Autor: Corinna

Wie aus trockenen Basics auch kurzweilige Inhalte werden können-

Was ein Basispasskurs und Sitzschulung gemeinsam haben
Basispasskurs

Was ein Basispasskurs und Sitzschulung gemeinsam haben.

Gefühlt ist es schon ewig her. Aber in Wirklichkeit erst ein halbes Jahr. Der Basispasskurs Pferdekunde, den ich schon seit längerer Zeit gebe, findet seit März diesen Jahres bei mir auf dem Hof statt. Darüber habe ich im April Newsletter berichtet.

Weiterhin erinnere ich mich noch genau daran, als ich zum ersten Mal von der Umstrukturierung der Reitabzeichen/FN gelesen habe. Eigentlich hatte ich das Ganze als Geldschneiderei und für mich unwichtig abgetan und mich nicht weiter drum gekümmert.

Daher bin ich der Chefin der Reitanlage, auf der die Basispasskurse bis letzten Oktober stattgefunden haben, auch dankbar. Denn sie fragte mich ursprünglich, ob wir zusammen einen Basispasskurs veranstalten wollen. Der dort unterrichtende Richter vom LV Berlin Brandenburg, bei dem ich selber vor Urzeiten mein Reitabzeichen absolviert habe, erzählte mir, was es mit den Kursen auf sich hat und worum es im Basispasskurs eigentlich geht. Auch über die kleinen Reitabzeichen habe ich inzwischen umgedacht: für Kinder haben sie eine klare motivierende Berechtigung.

Mischung und Motivation der Kursteilnehmer sind jedes Mals wieder spannend: Vom Einsteiger, der es von Anfang an richtig machen möchte, über junge Pferdebesitzer bis hin zum Einsteiger in den Turniersport ist alles vertreten. Auch sind Teilnehmer dabei, um mit dem Basispasskurs eine berufliche Zusatzausbildung zu beginnen wollen.

Insofern sind die Kurse immer spannend, weil der Wissensstand so unterschiedlich ist.

Auch profitieren die schwächeren Teilnehmer vom Wissen der langjährigen Reiter.

Dabei ist entscheidend, wie man die trockenen Basics verpackt. Oft höre ich dann irgendwann während des Kurses, dass manche Zusammenhänge klarer werden. Oder auch Dinge wichtig werden, denen man bis jetzt keine Bedeutung beigemessen hat.

Und das freut mich jedes Mal. Denn trockene Basics können durchaus kurzweilig sein.

Genau aus diesem Gründen trauen wir uns an ein anderes trockenes Thema.

Sitzschulung. Viele Reiter verdrehen bei diesem Wort die Augen. Denn sie sind aus dem Anfängersein längst heraus und wollen RICHTIG reiten. Können sie auch. Denn richtig reitet, wer mit dem Pferd zu einer Einheit verschmilzt. Wer mit seinem Körper kommunizieren kann.

Dann kann man die ersehnten unsichtbaren Hilfen geben.

Aber das fällt keinem Reiter in den Schoß! Man muss dafür üben. Erstens braucht man dazu trockenes Basiswissen. Was auf einmal viel plastischer wird, wenn man bestimmte Dingen an sich selber fühlen und nachvollziehen kann. Zweitens braucht man ein gutes Gefühl, um das theoretische Wissen praktisch umzusetzen. Schlussendlich braucht man Ideen, wie man sich und seinen Sitz verbessern kann. Motivation und Art des Inputs sind also entscheidend.

Deshalb wagen wir am 05.10.19 etwas Neues.

Neu in dieser Konstellation und komplett neu in der Region Berlin Brandenburg:

5 Ausbilder stellen nacheinander ihren Ansatz für einen guten Sitz vor. Neben theoretischem Inhalt wird es auch jede Menge praktische Anregungen geben. Alldieweil jeder der Redner aus der Praxis kommt und mit Reitern und Pferden arbeitet.

Auch die Teilnehmer werden wie beim Basispasskurs bunt gemischt sein: Vom Einsteiger über den Pferdebesitzer bis zum Westernreiter haben wir alles dabei.

Wer noch kein Ticket hat, kann sich jetzt HIER (unter dem blauen Link) noch eins sichern.

Denn in dieser Konstellation ist dieser Tag einmalig.

Beate Petrick, Nicole Puhlmann, Lena Himberg, Tina Pawlowicz und Corinna Jungblut- Pohl kennen sich zwar alle untereinander. Teilweise sogar sehr gut und lange.

Aber sie alle auf einen Schlag zu sehen und zu hören, ist eine einmalige Gelegenheit.

Also springt über euren Schatten und beschäftigt Euch mit dem nach diesem Tag nicht mehr trockenen Thema Sitz. Damit auch für Euch aus trockenem Basiswissen ein kurzweiliger Inhalt wird.

Bis zum 05.10.19, beim Tag der Cleveren Reiter in Lindenbrück bei Zossen.

Wir freuen uns auf Euch!!

Corinna von ReitClever

Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Zeiten von brennenden Regenwäldern

Das Pferd als Fortbewegungsmittel in Zeiten von Nachhaltigkeit und Klimaschutz
Wählen reiten statt gehen in Zeiten von Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Der Regenwald brennt. Und das schon seit Jahren. Täglich unvorstellbar große Flächen. Meist in überschaubarem Rahmen. Allerdings seit einiger Zeit so heftig, dass die Flammen nicht mehr kontrolliert werden können.

Was das für das Ökosystem Regenwald und unser Klima bedeutet, kann man nur erahnen. Wissenschaftler prognostizieren, dass die Klimaerwärmung sich mittlerweile selber anheizt.

Brandrodung ist die Ursache des Feuers.

Die Rodung in großem Stil für billiges Fleisch aus Massentierhaltung. Dafür wird Soja angebaut. Auch für Palmöl stirbt der Regenwald. Denn das günstige Speiseöl ist fast in allen industriellen Fertignahrungsmitteln enthalten. Dementsprechend vernichtet es auch Lebensraum für Mensch und Tier.

Das Thema ist so wichtig, dass ihm selbst das offizielle Mitteilungsblatt der Persönlichen Mitglieder der FN einen Artikel widmet. „Umweltschützer Pferd- nachhaltig im Reitstall: So klappt´s.“

In dem Artikel geht es unter anderem um die positiven Effekte der Pferde auf die Natur. Denn Weideland und Ställe bieten Lebensräume für Insekten und Vögel, die zunehmend weniger werden. Außerdem ist Grasland ökologisch besser als Ackerland. Findige Stallbetreiber nutzen die Wärme, die der Pferdemist abstrahlt . Zum Beispiel als Kompostheizung.

