Autor: Corinna

Läuft es bei Euch auch oft anders als gedacht?

Geschafft! Das war der Kurs Pferdeführerschein Umgang 2020! Wenn er auch anders lief als gedacht.
Geschafft! Das war der Kurs Pferdeführerschein Umgang 2020!

Die Sommerferien in Brandenburg sind da: fast alle Gewerbe sind vom Lockdown befreit und dürfen mit Auflagen wieder ausgeführt werden.

Hurra, wir können wieder wie wir wollen! Das ist momentan ein weit verbreitetes Gefühl. Wenn es sich auch manchmal etwas gebremst anfühlt. Denn Vieles, was im März unterbrochen wurde, muss erstmal zu Ende gebracht werden. Anders als gedacht gibt es einige Altlasten, bevor es an die Umsetzung neuer Pläne geht.

Beispielsweise hatte ich schon seit längerer Zeit vor, unseren Paddock mit Sand aufzufüllen. Dazu hatte ich Angebote für eine Sandlieferung eingeholt. Dabei ist unser alter Hof, der mit Sand und Steinen gepflastert ist, der begrenzende Faktor. Ein voll beladener LKW fährt das Pflaster zu einer Kraterlandschaft. Das haben wir einmal erlebt und wollen das nicht wieder sehen. Deshalb fallen die meisten Lieferfirmen aus oder wir müssen den Sand am Hofeingang abladen lassen. Der müsste dann per Schubkarre zu den Pferden. Also Handarbeit.

Denn ein guter Bekannter, den wir für den Transport um Hilfe bitten wollten, hatte zu diesem Zeitpunkt seinen Trecker zerlegt. Er hat ein kleineres, älteres Modell, was mit Hänger auf unseren Hof fahren kann. Gerade, als ich eine Sandladung aus dem Nachbardorf organisieren konnte. Also fiel diese Möglichkeit aus. Da unsere Helfer, die einmal wöchentlich kommen, seit Mitte März Corona Pause haben, ging auch die Möglichkeit mit dem LKW nicht.

Aber wie der Zufall so will, konnten wir Mitte Juni zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Wenngleich anders als gedacht. Unser Bekannter mit dem wieder zusammen gesetzten Trecker hatte seine Wiesen gemäht. Zwei Tage später machten zwei heftige Regenschauer das geschnittene Gras ordentlich nass. Auch wurden für den Samstag, den wir zum Heu einlagern geplant hatten, heftige Gewitter angesagt. Nun bangten wir, ob das Heu für uns etwas wird.

Stattdessen fragte unser Bekannter, ob wir hellen Sand bräuchten. Sein Nachbar würde die Einfahrt neu machen. Also brachte er an dem verabredeten Samstag anders als gedacht sechs Hängerladungen Sand. Um uns herum gewitterte es überall. Nur Lindenbrück blieb trocken, so dass das Heu weiter trocknen konnte.

Zwar hat die Sandaktion später stattgefunden als ursprünglich geplant. Aber dafür bekamen wir eine Woche später noch einmal sieben Hängerladungen Sand. Genau am Prüfungstag für den Pferdeführerschein Umgang. Wieder anders als gedacht. Das machte den Zeitplan eng. Aber wir haben ohne viel Aufwand Sand bekommen. Und ohne, dass ein Lkw auf dem Hof fahren musste. Zu guter Letzt bekamen wir auch den ersten Heuschnitt trocken auf unseren Heuboden.

Gut Ding will Weile haben. Anders als gedacht bedeutet häufig dann doch gut.

Kennt Ihr das? Dass es dann doch gut ausgeht? Und der Umweg etwas für sich hatte? Manchmal stellt man das erst im Nachhinein fest.

Genauso konnten wir unseren Pferdeführerschein Umgang am 20.06.20 zu Ende bringen.

Weil der Prüfungstermin vom Landesverband wegen Corona nicht genehmigt wurde, musste der Kurs im März unterbrochen werden. Aber das tat der Motivation und Lernbereitschaft  keinen Abbruch: Pferde und Schüler haben super mitgemacht. Eindrücke von dem Kurs findet Ihr auf der Seite Impressionen (Zum Anschauen auf den Link klicken).

Die einhellige Teilnehmermeinung zu dem neu gestalteten Kurs ist, dass jeder frisch gebackene Pferdebesitzer und Reiteinsteiger diesen Grundlagenkurs belegen sollte. Weil das Wissen rund ums Pferd einen ganzheitliche Zusammenhänge aufzeigt. Schließlich bedeuten Fütterung, Haltung und Bewegung ein Gesamtpaket, was unser Pferd gesund hält.

Je mehr man darüber weiß, desto besser kann man das Umfeld seines Pferdes gestalten. Genauso lernt man zu erkennen, woran es liegen könnte, wenn etwas schief geht.

Läuft etwas anders als gedacht ist Flexibilität gefragt.

Vor allem wenn die Gelenke nicht so laufen. Darum geht es in meinem neuen Programm Einfach besser reiten trotz Kniearthrose.

Das hilft mir gerade selber. Mein im letzten November angedetschtes Knie wurde im April kurz vor Ostern wieder akut. Ein Korbhenkelriss im Meniskus zwang mich zur Pause.  

Anders als gedacht verschaffte mir das die spannende Erfahrung, während einer Pandemie im Krankenhaus zu liegen. Denn der Meniskusriss machte eine Arthroskopie notwendig.

Statt reiten und Training also drei Tage Ruhe im leeren Einzelzimmer.

So blöd das auch war. Der Zeitpunkt war gut. Denn Corona hatte alle Termine auf dem Hof gecancelt. So hatte ich Zeit, die OP anzugehen. Und das Ganze in Ruhe auskurieren.

Außerdem führte mir die Zeit mit Teilbelastung und Stützen gehen vor Augen, wie gut es mir normalerweise geht. Weil ich mit einer Tasse in der Hand von der Küche ins Wohnzimmer gehen kann. Oder weil ich beim Kochen vom Kühlschrank zum Waschbecken und von dort mit Gemüse in der Hand zum Herd laufen kann. All das geht mit Unterarmgehstützen nicht. Geschweige dann Heu zwischen hungrigen Pferden auf dem Paddock verteilen.

Dinge, über die man sonst nie nachdenkt, gehen nicht, wenn man verletzt ist.

Also genieße ich die Zeit, in der ich wieder kann. Wie selbstverständlich ich eigentlich nehme, gesund zu sein, merkte ich erst, als ich es nicht war.

Dankbarkeit ist ein selten bewusst gemachtes Gefühl. Auch bin ich dankbar dafür, dass ich zu einer merkwürdigen Zeit ins Krankenhaus gehen konnte. Dass die dort Beschäftigten mein Knie wieder in Ordnung gebracht haben.

Was jetzt noch zur vollen Belastbarkeit fehlt, ist mein Job. Täglich eine halbe Stunde turnen.

Für mich. Für mein Knie. Auch für mein Selbst.

Ich mache wieder Liegestütze. Und sehe zu, dass mein Oberschenkel wächst. War der dünn nach der wochenlangen Schonung und der OP.

Weiterhin habe ich neue Ideen für mein Übungsprogramm bekommen. Nämlich das was mir zur Zeit hilft. Leider sind noch nicht alle Übungen gezeichnet. Aber das ist in Arbeit.

Dann wird es auch Einfach besser reiten trotz Kniearthrose als Buch geben.

Anders als gedacht. – Aber irgendwie gut.

Bis bald und viel Spaß beim fitter werden! Wenn Ihr euch zum turnen motivieren könnt.

Beim Genießen. Vor allem beim Leben.

Denkt daran, wenn Ihr das nächste Mal reitet.

Auch Euer Pferd ist es wert, genau betrachtet und gut behandelt zu werden. Das macht ihr automatisch, wenn Ihr Euch in einen besseren Zustand bringt.

Corinna von ReitClever

PS: Corona bewirkte leider auch, dass ein im Sommer geplanter Kurs ausfallen muss. Dafür entstehen bei mir Ende Juli bis Mitte August Zeitkapazitäten. Beispielsweise könnte ich zu einem Kurs zu Euch auf die Anlage zu kommen. Dafür gibt es auch im Oktober noch freie Zeitfenster.

Zum Beispiel für einen Fitnesstest für Reiter und darauf aufbauende Trainingseinheiten als Ergänzung zum normalen Reitunterricht. Schreibt mich an, wenn Ihr dazu Lust habt.

PPS: Wir gehen langsam in die Planung für den Tag der Cleveren Reiter am 03.10.2020. Das Thema in diesem Jahr heißt Reiten trotz Angst. Drei der vier Reiterinnen aus der Region, die theoretische Hintergründe liefern und praktische Anregungen geben, stehen schon fest.

Bis zum 31.08.2020 gilt der Aktionspreis von 95€.

Danach kostet das Tagesticket inklusive Essen und Getränke 116€.

#gluecklichreiten, #MEHRWissenfuerreiter, #einfachbesserreitentrotzkniearthrose

#erfolgmit45plus

So war unser erster Pferdeführerschein Umgang 2020 –

Was ist nun der Unterschied zum Basispass?

