Autor: Corinna

Geschenktipp für Weihnachten

Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit dieselbe Bredouille: Schon 20 Kaffeetassen im Schrank und die Sockenschublade ist voll: Dieser Geschenktipp für Weihnachten verspricht individuelle Gesundheit!

Der sinnvolle Geschenktipp für Weihnachten: "Besser Reiten trotz Hüftbeschwerden" setzt gezielt am eigenen Wohlbefinden an und  verbessert über eine Schmerzreduktion und Verbesserung der Beweglichkeit die Kommunikation mit dem Pferd.
Besser reiten trotz Hüftbeschwerden !

Hallo Corinna,

das Buch habe ich schon komplett gelesen und auch so ziemlich alles ausprobiert.

Der Auslöser für den Kauf war ein Kommentar dazu, dass man nicht für jeden Blick ins Buch eine extra Lesehilfe benötigt. Das ist großartig!

Die Zeichnungen zum Aufbau der Muskeln, Gelenke und Knochen sind übersichtlich, die Erklärungen wie der menschliche Körper funktioniert, wie das Schmerzempfinden gesteuert wird sind mit einfachen Worten sehr gut erklärt. Die Möglichkeiten um die Hüfte etc. wieder “online” zu bringen ist ebenfalls verständlich beschrieben. Ein ganz dickes Lob für dieses tolle Buch.

Da ich nach einem glimpflichen Sturz vom Pferd mit einigen blauen Flecken am Oberschenkel und Beckenknochen gesegnet war habe ich erst in den letzten Tagen mit den praktischen Übungen begonnen.

Das in den Körper spüren, sind die Gesäßknochen gleichmäßig belastet, hängt mein Bein auch locker, wie stabil ist mein Oberkörper etc. und die Atemübungen haben mir beim Reiten schon sehr viel geholfen. Die Übungen zum Treppen steigen und bewusstem Gehen sind schon fast Gewohnheit. Das Gehen bergauf fällt mir damit viel leichter.

Meine rechte Hüfte lässt nur noch sehr wenig Innenrotation zu. Die Lendenwirbel sind auch nicht mehr sehr beweglich – Schuhe binden, Socken anziehen etc. ist manchmal nicht einfach aber Reiten geht noch, das ist die Hauptsache. Das Wissen um den Schmerz hilft mir etwas besser auf meinen Körper zu achten damit ich mein Ziel erreiche.

Liebe Grüße

Regina L.

Mit dem Buch “Besser reiten trotz Hüftbeschwerden” hast du einen nachhaltigen Geschenktipp für Weihnachten. Zum einen schenkst du Hilfe zur Selbsthilfe, um im Alltag wieder belastbar und schmerzfrei zu werden. Zum anderen entlastest du auch das Pferd, denn durch den praktischen Bezug zum Reiten trägt es nach der Lektüre einen deutlich angenehmeren Rucksack.

Der sinnvolle Geschenktipp für Weihnachten: “Besser Reiten trotz Hüftbeschwerden” setzt gezielt am eigenen Wohlbefinden an und verbessert über eine Schmerzreduktion und Verbesserung der Beweglichkeit die Kommunikation mit dem Pferd.

Viel Spaß beim Schenken,

Corinna von Reitclever

#bessersitzenbesserreiten

#geschenktippfuerweihnachten

#besserreitentrotzhueftbeschwerden

Der beste Weg zu sich und seinem Pferd, NL November 2022

„Der beste Weg, um herauszufinden, was wir wirklich brauchen, ist das loszuwerden, was wir nicht brauchen.“

Anna Kondō Aufräum-Expertin
Der beste weg zu sich und seinem Pferd heißt innehalten, fühlen und bewusst weitermachen!
Der beste Weg zu sich selbst ist ein harmonischer Ausritt!

Dieses Zitat habe ich vor kurzem in der Story meines Lieblingsradiosenders gelesen.

Nur geht es bei uns Reitern selten ums Aufräumen. Es sei denn wir müssen im Sattelschrank Platz für die neuste Winterkollektion Schabracke, Fliegenhaube und Bandagen schaffen.

Wohl dem, der das in der aktuellen Zeit tut.

Egal wo ich hinhöre, müssen die meisten Leute ihr Geld zusammenhalten. Das merken wir Reitlehrer und Kursveranstalter genauso wie aktuell die Futtermittelhändler und Reitsportgeschäfte.

Wenn das Budget knapp ist, kann eine Bestandsaufnahme tatsächlich der beste Weg zu der Frage sein, was ich wirklich brauche und möchte. In Zeiten teurer Preise kann es eine Entlastung bedeuten, Wege zu sparen. Beispielsweise den Einkauf auf einer Strecke zu erledigen, den man sowieso fahren muss.

Konsequent nur das füttern, was das Pferd braucht.

Gutes Rauhfutter, angepasste Minerealien und tägliche Bewegung sollten im Idealfall reichen. Wenn es Mangelzustände und Erkrankungen gibt, bekommt es dafür natürlich entsprechende Präparate. Aber nicht durchgängig 52 Wochen im Jahr.

Das schafft eine Entlastung des Geldbeutels und der enger werdenden Futtermittelsituation. Eingespartes in regelmäßigen Korrekturunterricht zu stecken, ist in meinen Augen viel wichtiger als ein neues farblich passendes Outfit. Auch die eventuell damit verbunden Gewichtsreduktion, denn Deutschlands Freizeitpferde sind eher zu dick als zu dünn.

Sowieso bin ich überrascht, was ich beim Aufräumen alles an lange nicht Getragenem im Schrank finde. Ziehe ich doch meist nur die Lieblingsklamotten an. Genauso geht es mir, wenn ich alte Kursmitschriften lese. Was ich schon mal alles wusste…

Wo wir besser nicht sparen sollten, ist an unserem eigenen Körper.

Der beste Weg zu einem lockeren Sitz im Sattel ist bei sich selbst anzusetzen. Auch dort bedeutet weniger Gewicht mehr Bewegungsfreude für das Pferd. Viele Reiter, die ich kenne, tun alles für Ihr Pferd und stecken ihren letzten Cent in seine Ausrüstung und Versorgung.

Genauso wichtig ist es aber, für sich und eine eigene gute Ernährung zu sorgen. Der schnelle Snack vom Bäcker ist selten der beste Weg für eine hochwertige Nährstoffversorgung, geschweige denn für einen knappen Geldbeutel.

Ernährung ist individuell.