Im Artikel appelliert die FN an das Bewusstsein der Reiter. Beispielsweise, in dem sie sich um Mülltrennung kümmern oder öffentliche Verkehrsmittel und Fahrrad nutzen.

So oder so ist Nachhaltigkeit und Klimaschutz ein Thema, was wir JETZT angehen müssen. Denn nur so können wir uns, unseren Kindern, Enkeln und Tieren eine lebenswerte Zukunft ermöglichen.

Wir müssen uns alle überlegen, was wir tun können.

Keiner alleine kann die Welt retten. Sicherlich gibt es globale Zusammenhänge, die man als Einzelner kaum durchschaut.

Nichtsdestoweniger kann jeder in seinem persönlichen Umfeld schauen, was er verbessern kann. Muss es wirklich jedes Wochenende mit dem Hänger zum Turnier gehen? Muss es der Ausbilder sein, der zum Training mal eben über das Wochenende eingeflogen wird?

Die 20te Schabracke mit dem farblich passenden Bandagen? Besser gesagt ist es manchmal gar nicht so schwer, nachhaltig zu handeln. Beispielsweise könnte der allwöchentliche Prosecco im Stall aus einer Flasche und aus Gläsern statt aus Pappbechern getrunken werden. Die ganz schnöde abgewaschen werden, anstatt wie die hippen pinkfarbenen Prosecco- Dosen danach im Müll zu landen.

In meinem Programm besser reiten leicht gemacht gibt es ein paar Tipps, wie man sich nachhaltiger verhalten kann. Z.B. selber kochen und auf Palmöl verzichten, anstatt sich in Zeiten von Low- Carb überwiegend von Würstchen und Plastikverpacktem zu ernähren.

Und müssen es wirklich immer die vielen Autobahnkilometer sein? Zweimal täglich zum Stall, zum Trainingsreiten, zur Fortbildung? Fahrgemeinschaften wären schon einmal eine Alternative. Oder besser die etwas umständlichere Bahnfahrt nach Warendorf zur nächsten Bildungskonferenz. Die bietet den Vorteil, dass man sich ganz in Ruhe um sich und interessante Fachlektüre kümmern kann.

Eine nachhaltige Alternative wäre auch, das Pferd wieder als Fortbewegungsmittel zu nehmen.

Und der Zosse hätte Bewegung. Zum Einkaufen in die Innenstadt ist das sicherlich schwierig. Aber zum Eis essen zur nächsten Eisdiele wäre eine Idee. Das würde auch die anderen Besucher freuen. Daher sind wir letzten Sonntag mit unseren Damen ins Nachbardorf zum Wählen geritten. Das war nett.

Denn auf unsere Pferde wollen wir nicht verzichten. Und sie bei sich im Garten halten, geht ganz sicher auch nicht immer. Aber zum nächsten Training zu reiten, anstatt zu mit dem Hänger zu fahren wäre auch eine Möglichkeit. Oder einen Kurs in der Region besuchen, anstatt quer durchs Land zu fahren.

Auch aus diesem Grunde gibt es bei uns auf dem Hof am 05.10.10 zum ersten Mal den Tag der Cleveren Reiter. Unser Hof ist mit dem Regionalverkehr leider nur bis ins 5 km entfernte Wünsdorf zu erreichen. Der dort abfahrende Bus zu uns verkehrt nur unter der Woche. Anstelle dessen kann man für den letzten Weg das Fahrrad nutzen.

Deshalb habe ich habe in diesem Jahr Kontakt zu Atmosfair aufgenommen. Die Firma bietet die Möglichkeit, seinen CO₂ Verbrauch zu kompensieren. Seitdem fragen wir unsere Besucher, wie weit ihre Anreise war und wie sie zu uns gekommen sind. So können wir am Ende der Veranstaltung Besucherzahl und gefahrene Kilometer abschätzen.

Unter Wunschmenge kompensieren kann man ausrechnen, wie viel CO₂ man im Alltag verursacht.

Wenn man fliegt, mit dem Auto unterwegs ist oder zum Pferd fährt. 1 Pkw emittiert ca. 0,142 kg CO₂ pro Kilometer. Das sind pro 100 km ca. 14,2 kg CO₂ pro Wagen.

Dann kann man für die angefallene CO₂ Menge einen Beitrag an Klimaschutzprojekte spenden. Und genau das werde ich nach dem 05.10.19 tun.

So etwas müssen wir machen. Etwas für Nachhaltigkeit und Klimaschutz tun. Jeder ein bisschen. Und am besten gleich. Dann schaffen wir das schon mit einer lebenswerten Zukunft.

Bis demnächst,

Corinna von ReitClever

Abwechslungsreicher Monat der August 2019

Spaß und ein gutes Körpergefühl verbessern die Gesundheit für Reiter und Pferd
Gesundheit für Reiter uns Pferd

Der Sommermonat August hatte es in sich. Von mittelmäßigen Temperaturen bis angenehmen Sommertagen bot er ziemlich viele Nuancen. Ohne Frage ist die beste Nachricht des Monats, dass unser Heumann 280 kleine Bunde Heu bei uns einfahren konnte.

Damit ist der zweite Schnitt 2019 deutlich besser ausgefallen als 2018. Nun weist unser Heuboden eine komfortable Mischung unterschiedlicher Heusorten auf. Also können wir ganz beruhigt in die kühle Jahreshälfte starten. Denn auf unseren trockenen Wiesen ist die Weidesaison so gut wie beendet.

Genauso schön war der zehnter Kunstgewerbemarkt auf unserem Hof.

Denn ein Jubiläum stand an und war toll: Wir hatten Glück mit dem Wetter, den  Ausstellern den Besuchern. So hatten wir eine schöne Stimmung auf dem Hof und nette Gespräche. Falls Jemand Lust hat, zu lesen, was es auf unserem Hof zu sehen gab, kann das hier tun (auf den unterstrichenen Link klicken).

Überhaupt war der August bunt und abwechslungsreich: Gestern hatte ich ein Arbeitsteam zu Gast. Neben einem Rückenschulprogramm hatten sie Zeit mit unseren Pferden gebucht.

Zuerst stand putzen und führen auf dem Programm. Danach saßen sie im Schritt auf den geführten Pferden, um mit Voltigiergurt  einen entspannten Sitz auf dem Pferd zu erfahren.

