Kategorie: Neuigkeiten

Kleines Wunder und was es noch alles so gab, Newsletter März 2021

Ein kleines Wunder der Natur sind unsere Schafszwillinge
Ein kleines Wunder der Natur sind „Schnee“ und „Flocke“ mit Mama „Lilo“.

Wir sind Schafseltern geworden.

Eine Geburt ist ein jedes Mal kleines Wunder der Natur, wie ich finde.

Ein Schaf unserer kleinen Skudden Herde lammte zum 2.Mal und hat alles souverän gemeistert. Skudden sind eine alte deutsche Nutztierrasse, die auf der roten Liste der bedrohten Nutztierarten stehen. Im Umgang sind sie äußerst unkompliziert und dafür bekannt, dass sie alles rund um die Geburt selber machen.

Weil „Lilo“ sich als Geburtstermin den 31.01.2021 ausgesucht hatte, mussten wir ein bisschen helfen.

Ich fand die Zwillingslämmer frisch geschlüpft gegen 22.00, als ich die Pferde in der bis dahin kältesten Nacht des Jahres in den Stall gelassen habe. Sie waren noch ganz nass.

Erst haben wir eine Babywärmelampe im Stall aufgebaut, damit die kleinen Fellknäule nicht erfrieren. Da wir Sorge hatten, dass der Stall abfackelt, wenn die Lampe vom Holzbock fällt, hat mein Mann sie mitten in der Nacht kurz entschlossen in den Vorraum unseres Hauses umquartiert. So konnten „Schnee“ und „Flocke“ ihre ersten Schritte ins Leben gut meistern und haben sich von der Größe her verdoppelt.

Eigentlich hätten die anderen 3 Schafsdamen auch gleich lammen können dachten wir. Denn der Bock ist als Jungtier im Juli letzten Jahres zu uns gekommen und hat „Lilo“ mit 5 Monaten geschwängert. Bleibt also spannend, ob bei den anderen nun auch noch etwas kommt.

Die Lämmer hätten es dann leichter, weil es nun deutlich wärmer ist. Wir hatten Anfang letzter Woche nachts – 15 Grad. Nun haben wir tagsüber + 10 – + 20 Grad. Ein Temperaturunterschied von 30 Grad.

Das empfinde ich weniger als ein Wunder der Natur sondern als deutliches Zeichen für den Klimawandel.

So angenehm ich es finde, in der Sonne abzuäppeln oder Heu tauchen zu können, ohne dass mir die Finger abfrieren. Frühlingsluft ist nun mal die schönste Luft.

Aber die Entwicklung macht mir Angst.

Der Klimawandel ist ein so großes Phänomen, dass man glauben könnte als einzelner Mensch nichts auszurichten. Doch ich kann und ich muss sogar in meinem kleinen bescheidenen Umfeld das verändern, was zu verändern ist, um etwas zu erreichen. Denn die Auswirkungen des Klimawandels werden für alle Lebewesen und Existenzen auf der Erde katastrophal sein.

Nach Möglichkeit kaufe ich nur Bio, aus der Region und unverpackt ein. Auch achte ich auf Getränke in Mehrweg-Glasflaschen. Vielleicht lässt es sich einrichten, mit den öffentlichen Verkehrsmittel oder Fahrrad zu fahren. Zugegebenerweise sind die Öffis im Berufsverkehr zu Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr ein schwieriges Thema.

Beispielsweise frühstücke ich seit längerer Zeit vegan. Seitdem habe ich im Laufe der Zeit alle Varianten von Gemüseaufstrichen der Supermärkte ausprobiert.

Dabei fällt mir auf, dass sich das Sortiment verändert. Manche Sorten gibt es nicht mehr. Dafür gibt es nun eine größere Auswahl mehrerer Firmen in verschiedensten Zusammensetzungen. Auch gibt es zunehmend mehr Obst und Gemüse, was unverpackt verkauft wird.

Also tut sich was. Wenn es auch langsam ist.

Jede einzelne Kaufentscheidung ist ein Signal. Dazu gehört auch, billige Presswurst im Kühlregal liegen zu lassen und stattdessen Wurst vom regionalen Fleischer zu kaufen.

Stellt Euch mal vor, wie es Eurem Pferd geht und was das täglich an Auslauf und Futtermitteln bekommt. Im Gegensatz dazu überlegt Euch, wie es wohl einer Kuh im Milchbetrieb geht. Oder wie Schweine in der industriellen Fleischproduktion gehalten werden.

Es fängt schon bei Hühnern an: Seitdem wir Hühner haben, weiß ich, dass es 21 Tage dauert bis ein Ei ausgebrütet ist. 21 Wochen braucht ein Huhn bis es ausgewachsen ist und selber Eier legt.

Unsere Küken haben sich nach 4 Wochen von Größe und Gewicht her verdoppelt.

Dagegen wird ein Broiler nach 28 Tagen geschlachtet. Was der wohl in seinem kurzen Leben alles bekommt, dass er nach 4 Wochen ausgewachsen ist und Schlachtreife hat?

Das ist für mich weniger ein kleines Wunder, sondern ein Denkanstoß.

Ansonsten hat uns das Wort mit dem großen C noch fest im Griff.

Gute Arbeit leisten dabei die Landesverbände und die FN. Beispielsweise bekomme ich über verschiedene Kanäle regelmäßig Informationen darüber, wie man Fördermittelanträge stellen kann und wo sich ein Steuerberater für Reitbetriebe Tipps holen kann.

Letzte Woche bekam ich einen Link zu einer Umfrage, mit der die FN Zahlen und Fakten sammelte. Denn sie verhandelt mit den Verantwortlichen über eine schnelle Öffnung der Reitschulen, sobald Lockerungen möglich sind. Über diese Aktionen habe ich einen Artikel geschrieben: Positives trotz Corona. Wer ihn lesen möchte, klickt einfach auf den blauen Link.

Eigentlich war zu erwarten, dass nach der Partner Pferd und der Magdeburger Pferdemesse auch die Nordpferd in Neumünster abgesagt wurde. Ob der Pferdefachtag Oberfranken stattfinden kann bleibt weiterhin spannend.

Da sich in der Politik nun ein Strategiewechsel anbahnt, der auf selbst durchführbaren Coronatests beruht, bin ich guter Dinge, dass der Neuro-Rider Kurs Ende März in Köln stattfinden kann. Vom Inhalt erwarte ich viel und freue mich sehr drauf!

Die Aussicht, dass eine Lockerungen der Kontaktbeschränkungen durch flächendeckende Coronatests möglich wird, wird Vieles erleichtern.

Hoffentlich können davon auch viele Betriebe und Ideenanbieter profitieren.

Anfang Februar gab es einen tollen Kursstart mit Einfach besser Reiten trotz Angst. Der Kurs lief zum ersten Mal und erhielt ein durchgehend positives Feedback:

Der Kurs „Besser reiten trotz Angst“ hat mir gezeigt, dass es nicht DAS Wundermittel gibt, um die Angst in manchen Situationen mit dem Pferd in den Griff zu bekommen.

Angst entsteht durch eine Vielzahl von Faktoren, deren Zusammenhänge Corinna uns anschaulich vermittelt hat. Insbesondere die von Corinna gezeigten Übungen um seinen Stress in der Angstsituation zu mildern und auch die Übungen zum Gleichgewicht und zur Entspannung finde ich sehr gut und werde sie in mein alltägliches Reiterleben integrieren.

Der Weg ist das Ziel, bzw. die Schritte auf dem Weg….

Vielen Dank für diesen tollen Kurstag und die vielen Techniken, die du uns gezeigt hast! Der Kurs ist sehr empfehlenswert!“

Andrea W. aus Eisenhüttenstadt

Deshalb findet er noch einmal am 17.04.2021 statt. Anmelden könnt Ihr euch unter dem blauen Link. Alternativ gibt es ihn auch als Onlinekurs.

Gerade lockt das Wetter nach draußen.

Und das ist gut so: Wenn die Vögel singen und die ersten Frühblüher austreiben, riecht man förmlich ein kleines Wunder der Natur

Deshalb freue ich mich auf den nächsten Pferdeführerschein Umgang, der am kommenden Samstag startet. Vom LPBB haben wir grünes Licht und die Prüfung am 26.03.2021 genehmigt bekommen.

Der Kurs war so schnell voll, dass ich für Juni eine neue Runde geplant habe- und zwar vom 05.-19.06.2021. Die Prüfung wird dann am 25.06.2021 sein.

Und zum Abschluss noch etwas Nettes:

Eine Leserin hatte mir nach der Umfrage zum Thema Datenschutz und Datensicherheit die Suchmaschinen „Startpage“ und „DuckDuckGo“ als Alternativen vorgestellt.

Beide kannte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Aber ich freue mich, konstruktive Vorschläge und Antworten zu bekommen. Jetzt habe ich „Startpage“ als Suchmaschine auf meinem Laptop installiert und ein gutes Gefühl dabei.

Bitte bleibt gesund und nutzt die Zeit, Euer persönliches kleines Wunder zu erleben.

Bis bald,

Corinna von ReitClever

Lichtblick in 2021- Neues von ReitClever Februar 2021

Brain-Gym® für Reiter Ist ein persönlicher Lichtblick in 2021 für mich.

So langsam kristallisiert sich heraus, dass es mehr als einen Lichtblick in 2021 für mich gibt.

Zwar beherrscht das Wort mit dem großen C noch fast alle Schlagzeilen.

Weiterhin schränkt es große Teile unseres gewohnten Lebens ein. Aber wir Reiter zählen zu den privilegierten Sportlern, die ihre Pferde bewegen und den damit verbundenen „Sport“ ausführen dürfen. Keiner von uns ist in einem Leitungskader, in dem er für irgendein Championat trainieren oder an einem Turnier teilnehmen dürfte.

Trotzdem können wir täglich reiten, longieren oder mit dem Pferd spazieren gehen. Manche Reitschule bietet kontrolliertes Bewegen der Schul- und Vereinspferde für ihre Mitglieder an. Denn schließlich müssen die Pferde bewegt, weiterhin gefüttert und medizinisch versorgt werden.

Auf den Seiten der FN kann man sich informieren, wie man auf finanzielle Hilfe zurückgreifen kann. Im letzten Servicebrief war dazu ein Artikel „Finanzhilfen in der Pandemie“. Beispielsweise gab er Informationen darüber, welche Förderungen wann sinnvoll sind. Unter dem Link findet Ihr mehr dazu.

Zugegebenerweise bin ich in der glücklichen Situation, als Physiotherapeutin arbeiten zu „dürfen“.

Das ist für mich weniger ein Lichtblick in 2021 als eine gewohnte Aufgabe. Inzwischen arbeite ich freiwillig mit FFP 3 Maske und Flächendesinfektion in den Behandlungsräumen. Aber ich komme unter Leute und habe weiterhin die Chance, das Geld zu verdienen, was sich die Pferde momentan nicht erarbeiten können.

