Kategorie: Aktuelles

Wie ein kleiner Hengst vom Angsthasen zum Helden wurde

Dark Gambler und Antonia von Barth sind ein Musterbeispile für Vertrauen beim Reiten
Das Siegerpaar, entnommen aus St.Georg 09/20

Vertrauen beim Reiten scheint der Schlüssel dieser Geschichte zu sein.

In der aktuellen Ausgabe des Reitsportmagazins St. Georg habe ich einen schönen Artikel gelesen. Er berichtete über die Bundeschampionate in Warendorf.

Weil wegen der Coronamaßnahmen nur wenige Besucher erlaubt waren, war das in diesem Jahr für die jungen Pferde sicherlich eine angenehmere Kulisse als sonst.

Die Frage, welchen Preis die jungen Pferde dafür bezahlen, wenn sie schon dreijährig bei einem Championat auftreten, bleibt an dieser Stelle unberücksichtigt. Denn die beeindruckende Geschichte des Siegers der fünfjährigen Vielseitigkeitspferde hat mich bewegt:

Der Hannoveraner Dark Gambler hat sich in Warendorf unter seiner Reiterin Antonia von Baath vertrauensvoll und leistungsbereit präsentiert.

Dass sich der Dunkelbraune überhaupt für das Bundeschampionat qualifiziert hat, war ein Erfolg. Vertrauen beim Reiten scheint der Schlüssel dafür zu sein.

Dark Gambler lebt zuhause unter dem Spitznamen Scar bzw. Scary. Als seine Reiterin  ihn kennenlernte, soll er ein hyperängstlicher Dreijähriger in der Lüneburger Heide gewesen sein. Dort wuchs er auf. Antonia von Baath half auf diesem Hof bei der Ausbildung der Jungpferde.

„Scar oder Scary fiel vor allem durch zwei Dinge auf: Er war schon damals bildhübsch und konnte sich ansprechend bewegen. Und er hatte buchstäblich Angst vor allem – Sonne, Schatten, Menschen, Pferde. Alles versetzte ihn in Panik.

Es hat lange gedauert, bis Antonia ihn zum ersten Mal „reiten“ konnte. Über Monate brauchte sie jemanden, der sie auf Scar führte. Doch ganz langsam fasste der Wallach Vertrauen. Und als das einmal da war, entwickelte er sich rasant. Bis hin zur Teilnahme am Bundeschampionat.

Was das in Warendorf geben würde – Antonia von Baath wusste es nicht. Anderswo übernachtet hatte Dark Gambler noch nie. Und der Platz in Warendorf ist nicht gerade das, wo Pferde nichts zu schauen und zu scheuen hätten. Aber Scary benahm sich wie ein Alter! Am ersten Tag waren sie noch ein bisschen zu langsam unterwegs gewesen, um sich direkt fürs Finale zu qualifizieren.

Im kleinen Finale legte Antonia einen Zahn zu und wurde für eine echte Bilderbuchrunde mit einer 8,7 belohnt. Eine überglückliche Reiterin jubelte: „Er ist so rittig, ich könnte ihn da mit Halfter durchreiten!“ Und sie betonte, dass wenn im Finale etwas nicht klappen sollte, es allein daran liegen würde, dass Scar die Kraft ausgeht. Doch es sollte klappen. Und wie!

Als es am Sonntag in den dritten Teil des Finales ging, brachten die beiden schon ein gutes Zwischenergebnis mit.

Im Cross … gelang ihnen alles. Kommentar der Richter:

„Wir haben hier auf hohem Niveau über die Bewertung diskutiert. Eine wirklich mustergültige Runde von einem Pferd, das das hier ganz selbstverständlich absolviert hat mit ganz gleichmäßigem Tempo und Rhythmus. Beeindruckend auch, dass das Pferd ganz ehrlich auf die Hilfengebung wartete. Raumgreifende, kraftvolle Galoppade. Mit Übersicht und ganz sicherer Manier hat er die Sprünge überwunden. Wertnote ein glattes ,Sehr gut‘.“

Ausgabe 09/2020 St. Georg, Artikel vom 30.08.2020 von Dominique Wehrmann

Vertrauen beim Reiten. Beispielhaft von beiden präsentiert.

Auch ein schöne Unterstreichung  für die Aussage „Immer langsam mit jungen Pferden“.

Denn die Basis einer guten Pferd – Mensch Beziehung ist Vertrauen. Vertrauen des Pferdes zu seinem Reiter. Egal wie alt es ist. Es geht für ihn nur über unbekannte Geländehindernisse, wenn es ihm vertraut.

Genauso wie man als Reiter seinem Pferd vertrauen muss.

Dabei spielt eine entscheidende Rolle, wie viel Zeit beide haben, das gegenseitige Vertrauen beim Reiten zu entwickeln.

Dementsprechend gilt das auch in der Grundausbildung für Reiter.

Vor allem wenn man nicht mehr ganz jung ist, wenn man das erste Mal aufs Pferd steigt. Egal wie alt man zu diesem Zeitpunkt ist: ein junger Reiter gehört auf ein erfahrenes Pferd. Im Fall des Falles kann er so von seinem Partner lernen.

Heutzutage ist das leider oft umgekehrt. Unerfahrene Reiter kaufen sich junge oder wenig ausgebildete Pferde. Frust und schwierige Situationen sind da vorprogrammiert.

Wenn das Kind erstmal in den Brunnen gefallen ist und sich Ängste entwickelt haben, muss man mehrere Schritte zurück gehen. Sowohl in den Anforderungen als auch in der Herangehensweise. Übrigens gilt das sowohl für den Reiter als auch das Pferd.

So muss man üben, wie man sich entspannen und wieder Vertrauen in sich und seine Fähigkeiten gewinnen kann.

Das ist der Hauptansatzpunkt, um auch auf das Pferd vertrauensvoll zu wirken. Darüber hinaus der wichtigste Aspekt, angstfrei reiten zu können.

Wieder Vertrauen beim reiten zu entwickeln kann man lernen. Auch wie man die eigene Körpersprache den vierbeinigen Partner beeinflusst, kann man üben.

Dies alles und die Sicht des Pferdes aus dem Sprachrohr einer Tierkommunikatorin könnt Ihr beim Tag der Cleveren Reiter live und in Farbe erfahren.

Dieser in der Region einmalige Tag findet am 03.10.2020 südlich von Berlin zum Thema „Reiten trotz Angst“ statt.

Tickets gibt es hier

Damit wünsche ich nun schöne Herbsttags und entspannte Ausritte in die bunten Wälder. 
Es muss ja nicht in den Geländeparcours des Bundeschampionats gehen 😉

Corinna von ReitClever

Wir haben Sie alle – die Redner für den Tag der Cleveren Reiter 2020

Neugierig auf eine geballte Ladung Fachwissen zum Thema angstfrei Reiten? Die versprechen die Redner für den Tag der Cleveren Reiter 2020.
Das Programm für den Tag der Cleveren Reiter 2020 zum Oberthema Reiten trotz Angst steht.

Gespannt auf die Redner für den Tag der Cleveren Reiter 2020?