Jeder Körper steht vor anderen Herausforderungen. Deshalb hat er auch spezielle Bedürfnisse. Ganz grob kann man sagen: je hochwertiger die Lebensmittel sind, die ich zu mir nehme, desto bessere Inhaltsstoffe stehen mir auch zur Verfügung. Also wäre es gut, anstatt regelmäßig belegte Brötchen oder Teilchen vom Bäcker zu kaufen, die meist mehr Fett und Zucker enthalten, als für unsere aktuelle Gewichtssituation sinnvoll ist, dasselbe Geld in höherwertigere Bioprodukte zu stecken. Je umweltfreundlicher Lebensmittel produziert werden, desto weniger belasten sie die Natur und die Menschen, die in der Produktion arbeiten. In dem Wort steckt Leben. Also sollten die dazugehörigen Mittel am besten auch Natürliches enthalten.

Dein überlegtes Einkaufen von heute kann die Futterpreise von morgen beeinflussen.

Anders gefragt: wie hoch werden die Preise steigen, wenn die Klimaerwärmung weiter so voranschreitet? Wir müssen bei uns selbst ansetzen, um gemeinsam etwas zu bewegen. Genauso vergrößert sich die eigene Unbeweglichkeit durch tägliches Autofahren. Besser wäre es, mal wieder zu Fuß zu gehen oder Fahrrad zu fahren.

Weihnachtszeit ist Qualtiy Time. Jeder möchte die kostbaren Feiertage auch zu einer geschenkten Zeit machen. Abgesehen davon, dass ich den ersten Advent in diesem Jahr nur nicht verpasst habe, weil in meiner Praxis in der Woche vorher schon dekoriert wurde. Den Run auf die Einkaufszentren dieser Stadt verkneife ich mir gerne. Auch wenn er körperliche Ertüchtigung versprechen würde, sobald man volle Beutel nach Hause trägt. Doch viel besser, als die dreißigste Tasse im Küchenregal oder das fünfundzwanzigste Sockenpaar im Schrank zu haben, ist es doch, auf sein Herz zu hören.

Was brauchen mein Pferd und ich tatsächlich?

Was wünsche ich mir wirklich?

Um das herauszufinden, hilft ein bisschen Muße. Nur wenn der Wunsch aus dem Innersten kommt, kann man ihn auch aus vollem Herzen genießen.

Wenn du dich nach einer ausgiebigen Sporteinheit so richtig wohlig warm fühlst, ist das unbezahlbar. Um die auch gleich für einen verbesserten Reitstil zu nutzen, ist es wichtig, sie individuell auf die eigenen Baustellen abzustimmen. Solltest du schon die eine oder andere Blessur haben, ist es vielleicht eine gute Idee, dir dabei Unterstützung zu holen (Nähere Informationen findet du unter dem blauen Link). Wenn du lieber einfach so drauflos turnst, ist es im Zweifelsfall immer die Hüfte, der du für einen guten Ritt Aufmerksamkeit zollen solltest.

Wie auch immer- genieße die bevorstehende Zeit und achte auf das, was dir als der beste Weg erscheint! Dein Bauchgefühl findet die für dich richtige Abzweigung, wenn du es lässt.

Eine schöne Vorweihnachtszeit mit deinen Lieben und deinem Pferd wünsche ich dir,

Corinna von Reitclever

#Ernährungfürreiter

#bessersitzenbesserreiten

#happyadventszeit

Spuren im Körper

Jedes Ereignis, jede Bewegung zeigt Spuren im Körper
Spurensuche

Letzte Woche hatte ich eine Patientin in der Praxis, die auf Grund einer Nervenläsion Taubheitsgefühle und Lähmungserscheinungen in der rechten Hand hat. Deshalb wurde sie schon an der Hand operiert, was ihr Problem aber nur verringert, nicht gelöst hat.

Die Vorgeschichte ergab, dass sie auf Grund von Entzündungen und Fehlstellungen 8 (!) Hüftoperationen auf derselben Seite hinter sich hatte. Schon eine einzige Operation dieser Art hinterlässt Spuren im Körper.

Die Inspektion zeigte, dass der ganze Oberkörper verschoben ist. Da sie dem rechten Hüftgelenk nicht mehr vertraut, belastet sie seit den Operationen vorwiegend das linke Bein. Als Gewichtsausgleich schiebt sich der Schultergürtel auf die andere Seite. Und zwar auf die mit der Nervenläsion, die das Mehr an Belastung irgendwann nicht mehr kompensieren konnte. Wahrscheinlich durch eine Druckläsion der Nerven sind alle Muskeln in diesem Bereich und auch im Arm schlaffer und geringer ausgeprägt als auf der linken Seite.

Schonhaltungen hinterlassen immer Spuren im Körper wie auch jedes andere Ereignis.

Auch wenn es auf dem ersten Blick nicht auffällig erscheint, kostet jedes Trauma oder jede Operation etwas Flexibilität an dieser oder einer anderen Stelle im Körper. Die in den letzten Jahren so häufig zitierten Faszien können ein Lied davon singen. Dieses feine bindegewebige Netz zieht sich durch unseren ganzen Köper und verbindet alle Strukturen miteinander. Wenn ich beispielsweise mit dem rechten Fuß umknicke und sich dort eine Schwellung ausbreitet, bleiben an dieser Stelle verhärtete, verklebte Faszienstrukturen zurück. Die dadurch verringerte Elastizität kann über Hüfte und Becken auch der gegenüber liegenden Schulter Bewegungsdefizite verschaffen. So zieht eine Fußverletzung häufig irgendwann Schulterprobleme oder einseitige Kopfschmerzen nach sich. Alles hängt mit allem zusammen.

Die Patientin wird nun mit Nervengleitmobilisationen und Techniken behandelt, die das rechte Hüftgelenk und den unteren Rumpf stabilisieren. So kann ihr Gehirn lernen, dem Bein wieder zu vertrauen und den Oberkörper gerade auszurichten.

Bei einer Reiterin lag der Fall vor kurzem anders

Genügend Erfahrung mit auffälligen Spuren im Körper ließ uns auch dafür eine Lösung finden. Die Reiterin sprach mich an, da sie seit langem Probleme auf dem Pferd hat und schief sitzt. Sie hatte ihr Hüftgelenk als Auslöser in Verdacht und begann, es häufig zu mobilisieren.

Gute Idee, die aber leider nicht immer hilft. Denn in ihrem Fall ergab sich, dass Ihr Oberköper auch etwas schief im Sinne einer Gewichtsverlagerung steht. Aber die Reiterin ist tendenziell überbeweglich und das Hüftgelenk, was ihr Probleme macht, ist weniger stabil als mobil. Da muss man also entsprechende Muskeln kräftigen.

Macht man es noch beweglicher als es schon ist, werden die daraus resultierenden Reaktionen im Körper größer und nicht kleiner. Also ist der Schluss, den man aus der Untersuchung zieht, wichtig, wenn man eine Problemstelle identifiziert hat.