Das Endergebnis war natürlich abhängig von Vorerfahrungen und Körpergefühl. Wenn man sich mit Beckenbeweglichkeit und Bauchmuskelspannung beschäftigt, kann man eine  ganze Menge für seinen Sitz am Schreibtisch mitnehmen. Damit kann man seinen Rücken aktiv entspannen.

Um Platz zu schaffen, habe ich angefangen, aufzuräumen, auszumisten und neu zu sortieren.

Dabei habe ich Überraschendes entdeckt: Als ich Mitschriften von Trainerfortbildungen und der vorletzten Bildungskonferenz in Neustadt/ Dosse abheften wollte, bin ich auf eine schön aufgemachte Broschüre gestoßen. Und zwar die Zusammenfassung des Jubiläumskongresses „Gesundheit für Reiter und Pferd“. Anlässlich des 10 jährigen Bestehens der Akademie des Pferdes fand der im November 2008 in Warendorf statt.

Als ich darin blätterte, stolperte ich über einen Artikel, in dem Matthias Bojer von der Sporthochschule Köln fragt: „Wie wichtig ist eigentlich die Fitness des Reiters?“

Zu Beginn seines Vortrages definiert er Fitness als Ausdauerleistungsfähigkeit, Kraft, Schnelligkeit, Flexibilität= Gelenkigkeit und Koordinationsfähigkeit. Alles Dinge, die für Reiter wichtig sind. Wobei in meinen Augen bei Reitern Koordinationsfähigkeit und Flexibilität vor Schnelligkeit, Ausdauerfähigkeit und Kraft stehen sollten.

Dementsprechend steht das Wort „Fitness“ für den sportwissenschaftlichen Begriff der Kondition. Mehrere Studien kamen zu dem Ergebnis, dass Reiten als Sport unter bestimmten Voraussetzungen das Herz- Kreislauf- System trainieren kann. Selbstverständlich wissen wir aktiven Reiter das schon länger 🙂

Als Fazit kommt Matthias Bojer zu dem Schluß, dass nur ein trainierter Reiter ein gutes Reitgefühl erfahren wird.

Er betont die Notwendigkeit eines reitspezifischen Ausgleichstrainings.

„Jeder Reiter benötigt je nach Disziplin eine bestimmte muskuläre Fitness und Ausdauerfähigkeit.“

Matthias Bojer

Anregungen dazu gibt es beispielsweise hier.

Autorin Susanne von Dietze („Balance in der Bewegung“) sprach über das Bewegungslernen im Reitsport. Für sie sind Sitz und Einwirkung nur theoretisch getrennte Übungsfelder.

Wenn dem Reiter die notwendige Kontrolle über seinen Sitz fehlt, muss er das über Kraftweinwirkung kompensieren. Besser ausgedrückt: fehlt es dem Reiter an Stabilität und Koordination muss er das mit unökonomische Bewegungen kompensieren. Sprich er nutzt vor allem die Arm- und Beinmuskulatur für Sitz und Einwirkung.

Um ökonomisch treiben zu können, braucht man die Fähigkeit, seinen eigenen Schwerpunkt über den des Pferdes zu bringen. Und zwar in jeder Phase der Bewegung. Schafft man das, braucht man weniger Druck der treibenden Wade als oftmals vermutet.

Also ist eine gute Sitzschulung Voraussetzung für eine gute Gesundheit für Reiter und Pferd.

Kurz gesagt war es spannend in diesem Haft zu blättern.

Ich habe aus meiner Sicht wenig Neues erfahren. Vieles gehört zum Grundwissen eines Ausbilders.

Aber die geballte Ladung Fachwissen zum Thema Gesundheit für Reiter und Pferd in den Händen zu halten war ein gutes Gefühl. Weiterhin ist für mich erstaunlich, dass die Themen, die ich bei ReitClever.de behandle, schon 2008 diskutiert wurden.

Doch sind sie heute genauso gültig wie damals. Wenn ich mir viele Freizeitreiter in Brandenburg anschaue, ist das mindestens genauso notwendig. Denn die meisten Späteinsteiger lernen anders reiten als früher.

Sie haben andere Bewegungsgrundlagen als beispielsweise Kinder, die beginnen zu reiten. Sie haben zwar ein gutes Bewusstsein für Harmonie und Gesundheit von Reiter und Pferd. Aber sie haben oft in ihrem Körpergedächtnis Rückenprobleme oder andere Schmerzen gespeichert.

Auch wissen sie unbewusst ganz genau, was mit ihrem Körper passiert, wenn sie vom Pferd fallen. Dass beeinflusst die Fähigkeit, der Pferdebewegung zu vertrauen und mitzugehen.

Also steht an erster Stelle, eine Grundstabilität des Rückens aufzubauen.

Nur mit einem stabilen Rücken, kann ich die Bewegungsimpulse des Pferdes aufnehmen. Dann kann ich mich über dem Schwerpunkt des Pferdes bewegen und es mit meinem Gewicht dirigieren.

„Der Reiter, der in der Bewegung des Pferde mitschwingt, verlagert sein Gewicht gemeinsam mit dem Pferd und bewegt sich harmonisch und rückenfreundlich.“

Susanne Dietze

Deshalb gilt von Anfang an, die für Hüften und Becken richtigen Muskeln flexibel und die anderen kräftig genug zu halten.  Welche das sind und wie man das macht erfahrt Ihr auf der Seite Fitnesscheck für Reiter.

Und als Anfänger lohnt es sich, von Anfang an in einen guten Unterricht zu investieren.

„Die Korrektur eingefahrener falscher Bewegungsmuster und Kompensationen ist weitaus schwieriger als das Erlernen korrekter Bewegungsmuster. “

Susanne Dietze

So ist es das, was mich vor allem mit dem Thema „Sitzschulung“ beschäftigen lässt. Unabhängig vom Ausbildungsstand ist es für jeden Reiter wichtig, über dem Schwerpunkt des Pferdes zu bleiben und seiner Bewegung zu folgen. Nur so kann er fein einwirken und mit dem Pferd nonverbal kommunizieren.

Daher wird es am 05.10.19 den Tag des Cleveren Reiters zum Thema Sitzschulung geben.

Das Angebot richtet sich an Einsteiger und Fortgeschrittene, Ausbilder und Turniersportler.

Bei der geballten Ladung Fachwissen stellen sich 5 verschiedene Ausbilder zu diesem Thema vor. Und erzählen über Ihr Konzept, Harmonie zwischen Reiter und Pferd zu erreichen.