Souverän zur Straße beim Pferdeführerschein Umgang 2020
Souverän zur Straße

Zuallererst: Es war ein schöner Kurs der erste Pferdeführerschein Umgang 2020.

Allerdings gab es auch schwierige Begleitumstände. Denn wir begannen im März und wollten den Kurs Anfang April beenden.

Dann ließ die aktuelle Eindämmungsverordnung des Corona – Virus den Prüfungstermin platzen. Für den April gab es keine Genehmigung zur Durchführung einer Abzeichenprüfung vom Landesverband Pferdesport Berlin Brandenburg.

Also mussten wir den Kurs unterbrechen. Und konnten ihn erst jetzt zu Ende bringen.

Einflechten beim Pferdeführerschein Umgang
Chic machen

Das führte zu der kuriosen Situation, dass die Fotos vom ersten Kurstag dunklere Pferde mit noch langem Fell zeigen.

Dagegen hatten am Prüfungstag alle Pferde kurzes und helleres Fell.

Daher könnte man glauben, dass es entweder ganz schön lange dauert, um für die Kursinhalte vom Pferdeführerschein Umgang 2020 fit zu werden. Oder man erzählt, dass alle Teilnehmer so lange Magic Brush Bürsten benutzen mussten, bis sie das Winterfell heraus geputzt hatten.

Anders ausgedrückt ist das natürlich ein Witz.

Geschafft! Das war der Kurs Pferdeführerschein Umgang 2020!
Geschafft! Das war der Kurs Pferdeführerschein Umgang 2020!

Der geneigte Betrachter weiß, dass eine Unterbrechung stattgefunden hat.

Und diese Pause hat bei allen Teilnehmern die eine oder andere Veränderung mit sich gebracht. Trotzdem waren alle wieder motiviert und wissbegierig dabei.

So haben wir den Kurs am 20.06.2020 mit einer gelungenen Prüfung zu einem guten Abschluss bringen können.

Und was ist nun der Unterschied zum alten Basispasskurs?

Zum Einen die praktischen Prüfungsanforderungen. Denn Pferd und Reiter gelten in der Straßenverkehrsordnung als KfZ. Demzufolge unterliegen sie auch allen Vorschriften der STVO. Sie haben sich rechts am Straßenrand zu bewegen und gängige Vorfahrtsregeln zu beachten.

So geht es dann zur Prüfung auch auf die Straße. Gut, wenn man sichere Pferde hat, die die Dorfstraße als Weg zum Wald kennen und schätzen. So war diese Aufgabe gut zu meistern.

Wendung einleiten

Zum Anderen werden im praktischen Teil neben der Vorführung auf der Dreiecksbahn einige Bodenarbeitsaufgaben verlangt.

Vor allem soll Sicherheit im Handling des großen Vierbeiners demonstriert werden: Tempounterschiede, Gangartwechsel, Anhalten, Wechsel der Führposition, Richtungswechsel und über Stangen gehen sind dabei beliebte Programmpunkte.

Alles kein Hit, wenn man Pferde hat, die regelmäßig gearbeitet werden. Auch wenn man selbst bereit ist, an sich und seinem Aufforderungscharakter zu arbeiten.

Diese Teilprüfung meisterten alle Teilnehmer souverän und gut. Wenn in der Aufregung dann eine Linie vergessen oder verwechselt wird, bringt es das Projekt Pferdeführerschein Umgang 2020 nicht zum Scheitern. Sicherheit bei der Herangehensweise und ein überzeugtes Handhaben der Ausrüstung ist es, was ein Prüfer sehen will.

Theoretisch geht es genau wie im „alten“ Basispass Pferdekunde darum, welche Bedürfnisse ein Pferd hat.

Gechillte Pferde beim Pferdeführerschein Umgang 2020
Gechillte Pferde

Welche Fütterung oder Haltungsform seine Gesundheit fördern und was es krank machen kann. Beispielsweise welche Futterarten es gibt und welche Vorteile oder Nachteile für Boxen- und Weidehaltung sprechen.

Nach wie vor finde ich die Einführung des Pferdeführerschein Umgang 2020 sinnvoll.

Wenn man diesen Kurs zu Ende bringt, kann man mit gutem Gewissen stolz auf sich sein. Denn der Schein beweist, dass man Grundsätzliches weiß und anwenden kann.

Was in jedem Fall unserem vierbeinigen Freund und Partner zu Gute kommt.

Mehr Eindrücke von dem Kurs findet Ihr auf der Seite Impressionen (Zum Anschauen auf den Link klicken).

Wer jetzt Lust bekommen hat: Der nächste Kurs Pferdeführerschein Umgang 2020 findet auf dem Kinesiologiehof vom 12.09.- 26.09.2020 statt. Die Prüfung ist voraussichtlich am 03.10.2020.

Bis dahin einen schönen Sommer,

Corinna von ReitClever

Neigt Ihr zur Muskelverkrampfung auf dem Pferd?

Tipps und Bewältigungsstrategien, wenn man zu Muskelverkrampfungen auf dem Pferd neigt.
Reiten mit Angst ist häufiger als man denkt

Jeder kennt die Situation:

Man reitet entspannt durch den Wald. Vielleicht sogar im Schritt am hingegebenen Zügel. Da fliegt ein Vogel auf, springt ein Reh über den Reitweg. Oder schlimmer: Wildschweine plötzlich in Sichtweite.

Da ist es auf einmal schnell vorbei mit der Entspannung. Du reißt die Hände hoch, atmest ruckartig ein und befindest Dich in einer Ganzköper- Muskelverkrampfung auf dem Pferd. Die sich hinterher oft in Muskelkater äußert. Wenn Du Glück hast bist Du noch oben.

Genauso ist mir mal passiert, dass meine Stute in so einer Situation unter mir um 180 Grad gedreht hat.

Dabei bin ich normal geradeaus weiter geritten und auf beiden Füßen gelandet. Dann bin ich zu dem Pferd meines Mannes gerannt. Um es festzuhalten. Damit beide Stuten nicht ohne uns die Heimreise  antreten. Die Haffistute zappelte zwar und blieb unruhig. Aber ich konnte meine Schimmelstute wieder einfangen und weiter reiten.

Wenn es sich danach auch alles andere als entspannt anfühlte.

Am besten wäre ein flotter Trab oder Galopp im Anschluss gewesen, um die Spannung abzubauen. Aber das ging damals schlecht. Weil das der erste Ausritt in unserer neuen Umgebung war und wir die Wege nicht kannten. Und mein Mann damals erst Anfänger war. Auf dem Reitplatz und an der Longe war er sicher. Inwieweit er sich damals auf aufgeregtem Pferd gehalten hätte, wollte ich in einem fremden Wald nicht ausprobieren. So blieb meine Muskelverkrampfung auf dem Pferd. Und die Stute blieb angespannt im Schritt.

Also ist auch immer ein bisschen Scham dabei.

Wie peinlich wäre das gewesen, wenn die Pferde vor uns in unserem neuen Zuhause angekommen wären. Und wir dann viel später zu Fuß angelaufen wären.

Soweit denkt man in so einer Situation schon.

Mein Mann sagte hinterher: es sah aus wie in einem Comic: Das Pferd mit Dampfwolke vor den Nüstern in die Luft und ich als Jumper elegant in die Luft und dann senkrecht auf den Füßen gelandet. Ich wusste so schnell gar nicht, wie mir geschah. Ich habe nur das Reh gesehen, was uns auf dem engen Weg entgegen kam.

Die Schreckreaktion, die in so einer Situation abläuft, ist normal.

Sie ist als festes Programm in unserem Körper installiert, um uns vor Gefahr zu schützen. Dumm nur, dass unsere Anspannung und das Hochziehen der Hände die Fluchtreaktion des Pferdes verstärken. Vor allem das ruckartige Anspannen der Muskeln, die uns ermöglichen, vor Gefahr wegzulaufen.

Wenn alles gut geht, kommt man schnell wieder aus dem Schreck heraus. Man kann lernen, bewusst durchzuatmen und sich wieder zu entspannen. Die Muskelverkrampfung auf dem Pferd direkt wieder lösen ist die Strategie der Wahl.

Zur Beruhigung kann ich sagen, dass man das lernen kann.

Allerdings wird es schwierig, wenn nach einer Schrecksituation tatsächlich etwas passiert ist.

Zum Beispiel ist das Pferd durchgegangen und man bekam es nicht mehr angehalten. Oder man fiel herunter und hat sich wehgetan. Dann bleibt diese Schrecksekunde eingespeichert.

Sobald später in einer ähnlichen Situation etwas passiert, erinnert sich das Gehirn an den Schreckmoment und stellt den Körper auf Schutzreaktion ein. Kurze flache Atmung und Muskelverkrampfung auf dem Pferd sollen einen vor einem Angriff oder Sturz schützen.