Ein Lichtblick in 2021 wird der Umstand sein, dass wir nach dem letzten Lockdown einen sehr guten Sommer für die Pferden hatten. Viele Familien wollten augenscheinlich etwas nachholen und kamen zu diesem Zweck zu uns.

Auch meine Kurse für Reiter finden regelmäßig statt.

Zur Zeit gilt in Brandenburg die Regel, dass Fortbildungen mit bis zu 5 Personen stattfinden dürfen. Da wir Theorie und Praxis ohne Pferd in unserem Veranstaltungsraum machen, habe ich die Teilnehmerzahl auf 4 beschränkt.

Dort haben wir 150 Quadratmeter Platz für ausreichend Abstand und setzen auf Händedesinfektion und FFP 2 Masken.

Zwar kann sich diese Regelung ändern, wenn die Virusvarianten die Zahlen hochtreiben. Aber der Kurs „Einfach besser reiten trotz Angst“ am 06.02.2021 ist voll und wird deshalb am 27.02.2021 wiederholt. Anmelden könnt Ihr Euch unter dem blauen Link.

Ein weiterer Lichtblick in 2021 ist, dass sich der Pferdeführerschein Umgang seit Anfang des Jahres schnell gefüllt hat. Alle Teilnehmer sind nun komplett. Wenn die Auflagen so bleiben, findet er wie geplant vom 06.03.- 20.03.2021 statt. Falls sich etwas ändert, verschieben wir den Kurs auf April oder Mai.

Da die Nachfrage groß war, habe ich eine Wiederholung im Juni und September 2021 geplant. Und zwar vom 05.06.2021 bis 19.06.2021 immer samstags von 10:00- 17:00. Die Prüfung wird voraussichtlich am 25.06.2021 sein.

Doch meine positive Erwartung entspringt vor allem meiner Vorfreude:

Ich habe mich für den Kurs Neuro-Rider® von Marc Noelke angemeldet und kann es kaum erwarten.

Zum einen wurde er mir vor einiger Zeit von einer befreundeten Reitlehrerin empfohlen. Zum anderen beschäftigt er sich genau mit den Themen, die schon lange mein Steckenpferd sind.

Marc Noelke hat ein Trainingsprogramm entwickelt, mit dem er vor allem motorische Fertigkeiten und Koordination verbessert. Allerdings setzt er dazu nicht wie gewohnt an der Peripherie an. Im Gegensatz zu allen bisherigen Trainingsansätzen nutzt er dafür Hirnfunktionen. Über Hirnnerven und Augenbewegungen verbessert er vor allem das Gleichgewicht.

Ich bin wahnsinnig gespannt. Denn Brain Gym® arbeitet ähnlich.

Neurologie und das menschliche Gehirn sind schon lange mein Steckenpferd. Deshalb habe ich die Schnupperfortbildung Neuro-Rider® online bei der FN gemacht. Und es hat eingeschlagen – ich bin neugierig und möchte MEHR darüber wissen.

Auch in der Praxis arbeite ich vor allem mit neurologischen Patienten. Einer davon sagte vor kurzer Zeit zu mir, nachdem ich ein paar Neuro-Rider® Übungen mir ihm gemacht habe:

„Ein Glück haben Sie nicht im Mittelalter gelebt: Sie wären auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden.“

O-Ton eines Patienten

So faszinierend fand er, dass 20 Minuten Übungen seine Schultern und seinen Nacken bewegungsfreier machten und er danach außerdem sicher auf einem Bein stehen konnte.

Das war eine eindrucksvolle Bestätigung dafür, dass die Übungen wirklich etwas bringen. Ich selber mache sie auch, wenn Schulterverspannungen und mein Gleichgewicht schlechter werden. Fünf Minuten Übungen und ich sehe klarer.

Das wird ein Fest! Besser gesagt mein persönlicher Lichtblick in 2021!

Mal sehen, was es in dem Kurs für mich Neues zu entdecken gibt. Jetzt hoffe ich, dass der Kurs Ende März tatsächlich als Präsenzkurs stattfinden kann. Denn mit Pferden auf dem eigenen Hof und Kind im Osterferienmodus wird es schwierig, sich online auf den Inhalt zu konzentrieren.

Nichtsdestoweniger arbeite ich gerne mit Brain Gym®. Das ist eine Technik aus der Kinesiologie und verbessert die Zusammenarbeit aller Sinnesorgane mit dem Gehirn. Da die Übungen Koordination und Entspannungsfähigkeit verbessern, sind sie auch für Reiter Gold wert.

Sie kommen am Samstag bei Einfach besser reiten trotz Angst und am 10.04.2021 bei Mehr Balance für Reiter zum Einsatz. Das ist ein neuer Kurs, der sich vor allem um unser Gleichgewicht dreht. Informationen und Anmeldung unter dem blauen Link.

Beides stand auf meiner To Do Liste für 2021: Der Neuro-Rider® und ein neuer Kurs zum Thema Gleichgewicht 🙂

Was habt Ihr Euch zum Jahreswechsel vorgenommen?

Seid Ihr noch dran oder habt Ihr Euer Ziel schon aus den Augen verloren? Dann bekommt Ihr unter dem Link vielleicht ein bisschen Starthilfe. Ich habe Anfang des Jahres einen Artikel über die SMART- Strategie für Reiter geschrieben. Vielleicht kann er helfen, Eure guten Vorsätze auch tatsächlich umzusetzen.

Zu guter Letzt bräuchte Eure Hilfe.

Smartphone, Facebook und Datenschutz sind nach wie vor ein Thema für mich. Obwohl ich mit ReitClever einen smarten Ansatz verfolge und die positiven Aspekte des Internets für mich nutze. Dennoch sind Whats App und Google eigentlich Reizworte für mich. Weil ich denke, dass alle unsere Daten irgendwo gespeichert werden. Ob das in eigens erstellten Nutzerprofilen oder in dezentralen Speicherstellen für alle unsere Aktivitäten passiert, ist mir dabei eigentlich egal.

Sicher ist, dass alle unsere Klicks im besten Falle für Werbestrategien genutzt werden.

Als ich kürzlich eine Reportage über Julian Assange gesehen habe, erfuhr ich, dass Google sämtliche Daten der Wikileaks Mitarbeiter im Zuge der Anklageerhebung an die US Regierung weiter gegeben hat. Auch die Daten der privaten Mailaccounts.

Zum Glück hatte ich noch nie ein Postfach bei Google. Das hätte ich sofort aufgelöst.

Aber ich habe jetzt sowohl auf meinem Laptop als auch auf meinem Smartphone Ecosia als Suchmaschine installiert. Interessant ist, dass wenn man nach Ecosia sucht, als Erstes „Ecosia Kritik“ angezeigt bekommt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

80% der Werbeeinahmen von Ecosia, die entstehen, wenn man auf gesponserte Links klickt, sollen WWF Projekten zur Verfügung gestellt werden.

Deshalb würde ich gerne wissen, welche Messengerdienste und welche Suchmaschinen Ihr benutzt. Beantwortet dazu im Anschluss einfach die beiden Fragen.

DANKE und liebe Grüße.

Bleibt gesund und bis hoffentlich bald wieder persönlich,

Corinna von ReitClever.

Welche Messengerdienste nutzt Du? Es sind 2 Antworten möglich.

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Welche Suchmaschine benutzt Du? Es sind 2 Antworten möglich

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Frohes Neues Jahr! – Welche guten Vorsätze für 2021 hast Du gefasst?

Frohes Neues Jahr! Welche guten Vorsätze für 2021 hast Du gefasst?
Frohes Neues Jahr! Hast Du die guten Vorsätze für 2021 gefasst?

Bist Du gut über die Feiertage gekommen?

Und wie sieht es mit den Deinen Vorsätzen aus – hast Du überhaupt welche gefasst?

Bei mir ist es von Jahr zu Jahr verschieden: mal nehme ich mir etwas vor, mal auch nicht.

Meistens denke ich am Ende des Jahres darüber nach, was gut gelaufen und was verbesserungswürdig ist. Und leite mir daraus ein Ziel ab.

In den letzten Tagen und Wochen habe ich meine Onlineaktivitäten zwar stark eingeschränkt und auch nur selten in mein Postfach geschaut.

Trotzdem sind bei mir vor allem zwei Botschaften angekommen:

Corona ist doof, die Welt drum herum ist blöd und wird immer böser. Also nutze ich die Zeit und meinen Facebookaccount, die Menschen über das von mir erwartete bevorstehende Böse aufklären und warnen zu wollen. Dazu nutze ich dieselben Verallgemeinerungen und Anschuldigungen, die ich der anderen Seite vorwerfe.

Zugegebenerweise lese ich so etwas nur selten. Zwar finde ich es spannend, zu sehen, wie man sich damit selbst in eine Opferrolle bringt. Und anstatt sich die Fähigkeit zuzugestehen, sein Leben in die Hand zu nehmen und selber etwas verändern zu können, beschimpft man lieber die anderen.

Aber ehrlich gesagt zieht mir das zu viel Energie, mich damit länger auseinander zu setzen.

Helfen kann man sowieso nur denjenigen, die etwas ändern wollen.

Auf der anderen Seite stehen positive Aussagen und Botschaften.

Die ich natürlich viel lieber lese.

Die die aktuelle Zeit als Herausforderung sehen. Als Chance zur Veränderung. Die Schreiber, die durch das Homeoffice mehr Zeit mit ihrem Pferd haben und sie genießen. Und die entstehenden Zeitfenster nutzen, zu wachsen. Sich fortbilden. Oder neue Dinge lernen.

Das sind auch diejenigen, die sich Ziele setzen.

Wie sehen Deine guten Vorsätze für 2021 aus?

Vielleicht fühlen sich die ersten Schritte dahin etwas komisch an. Weil es möglicherweise Neuland ist.

Aber eigentlich ist es doch ein schönes Gefühl so ein Anfang.

Weil Du selber entscheiden kannst, wie und womit Du die leeren Seiten des neuen Jahres füllen kannst. Bestimmst Du selber, welche Kapitel es geben wird? Oder gibt es andere Mitschreiber in Deinem Leben? An Deiner Entwicklung und an der Deines Pferdes?

Für 2021 habe ich ganz genaue Pläne:

Es soll das Jahr von ReitClever werden!

Vor mehr als 2 Jahren fiel mir durch Zufall ein Buch in die Hände, was ich in den folgenden Tagen gelesen und den Inhalt aufgesogen habe. Es wurde mein Leitfaden für die kommende Monate.
Die Idee von ReitClever entstand.

Ich persönlich glaube nicht an Zufälle. Nur an Gelegenheiten und Wegabzweigungen. Diese werden dann erkennbar, wenn man die Möglichkeit einer Kursänderung im Hinterkopf hat.

Doch Reitclever wurde fassbar.

Ich habe in der folgenden Zeit eine ganze Menge gelesen und gelernt. Eigentlich hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass ich in der Lage sein würde, eine Internetseite mit integriertem Shop alleine auf die Beine zu stellen.