Schnäppchenjäger aufgepasst: Der Kartenverkauf für den Tag läuft noch bis zum 31.08.19 zu den günstigeren Konditionen.

Es wird bestimmt ein toller Tag mit viel Input werden. Da wir auf unserem Hof eigentlich auf Veranstaltungen spezialisiert sind, gibt es selbstverständlich auch Essen und Getränke dabei.

Und wer seinen Rücken noch besser locker und gleichzeitig stabil bekommen möchte, kann schauen, ob die Spiraldynamik® für Reiter etwas für ihn ist. Für Kurz entschlossene gibt es am 31.08.19 noch freie Plätze.

Beide Veranstaltungen dienen der Gesundheit für Reiter und Pferd 🙂

Bis dahin,

Corinna von ReitClever.

Gesunder Reiter gesundes Pferd- Fitnesstraining für Reiter

Gesunder Reiter, gesundes Pferd durch einen optimalen Sitz
Gesunder Reiter, gesundes Pferd

Als ich neulich Mitschriften von der FN- Bildungskonferenz 2018 in Neustadt/ Dosse abheften wollte, bin ich auf eine schön aufgemachte Broschüre gestoßen. Und zwar auf eine Zusammenfassung des Jubiläumskongresses „Gesundheit für Reiter und Pferd“. Anlässlich des 10 jährigen Bestehens der Akademie des Pferdes fand der 2008 in Warendorf statt.

Als ich darin blätterte, habe ich Überraschendes entdeckt: Ich stolperte über einen Artikel, in dem Matthias Bojer von der Sporthochschule Köln fragt: „Wie wichtig ist eigentlich die Fitness des Reiters?“ Ein Thema, womit sich ReitClever vorrangig beschäftigt.

In seinem Vortrag definiert er Fitness als Ausdauerleistungsfähigkeit, Kraft, Schnelligkeit, Flexibilität und Koordinationsfähigkeit. Wobei in meinen Augen bei Reitern Koordination und Flexibilität vor Schnelligkeit, Ausdauerfähigkeit und Kraft stehen sollte.

Dementsprechend steht das in Mode gekommene Wort „Fitness“ für den sportwissenschaftlichen Begriff der Kondition. Er sagt, dass nur ein trainierter Reiter ein gutes Reitgefühl erfahren wird. Weiterhin betont er die Notwendigkeit eines reitspezifischen Ausgleichstrainings.

„Jeder Reiter benötigt je nach Disziplin eine bestimmte muskuläre Fitness und Ausdauerfähigkeit.“

Matthias Bojer

Weiterhin sprach Susanne von Dietze ( Autorin „Balance in der Bewegung“) über das Bewegungslernen im Reitsport.

Für sie sind Sitz und Einwirkung als Lerninhalt nur theoretisch getrennt.

Wenn dem Reiter die notwendige Kontrolle über seinen Sitz fehlt, muss er das über Krafteinwirkung kompensieren. Besser ausgedrückt: fehlt es dem Reiter an Stabilität und Koordination muss er das durch unökonomische Bewegungen kompensieren. Oder das Pferd mit viel Kraftanstrengung reiten.

Um ökonomisch treiben zu können, muss man den eigenen Schwerpunkt über den des Pferdes bringen können. Und zwar in jeder Phase der Bewegung. Dann ist der Druck des treibenden Unterschenkels nur leicht nötig. Kurzum bedeuten ein klopfender Unterschenkel und ein langsames Pferd, dass es dem Reiter an Balance fehlt.

Kurz gesagt war es spannend in diesem Heft zu blättern.

Weiterhin ist es für mich erstaunlich, dass die Themen, die ich seit Anfang des Jahres bei ReitClever.de behandle, schon 2008 diskutiert wurden. Aber sie sind heute genauso gültig wie damals.

Denn die meisten Späteinsteiger lernen anders reiten als früher. Sie haben ganz andere Bewegungsgrundlagen als beispielsweise Kinder. Zwar haben sie ein gutes Bewusstsein für Harmonie und Gesundheit von Reiter und Pferd. Aber sie haben in ihrem Körpergedächtnis oft Rückenprobleme oder Schmerzen gespeichert.

Auch wissen sie bewusst und unbewusst ganz genau, was mit ihrem Körper passiert, wenn sie vom Pferd fallen. Beides beeinflusst die Fähigkeit, der Pferdebewegung zu vertrauen und mitzugehen enorm.

„Der Reiter, der in der Bewegung des Pferde mitschwingt, verlagert sein Gewicht gemeinsam mit dem Pferd und bewegt sich harmonisch und rückenfreundlich.“

Susanne Dietze

Deshalb gilt es von Anfang an, die für Hüften und Becken richtigen Muskeln flexibel und andere kräftig genug zu halten.

Welche das sind und wie man das macht erfahrt Ihr auf der Seite Fitnesscheck für Reiter.

Und es lohnt sich, von Anfang an in einen guten Unterricht zu investieren.

„Die Korrektur eingefahrener falscher Bewegungsmuster und Kompensationen ist weitaus schwieriger als das Erlernen korrekter Bewegungsmuster. „

Susanne Dietze

Unabhängig vom Ausbildungsstand ist es für jeden Reiter wichtig, über dem Schwerpunkt zu bleiben und mit der Pferdebewegung mit zu gehen. Nur so kann er fein einwirken.

Dann funktioniert gesunder Reiter gesundes Pferd.

Daher wird es am 05.10.19 den Tag des Cleveren Reiters zum Thema Sitzschulung geben. Das Angebot richtet sich an Einsteiger und Fortgeschrittene, Ausbilder und Turniersportler.

Bei der geballten Ladung Fachwissen stellen sich 5 verschiedene Ausbilder vor und erzählen über Ihr Konzept, Harmonie zwischen Reiter und Pferd zu erreichen.

Der Kartenverkauf für den Tag läuft noch bis zum 31.08.19 zum vergünstigten Preis von
95€ inklusive Verpflegung und Getränke.

Und wer seinen Rücken noch besser locker und gleichzeitig stabil bekommen möchte, kann schauen, ob die Spiraldynamik® für Reiter etwas für ihn ist.

Beides hilft. Gesunder Reiter gesundes Pferd 🙂

Bis dahin,

Corinna von ReitClever.

Der Countdown für die geballte Ladung Fachwissen läuft

Die geballte Ladung Fachwissen rund um das Thema Sitz des Reiters

Am 05.10.19 gibt es den Tag der Cleveren Reiter.

Fünf Ausbilder auf einen Streich versprechen eine geballte Ladung Fachwissen! Diesmal geht es um einen guten Sitz.