Gut ist, wenn man das merkt. Dann kann man durch Atmung und Entspannungstechniken dagegen wirken. Deshalb sind regelmäßige Wahrnehmungsübungen wichtig, um automatisch abzurufen, wo man angespannt und wo man entspannt ist. Schwieriger wird es, wenn man zu Ängsten neigt und generell eher verspannt auf dem Pferd sitzt. Dann sollte man außerhalb der Reitbahn Entspannung üben und seiner Angst auf den Grund gehen.

Ein anderer Grund für eine Muskelverkrampfung auf dem Pferd kann eine Muskelschwäche sein.

Wenn man zu schwache Bauchmuskeln oder rückwärtige Beinmuskeln hat, ist das ein Kraftproblem. Kurzfristig kann man die Spannung halten, die fürs vorwärts treiben notwendig ist. Da wir aber meist länger auf dem Pferd sitzen und über eine längere Zeit treiben, wenn wir mit dem Pferd arbeiten, ist Ausdauer gefragt.

Die gute Nachricht ist, dass man Muskeln gut trainieren kann. Mit relativ wenig Aufwand kann man täglich 5 Minuten investieren, um die entsprechenden Muskeln fit zu bekommen.

Man muss es nur tun.

Andererseits kann man Stressreaktionen auch gut auflösen, um wieder angstfrei zu reiten. Zugegebenerweise dauert das länger als 5 Minuten. Aber der Aufwand lohnt sich. Weil man dann wieder entspannt und ohne Muskelverkrampfung auf dem Pferd den Ritt genießen kann.

Einen entspannten Ritt wünsche ich Euch!

Corinna von ReitClever.

#angstfreireiten

#losgelassenheitfuerreiter

#gluecklichreiten

#reitenverbessernohnezureiten

Newsletter Juni 2020 – bereit zur Veränderung?

Kursübersicht 2. Halbjahr 2020
Bereit zur Veränderung? Kurse für Reiter, 2. Halbjahr 2020

Heute in sechs Monaten ist schon Adventszeit. Das haben wir kürzlich beim Frühstück festgestellt.

Dann können wir auf dieses verrückte Jahr zurückblicken. Das irgendwie bei fast jedem in irgendeiner Form eine Veränderung gebracht hat.

Im Grunde genommen habe ich das Gefühl, dass sich zur Zeit das verändert, was schon längere Zeit für den Wandel reif war.

Denn wenn etwas ziept oder sinnbildlich in der Aufhängung bröckelt wartet es auf eine Erneuerung. Wie auch immer die Umgestaltung aussehen mag: Corona bietet die Gelegenheit dazu. Wenn man bereit zur Veränderung ist.

So habe ich in den letzten Wochen viel gehört und gesehen:

Lang bestehende Jobs werden vakant. Im Gegensatz dazu entschließen sich Arbeitnehmer, einen neuen Job zu suchen, weil es im Alten an Wertschätzung oder Sinnerfüllung fehlt.

Andere lieben ihren Job gerade zu dieser Zeit, weil er ihnen im Homeoffice Zeit zur Entschleunigung bietet. Denn die tägliche Fahrzeit fällt weg und bringt neue Zeitfenster.

So hat man mehr Zeit für sich, die Familie, das Pferd oder schlicht zum gesund kochen.

Wieder Andere kündigen ihre Nebenjobs auf Minibasis. Beispielsweise im Sportstudio, weil ihnen der abendliche Pilateskurs Zeit mit Mann und Familie nimmt.

Wenn auch die Zeit in der Familie in den letzten Wochen eine Herausforderung war: Da die Kinder nicht in Schule und Kitas durften und der Partner im Homeoffice saß, gab es auf einmal viel gemeinsame Zeit im gemeinsamen Domizil. Manchmal brachte die räumliche Enge bestehende Probleme deutlicher ans Licht. Zum Beispiel kenne ich zwei Frauen, die aktuell gerade über eine Trennung nachdenken.

Immerhin lenkt der Umschwung den Blick auf hochwertige Ernährung: viele möchten gesund bleiben und hinterfragen ihre Ernährungsgewohnheiten. Jedenfalls schnellten die Verkaufszahlen von Biokisten in die Höhe.

Corona zeigt Missstände in der Fleischindustrie auf. Nicht nur dort. In vielen Bereichen sind Lohnarbeiter aus Billiglohnländern im Einsatz, um unsere Versorgung sicher zu stellen. Dabei schlafen sie dicht bei ihren Arbeitsstellen zusammengewürfelt auf engem Raum.

Auch beginnen Selbständige, sich neu auszurichten.

In Zeiten von Zoom- Konferenzen und Kontaktverboten bietet es sich an, Hintergrundwissen online zu vermitteln. So sind sie auch bereit zur Veränderung und stellen ihr Angebot um.

Nur genießen die meisten Menschen die Zeit, in der sie wieder weniger online sein müssen. Ich habe das Gefühl, der Drang zu Social Media und viel Zeit am Computer ist momentan gebremst.

JETZT, wo das Wetter gerade so schön ist. Endlich darf man wieder raus. Mit Freunden wieder im Biergarten treffen. Abends nach dem Reiten auf einen Sekt zusammen sitzen. Reiten nicht nur im Wald und alleine, sondern wieder mit Mehreren auf dem Platz. Darüber hinaus ist auch Reitunterricht wieder erlaubt.

Einerseits möchten sich die Menschen verändern. Andererseits freuen sie sich auf ihre lieb gewordenen Gewohnheiten, denen sie nun endlich wieder nachgehen können wie vorher.

Auch ich bin reif zur Veränderung.

Der Erfolg meines Programms „einfach besser reiten mit Hüftarthrose“ macht mich mutig: es wird in Kürze als Buch herauskommen. So richtig zum anfassen und nachblättern.

Denn es gibt viele Reiter und Reiterinnen, die bereit zur Veränderung sind. Wenn sie merken, dass man mit wenig Aufwand etwas verbessern kann. Wenn es auch nur ein mehr an Elastizität und Beweglichkeit ist.

Wer eine Anleitung dazu sucht, nimmt sie gerne als Buch in die Hand. So ein PdF ist ganz nett. Aber selbst als Ausdruck in Papierform ist es eigentlich nur eine Zettelsammlung.

Auch wenn das Programm insgesamt positiv aufgenommen wurde. So schrieb eine Leserin:

„Liebe Corinna,

vielen Dank für das Programm. Es gefällt mir auf Anhieb gut. Mit den theoretischen Ergänzungen finde ich das Preis-Leistungs-Verhältnis in Ordnung und alles gut verständlich.“

Darüber freue ich mich total! Vor allem freue ich mich darauf, das Ganze dann bald in gebundener Form in den Händen halten zu können.

Nach den Lockerungsmaßnahmen zur Corona- Eindämmungsverordnung sind auch Reitkurse wieder möglich.

So führen wir den aktuellen Pferdeführerschein Umgang Kurs weiter, den wir im März unterbrechen mussten. Auch das Konzept war nach der Namensänderung bereit zur Veränderung. Denn neben dem vorgeschriebenen Bodenarbeitsteil verlangt die praktische Prüfung nun auch, dass die Prüflinge die Pferde auf der Straße führen müssen.

Dadurch dass Reitställe zunehmend mehr in Ballungsgebieten oder in der Nähe befahrener Straßen liegen, wird das notwendig. So dass dieser Prüfungsteil vor allem der Sicherheit im Straßenverkehr dient. Damit Reiter wissen, wie sie sich im öffentlichen Raum zu verhalten haben.

Ich hoffe, dass die Saison nun normal weiter gehen kann.

Wenngleich ich die zwei Monate mit wenig Terminen sehr angenehm fand.

Bis August finden eine ganze Menge Aktionen auf unseren Hof statt. Im September startet der zweite Pferdeführerschein Umgang Kurs. Danach kann es dann mit den zweiten Runde der Ergänzungskurse für einen besseren Sitz los gehen.

Am 3.10.2020 planen wir den zweiten Tag der Cleveren Reiter. Das Thema in diesem Jahr heißt „Reiten trotz Angst“. Wie bei der Premiere werden Reiter aus der Region theoretische und praktische Ansätze aufzeigen, wie entspanntes reiten möglich ist.

Mitte Oktober beginnen die Kurse der Hohen Schule für Reiter mit Kleiner Schreck na und?. Der letzte Kurs Spiraldynamik für Reiter ist am 05.12.2020 geplant.

Dann ist tatsächlich Weihnachtszeit. Während der jeder im Rückblick schauen kann, was es ihm persönlich gebracht hat, bereit zur Veränderung zu sein.

Bis dahin erstmal einen schönen Sommer!

Corinna von ReitClever. 

#MEHRWissenfuerreiter

#kursefuerreiter

#reitenverbessernohnezureiten

#angstfreireiten

Bis wann reitet Ihr eigentlich Eure Pferde?

Fit als älteres Pferd
Älteres Pferd na und?

Besser formuliert, was macht Ihr so, um fit als älterer Reiter zu bleiben?

Rembrandt, das Weltmeisterschaftspferd von Nicole Uphoff, war eine Ausnahme: tänzerisch, athletisch und mit 19 Jahren noch Teilnehmer an Olympischen Spielen. Wenn er diese Spiele auch nicht zu Ende bringen konnte. Er wurde mit 24 auf Grund von Arthrose eingeschläfert.

