Kategorie: Neuigkeiten

Es gibt gute Nachrichten: die Kursplanung 2021 steht

Hygienekonzept ReitClever
Corona macht es nötig: Hygiene und Abstandsregeln bei Kursen

Lange Zeit war es nicht klar, ob und wie es weiter gehen kann. Denn irgendwie waren alle wegen der neuen Kontaktbeschränkungen, die für den November veröffentlicht wurden, verunsichert.

Zwar sind Veranstaltungen mit Unterhaltungscharakter laut Eindämmungsverordnung für Pferdesport-Vereine und pferdehaltende Betriebe im Land Brandenburg untersagt (§ 7 Abs. 3).
Aber Veranstaltungen ohne Unterhaltungscharakter unter freiem Himmel mit weniger als 100 zeitgleich Anwesenden und in geschlossenen Räumen mit weniger als 50 zeitgleich Anwesenden sind erlaubt.
Da kann man auf der Seite des LPBB und auch des MBJS nachlesen.

Also können Präsenzkurse ab Dezember 2020 wieder stattfinden.

Konkret heißt das, dass Spiraldynamik® für Reiter am 05.12.2020 stattfindet. Natürlich unter Einhaltung eines Hygienekonzepts, was Ihr unter dem blauen Link nachlesen könnt.

Auch steht die Kursplanung für 2021, obwohl sie wegen möglicher weiterer Einschränkungen erschwert werden könnte.

Alle Kurse des Novembers 2020 mussten auf Frühjahr 2021 verschoben werden.

Als Zusatztermin habe ich für Spiraldynamik für Reiter den 27.02.2021 geplant. Je nach Länge der Kontaktbeschränkungen kann er auch im April stattfinden. Da wird die Lage auf Grund der Witterungsbedingungen entspannter sein.

Schönes Feedback beim letzten Pferdeführerschein Umgang
Schönes Feedback

Doch das Feedback der Kursteilnehmer aus diesem Jahr motiviert mich bei der Kursplanung für 2021.

Wenn ein Kurs Spaß macht und ein voller Erfolg wird freue ich mich auf die folgenden Kurse.

So wird es beim nächsten Pferdeführerschein Umgang sicher wieder schöne Momente geben. Da wir den Hauptteil des Kurses draußen machen, wird er wahrscheinlich auch zu den geplanten Terminen stattfinden können.

Verhalten im Straßenverkehr
Verhalten auf der Straße Pferdeführerschein Umgang

Er steht an drei Samstagen im März 2021 an. Nämlich am 06.03.2021, 13.03.2021 und 20.03.2021.

Die Prüfung wird dann rechtzeitig vor Beginn der Osterferien am Freitag, den 26.03. 2021 stattfinden.

Ob die weiteren Präsenzkurse laufen können, werde ich je nach Nachrichtenlage Anfang des Jahres entscheiden.

Damit es bis dahin nicht langweilig wird, habe ich meine Kursseite neu sortiert und auch die Kursinhalte überarbeitet.

Bei den Onlinekursen geht es für 9,95€ mit den kleinen Kursen los: Jeweils 5 Übungen geben einen Ansatz für einen besseren Sitz, mentale Stärke und lockeres Reiten. Mit ein paar Hintergrundinformationen könnt Ihr schnell losüben und Euch auf den nächsten Ritt vorbereiten.

Mehr Informationen und ein ausführlicheres Übungsprogramm gibt es für 19,95€ bei den Kursen Einfach besser sitzen, einfach besser steuern und einfach locker reiten. Diese Kurse zielen darauf ab, zu verstehen, warum Manches auf dem Pferd schief geht und was Ihr tun könnt, um Euer Reiten zu verbessern.

Darüber hinaus habe ich die letzten Wochen genutzt passend zum letzten Tag der Cleveren Reiter den Kurs „Einfach besser reiten trotz Angst“ fertig zu stellen. Neben wissenswerten Informationen über unsere Hirnfunktionen und wie es überhaupt zu Angstreaktionen kommt, gibt es gezielte Übungsanleitungen. So kann man sich zuhause im stillen Kämmerlein seiner Angst zu stellen und diese überwinden. Einem lockeren los-reiten steht danach weniger im Wege. Den Kurs gibt es sowohl als Onlinekurs als auch als Präsenzkurs, der am 06.02.2021 stattfinden soll.

Wenn Ihr Interesse an den Kursen habt, klickt einfach auf die blauen Links.

Und Einfach besser Reiten trotz Hüftarthrose“ wird Anfang 2021 als Buch erscheinen 🙂 Ich freue mich total darauf!

Kurse für Reiter

Also bleibt entspannt und nutzt die kontaktarme Zeit, etwas für Euch und Andere zu tun.

Schaut, bei wem Ihr euer Essen bestellt und mit nach Hause nehmt.