Dann gibt es hier eine gute Nachricht. Das Programm und damit die Dozenten für den 03.10.2020 stehen.

Von Anfang an war das Konzept klar:

4 Redner, 4 Vorträge, der ganze Tag ohne Pferd. Stattdessen mit theoretische und praktische Ansätze, möglichen Stress auf dem Pferd abzubauen. Jeder Dozent ein Reiter aus der Region oder Jemand, der in der Arbeit mit Reitern Erfahrung hat.

Genauso stand das Thema fest: Es sollte nach der Premiere im vergangenen Jahr zum Thema Sitzschulung um „Reiten trotz Angst“ gehen.

In der Vorbereitung gestaltete es sich schwieriger als erwartet, 4 Redner aus der Region zu finden. Denn alle Vorträge sollen insgesamt zu einem runden Tag beitragen. Außerdem sollen sie vielfältige Ansätze zum Thema angstfrei reiten bieten.

Nun ist es vollbracht: das Programm steht (Bei Interesse auf „das Programm“ klicken).

Wir freuen uns sehr!

Die Redner für den Tag der Cleveren Reiter 2020 am Samstag, 03.10.2020 sind:

10:00 – 11:30: Wege aus der Angst,

Hintergründe und praktische Übungen aus der Kinesiologie.

Corinna Jungblut-Pohl, Physiotherapeutin, Reittherapeutin und Kinesiologin

11:45 – 13:15: Psychomotorik von Reiter und Pferd

Beate Petrick, mobile Ausbilderin und Trainerin, Pferde gerecht trainieren

14:15 – 15:45: EFT und Reiten

Hans Hermann Baetz vom EFT-Institut Berlin

16:00 – 17:30: Kompetenztraining mit Pferden

Stephanie Ostendorf, Tierkommunikatorin, Diplom- Pädagogin, Ostendorf Seminare

Schließlich lassen wir uns am Ende noch etwas Zeit.

Denn vielleicht gibt es noch offene Fragen oder eine abschließende Diskussion.

Wer Lust hat, sich diesen in der Region einmaligen Tag zu sichern:

Tickets gibt es hier

Zu guter Letzt noch eine lohnende Info:

Bis zum 31.08.2020 gilt der Frühbucherpreis von 95€ für den ganzen Tag inklusive Essen und Getränken. Danach kostet das Tagesticket 116€.

Wir freuen uns auf Euch,

Corinna von ReitClever

Es tut sich was: Onlinekurse für Reiter sind im Kommen

Sommer im Tierpark Berlin. Genießt Du den Sommer oder nutzt Du Onlinekurse für Reiter zur persönlichen Fortbildung?
Sommer im Tierpark Berlin

Sommer, Sonne- Fortbildungszeit?

Bist Du lieber am Badesee als bei einem der Onlinekurse für Reiter?

Corona hat eine ganze Menge verändert. Beispielsweise Zoom Konferenzen statt Team- Meatings in Konferenzräumen, Home Office statt Büroanwesenheit und Online- Pferdemessen statt dem realen Erleben in großen Messehallen.

Ob das immer noch so ist, ist sicherlich von Fall zu Fall verschieden. Manche Arbeitgeber lassen ihre Mitarbeiter teilweise im Home Office. Andere wiederum schätzen sehr, dass sie Kollegen wieder vor Ort ansprechen können.

Interessanterweise bleibt auch die Reiterwelt gespalten.

Vielen freuen sich, dass sie wieder Lehrgänge und Turniere reiten können. Allerdings unter Hygieneauflagen und Abstandsregeln. Andere bleiben lieber zuhause auf der heimischen Anlage oder im Wald, weil sie nicht so viele Leute treffen möchten. Beides ist nachvollziehbar.

Nun beobachte ich seit Ende März, dass viele Reitausbilder ihr Angebot umgestellt haben.

Sie boten in der Corona – Zeit Onlinekurse und Videoanalysen an. Ob sie das immer noch tun, kann ich nicht beurteilen. Auch ob sie in der Coronazeit ihre Einnahmen damit stabilisieren konnten, kann ich nicht einschätzen.

Auf jeden Fall gab es eine ganze Menge neue Geschäftsideen.

Zum Beispiel die große Onlinepferdemesse im April. Darüber hinaus haben sich Ausbilder unter dem Deckmantel eines Seminarzentrums zusammen geschlossen. Dabei stellen sie sich mittels einer Videobotschaft vor und bieten über diese Plattform ihre Kurse an.

Wobei als Gegenleistung der Plattformbetreiber Prozente der Kursgebühren erhält.

Ob und wie das angelaufen ist, weiß ich nicht. Auf jeden Fall lese ich im Mitgliedermagazin der Persönlichen Mitglieder der FN, dass auch viele namhafte Ausbilder Fernkurse und Videoanalysen anbieten. Auch die älteren Recken der FN- Vorzeigeriege.

Besonders spannend finde ich, dass es seit dem letzten Jahr zunehmend mehr Onlinekurse für Reiter gibt.

Und zwar zu den unterschiedlichsten Themen. Auch die FN ist dabei und denkt in vielen Bereichen um.

So wurde die Basiszulassung für Abzeichenlehrgänge nach der Neufassung der APO 2020 sowohl als Präsenzkurs in Landesreitschulen angeboten. Aber auch deutschlandweit via Onlinekurse am heimischen Computer. Da es überwiegend theoretische Inhalte waren, die vermittelt wurden, war das sehr gut vom heimischen Sofa aus zu machen.

Auch über Pferdefütterung, Pferdehaltung, Fitness für den Reiter, Ausbildungsprobleme oder Seniorenpferde bietet die FN solche Onlinekurse. Meist für kleines Geld.

Zum Einen schont das den Geldbeutel. Zum Anderen profitiert auch die Umwelt, weil man für so eine Schulung keine Strecken mehr fahren muss.

Insofern finde ich Onlinekurse für Reiter eine gute Alternative. Als Betreiberin einer Onlineseite für Reiter sowieso.

Aber auch als Konsument finde ich es erheblich angenehmer, abends den Laptop hochzufahren und sich irgendwo ein zu wählen, als mich in eine heiße oder im Winter oft kalte Reithalle zu setzen. 

Denn auch ich bin langsam in die Jahre bekommen und mag es manchmal bequem.

Auch wenn ich absolut kein Technikfreak bin und Neues häufig erst ablehne.

Was heute via Tablet und Smartphone möglich ist, finde ich faszinierend.

Und ich nehme das teilweise sehr gerne an.

Und Du so?

Bleibst Du lieber zuhause oder auf dem Balkon und schaust auf den Bildschirm, um Dich zu bilden? Oder guckst Du lieber vor Ort, um die Atmosphäre einzuatmen und dabei zu sein?

Einen schönen Restsommer wünsche ich Euch!

Übrigens ist der inzwischen auch in Brandenburg angekommen :-). Heute nachmittag geht es an den Badesee!

Corinna von ReitClever

Eine Umfrage: Corona und ein Messebesuch

Corona und ein Messebesuch
Corona und Messebesuch

Passen Corona und ein Messebesuch zusammen ist momentan die Frage.