Aber es ist mir gelungen.

Mit Unterstützung, wenn ich Hilfe brauchte.

Aber im Großen und Ganzen ALLEINE: Meine Idee, mein Konzept, meine Umsetzung.

2020 im zweiten Jahr ist eine ganze Menge auf der Seite passiert. Ich habe sie immer wieder verändert.

Es wurden Onlinekurse von Reitern gekauft. Oder es haben sich auf der Seite Teilnehmer zu meinen Präsenzkursen angemeldet.

Und jetzt ist es an der Zeit zu wachsen.

2021 wird das Jahr, in dem die Idee drei Jahre alt wird.

Dann ist sie aus den Kinderschuhen heraus und es wird sich zeigen, ob sie tragfähig ist oder nicht.

Deshalb plane ich, vom 16.04.2012- 18.04.2021 auf der Messe Nordpferd in Neumünster zu sein. Und am 29.05.2021 beim Pferdefachtag Oberfranken mitzumachen.

Corona habe ich dabei im Hinterkopf.

Doch ich gehe davon aus, dass im Frühjahr und Sommer wieder mehr Aktivitäten möglich sein werden. Dass die Menschen wie zu unserem Kunstgewerbemarkt im August 2020 Lust haben, ´Raus zu gehen und sich Dinge anzuschauen. Input bekommen und Neues erleben wollen.

Genau das ist mein Plan.

Ich werde zwei erfolgreiche Onlineprogramme als Bücher herausbringen. Einfach besser reiten trotz Hüftarthrose zum Anfassen. Zum darin Blättern und lesen.

Da ich es auch liebe, ein neues Buch in die Hand zu nehmen und mir neues Wissen anzueignen.

Vielleicht gelingt es dem einen oder anderen Reiter mit Einfach besser Reiten trotz Angst über sich hinaus zu wachsen und wieder entspannt auf dem Pferd zu sitzen.

Beide Bücher sollen dann auf der Messe erhältlich sein. Das wird sich auch für mich anders anfühlen, als am Messestand mit leeren Händen auf eine Internetseite und ihre Onlinekurse zu verweisen.

Wie ich an meinen Zielen festhalte in diesen unsicheren Zeiten?

Ich habe sie einfach in meinem Fokus und neige dann dazu, weder nach rechts noch nach links zu schauen. Manchmal nehme ich Dinge aus meiner direkten Umgebung gar nicht wahr. Ist vielleicht nicht immer günstig. Aber ich sehe so auch nicht, was mich davon abhalten könnte, anzukommen.

Dass dies eine gute Strategie ist, hat mein Pferdeführerschein Umgang gezeigt. Diese Kursreihe habe ich vor zwei Jahren noch als Basispass bei uns auf dem Hof etabliert.

So hatte ich zwischen den Jahren überraschenden Besuch: Eine Teilnehmerin des letztes Pferdeführerscheines Umgang stand am Tor und überreichte mir ein Weihnachtsgeschenk.

Sie und ihre Freundin wollten sich damit für den tollen Kurs und den guten Input bedanken.

War ich überrascht. Darüber hinaus habe ich mich tierisch gefreut!

Dabei hat sie mir erzählt, dass sich ab und zu noch Teilnehmer des Kurses treffen. Vor allem, dass die junge Dame, die in der Prüfungsvorbereitung Angst vor dem großen Pferd bekommen hat, nun regelmäßig zum Reitunterricht kommt. Sie ist ein Dreamteam mit dem hofeigenen Shetlandpony geworden und kann die Zeit zwischen den Reitstunde kaum aushalten. Ein schöner Erfolg!

Also mach etwas!

Behalte Deine guten Vorsätze für 2021 im Fokus. Setze Dir Ziele und trau Dich, darauf zuzugehen. Corona kann eine Verzögerung oder einen Umweg bedeuten. Aber es wird Dich nicht davon abhalten, das zu erreichen, was Du wirklich willst. Und Du machst damit einen Unterschied: Für Dich, für Dein Umfeld und auch für Dein Pferd! Indem Du besser wirst und zielgerichtet auf etwas hinarbeitest. Dann macht es Dir mehr Spaß und Du bist besser drauf.

Kennst Du die 72-Stunden Regel?

Sie besagt, dass wenn du ein Vorhaben nicht in 72 Stunden beginnst, die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass du es tatsächlich umsetzt.

Nun begann das Jahr mit Feiertagen und du hat die Zeit wahrscheinlich genossen.

Trotzdem wäre es nun an der Zeit, die guten Vorsätze für 2021 in die Tat umzusetzen.

Wenn Du beispielsweise mal wieder einen Kurs belegen möchtest:

Der nächste Pferdeführerschein Umgang startet am 06.03.2021.

Und am 06.02.2021 gibt es den Kurs Einfach besser reiten trotz Angst als Präsenzkurs bei mir auf dem Hof. Nähere Informationen gibt es, wenn Du auf den blauen Link klickst.

Um seine guten Vorsätze für 2021 oder seine Ziele tatsächlich zu erreichen, gibt es Hilfestellungen.

Eine davon ist die sogenannte SMART- Strategie. Die werde ich kommende Woche in einem Blogartikel vorstellen. Bis dahin kannst Du ja den Mentalcheck für Reiter machen. Diese Seite hat Anfang Dezember ein Facelifting erhalten ;-).

Bis dahin wünsche ich Euch viel Spaß und eine schöne Zeit!

Bei uns hat es gestern geschneit und die Pferde hatten richtig Spaß durch den Schnee zu toben. Wir Menschen waren nachmittags rodeln.

Corinna von ReitClever

Eine schöne Weihnachtszeit wünsche ich Dir!

Eine schöne Weihnachtszeit wünsche ich Euch!!
Eine schöne Weihnachtszeit mit viel Vorfreude!

Kennst Du das?

Die Weihnachtsvorbereitungen rücken in Sichtweite.

Und Du erledigst die Einkäufe für Deine Lieben zum Fest auf dem Weg zwischen Job und Stall.

Wenn Du gut bist, nimmst Du Dir in der Adventszeit mal einen Nachmittag oder Samstag „frei“ und leistest Dir einen Shoppingtag.

Aber häufig ist das meiste auf Deinem Einkaufszettel für Dein Pferd und Deine Familie. Oder für die beste Freundin und die Haustiere.

An was hast Du für Dich gedacht? Ein Buch, etwas Kosmetik, eine extra Packung Dominosteine?

Da die meisten Reiter so ticken, habe ich mir in diesem Jahr etwas überlegt:

ReitClever hat einen Adventskalender für Reiter gebastelt! Klick auf den blauen Link, um ihn Dir anzuschauen.

Jeden Tag ein Produkt, was NUR FÜR DICH ist. Der Link zum Fitnesscheck ist es gleich heute.

In den nächster Zeit pro Tag ein Rabattgutschein auf jeweils einen Kurs. Der Gutscheincode gilt für diesen Tag und diesen Kurs.

An den Adventssonntagen und am Heiligabend gilt der Rabatt sogar auf alle angebotenen Kurse.

Schau mal rein, da ist auf jeden Fall etwas für Dich dabei.

Und um Dein schlechtes Gewissen zu beruhigen: eigentlich ist das Geschenk auch für Dein Pferd! Denn je besser Du Dich bewegst und sitzst, desto angenehmer bist Du für Dein Pferd.

Weil die Vorweihnachtszeit gezwungenermaßen anders verlaufen wird als in den letzten Jahren gibt es andere Ideen.

Weihnachtsshopping- Advebtsrabatt
Weihnachtsshopping

Um Abstand zu bekommen und mir etwas Zeit für mich zu schenken, habe ich mir vorletztes Jahr vorgenommen, jeden Jahr einen anderen Weihnachtsmarkt zu besuchen.

Das habe ich dann mit dem Einkauf der Weihnachtsgeschenke verbunden.

Während ich in den Jahren davor mit meinem Sohn in Potsdam und Dresden war, bin ich letztes Jahr alleine nach Leipzig gefahren. Die Innenstadt dort gefällt mir sehr gut und ich habe ganz in Ruhe alle Weihnachtsgeschenke bekommen. Als ich keine Lust mehr hatte, waren Glühwein und Pommes dran. Dabei habe ich mir den übergroßen Adventskranz angeschaut und all die schön beleuchteten Holzhütten, die einen Weihnachtsmarkt ausmachen. Inzwischen gehört eine Weihnachtsmarktbesuch für mich für eine schöne Weihnachtszeit unbedingt dazu!

Das hat mir so gut gefallen. dass ich mich in diesem Jahr mit einer Kinesiologiekollegin in Erfurt treffen wollte. Sie wohnt in Bayern und wir hätten auf halber Strecke für beide Zeit zum Quatschen und zum abschalten gehabt.

Daraus wird leider nichts werden. Auch der alternative Glühweinumtrunk in Berlin fällt wohl aus. Trotzdem freue ich mich auf die Weihnachtszeit: Seit Sonntag leuchtet der Herrenhuther Stern bei uns auf dem Hof und die Plätzchen nach einem Familienrezept schmecken wie immer frisch am besten. Anstelle der vorweihnachtlichen Besuche und Weihnachtsfeiern bekommen meine Lieben in diesem Jahr ein Paket von mir. Mit gebackenen Keksen, dem jährlichen Hofkalender und einem passenden Buch.

Das habe ich mir vorgenommen!

Denn ich liebe Dussmann in Berlin: ein Kulturtempel auf drei Etagen mit Sitzecken zum Schmökern. Dort kann man in Ruhe schauen, jede Idee auf Buch und Gefallen prüfen und neue Anregungen sammeln.

Als ich letzte Woche für unseren Wocheneinkauf in einem größeren Einkaufscenter war, habe ich mich ein bisschen erschrocken. Freitag nachmittags um 14.00 war der halbe Parkplatz leer.

Für die vormittäglichen Rentner, die ihre Einkaufswagen überall im Gang stehen lassen, war der Zeitpunkt zu spät und gegen 17.00 wurde es sicherlich auch voller. Trotzdem empfand ich das Einkaufen als ungewohnt entspannt. Weniger Leute- mehr Platz.

Das ist zwar schön, lässt mich aber doch um die Einzelhändler bangen. Sicherlich haben viele Menschen Angst vor Corona. Aber deshalb alles im Internet zu kaufen halte ich für keine gute Idee.

Die Coronaignoranten führen als Hauptargument an, dass die Wirtschaft leidet und viele Existenzen pleite gehen. Aber das tun sie nur, wenn keiner mehr bei ihnen kauft.

Amazon und Ebay florieren und beides sind keine deutsche Unternehmen. Die Angestellten bei Amazon werden schlecht bezahlt und die Steuern fließen in die USA ab.

Das macht sich kaum einer klar. Sicherlich ist es bequem, auf dem Sofa zu klicken und das gewünschte Objekt später nach Hause geliefert zu bekommen. Wahrscheinlich bekommt der Paketbote dann auch kein Trinkgeld, weil das Schnäppchen so schön billig war.