Genauso musste Gigolo, das Erfolgspferd von Isabell Werth, mit 26 Jahren wegen gesundheitlicher Probleme eingeschläfert werden. Nach 12 Jahren im großen Sport wurde er mit 17 verabschiedet. Wohl verdient genoss er seinen Lebensabend auf der Rentnerkoppel mit puschelig langem Fell.

Demgegenüber steht Kristina Böhringer – Sprehes Desperados. Er war höchst erfolgreich als Sportler und Deckhengst. Er lebte auf dem heimischen Hof im Deckeinsatz. Völlig unerwartet und fit fiel er mit 19 Jahren nach einem Aortenabriss um und war tot.

Also hinterlässt der Sport Spuren.

Denn anders als unsere vierbeinigen Freizeitpartner absolvieren die Sportpferde in jungen Jahren ein strammes Programm, um im Sport landen zu können.

Sicherlich bleiben viele Tiere dabei auf der Strecke. Körperlich, psychisch und mental.

Ohne jetzt eine Diskussion über den Wert und die Praktiken im Hochleistungssport eröffnen zu wollen. Die Trainingsmethoden sind auch bei menschlichen Spitzensportlern alles andere als harmlos. Nämlich immer dann, wenn es um Geld geht.

Allerdings vermissen viele Freizeitpferde heutzutage ein systematisches Aufbautraining.

Was sie erst in die Lage versetzt, den Reiter schadlos tragen zu können.

Zwei Jahre dauert es nach der klassischen Ausbildung, die Tragemuskulatur des Reitpferdes aufzubauen. Und sie sollte so lange erhalten werden, wie das Pferd geritten wird.

Wenn es in die Jahre kommt, dann sicherlich ein bisschen weniger. Aber gymnastizierende und regelmäßige Bewegung sollte sein, um das Pferd so gesund wie möglich zu halten.

Anders gefragt: Wie lange baut Ihr Eure eigenen Reitmuskeln auf?

Was tut Ihr, um fit als älterer Reiter zu bleiben?

Wie bei unserem vierbeinigen Sportpartnern brauchen wir eine gewisse Grundfitness, um eine gute Figur auf dem Pferd zu machen. Vor allem eine kräftige Rumpfmuskulatur gehört dazu, um den eigenen Schwerpunkt über den des Pferdes zu bringen und ihn auch dort halten zu können: Stichwort Gleichgewicht. Genauso wie beim Pferd ist es eher die Bauchmuskulatur, die für eine gute Stabilität als die Rückenmuskulatur.

Ich frage jetzt mal ganz provokant: was tut Ihr regelmäßig für Eure Bauchmuskeln?

Weiterhin was macht Ihr für bewegliche Hüften. Arbeitet Ihr an Eurer Dehnfähigkeit für ein langes Bein? Ein regelmäßiges Kräftigungs- und Stretchingprogramm bekommen unsere Pferde durch regelmäßige Arbeit.

Auf jeden Fall trainieren sich manche Körperbereiche nicht einfach von alleine.  Angenommen Ihr reitet regelmäßig. Dann verbessert Ihr ganz sicher Eure Technik. Denn reiten lernt man nur durch reiten.

Bloß dass Ihr damit nicht die Muskeln trainiert, die Schwächen aufweisen.

Besser ausgedrückt kennt das Gehirn nur Funktionen. Infolgedessen aktiviert es alle Muskeln, die ungefähr in diese Richtung arbeiten. Dabei übernehmen die starken Muskeln die Arbeit der Schwachen. Dadurch wird die Funktion suboptimal. Wenn die „falschen“ Muskeln arbeiten. Und die Richtigen schwach bleiben, weil sie nicht gezielt angesprochen werden.

Kurz gesagt ist es unsere Pflicht als Reiter, uns selbst in den bestmöglichen Zustand zu versetzen.

Damit wir es dem Pferd so leicht wie möglich machen.

Was in jungen Jahren leicht gelingt, fällt später zunehmend schwerer. Ältere Reiter sehen auf dem Pferd meist nicht so elegant und leicht aus wie jüngere Reiter.

Die Ursache liegt in der Stabilität des Oberkörpers und der Beweglichkeit der Extremitäten. 

Genauso wie beim Pferd lassen Flexibilität und Kraft im fortgeschrittenen Alter nach.

Also wird es irgendwann schwieriger fit als älterer Reiter zu bleiben.

Aber meist haben Ältere einen starken Willen. Was nicht von alleine geht, wird gangbar gemacht. Beispielsweise durch regelmäßiges Training.

Menschen schläfert man nicht wegen schwerer Arthrose ein.

Wenn sie nicht mehr gehen können, wird ihnen ein neues Gelenk eingesetzt. Aber bis das gemacht wird, kann man noch eine ganze Menge für eine gestörte Gelenkfunktion tun.

Dafür habe ich ein Programm erarbeitet: Einfach besser reiten mit Hüftarthrose ist für die Stärkung der Rumpfmuskulatur und Verbesserung der Beweglichkeit.

Möglicherweise ist bei Euch überhaupt keine Arthrose zu erkennen. Aber die Elastizität der Hüftmuskeln ist nicht mehr so vorhanden. Damit wird es schwerer, auf dem Pferd elastisch im Becken mitzuschwingen und den Schwung abzufangen. Nebenbei gesagt die elementare Funktion für einen gute Sitz und ein weiches Mitgehen mit der Bewegung.

Da ich bis jetzt sehr gute Reaktionen auf die Erklärungen und Übungsanleitungen im Onlinekurs erhalten habe, traue ich mich, einen Schritt weiter zu gehen:

Das Programm wird in Kürze auch als Buch erhältlich sein.

So richtig zum anfassen. Zum darin blättern und nachschlagen.

Nichtsdestoweniger als Übungsanleitung. Um fit als älterer Reiter zu bleiben.

Für einen besseren Sitz. Deshalb FÜR EUER PFERD.

Egal ob es älter der jünger ist. Es wird von Eurem elastischeren Sitz profitieren. Mitunter könnt Ihr es dadurch länger reiten. Wenn Ihr es seinem Rücken leicht macht. 

Wer Lust hat, schaut sich das unter dem Link Einfach besser reiten mit Hüftarthrose anschauen.

Ich freu´ mich total, das Ganze bald in gedruckter Form in den Händen zu halten.

Bis bald,

Corinna von ReitClever.

#erfolgmit45plus

#besserreiten

#MEHRWIssenfuerreiter

Erfolg mit 45+? Geht das in der Fitness?

Fit sein

#erfolgmit45+

Was haben der Erfolg mit 45+ und der tiefe Sitz auf dem Pferd miteinander zu tun?

Letzte Woche habe ich bei der FN ein Webinar besucht: Jessica von Bredow – Werndl, Benjamin Werndl und Fitnesscoach Marcel Andrä stellten Ihr Programm „Fit fürs Pferd“ vor.

Da das auch mein Thema ist, war ich natürlich gespannt.

Anfänglich gab es eine Einführung.

Die war gut. Mit Videos und Zeichnungen wurde erklärt, wie die Bewegung des Pferdes auf den Reiter einwirkt. Ferner wie und in welche Richtungen man muskulär ausgleichen muss.

Weiterhin zeigten sie Übungen, die zu der jeweiliger Sequenz passten. Dabei plauderten sie aus dem Nähkästchen. Ebenso warben sie für ihr Fitness – Programm „Dressur Fit“.

Zum ersten Mal wach wurde ich, als die Moderatorin der FN eine Frage aus dem nebenbei laufenden Chat aufgriff. Sie leitete die Frage mit „Wir sind hier alle unter 50, aber … ?

Stellte sie in Frage, dass man Erfolg mit 45+ haben kann?

Das kleine Wörtchen aber erzeugte in mir eine Resonanz.

Wahrscheinlich, weil ich diese Altersgrenze letztes Jahr überschritten habe. Weiterhin hatte ich vor kurzem eine Knie- Operation. Dadurch bekommt das Wort „fit“ eine neue Bedeutung.

ABER… Natürlich kann man mit über 50 etwas für sich tun. Erfolg mit 45+ ist kein Zufall. Sondern das Ergebnis der eigenen Bemühungen. Ob die einen genauso fit werden lassen wie Jessica von Bredow – Werndl lasse ich einmal dahingestellt. Denn sie reitet auf internationalem Niveau. Außerdem spielt sie in einer ganz anderen Liga als die meisten von uns.

Zuallererst hängt der eigene Zustand von der eigenen Motivation ab. Wenn man jung und ohne Familie ist, macht man meist mehr Sport. Dadurch ist man in einem anderen muskulären Zustand, als wenn man sich überwiegend um Haushalt, Job und Familie kümmert.

Dafür hat man meist in der zweiten Lebenshälfte eine größere Beharrlichkeit entwickelt.

Dadurch erreicht man Dinge, die einem am Herzen liegen. Das generiert Erfolg mit 45+.