Für wen Ihr als Weihnachtsgeschenk vielleicht einen Kino- oder Theatergutschein besorgen könnt.

Und nutzt die Zeit vor allem, etwas FÜR EUCH zu tun.

Das geht auch in Zeiten einer erschwerten Kursplanung 2021.

Und bleibt gesund!

Corinna von ReitClever

Was hast Du in nächster Zeit vor? Gut leben in der zweiten Welle

Wie kann man gut leben in der zweiten Welle? Idem man viel Zeit mit seinem Pferd draußen verbringt.
Gut leben in der zweiten Welle durch Zeit mit dem Pferd

Guten Morgen aus dem beschaulichen Brandenburg!

Bist Du eher genervt von den aktuellen Einschränkungen oder freust Du Dich auf mehr freie Zeit, in der Du das machen kannst, was Du schon lange vor Dir her geschoben hast?

Der Moment ist gut – das kühle Novemberwetter lädt eher zum Einkuscheln auf dem Sofa als zu stundenlangen Ausgehtrips ein.

Und eines muss man sich immer vor Augen halten: egal was die Nachrichtenlage bringt: „Uns geht es gut!“

Wir haben trotz der aktuellen Situation ein Dach über dem Kopf.

Wir können essen, was wir wollen  und sind mehr oder weniger gesund.

Corona ist in aller Munde, aber als unsichtbares Virus nicht zu fassen.

Außerdem haben wir unsere Pferde. Dort können wir draußen sein und als Individualsportler weiter machen wie gehabt. Das sind die gute Voraussetzungen für gut Leben in der zweiten Welle.

Vielleicht hatte unser Immunsystem sogar schon Kontakt mit diesem oder einem ähnlichen Virus.

Dann sind müssen wir nichts befürchten.

Vielleicht gehören wir aber auch zu den wenigen Menschen, wo das Immunsystem nach dem Kontakt mit dem Virus eine starke Antikörperreaktion starten würde. Die dabei entstehenden Eiweiße  sind für die zusammenbrechenden Systeme im Körper verantwortlich.

Wir wissen es nicht.

Und ehrlich gesagt möchte ich das nicht ausprobieren. Deshalb nehme ich die aktuellen Empfehlungen ernst. Abstand halten mache ich sowieso gerne. Denn auch im ruhigen Brandenburg nehmen die Fallzahlen schnell zu.

Das führte dazu, dass wir schon in der letzten Woche einen Kindergeburtstag absagen mussten: Denn dabei treffen Personen aus mehr als  zwei Haushalten zusammen. Das ist  aktuell nicht möglich.

Also finden auch im November bei uns auf dem Hof weder Kurse noch Veranstaltungen statt.

Das ist schade, aber nicht lebensbedrohlich.

Viel mehr freue ich mich auf Zeit zuhause und am Schreibtisch.

Da ich in den letzten Wochen viel zu tun hatte, ist Einiges liegen geblieben, was mir am Herzen liegt. Und ich freue mich auf ruhige Stunden, in denen ich das tun kann, was ich schon seit langer Zeit tun möchte.

In letzter Zeit hat die FN ihr Onlineangebot an Fortbildungen für Reiter aufgestockt. Das kann man dann auf dem Sofa am Laptop genießen, anstatt in einer kalten Reithalle zu sitzen.

So habe ich im Oktober am „Neuro- Rider“ von Marc Noelke teilgenommen. Sehr spannender Ansatz. den ich ganz bestimmt in meinen zukünftigen Kursen aufgreifen werden. Denn Augen und Gleichgewicht gehören eng zusammen. Wer Lust hat, mehr darüber zu lesen, klickt auf den Link.

Auch sonst fühle ich mich in meinen aktuellen Befinden nicht eingeschränkt. Was ist eine Maske vor Mund und Nase gegen den Zustand, auf einer Intensivstation beatmet zu werden?

„Also geht es mir gut.“

Das ist die Aussage, die ich Menschen mit auf den Weg gebe, die eine blöde Situation schlecht weggesteckt haben. „Du hast es überlebt und Dein Pferd hat es auch überlebt.“

Das trifft in den allermeisten Fällen auf Reiter nach Schreckmomenten zu. Tragisch ist, wenn einem von beiden dabei etwas passiert ist.

Aber wenn man lernt, auf sein Bauchgefühl zu hören werden Unfälle seltener. Weil der Körper eine Art Frühwarnsystem installiert hat, was einen an diesem Tag vielleicht lieber doch nicht ausreiten lässt. Unfälle passieren immer dann. wenn man trotz eines blöden Gefühls etwas macht, was sich im Nachhinein als falsch herausstellt.