Also macht Euch einen Kopf, wo ihr kauft und wem Ihr Euer Geld gebt. Auch könntet Ihr anstatt essen zu gehen, bei Eurem Lieblingsladen Essen bestellen und das dann mit den Personen eurer Wahl genießen. Ist nicht so schön wie essen gehen. Weiß ich. Sichert aber die Existenz dieses Ladens.

Auch sonst ist es gerade nicht so einfach.

Lange Zeit war nicht klar, ob und wie es für Pferdebetriebe weiter gehen kann. Viele Lehrgänge und Mitgliederversammlungen wurden abgesagt.

Zwar sind Veranstaltungen mit Unterhaltungscharakter laut Eindämmungsverordnung für Pferdesport-Vereine und Pferde haltende Betriebe im Land Brandenburg untersagt (§ 7 Abs. 3). Aber Veranstaltungen ohne Unterhaltungscharakter unter freiem Himmel mit weniger als 100 zeitgleich Anwesenden und in geschlossenen Räumen mit weniger als 50 zeitgleich Anwesenden sind erlaubt. Das kann man auf der Seite des LPBB und auch des MBJS nachlesen.

Also können Präsenzkurse im Dezember 2020 wieder stattfinden.

Konkret heißt das, dass es kommenden Samstag Spiraldynamik® für Reiter am 05.12.2020 bei uns läuft. Natürlich unter Einhaltung eines Hygienekonzepts. Für Kurzentschlossene gibt es noch zwei 2 Plätze.

Auch steht meine Kursplanung für 2021. Obwohl sie möglicherweise wegen weiterer Einschränkungen verändert werden muss. Alle Kurse des Novembers wurden auf Frühjahr 2021 verlegt. Als Zusatztermin habe ich für Spiraldynamik für Reiter den 27.03.2021 geplant.

Je nach Länge der Kontaktbeschränkungen kann er auch im April stattfinden.

Da wird die Lage auf Grund der Witterungsbedingungen entspannter sein.

Und es gibt eine Initiative der FN, die weitgehend unbemerkt blieb.

In der letzten Ausgabe des FN Servicebriefes bin ich auf das Trainermobil für Vereine aufmerksam geworden.

Da Ausbilder und Trainer eine Schlüsselrolle für die Pferdebegeisterung von groß und klein spielen, wird ihnen eine große Bedeutung beigemessen. Um sie zu unterstützen, fährt die FN in Vereine und Betriebe. Ziel ist es, sich auszutauschen und Tipps für die weitere Arbeit dort zu lassen.

Dass bei dem Besuch Ausbilder aus Nachbarvereinen dazu kommen ist ausgesprochen erwünscht. Denn die Trainermobil – Termine sind begrenzt und die Reichweite soll so groß wie möglich werden.

Da das Projekt von den Persönlichen Mitgliedern der FN und dem DOSB gesponsert wird, ist der Termin für die Vereine kostenlos.

Die Termine werden nach der Bewerbung an die FN vergeben. Wer Lust hat so einen Besuch für seinen Betrieb oder seinen Verein zu organisieren, kann sich unter elempa-roeller@fn-dokr.de bewerben. Da das Projekt auf ein Jahr begrenzt ist, solltet Ihr das vielleicht bald tun.

Falls Ihr einen Termin bekommt, würde ich als Gast gerne dazu eingeladen werden ;-).

Denn mich interessiert auch, wie so ein gemeinsames Training abläuft.

Jetzt wünsche Ich Dir eine schöne Weihnachtszeit!

Wenn Dir etwas nicht gefällt, dann fang bei Dir an, das zu verändern.

Dabei wirst Du Dich wundern, was Dein Verhalten für Folgen hat. Nicht nur, dass Du lockere auf dem Pferd sitzst, wenn Du anfängst regelmäßig zu turnen. Darauf wird Dein Pferd reagieren. Auch die Menschen um Dich herum werden wahrnehmen ,dass Du etwas anders machst. Entweder fragen sie nach oder sie probieren unauffällig aus, was Du ihnen vorlebst.

Also mach etwas aus dieser besonderen Zeit!

Und bleib vor allem gesund!

Corinna von ReitClever.

Es gibt gute Nachrichten: die Kursplanung 2021 steht

Hygienekonzept ReitClever
Corona macht es nötig: Hygiene und Abstandsregeln bei Kursen

Lange Zeit war es nicht klar, ob und wie es weiter gehen kann. Denn irgendwie waren alle wegen der neuen Kontaktbeschränkungen, die für den November veröffentlicht wurden, verunsichert.

Zwar sind Veranstaltungen mit Unterhaltungscharakter laut Eindämmungsverordnung für Pferdesport-Vereine und pferdehaltende Betriebe im Land Brandenburg untersagt (§ 7 Abs. 3).
Aber Veranstaltungen ohne Unterhaltungscharakter unter freiem Himmel mit weniger als 100 zeitgleich Anwesenden und in geschlossenen Räumen mit weniger als 50 zeitgleich Anwesenden sind erlaubt.
Da kann man auf der Seite des LPBB und auch des MBJS nachlesen.

Also können Präsenzkurse ab Dezember 2020 wieder stattfinden.

Konkret heißt das, dass Spiraldynamik® für Reiter am 05.12.2020 stattfindet. Natürlich unter Einhaltung eines Hygienekonzepts, was Ihr unter dem blauen Link nachlesen könnt.

Auch steht die Kursplanung für 2021, obwohl sie wegen möglicher weiterer Einschränkungen erschwert werden könnte.

Alle Kurse des Novembers 2020 mussten auf Frühjahr 2021 verschoben werden.

Als Zusatztermin habe ich für Spiraldynamik für Reiter den 27.02.2021 geplant. Je nach Länge der Kontaktbeschränkungen kann er auch im April stattfinden. Da wird die Lage auf Grund der Witterungsbedingungen entspannter sein.

Schönes Feedback beim letzten Pferdeführerschein Umgang
Schönes Feedback

Doch das Feedback der Kursteilnehmer aus diesem Jahr motiviert mich bei der Kursplanung für 2021.

Wenn ein Kurs Spaß macht und ein voller Erfolg wird freue ich mich auf die folgenden Kurse.

So wird es beim nächsten Pferdeführerschein Umgang sicher wieder schöne Momente geben. Da wir den Hauptteil des Kurses draußen machen, wird er wahrscheinlich auch zu den geplanten Terminen stattfinden können.

Verhalten im Straßenverkehr
Verhalten auf der Straße Pferdeführerschein Umgang

Er steht an drei Samstagen im März 2021 an. Nämlich am 06.03.2021, 13.03.2021 und 20.03.2021.

Die Prüfung wird dann rechtzeitig vor Beginn der Osterferien am Freitag, den 26.03. 2021 stattfinden.

Ob die weiteren Präsenzkurse laufen können, werde ich je nach Nachrichtenlage Anfang des Jahres entscheiden.

Damit es bis dahin nicht langweilig wird, habe ich meine Kursseite neu sortiert und auch die Kursinhalte überarbeitet.

Bei den Onlinekursen geht es für 9,95€ mit den kleinen Kursen los: Jeweils 5 Übungen geben einen Ansatz für einen besseren Sitz, mentale Stärke und lockeres Reiten. Mit ein paar Hintergrundinformationen könnt Ihr schnell losüben und Euch auf den nächsten Ritt vorbereiten.

Mehr Informationen und ein ausführlicheres Übungsprogramm gibt es für 19,95€ bei den Kursen Einfach besser sitzen, einfach besser steuern und einfach locker reiten. Diese Kurse zielen darauf ab, zu verstehen, warum Manches auf dem Pferd schief geht und was Ihr tun könnt, um Euer Reiten zu verbessern.

Darüber hinaus habe ich die letzten Wochen genutzt passend zum letzten Tag der Cleveren Reiter den Kurs „Einfach besser reiten trotz Angst“ fertig zu stellen. Neben wissenswerten Informationen über unsere Hirnfunktionen und wie es überhaupt zu Angstreaktionen kommt, gibt es gezielte Übungsanleitungen. So kann man sich zuhause im stillen Kämmerlein seiner Angst zu stellen und diese überwinden. Einem lockeren los-reiten steht danach weniger im Wege. Den Kurs gibt es sowohl als Onlinekurs als auch als Präsenzkurs, der am 06.02.2021 stattfinden soll.

Wenn Ihr Interesse an den Kursen habt, klickt einfach auf die blauen Links.

Und Einfach besser Reiten trotz Hüftarthrose“ wird Anfang 2021 als Buch erscheinen 🙂 Ich freue mich total darauf!

Kurse für Reiter

Also bleibt entspannt und nutzt die kontaktarme Zeit, etwas für Euch und Andere zu tun.

Schaut, bei wem Ihr euer Essen bestellt und mit nach Hause nehmt.

Für wen Ihr als Weihnachtsgeschenk vielleicht einen Kino- oder Theatergutschein besorgen könnt.

Und nutzt die Zeit vor allem, etwas FÜR EUCH zu tun.

Das geht auch in Zeiten einer erschwerten Kursplanung 2021.

Und bleibt gesund!

Corinna von ReitClever

Was hast Du in nächster Zeit vor? Gut leben in der zweiten Welle

Wie kann man gut leben in der zweiten Welle? Idem man viel Zeit mit seinem Pferd draußen verbringt.
Gut leben in der zweiten Welle durch Zeit mit dem Pferd

Guten Morgen aus dem beschaulichen Brandenburg!

Bist Du eher genervt von den aktuellen Einschränkungen oder freust Du Dich auf mehr freie Zeit, in der Du das machen kannst, was Du schon lange vor Dir her geschoben hast?

Der Moment ist gut – das kühle Novemberwetter lädt eher zum Einkuscheln auf dem Sofa als zu stundenlangen Ausgehtrips ein.

Und eines muss man sich immer vor Augen halten: egal was die Nachrichtenlage bringt: „Uns geht es gut!“

Wir haben trotz der aktuellen Situation ein Dach über dem Kopf.

Wir können essen, was wir wollen  und sind mehr oder weniger gesund.

Corona ist in aller Munde, aber als unsichtbares Virus nicht zu fassen.

Außerdem haben wir unsere Pferde. Dort können wir draußen sein und als Individualsportler weiter machen wie gehabt. Das sind die gute Voraussetzungen für gut Leben in der zweiten Welle.

Vielleicht hatte unser Immunsystem sogar schon Kontakt mit diesem oder einem ähnlichen Virus.

Dann sind müssen wir nichts befürchten.

Vielleicht gehören wir aber auch zu den wenigen Menschen, wo das Immunsystem nach dem Kontakt mit dem Virus eine starke Antikörperreaktion starten würde. Die dabei entstehenden Eiweiße  sind für die zusammenbrechenden Systeme im Körper verantwortlich.

Wir wissen es nicht.