Insgesamt fünf Ausbilder beleuchten von unterschiedlichen Seiten den Sitz des Reiters . Dabei stellen sie Ihre Ausbildungskonzepte vor und plaudern aus dem Schatzkästchen.

Vor allem geht es um körperliche Voraussetzungen, verbessertes Fühlen und die richtige Technik.

Anfangs kümmern wir uns um anatomische Grundlagen und funktionelle Zusammenhänge. Dann geht es um biomechanische Aspekte und Trainingsansätze. Zusätzlich stellt jeder der fünf Ausbilder seinen Ansatz und sein Konzept vor.

Abschließend beendet eine Forumsdiskussion den Tag.

Falls Du schon immer mal einen Owerflow an gezielter Information bekommen wolltest. Hier beim Tag der Cleveren Reiter bekommst Du eine geballte Ladung Fachwissen zum Thema guter Sitz des Reiters:

  • Corinna Jungblut-Pohl, ReitClever.de und Kinesiologiehof, wird den elastischen Reitsitz unter physiotherapeutischen Gesichtspunkten beleuchten und anatomische Grundlagen schaffen.
  • Beate Petrick, Pferde-gerecht-trainieren.de, stellt ein besonderes Konzept vor. Der Sitzschulungssattels SiBa von Christiane Weninger, (Der SIBA Sattel) überträgt die Pferdebewegungen unverfälscht und gibt Balanceimpulse.
  • Nicole Puhlmann, www.nicolepuhlmann.de, stellt Ihr Ausbildungskonzept „Sitzen, Fühlen, Reiten“ vor.
  • Tina Pawlowicz und Lena Himberg, Pferd-im-Blick.de erzählen im Doppelpack über ihr gemeinsames Trainingsprogramm für Mensch und Pferd. Sowohl das Pferd und als auch der reitende Mensch werden von Ihnen betrachtet, um sie so gerade wie möglich zu bekommen.

Na, überzeugt?

Falls Du beim Tag der Cleveren Reiter dabei sein willst: HIER kannst Du Dir ein Ticket buchen. Klick auf den blauen Link und sei dabei!

Wenn Du die volle Packung Reiterwissen bekommen möchtest, kannst Du Dir im Shop Dein Ticket für den Tag inklusive Getränke und Essen für de Tag sichern.

Bis denn, wir freuen uns!

Happy Birthday- Eine Seite für Reiter entsteht

Gewusst wie, wenn Sie Ihr Reiten durch gezielte Übungen verbessern wollen
Die Idee feiert Geburtstag!

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass ich in einer großen Buchhandlung stand und ein Geschenk für eine Freundin gesucht habe. Dabei hatte ich eine Idee im Kopf, worum es in dem Buch gehen sollte.

Als die Verkäuferin mir mehrere Bücher zum Anschauen gab, sprang mir ein Titel sofort ins Auge.

Angeschaut, ´rein gelesen und gewusst: „DAS IST MEINS!“. Manchmal weiß man sowas ganz intuitiv, ganz tief drinnen.

Am übernächsten Tag begann ich auf der Fahrt nach Schleswig-Holstein zu lesen. Danach habe ich Kapitel für Kapitel verschlungen.

Dass es im Endeffekt eine Seite für Reiter werden würde, wusste ich damals noch nicht. Aber daß ich gerne alleine vorwärts gehe und meine Ziele selbst setze, stand schon beim Kauf des Buches fest. „Solopreneur- Alleine schneller ans Ziel“ von Brigitte und Ehrenfried Conta- Gromberg ist ein geniales Buch. Nach wie vor.

Ich weiß noch genau, wie ich beim Geburtstagsfrühstück einer anderen Freundin erzählt habe, dass das etwas für mich wird. Dieses Buch wurde in den folgenden Tagen und Wochen mein treuer Begleiter.

Nach mehreren Wochen des Nachdenkens wurde es im September und Oktober immer klarer: Es wird eine neue Seite für Reiter geben. Seitdem habe ich noch Anderes gelesen und mich nach vielen Gesprächen mit Anderen dazu entschlossen, die Seite komplett alleine zu schreiben. So etwas habe ich noch nie gemacht. Aber es war eine Herausforderung, die mich echt gefordert hat. Und sie macht Spaß! Nach wie vor.

Dabei ist mir gestern klar geworden, dass das Ganze erst ein Jahr zurückliegt.

Auf der einen Seite ist mir das Geburtstagsfrühstück meiner Freundin noch sehr präsent. Auf der anderen Seite ist seitdem sehr viel passiert.

Zuallererst entstand der Name. Dann das Logo. Viele Ideen habe ich bisher auch umgesetzt. Vor allem, dass etwas Neues auf der Seite für Reiter entstehen soll hatte ich vor Augen. Beispielsweise das 21 Tage Programm „Besser reiten leicht gemacht“, der Fitnesscheck für Reiter oder auch der Mentalcheck für Reiter. Das gibt es in dieser Form glaube ich noch nicht.

Und es macht immer noch Spaß: Gestern ist ein neuer Onlinekurs an den Start gegangen: In „10-7- 60- einfach besser reiten“ gibt es ein ausführliches Übungsprogramm für alle Funktionen, die man für gutes Reiten braucht. 10 Minuten täglich, also 10- 7 -und 60 Minuten ein- bis zwei Mal die Woche trainieren Wahrnehmung, Gleichgewicht und Dehnfähigkeit. Natürlich sind auch ein paar funktionelle Bauchmuskelübungen dabei.

Vor allem geht es um die Funktionen, die man braucht, um gut und elastisch auf dem Pferd zu sitzen.

Probiert es mal aus und gebt mir ein Feedback,wie es Euch gefällt. Und ob es wirklich umfassend ist. Würde mich freuen.

Letzte Woche habe ich sogar ein besonderes Geburtstagsgeschenk erhalten. Da hatte ich beim Lesen eines Kursfeedbacks sogar ein Tränchen im Auge:

„Unterstützung durch Corinna auf dem Pferdehof Glau

Dieses Jahr gab es wieder Möglichkeit auf dem Pferdehof Glau ein Reitabzeichen (RA 10, 9, 8) im Rahmen des Ponycamps abzulegen. Dabei wurden wir durch Corinna unterstützt, die uns erstmalig bei der Organisation, Koordination und Durchführung zur Seite stand. Die Aufregung am ersten Tag war groß und umso größer die Erleichterung, als sie dann da war. Mit einem Strahlen hat sie uns begrüßt und allen die ersten Sorgen genommen. Nach kurzer Besprechung zum Ablauf war Corinna auch schon tatkräftig im Geschehen eingebunden und hat den Kids erste Tipps zur Verbesserung ihrer reiterlichen Fähigkeiten gegeben. Auf dem Reitplatz hörten ihr die Kinder mehr als aufmerksam zu und versuchten die sehr wertvollen Sitzkorrekturen umzusetzen.

