferdeführerschein Umgang.

Der Kurs Pferdeführerschein Umgang ist eine wichtige Zugangsvoraussetzung, wenn man im Pferdesport weiter kommen möchte.  Zum Beispiel benötigt man ihn für den Erwerb eines Reitabzeichens 5. Das gilt auch für das Longierabzeichens 5 (LA 5) oder ein höheres Abzeichen.

Außerdem lernt man im Kurs Pferdeführerschein Umgang wichtige Dinge über Fütterung und Haltung, Satteln und Trensen Er bietet wertvolle Tipps für die Sicherheit im Umgang mit dem Partner Pferd.

Beim Pferdeführerschein Umgang geht es um Praxis und Sicherheit Umgang mit dem Pferd. Erstens werden Pferdepflege, Anbinden und Führen geübt. Auftrensen und Satteln gehören genauso zum Programm wie Bodenarbeit mit dem Pferd. Zweitens geht es um theoretische Grundlagen rund ums Pferd. Es werden Sicherheitsaspekte und Unfallverhütung behandelt. Bestimmungen des Tierschutzgesetzes, Fütterung und Haltung sowie Inhalte zu Verhalten und Gesundheit sind Bestandteil des Theorieteils. Dementsprechend wird alles in der Prüfung abgefragt.

Neu ist das Kapitel „Sicheres Verhalten im Straßenverkehr“.

Das wird sowohl theoretisch und praktisch geübt als auch in der Prüfung gezeigt.

Die Kurszeiten sind jeweils samstags vom 04.09.21- 18.06.21 von 10:00 – 17:30, 1 Stunde Mittagspause.
Dort werden theoretische und praktische Inhalte zu Pflege und Verhalten, Satteln und Trensen, Pferdegesundheit und Fütterung und Haltung vermittelt.

Pferde führen und das Erarbeiten einer praktischen Bodenarbeitsaufgabe sowie Verladen gehören zum Kursinhalt.
Der sichere Umgang mit dem Pferd steht immer im Vordergrund.
Bestimmungen des Tierschutzgesetzes und die Ethischen Grundsätze des Pferdesports runden die Kursinhalte ab.

Am Freitag, den 24.09.21, wird die Prüfung ab 17.00 von Konstanze Dassler, Richterin vom Landesverband Pferdesport Berlin Brandenburg, abgenommen.

Der Kurs findet in entspannter Atmosphäre auf einem alten Vierseitbauernhof statt.
Auf dem „Kinesiologiehof“ haben wir genügend Raum, den Kurs durchzuführen und können manchen AHA- Moment erleben.

Kosten: 215€ Kursgebühr plus 35€ Prüfungsgebühr

Da es noch freie Plätze im Pferdeführerschein Umgang gibt, können Sie die Tickets hier bequem im Onlineshop erwerben (bei Interesse auf den blauen Link klicken).

Vertrauen im Wandel, Herausforderungen der Zukunft nicht nur im Reitsport

Kurse von Reitclever im Herbst 2021 bieten Vertrauen im Wandel
Kurse von Reitclever im Herbst 2021

Unruhige Zeiten in denen wir leben. Kann da Vertrauen im Wandel möglich sein?

Nicht nur die durch das Wort mit dem großen C bedingten Veränderungen scheinen die Menschen zu belasten. Vielmehr scheint das Verharren in Anspannung ein Problem zu sein.

Die ungeklärte Frage, was und wann wieder möglich ist, scheint eine Menge auszulösen. Viele Menschen, die ich kenne, spüren Unruhe, sind unausgeglichen und müde.

Dabei täte gerade in solchen Zeiten ein bisschen Vertrauen im Wandel gut, um sich besser zu fühlen.

Denn die Nachricht, dass der Klimawandel schneller voran schreitet als vorausgesagt und der Golfstrom beginnt, sich abzuschwächen, müsste eigentlich einen Aufschrei verursachen. Die Welt, wie wir sie kennen, wird sich dadurch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten so verändern, dass nichts mehr so sein wird, wie wir es kennen. Da wird Vertrauen im Wandel schwierig. Wenn man nur erfassen könnte, was das Klimaziel die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, eigentlich bedeutet. Der ganze Vorgang ist so komplex, dass es eigentlich egal ist, wie man es formuliert.