Und ehrlich gesagt möchte ich das nicht ausprobieren. Deshalb nehme ich die aktuellen Empfehlungen ernst. Abstand halten mache ich sowieso gerne. Denn auch im ruhigen Brandenburg nehmen die Fallzahlen schnell zu.

Das führte dazu, dass wir schon in der letzten Woche einen Kindergeburtstag absagen mussten: Denn dabei treffen Personen aus mehr als  zwei Haushalten zusammen. Das ist  aktuell nicht möglich.

Also finden auch im November bei uns auf dem Hof weder Kurse noch Veranstaltungen statt.

Das ist schade, aber nicht lebensbedrohlich.

Viel mehr freue ich mich auf Zeit zuhause und am Schreibtisch.

Da ich in den letzten Wochen viel zu tun hatte, ist Einiges liegen geblieben, was mir am Herzen liegt. Und ich freue mich auf ruhige Stunden, in denen ich das tun kann, was ich schon seit langer Zeit tun möchte.

In letzter Zeit hat die FN ihr Onlineangebot an Fortbildungen für Reiter aufgestockt. Das kann man dann auf dem Sofa am Laptop genießen, anstatt in einer kalten Reithalle zu sitzen.

So habe ich im Oktober am „Neuro- Rider“ von Marc Noelke teilgenommen. Sehr spannender Ansatz. den ich ganz bestimmt in meinen zukünftigen Kursen aufgreifen werden. Denn Augen und Gleichgewicht gehören eng zusammen. Wer Lust hat, mehr darüber zu lesen, klickt auf den Link.

Auch sonst fühle ich mich in meinen aktuellen Befinden nicht eingeschränkt. Was ist eine Maske vor Mund und Nase gegen den Zustand, auf einer Intensivstation beatmet zu werden?

„Also geht es mir gut.“

Das ist die Aussage, die ich Menschen mit auf den Weg gebe, die eine blöde Situation schlecht weggesteckt haben. „Du hast es überlebt und Dein Pferd hat es auch überlebt.“

Das trifft in den allermeisten Fällen auf Reiter nach Schreckmomenten zu. Tragisch ist, wenn einem von beiden dabei etwas passiert ist.

Aber wenn man lernt, auf sein Bauchgefühl zu hören werden Unfälle seltener. Weil der Körper eine Art Frühwarnsystem installiert hat, was einen an diesem Tag vielleicht lieber doch nicht ausreiten lässt. Unfälle passieren immer dann. wenn man trotz eines blöden Gefühls etwas macht, was sich im Nachhinein als falsch herausstellt.

Also tritt mit Dir und Deinem Bauchgefühl in Kontakt. Es wird Dir in schwierigen Situationen den Weg weisen. Wenn Du im Nachhinein sagen kannst: “ Ich habe blöd reagiert, aber mir geht es gut“ hilft das, die Situation zu entschärfen. Du kannst Dir klar machen, wo Du gut reagiert hast und wann es begann, schief zu gehen. Dabei tief durchatmen ist ganz wichtig.

Beides  hilft dem Gehirn den Schock zu verdauen.

Außerdem kann es sich so eine Strategie für später zurecht legen.

Das funktioniert auch bei der momentan mehr oder weniger wahrgenommenen Bedrohung durch Corona und die Terroranschläge in Wien und Frankreich. Gut leben in der zweiten Welle ist bei diesen Themen für das eigene Wohlbefinden genau so wichtig. Wenn Du ein komisches Gefühl im Bauch hast, nimm es ernst!

Setze Dich abends in Ruhe entspannt hin und atme in Deine Hände, die Du dazu auf den Bauchnabel legst.

Frage Dich, was genau Dich beschäftigt oder was für das Bedrohungsgefühl verantwortlich ist.

Lasst Dich auf den Dialog mit Deinem Köper ein. Und lass die Nachrichten aus der Welt außen vor. Sie sind aufregend, haben aber mit Deiner aktuellen Situation in den seltensten Fällen etwas zu tun. Einmal am Tag Nachrichten hören reicht. Du musst Dich nicht mehrmals täglich unter Stress setzen.

Mache Dir im nächsten Schritt klar, wie gut es Dir gerade geht.

Beispielsweise dass Du in der warmen Badewanne liegen kannst. Dass Du schöne Momente mit Eurem Pferd genießen kannst.

Und dass Du trotz der aktuellen Coronamaßnahmen genug zu essen hast.

Falls Du gerne essen gehst, unterstütze Deinen Lieblingsladen. Wenn Du das Essen dort bestellst kannst Du es zuhause genießen. Der Gastronomie und der Kunst geht es im Moment alles andere als gut.

Doch ist es ein positives Signal, zu überlegen, wo und wen man unterstützen kann. Wenn Du etwas Gutes tust, geht es Dir selbst danach besser. Gut leben in der zweiten Welle wird so greifbarer.

Wir Menschen sind uns bewusst, dass wir einen sehr leistungsfähigen Biocomputer haben.

Daraus leiten wir ab, dass wir jederzeit Herr unserer Sinne sind und meist bewusst und mit Überblick handeln. Tatsächlich sind nur 10-15%  unserer Handlungen bewusst. Der Rest läuft in Teilen unseres Gehirns ab, die wir nicht aktiv steuern können. Diese Systeme haben dazu geführt, dass wir heute da sind, wo wir sind. Denn sie haben unseren Körper bis heute überleben lassen.

Nur vermitteln uns genau diese Systeme ein Gefühl von Bedrohung, wenn wir etwas nicht fassen können. Wenn wir die Nachrichten hören. Wenn wir die Ängste und Missstimmungen der Menschen spüren, die das Gefühl haben, die große Weltverschwörung rückt näher. Die die Empfehlung, zur Zeit lieber bargeldlos zu zahlen, als Beweis dafür nehmen, dass das Bargeld abgeschafft werden soll.

Die Menschen, die solche Theorien verbreiten, arbeiten subtil. Sie lassen glauben, das Beste für das Gegenüber zu wollen. Dabei aktivieren sie mit ihren Ausführungen genau die unbewussten Systeme unseren Körpers, die eine Bedrohung wahrnehmen. So schüren sie Angst anstatt Zuversicht.

Lass sie doch reden. Und schalte sie aus Deiner Wahrnehmung aus. Du musst ihnen nicht zuhören.

Mache Dir klar, wie gut es Dir geht.

Dass Du eine Familie hast. Ein Pferd und Freunde. Ein Zuhause, in dem Du Dich wohl fühlt. Wenn das nicht so ist, bekommst Du in den nächsten Wochen Zeit, daran etwas zu ändern. Hausputz, Umdekorieren, Kleiderschrank ausmisten: das sind konstruktive Tätigkeiten, in denen Du etwas für Dich tun kannst. Du fühlst Dich danach besser.

Lies die Bücher, die schon lange auf Deiner Liste stehen. Indem Du erstmal zur Ruhe kommst und Anregungen für später sammelst. Damit gibst Du Dir und Deinem Pferd die Möglichkeit, zu wachsen.

Die Zeit am Jahresende lädt zur Besinnung ein. Auch zu der Frage, was habe ich in diesem Jahr alles erreicht und wo möchte ich nächstes Jahr hin. In den kommenden Wochen hast Du die Chance, zu erarbeiten, was Dir hilft, später durchzustarten. Gut leben in der zweiten Welle passt dazu.

Also entspann Dich. Besinne Dich auf Dich und ziehe Kraft aus den Dingen, die Dir gut tun.

Wenn es irgendwo hakt, hast Du nun genug Zeit, das zu beheben.

Zu  diesem Thema habe ich gestern ein schönes Feedback einer Teilnehmerin vom Tag der Cleveren Reiter 2020 bekommen:

“ Liebe Corinna,

gut 4 Wochen ist nun der tolle „Tag der Cleveren Reiter“ her und ich möchte noch mal Danke sagen, auch von meiner Stute, da sich in dieser Zeit eine Menge positives in unserer Beziehung getan hat. 3 Monate hatte ich sie als RB, dann habe ich sie  ganz übernommen (3 Monate vor „dem Tag“…) und die Ängste fingen an. Ich war nun der Meinung, jetzt muss alles klappen, und es folgten die Blockaden.

Nach den Vorträgen und dem Austausch mit den anderen Gästen – eben mal auch in meinem Alter – wurde viel“ angeschubst“ und ich konnte das „muss“ langsam wieder los lassen, wodurch es Pferd und mir natürlich viel besser geht.

Wir profitieren weiter davon, es wird (wieder) geklopft und gemeinsam geatmet und gibt kein“ ich muss jetzt“ mehr.

Es würde mich freuen, wenn noch mehr Pferdemenschen und natürlich auch die tierischen Freunde von dir und den anderen verständnisvollen Profis  profitieren.

Herzlichst Michaela R. aus Kremmen /Sommerfeld“

Also bleibe dran an Deinen Projekten.

Besser werden kannst Du immer. Dadurch fühlst Du Dich besser. Und Du verschaffst Dir innere Stärke, um aus Krisenzeiten gestärkt hervor zu gehen. Und Du gehst in Richtung gut leben in der zweiten Welle.

Bitte bleibe vor allem gesund!

Corinna von ReitClever

P.S.: In einem Monat ist Nikolaus. Also steht Weihnachten schon fast vor der Tür 🙂

„Das war ein toller Tag!“ zum Thema Vertrauen und Angst

Der Tag der Cleveren Reiter zum Thema Reiten trotz Angst
Der Tag der Cleveren Reiter am 03.10.2020

So die kurze Zusammenfassung einer Teilnehmerin am Samstagabend beim Tag der Cleveren Reiter. Zum Thema „Reiten trotz Angst“ hatten wir uns am 03.10.2020 auf dem Kinesiologiehof Zossen versammelt, um Hintergründe und Lösungswege in Richtung angstfrei reiten zu erarbeiten.

Und es war wirklich ein toller Tag! Wunderbares Herbstwetter lockte und die Sonne gab tagsüber alles, um uns in den Pausen im Innenhof durchatmen zu lassen.

Auf Grund der theoretischen Anteile, die via Beamer präsentiert wurden, fand der Tag der Cleveren Reiter in unserem Bullenstall statt.

Der bot eine gemütliche Atmosphäre und ein bisschen Geborgenheit.

Denn die war notwendig, um das Vorhaben der Teilnehmer, sich ihren Stressmomenten mit Pferden zu stellen, zu unterstützen.

Jeder Reiter kennt den Moment, in dem ihm ein Schreck in die Glieder fährt. Und in dem auch das Pferd zuckt und weg springt oder davon rennt. Wenn dieser Moment ein Schreckmoment bleibt und alles gut geht, kann man den gut verdauen. Falls aber etwas schief geht und man sich weh tut oder sich das Gefühl entwickelt, das Pferd nicht mehr kontrollieren zu können, können Ängste entstehen. Und die muss man akzeptieren, ehe man lernen kann, sie wegzustecken.

Vertrauen und Angst liegen also ganz dicht beieinander.

Das ist das, was Pferde von uns wollen.