Wenn man sich täglich motiviert, ein paar Minuten etwas für seine Baustellen zu tun. Dann kann man mit wenig Aufwand in kurzer Zeit fühlen, wie sich etwas zum Positiven verändert.

Seit meiner erneuten Knieverletzung vor Ostern turne ich wieder.

Jedes Mal wieder stelle ich fest, dass mir das Programm gut tut. Ich werde lockerer und elastischer. Außerdem tue etwas für mein Wohlbefinden. Wenn die Waage weniger anzeigt, Hosen locker sitzen und das Spiegelbild der optischen Idealvorstellung näher rückt, ist das ein schönes Gefühl. Darüber hinaus eines, was motiviert, weiter zu machen.

Inzwischen fehlt mir etwas, wenn ich nicht turne.

Wenn ich meinen Rumpf trainiere, wird die Bauch- und Rückenmuskulatur leistungsfähiger.

Beide brauche ich, wenn ich auf dem Pferd zu einem tiefen Sitz kommen möchte.

Auch Werndels erklärten in ihrem Webinar, dass man, um loslassen zu können, im Rumpf stabil sein muss. Sprich man braucht ein gutes Gleichgewicht. Zum Einen sollte man als Reiter im Oberkörper genug Spannung haben, um gerade und aufrecht zu sitzen. Zum Anderen müssen andere Stellen elastisch sein, um den Schwung des Pferdes auszugleichen.

Besser gesagt: in der Peripherie, sprich für weiche Hand und federndes Fußgelenk, kann ich nur los – lassen, wenn mein Oberkörper ausreichend Kraft und Koordination für das Gleichgewicht hat.

Also hilft Rumpftraining bei der Frage, wo man anspannen und wo man locker lassen muss. Nur über die Bauchmuskeln komme ich zu einem besseren Kontakt mit dem Pferd und dadurch zum treiben. Über flexible Hüftmuskeln komme ich zu einem langen Bein und tiefen Absatz. Vorausgesetzt, daß ich sie in der Bewegung los lassen kann.

Dazu braucht es wieder Sicherheit und Gleichgewicht.

Also ein immerwährender Kreislauf!

Mein Fazit des FN- Webinars „Fit fürs Pferd“:

Auch Hochleistungssportler kochen nur mit Wasser. Die Präsentation und Erklärung im Kurs war gut. Allerdings habe ich nichts Neues erfahren. Die Übungen für das Rumpftraining waren schön anzusehen und auf einem hohem Niveau.

Denn das Programm ist kein Hexenwerk. Sondern es basiert auf ganz normalen funktionellen und sportwissenschaftlichen Zusammenhängen. Außerdem bevorzugen die Werndls auch das Vorgehen, täglich ein paar Minuten zu üben und 2-3x/ Woche eine halbe Stunde ins Workout zu investieren. Insofern ist es sicherlich gut und Erfolg versprechend.

Wer lieber Lust hat, sich persönlich anleiten zu lassen:

Genau um die angesprochenen Themen geht es in meinem zweiteiligen Webinar „Alles locker oder was?“ am 16.05.2020 und 23.05.2020. Wir werden uns anfangs um die nötigen anatomischen und funktionellen Voraussetzungen kümmern. Dann testen wir alle notwendigen Funktionen, die für einen tiefen und elastischen Sitz notwendig sind.

Und dann gibt es die richtigen Übungen unter Videokontrolle.

Wir werden per Videokonferenz während der Kursdauer miteinander verbunden sein. Dabei könnt Ihr Fragen stellen und ich werde Euch praktisch anleiten und korrigieren.

Also alles Voraussetzungen, um Erfolg mit 45+ zu haben.

Es geht am 16.05.2030 vor allem um die eigene Fitness, die dann besseres Reiten ermöglicht. Am 23.05.2020 geht es dann um die innere Balance, die dann eine entspannte Losgelassenheit auf dem Pferd ermöglicht.

Falls Ihr Lust habt, dabei zu sein. klickt auf die Links mit den Daten oben.

Bis dahin vielleicht und liebe Grüße,

Corinna von ReitClever.

Videokurse für Reiter- Newsletter Mai 2020

Die Welt steht immer noch im Zeichen vom großen C.

Einfach sicher reiten
Einfach sicher reiten

Aber anders als Ende März, als die Welt paralysiert auf ihre Regierung schaute, was nun passiert, ist für mich jetzt eine gewisse Leichtigkeit zu spüren.

Wir hatten Ostern mit allerschönstem Wetter.

Mann und Sohn übten sich im Bewegen der Pferde, denn ich hatte leider mit meinem Knie zu tun.

Trotzdem war ich fleißig: ReitClever.de hat ein facelifting erhalten und freut sich über manch neues Feature. Besser gesagt ich freue mich, denn Programmieren und neueste Technik ist weniger mein Ding. So bin ich beeindruckt , wenn ich etwas ins Laufen bekomme, von dem ich vorher gar nicht wusste, dass es das gibt.

Weiterhin habe ich Anfang April eine spannende Umfrage gestartet.

Wie die Reiter mit dem Mehr an Zeit umgehen, das sie durch die aktuelle Corona Situation haben.

Wenn Sie denn mehr Zeit haben. Einige sind im Home- Office. Andere haben Mann und Kinder zuhause oder müssen in systemrelevanten Berufen schaffen, was das Zeug hält. Aber viele sind viel im Internet unterwegs und nutzen auch Videokurse für Reiter.

Wer Lust hat, nachzulesen: Die Ergebnisse sind unter „Corona und Reiten“ zu finden.

So bin ich mir sicher, dass jeder aus der momentanen Situation etwas lernen kann.

Und auch etwas in die Zeit nach Corona mitnehmen kann.

Sicherlich auch muss, wenn man sich die aktuelle Trockenheit anschaut.

In ganz Deutschland hat es seit März nicht mehr nennenswert geregnet. Endlich regnet es nun auch bei uns. Allerdings kann es das noch eine Weile, um die Feuchte in den Boden zu bekommen, die für die Wachstumszeit notwendig wäre.

Die Luftströmungen mit feuchter Luft vom Atlantik kommen hier gar nicht mehr an.

Das ist ein ernst zu nehmendes Zeichen dafür, dass sich der Prozess der Erwärmung selbst beschleunigt. Wenn jetzt nicht im Zuge des Corona- Umbruchs auch etwas für Umwelt und Klima getan wird, wird es schon bald sehr unangenehm hier bei uns.

Auf der anderen Seite sind wir in Deutschland in der glücklichen Lage, dass wir beobachten können, was geschieht. Sicherlich können wir uns auch über Manches aufregen.

Aber ganz anders als in Ecuador und Amerika müssen wir nicht hilflos zuschauen, wie zahlreiche Menschen an Corona sterben. Besser gesagt wie überall Leichen auf den Straßen liegen, die nicht abtransportiert werden können.

Ich finde, wir jammern hier teilweise auf hohem Niveau.

Sicherlich ist es schwer zu verstehen, wie die Regierung in Kauf nehmen kann, dass Existenzen ins Wackeln geraten. Möglicherweise scheitern Selbständigkeiten oder Arbeitsplätze gehen verloren. Aber der Antrieb unserer Regierung scheint zu sein, dass jedes einzelne Menschenleben wichtig ist. Das es gilt, zu schützen.

Außerdem haben in Deutschland anders als beispielsweise in Amerika und Indien auch untere Einkommensschichten eine Chance und können überleben.

Von vielen Berliner Selbständigen habe ich gehört, dass die Soforthilfe innerhalb von 2-3 Tagen auf dem Konto war.

So schnell ging es in Brandenburg nicht. Bei uns dauert es noch, bis wir einen Bescheid bekommen. Aber ich bin froh, dass es diese Hilfen gibt.

Und ich denke, dass dieser momentane Stillstand auch eine Chance zur Veränderung ist.

Interessanterweise gibt es auch Menschen, die mit der Krise anders umgehen.

Ich folge auf Facebook seit einiger Zeit einer bekannten Mentaltrainerin und Speakerin. Neben Aufträgen aus dem Top- Business arbeitet sie mit Reitern und anderen Leistungssportlern.

Anders als man es erwarten würde, wenn man ihre Botschaft kennt, klingen die Posts bei Facebook alles andere als positiv.

Als Entschuldigung auf teilweise negative Reaktionen kommt dann: „Ich bin selbständig“ – „Ich habe zur Zeit kein Einkommen.“ – „Ich darf meine Emotionen zeigen, weil zum Leben die ganze Bandbreite an Gefühlen gehört. Auch Wut und Trauer neben Optimismus und Freude.“

So geht es sicherlich Vielen.

Den Frust verstehe ich, weil man die Situation nicht selbst verschuldet hat.

Allerdings frage ich mich, wie die Trainerin zu ihren angebotenen Techniken steht. Auf der Webseite sieht es hochglanzpoliert aus. Da würde ich auf Rücklagen für schlechtere Zeiten tippen, mit denen sie die jetzige Situation aussitzen könnte.