Besser ausgedrückt ist es wenig sinnvoll, einem auf Grund von starkem Übergewicht und auffälliger Cholesterinwerte Infarktgefährdeten zu sagen, wann er 20 Prozent seines Gewicht reduziert haben sollte. Vielmehr sollte der sofort anfangen, etwas zu ändern, wenn ihm sein gewohntes Überleben lieb ist. Dabei ist es aufs Klima bezogen egal, wer welche Klimaziele propagiert. Wir müssen jetzt handeln. Denn unser aller Überleben, das unserer Kinder, Enkel und Pferde und Haustiere steht auf dem Spiel.

Anders gesagt sollten wir uns und unserer Wahrnehmung vertrauen: Irgendetwas ist im Busch.

Kaum jemand läuft gerade ruhig durchs Leben und glaubt, dass alles so bleiben kann, wie es ist.

Nicht nur Soloselbständige und Kleinunternehmer retten gerade, was an Umsatz zu retten ist. Die letzten Monate waren schwierig und nervenaufreibend für alle. Auch Reiter und Künstler, Unternehmen und Angestellte holen nach, was sie monatelang nicht tun konnten. Zur Zeit gibt es viele Aktionen und Möglichkeiten, Schönes zu erleben.

Im Gegenteil: das Vertrauen im Wandel bleibt zeitweise auf der Strecke. Nicht nur das Vertrauen in das eigene Handeln und das Tun der Anderen.

Beispielsweise in der in meinen Augen tollen Initiative IG Pferdetrainer. Das ursprüngliche Bestreben, ein gemeinsames Dach zu finden, um als geschlossene Gruppe für die eigenen Belange einstehen zu können, wird gerade zerlegt. Nutznießer der Idee machen Stimmung und bisher sehr Aktive zerreiben sich in Kleinkriegen um das weitere Vorgehen. Wie auch in vielen anderen Bereichen geht es doch nicht darum, wer den Takt vorgibt und wer voran geht. Vielmehr sollte jeder das Bewusstsein haben, dass sein eigenes Handeln zählt.

Jede Aktion bewirkt eine Reaktion.

Auch auf unserem Hof erleben wir gerade, dass unser Kunstgewerbemarkt ins Wanken gerät. Viele Künstler fühlten sich in den letzten beiden Jahren benachteiligt und trauerten um fehlende Möglichkeiten, sich zu präsentieren.

Genau aus diesem Grunde habe ich an der Planung in diesem Jahr festgehalten.

Im Februar schrieb ich alle in den letzten Jahren Beteiligten an: Die Resonanz war groß; fast alle wollten dabei sein. Im Juni ging es dann in die nächste Phase: über 20 Aussteller haben zugesagt. Erst Anfang letzter Woche kam die Genehmigung der Veranstaltung durch die Stadt. In der Folge dann ACHT Absagen, weil den Ausstellern etwas dazwischen gekommen ist.

Wie soll das gehen? Wie soll man die Absage von 1/3 der Beteiligten auffangen? Wie kann man als Künstler glauben, im nächsten Jahr wieder eingeladen zu werden, wenn man 1,5 Wochen vorher absagt?

Sicherlich gibt es tatsächlich wichtige Gründe für die Nichtteilnahme. Aber ist den Menschen wie den Reitern nicht klar, dass es immer weniger Aktive geben wird, die sich für ihre Belange ins Zeug legen, wenn man sie verprellt? Denn der Einsatz dieser Ideengeber wird immer enttäuscht werden, wenn sie sich auf Beteiligung verlassen, die dann kurzfristig zurück gezogen wird.

Das ist keine Klage, sondern eine Frage. Ich sehe diese Verhaltensweise in vielen Lebensbereichen: immer erstmal Vorteile sichern und häufig kneifen, wenn es dann ans Eingemachte geht.

Ganz im Ernst: so wird das nichts mit den Herausforderungen der Zukunft.

Schon gar nicht mit dem Klimawandel, den ich als momentan dringendstes Problem sehe.