Letzte Woche habe ich ein Angebot von der Partner Pferd in Leipzig bekommen. Auf Grund der aktuellen Lage verlängern sie den Frühbucherrabatt für Aussteller bis zum 31.08.2020.

Deshalb denke ich zur Zeit darüber nach, ob ich mich für die kommende Messesaison anmelden soll. Oder ob es ratsam ist, bis zum Winter abzuwarten, wie es weiter geht. Denn im Moment weiß niemand, wie sich die Situation entwickeln wird.

Anfang des Jahres war die Messewelt noch in Ordnung. Besucher kamen, um sich zu informieren, tolle Showprogramme zu sehen und um zu shoppen.

Corona und ein Messebesuch war seit Ende März 2020 nicht mehr möglich.

Die Hansepferd in Hamburg im April wurde abgesagt. Die Pferd und Jagd in Hannover plant zur Zeit, im Dezember wie geplant zu öffnen.

Deshalb habe ich ein paar Fragen an Euch.

Schließen sich Eurer Meinung nach Corona und ein Messebesuch aus? Oder denkt Ihr, jetzt erst recht? Monatelang wurde auf Vieles verzichtet und jetzt möchte ich all das nachholen?

Wie denkst Du darüber?

Wenn Du Lust hast, diese Umfrage mitzumachen, winkt auf Reitclever.de ein 10% Dankeschönrabatt auf alle Kurse. Um die Sommerfigur perfekt zu machen ;-).

Los gehts:

Wie siehst Du die aktuelle Zeit?

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Würdest Du aktuell auf eine Reitsportmesse gehen?

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Würdest Du auch auf eine Indoormesse gehen?

  • Ja. (50%, 1 Votes)
  • Nein, nur wenn sie draußen stattfindet. (50%, 1 Votes)
  • Überhaupt nicht. (0%, 0 Votes)
  • Ich gehe überhaupt nicht auf Messen. (0%, 0 Votes)

Total Voters: 2

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Ich würde gerne wieder auf eine Messe gehen

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Um auf eine Messe zu gehen:

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Warum gehst Du auf eine Reitsportmesse? (3 Antworten sind möglich?

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Vielen Dank.

Das war es schon.

Und hier geht es zum Shop. Mit dem Gutschein „Dankeschön“ bekommst Du bis zum 31.07.2020 10% Rabatt auf alle Kurse. Gib das Wort Dankeschön einfach in der Kaufabwicklung beim Gutscheincode ein.

Viel Spaß beim Erreichen Deiner Bikinifigur!

So war unser erster Pferdeführerschein Umgang 2020 –

Was ist nun der Unterschied zum Basispass?

Souverän zur Straße beim Pferdeführerschein Umgang 2020
Souverän zur Straße

Zuallererst: Es war ein schöner Kurs der erste Pferdeführerschein Umgang 2020.

Allerdings gab es auch schwierige Begleitumstände. Denn wir begannen im März und wollten den Kurs Anfang April beenden.

Dann ließ die aktuelle Eindämmungsverordnung des Corona – Virus den Prüfungstermin platzen. Für den April gab es keine Genehmigung zur Durchführung einer Abzeichenprüfung vom Landesverband Pferdesport Berlin Brandenburg.

Also mussten wir den Kurs unterbrechen. Und konnten ihn erst jetzt zu Ende bringen.

Einflechten beim Pferdeführerschein Umgang
Chic machen

Das führte zu der kuriosen Situation, dass die Fotos vom ersten Kurstag dunklere Pferde mit noch langem Fell zeigen.

Dagegen hatten am Prüfungstag alle Pferde kurzes und helleres Fell.

Daher könnte man glauben, dass es entweder ganz schön lange dauert, um für die Kursinhalte vom Pferdeführerschein Umgang 2020 fit zu werden. Oder man erzählt, dass alle Teilnehmer so lange Magic Brush Bürsten benutzen mussten, bis sie das Winterfell heraus geputzt hatten.

Anders ausgedrückt ist das natürlich ein Witz.

Geschafft! Das war der Kurs Pferdeführerschein Umgang 2020!
Geschafft! Das war der Kurs Pferdeführerschein Umgang 2020!

Der geneigte Betrachter weiß, dass eine Unterbrechung stattgefunden hat.

Und diese Pause hat bei allen Teilnehmern die eine oder andere Veränderung mit sich gebracht. Trotzdem waren alle wieder motiviert und wissbegierig dabei.

So haben wir den Kurs am 20.06.2020 mit einer gelungenen Prüfung zu einem guten Abschluss bringen können.

Und was ist nun der Unterschied zum alten Basispasskurs?

Zum Einen die praktischen Prüfungsanforderungen. Denn Pferd und Reiter gelten in der Straßenverkehrsordnung als KfZ. Demzufolge unterliegen sie auch allen Vorschriften der STVO. Sie haben sich rechts am Straßenrand zu bewegen und gängige Vorfahrtsregeln zu beachten.

So geht es dann zur Prüfung auch auf die Straße. Gut, wenn man sichere Pferde hat, die die Dorfstraße als Weg zum Wald kennen und schätzen. So war diese Aufgabe gut zu meistern.

Wendung einleiten

Zum Anderen werden im praktischen Teil neben der Vorführung auf der Dreiecksbahn einige Bodenarbeitsaufgaben verlangt.

Vor allem soll Sicherheit im Handling des großen Vierbeiners demonstriert werden: Tempounterschiede, Gangartwechsel, Anhalten, Wechsel der Führposition, Richtungswechsel und über Stangen gehen sind dabei beliebte Programmpunkte.

Alles kein Hit, wenn man Pferde hat, die regelmäßig gearbeitet werden. Auch wenn man selbst bereit ist, an sich und seinem Aufforderungscharakter zu arbeiten.

Diese Teilprüfung meisterten alle Teilnehmer souverän und gut. Wenn in der Aufregung dann eine Linie vergessen oder verwechselt wird, bringt es das Projekt Pferdeführerschein Umgang 2020 nicht zum Scheitern. Sicherheit bei der Herangehensweise und ein überzeugtes Handhaben der Ausrüstung ist es, was ein Prüfer sehen will.

Theoretisch geht es genau wie im „alten“ Basispass Pferdekunde darum, welche Bedürfnisse ein Pferd hat.

Gechillte Pferde beim Pferdeführerschein Umgang 2020
Gechillte Pferde

Welche Fütterung oder Haltungsform seine Gesundheit fördern und was es krank machen kann. Beispielsweise welche Futterarten es gibt und welche Vorteile oder Nachteile für Boxen- und Weidehaltung sprechen.

Nach wie vor finde ich die Einführung des Pferdeführerschein Umgang 2020 sinnvoll.

Wenn man diesen Kurs zu Ende bringt, kann man mit gutem Gewissen stolz auf sich sein. Denn der Schein beweist, dass man Grundsätzliches weiß und anwenden kann.

Was in jedem Fall unserem vierbeinigen Freund und Partner zu Gute kommt.