Und man könnte sich aus der ersten Phase der Verarbeitung, die aus nicht Wahrhaben wollen und Anschuldigungen besteht, mit bewährten Mentaltechniken in die Phase des Annehmens bringen. In denen man Menschen, denen es schlechter geht, mit Rat und Hilfe zur Seite steht und vor allem Zuversicht verbreitet. Wenn man das möchte. Damit bliebe der professionelle Status bewahrt.

Posts voller Anschuldigungen und Forderungen lese ich bei Facebook selten.

Schon gar nicht von kleineren Existenzen, die jetzt wirklich auf dem Spiel stehen. Vielleicht liegt das auch an der Vorauswahl, die Facebook augenscheinlich für jedes Profil trifft. Aber man kann in Zeiten der Krise sehen, wie Menschen ticken, wenn es gerade nicht so läuft.

Im Gegensatz dazu gibt es aktuell auf vielen privaten Accounts persönliche Bilder und Pferdebilder aus der Vergangenheit, Rätsel und Persönlichkeitstests zuhauf. Tatsächlich gibt es wohl viele Leute, die mehr Zeit haben und sich diese im Internet vertreiben. Das stützt die Ergebnisse der Umfrage „Corona und Reiten“.

Wie ich in persönlichen Nachrichten lese nutzen tatsächlich Viele die Zeit, mehr für sich zu tun.

Sie gehen jeden Tag spazieren und kochen in der eingesparten Fahrzeit gesund.

Das gefällt mir sehr. Und es passt zu  meinen Anregungen aus dem kostenlosen 21- Tage- Programm zum besseren Reiter.

Auch wir genießen die Zeit. Wenn wir auch nicht mehr davon haben als vor Corona.

Wir leben zu dritt auf einem eigenen Hof. Von den letzten Hofeinnahmen konnte ich mein Futterlager für die Tiere auffüllen. Aus meiner physiotherapeutischen Tätigkeit im März hatte ich noch Geldeingänge.

Sicherlich wird es eng. Zumal meine Einnahmen aus der Physiotherapie gerade gegen Null gehen. Aber verhungern wird keiner. Wir nicht und unsere Tiere auch nicht.

Anders als in vielen ärmeren Ländern. Beispielsweise in Ägypten, Italien und Spanien sieht es für Menschen und Tiere viel dramatischer aus.

Damit auch wir langsam von dem großen C wegschauen:

im kommenden Blogartikel geht es um die richtige Steuerung der Rumpfmuskulatur. Dabei geht es um die Frage wie kommt man zu einem tiefen Sitz? Wie findet man die richtige Balance zwischen Anspannung und Losgelassenheit?

Der letzte Artikel beschäftigte sich mit der Frage: Wie steht es eigentlich um Deine eigene Balance? Wie gut bleibst Du im Gleichgewicht? Innerlich und äußerlich?

Darüber hinaus nehme ich Anregungen aus den Zoom – Meetings meines Freundeskreises mit. Wir treffen uns nach wie vor virtuell abends via Videokonferenz.

Ich überlege, wie ich meine Kurse, die sonst bei uns auf dem Hof stattfinden, auch als live als Videokurse für Reiter anbieten kann.

Wie das im Einzelnen abläuft, bereite ich gerade vor. Vielleicht wird es „Spiraldynamik® für Reiter“ oder „Bewegliche Hüften und elastischer Sitz“ bald auch als Videokurse für Reiter geben. Dann kann jeder zuhause turnen und muss nicht nach Zossen kommen. Das wäre auch gut für unser Klima: keine Fahrtkilometer für die Teilnehmer.

Den Anfang wird „Alles locker oder was?“ machen. Der Kurs „Der losgelassene Sitz in drei Schritten findet in zwei Teilen statt: Am 16.05.2020 geht es von 10:00- 13:00 um die äußere = körperliche Losgelassenheit. Am 23.05.2020 geht es von 10:00 – 13:00 um die innere = mentale Losgelassenheit (Bei Interesse klickt auf die unterstrichenen Links).

Das Thema hatte ich als Vortrag für die Hansepferd vorbereitet, die letztes Wochenende stattfinden sollte. Leider ist die der Eindämmungsverordnung zum Opfer gefallen.

Also trotz allem oder gerade wegen Corona genug zu tun.

Bleibt weiterhin gut drauf und tut etwas für Eure Gesundheit!

Dann ist die Zeit des Stillstandes eine Zeit des persönlichen Gewinns.

Bis bald, Corinna von ReitClever

Wie steht es eigentlich um Deine eigene Balance?

Der losgelassene Sitz des Reiters
Wie steht es eigentlich um Deine Balance auf dem Pferd?

Locker im Sattel.

Koordiniert und elastisch- dabei immer im Gleichgewicht und Herr der Lage.

Das ist der Wunsch vieler Reiter.

Und wie sieht bei Dir und Deinem Pferd die Realität aus?

Zuerst sollten wir klären:

Was versteht man eigentlich unter Balance des Reiters?

„Aus – balancieren“ bedeutet ins Gleichgewicht bringen, im Zustand des Gleichgewichts halten. Man kann den stabilen Zustand einer ausgeglichenen Gewichtsverteilung in Ruhe und in Bewegung erreichen. Das wird vor allem über muskuläre Koordination gesteuert.

Soweit die theoretische Definition. Balance des Reiters ist ein ganz eigenes Thema.

In der Praxis macht uns das Pferd öfter einen Strich durch die Rechnung.

Weil es sich bewegt. Und manchmal ganz anders, als wir es in diesem Moment erwarten. Dann ist unsere Bewegungsschnelligkeit und die Qualität unserer sogenannten Gleichgewichtsreaktion gefragt.

Ist die schlechter als man sie braucht, muss man sich in den Extremitäten fest machen. Also mit den Händen an den Zügeln festhalten oder mit den Beinen klammern.

Das ist dann das genaue Gegenteil von einer weichen Hand und einem federnden Fußgelenk: der Absatz kommt hoch und die Arme ziehen an den Zügeln.

Im schlechtesten Fall verliert man sein Pferd und futsch ist die Balance des Reiters.

Unterbrechen kann man diesen Mechanismus an zwei Stellen:

Zuallererst muss man fühlen, dass das Gleichgewicht in Gefahr ist. Dann muss man sich schnell über den Schwerpunkt des Pferdes bringen und oben bleiben.

Gelingt das, kann man sein eigenes Festhalten spüren. Und das gezielt wieder los- lassen, wenn Ruhe eingekehrt ist.

Dabei ist unsere Wahrnehmung gefragt.

In meinen Augen ist das die wichtigste Fähigkeiten mit und auf dem Pferd.

Hat man die Situation gut geregelt, sollte man durchatmen und sich neu sortieren.

Helfen tun dabei ausreichend kräftige Rumpfmuskeln und gute Gleichgewichtsreaktionen. Beides kann man trainieren.

Wenn ich als Reiter im Gleichgewicht bin, kann ich mich darauf verlassen, dass die Bereiche aktiv sind, die ich gerade brauche.

Das sind im Schritt am langen Zügel ganz andere Muskeln als wenn ich im leichten Sitz über ein Feld galoppiere oder springe.

Als geübter Reiter kann man davon ausgehen, dass das Gehirn die richtigen Bewegungsmuster abruft. Denn das Bewegungsprogramm, was man braucht, ist abgespeichert. Anders gesagt: Nur wenn die entsprechenden Bewegungsmuster gelernt und gespeichert sind, ist ein ausbalancierter Sitz auf dem bewegten Pferd möglich.

Dann kann man sein Bewegungsverhalten bewusst nach der jeweiligen Anforderung verändern.

Idealerweise hat man dabei eine Vorstellung der Bewegung und der des Pferdes.

Denn nur, wenn man sich auf die geplante Bewegung einstellen kann, wird man zügel-unabhängig sitzen.

Weil dann das Gehirn im Vorfeld die Rumpfmuskeln aktiviert, die die richtige Anspannung ermöglichen. Nur dann können auch die Arme so locker bleiben, dass sie der Bewegung des Pferdemauls folgen.

Deshalb ist es immer gut, für die Balance des Reiters die Bauchmuskeln zu trainieren. Weiterhin alles, was die eigene Koordination und Wahrnehmung verbessert.

Allerdings ist nicht jeder Tag gleich.

Es gibt Tage, da fehlt es an innerer Ausgeglichenheit. Darunter leiden dann auch die körperliche Verfassung und der zügel- unabhängige Sitz.

Kennt Ihr das? Dass es Tage gibt, an denen es läuft wie geschmiert?

Und an anderen Tage bekommt man keine vernünftige Wendung geritten?

Neben den äußeren Faktoren liegt es dann oft an der fehlenden mentalen Losgelassenheit. Weil man aus dem letzten Loch pfeifend in den Stall gehetzt ist. Und dann wenig Zeit und noch eine ganze Menge Anderes im Kopf hat.

Also gehört auch eine gute Vorbereitung zu einer guten Balance des Reiters.

In Zeiten vom großen C habt ihr ja vielleicht Zeit, Euch auf Eure Reiteinheit vor- zu- bereiten. Mit ein paar Bauchmuskel- und Koordinationsübungen.