Ich finde es toll, dass die Menschen und Reiter die Muße haben, mehr auf sich zu hören und in Ihrem Köper nach Gründen für Ihr Bewegungsproblem schauen. Wenn Du aber richtig Erfolg damit haben möchtest, ist es sinnvoll, Dir dabei Hilfestellung zu holen.

Die kannst Du beispielsweise beim Physio Check für Reiter oder dem Riders- Check holen. Beides biete ich in einer Physiotherapiepraxis in Berlin oder nach Abspreche auch bei Dir auf der Anlage an.

Schreib mich an, wenn Du Interesse hast und wir machen auch bei deine Spuren im Köper zu einem Erfolgsprojekt. Die Einzeleinheiten kannst Du auch als Gutschein verschenken oder Dir zum nahenden Fest schenken lassen 😉

Eine schöne Adventszeit wünscht

Corinna von Reitclever

#WunderweltderFaszien

#Riders Check

#Physio Check für Reiter

#besserer Sitz des Reiters

Es ist immer die Hüfte  

Es ist immer die Hüfte, die einen guten Sitz und ein langes Bein ermöglicht.
Es ist immer die Hüfte, die einen guten Sitz und ein effektives Leichttraben ermöglicht.

Vor zwei Wochen war ich abends auf einer Fortbildung. Es ist spannend, wie sich ein Thema vor dem eigenen Auge immer stärker ausbildet, wenn es sich erstmal als bemerkenswert manifestiert hat. In meinem heutigen Verständnis ist es immer die Hüfte, die in unserem Alltag und auch beim Reiten eine wichtige Rolle spielt.

Denn wenn man die Hüfte auf dem Pferd nicht dreidimensional mitbewegen lässt, versandet der Schwung des Pferdes irgendwo in den passiven Strukturen der Mittelpositur oder im großen Hüftbeuger. Wenn der Psoas Muskel nicht loslässt, hält er Becken und Wirbelsäule in einer angenäherten Position fest: das so entstehende Hohlkreuz verhindert ein Mitschwingen in der Mittelpositur. Dementsprechend wird der Sitz fest und man bekommt entweder ein unruhiges Bein oder eine feste Hand, weil der Oberkörper nicht balancieren kann. Also ist es immer die Hüfte, die einen elastischen Sitz ermöglicht oder ihm im Wege steht.

Der Weiterbildung versprach die spiraldynamische Analyse des menschlichen Ganges.

Dort ging es zuerst um das „richtige“ Aufsetzen des Fußes, der dadurch eine bestimme Muskelaktivität in Gang setzt. Die ist wichtig, um das Knie unter Belastung achsengerecht zu stabilisieren und die Kraft ökonomisch auf den Oberkörper zu übertragen. „Es ist immer die Hüfte, die das ermöglicht und dadurch für eine gute Bewegungsqualität sorgt“, sagte der Spiraldynamik®- Lehrtrainer in diesem Zusammenhang. Wenn sie nicht dreidimensional arbeitet, bleibt das Knie bei Belastung in seiner typischen X-Bein Position. Damit wird es bei jedem Schritt fehl belastet und die Kniestabilisatoren können seine Position nicht sichern.

Das vom Dozenten verwendete Bild hat sich mir eingeprägt: Der große Quadriceps- Muskel auf der Vorderseite und die Muskulatur auf der Rückseite packen wie eine Greifzange zu, um das Knie in Stand und Gang zu sichern. Stellen die Hüftmuskeln nicht die dazu notwendige Beinachse her, indem sie das Knie gerade ausrichten, wirken Scherkräfte, die im Knie für Probleme sorgen: Zum einen kann der Knorpel leiden und zum anderen können Strukturen Schaden nehmen, wenn die Torsion schnell und impulsartig einwirkt. Beides führt zu Abnutzungserscheinungen im Knie, die irgendwann schmerzhaft werden.

Auch auf dem Pferd kommt der Kniestellung eine entscheidende Bedeutung zu.

Weißt Du wo? Beim Leichttraben ist die Position des Knies enorm wichtig. Nur wenn Fuß- und Hüftstellung dafür sorgen, dass es gut in der Spur bleiben kann und nicht an die Pauschen drückt, wirst Du es reibungslos gestalten können. Dann kannst Du dein Gewicht ökonomisch zum Treiben einsetzen und im Oberkörper locker aufgerichtet bleiben.

Stell Dich mal so hin, als würdest Du auf dem Pferd sitzen: Deine Füße stehen breiter auseinander als normalerweise und deine Knie sind leicht gebeugt. Setze Dich gerade hin und tu so, als hättest du Zügel in der Hand.

Beginne jetzt leichtzutraben und verlagere dein Gewicht vor allem über Hüfte und Becken, um den abwechselnd zu be- und entlasten. Dein Becken müsstest du nach vorne oben bewegen, um das Gesäß vom Pferderücken zu entfernen. Kannst Du fühlen, dass das Aufstehen vor allem über Knie und Hüften erfolgt? Dann machst du es richtig.

Jetzt spielen wir mal mit der Ausführung:

a) Mache beim Leichttraben ein X – Bein und stelle Dir vor, Dass Du dich mit den Knie an den Pauschen festhalten würdest. Kann es sein, dass deine Aufstehbewegung irgendwie in einer Hüftbeugung versandet oder Du dein Gesäß nach hinten herausstreckst?

b) Mache jetzt das Gegenteil und bringe beim Aufstehen dein Knie in eine O- Bein Position.

Stehst Du noch stabil? Durch die Beinachsenverlagerung wird deine Kontaktfläche zum Boden kleiner, oder? So kommst Du vom Oberköper her in eine eher wackelige Position.

Merkst Du, dass die richtige Kniestellung für lockeres Leichttraben entscheidend ist? Auch auf dem Pferd ist es immer die Hüfte, die die Stellung der Beinachse bestimmt. So entscheidet sie über die Aktivität der Muskeln, wie deine Knieposition an den Pauschen ist. Nur wenn das Knie weder klemmt noch von der Pausche wegzeigt, kann es in der Achse bleiben. Dadurch kannst Du deinen ganzen Fuß belasten und der Absatz bleibt tief.

Auch bei Knieproblemen ist es von Vorteil, sich um die richtige Beinstellung zu kümmern.

Denn es ist immer die Hüfte, die sie gewährleistet.