Mehr Eindrücke von dem Kurs findet Ihr auf der Seite Impressionen (Zum Anschauen auf den Link klicken).

Wer jetzt Lust bekommen hat: Der nächste Kurs Pferdeführerschein Umgang 2020 findet auf dem Kinesiologiehof vom 12.09.- 26.09.2020 statt. Die Prüfung ist voraussichtlich am 03.10.2020.

Bis dahin einen schönen Sommer,

Corinna von ReitClever

Neigt Ihr zur Muskelverkrampfung auf dem Pferd?

Tipps und Bewältigungsstrategien, wenn man zu Muskelverkrampfungen auf dem Pferd neigt.
Reiten mit Angst ist häufiger als man denkt

Jeder kennt die Situation:

Man reitet entspannt durch den Wald. Vielleicht sogar im Schritt am hingegebenen Zügel. Da fliegt ein Vogel auf, springt ein Reh über den Reitweg. Oder schlimmer: Wildschweine plötzlich in Sichtweite.

Da ist es auf einmal schnell vorbei mit der Entspannung. Du reißt die Hände hoch, atmest ruckartig ein und befindest Dich in einer Ganzköper- Muskelverkrampfung auf dem Pferd. Die sich hinterher oft in Muskelkater äußert. Wenn Du Glück hast bist Du noch oben.

Genauso ist mir mal passiert, dass meine Stute in so einer Situation unter mir um 180 Grad gedreht hat.

Dabei bin ich normal geradeaus weiter geritten und auf beiden Füßen gelandet. Dann bin ich zu dem Pferd meines Mannes gerannt. Um es festzuhalten. Damit beide Stuten nicht ohne uns die Heimreise  antreten. Die Haffistute zappelte zwar und blieb unruhig. Aber ich konnte meine Schimmelstute wieder einfangen und weiter reiten.

Wenn es sich danach auch alles andere als entspannt anfühlte.

Am besten wäre ein flotter Trab oder Galopp im Anschluss gewesen, um die Spannung abzubauen. Aber das ging damals schlecht. Weil das der erste Ausritt in unserer neuen Umgebung war und wir die Wege nicht kannten. Und mein Mann damals erst Anfänger war. Auf dem Reitplatz und an der Longe war er sicher. Inwieweit er sich damals auf aufgeregtem Pferd gehalten hätte, wollte ich in einem fremden Wald nicht ausprobieren. So blieb meine Muskelverkrampfung auf dem Pferd. Und die Stute blieb angespannt im Schritt.

Also ist auch immer ein bisschen Scham dabei.

Wie peinlich wäre das gewesen, wenn die Pferde vor uns in unserem neuen Zuhause angekommen wären. Und wir dann viel später zu Fuß angelaufen wären.

Soweit denkt man in so einer Situation schon.

Mein Mann sagte hinterher: es sah aus wie in einem Comic: Das Pferd mit Dampfwolke vor den Nüstern in die Luft und ich als Jumper elegant in die Luft und dann senkrecht auf den Füßen gelandet. Ich wusste so schnell gar nicht, wie mir geschah. Ich habe nur das Reh gesehen, was uns auf dem engen Weg entgegen kam.

Die Schreckreaktion, die in so einer Situation abläuft, ist normal.

Sie ist als festes Programm in unserem Körper installiert, um uns vor Gefahr zu schützen. Dumm nur, dass unsere Anspannung und das Hochziehen der Hände die Fluchtreaktion des Pferdes verstärken. Vor allem das ruckartige Anspannen der Muskeln, die uns ermöglichen, vor Gefahr wegzulaufen.

Wenn alles gut geht, kommt man schnell wieder aus dem Schreck heraus. Man kann lernen, bewusst durchzuatmen und sich wieder zu entspannen. Die Muskelverkrampfung auf dem Pferd direkt wieder lösen ist die Strategie der Wahl.

Zur Beruhigung kann ich sagen, dass man das lernen kann.

Allerdings wird es schwierig, wenn nach einer Schrecksituation tatsächlich etwas passiert ist.

Zum Beispiel ist das Pferd durchgegangen und man bekam es nicht mehr angehalten. Oder man fiel herunter und hat sich wehgetan. Dann bleibt diese Schrecksekunde eingespeichert.

Sobald später in einer ähnlichen Situation etwas passiert, erinnert sich das Gehirn an den Schreckmoment und stellt den Körper auf Schutzreaktion ein. Kurze flache Atmung und Muskelverkrampfung auf dem Pferd sollen einen vor einem Angriff oder Sturz schützen.

Gut ist, wenn man das merkt. Dann kann man durch Atmung und Entspannungstechniken dagegen wirken. Deshalb sind regelmäßige Wahrnehmungsübungen wichtig, um automatisch abzurufen, wo man angespannt und wo man entspannt ist. Schwieriger wird es, wenn man zu Ängsten neigt und generell eher verspannt auf dem Pferd sitzt. Dann sollte man außerhalb der Reitbahn Entspannung üben und seiner Angst auf den Grund gehen.

Ein anderer Grund für eine Muskelverkrampfung auf dem Pferd kann eine Muskelschwäche sein.

Wenn man zu schwache Bauchmuskeln oder rückwärtige Beinmuskeln hat, ist das ein Kraftproblem. Kurzfristig kann man die Spannung halten, die fürs vorwärts treiben notwendig ist. Da wir aber meist länger auf dem Pferd sitzen und über eine längere Zeit treiben, wenn wir mit dem Pferd arbeiten, ist Ausdauer gefragt.

Die gute Nachricht ist, dass man Muskeln gut trainieren kann. Mit relativ wenig Aufwand kann man täglich 5 Minuten investieren, um die entsprechenden Muskeln fit zu bekommen.

Man muss es nur tun.

Andererseits kann man Stressreaktionen auch gut auflösen, um wieder angstfrei zu reiten. Zugegebenerweise dauert das länger als 5 Minuten. Aber der Aufwand lohnt sich. Weil man dann wieder entspannt und ohne Muskelverkrampfung auf dem Pferd den Ritt genießen kann.

Einen entspannten Ritt wünsche ich Euch!

Corinna von ReitClever.

#angstfreireiten

#losgelassenheitfuerreiter

#gluecklichreiten

#reitenverbessernohnezureiten

Bis wann reitet Ihr eigentlich Eure Pferde?

Fit als älteres Pferd
Älteres Pferd na und?

Besser formuliert, was macht Ihr so, um fit als älterer Reiter zu bleiben?

Rembrandt, das Weltmeisterschaftspferd von Nicole Uphoff, war eine Ausnahme: tänzerisch, athletisch und mit 19 Jahren noch Teilnehmer an Olympischen Spielen. Wenn er diese Spiele auch nicht zu Ende bringen konnte. Er wurde mit 24 auf Grund von Arthrose eingeschläfert.

Genauso musste Gigolo, das Erfolgspferd von Isabell Werth, mit 26 Jahren wegen gesundheitlicher Probleme eingeschläfert werden. Nach 12 Jahren im großen Sport wurde er mit 17 verabschiedet. Wohl verdient genoss er seinen Lebensabend auf der Rentnerkoppel mit puschelig langem Fell.