Wenn Ihr Euch und Euer Weiterleben retten wollt, müsst Ihr handeln.

Vor allem müsst Ihr Vertrauen im Wandel schaffen, indem ihr Euch vertrauenswürdig verhaltet. Das gilt Eurem eigenen Pferd gegenüber genauso wie im Halten von Absprachen.

Denn wenn es im Kleinen schon nicht funktioniert und Ihr Euch auf Andere verlasst: wie sollen die Verantwortungsträger denn die Welt retten, wenn keiner mitmacht?

Kurzzeitig frustrierte Grüße,

Corinna von ReitClever.

PS: Eines ist auch etwas vom Wandel der Zeit betroffen: ich habe auf Grund der Termine meine Kursplanung aktualisiert: Hier unter dem Link findet Ihr die Termine für den Herbst und Winter.

Reiten mit Köpfchen ist manchmal gar nicht so einfach, NL Juli 2021

Einfach besser reiten mit Köpfchen
Besser reiten mit Köpfchen

Ist der Juli bei Dir auch so schnell vergangen?

Gefühlt hatten wir gerade erst Urlaub, als er auch schon wieder vorbei war. Zugegeben: wir hatten uns auch ganz schönes Programm vorgenommen. Da bei uns auf dem Hof zwei Hochzeiten stattfanden, wollen wir vorher ein paar lang aufgeschobene Dinge  erledigen. Beispielsweise wurde ein Teil unseres Hofes vor längerer Zeit aufgebaggert, weil wir eine neue Grube bekamen. Wir auf dem Land südlich von Berlin sind nicht an die Kanalisation angeschlossen. Und aus Kostengründen wird das wohl noch eine Weile so bleiben.

Einen Großteil der Stelle haben mein Mann und mein Sohn direkt danach wieder mit den alten Pflastersteinen zu gemacht. Aber da die Zeit irgendwann knapp war, behielt ca. 1/3 der Fläche seitdem den reinen Sandboden, in dem das Unkraut so schön wachsen konnte. Und die dazu gehörigen Steine waren daneben an die Wand unseres Veranstaltungsraumes gestapelt. Das sah nicht nur unschön aus, sondern war auch eine Gefahrenquelle, wenn die Pferde ab und zu an dieser Stallwand angebunden waren.

Jetzt sind sie weg die Steine. Die Fläche ist fertig gepflastert, ein paar bepflanzte Blumentöpfe herum drapiert, Unkraut gezupft und schon sieht die Ecke schön aus. Immer noch geht mir immer das Herz auf, wenn ich dort vorbei komme. Auch ein ausladender bedingt schöner Strauch wurde in diesem Zuge rausgenommen und die freie Fläche mit Gras angesät.

Warum ich das alles schreibe?

Weil Altlasten das Hirn blockieren. Das heißt, dass Reiten mit Köpfchen mitnichten so einfach ist.

Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht: Unser Gehirn ist ein Meisterstück der Evolution, was nie vergisst. Auch wenn wir denken, dass wir alles im Griff haben und permanent mit vollem Bewusstsein agieren, ist das ein Irrglaube. Nur 5% aller Entscheidungen, die wir täglich treffen, erfolgen bewusst.

Alles andere wird vom Unterbewusstsein gesteuert.

Dass die Tatsache, dass uns warm oder kalt ist, ob wir Hunger oder Durst oder gut geschlafen haben, unser Handeln beeinflusst ist allseits bekannt. Aber weiter gefasst ist alles Unerledigte Teil des unterbewussten Handelns. Da ist es egal, ob es wirklich traumatische Ereignisse sind, die einen beschäftigen oder ob der seit Monaten unaufgeräumte Keller einen nichts mehr finden lässt. Spätestens zum Saisonwechsel, wenn man die Winterdecken oder die Winterreitjacke rausholen möchte, sucht ein Teil des Unterbewusstseins, wo das gute Stück denn vergraben sein könnte.