Als Meister der Körperspracheninterpretation können wir ihnen sowieso nichts vor machen.

Aber anstatt die Maske aufzusetzen und ihnen etwas vorspielen zu wollen, entlastet man die Pferde, indem man ihnen die Verantwortung übergibt. Indem man sich als  Reiter nicht nur sprichwörtlich von ihnen tragen lässt.

Gemütliche Stimmung beim Tag der Cleveren Reiter am 03.10.2020
Stephanie Ostendorf beim Tag der Cleveren Reiter

So erklärte uns die Tierkommunikatorin Stephanie Ostendorf die Sichtweise der Pferde auf uns Menschen. In ihrem sympathischen Vortrag plauderte sie aus dem Nähkästchen und erzählte von ihren Begegnungen und Gesprächen mit Pferden.

Dadurch konnte sich jeder Zuhörer besser in seinen tierischen Partner hinein versetzen.

Überhaupt bot der Tag viele Einblicke in die Möglichkeit Vertrauen und Angst als gleichberechtigte Partner zu sehen.

Vertrauen ist das Schlüsselwort, dass sich durch den ganzen Tag zog.

Vertrauen zu sich, Vertrauen zu seinem Pferd und auch Vertrauen zu den Begleitern, die man sich für sein Pferd ausgesucht hat: Reitlehrer, Stallbesitzer oder auch Mitreiter in Halle und Platz. Vor allem gilt das auf einem Ausritt.

Denn wenn es dem Pferd nicht gut geht und es in seinem Zuhause täglich Stressmomenten erlebt, wird es uns nicht entspannt tragen können.

So sind Umgebung und Haltung genauso wichtige Faktoren wie das konsequente ruhige Auftreten des Reiters. Nur dann kann sich gegenseitiges Vertrauen von Reiter und Pferd entwickeln.

Tritt der Reiter weniger als überlegende Leitfigur auf, können Vertrauen und Angst auch beim Pferd ins Ungleichgewicht geraten. In diesem Zusammenhang meint das Wort „überlegen“ weniger das körperliche Dominanzgefühl, sondern eher die Fähigkeit, sich zu hinterfragen und zu überlegen, was man erreichen möchte. Schon im Kleinen bedeutet das, sich täglich klar zumachen, was man eigentlich signalisieren und erreichen möchte.

„Ein Pferd lernt nur im Parasympathikuszustand“

war die Hauptaussage von Beate Petrick ihres Beitrags „Psychomotorik von Pferd und Mensch.“ Dazu bot sie viele Beispiele und Handlungsanleitungen, wie man ein pferdegerechtes Training aufbaut und ausführt.

Wie man aus dem Stressmodus, der überlebenswichtig ist, in den Entspannungszustand kommt,

war Bestandteil der praktischen Übungen. Im ersten Vortrag zeigte Corinna Jungblut – Pohl Ansätze aus ihrer kinesiologischen Tätigkeit. Nämlich wie man aus einer Schreckreaktion heraus wieder entspannen kann. Damit aus dem Schreck keine Angst entsteht, sondern durchatmen wieder möglich wird. Alle Teilnehmer entspannten sich durch die Übungen sichtlich und konnten danach erfühlen, wie dicht Vertrauen und Angst beieinander liegen.

Dass man Entspannung und Vertrauen auch anders erreichen kann, demonstrierte und Hans- Hermann Baertz vom EFT- Institut Berlin. Er erklärte, was EFT eigentlich ist und wie es sich entwickelt hat. Genauso gab er eine ganz praktische Anleitung, wie man sich mit diesen Klopftechniken von Ängsten und negativen Gefühlen befreien kann.

Tut man das regelmäßig steht einem entspannten Ritt nichts mehr im Wege.

Insgesamt bot der Tag der Cleveren Reiter viele AHA- Momente und Möglichkeiten, sich auszutauschen.  

So war das Ziel, Wege aus der eigenen Negativspirale zu finden und Vertrauen und Angst als Chance zu erkennen.

Ich freue mich sehr, dass der Tag so toll gelaufen ist und sich die Vorträge gut ergänzten. Alle Dozenten hatten nur ungefähr gewusst, was die anderen als Thema vortragen werden. Aber die Aussagen waren jeweils eine sinnvolle Ergänzungen zu den Anderen. Auch boten sie komplett eigene Ansätze zur gemeinsamen Kernaussage „Vertrauen und Angst“.

Wenn ein Tag so rund läuft und alle Beteiligten mit einem zufriedenen Lächeln nach Hause gehen, kann man die Veranstaltung wohl als gelungen betrachten. 

Genauso gelungen und toll war die Abschlussprüfung des diesjährigen Pferdeführerschein Umgangs am 02.10.2020.

Der Herbstkurs Pferdeführerschein Umgang
Der Herbstkurs Pferdeführerschein Umgang

Nicht nur wettertechnisch erlebten wir in diesem Durchgang eine breite Palette. Von T-Shirt Wetter über Herbstwind bis hin zu Dauerregen während der Praxis war alles dabei.

Auch der Kurs an sich bot von jungen Mädchen, die wenig Erfahrung mit Pferden hatten, bis hin zu erfahrenen Reitern, die irgendwann Richtung Trainerschein gehen wollen, alle Abstufungen.

Und genau diese Mischung brachte viel Spaß.

Die Mädels haben sich gegenseitig viel beigebracht. Darüber hinaus sind sie in den vier Wochen zu einer tollen Truppe zusammen gewachsen.

Denn bei einer jungen Teilnehmerin kamen in der Praxis Erinnerungen an einen irgendwann erhaltenen Tritt von einem großen Pferd hoch. Mitten im praktischen Teil konnte und wollte sie das Pferd nicht mehr führen. Geschweige denn sich vor das Pferd stellen, um die Grußaufstellung zu üben.

Was ist dieses Mädchen in der Prüfung über sich hinaus gewachsen. Weil sie ganz souverän alles zeigen konnte, was sie gelernt hatte.

Was war passiert?

Als sie am dritten Übungstag mit ihren Ängsten konfrontiert wurde, breitete sich Panik in ihr aus. Die vor Schreck geweiteten Augen ließen kein weiteres Üben am großen Pferd mehr zu.

Außerdem schafften die Rahmenbedingungen mit Regen und Kälte zusätzlichen Stress.

Aber es wäre nicht dieser tolle Kurs gewesen, wenn die Älteren nicht reagiert hätten. Ersatzweise liefen sie in der Gruppe die Prüfungsaufgabe zu Fuß ab.

Eine erfahrene Reiterin stellte sich als „Pferd“ zur Verfügung und ließ die Kleine alles an ihr üben.

Um Selbstvertrauen und Technik wachsen zu lassen, übten zwei Teilnehmerinnen einen Nachmittag mit ihrem eigenen Pony ganz geduldig mit der jungen Dame. Und alles sollte klappen.

Mit dem Pony meisterte sie alle Aufgaben ganz souverän und tankte so das nötige Selbstvertrauen. In der Prüfung hatte sie den nötigen Biss und konnte auch mit dem großen Pferd alles abrufen.

War das eine Freude als alles glatt lief!

Prüfung mit mentaler Unterstützung
Prüfung mit Sicherheitsstellung

Der ganze Kurs hatte in der Prüfung mit den anderen aber vor allem mit der jungen Dame gefiebert.

Welche Erleichterung für alle, als sie in der Prüfung abliefern konnte und ganz sicher bestanden hat!

Letztendlich haben alle gemeinsam bestanden und Anteil am Projekt Pferdeführerschein Umgang gehabt. So eine tolle Gruppe, die vor allem im Miteinander gezeigt hat, was in ihr steckt!

Das war wirklich ein schöner Einstieg in den Oktober.

Jetzt gibt erstmal etwas Pause. Nächste Woche sind Herbstferien und wir fahren zum Durchatmen ein paar Tage an die Ostsee.

Wenn jemand Vertrauen und Angst für sich neu zu justieren möchte, bekommt er am 24.10.2020 die Gelegenheit dazu. Da gibt es „Kleiner Schreck na und?“ als Präsenzkurs bei uns auf dem Hof und zeitenunabhängig als Onlinekurs im Shop. Bei Interesse einfach auf die blauen Links klicken.

Bis dahin einen tollen Herbst,

Corinna von ReitClever

Der Mensch lebt vom persönlichen Kontakt, Newsletter September 20

Neugierig auf Kurse und Treffen bei einer geballten Ladung Fachwissen zum Thema angstfrei Reiten? Die versprechen die Redner für den Tag der Cleveren Reiter 2020.
Der Tag der Cleveren Reiter 2020 steht.

Wir dürfen endlich wieder… Kurse und Treffen sind wieder möglich.

Nach den prägenden Wochen des Lockdowns ist Vieles wieder durchführbar.

„Früher“ (wie weit entfernt sich das anfühlt) war das alles ganz selbstverständlich. Nun ist es etwas Besonderes, wieder Lehrgänge zu besuchen und Turniere zu reiten. Gefühlt nach einer längeren Zeit des Wartens.

Denn es ist anders als vorher. Der Abstand von 1,5 bis 2 Metern zur nächsten Person ist einzuhalten. Sowohl zum Ausbilder als auch zum nächsten Reiter.

Neben einem Mund – Nasen – Schutz fürs Einkaufen ist Abstand halten die neue Höflichkeit. So wird persönlicher Kontakt und Austausch auf breiterer Basis wieder möglich. So können auch Kurse und Treffen wieder stattfinden.

Und ich muss zugeben, dass mich das freut.

Wenn man Leute sieht, die man lange nicht gesehen hat. Und sich wieder von Angesicht zu Angesicht unterhalten kann.

Allerdings gefällt es mir genauso gut, mehr persönlichen Raum zu haben. Auch zu vermeiden, dass einem fremde Personen gleich um den Hals fallen, kommt mir sehr entgegen.

Gekniffen sind die Voltigierer.

Deren Saison ist nahezu ausgefallen. Denn die meisten Turniere wurden abgesagt. Auch die Norddeutsche Meisterschaft und die Deutsche Jugendmeisterschaft fallen 2020 aus.

Bei den Gruppen turnen in den Kürblöcken 2-3 Voltigierer gleichzeitig auf dem Pferd.

Da wird der erforderliche Mindestabstand undurchführbar. Auch können die gängigen Hygienemaßnahmen im Training und beim Turnier schlecht erfüllt werden.

„Notwendig wird diese Maßnahme, da das Coronavirus etwa um das dreifache „ansteckender“ als das Influenza(Grippe-)Virus ist….
Die hohe Ansteckungsgefahr lässt sich nur durch eine umfassende Verminderung der sozialen Kontakte eindämmen. …


Kinder und Jugendliche erkranken seltener und ganz selten schwer. Das macht uns schnell sorglos. Es ist anzunehmen, dass sie einen größeren Anteil an symptomlosen Überträgern haben – das ist aber nur schwer zu beweisen, da sie entsprechend selten getestet werden…

Fakt ist auch: diese Viruserkrankung ist nicht mehr aufzuhalten, aber ihre Ausbreitungsgeschwindigkeit ist zu verlangsamen. „

Leo Laschet, Arzt und Vorsitzender der Deutschen Richtervereinigung

Anstelle von Turnieren gab es Veränderungen in der Abnahme von Voltigierabzeichen.