Demgegenüber steht Kristina Böhringer – Sprehes Desperados. Er war höchst erfolgreich als Sportler und Deckhengst. Er lebte auf dem heimischen Hof im Deckeinsatz. Völlig unerwartet und fit fiel er mit 19 Jahren nach einem Aortenabriss um und war tot.

Also hinterlässt der Sport Spuren.

Denn anders als unsere vierbeinigen Freizeitpartner absolvieren die Sportpferde in jungen Jahren ein strammes Programm, um im Sport landen zu können.

Sicherlich bleiben viele Tiere dabei auf der Strecke. Körperlich, psychisch und mental.

Ohne jetzt eine Diskussion über den Wert und die Praktiken im Hochleistungssport eröffnen zu wollen. Die Trainingsmethoden sind auch bei menschlichen Spitzensportlern alles andere als harmlos. Nämlich immer dann, wenn es um Geld geht.

Allerdings vermissen viele Freizeitpferde heutzutage ein systematisches Aufbautraining.

Was sie erst in die Lage versetzt, den Reiter schadlos tragen zu können.

Zwei Jahre dauert es nach der klassischen Ausbildung, die Tragemuskulatur des Reitpferdes aufzubauen. Und sie sollte so lange erhalten werden, wie das Pferd geritten wird.

Wenn es in die Jahre kommt, dann sicherlich ein bisschen weniger. Aber gymnastizierende und regelmäßige Bewegung sollte sein, um das Pferd so gesund wie möglich zu halten.

Anders gefragt: Wie lange baut Ihr Eure eigenen Reitmuskeln auf?

Was tut Ihr, um fit als älterer Reiter zu bleiben?

Wie bei unserem vierbeinigen Sportpartnern brauchen wir eine gewisse Grundfitness, um eine gute Figur auf dem Pferd zu machen. Vor allem eine kräftige Rumpfmuskulatur gehört dazu, um den eigenen Schwerpunkt über den des Pferdes zu bringen und ihn auch dort halten zu können: Stichwort Gleichgewicht. Genauso wie beim Pferd ist es eher die Bauchmuskulatur, die für eine gute Stabilität als die Rückenmuskulatur.

Ich frage jetzt mal ganz provokant: was tut Ihr regelmäßig für Eure Bauchmuskeln?

Weiterhin was macht Ihr für bewegliche Hüften. Arbeitet Ihr an Eurer Dehnfähigkeit für ein langes Bein? Ein regelmäßiges Kräftigungs- und Stretchingprogramm bekommen unsere Pferde durch regelmäßige Arbeit.

Auf jeden Fall trainieren sich manche Körperbereiche nicht einfach von alleine.  Angenommen Ihr reitet regelmäßig. Dann verbessert Ihr ganz sicher Eure Technik. Denn reiten lernt man nur durch reiten.

Bloß dass Ihr damit nicht die Muskeln trainiert, die Schwächen aufweisen.

Besser ausgedrückt kennt das Gehirn nur Funktionen. Infolgedessen aktiviert es alle Muskeln, die ungefähr in diese Richtung arbeiten. Dabei übernehmen die starken Muskeln die Arbeit der Schwachen. Dadurch wird die Funktion suboptimal. Wenn die „falschen“ Muskeln arbeiten. Und die Richtigen schwach bleiben, weil sie nicht gezielt angesprochen werden.

Kurz gesagt ist es unsere Pflicht als Reiter, uns selbst in den bestmöglichen Zustand zu versetzen.

Damit wir es dem Pferd so leicht wie möglich machen.

Was in jungen Jahren leicht gelingt, fällt später zunehmend schwerer. Ältere Reiter sehen auf dem Pferd meist nicht so elegant und leicht aus wie jüngere Reiter.

Die Ursache liegt in der Stabilität des Oberkörpers und der Beweglichkeit der Extremitäten. 

Genauso wie beim Pferd lassen Flexibilität und Kraft im fortgeschrittenen Alter nach.

Also wird es irgendwann schwieriger fit als älterer Reiter zu bleiben.

Aber meist haben Ältere einen starken Willen. Was nicht von alleine geht, wird gangbar gemacht. Beispielsweise durch regelmäßiges Training.

Menschen schläfert man nicht wegen schwerer Arthrose ein.

Wenn sie nicht mehr gehen können, wird ihnen ein neues Gelenk eingesetzt. Aber bis das gemacht wird, kann man noch eine ganze Menge für eine gestörte Gelenkfunktion tun.

Dafür habe ich ein Programm erarbeitet: Einfach besser reiten mit Hüftarthrose ist für die Stärkung der Rumpfmuskulatur und Verbesserung der Beweglichkeit.

Möglicherweise ist bei Euch überhaupt keine Arthrose zu erkennen. Aber die Elastizität der Hüftmuskeln ist nicht mehr so vorhanden. Damit wird es schwerer, auf dem Pferd elastisch im Becken mitzuschwingen und den Schwung abzufangen. Nebenbei gesagt die elementare Funktion für einen gute Sitz und ein weiches Mitgehen mit der Bewegung.

Da ich bis jetzt sehr gute Reaktionen auf die Erklärungen und Übungsanleitungen im Onlinekurs erhalten habe, traue ich mich, einen Schritt weiter zu gehen:

Das Programm wird in Kürze auch als Buch erhältlich sein.

So richtig zum anfassen. Zum darin blättern und nachschlagen.

Nichtsdestoweniger als Übungsanleitung. Um fit als älterer Reiter zu bleiben.

Für einen besseren Sitz. Deshalb FÜR EUER PFERD.

Egal ob es älter der jünger ist. Es wird von Eurem elastischeren Sitz profitieren. Mitunter könnt Ihr es dadurch länger reiten. Wenn Ihr es seinem Rücken leicht macht. 

Wer Lust hat, schaut sich das unter dem Link Einfach besser reiten mit Hüftarthrose anschauen.

Ich freu´ mich total, das Ganze bald in gedruckter Form in den Händen zu halten.

Bis bald,

Corinna von ReitClever.

#erfolgmit45plus

#besserreiten

#MEHRWIssenfuerreiter

Wie steht es eigentlich um Deine eigene Balance?

Der losgelassene Sitz des Reiters
Wie steht es eigentlich um Deine Balance auf dem Pferd?

Locker im Sattel.

Koordiniert und elastisch- dabei immer im Gleichgewicht und Herr der Lage.

Das ist der Wunsch vieler Reiter.

Und wie sieht bei Dir und Deinem Pferd die Realität aus?

Zuerst sollten wir klären:

Was versteht man eigentlich unter Balance des Reiters?

„Aus – balancieren“ bedeutet ins Gleichgewicht bringen, im Zustand des Gleichgewichts halten. Man kann den stabilen Zustand einer ausgeglichenen Gewichtsverteilung in Ruhe und in Bewegung erreichen. Das wird vor allem über muskuläre Koordination gesteuert.

Soweit die theoretische Definition. Balance des Reiters ist ein ganz eigenes Thema.