Oder wenn der Zeitpunkt der Abgabe der Steuererklärung naht. Wenn die Buchführung in Ordnung ist und man alles richtig aufgezeichnet hat, kann man dem Termin ruhig entgegen blicken. Dann ist sie schnell erledigt, wenn man sich ein paar Stunden  Zeit dafür nimmt. Falls die Belege und Quittungen aber noch unsortiert im sprichwörtlichen Schuhkarton schlummern, weiß das eigene Unterbewusstsein, dass noch viel zu tun ist. Dann feuert es Unruhe ins System, die man oft nicht fassen kann. Man fühlt sich angespannt, unsortiert und kann vielleicht auch schlecht schlafen.

Welche Erleichterung dann, wenn alle Belege geordnet, ordentlich eingegeben und als Erklärung abgegeben sind. Man hat das Gefühl, etwas Großes geschafft zu haben und ist mit jeder Faser seines Körpers erleichtert. So geht es mir jedenfalls: viel Gewicht fällt mit einem Schlag ab und dadurch wird wieder Energie für neue Projekte frei.

Das wäre dann ein guter Moment, tatsächlich etwas Neues anzufangen.

Zum Beispiel die viel zitierte Angst auf dem Pferd anzugehen. Oder sich damit auseinander zusetzen, dass nicht immer das Pferd Schuld ist, wenn man in Wohnungsnot gerät. Vielmehr mehr könnte die eigene Balance durchaus verbesserungswürdig sein. Anders gesagt, um wirklich ruhig und entspannt auf dem Pferd zu sitzen, kann es sich lohnen, im Vorfeld ein paar Altlasten aus dem Weg zu räumen.

Du wirst staunen, wie viel Energie und Kapazitäten dann wieder frei werden.

Das heißt nicht unbedingt, dass Du erst den Keller aufräumen musst, um Dich das nächste Mal aufs Pferd zu setzen. Aber in Ruhe zu überlegen und aufzuschreiben, was alles an unerledigten Dingen wartet, kann sich durchaus lohnen. Denn dann kann man mit dem ganzen Köpfchen und bewusst reiten, weil die demnächst erforderlichen Handlungen geklärt sind. Natürlich sollte man sie auch irgendwann angehen, sonst funkt das Unterbewusstsein wieder Alarm.

Auch wenn Du Dir vor einer Prüfung eingestehst, nicht genug gelernt zu haben, wirst Du weniger überzeugen, als wenn Du gut vorbereitet bist. Wie man auf eine Herausforderung zugeht entscheidet das bisher Erlebte. Beim Sommerferien Kurs Pferdeführerschein Umgang hatten wir jemanden dabei, der sich eher blockiert hat. Sie war bis dato einmal die Woche im Schulbetrieb geritten und hatte mit putzen, trensen und Bodenarbeit wenig Praxiserfahrung. Mit an Bord waren drei Mädchen, die mit eigenem Pferd einen Wissensvorsprung hatten. Anstatt die Herausforderung anzunehmen und zu schauen und mitzulernen, redete sich eine Teilnehmerin ab der ersten praktischen Einheit ein, dass sie die Prüfung sowieso nicht bestehen würde. Das war schade, denn so nahm sie sich die Freude an der Zeit mit den Pferden.

Natürlich war das nicht die ganze Zeit so und wir hatten alle viel Spaß zusammen. Auch haben die erfahrenen Mädchen den Jüngeren viel gezeigt und geholfen. Aber als es am letzten Kurstag in die Prüfungsvorbereitung ging, zeigte sich, das Manche die Theorie nicht so ernst genommen haben. D.h. es musste eine ernste Ansage her, sich wichtige Sachen doch noch mal anzuschauen. Und siehe da: alle Teilnehmer haben die Prüfung bestanden und wurden mit Urkunde und Anstecknadel belohnt.

Mehr zu unserer abwechslungsreichen Sommerferienwoche findest Du unter dem Link Pferdeführerschein Umgang für Kids. Weil das Ganze so gut lief und für mich auch eine spannende Erfahrung war, nur mit Kinder zu arbeiten, findet der nächste PFU Kids im nächsten Jahr wieder in der letzten Juliwoche statt. Unter dem Link gibt es mehr Informationen und bis zum 31.03.2022 gilt der Frühbucherpreis von 190€ anstatt 215€ für den Kurs.