Also tritt mit Dir und Deinem Bauchgefühl in Kontakt. Es wird Dir in schwierigen Situationen den Weg weisen. Wenn Du im Nachhinein sagen kannst: “ Ich habe blöd reagiert, aber mir geht es gut“ hilft das, die Situation zu entschärfen. Du kannst Dir klar machen, wo Du gut reagiert hast und wann es begann, schief zu gehen. Dabei tief durchatmen ist ganz wichtig.

Beides  hilft dem Gehirn den Schock zu verdauen.

Außerdem kann es sich so eine Strategie für später zurecht legen.

Das funktioniert auch bei der momentan mehr oder weniger wahrgenommenen Bedrohung durch Corona und die Terroranschläge in Wien und Frankreich. Gut leben in der zweiten Welle ist bei diesen Themen für das eigene Wohlbefinden genau so wichtig. Wenn Du ein komisches Gefühl im Bauch hast, nimm es ernst!

Setze Dich abends in Ruhe entspannt hin und atme in Deine Hände, die Du dazu auf den Bauchnabel legst.

Frage Dich, was genau Dich beschäftigt oder was für das Bedrohungsgefühl verantwortlich ist.

Lasst Dich auf den Dialog mit Deinem Köper ein. Und lass die Nachrichten aus der Welt außen vor. Sie sind aufregend, haben aber mit Deiner aktuellen Situation in den seltensten Fällen etwas zu tun. Einmal am Tag Nachrichten hören reicht. Du musst Dich nicht mehrmals täglich unter Stress setzen.

Mache Dir im nächsten Schritt klar, wie gut es Dir gerade geht.

Beispielsweise dass Du in der warmen Badewanne liegen kannst. Dass Du schöne Momente mit Eurem Pferd genießen kannst.

Und dass Du trotz der aktuellen Coronamaßnahmen genug zu essen hast.

Falls Du gerne essen gehst, unterstütze Deinen Lieblingsladen. Wenn Du das Essen dort bestellst kannst Du es zuhause genießen. Der Gastronomie und der Kunst geht es im Moment alles andere als gut.

Doch ist es ein positives Signal, zu überlegen, wo und wen man unterstützen kann. Wenn Du etwas Gutes tust, geht es Dir selbst danach besser. Gut leben in der zweiten Welle wird so greifbarer.

Wir Menschen sind uns bewusst, dass wir einen sehr leistungsfähigen Biocomputer haben.

Daraus leiten wir ab, dass wir jederzeit Herr unserer Sinne sind und meist bewusst und mit Überblick handeln. Tatsächlich sind nur 10-15%  unserer Handlungen bewusst. Der Rest läuft in Teilen unseres Gehirns ab, die wir nicht aktiv steuern können. Diese Systeme haben dazu geführt, dass wir heute da sind, wo wir sind. Denn sie haben unseren Körper bis heute überleben lassen.

Nur vermitteln uns genau diese Systeme ein Gefühl von Bedrohung, wenn wir etwas nicht fassen können. Wenn wir die Nachrichten hören. Wenn wir die Ängste und Missstimmungen der Menschen spüren, die das Gefühl haben, die große Weltverschwörung rückt näher. Die die Empfehlung, zur Zeit lieber bargeldlos zu zahlen, als Beweis dafür nehmen, dass das Bargeld abgeschafft werden soll.

Die Menschen, die solche Theorien verbreiten, arbeiten subtil. Sie lassen glauben, das Beste für das Gegenüber zu wollen. Dabei aktivieren sie mit ihren Ausführungen genau die unbewussten Systeme unseren Körpers, die eine Bedrohung wahrnehmen. So schüren sie Angst anstatt Zuversicht.

Lass sie doch reden. Und schalte sie aus Deiner Wahrnehmung aus. Du musst ihnen nicht zuhören.

Mache Dir klar, wie gut es Dir geht.

Dass Du eine Familie hast. Ein Pferd und Freunde. Ein Zuhause, in dem Du Dich wohl fühlt. Wenn das nicht so ist, bekommst Du in den nächsten Wochen Zeit, daran etwas zu ändern. Hausputz, Umdekorieren, Kleiderschrank ausmisten: das sind konstruktive Tätigkeiten, in denen Du etwas für Dich tun kannst. Du fühlst Dich danach besser.

Lies die Bücher, die schon lange auf Deiner Liste stehen. Indem Du erstmal zur Ruhe kommst und Anregungen für später sammelst. Damit gibst Du Dir und Deinem Pferd die Möglichkeit, zu wachsen.

Die Zeit am Jahresende lädt zur Besinnung ein. Auch zu der Frage, was habe ich in diesem Jahr alles erreicht und wo möchte ich nächstes Jahr hin. In den kommenden Wochen hast Du die Chance, zu erarbeiten, was Dir hilft, später durchzustarten. Gut leben in der zweiten Welle passt dazu.