Viel Spaß dabei und einen allseits balancierten Ritt,

Corinna von ReitClever

PS: Da die Kurssaison auf dem Hof zur Zeit unterbrochen ist, bin ich gerade dabei einen Videokurs vorzubereiten. In einem Webinar wird es einen Kurs mit Theorie und Praxis geben. Ob das Ganze über Zoom oder ein anderes Portal stattfindet, kläre ich in den nächsten Tagen. Die Modalitäten gebe ich dann bekannt, wenn alles steht.

Aber Ihr könnt Euch schon mal auf das Thema freuen: Neben der Balance für Reiter geht es in „Alles locker oder was?“darum, wie man in drei Schritten zur Losgelassenheit auf dem Pferd findet. Der Kurs wird am 16.05.2020 und 23.05.2020 jeweils für 3 Stunden stattfinden.

Auswertung der Umfrage- Zukunft für Reiter

Na, was denkst Du über die Situation von Corona und Reiten?

Zeit für neue Ansätze

Wie gehen die Reiter mit Corona um? Welche Erkenntnisse gibt es für Reitlehrer?

Zuerst freut es mich total: Viele Leser meines Newsletters haben bei der Umfrage zu der Zukunft für Reiter mitgemacht.

Genauso viele haben bei Facebook mitgemacht.

Beides ist toll!

Von denen, die mitgemacht haben, gaben 51% an, dass sie in der aktuellen Corona Situation mehr Zeit haben.

Bei 28% ist es wie immer und 21% haben weniger Zeit.

Von denen, die mitgemacht haben, gaben 51% an, dass sie in der aktuellen Corona Situation mehr Zeit haben. Bei 28% ist es wie immer und 21% haben weniger Zeit.

Dem überwiegenden Teil der Reiter, die bei Corona und Reiten mitgemacht haben, geht es gut (25%). 19% geht es oder machen sich Sorgen. 18% sind genervt. Den Anderen geht es sehr gut (7%) oder wie immer (12%).

Interessant war die Antworten auf die Fragen, wie diejenigen die Zeit nutzen, die ihnen zur Verfügung steht:

Die am meisten gegebene Antwort war „Ich fahre regelmäßig zu meinem Pferd“ (28%).12% arbeiten viel und haben keine Zeit.

10% der Antworten fielen auf „Ich habe Mann und Kind(er) zuhause und genug zu tun“ und 9% schaffen es , durchzuatmen und auf sich zukommen zu lassen, was kommen wird oder machen Frühjahrsputz.

Jeweils 8% gehen viel spazieren und genießen den kommenden Frühling und bemühen sich, zur Ruhe zu kommen oder nutzen die Zeit, um zu lesen und sich fortzubilden.

Dabei sind 5% im Internet unterwegs oder schauen viel fern (2%).

Überrascht haben mich die Antworten auf die Frage, welche Beiträge im Internet die User am meisten interessieren.

Nur 3% aller User bevorzugen Mitgliedschaften bei denen sie automatisch neue Inhalte bekommen. 7% gaben die Homepages ihres bevorzugten Trainers, 8% Blogs und 10% Webinare.

Mehr Interesse gilt dem Sehen von Videos, (26%), Tipps und Tricks (24%) und Kurzanleitungen (22%).

Da hat mich mein Gefühl, bisher weder Webinare anzubieten noch ein Membership-Portal aufzubauen, gut beraten.

Genauso wie mich die anderen Antworten der Nutzer freuen:

33% bevorzugen konkrete Übungsanleitungen, die sie nachreiten können.

26% Anleitungen, sich auch ohne Pferd im Reiten zu verbessern und 19% Angebote als Ergänzung zum Reitunterricht.

Also genau das, worauf auch mein Fokus schaut.

Vielleicht liegt das daran, dass bei Corona und Reiten diejenigen geantwortet haben, die sich von meiner ReitClever- Seite angesprochen fühlen. Irgendwie beruhigt mich, dass nur 5% Videoanalysen oder 3% Online- Reitunterricht angaben. Immerhin nutzen 12% Lehrvideos.

Denn 51% aller Befragten gaben an. dass sie bereit sind, Geld für qualitativ gute Internetangebote auszugeben.

Darunter 26% mehr als 10€ und 13% mehr als 50€. 10% sind nicht bereit, für Angebote Geld zu bezahlen.

Also Reitlehrer, her mit den guten Angeboten.

Die Bereitschaft, das Mehr an Zeit, was durch das Corona- Virus entstanden ist, mit Onlinenangeboten zu füllen, ist da.

Auch empfinden 15% der Reiter das Internet als eine gute Quelle zur Wissenserweiterung. Denn 11% merken, dass Einiges unrund läuft und sie etwas verändern müssen.

Immerhin suchen 12% aller Befragten gezielt nach Lösungen für ihre Probleme.

8% freuen sich, neue Trainer und Ideen auszuprobieren und möchten das auch nach Corona weiter tun.

Und, wen wundert´ s?

38% aller Teilnehmer freuen sich, wenn im Stall wieder alles so läuft wie früher. Darüber hinaus sind 12% der Reiter froh, dass sie zur Zeit in Ruhe reiten und ausprobieren können.

Also vielen Dank an alle, die mitgemacht haben!

Zum Einen für die zahlreichen Antworten. Zum Anderen für die interessanten Aspekte.

Es wird spannend werden, wie lange die von außen auferlegte Zeit für inne halten und Neues ausprobieren anhält.

Aber ich bin mir sicher, dass jeder aus der momentanen Zeit etwas lernen kann.

Wir sind in Deutschland in der glücklichen Lage, dass wir beobachten können, was geschieht. Sicherlich können wir uns auch über das Eine oder Andere aufregen.

Aber ganz anders als in Ecuador und Amerika müssen wir nicht hilflos zuschauen, wie zahlreiche Menschen an Corona sterben. Anders gesagt wie überall Leichen auf den Straßen liegen, die nicht abtransportiert werden können.

Also Kopf hoch und zur Ruhe kommen!

Dabei ein bisschen kritisch hinterfragen, was in den letzten Monaten und Jahren gut lief und was sich lohnt, verändert zu werden.

Manchmal können es auch ganz kleine Dinge sein, die auf einmal mehr Zufriedenheit bedeuten. Oder eine Änderung des Blickwinkels, die einen neuen Fokus schafft.

So kann Corona ein Chance sein. Denn nicht alles war Gold, was in der Vergangenheit geglänzt hat.

Falls Ihr dazu ein paar Anregung braucht, bekommt Ihr sie hier frei Haus. Wenn Ihr auf den Button klickt, bekommt Ihr 21 Tage kostenlos lang eine E-Mail, die Euch an wesentliche Dinge erinnert.

Hier klicken

Macht das Beste aus Euch und Eurer Situation in Zeiten von Corona und Reiten.

Und nehmt die Challenge zu Veränderung an. Das Internet ist voll von guten Ideen.

Wer Lust hat, jetzt das eine oder andere körperliche oder mentale Problemchen anzupacken:
Auf ReitClever gibt es neue Kurse.
Es geht um „Einfach besser reiten“, „Einfach besser mit Köpfchen Reiten“ oder „Einfach locker weiter reiten“
Wer vielleicht schon das eine oder andere Beweglichkeitsthema hat, kommt mit „Einfach besser reiten mit Hüftarthrose“ oder „Einfach besser reiten mit Kniearthrose“ weiter.
Probiert es aus.
Jetzt habt Ihr die Zeit, Übungen zu machen, die Euch weiterbringen. Und dann mit wenig Einsatz regelmäßig dran zu bleiben.

Dann klappt es nach Corona sicherlich auch besser auf dem Pferd.

Bis bald, hoffentlich gesund und voller Schaffenskraft,

Corinna von ReitClever.

War der Artikel hilfreich?

View Results

Loading ... Loading ...

Neue Lösungen entstehen in neuen Situationen

Neue Lösungen entstehen in neuen Situationen

Ganz ehrlich, Hand aufs Herz!

Wer hätte vor einem Monat gedacht, dass es uns einmal so ergehen könnte?

Dass die Welt still steht und auf neue Lösungen im Umgang mit dem großen C wartet?

Kontaktverbote nach Appellen zuhause zu bleiben.

Arbeiten geht nur, wer systemrelevant oder in Handwerksbetrieben tätig ist.

So kommt dem bekannten Virus in neuem Gewand die Aufgabe zu, die Welt zu verändern.

Denn das gab es seit dem letzten Weltkrieg noch nie. Social distancing statt nahe kommen.

Das ist das neue Anstandsgebot:

Winken statt Händeschütteln. Telefonieren, Mails oder Whats Apps statt persönlicher Treffen. Essen gehen und Reisen aufs Eis gelegt. Besser gesagt hoffentlich nur auf den Sommer verschoben.

Lange Zeit wusste ich selber nicht, wie ich mit der Corona – Lage umgehen sollte.

Wir haben es uns in der Familie angewöhnt, um 20.00 zusammen die Tagesschau zu sehen. Danach geht mein Sohn ins Bett.

Tatsächlich sind es erschreckende Bilder, die aus Spanien und Italien kommen.