Die Kinder waren begeistert und Erfolge waren für alle sofort erkennbar. Das Niveau des Unterrichtes war an die bevorstehende Prüfung angepasst ohne dabei zu viel Druck auszuüben. Mit Spaß und Zuversicht starteten alle Kinder am Freitag in die Prüfung, und wurden für ihre Mühe mit dem bestandenen Abzeichen belohnt. Aber nicht nur die Kinder waren begeistert, sondern auch das Betreuerteam. Corinna schaffte es mit Ruhe und Gelassenheit Großes zu bewirken, und gab uns hilfreiche Tipps für den weiteren Unterricht.
Wir sind sehr dankbar für die Zusammenarbeit und freuen uns auf die nächsten Kurse mit ihr und über weiteren Austausch.


Katharina, Mara und Kathelijne vom Pferdehof Glau“

Da macht das Arbeiten gleich viel mehr Spaß!

Bis demnächst,

Corinna von ReitClever

Das Gefühl des Reiters, Neues von ReitClever, August 2019

Analog oder Hilfsmittel für das Gefühl des Reiters erlaubt?
Das Gefühl des Reiters

Was isser wechselhaft dieser Sommer! Von 40 Grad Tageshöchsttemperatur in Brandenburg bis zu 15 Grad am Tage und unter 10 Grad nachts war im Juli alles dabei.

Das Gute daran ist, dass es in diesem Jahr einen zweiten Heuschnitt geben wird. Da es nach dem ersten Schnitt gut und flächendeckend geregnet hat wird er wahrscheinlich. Ob überall bleibt abzuwarten. Das könnte ein Aufatmen für das Gefühl des Reiters bedeuten.

Genauso froh war ich darüber, dass meine paar Tage Auszeit in den wärmeren Teil des Julis fielen. So konnte ich Sonne und Strand genießen und als Niederblutdruckmensch auch in der Ostsee baden! Ich konnte durchatmen und neue Energie tanken.

Auch die FN hat wechselhafte Zeiten hinter sich. Nun scheint sie eine breitere Masse Reiter ansprechen zu wollen. Sie wirkt moderner. Neue Gesichter treten auf neuen Veranstaltungen auf. Genauso verändert sich auch konzeptionell Einiges. Dass Basis- und Reiterpass ab 2020 durch den neuen Pferdeführerschein Umgang und Reiten ersetzt werden, war im Mai- Newsletter schon Thema.

Nun soll die Trainerausbildung digitale Elemente bekommen und damit attraktiver werden.

Mit der Einführung der neuen APO kommen ab 2020 digitale Lernformen zum Einsatz. Denn die meisten Ausbildungsteilnehmer sind berufstätig und/ oder haben Familie. So sollen Präsenztage in den Fachschulen für die fachliche Grundlage sorgen. Dabei sollen Online Module die Präsenzzeit verkürzen und den Transfers in den Alltag schaffen. Zum Beispiel um den Unterricht zuhause durch Videos auf Onlineplattformen einzubinden.

Dazu brauchen die Teilnehmer einen Laptop oder Tablet und eine stabile Internetleitung. Keine große Hürde. Wer Lust hat, sich breiter zu informieren, kann das unter: www.pferd-aktuell/trainerportal tun.

Wirklich scheint heutzutage jeder Reiter ein Smartphone oder Tablet zu haben und sich damit Infos aus dem Netz zu ziehen. Wenn ich manchmal so lese, was für digitale Angebote ein Reiter als APP herunterladen kann. Ob das sinnvoll ist, mag jeder für sich selbst entscheiden.

Offen gesagt vermisse ich manchmal das Gefühl des Reiters. Das in sich hineinspüren und fühlen, wohin es gerade geht. Sowohl mit als auch auf dem Pferd. Wie viele Parameter, die eine App vermittelt, kann ich auch real abrufen, wenn ich mich zum Beispiel auf Takt, Rhythmus oder Atmung konzentriere. Oft bekomme ich ein Stutzen als Antwort, wenn ich im Unterricht einen Reiter frage, „Fühl mal, wie das gerade mit der Belastung ist. Wo hast Du mehr Druck und wo weniger?“ Meist ist derjenige stark mit dem beschäftigt, was er als gerade Technikprogramm im Kopf hat. Da kommt das Spüren und Nachjustieren der Anspannung als Reaktion häufig zu kurz.

Unser Körper hat ein hervorragendes Feedbacksystem.

Es ruft auf jede Bewegung des Körpers eine Antwort im Gehirns hervor. So kann man angepasst reagieren und im Gleichgewicht bleiben. Dagegen ruft man diese Fähigkeit nicht bewusst ab, wenn man angestrengt versucht, alles richtig zu machen. Aber um umsetzen zu können, was das Pferd vermittelt, muss man real fühlen können, welcher Körperteil gerade wie bewegt wird. Nur wenn das Gefühl des Reiters stimmt kann man mitgehen und etwas verändern.

Deshalb kann man digitale Angebote für Reiter und analogen Unterricht gut miteinander verbinden finde ich. Gezielt kann man sich die Informationen suchen, die man gerade braucht. Wenn gutes Gefühl und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zusammen kommen, kann man auch digitale Informationen gut umsetzen. Dafür kommt an dieser Stelle ein versierter Ausbilder ins Spiel, der Feedback von außen gibt und damit den inneren Dialog unterstützt.

Ab und zu höre ich als Reaktion, wenn es um digitale Angebote für Reiter geht:

„Reiten lernt man nur durch reiten“.

Das stimmt ohne Frage. Aber digitale Angebote für Reiter können die Aufmerksamkeit dorthin richten, wo es hakt. Zum Beispiel kann man zuhause in Ruhe die Feedbackschleifen bahnen, die man auf dem Pferd braucht. Wenn man ohne Ablenkung Zeit hat, sich mit seinem Körper und seinen Denkweisen zu beschäftigen.

Als Anregung, sich mit seinen Schaltkreisen und Denkmustern auseinanderzusetzen, dient das überarbeitete kostenlose Emailprogramm „Besser Reiten leicht gemacht“. Damit kann man sich real auf die Dinge fokussieren, die man als digitales Angebot als Email erhalten hat. Dann kann man die Anregungen mit dem Gefühl des Reiters später auf dem Pferd umsetzen.