In der Praxis macht uns das Pferd öfter einen Strich durch die Rechnung.

Weil es sich bewegt. Und manchmal ganz anders, als wir es in diesem Moment erwarten. Dann ist unsere Bewegungsschnelligkeit und die Qualität unserer sogenannten Gleichgewichtsreaktion gefragt.

Ist die schlechter als man sie braucht, muss man sich in den Extremitäten fest machen. Also mit den Händen an den Zügeln festhalten oder mit den Beinen klammern.

Das ist dann das genaue Gegenteil von einer weichen Hand und einem federnden Fußgelenk: der Absatz kommt hoch und die Arme ziehen an den Zügeln.

Im schlechtesten Fall verliert man sein Pferd und futsch ist die Balance des Reiters.

Unterbrechen kann man diesen Mechanismus an zwei Stellen:

Zuallererst muss man fühlen, dass das Gleichgewicht in Gefahr ist. Dann muss man sich schnell über den Schwerpunkt des Pferdes bringen und oben bleiben.

Gelingt das, kann man sein eigenes Festhalten spüren. Und das gezielt wieder los- lassen, wenn Ruhe eingekehrt ist.

Dabei ist unsere Wahrnehmung gefragt.

In meinen Augen ist das die wichtigste Fähigkeiten mit und auf dem Pferd.

Hat man die Situation gut geregelt, sollte man durchatmen und sich neu sortieren.

Helfen tun dabei ausreichend kräftige Rumpfmuskeln und gute Gleichgewichtsreaktionen. Beides kann man trainieren.

Wenn ich als Reiter im Gleichgewicht bin, kann ich mich darauf verlassen, dass die Bereiche aktiv sind, die ich gerade brauche.

Das sind im Schritt am langen Zügel ganz andere Muskeln als wenn ich im leichten Sitz über ein Feld galoppiere oder springe.

Als geübter Reiter kann man davon ausgehen, dass das Gehirn die richtigen Bewegungsmuster abruft. Denn das Bewegungsprogramm, was man braucht, ist abgespeichert. Anders gesagt: Nur wenn die entsprechenden Bewegungsmuster gelernt und gespeichert sind, ist ein ausbalancierter Sitz auf dem bewegten Pferd möglich.

Dann kann man sein Bewegungsverhalten bewusst nach der jeweiligen Anforderung verändern.

Idealerweise hat man dabei eine Vorstellung der Bewegung und der des Pferdes.

Denn nur, wenn man sich auf die geplante Bewegung einstellen kann, wird man zügel-unabhängig sitzen.

Weil dann das Gehirn im Vorfeld die Rumpfmuskeln aktiviert, die die richtige Anspannung ermöglichen. Nur dann können auch die Arme so locker bleiben, dass sie der Bewegung des Pferdemauls folgen.

Deshalb ist es immer gut, für die Balance des Reiters die Bauchmuskeln zu trainieren. Weiterhin alles, was die eigene Koordination und Wahrnehmung verbessert.

Allerdings ist nicht jeder Tag gleich.

Es gibt Tage, da fehlt es an innerer Ausgeglichenheit. Darunter leiden dann auch die körperliche Verfassung und der zügel- unabhängige Sitz.

Kennt Ihr das? Dass es Tage gibt, an denen es läuft wie geschmiert?

Und an anderen Tage bekommt man keine vernünftige Wendung geritten?

Neben den äußeren Faktoren liegt es dann oft an der fehlenden mentalen Losgelassenheit. Weil man aus dem letzten Loch pfeifend in den Stall gehetzt ist. Und dann wenig Zeit und noch eine ganze Menge Anderes im Kopf hat.

Also gehört auch eine gute Vorbereitung zu einer guten Balance des Reiters.

In Zeiten vom großen C habt ihr ja vielleicht Zeit, Euch auf Eure Reiteinheit vor- zu- bereiten. Mit ein paar Bauchmuskel- und Koordinationsübungen.

Viel Spaß dabei und einen allseits balancierten Ritt,

Corinna von ReitClever

PS: Da die Kurssaison auf dem Hof zur Zeit unterbrochen ist, bin ich gerade dabei einen Videokurs vorzubereiten. In einem Webinar wird es einen Kurs mit Theorie und Praxis geben. Ob das Ganze über Zoom oder ein anderes Portal stattfindet, kläre ich in den nächsten Tagen. Die Modalitäten gebe ich dann bekannt, wenn alles steht.

Aber Ihr könnt Euch schon mal auf das Thema freuen: Neben der Balance für Reiter geht es in „Alles locker oder was?“darum, wie man in drei Schritten zur Losgelassenheit auf dem Pferd findet. Der Kurs wird am 16.05.2020 und 23.05.2020 jeweils für 3 Stunden stattfinden.

Auswertung der Umfrage- Zukunft für Reiter

Na, was denkst Du über die Situation von Corona und Reiten?

Zeit für neue Ansätze

Wie gehen die Reiter mit Corona um? Welche Erkenntnisse gibt es für Reitlehrer?

Zuerst freut es mich total: Viele Leser meines Newsletters haben bei der Umfrage zu der Zukunft für Reiter mitgemacht.

Genauso viele haben bei Facebook mitgemacht.

Beides ist toll!

Von denen, die mitgemacht haben, gaben 51% an, dass sie in der aktuellen Corona Situation mehr Zeit haben.

Bei 28% ist es wie immer und 21% haben weniger Zeit.

Von denen, die mitgemacht haben, gaben 51% an, dass sie in der aktuellen Corona Situation mehr Zeit haben. Bei 28% ist es wie immer und 21% haben weniger Zeit.

Dem überwiegenden Teil der Reiter, die bei Corona und Reiten mitgemacht haben, geht es gut (25%). 19% geht es oder machen sich Sorgen. 18% sind genervt. Den Anderen geht es sehr gut (7%) oder wie immer (12%).

Interessant war die Antworten auf die Fragen, wie diejenigen die Zeit nutzen, die ihnen zur Verfügung steht:

Die am meisten gegebene Antwort war „Ich fahre regelmäßig zu meinem Pferd“ (28%).12% arbeiten viel und haben keine Zeit.

10% der Antworten fielen auf „Ich habe Mann und Kind(er) zuhause und genug zu tun“ und 9% schaffen es , durchzuatmen und auf sich zukommen zu lassen, was kommen wird oder machen Frühjahrsputz.

Jeweils 8% gehen viel spazieren und genießen den kommenden Frühling und bemühen sich, zur Ruhe zu kommen oder nutzen die Zeit, um zu lesen und sich fortzubilden.

Dabei sind 5% im Internet unterwegs oder schauen viel fern (2%).

Überrascht haben mich die Antworten auf die Frage, welche Beiträge im Internet die User am meisten interessieren.

Nur 3% aller User bevorzugen Mitgliedschaften bei denen sie automatisch neue Inhalte bekommen. 7% gaben die Homepages ihres bevorzugten Trainers, 8% Blogs und 10% Webinare.

Mehr Interesse gilt dem Sehen von Videos, (26%), Tipps und Tricks (24%) und Kurzanleitungen (22%).