Wenn Du jetzt Lust auf mehr bekommen und das Gefühl hast, dass es sich lohnt, die Hüfte zu beachten, kann ich Dir mein Buch „Besser reiten trotz Hüftbeschwerden“ ans Herz legen. Es ist explizit für Reiter geschrieben und gibt vor allem Hilfestellungen für eine gute Hüftfunktion, auch wenn sie keine Probleme macht 😉

Weil funktionelle Zusammenhänge so wichtig sind und die Steuerung von Hüfte und Knie gutes Reiten entscheidend beeinflusst, wird beides einen großen Raum in meinem neuen Buch einnehmen. Im Januar zur Messe „Partner Pferd in Leipzig“ wird der Ratgeber „Besser Reiten trotz Kniebeschwerden“ heraus kommen. Alle „Kniespezialisten“ und Reiter, denen #MehrWissenfuerReiter wichtig ist können sich schon freuen: ich fahre heute ein paar Tage n die See, um dort alle Zusammenhänge in Ruhe reitspezifisch aufzudröseln.

Ich freue mich drauf!

Corinna von Reitclever

#bessersitzenbesserreiten

#derwegzurlockerenmittelpositur

#lockereHueftelockererSitz

Schöne Seiten im Herbst oder back to the roots, NL Oktober 2022

Morgens auf dem Land

Mitte Oktober war ich zu einem Neuro- Rider®- Hospitationstag in Lüchow Dannenberg. Wegen einer aktuellen Verkehrslage führte mich das Navigationsgerät von der Autobahn auf Bundesstraßen in Richtung Wendlandt. So sah ich viele schöne Ecken und fuhr auch an Stendal und Osterburg vorbei. Dort hatte ich 2006 die Ausbildung für Reiten als Gesundheitssport gemacht.

Das war deshalb lustig, weil ich am Wochenende vorher eine Fortbildung der Initiative Gesundheitssport mit Pferden besucht hatte.

Dort traf ich einige Teilnehmer und die Lehrgangsleitung von damals.

Das Thema „Kinderleicht mit Pferden“ brachte viel Input über die motorischen Fertigkeiten, die man für einen guten Sitz braucht. Also erstmal back to the roots, um Verständnis zu schaffen.

Qualitativ hochwertiger Kinderreitunterricht

Praktisch referierte Martina Hermann vom Hof Viervitz über guten Kinderreitunterricht.

Informationen darüber und wie der Pferdeführerschein Umgang Kurs im September lief, findet Ihr unter dem Link Kinder und Jugendliche im Fokus.

Bei Martina Hermann wird der Reitunterricht des im Mai und November 2023 geplanten Retreats für Reiter auf Rügen stattfinden. Insofern war das Treffen doppelt spannend für mich.

Back to the roots

Während ich nun im Dunkeln durch Gorleben fuhr, fiel mir ein großes, gut gesichertes und teilweise beleuchtetes Gelände auf. Eine Kaserne, wie ich dachte. Vom Wirt des Gasthofs, in dem ich nächtigte, erfuhr ich, dass das ca. 2 km entfernte Gelände das berüchtigte Atommüll- Zwischenlager ist. Auch Atomkraft ist ein langlebiges, viel diskutiertes Thema in diesem Herbst.

Der Gasthof war unbeleuchtet, als ich ankam. Nur die Stimme des Navis verriet mir, dass ich mein Ziel erreicht hatte. Am nächsten Tag im Hellen entpuppte sich das Gasthaus mit seinen Nebengebäuden als schöner über 200 Jahre alter Hof. Genauso ansehnliche Fachwerkgebäude habe ich auf der Fahrt durch die Altmark bewundert.

Später zeigte sich, dass die Zimmeretage nicht beheizt war. Der Wirt hatte den Gasbrenner zwar kurz vor meiner Ankunft angemacht, aber es blieb kühl. Stattdessen brannte in der Wirtsstube Feuer im Kamin.

Ich schlief in einem traditionell eingerichteten, einfachen Zimmer. Denn ich hatte bewusst eine günstige Unterkunft gewählt, die dicht an dem Ort lag, in dem der Hospitationstag stattfand. Als Betreiberin eines Onlineshops, die häufiger unterwegs ist, habe ich mich an einen gewissen Standard gewöhnt. Ich gehe eigentlich automatisch davon aus, dass ich WLAN- Empfang auf dem Zimmer habe. Der war aber in dem gesamten Gasthof so schwach, dass selbst das Smartphone oft aus dem Netz flog. Telefonieren konnte ich nur am Fenster und eine stabile Netzverbindung gab es auf dem Gang zum Zimmer.

Fernab von eigenen Pferden und Familie wollte ich abends eigentlich etwas arbeiten. Doch selbst Fernsehen ging stattdessen nicht – das Gerät dazu stand wohl in einem anderen Gästezimmer. Alternativ hätte ich mich zu erzählenden Jägern unten ans Feuer setzen können, aber danach war mir nicht. Also ging ich mit Socken an den Füßen unters warme Deckbett und las ein bisschen. Back to the roots musste ich feststellen. Morgens turnte ich mich warm und hatte danach Appetit auf das wirklich abwechslungsreiche Frühstück!

Die Fortbildung dann war sehr gut

Die schönen Seiten des Herbstes
Neuro-Rider® Hospitationstag

Dominik Graf, der anstelle von Marc Nölke durch den Tag führte, ging sehr strukturiert vor.

Jede der drei Probandinnen ritt zuerst in allen Gangarten, dass wir uns ein Bild machen konnten. Am Boden testete er die Steuerungssysteme, die zu den Auffälligkeiten auf dem Pferd passten. Auch im Lösungsansatz ging er nach dem klassischen Neuro-Rider® Prinzip vor, so dass wir das Gesehene gut nachvollziehen konnte.

Schön war, dass alle drei Reiterinnen nach der Turneinheit auf dem Boden geschmeidiger auf dem Pferd saßen. Diese kommentierten das sofort, indem sie abschnaubten, sich besser auf die Linien einstellten oder schlicht und ergreifend begannen, im Rücken locker zu werden. Das war schön zu sehen.

Als Reiter bremst oder aktivierst Du dein Pferd

Du kannst schnell merken, ob Du ein angenehmer Rucksack bist. Sobald Du schief sitzt, mit den Beinen klemmst oder in Richtung Hohlkreuz rutschst, wirst Du unbequem fürs Pferd.

Wenn Du dagegen deine tiefen Bauchmuskeln einsetzt, wird das Pferd sein Becken ebenfalls aufrichten und seine Hinterhand mit einsetzen. „Das richtige Tool“, wie mir vor kurzem eine befreundete Reitlehrerin erzählte, bringt auch ihre Reitschüler dazu, die Pferde lockerer über den Rücken laufen zu lassen.

Wie man dahin kommt, kannst Du in dem Artikel lesen, in dem Du auf den Link klickst oder ganz praktisch in den Kursen „Der Weg zur lockeren Mittelpositur“ am 26.11.2022 oder „Spiraldynamik® für Reiter“ am 03.12.2022 erfahren. Für beide gibt es noch freie Platze.