Ganz anders dagegen gehen Kinder vor.

Sie setzen sich aufs Pferd und reiten einfach los. Sie freuen sich über das Pferd und darüber, wenn es gut klappt. Natürlich läuft nicht alles gleich perfekt, aber oft stellt sich das harmonische Miteinander schneller ein als bei uns.

Beeindruckend ist die Veränderung, wenn man im richtigen Moment an der richtigen Stelle ansetzt. So geschehen beim Glauer Ponycamp im Juli. Dort habe ich mitgeholfen und den Reitunterricht für die Reitabzeichenprüfungen unterstützt. Auf tollen Ponies ritten dort unter motivierter Anleitung Kinder auf unterschiedlichem Ausbildungsstand. Manche schon sehr gut in Haltung und Einwirkung. Andere noch recht ungeübt.

Drei Mädels sind mir am ersten Tag aufgefallen. Die eine durch einen tollen Sitz, langen Oberkörper und lange Beine. Aber jedes Mal, wenn das Pony zuckte oder seinen Kopf durchsetzen wollte, verspannte sie sich und Ihr Denken kam durch. Sie blockierte und vorbei war die sichere Hilfengebung. Mehrere Tage positive Verstärkung im Unterricht auf einem vertrauten Pony ließen sie entspannter werden. Sie hat Ihr Reitabzeichen gut bestanden.

Zwei andere Mädchen hatten in der ersten Reiteinheit deutliche Sitzfehler: Hohlkreuz, Stuhlsitz, hochgezogene Knie und Treiben mit den Absätzen. Faszinierenderweise hat die Korrektur mit Fühlen der korrekten Spannung eine sofortige Verbesserung gebracht.

Kinder sind noch nicht so festgefahren in ihren Bewegungsmustern.

Wenn sie die richtigen Muskeln frühzeitig aktivieren, setzen sie die richtige Technik schneller um. Und speichern sie ab. Anders als Erwachsene, die manchmal gegen ihre bisherigen Erfahrungen arbeiten müssen. Beide Mädchen ritten zwei Tage später wie ausgewechselt: gerade, locker und mit deutlich längerem Bein. War schön anzusehen. Am Prüfungstag kam dann auch Nervosität zum Zuge und die Knie rutschten höher. Was dem Erfolg keinen Abbruch tat. Alle Kinder haben Ihr Abzeichen bestanden. Erfreulicherweise lobte die Prüferin den guten Sitz aller Teilnehmer.

Auch sonst war das Camp eine schöne Erfahrung. Durchgeführt von einem tollen Team mit Einfühlungsvermögen und Sachverstand. Feinfühlig ausgebildete Pferde unter optimalen Haltungsbedingungen. Das Ganze gut und kindgerecht organisiert: So macht Arbeiten Spaß! Falls jemand sein Kind in den Ferien gut unterbringen möchte: für mich ein klarer Tipp!

Ich werde vielleicht wieder dabei sein und habe Erfahrungen für den „Tag der Cleveren Reiter“ sammeln können. Da dieser Sitzschulungstag ein reales Angebot von Reitern für Reiter ist, läuft die Anmeldung für den 05.10.19 schon. Tickets sind im Shop bis zum 31.08.19 für den vergünstigten Preis erhältlich.

Als Einstimmung darauf gibt es im Blog eine Miniserie zum Thema „Sitz des Reiters“. Den ersten Teil machte der Artikel Tipps für einen besseren Sitz. Letzte Woche gab es Teil zwei zum Thema Stabilität und Lockerheit ein Widerspruch?

Bis hoffentlich bald und einen schönen Restsommer!

PS: Die Seite Wer ist ReitClever hat ein Facelifting erhalten.
Wir haben letzte Woche ein kleines Fotoshooting veranstaltet, was die Pferde bei der Wärme nur mittelmäßig fanden. Heraus kam ein Bild, auf dem wir alle drei einigermaßen motiviert schauen.
Wir werden das Shooting vielleicht im Herbst noch mal wiederholen.

Aber nun kommt das Foto in den ReitClever- Flyer, der gerade entsteht.
Gefällt es Euch?

And the winner is: Das Ergebnis der Fotosession

Nach einer Facebookabstimmung wurde das Bild für den Flyer von ReitClever ausgewählt.
Der Gewinner für den Flyer von ReitClever

Wir haben gestern Fotos für den neuen Flyer von ReitClever gemacht.

War gar nicht so einfach die Pferde bei sonnigen 29 Grad zum motivierten Gucken zu bewegen. Im Nachhinein haben wir ein paar Tipps dazu bekommen. Und wertvolle Erfahrungen gesammelt 🙂

Der gewählte Sonnenstand war nicht so günstig und bei meinem Lieblingsbild stimmt der Hintergrund nicht.

Also werden wir das Ganze im Herbst vielleicht nochmal wiederholen. Denn Spaß hat es gemacht. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen, finde ich.

Welches Foto gefällt Euch am besten?

Welches gefällt Euch am besten?

Das Foto ist nun versendet und wird bald veröffentlicht. Weiterhin wird der Flyer die wesentlichen Informationen aus der Webseite enthalten. Schöne Fotos gepaart mit fundiertem Wissen für Reiter! Ich freu mich schon.

Natürlich gibt es auch einen Hinweis zum kostenlosen Emailprogramm Besser Reiten leicht gemacht.

Außerdem hat die Seite Wer ist ReitClever? gleich ein Facelifting erhalten 🙂

Stabilität und Lockerheit- Tipps für einen besseren Sitz, Teil 2

Stabilität und Lockerheit ist beides wuchtig für den Sitz des Reiters
Stabilität und Lockerheit an der Ostsee

Letzte Woche war ich ein paar Tage an der Ostsee. Wir hatten Glück mit der Unterkunft, dem Wetter und dem Landstrich, den wir für unseren Besuch ausgewählt haben.

Die Ostsee ist für mich immer ein Ort des Auftankens und der Ruhe.

Oft bin ich sehr schnell unterwegs, um alles, was ich mir vorgenommen habe, zu schaffen. Deshalb ist der Tag der Abreise meist bis zur letzten Minute mit Aktivität gefühlt. Ich möchte ALLES erledigen, was ich wichtig finde.

Auf dem Weg zum Reiseziel muss ich mich disziplinieren, um in den Modus „der Weg ist das Ziel“ zu kommen. Meist kann es mir gar nicht schnell genug gehen, anzukommen.