Der Juli ist so schnell vergangen, dass wir kommenden Samstag schon mit einem neuen Kurs starten.

Es geht bei „Einfach besser Reiten mit Balance“ am 07.08.21 um das innere und äußere Gleichgewicht des Reiters.

Jeder kennt das: es gibt Tage, wo man super drauf ist und Einen nichts aus der Fassung bringt. An solchen Tagen hat man eine gute Ausstrahlung, die auch das Pferd schnell zum Mitmachen überzeugt. An anderen Tagen ist es um die eigene Balance schlechter bestellt ist. Man ist müde oder genervt, hatte einen schlechten Tag im Job und vorbei ist es mit der Ruhe auf dem Pferd! Nicht nur, dass man schneller aus der Haut fährt, man sitzt auch nicht so gut. Man kommt schlechter zu einem losgelassenen und tiefen Sitz, der elementar ist, um die eigene Balance auf dem Pferd zu halten.

Um diesen entspannten Sitz geht es beim Reiten mit Köpfchen. Um den zu verbessern beginnt man am besten an den Schaltstellen, die wichtig für das eigene Gleichgewicht sind. Nämlich an den Rezeptoren, die die aus der Umwelt einwirkenden Reize aufnehmen. Über leistungsstarke Nerven senden sie ihre Signale an das Gehirn, was darauf reagiert und Bewegungen initiiert.

Keine Angst: wir werden zu dem Thema keine Lehrstunde in Neuroanatomie abhalten. Aber ein bisschen Theorie gehört dazu, um das Ganze zu verstehen. Darauf aufbauend gibt es eine ganze Menge Übungen, die zuerst an der Verarbeitung der eingehenden Reize ansetzen. Wir beginnen an der Peripherie des Körpers, um im Zentrum dann bessere Gleichgewichtsreaktionen schalten zu können. Mit an Bord sind Übungen aus dem Neuro- Athletik Training und dem Brain Gym® für Reiter.

Für Kurzentschlossene gibt es noch zwei freie Plätze. Für diejenigen, die das Thema lieber in Ruhe mit sich alleine klären, gibt es den Kurs auch als Zuhauseversion: Einfach besser Reiten mit Balance als Onlinekurs.

Das ganze Paket lässt Dich dann fühlbar lockerer, aber auch tiefer sitzen.

Das ist eine der Grundvoraussetzungen, um das eigene Gleichgewicht auf dem Pferd herzustellen. Nur aus dem ausbalancierten Sitz heraus kann man einfühlsam und an die Pferdebewegung angepasst reagieren.

Im Oktober werden wir dieses Thema beim Tag der Cleveren Reiter vertiefen. Am 02.10.2021 geht es von 10:00- 18:00 um Reiten mit Köpfchen. Wir werden in vier Vorträgen genug Input sammeln, um bewusst etwas einfach besser mit Köpfchen reiten zu können. Auch Beate Petrick (Pferde gerecht trainieren) ist wieder dabei, um über das Training von rechts- und linkshirnigen Pferden zu referieren.

Bis zum 31.08.21 gilt der Frühbucherpreis von 110€. Klick auf den blauen Link, um zur Ticketabwicklung zu kommen. Auch an diesem Tag wirst Du viele Anregungen bekommen, mit Denen Du später eine bessere Figur auf dem Pferd machen kannst.

Ich freu mich auf Dich,

Corinna von ReitClever

Pferdeführerschein Umgang für Kids

Große Erleichterung nach der praktischen Prüfung im Pferdeführerschein Umgang für Kids
Große Erleichterung nach der praktischen Prüfung im Pferdeführerschein Umgang für Kids

Eine spannende Woche liegt hinter uns.

Sechs Mädchen und Jungen kamen zu uns auf den Hof, um sich etwas vom Pferd erzählen zu lassen.

Wie immer in diesen Kursen hatten wir erfahrene „Profis“ mit eigenem Pferd und ausgesprochene Einsteiger dabei. Trotzdem oder gerade deswegen hatten wir viel Spaß und sind zu einer echten Gruppe zusammen gewachsen.