Bis dahin wünsche ich Dir noch einen schönen Herbst,

Corinna von Reitclever

#NeuroRider®

#HochwertigesWissenfuerReiter

#bessersitzen

#reitcleverontour

Das richtige Tool für einen guten Sitz

Das richtige Tool für Reiter beginnt an der Beckenstellung
Ein guter Sitz beginnt immer an der Beckenstellung

Wünschst Du Dir manchmal einen Zaubertrick für einen optimalen Sitz auf dem Pferd?

Hättest Du gerne das richtige Tool, um schnell reagieren zu können? Am liebsten auch unabhängig von der Situation, in der sich Du und dein Pferd beim Reiten befinden, oder?

Für Reiter kenne ich eine einfache Technik die schnell und gut funktioniert

Das sehe ich regelmäßig in meiner Gruppe von Freizeitreiterinnen, die ich seit einem Jahr regelmäßig unterrichte.

Da sie am liebsten im Gelände unterwegs sind, war es für die meisten anfangs schwierig, auf dem engeren Reitplatz gut um die Kurve zu kommen. Besser gesagt waren Sitz und Einwirkung zu unflexibel, um den Pferden die Hilfen dafür übermitteln zu können.

Wir arbeiten viel mit dem Neuro- Rider®- Programm, um die Teilnehmer von Anfang an in der Mitte sitzen zu lassen. Und zwar vom Pferd aus gesehen in alle Richtungen her mittig, denn die Fliehkraft durch die Pferdebewegung wirkt von allen Seiten ein.

Bei der letzten Unterrichtseinheit erntete ich ein Strahlen über das ganze Gesicht!

Zentriert sitzen

Wir haben uns immer wieder mit dem richtigen Tool für einen guten Sitz beschäftigt.

So konnte ein Pferd, was wegen einer Sehnenverletzung lange Pause hatte, nun auf dem Reitplatz auf dem Zirkel rechts und links herum galoppieren. Ohne großen Aufwand begann es, den Kopf fallen zu lassen und sich um den inneren Schenkel zu biegen. War die Reiterin glücklich!

Nebenbei gesagt ich auch, denn es ist schön zu sehen, was sich in einem Jahr  alles verändern kann. Auch von einer befreundeten Reitlehrerin höre ich, dass die Pferde besser mitschwingen und die Hinterhand mitnehmen, wenn sie ihren Reitschülern diese Technik beibringt.

Also, was ist das richtige Tool für Reiter?

Mache Dir zuerst klar, wo deine wichtigsten Kontaktpunkte zum Pferd, sind:

Setz´ dich dazu auf einen harten Stuhl und bewege Rücken und Becken in eine Hohlkreuz- und dann in eine Rundrückenposition. Spürst Du, wie sich deine Gesäßknochen auf der Sitzfläche mit bewegen?

Das tun sie auch auf dem Pferd und deshalb reagiert es darauf mit einer verstärkten Vorwärtsbewegung oder mit einer Verzögerung. Das sind deine wichtigsten Kontaktpunkte zum Pferd. Es ist IMMER dein Sitz und deine Beckenstellung, die ihre Position beeinflussen!

Auch wenn das Pferd mal unvorhergesehen weg springt oder losrennt, wirst Du zumindest kurz ins Hohlkreuz rutschen und dich mit den Knien festhalten. Das ist eine automatische Reaktion, die vom Gehirn in Gang gesetzt wird, um uns zu schützen. Je nach Ausbildungsgrad und Verfassung wird das die Fluchtreaktion deines Pferdes verstärken oder es im Rücken blockieren.

Der Trick ist jetzt, wieder in eine korrekte Mittelstellung zu kommen

Die Bauchmuskeln sind der entscheidende Knackpunkt

Je besser Du das ohne Pferd kannst, desto schneller wirst Du das auch im Training umsetzen.

Wenn Du die richtige Beckenposition erfühlt hast, verstärkst Du den Druck deiner Gesäßknochen über deine Bauchmuskeln.

Wichtig ist, dass Du nicht wie auf der Toilette ins Pressen kommst, sondern bestimmte Bauchmuskeln benutzt. Das sind die, die in der Tiefe liegen und dich von den Rippen her gut weiteratmen lassen.

Wendest Du diese Bauchmuskelaktivität auf dem Pferd an, wirst Du merken, dass es in der Bewegung auch sein Becken kippt. Das versetzt es in die Lage, die Hinterhand besser unter den Schwerpunkt zu bringen und dadurch den Rücken aufzuwölben.

Darüber hinaus beginnt es zu schnauben, abzukauen oder den Hals fallen zu lassen. Das sind erwünschte Reaktionen auf deine treibende Einwirkung. Wenn Du sie wahrnimmst, dann solltest Du es loben! Auch oder gerade wenn diese Bewegung nur klein ist und mit wenig Aufwand erfolgt.


Mehr in die Tiefe über theoretische Hintergründe und Techniktraining gehen wir in Kursen bei mir auf dem Hof. Das richtige Tool für Reiter ist sowohl Thema in „Der Weg zur lockeren Mittelpositur“ am 26.11.2022 als auch bei „Spiraldynamik® für Reiter“ am 03.12.2022. Hier setzen wir eher den Schwerpunkt auf einen gesunden Rücken. Für beide Kurse gibt es unter den blauen Links noch freie Plätze.

Genieß den bunten Herbst,

Corinna von Reitclever

#bessersitzen

#besserreiten

#richtigestool

#MEHRWissenfuerreiter

Kinder und Jugendliche im Fokus

Erfolgreiche Prüfung im Septemberdurchgang des Pferdeführerschein Umgangs.
Prüfung zum Pferdeführerschein Umgang ist gut gelaufen!

Am Samstag war ich zu einer Fortbildung in der Landesreitschule Berlin. Die Initiative Gesundheitssport mit Pferden hatte dazu eingeladen und zum Thema “Kinderleicht – gesund mit Pferden” Kinder und Jugendliche im Fokus.

Für mich war es wie ein Nachhausekommen. Denn während und nach meiner Ausbildung zum Übungsleiter Prävention Reiten als Gesundheitssport habe ich nette Kollegen kennengelernt, die jetzt noch dort aktiv sind. In so mancher Wochenendsession haben wir Lehrinhalte, Ausbildungsstruktur und Ausrichtung des Gesundheitssport mit Pferden erarbeitet. Obgleich wir über die Zeit immer irgendwie in Kontakt geblieben sind, war es für mich super schön, nach langer Zeit wieder mit ihnen zusammen am Tisch zu sitzen.

Martina Hermann vom Hof Viervitz hat seit vielen Jahren vor allem Kinder und Jugendliche im Fokus.
Inhalt Reitunterricht für Kinder und Jugendliche

Das Thema der Fortbildung war spannend.