Da hat mich mein Gefühl, bisher weder Webinare anzubieten noch ein Membership-Portal aufzubauen, gut beraten.

Genauso wie mich die anderen Antworten der Nutzer freuen:

33% bevorzugen konkrete Übungsanleitungen, die sie nachreiten können.

26% Anleitungen, sich auch ohne Pferd im Reiten zu verbessern und 19% Angebote als Ergänzung zum Reitunterricht.

Also genau das, worauf auch mein Fokus schaut.

Vielleicht liegt das daran, dass bei Corona und Reiten diejenigen geantwortet haben, die sich von meiner ReitClever- Seite angesprochen fühlen. Irgendwie beruhigt mich, dass nur 5% Videoanalysen oder 3% Online- Reitunterricht angaben. Immerhin nutzen 12% Lehrvideos.

Denn 51% aller Befragten gaben an. dass sie bereit sind, Geld für qualitativ gute Internetangebote auszugeben.

Darunter 26% mehr als 10€ und 13% mehr als 50€. 10% sind nicht bereit, für Angebote Geld zu bezahlen.

Also Reitlehrer, her mit den guten Angeboten.

Die Bereitschaft, das Mehr an Zeit, was durch das Corona- Virus entstanden ist, mit Onlinenangeboten zu füllen, ist da.

Auch empfinden 15% der Reiter das Internet als eine gute Quelle zur Wissenserweiterung. Denn 11% merken, dass Einiges unrund läuft und sie etwas verändern müssen.

Immerhin suchen 12% aller Befragten gezielt nach Lösungen für ihre Probleme.

8% freuen sich, neue Trainer und Ideen auszuprobieren und möchten das auch nach Corona weiter tun.

Und, wen wundert´ s?

38% aller Teilnehmer freuen sich, wenn im Stall wieder alles so läuft wie früher. Darüber hinaus sind 12% der Reiter froh, dass sie zur Zeit in Ruhe reiten und ausprobieren können.

Also vielen Dank an alle, die mitgemacht haben!

Zum Einen für die zahlreichen Antworten. Zum Anderen für die interessanten Aspekte.

Es wird spannend werden, wie lange die von außen auferlegte Zeit für inne halten und Neues ausprobieren anhält.

Aber ich bin mir sicher, dass jeder aus der momentanen Zeit etwas lernen kann.

Wir sind in Deutschland in der glücklichen Lage, dass wir beobachten können, was geschieht. Sicherlich können wir uns auch über das Eine oder Andere aufregen.

Aber ganz anders als in Ecuador und Amerika müssen wir nicht hilflos zuschauen, wie zahlreiche Menschen an Corona sterben. Anders gesagt wie überall Leichen auf den Straßen liegen, die nicht abtransportiert werden können.

Also Kopf hoch und zur Ruhe kommen!

Dabei ein bisschen kritisch hinterfragen, was in den letzten Monaten und Jahren gut lief und was sich lohnt, verändert zu werden.

Manchmal können es auch ganz kleine Dinge sein, die auf einmal mehr Zufriedenheit bedeuten. Oder eine Änderung des Blickwinkels, die einen neuen Fokus schafft.

So kann Corona ein Chance sein. Denn nicht alles war Gold, was in der Vergangenheit geglänzt hat.

Falls Ihr dazu ein paar Anregung braucht, bekommt Ihr sie hier frei Haus. Wenn Ihr auf den Button klickt, bekommt Ihr 21 Tage kostenlos lang eine E-Mail, die Euch an wesentliche Dinge erinnert.

Hier klicken

Macht das Beste aus Euch und Eurer Situation in Zeiten von Corona und Reiten.

Und nehmt die Challenge zu Veränderung an. Das Internet ist voll von guten Ideen.

Wer Lust hat, jetzt das eine oder andere körperliche oder mentale Problemchen anzupacken:
Auf ReitClever gibt es neue Kurse.
Es geht um „Einfach besser reiten“, „Einfach besser mit Köpfchen Reiten“ oder „Einfach locker weiter reiten“
Wer vielleicht schon das eine oder andere Beweglichkeitsthema hat, kommt mit „Einfach besser reiten mit Hüftarthrose“ oder „Einfach besser reiten mit Kniearthrose“ weiter.
Probiert es aus.
Jetzt habt Ihr die Zeit, Übungen zu machen, die Euch weiterbringen. Und dann mit wenig Einsatz regelmäßig dran zu bleiben.

Dann klappt es nach Corona sicherlich auch besser auf dem Pferd.

Bis bald, hoffentlich gesund und voller Schaffenskraft,

Corinna von ReitClever.

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Positiv bleiben und etwas für sich tun in Zeiten wie diesen

Positiv bleiben in Zeiten wie diesen.

Eigentlich kann man das Wort mit dem großen C gar nicht mehr hören.

Trotzdem nimmt die Corona- Situation eine Dimension an, die man sich bis vor kurzem nicht vorstellen konnte.

Da ist positiv bleiben nicht immer einfach.

Ich selber muss zugeben, dass ich das Ganze bis vor ca. 2 Wochen für eine große Hysterie gehalten habe. Ich ging nicht davon aus, dass Corona mich und mein Umfeld in irgendeiner Form beeinträchtigen könnte.

Am 14.03.2020 begann mein erster Pferdeführerschein Umgang Kurs.

Da die Prüfungsbestätigung noch aus stand, rief ich beim LPBB an. Es wurde interessantes Gespräch mit einer Mitarbeiterin: Auf Grund der am 18.03.2020 herausgegebenen Verordnung vom Land Berlin für den Umgang mit Corona werden aktuell keine Abzeichenprüfungen genehmigt.

Gleichzeitig wurde der Betrieb in Sportvereinen, Schwimmhallen und großen Reitschulen
flächendeckend eingestellt. Schulen und Kitas wurden geschlossen und mein Sohn freute sich über Corona- Ferien. Leid taten mir zu diesem Zeitpunkt kleinere Reitbetriebe. Die auf Grund der fehlenden Einnahmen Angst haben, die Pferde nicht mehr füttern zu können. Das Ganze genauso Existenz bedrohend wie für viele andere kleine Firmen und Einzelunternehmen.

Merkwürdigerweise haben mich diese Sorgen bis jetzt verschont.

Wir werden im April und wahrscheinlich auch Mai keine Veranstaltungen und Reitkurse auf dem Hof durchführen können. Auch in der Physiotherapiepraxis sagten 50% meiner Patienten ab.

Von einer Physiotherapie- Kollegin wurde ich letzte Woche mit den Worten begrüßt, dass ich für diese Zeiten wohl den falschen Namen hätte. Viele Leute würden den Corona- Virus Corinna nennen. Das war bis zu diesem Augenblick komplett an mir vorüber gegangen.

Und was soll ich sagen? Die erste Patientin, auf die ich nach dem Gespräch traf, redete dann vom Corinna- Virus. Dafür entschuldigte sie sich zwar sofort, aber sie untermauerte die Aussage meiner Kollegin.

Nach wie vor macht mir die Situation keine Angst.