Wir trafen uns morgens um 10.00 und haben zuerst etwas Theorie gemacht. Es war für mich eine neue Erfahrung mit Grundschulkindern zu arbeiten. Dann bei den Erwachsenenkursen mache ich 2x 60-90 Minuten Unterricht mit einer Kaffeepause dazwischen. Denn ich kann gut sehen, wann die Luft raus ist und wann genug Input zusammen gekommen ist, der erstmal verarbeitet werden muss.

Aber bei den Kindern reichte die Luft erstmal nur 30 Minuten. Die 9-13 Jährigen sind aus der Schule gewohnt, dass nach 45 Minuten die Unterrichtsstunde zu Ende ist. Und das war auch deutlich zu merken.

Raus auf die Straße beim Pferdeführerschein Umgang für Kids
Raus auf die Straße

Also haben wir nach dem Wiederholungsblock am Anfang der Kurszeit erstmal eine Pause gemacht.

Dabei haben wir die Pferde auf die Weide gebracht, Farben und Abzeichen in echt angeschaut oder den Stall begutachtet, um alles mit bunten Eindrücken zu füllen.

Dann war der Kopf wieder frei für eine neue Theorieeinheit, die Krankheiten, Fütterung, die Bedürfnisse des Steppentiers Pferd und auch den Sinn und Zweck des Pferdepasses zum Inhalt hatte.

Die gemeinsame Mittagspause war dann die Zäsur vor dem praktischen Teil

Einflechten beim Pferdeführerschein Umgang für Kids
Einflechten für den großen Tag

Dort wurde gegessen, geplaudert und vor allem die wichtigen Fotos auf dem Handy in die Runde gezeigt ;-).

In der Praxis haben wir erarbeitet, wie man richtig putzt und trenst. Auch wurden in der Vorbereitung auf die Prüfung die Pferde chic gemacht: Jedes Pferd bekam seine eigene Frisur und auch die Schweife wurden sauber frisiert.

So hat jeder beim Pferdeführerschein Umgang für Kids schnell die Aufgabe gefunden, die ihm am meisten Spaß macht. Und wer noch nicht so geübt war, bekam Hilfe von den anderen „Profis“.

So wird es in der letzten Juliwoche 2022 den nächsten Pferdeführerschein Umgang für Kids geben.

Weil der Kurs viel Spaß gemacht hat und Kinder einfach anders lernen als Erwachsene, sind sie in einem reinen Kinderkurs gut aufgehoben. Wobei ich auch bei allen anderen Durchgängen immer Kinder und Jugendliche dabei hatte, die den Kurs souverän gemeistert haben. Aber eine Woche Sommerferien mit Pferden zu verbringen halte ich für eine gute Idee und eine schöne Abwechslung. Denn das Lernen mit Pferden ist garantiert anders als Mathe und Deutsch im Klassenzimmer.

Vor allem Spaß sollen sie haben und lernen, wie man sich sicher und pferdegerecht verhält.

Das haben sie getan, so dass gestern alle mit Stolz ihre Urkunde und Abzeichennadel in Empfang nehmen konnten.

Hier noch ein paar Bilder der Tage:

Wer jetzt Lust bekommen hat, sein Kind für das nächste Jahr anzumelden:

Unter dem blauen Link Pferdeführerschein Umgang für Kids bekommt Ihr nähere Informationen. Der Kurs findet in der letzten Juliwoche 2022 Montag bis Donnerstag 10:00- 16:00 statt. Die Prüfung wird am 29.07.2021 nachmittags sein.

Bis zum 31.03.22 gilt der Frühbucherpreis von 190€ plus Prüfungsgebühr.

Bis bald,

Corinna von ReitClever

Guten Morgen aus dem Sommerloch- die eigene Balance

Einfach besser Reiten mit Balance bietet eine Menge Anregungen für die eigene Balance

Ein richtiges Sommerloch ist es ja anhand der vielen Ereignissen zur Zeit gerade nicht. Egal ob man Positives oder Negatives sucht, man findet alles in den Medien. Es kommt auf die jeweilige Verfassung an, ob einen diese Nachrichten um die eigene Balance bringen oder die Laune verändern.