Zuerst ging es um grundsätzliche Fertigkeiten, die man als Reiter braucht, um eine gute Figur auf dem Pferd zu machen. Neben Kraft, Koordination und Balance spielt auch die Ausdauer eine entscheidende Bedeutung.

Denn wir wollen über einen längeren Zeitraum auf dem Pferd eine gute Figur machen und unsere Hilfen fein einsetzen.

Im praktischen Übungsteil waren Kinder und Jugendliche im Fokus.

Martina Hermann

Das ist auch gut, denn mit einer vielseitigen Ausbildung legt man den Grundstein für die weitere Entwicklung im Sport und weiteren Leben! Alles, was wir als Kind gut erlernt haben, bleibt in unserem Gehirn gespeichert.

Diese Inhalte müssen dann als Erwachsener nur entstaubt werden, wenn man sie wieder braucht. Deshalb kann man auch später immer wieder Fahrradfahren, wenn man das als Kind gut konnte. Auch erfahrene Reiter kommen nach einer Pause schnell wieder rein. Anders, als wenn man als Erwachsener erst anfängt, Reiten zu lernen: Der Weg zu einem sicheren und mühelosen Reitstil ist dann manchmal lang und steinig.

Martina Hermann von der Reitschule Viervitz gestaltete den Praxisteil souverän und mit vielen Beispielen aus Ihrem Alltag auf Rügen. So war der Tag eine gelungene Veranstaltung, bei dem sich jeder etwas für seine Arbeit zuhause mitnehmen konnte. Danke an alle Organisatoren und Redner!

An dieser Stelle möchte ich eine Lanze für die heutigen Jugendlichen brechen

Man hört so oft, dass die Kinder heutzutage ganz anders sind, als wir früher. Das ist bestimmt richtig, denn die Zeiten sind auch anders als früher. Hand aufs Herz: wenn wir damals Handys und Tablets gehabt hätten, hätten wir sicher auch über diese Kanäle mit den Freundinnen konferiert, anstatt sich stundenlang am Telefon auszutauschen.

Ehrlich gesagt glaube ich, dass wir es früher einfacher hatten, uns auf unsere Interessen zu konzentrieren. Gefühlt hatten wir doch nach der Schule unermesslich viel Zeit, um so oft wie möglich im Stall zu sein. Heute erschwert nicht nur das Schulsystem mit der Ganztagsbetreuung bis 16:00 das zeitlich unbegrenzte Zusammensein mit den Pferden.

Sicher sind Motorik und Gleichgewicht weniger ausgeprägt, wenn man die größte Zeit des Tages vor einem Endgerät sitzt. Das ist bei Erwachsenen nicht anders!

Kinder müssen auch in der Schule viel sitzen und vor allem geistig abliefern.

Im Pferdeführerscheinkurs September 2022 hatte ich hochmotivierte Teilnehmer, die für ihre Liebe zum Pferd einen hohen Einsatz zeigen.

Beispielsweise hat eine junge Teilnehmerin, die noch nicht volljährig ist, ihre Eltern nach langer Vorarbeit überzeugt, dass sie vom Hotel Mutter auf den Hof gezogen ist, auf dem sie seit Jahren reitet. Dazu musste sie die Schule wechseln und fährt jeden Tag mit dem Bus in die neue Schule und zurück. Aber die Zeit, die sie täglich spart, um nicht mit dem Auto von ihrem Wohnort in den weit entfernten Stall gefahren zu werden, kann sie jetzt in Lernen und Reiten investieren. Damit handelt sie auch gut für die Umwelt.

Noch viel weiter fahren zwei Schwestern, um am Wochenende in einem Verein reiten zu lernen, wo es den Pferden gut geht und sie auch als Persönlichkeiten wahrgenommen werden. Jeweils samstags fuhren sie früh aus dem Norden von Berlin los, um zuerst bei mir südlich von Zossen den Pferdeführerscheinkurs zu absolvieren. Danach fuhren sie 45 Minuten weiter Richtung Nordosten, um dort in der Sattelkammer zu übernachten und den Sonntag in Stall und Reitbahn zu verbringen.

Ob ich das damals gemacht hätte, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich bin fast täglich eine halbe Stunde mit Bus und U-Bahn sowohl in den Reitstall als auch zum Voltigieren gefahren.

Wenn ich so solche Geschichten höre, bin ich froh, auch Kinder und Jugendliche im Fokus zu haben. So ein Einsatz muss sich auszahlen und genau aus diesen Reitern wachsen echte Pferdemenschen heran.

Ansonsten hatten wir nicht nur schöne Kurstage, sondern auch eine erfolgreiche Prüfung.

Bis bald und schöne Herbsttage wünsche ich euch!

Corinna von Reitclever

Im Mai 2023 findet das erste Retreat für Reiter auf Rügen statt!

Feines Reiten beim Retreat für Reiter auf Rügen
Alle Weichen stehen auf Erlangen eines feinen Sitzes

Es gibt gute Neuigkeiten: im Mai 2023 findet das erste Retreat für Reiter auf Rügen statt!

Träumst Du schon lange davon, einfach unbeschwert loszureiten?

Doch häufig sind wir in unserem Alltag viel zu beschäftigt, um einfach so aufs Pferd zu steigen. Zuhause wartet noch eine Waschmaschine oder die Familie aufs Abendbrot. Möglicherweise war der Tag im Job stressig. Vielleicht ziept es auch in Rücken und Hüfte oder der letzte Ritt endete mit einem Schreckmoment.

All das sind Dinge, die uns innerlich nicht los – lassen. Wir nehmen unbewusst viel mehr in den Sattel als wir denken. Deshalb ist es eine gute Idee, sich eine Auszeit für Reiter in einer besonderen Umgebung zu gönnen und fernab vom Alltag an seinem momentanen Thema zu arbeiten.

In einem solchen Format haben wir Zeit, uns mit uns und unserem Körper zu beschäftigen. Wir beginnen mit einer lockeren Morgengymnastik und setzen fünf Tage lang einen anderen Schwerpunkt in Theorie und Praxis. Zum einen geht es um alle Fähigkeiten, die Sie locker auf dem Pferd sitzen lassen. Beispielsweise um die eigene Beweglichkeit oder die Verbesserung von Koordination und Gleichgewicht durch Anregungen aus dem Neuro-Rider® Programm. Zum anderen wird es auch um Sicherheit und Angstbewältigung gehen.

Das sind die wesentlichen Fähigkeiten, die Du für einen ausbalancierten Sitz benötigst.

Um das Gelernte auch aufs Pferd zu übertragen, arbeiten wir mit einer vielseitig aufgestellten Reitschule auf Rügen zusammen. Ob Du dein eigenes Pferd mitbringst oder für den Unterricht ein gut ausgebildetes Schulpferd bekommst – Du wirst genug Anregungen haben, das auf dem Trockenen Erarbeitete auch auf dem Pferderücken umzusetzen.