Diese dürfen nun vor Ort beim Training abgenommen werden. Auch entfallen die normalerweise üblichen Wartezeiten zwischen den Abzeichen.

Ziel dieser Maßnahme ist das Erhalten der Motivation der Voltigiersportler. Kurse und Treffen der Sportler werden sicherlich auch wieder durchgeführt.

Genauso gelten bei den Reitern etwas andere Modalitäten für die Durchführungen von Reitabzeichen. Auf das übliche Gruppenfoto und das persönliche Übergeben der Urkunde und Anstecknadeln soll verzichtet werden. Auf Abstände im Prüfungsalltag und Möglichkeiten der Händedesinfektion soll geachtet werden.

Genau das haben wir im Juni bei der Abnahme des neuen Pferdeführerschein Umgangs erlebt. Und unser Gruppenfoto mit Pferden auf dem Reitplatz mit einem großen Abstand zwischen den Prüflingen gemacht.

Insgesamt dürfen die Reiter wieder fast alles.

Als Individualsportler sind sie in den höheren Prüfungen alleine mit ihrem Pferd im Dressurviereck oder Parcours.

In dem aktuellen Servicebrief der FN vom Juli 2020 ziehen drei Turnierveranstalter eine positive Bilanz. Nach den Veranstaltungen von Profis für Profis kommen nun auch wieder Turniere für Jedermann.

Alle drei Interviewpartner waren positiv überrascht von dem Erfolg ihres Turniers. Die mit den Landkreisen abgestimmten Hygienemaßnahmen haben einen überschaubaren Mehraufwand gebracht. Die Reiter haben sich an alle Regeln gehalten, die Corona-bedingt vorgegeben werden mussten.

Es gab viele positive Rückmeldungen und auch Danksagungen an die Organisatoren. Auch war der finanzielle Erfolg besser als erwartet. Zwar sind einige Sponsoren abgesprungen. aber durch Anpassung der Nenngelder oder Spenden ist das Ergebnis positiv ausgefallen.

Genau das haben wir letztes Wochenende bei unserem Kunstgewerbemarkt erlebt.

Wir brauchten mehr Helfer, um eine Einlassbeschränkung zu ermöglichen. Denn es durften nicht mehr als 120 Personen gleichzeitig auf dem Hof sein.

Auch haben sich die Verkäuferinnen am Grillstand und Kuchenbuffet abgesprochen, dass einer sich um die Getränke, einer um die Speisen und der Dritte sich um das Geld und die Wechselgeldrückgabe kümmert. So konnten Berührungskontakte minimiert werden.

Nichtsdestoweniger war die Stimmung sehr gut.

Auch wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten. Durch weniger Besucher auf dem Hof wirkte der ganze Markt irgendwie entschleunigt. Die Menschen waren froh wieder eine Veranstaltung besuchen zu können und guter Dinge. Auch wenn sie am Eingang teilweise etwas warten mussten, waren sie geduldig und freundlich.

Auf jeden Fall freuten sich die Aussteller, wieder in persönlichen Kontakt zu kommen und direkt zu verkaufen. Vom Gefühl her hat niemand aufs Geld geschaut. So dass die Umsätze trotz weniger Besucher genauso gut waren wie im letzten Jahr.

Deshalb habe ich beschlossen, in diesem Jahr den Tag der Cleveren Reiter wieder stattfinden zu lassen.

Ich habe kurzzeitig überlegt, nach dem erfolgreichen Start 2019 erst 2021 weiter zu machen. Aber Kurse und Treffen ist eine tolle Kombination.

Auch liegt mir das Thema „Reiten trotz Angst“ am Herzen. Es sieht so aus, als ob wir es ein rundes Programm zusammen bekommen.

Wir erwarten vier Fachleute aus der Region, die Erfahrung mit Ängsten haben.

Sie freuen sich, Lösungsansätze für angstfreies Reiten aufzuzeigen. Denn beim Tag der Cleveren Reiter am 03.10.2020 geht es in vielen Facetten um angstfreies Reiten. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zu einem regen fachlichen Austausch.

Deshalb wird diese Fortbildung gleichermaßen interessant für Einsteiger und Fortgeschrittene, Turnierreiter und Ausbilder.

Neben Ansätzen, sich mit den körperlichen Reaktionen bei gefühlter Angst und der Pyschomotorik von Mensch und Pferd auseinander zu setzen, gibt es auch praktische Anregungen. Wir werden einen Vortrag zum Thema EFT und Reiten hören, der Techniken vermittelt, die man gut zuhause ohne Pferd durchführen kann.

Was das Pferd eigentlich empfindet, wenn sein Reiter Angst hat, wird uns eine Tierkommunikatorin näher bringen. Als Diplompädagogin bietet sie Kompetenzen an, sich sicherer zu fühlen und das zu zeigen.

Alles in Allem wird es bestimmt ein spannender Tag, für den es bis heute noch den Frühbucherpreis gibt.

Ab morgen kostet der Tag 116€ inklusive Essen und Getränke.

Tickets gibt es hier

Viel Spaß bei der Chance, Kurse und Treffen unter einen Hut zu bringen!

Ich freu´ mich auf euch und auf die Kurssaison, die nun vor uns liegt.

Corinna von ReitClever

Reiten und Entspannung – Newsletter August 2020

Etwas Anderes machen ist ein Weg zu Reiten und Entspannung
Mit dem Kanu alleine auf der schwarzen Elster

Na, gut erholt aus dem Urlaub gekommen? Hattest Du auch Zeit für Reiten und Entspannung eingeplant?

„Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens“

John Steinbeck

habe ich kürzlich gelesen.

Und da ist etwas dran. Gehirn und Körper brauchen Zeiten, in denen nichts passiert, um Eindrücke zu verdauen und sich zu regenerieren.

Nur so kann Erlebtes verarbeitet und Kraft für neue Herausforderungen gesammelt werden. Auch werden auf diesem Wege Dinge verarbeitet, die vielleicht nicht so liefen. Dadurch kommt man in die Lage zu überlegen, wie man sie besser macht.

Ein Aspekt, der gerade auf dem Pferd wichtig ist, Wenn es grade nicht gut läuft reagiert man oft mit Druck und Zug, Dabei ist es genau das, was die Situation schlimmer macht.

Wohl dem, der sich dann zurücknehmen und durchatmen kann. Der kommt dann auf den Weg von Reiten und Entspannung.

Wir haben unseren Urlaub genutzt und unseren Tierbestand aufgestockt.

Ende April wurde unser schwarzes Schaf vom Wolf gerissen. Deshalb haben wir von guten Bekannten aus dem Oderbruch zwei junge Schafe und eine zweijähriges Weibchen geholt.

Die waren in den ersten Tagen natürlich nicht so entspannt. Erstens weil sie in einer neuen Umgebung waren. Zweitens weil sie auf einmal ohne Mama waren. Und drittens weil ihr Auslauf nun in der Nähe von Pferden ist. Oft genug habe ich Fragezeichen in den Augen des neuen erwachsenen Schafes gesehen, weil unsere „alten“ Schafe sich gerne und dicht bei den Pferden aufhalten. Sie fressen auch aus deren Eimern mit.

Zwar hat es etwas gedauert, aber nun bleibt die Schafgruppe zusammen. Sowohl bleiben die neuen Schafe näher bei den Pferden. Genauso verlassen auch ab und an die alten Schafe ihre geliebten Pferde, um bei ihren neuen Kumpels zu bleiben.

Warum ich das alles schreibe?

Weil der Übergang von Neuem zu Gewohntem fließend verläuft.

Alles, was uns im ersten Moment komisch vorkommt oder einen Schreck einflösst, kann nach einiger Zeit normal werden. Egal ob es sich um das neue Pferd, den neuen Sattel, einen Ausritt in ungewohntes Gelände oder die erste Springgymnastik handelt. Alles, was man innerlich erstmal mit einem großen Auge bestaunt, kann sich bald ganz gut anfühlen.

Wenn es sich gut anfühlt ist das der erste Schritt zur Akzeptanz.

Falls man aber dabei einen großen Schreck bekommt oder sich weh tut, kann die ganze Aktion innerlich mit einem Fragezeichen versehen werden. Oder auch mit einem großen Ausrufezeichen. Denn das Gehirn hat eine sehr gute Erinnerungsfähigkeit, wenn es darum geht, den Körper vor Gefahr oder Schaden zu schützen.

Dann schaltet es schnell Ausweichprogramme oder Vermeidungsstrategien.

Genauso ist es mir in unserem zweiten Teil des Urlaubs gegangen.

Nachdem die Eingewöhnung der Schafe erfolgreich verlaufen war, sind wir an die Schwarze Elster gefahren. Wir wollten paddeln gehen. Dazu hatten wir nicht immer Glück mit dem Wetter.

Auch fand mein im April operiertes Knie das tiefe Sitzen mit gebeugtem Knie suboptimal. Es hat zwar gut mitgemacht, begann aber nach einer Weile weh zu tun. Das Gehirn reagierte und durch Ausweichbewegungen fing auch mein Rücken an zu verspannen. Zu allem Überfluss wurden wir am zweiten Tag nass. Auf dem Hinweg nieselte es schon die ganze Zeit, aber auf dem Rückweg regnete es in Strömen. Wir wurden richtig nass- und kalt.

Schon als mein Körper das Kanu am dritten Tag sah, antwortete er. Er wollte keine Schmerzen mehr haben, geschweige dann das schwere Ding vom Auto ins Wasser tragen. Schlechte Laune und das volle Ablehnungsprogramm waren die Folge.

Daran änderte kaum, dass die dritte Tour eigentlich die Schönste war. Wir paddelten an Bad Liebenwerda vorbei, sahen Schwäne, Enten und bieberähnliche Tiere. Pause machten wir in der Sonne an einem Wehr.

Das war unsere letzte Tour- die positiven Eindrücke überwiegen hoffentlich. Ich bin gespannt, wie es das nächste Mal beim Paddeln wird.

Genauso läuft das ab, wenn man sich auf dem Pferd mal richtig erschreckt oder weh getan hat.

Die Erinnerung daran bleibt im Gehirn gespeichert. Und wenn man sich damit nicht auseinander setzt oder sich aktiv entspannt, wird es mit Reiten und Entspannung schwierig. Das Unterbewusstsein wird dieses Ziel torpedieren.

Deshalb findet am 03.10.2020 der Tag der Cleveren Reiter zum Thema Reiten trotz Angst statt. Theoretisch und praktisch geht es um Hintergründe und Techniken, mit denen man wieder zum angstfreien Reiten kommen kann. Ich werde über die Mechanismen und Hintergründe der Angst sprechen und einige Techniken aus der Kinesiologie vorstellen.