Dagegen verläuft die Rücktour deutlich entspannter. Dann bin ich voll schöner Erlebnisse, tiefer Atemzüge und denke über das nach, was ich erlebt habe.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

So ging es mir früher auch, wenn ich nach der Arbeit so schnell ich konnte zum Pferd gefahren bin. Wenn man unter Volldampf zum Ziel unterwegs ist, leidet der Blick für das Wesentliche. Angespannt und unter Zeitdruck geht das Gefühl für die Lockerheit verloren. Locker kann man allerdings nur sein, wenn man an wesentlichen Stellen stabil ist.

Dabei wäre es wichtig, sich auf die kommende Reiteinheit/ den Urlaub/ Abend mit Freunden einzustimmen. Denn das Muskelsystem, was das Gehirn unter Stress aktiviert, ist das, was einen guten und entspannten Sitz verhindert. Das Zwerchfell ist angespannt, Hüftbeuger und Wadenmuskeln sind aktiv, um uns vor einem potentiellen Feind davon laufen zu lassen. So sieht es der Überlebensbezirk unseres Stammhirnes aus der Zeit vor, als wir noch vor Säbelzahntigern davon gelaufen sind.

Deshalb ist eine gute Idee, den Weg zum Ziel zu nutzen. Schon auf dem Hinweg zum Pferd kann man durchatmen. Um später ein langes Bein und ein lockeres Becken zu haben.

Zu einer guten Vorbereitung gehört auch, die Bauchmuskeln zu aktivieren. Sie sind unsere Gleichgewichtszentale. Außerdem ermöglichen sie den tiefen Sitz des Reiters.

Nur mit ihnen kann ich mein Becken zum Treiben und dirigieren benutzen.

Spannenderweise erhöht sich die Stabilität des Oberkörpers sofort, wenn ich mit aktiven  Bauchmuskeln unterwegs bin. Nur mit stabiler Körpermitte kann unser Gehirn die Extremitäten auf locker schalten. Diese Steuerung braucht man, um beispielsweise Ellenbogen und Hände weich der Bewegung des Pferdemauls folgen zu lassen.

Also wäre es eine gute Idee, das auf dem Weg zur Arbeit, zum Urlaubsort oder zum Pferd Stabilität und Lockerheit zu üben.

Zum Ersten, wie man entspannt: Alle Viere von sich strecken und nachfühlen, wie es ist, wenn die Spannung aus dem Schultergürtel und den Hüften entweicht. Zum Zweiten ein paar Bauchmuskelanspannungen.

Besonders gut geht das, wenn sie an der Ostsee oder am Badesee sind. So kommen Sie unauffällig der guten Bikinifigur näher. Und sie tun etwas für einen guten Sitz auf dem Pferd. Übrigens bekommen Sie weitere Ideen unter 5 Übungen für einen guten Sitz oder 5 Übungen für entspanntes Reiten.

Einen schönen Urlaub wünsche ich und viel Erfolg bei der richtigen Stabilität und Lockerheit für den Reitsitz!

PS: Das ist der zweite Teil der Serie „Tipps für einen besseren Sitz“. Zum ersten Teil, Losgelassenheit des Reiters kommen Sie, wenn Sie auf den blauen Link klicken.

Spaß haben und reiten lernen im Ponycamp Glau

Reiten lernen im Pony Camp
Reiten lernen im Ponycamp

Letzte Woche war ich als Ausbilderin ins Ponycamp Glau geladen. Die Verantwortlichen organisieren seit 11 Jahren Ponycamps und sind vor drei Jahren nach Brandenburg in die Nähe von Trebbin gezogen.

Und die Erfahrung, die aus dieser Zeit resultiert, merkt man an allen Ecken und Enden. Viele Betreuer sind für die Zeit mit dem Kids eingeplant. Da sie selber alle mal Ponycampkinder waren, können sie sich gut in alle Lagen hineinversetzen. Deshalb reagieren sie sofort ganz unaufgeregt und umsichtig.

Beispielsweise leben sie gelassen den Kindern vor, wie sie sich den Umgang mit den Ponys vorstellen. Die laufen in allen Größen und Farben auf den großen Ausläufen herum. Sie sind freundlich, passen auf die Kinder auf und sind mit Liebe und Geduld sehr fein ausgebildet.

Vor allem lernen die Kinder einen fairen und verantwortungsvollen Umgang mit Tieren. Reiten lernen steht genauso im Vordergrund wie die Tiere behandelt werden wollen, die dort leben. Die Ponys leben in Offenstallhaltung. Außerdem werden sie ohne Gebiss vor allem aus dem Sitz heraus geritten. In drei Tagen habe ich nicht eine grobe Szene gesehen oder, dass jemand hart mit der Hand eingewirkt hat. Schon das finde ich sehr bemerkenswert.

So lernen die Kinder viel.

Die Chefin des Hofes liebt ihre Pferde und setzt ihr Konzept ruhig und konsequent um. Daher setzt sie mit viel Umsicht auf eine gute Vorbereitung. Viele Abläufe im Hintergrund
bekommt man gar nicht mit. Aber da alles funktioniert, wissen die Helfer genau, was sie wann zu tun haben.

Alle Kinder haben in den 5 Tagen viel gelernt. Einige von Ihnen haben am letzten Tag die Prüfung zum Reitabzeichen 8, 9 oder 10 abgelegt. Die Prüferin prüfte sehr kindgerecht und holte alles aus den Kindern heraus. Begeistert zeigten sie in den Stationsprüfungen, was sie außer reiten lernen noch mit auf den Weg bekommen haben.

So hat es viel Spaß gemacht, ein Teil dieses Teams zu sein.

Für mich waren es schöne Tage. Vor allem habe ich es genossen, unter Menschen zu sein, denen das Wohl der Pferde genauso am Herzen liegt wie mir. Und die den Tieren eine Aufgabe geben, ohne sie zu überlasten oder auf ihrem Rücken Geld verdienen wollen.

Das Miteinander macht es aus. Und das ist der Grund, warum viele Kinder Stammgäste im Ponycamp sind. Weil es Ihnen so gut gefällt, kommen sie immer wieder. Die Betreuer übrigens auch.

Wer einen guten Platz zum reiten lernen für sein Kind sucht; der Ponyhof Glau ist eine gute Adresse. Und um das Reitabzeichen zu absolvieren auch. Demnächst wird vielleicht ein Basispass Pferdekunde stattfinden.