Wir ziehen uns 6 Tage in eine stilvolle Unterkunft auf Rügen zurück und setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Diese bringen einen nachhaltigen Erfolg für einen guten Sitz auf dem Pferd. Und da wir eine überschaubare Gruppe sein werden, erleben wir bestimmt eine unvergessliche Zeit!

Hast Du jetzt Lust auf eine Auszeit für Reiter bekommen?

Dann nimm´ am besten mit dem Button Kontakt zu mir auf:

Ich möchte aktuelle Informationen erhalten

Sobald Du mir eine Email an retreat<ät>Reitclever<punkt>de geschrieben hast, erhältst Du aktuelle Informationen.

Den Stand der Dinge und mehr Informationen über das geplante Retreat für Reiter bekommen Sie auf der Seite Retreat für Reiter.

Ich freu mich auf Dich!

Corinna von Reitclever

Newsletter September 2022, Augenblicke des Glücks

Augenblicke des Glücks
Reiten in Harmonie

„Es gibt Augenblicke des Glücks, deren leuchtende Erinnerung noch jedes spätere Dunkel durchbricht, jenen Sternen gleich, die, längst erloschen, ihr Licht noch durch die Nächte senden.“

Helene Gräfin von Waldersee (1850 – 1917)

Solche Momente sind wichtig, uns emotionale Ausgeglichenheit zu erhalten. Die Abende werden kälter und die Tage kürzer- die aktuellen Nachrichten tragen wenig dazu bei, dem Winter mit Wärme entgegen zu sehen und unbefangen in die Zukunft zu blicken.

Doch machen wir uns bewusst: Journalismus lebt von schlechten Nachrichten. Erstaunlicherweise verkaufen sich gute Meldungen schlecht. Die Medien sind voll von Fakten, die eher verunsichern als stärken. Um dem entgegenzuwirken, muss man Good News gezielt suchen und sich diese bewusst machen. Denn es gibt sie in dem Wust von Informationen, die stündlich auf uns einprasseln.

Man kann und man sollte an den Themen dieser Zeit nicht vorbeischauen. Aber je nach Glaubensrichtung werden Schuldige dafür gesucht und verantwortlich gemacht.

Es ist menschlich, die Schuld im Außen zu suchen. Genauso ist es evolutionsbedingt sehr sinnvoll, nach potentiellen Gefahren Ausschau zu halten. Denn wer sich die Zeit mit Lachen und Spielen vertrieben hat, ist möglicherweise in der Urzeit vom Säbelzahntiger überrascht worden.

So alt sind die Reflexe, die in unbewusst dafür sorgen, dass wir überleben. Sie entstanden damals, um auf reale Gefahren schnell reagieren zu können. Dagegen werden diese Reaktionsmuster in unserem modernen Leben eher durch das Unterbewusstsein ausgelöst. Das latente Unwohlsein wird durch Stimmungen anderer Menschen, Situationen, in denen wir uns befinden, oder Nachrichtensendungen genährt.

Zugegebenermaßen sind die Zeiten im Moment alles andere als leicht.

Ungutes scheint von vielen Seiten auf uns einzuprasseln. Aber je gezielter wir uns innerlich stabilisieren, desto besser können wir auf Anforderungen von außen reagieren. Dazu gehört vor allen Dingen, dass wir uns erlauben, mit uns selbst zu beschäftigen und zu schauen, was uns gut tut.

Mir persönlich geht es besser, wenn ich die Zeit der Nachrichtenaufnahme begrenze: Man muss sich nicht 10 Mal täglich Katastrophenmeldungen ´reinziehen. Wahrscheinlich ist den Menschen in den Fluten von Pakistan egal, wie viel von ihrer Not wir wissen. Den Unterschied macht für sie, ob Hilfe in der Nähe ist, die die finanzielle Möglichkeit hat, sie zu unterstützen.

Deshalb ist beispielsweise Spenden ein guter Weg, sich selbst besser zu fühlen und zugleich zu helfen. Auch wenn es nur 5€ sind, die mir vielleicht gerade nicht wehtun, weil ich 2x auf einen Kaffee vom Bäcker verzichten kann. In der Summe machen 5€ wohl einen Unterschied für den Einzelnen und für bestehende Hilfsprojekte.

Auch wenn ich nur einmal am Tag Zeitung lese oder Nachrichten höre, kann ich mir eine eigene Gedankenwelt schaffen, die es mir erlaubt, positiv zu bleiben. Stimmungsmache und Pöbeleien in den sozialen Medien umgehe ich bewusst und distanziere mich von Kanälen, die mich aufwühlen.

Wir sind es uns und unserer Leistungsfähigkeit, aber auch unseren Pferden schuldig, uns selbst in den bestmöglichen Zustand zu bringen. Und zwar am besten, bevor wir uns mit ihnen beschäftigen. Als Meister der Köpersprache nehmen sie wahr, in welcher Verfassung wir sind. Viele unserer Seelentiere übernehmen unsere Probleme und spiegeln sie wieder.

Die Frage ist also, wie ich Probleme des Alltags vergessen und mir Augenblicke des Glücks ins Herz zu holen kann.

Das gelang mir in der letzten Woche, als ich eine lieb gewonnene Trainerkollegin besucht habe. Wir verstehen uns seit Beginn unserer Bekanntschaft gut und scheinen in vielen Dingen ähnlich zu ticken. Für mein im Frühjahr bei der FN erscheinendes Buch über die Mittelpositur hatten wir einen Fotografen mit im Team, der ein besonderes Auge für Pferde und gute Laune versprüht.

Wenn Engel reis(/t)en, hat auch Petrus gute Laune: An diesem Tag konnten wir mittags bei schönstem Herbstwetter im T-Shirt die Sonne genießen. In dem professionellen Vereinsstall gab es viele nette Helfer, die uns den Tag mit einem Lächeln oder Kaffee versüßt haben. So ist dieses Projekt rundum gelungen.

Ich lächle jetzt noch, wenn ich an die Stunden denke. In diesen 3 Tagen habe ich gedanklich alles beiseite geschoben, was mich hätte negativ beeinflussen können. Man muss die Augenblicke des Glücks genießen, wenn man sie vor sich sieht. Von der positiven Energie aller Beteiligten werde ich lange zehren. Wer Lust hat nachzulesen, wie man auch auf hohem Niveau korrigieren kann, klickt auf den blauen Link.


Positive Energie, Zeit für sich selber und die Muße, etwas für sich zu tun ist auch die Idee, die hinter dem sich formierenden Retreat für Reiter steckt.