Beate Petrick wird sich mit der Psychomotorik von Reiter und Pferd beschäftigen.

Wenn alles klappt erwarten wir einen tollen Vortrag über die Kombination von Hypnose und EFT für Reiter. Auf die zu erwartende praktische Demo dazu freue ich mich ganz besonders.

Weil ich dazu eigentlich eine gute Bekannte einladen wollte, habe ich im Juli einen Artikel über EFT und Reiten geschrieben. Leider wohnt sie zu weit weg. Wer wissen möchte, was EFT eigentlich ist. kann auf den Link klicken.

Für den Tag der Cleveren Reiter gibt es bis zum 31.08.2020 im Shop noch vergünstigte Karten zum Preis zum 95€ inklusive Essen und Getränke. Wenn Ihr dabei sein wollt, einfach auf den Link klicken.

Weiterhin musste ich mich im Juli mit der Frage auseinander setzen, ob ich im kommenden Jahr wieder auf Messen gehen möchte. Zur Zeit bin ich dazu noch gespalten.

Egal wie Corona sich in nächster Zeit entwickelt: Dezember und Januar werden nicht meine bevorzugten Messezeiten sein.

Momentan denke ich über die Pferdemesse in Magdeburg nach, die allerdings im Februar liegt. Also auch noch in der Winterzeit. Deshalb findet sie wohl überwiegend drinnen satt. Eher anfreunden könnte ich mich mit der Nordpferd im April. Die hat Stände draußen.

Mal sehen…

Wer mir bei der Entscheidungsfindung noch helfen möchte. Unter „Corona und eine Messebesuch“ findet sich eine Umfrage dazu.

Der Großteil der Teilnehmer würde aktuell nicht auf eine Indoormesse gehen.

Wenn die Lage sich beruhigt, schon eher. Daher warten die meisten aber verständlicherweise noch ab. Ich auch.

Das war es von mir. Die größte Herausforderung wird sein. die Entspannung der paar Urlaubstage in der Lausitz auch in meinen Alltag zu retten. Damit das Arbeiten auch weiterhin mit Energie beladen bleibt.

Corinna von ReitClever

Läuft es bei Euch auch oft anders als gedacht?

Geschafft! Das war der Kurs Pferdeführerschein Umgang 2020! Wenn er auch anders lief als gedacht.
Geschafft! Das war der Kurs Pferdeführerschein Umgang 2020!

Die Sommerferien in Brandenburg sind da: fast alle Gewerbe sind vom Lockdown befreit und dürfen mit Auflagen wieder ausgeführt werden.

Hurra, wir können wieder wie wir wollen! Das ist momentan ein weit verbreitetes Gefühl. Wenn es sich auch manchmal etwas gebremst anfühlt. Denn Vieles, was im März unterbrochen wurde, muss erstmal zu Ende gebracht werden. Anders als gedacht gibt es einige Altlasten, bevor es an die Umsetzung neuer Pläne geht.

Beispielsweise hatte ich schon seit längerer Zeit vor, unseren Paddock mit Sand aufzufüllen. Dazu hatte ich Angebote für eine Sandlieferung eingeholt. Dabei ist unser alter Hof, der mit Sand und Steinen gepflastert ist, der begrenzende Faktor. Ein voll beladener LKW fährt das Pflaster zu einer Kraterlandschaft. Das haben wir einmal erlebt und wollen das nicht wieder sehen. Deshalb fallen die meisten Lieferfirmen aus oder wir müssen den Sand am Hofeingang abladen lassen. Der müsste dann per Schubkarre zu den Pferden. Also Handarbeit.

Denn ein guter Bekannter, den wir für den Transport um Hilfe bitten wollten, hatte zu diesem Zeitpunkt seinen Trecker zerlegt. Er hat ein kleineres, älteres Modell, was mit Hänger auf unseren Hof fahren kann. Gerade, als ich eine Sandladung aus dem Nachbardorf organisieren konnte. Also fiel diese Möglichkeit aus. Da unsere Helfer, die einmal wöchentlich kommen, seit Mitte März Corona Pause haben, ging auch die Möglichkeit mit dem LKW nicht.

Aber wie der Zufall so will, konnten wir Mitte Juni zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Wenngleich anders als gedacht. Unser Bekannter mit dem wieder zusammen gesetzten Trecker hatte seine Wiesen gemäht. Zwei Tage später machten zwei heftige Regenschauer das geschnittene Gras ordentlich nass. Auch wurden für den Samstag, den wir zum Heu einlagern geplant hatten, heftige Gewitter angesagt. Nun bangten wir, ob das Heu für uns etwas wird.

Stattdessen fragte unser Bekannter, ob wir hellen Sand bräuchten. Sein Nachbar würde die Einfahrt neu machen. Also brachte er an dem verabredeten Samstag anders als gedacht sechs Hängerladungen Sand. Um uns herum gewitterte es überall. Nur Lindenbrück blieb trocken, so dass das Heu weiter trocknen konnte.

Zwar hat die Sandaktion später stattgefunden als ursprünglich geplant. Aber dafür bekamen wir eine Woche später noch einmal sieben Hängerladungen Sand. Genau am Prüfungstag für den Pferdeführerschein Umgang. Wieder anders als gedacht. Das machte den Zeitplan eng. Aber wir haben ohne viel Aufwand Sand bekommen. Und ohne, dass ein Lkw auf dem Hof fahren musste. Zu guter Letzt bekamen wir auch den ersten Heuschnitt trocken auf unseren Heuboden.

Gut Ding will Weile haben. Anders als gedacht bedeutet häufig dann doch gut.

Kennt Ihr das? Dass es dann doch gut ausgeht? Und der Umweg etwas für sich hatte? Manchmal stellt man das erst im Nachhinein fest.

Genauso konnten wir unseren Pferdeführerschein Umgang am 20.06.20 zu Ende bringen.

Weil der Prüfungstermin vom Landesverband wegen Corona nicht genehmigt wurde, musste der Kurs im März unterbrochen werden. Aber das tat der Motivation und Lernbereitschaft  keinen Abbruch: Pferde und Schüler haben super mitgemacht. Eindrücke von dem Kurs findet Ihr auf der Seite Impressionen (Zum Anschauen auf den Link klicken).

Die einhellige Teilnehmermeinung zu dem neu gestalteten Kurs ist, dass jeder frisch gebackene Pferdebesitzer und Reiteinsteiger diesen Grundlagenkurs belegen sollte. Weil das Wissen rund ums Pferd einen ganzheitliche Zusammenhänge aufzeigt. Schließlich bedeuten Fütterung, Haltung und Bewegung ein Gesamtpaket, was unser Pferd gesund hält.

Je mehr man darüber weiß, desto besser kann man das Umfeld seines Pferdes gestalten. Genauso lernt man zu erkennen, woran es liegen könnte, wenn etwas schief geht.

Läuft etwas anders als gedacht ist Flexibilität gefragt.

Vor allem wenn die Gelenke nicht so laufen. Darum geht es in meinem neuen Programm Einfach besser reiten trotz Kniearthrose.

Das hilft mir gerade selber. Mein im letzten November angedetschtes Knie wurde im April kurz vor Ostern wieder akut. Ein Korbhenkelriss im Meniskus zwang mich zur Pause.  

Anders als gedacht verschaffte mir das die spannende Erfahrung, während einer Pandemie im Krankenhaus zu liegen. Denn der Meniskusriss machte eine Arthroskopie notwendig.

Statt reiten und Training also drei Tage Ruhe im leeren Einzelzimmer.

So blöd das auch war. Der Zeitpunkt war gut. Denn Corona hatte alle Termine auf dem Hof gecancelt. So hatte ich Zeit, die OP anzugehen. Und das Ganze in Ruhe auskurieren.

Außerdem führte mir die Zeit mit Teilbelastung und Stützen gehen vor Augen, wie gut es mir normalerweise geht. Weil ich mit einer Tasse in der Hand von der Küche ins Wohnzimmer gehen kann. Oder weil ich beim Kochen vom Kühlschrank zum Waschbecken und von dort mit Gemüse in der Hand zum Herd laufen kann. All das geht mit Unterarmgehstützen nicht. Geschweige dann Heu zwischen hungrigen Pferden auf dem Paddock verteilen.

Dinge, über die man sonst nie nachdenkt, gehen nicht, wenn man verletzt ist.

Also genieße ich die Zeit, in der ich wieder kann. Wie selbstverständlich ich eigentlich nehme, gesund zu sein, merkte ich erst, als ich es nicht war.

Dankbarkeit ist ein selten bewusst gemachtes Gefühl. Auch bin ich dankbar dafür, dass ich zu einer merkwürdigen Zeit ins Krankenhaus gehen konnte. Dass die dort Beschäftigten mein Knie wieder in Ordnung gebracht haben.

Was jetzt noch zur vollen Belastbarkeit fehlt, ist mein Job. Täglich eine halbe Stunde turnen.

Für mich. Für mein Knie. Auch für mein Selbst.

Ich mache wieder Liegestütze. Und sehe zu, dass mein Oberschenkel wächst. War der dünn nach der wochenlangen Schonung und der OP.

Weiterhin habe ich neue Ideen für mein Übungsprogramm bekommen. Nämlich das was mir zur Zeit hilft. Leider sind noch nicht alle Übungen gezeichnet. Aber das ist in Arbeit.

Dann wird es auch Einfach besser reiten trotz Kniearthrose als Buch geben.

Anders als gedacht. – Aber irgendwie gut.

Bis bald und viel Spaß beim fitter werden! Wenn Ihr euch zum turnen motivieren könnt.

Beim Genießen. Vor allem beim Leben.

Denkt daran, wenn Ihr das nächste Mal reitet.

Auch Euer Pferd ist es wert, genau betrachtet und gut behandelt zu werden. Das macht ihr automatisch, wenn Ihr Euch in einen besseren Zustand bringt.

Corinna von ReitClever

PS: Corona bewirkte leider auch, dass ein im Sommer geplanter Kurs ausfallen muss. Dafür entstehen bei mir Ende Juli bis Mitte August Zeitkapazitäten. Beispielsweise könnte ich zu einem Kurs zu Euch auf die Anlage zu kommen. Dafür gibt es auch im Oktober noch freie Zeitfenster.

Zum Beispiel für einen Fitnesstest für Reiter und darauf aufbauende Trainingseinheiten als Ergänzung zum normalen Reitunterricht. Schreibt mich an, wenn Ihr dazu Lust habt.

PPS: Wir gehen langsam in die Planung für den Tag der Cleveren Reiter am 03.10.2020. Das Thema in diesem Jahr heißt Reiten trotz Angst. Drei der vier Reiterinnen aus der Region, die theoretische Hintergründe liefern und praktische Anregungen geben, stehen schon fest.

Bis zum 31.08.2020 gilt der Aktionspreis von 95€.

Danach kostet das Tagesticket inklusive Essen und Getränke 116€.

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