Militärlaster, die Leichen in Krematorien abtransportieren. Überlastete Ärzte und Krankenschwestern aus Krankenhäusern und Intensivstationen. Dabei eindringliche Appelle der Mitarbeiter die Situation ernst zu nehmen und tatsächlich zuhause zu bleiben.

Auf der anderen Seite gibt es aus Ländern wie Südkorea und Japan andere Berichte. Die aus vergangenen Epidemien gelernt haben und gezielte Maßnahmen gegen eine Ausbreitung ergreifen. Beispielsweise in dem Artikel: „Japan geht ganz andere Wege“ .

Zugegebenerweise habe ich diese skurrile Situation lange nicht verstanden.

Wir haben in „normalen Jahren“ 8000- 10000 Grippetote pro Jahr.

Täglich sterben in Deutschland 2500 Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen.

Die aktuellen Zahlen der tödlichen Corona- Ausgänge in Deutschland liegen weit darunter.

Deutschland hat ein gut funktionierendes und vor allem soziales Gesundheitssystem.

Jeder bekommt die Hilfe, die er braucht. Damit das so bleibt, gibt es die aktuelle Situation.

Die empfohlenen Hygienemaßnahmen sind gut. Es ist immer von Vorteil, sich regelmäßig die Hände zu waschen und manchmal auf Abstand zu gehen. Allerdings habe ich noch nie gesehen, dass in Supermärkten ein Spukschutz aufgebaut wird. Solange Warentrenner benutzt und Besucher angehalten werden, Einkaufswagen zu benutzen, gibt es noch Verbesserungspotential. Auch in meiner Physiotherapiepraxis gibt es seit dem Wochenende einen Spukschutz am Empfang. Neue Lösungen für neue Situationen.

Aber der Verlauf ist anders als anderswo:

Lange galten ältere, vorerkrankte Menschen als Risikogruppe. Nun liegen auf Deutschlands Intensivstationen deutlich jüngere Patienten.

Sie bekommen durch Corona eine beidseitig schwere Lungenentzündung. Bei der dann manchmal auch kein Beatmungsgerät mehr hilft. Es soll sich so anfühlen wie Ertrinken.

Man erstickt bei vollen Bewusstsein. Das tut man bei Grippe nicht.

Auch Kinder und junge, gesunde Leute soll es treffen. Deshalb diese ganzen Maßnahmen.

Neue Situationen bringen neue Lösungen. Viele Menschen hoffen, dass die positiven Effekte auch nach der Coronazeit anhalten. z.B. in dem lesenswerten Artikel „Wir wurden zum Ausatmen nach Hause geschickt. Diese Verlangsamung hat Folgen.“ von Sabrina Fox.

Andere machen sich Gedanken darüber, wie es mit unseren Grundrechten weiter geht:

Sie sehen mit Sorge, dass ein einzelner Mann im Gesundheitsministerium bald über weitgehende Spielräume verfügt, wenn das Infektionsschutzgesetz verschärft wird.

Insgesamt empfinde ich die Situation als positiv.

Die Informationspolitik meiner Netzwerke ist gut. Als IN – Betrieb der FN erhalten wir durch den Landesverband Pferdesport Berlin Brandenburg Mails über die aktuellen Maßgaben und Verordnungen. Auch wo man Anträge stellen kann, um sich Beiträge stunden zu lassen oder Zuschüsse zu beantragen. Auch Physio.de, ein Portal für Physiotherapeuten stellt regelmäßig Informationen zur Verfügung.

Da zur Zeit alle Reitsportverantaltungen und Messen ausfallen, hat sich ein bekannter Pferdetrainer überlegt, über Ostern eine Onlinepferdemesse zu organisieren.

Die Idee dahinter ist sehr gut: Jeder virtuelle Besucher kann entscheiden, in welcher Höhe sein Eintrittsgeld ausfällt. Das kommt zu 100% den Trainern und Experten zu Gute, die auf der Messe auftreten, bzw. Kurse geben.

Solche Angebote wird es sicherlich auch in anderen Bereichen geben.

Schön wäre, wenn dabei auch an psychisch kranke Menschen gedacht wird. Ich habe gestern im Radio ein Interview gehört, in dem es vor allem um depressive Menschen ging. Die zur Zeit noch mehr Schwierigkeiten haben, ihren Tagesablauf zu strukturieren und geregelt zu bekommen. Therapieangebote fallen aus. Auch die Medikamentenversorgung scheint schwieriger zu werden, weil der Nachschub aus Indien und China fehlt.

Vor allem fehlende persönliche Kontakte schmerzen.

Deshalb nehmt mal den Telefonhörer in die Hand oder schickt eine Nachricht an die Menschen, von denen Ihr wisst, dass sie das brauchen könnten. Jede Aufmunterung dieser Art kann helfen.

Aus diesem Grund bin ich jetzt ein Mal die Woche mit meinem alten Biolehrer verabredet. Er ist 94 und hat vor 1,5 Jahren seine Frau verloren. Seit der Schulzeit sehen wir uns regelmäßig zweimal im Jahr. Nun geht das zur Zeit nicht. Da er von meiner Praxis nur 5 Minuten zu Fuß entfernt wohnt, haben wir uns seit letzter Woche zu einem kurzen Plausch am Gartentor verabredet. Und wir freuen uns beide sehr darauf.

Irgendwie warte ich auf eine Zeit, in der auch ich mich mal langweile.

Obwohl ich mir schon lange vornehme, an Auszeiten zu denken, kommt immer wieder etwas dazwischen.

Gestern hatten wir unsere Tierärztin da: Unsere Haflingerstute Amazone kolikte seit Sonntag Abend. Weil ich Montag tagsüber in der Praxis war, hatten Mann und Kind Bewegungs- und Mashfütterdienst. Dabei hat sie sich irgendwann den Maulkorb abgemacht und doch Heu gefressen.

Jetzt geht es ihr zum Glück wieder gut. Wahrscheinlich war es Stress, der ihr auf den Magen geschlagen ist. Denn am Wochenende haben nachts Wölfe unser schwarzes Schaf gerissen.

Dass Wölfe in der Gegend sind, wissen wir schon lange.

Die Schafe schlüpfen öfter mal unter der Litze des Paddocks durch und gehen auf der großen Wiese fressen. Jetzt wurde das dem mutigsten Schaf zum Verhängnis.

Ab und an habe ich darüber nachgedacht, sie besser zu schützen.

Nun ist es für das eine Schaf zu spät. Mein Mann hat 2 neue Stromlitzen um unserem Hauspaddock gezogen, dass kein Wolf darunter durch kann. Außerdem den Schafstall befestigt, in den die Verbliebenen jetzt nachts ´reingehen müssen.

Ob wir wieder Neue dazu kaufen, überlegen wir noch. Zwei Schafe sind nicht artgerecht. Ohne Frage machen sie einen guten Job als Landschaftspfleger bei uns.

Also müssen wir uns den Vorwurf machen.

Die Wölfe haben sich völlig natürlich verhalten. Sie sorgen für sich und ihre anstehenden Jungen. Anders als wir Menschen mit Massentierhaltung, tagelangen Tiertransporten und industrieller Schlachtung sind sie niemals grausam oder töten auf Vorrat.

Demgegenüber gibt es auch nette neue Lösungen in der momentanen Zeit.

In meinem Freundeskreis gibt es einige sehr technikaffine Männer. Die jetzt in Zeiten von Homeoffice und Videokonferenzen neue Lösungen für ihre Teams finden müssen. Einer davon hat einen Videochat für uns eingerichtet. Damit wir uns sehen und miteinander plaudern können. Die Premiere lief gut und hat großen Spaß gemacht.

Vielleicht schaffen wir es, tragfähige neue Lösungen für später zu entwickeln.

Auch ich habe begonnen, meine Reitkurse auf Onlinekurse umzuschreiben.

Da es mehr Menschen gibt, die Ängste haben, als man denkt, hat „Kleiner Schreck na und?“ den Anfang gemacht. Wenn man sich die Anweisungen umdenkt, kann man den Kurs für alle Angst besetzten Situationen nutzen. Beispielsweise auch den Umgang mit dem Corona- Virus. Den Kurs kann man zuhause durchführen! Unter dem blauen Link erhaltet ihr mehr Informationen und könnt ihn Euch herunter laden.

Vor allem um innere und äußere Losgelassenheit geht es bei Locker im Sattel- Brain Gym® für Reiter“. Die kann man durch regelmäßige Übungen gut beeinflussen. Auch Stress im Alltag und schwierige Situationen im Job entspannt man damit.

So gesehen sind es total spannende Zeiten, in denen wir jetzt leben.

Also bleibt neugierig und macht das Beste daraus!

Eine Kollegin, die schon lange Textilien mit Herz selber anfertigt, näht jetzt Mundschutze. Für uns und unsere Praxis. Aber auch für andere Menschen, die sich schützen wollen.

Bis bald!

Dann hoffentlich gesund und voller neuer Ideen für neue Lösungen,

Corinna von ReitClever

#losgelassenheitfuerreiter

#gluecklichreiten

#angstfreireiten