Wir selber hatten letzten Samstag eine wunderschöne Hochzeit auf dem Hof und morgen findet die Nächste statt. Zugegebenerweise in kleinerem Rahmen, aber Vorbereitung und Zeit kostet diese Feier auch. Aber wenn so ein Fest gelingt und man überall in strahlende Gesichter schaut, gibt das viel Energie. Das Gefühl, viel richtig gemacht zu haben stärkt die eigene Balance.

In den beiden Wochen davor haben wir Einiges auf dem Hof geschafft und verändert. Beispielsweise haben wir fast 2 Hektar Wiese dazu bekommen, die wir nun neu einkoppeln. Die Pferde freuen sich dann über mehr Fläche und Gras, denn durch die Trockenheit der letzten Jahre wächst auf unserem märkischen Sandboden immer weniger.

Das alles hat mich so abschalten lassen, dass ich gestern verwundert festgestellt habe, dass wir in zwei Wochen mit einem neuen Kurs starten.

Es geht bei „Einfach besser Reiten mit Balance“ um das innere und äußere Gleichgewicht des Reiters.

Jeder kennt das: es gibt Tage, wo man super drauf ist und Einen nichts aus der Fassung bringt. An solchen Tagen hat man eine gute Ausstrahlung, die auch das Pferd schnell zum Mitmachen überzeugt. An anderen Tagen ist es um die eigene Balance schlechter bestellt. Man ist müde oder genervt, hatte einen schlechten Tag im Job und vorbei ist es mit der Ruhe auf dem Pferd! Nicht nur, dass man schneller aus der Haut fährt, man sitzt auch nicht so gut. Man kommt schlechter zu einem losgelassenen und tiefen Sitz, der elementar ist, um die eigene Balance auf dem Pferd zu halten.

Um diesen ausbalancierten Sitz geht es in dem Kurs „Einfach besser Reiten mit Balance“. Dafür beginnt man am besten an den Schaltstellen, die die eigene Balance herstellen. Nämlich an den Rezeptoren, die alle aus der Umwelt einwirkenden Reize aufnehmen. Über leistungsstarke Nerven senden sie ihre Signale an das Gehirn, was dann darauf reagiert und Bewegungen initiiert.

Keine Angst: wir werden im Kurs keine Lehrstunde in Neuroanatomie abhalten. Aber ein bisschen dieser Theorie gehört dazu, um das Ganze zu verstehen. Darauf aufbauend gibt es dann eine ganze Menge Übungen, die zuerst an der Verarbeitung der eingehenden Reize ansetzen.

Wir beginnen an der Peripherie des Körpers, um dann im Zentrum oder besser gesagt im Oberkörper bessere Gleichgewichtsreaktionen schalten zu lassen. Mit an Bord sind Übungen aus dem Neuro- Athletik Training und dem Brain Gym® für Reiter.

Das ganze Paket lässt Dich dann fühlbar entspannter, aber auch tiefer sitzen.

Das ist eine der Grundvoraussetzungen, um die eigene Balance auf dem Pferd herzustellen. Nur aus dem ausbalancierten Sitz heraus kann man einfühlsam und an die Pferdebewegung angepasst reagieren.

Wenn Du jetzt Lust bekommen hast:
Es gibt noch freie Plätze: Informieren und anmelden kannst Du Dich unter dem folgenden Link:

Einfach besser Reiten mit Balance. Klick darauf und erfahre, wie Du mit einem ausgeglichenen inneren und äußeren Gleichgewicht aufs Pferd steigen kannst.

Wenn Du lieber der Zuhauseturner bist, gibt es das Programm auch als Onlinekurs (Klick auf den Link).

Im Oktober werden wir dieses Thema beim Tag der Cleveren Reiter vertiefen. Am 02.10.2021 geht es von 10:00- 18:00 um Reiten mit Köpfchen. Bis zum 31.08.21 gilt der Frühbucherpreis von 110€. Klickt auf den Link, um zur Ticketabwicklung zu kommen.

Ich freu mich auf Dich,

Corinna von ReitClever