Mir fällt es leicht, positiv zu bleiben. Weder geht ich davon aus, einen schlimmen Krankheitsverlauf zu bekommen, sollte ich mich anstecken. Noch finde ich diverse Horrorszenarien angebracht, die man jetzt in den sozialen Medien finden kann.

Beispielsweise dass es, wenn jetzt alle Betriebe pleite gehen, zu einer Währungsunion kommen wird. Dadurch wären alle Ersparnisse der Menschen verloren und wir bekämen Zustände wie in der Weimarer Republik. Dann würden die Rufe nach einem Diktator lauter.

Genauso fragen sich manche Menschen, wie leicht es ist, unsere Grundrechte auszuhebeln. Das aktuelle Versammlungsverbot wäre ein Hinweis darauf, dass bald noch ganz andere Maßnahmen durchgesetzt werden würden. Aber der Grund für das aktuelle Kontaktverbot ist doch kein Politischer.

Da fällt positiv bleiben nicht immer leicht.

Aber es ist die einzige Möglichkeit, die Situation gut zu überstehen. Denn Angst und ein ungutes Gefühl schwächen das Immunsystem erheblich. Mangelnde Abwehrkräfte öffnen Viren und Bakterien die Eingangstür.

Dabei bleibt die spannende Frage, warum die heutigen Menschen so stark auf solche Erregern reagieren. Jahrtausendelang hat es das menschliche Immunsystem geschafft, damit umzugehen. Epedemien gab es immer. Egal um welchen Erreger es sich handelt: Ältere und Vorerkrankte sind immer gefährdet. Schließlich haben wir alljährlich 8000- 10000 Grippetote aus dieser Gruppe in Deutschland. In besonderen Jahren werden es sogar mehr.

Aber es gibt auch ganz andere Stimmen. Die positive Effekte sehen aus der Corona- Situation: die Leute rücken mental dichter zusammen und helfen sich untereinander. Bisher schlecht bezahlte und mäßig angesehene Berufe wie Krankenschwestern, Pfleger und Verkäuferinnen werden nun als Stütze der Gesellschaft gesehen. Auch die Bauern, über deren Konvois sich vor Kurzem noch viele aufgeregt haben, werden nun geschätzt.

Man kann auch ohne Fernreisen, Flieger und lange Autofahrten existieren.

Auch andere Individuen leben auf: In Venedig ist das Wasser wieder klar und es sind Fische in den Hafenbecken zu sehen. Gestern habe ich schöne Aufnahmen von einem ganzen Delphinrudel gesehen, was sich in Küstennähe aufhielt, weil die Schifffahrt aussetzt.

Das sind doch Dinge, die beweisen, dass Umwelt- und Klimaschutz gehen.

Vielleicht schaffen wir es, Teile dieses Zustandes auch nach der Corona- Zeit zu bewahren.

In denen wir genießen, dass wir uns wieder mit Freunden treffen können.

Und zwar auch direkt vor der Haustür. Im Café nebenan.

Denn die Nähe zu engen Freunde ist es doch, die wir jetzt vermissen.

In einem Ausflugsziel, was man auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad erreichen kann. Am besten mit einem Spaziergang zu Fuß oder zu Pferde. Das ist umweltfreundlich.

Warum muss der Wochenendtrip mit dem Flieger in eine andere Metropole sein?

Letzten Samstag habe ich dann doch den aktuellen Pferdeführerschein Umgang ausgesetzt.

Die Teilnehmer haben sich große Sorgen gemacht. Mein Grund dafür ist, dass es vor allem darum geht, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Deutschland hat ein gut funktionierendes und soziales Gesundheitssystem. Jeder bekommt die Hilfe, die er braucht. Z.B. in Amerika ist das anders. Dort richtet sich die medizinische Versorgung nach dem Krankenkassentarif. Der nach Einkommen gewährt wird.

Auch Spanien und Italien, in denen die Fallzahlen von mit dem Virus infizierten Toten in den letzten Wochen erheblich angestiegen sind, haben ein ganz anderes Gesundheitssystem.

Auch wenn man sich über Vieles ärgern kann: In Deutschland wird Niemandem ärztliche Hilfe versagt. Und damit es möglich bleibt, alle Menschen auch intensivmedizinisch zu versorgen, die es nötig haben, gibt es die aktuellen Einschränkungen.

Dafür sind die Appelle, Kontakte zu anderen Menschen einzuschränken.

Es ist eine Rechenaufgabe, wie viele schwer Erkrankte von den Intensivstationen aufgenommen werden können.

Deshalb finde ich es auch absolut in Ordnung, auf Ausritte und Reitunterricht zu verzichten. Auch wenn es weh tut. Denn wenn es zu Unfällen kommt, werden medizinische Kapazitäten blockiert, die vielleicht dringend gebraucht werden.

Und machen wir uns nichts vor: Wenn die Intensivstationen mit Corona- Patienten überbelegt sind, können auch schwere Verkehrsunfallopfer, Schlaganfall- oder Herzinfarktpatienten nicht behandelt werden. Die es ja weiterhin täglich irgendwo gibt.

Also bleibt ruhig. Nutzt die Zeit, in der Ihr zuhause seid auch mal für Euch.

Eine Freundin von mir macht nun an den pferdefreien Tagen Frühjahrsputz. Ein Anderer renoviert in der angeordneten Arbeitspause seine Wohnung.

Spannend ist, dass Webinaranbieter wie Edudip zur Zeit überlastete Server haben. Weil Viele Webinare anbieten wollen. Andere Reitlehrer bieten Videoauswertungen für Ihre Schüler an.

Seid kreativ! Unterstützt diejenigen, deren wirtschaftliche Situation im Moment extrem angespannt ist. Fragt die kleine Reitschule in der Nähe, ob Ihr mit Spenden helfen könnt.

Wenn Ihr könnt.

Aber versucht vor allem positiv zu bleiben. Damit Ihr mit gestärkter Energie aus dieser Zeit geht. Oder fangt an, regelmäßig zu turnen. Wenn Ihr in ein paar Wochen locker und elastisch aufs Pferd steigt, wird es sich freuen.

Oder haltet Euch täglich eine Stunde mit so viel freier Haut wie möglich in der Sonne auf. Das kurbelt die körpereigene Vitamin D Produktion an. Die ist wichtig für ein gutes Immunsystem.

Genauso wie ein gesunder Darm. Ernährung für Reiter ist fast bei Jedem ein Thema.

Ich bin dabei, meine Präsenzkurse auf Onlinekurse umzuarbeiten.

Da der Kurs oft nachgefragt wird, hat „Kleiner Schreck na und?“ den Anfang gemacht. Unter dem blauen Link erhaltet ihr mehr Informationen und Ihr könnt den Kurs für zuhause herunterladen.

Auch bei Locker im Sattel- Brain Gym® für Reiter geht es vor allem um die Losgelassenheit des Reiters. Die kann man durch regelmäßige Übungen gut beeinflussen.

Macht etwas und bleibt positiv! Dann könnt Ihr die freie Zeit auch genießen.

Bis bald und bleibt gesund!

Corinna von ReitClever

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