Die Umfrage, die ich im letzten Newsletter gestartet habe, wurde fleißig angeklickt und brachte mir die Sicherheit, dass meine Ideen dafür in eine gewünschte Richtung laufen. Die Internetseite steht und es wird für die erste Auszeit für Reiter in dem Zeitfenster vom 30.04.- 05.05.2022 drei Buchungsoptionen geben: das Basispaket beinhaltet 5 Kurstage auf Rügen mit Theorie und Praxis rund um einen gesunden Sitz mit und ohne Pferd. Verpflegung, mehr Reiteinheiten und einen geführten Ausritt bekommst Du im Silbertarif. Das Rundum- Sorglos- Paket für echte Augenblicke des Glücks steckt im Goldpaket, was neben der kompletten Verpflegung einen Ausflug und Einzeleinheiten enthält. Unter den blauen Links erfährst Du mehr.

Insgesamt werden wir uns natürlich viel mit uns, individueller Gymnastik für Reiter und auch dem Neuro- Rider®- Programm beschäftigen. Ziel ist es, die Zeit zu nutzen, um Balance und Emotionen ins Gleichgewicht zu bekommen. Die Maiwoche wird sich mit allen Themen rund um einen guten Sitz beschäftigen. Im September 2023 wird es eine genauso aufgebaute Woche geben, die das Oberthema „Sicher Reiten“ hat.

Ich freue mich sehr auf das neue Projekt und wünsche Euch erstmal einen schönen Herbst mit vielen positiven Gedanken,

Corinna von Reitclever

#retreatfuerreiter

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Korrigieren auf hohem Niveau   

Ein toller Tag für alle Beteiligten

Letzte Woche war ich ein paar Tage in Bochum. Allerfeinstes Herbstwetter lud dazu ein, mit einer Trainerkollegin und einem Fotografen Aufnahmen für mein im Frühjahr erscheinendes Buch im FN – Verlag zu machen. Es war ein tolles Shooting!

Meine Kollegin arbeitet für einen großen Reitverein auf einem professionell geführten Hof. Trotz oder gerade wegen der hohen Passion fürs Pferd merkt man dort an Kleinigkeiten, dass das Herz der Beteiligten auf dem richtigen Fleck sitzt. Es wird gelächelt, geredet, sich etwas zugerufen, aber alles mit einem fröhlichen Unterton in der Stimme.

In der Reithalle gibt es große Tafeln, auf denen mit Schildern angezeigt wird, welches Pferd wann und wo mit wem auf welcher Wiese steht. Auch kann man dort sehen, wann welche Reitstunde stattfindet. Die Boxen sind großzügig, sauber und gut eingestreut. Auch die Pferde machten einen freundlichen Eindruck. Insofern gehe ich davon aus, dass es ihnen dort gut geht.

Also alles in allem beste Voraussetzungen ein Korrigieren auf hohem Niveau.

Auch sehr gute Reiter haben beispielsweise nach einer Verletzung Baustellen im Körper, die ihren Sitz beeinflussen. Auch mein Model hat Stürze hinter sich, die die eine oder andere Blessur mit sich brachten. Sie reitet erfolgreich Springen auf S-Niveau und ist gerade amtierende Meisterin ihres Landkreises.

Entlastendes Leichttraben

Eigentlich war es eine Herausforderung für mich. Denn sie reitet um Klassen besser, als ich es wahrscheinlich jemals tun werde.

Zu meiner großen Freude ging alles ganz leicht. Die Reiterin saß in der Lösungsphase sehr elastisch und in sich gerade auf ihrem aktuellen S-Springpferd. Allerdings saß sie auf der rechten Hand nicht ganz so perfekt wie auf der Linken. Auch ritt sie in typischer Springreitermanier immer in leichter Vorlage.

Das wurde in der zweiten Reiteinheit auf einem jungen Dressurpferd noch viel deutlicher. Es fiel ihr schwer, aus dem Entlastungssitz in eine aufrechte, ruhig treibende Oberkörperposition zu kommen.

Das ist jetzt tatsächlich Korrigieren auf hohem Niveau. Doch sowohl Reiter und Pferd sollten etwas von dem Shooting haben. Und wir wollten Bilder machen, die zum Inhalt des Buches passen. Beides ist uns gelungen!

Warum auch immer ist die linke Seite der Trainerkollegin besser koordiniert und beweglicher als die Rechte.

Wir begannen mit der Lockerung der rechten Hüfte auf dem Pferd und erarbeiteten danach eine effektive Bauchmuskelaktivität, die ein Treiben mit wenig Aufwand ermöglicht.

Mich fasziniert immer wieder, wie schnell das Gehirn Anreize umsetzt, wenn man sie in der richtigen Dosierung an den entscheidenden Stellen gibt.

Korrigieren auf hohem Niveau bringt sofort sichtbaren Erfolg
Effektives Leichttraben

So konnten wir nach drei Übungen auf dem Pferd schnell feststellen, dass ihr Sitz mittiger und ruhiger wurde. Das Becken kam tiefer in den Sattel und das Pferd zeigte sofort eine deutlich verbesserte Hinterhandaktivität. Sein Lockerwerden kommentierte es durch deutliches Abschnauben.
Wenn ich das als Reitlehrer sehe und höre, weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

In der zweiten Einheit bauten wir das auf dem Springpferd Erarbeitete mit dem jungen Dressurpferd aus.

Dort fiel es der Reiterin erst schwer, aus der Entlastungshaltung in den geraden Dressursitz zu kommen. Erst arbeiteten wir an ihrer Oberkörperposition mit einer sensorischen und motorischen Aktivierung der Brustwirbelsäule.

Das Pferd springt durch

Danach brachte die Aktivierung der fürs Reiten wichtigen Hüftmuskeln einen tiefen Sitz, der ein gutes Treiben ermöglicht. Das Pferd regierte sofort mit mehr Vorwärtstendenz, ohne dass es durch den Beineinsatz dazu aufgefordert werden musste. Überhaupt war der Dunkelbraune ein kleiner Schatz, der alles bereitwillig mitmachte und sich richtig zeigen wollte.

Aber erst, als wir am Boden die Koordination von Bein- und Oberkörperaktivität in den Fokus nahmen, bekamen wir auch in der Galopparbeit den entscheidenden Durchbruch. Die Reiterin blieb tief im Pferd und das Schätzchen sprang gut durch, ohne im Tempo eiliger zu werden.

Also genau das ,was man durch Korrigieren auf hohem Niveau erreichen möchte.

Alles in allem ein perfekter Tag!

Wenn Ihr Fragen zu dem Artikel habt oder mich für einen Trainingstag in Euren Verein einladen möchtet, schreibt mich gerne unter Corinna.Jungblut<ät>Reitclever<punkt>de an.

Schöne Herbsttage wünsche ich Euch,

Corinna von Reitclever.

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