Also entspann Dich. Besinne Dich auf Dich und ziehe Kraft aus den Dingen, die Dir gut tun.

Wenn es irgendwo hakt, hast Du nun genug Zeit, das zu beheben.

Zu  diesem Thema habe ich gestern ein schönes Feedback einer Teilnehmerin vom Tag der Cleveren Reiter 2020 bekommen:

“ Liebe Corinna,

gut 4 Wochen ist nun der tolle „Tag der Cleveren Reiter“ her und ich möchte noch mal Danke sagen, auch von meiner Stute, da sich in dieser Zeit eine Menge positives in unserer Beziehung getan hat. 3 Monate hatte ich sie als RB, dann habe ich sie  ganz übernommen (3 Monate vor „dem Tag“…) und die Ängste fingen an. Ich war nun der Meinung, jetzt muss alles klappen, und es folgten die Blockaden.

Nach den Vorträgen und dem Austausch mit den anderen Gästen – eben mal auch in meinem Alter – wurde viel“ angeschubst“ und ich konnte das „muss“ langsam wieder los lassen, wodurch es Pferd und mir natürlich viel besser geht.

Wir profitieren weiter davon, es wird (wieder) geklopft und gemeinsam geatmet und gibt kein“ ich muss jetzt“ mehr.

Es würde mich freuen, wenn noch mehr Pferdemenschen und natürlich auch die tierischen Freunde von dir und den anderen verständnisvollen Profis  profitieren.

Herzlichst Michaela R. aus Kremmen /Sommerfeld“

Also bleibe dran an Deinen Projekten.

Besser werden kannst Du immer. Dadurch fühlst Du Dich besser. Und Du verschaffst Dir innere Stärke, um aus Krisenzeiten gestärkt hervor zu gehen. Und Du gehst in Richtung gut leben in der zweiten Welle.

Bitte bleibe vor allem gesund!

Corinna von ReitClever

P.S.: In einem Monat ist Nikolaus. Also steht Weihnachten schon fast vor der Tür 🙂

„Das war ein toller Tag!“ zum Thema Vertrauen und Angst

Der Tag der Cleveren Reiter zum Thema Reiten trotz Angst
Der Tag der Cleveren Reiter am 03.10.2020

So die kurze Zusammenfassung einer Teilnehmerin am Samstagabend beim Tag der Cleveren Reiter. Zum Thema „Reiten trotz Angst“ hatten wir uns am 03.10.2020 auf dem Kinesiologiehof Zossen versammelt, um Hintergründe und Lösungswege in Richtung angstfrei reiten zu erarbeiten.

Und es war wirklich ein toller Tag! Wunderbares Herbstwetter lockte und die Sonne gab tagsüber alles, um uns in den Pausen im Innenhof durchatmen zu lassen.

Auf Grund der theoretischen Anteile, die via Beamer präsentiert wurden, fand der Tag der Cleveren Reiter in unserem Bullenstall statt.

Der bot eine gemütliche Atmosphäre und ein bisschen Geborgenheit.

Denn die war notwendig, um das Vorhaben der Teilnehmer, sich ihren Stressmomenten mit Pferden zu stellen, zu unterstützen.

Jeder Reiter kennt den Moment, in dem ihm ein Schreck in die Glieder fährt. Und in dem auch das Pferd zuckt und weg springt oder davon rennt. Wenn dieser Moment ein Schreckmoment bleibt und alles gut geht, kann man den gut verdauen. Falls aber etwas schief geht und man sich weh tut oder sich das Gefühl entwickelt, das Pferd nicht mehr kontrollieren zu können, können Ängste entstehen. Und die muss man akzeptieren, ehe man lernen kann, sie wegzustecken.

Vertrauen und Angst liegen also ganz dicht beieinander.

Das ist das, was Pferde von uns wollen.

Als Meister der Körperspracheninterpretation können wir ihnen sowieso nichts vor machen.

Aber anstatt die Maske aufzusetzen und ihnen etwas vorspielen zu wollen, entlastet man die Pferde, indem man ihnen die Verantwortung übergibt. Indem man sich als  Reiter nicht nur sprichwörtlich von ihnen tragen lässt.

Gemütliche Stimmung beim Tag der Cleveren Reiter am 03.10.2020
Stephanie Ostendorf beim Tag der Cleveren Reiter

So erklärte uns die Tierkommunikatorin Stephanie Ostendorf die Sichtweise der Pferde auf uns Menschen. In ihrem sympathischen Vortrag plauderte sie aus dem Nähkästchen und erzählte von ihren Begegnungen und Gesprächen mit Pferden.

Dadurch konnte sich jeder Zuhörer besser in seinen tierischen Partner hinein versetzen.

Überhaupt bot der Tag viele Einblicke in die Möglichkeit Vertrauen und Angst als gleichberechtigte Partner zu sehen.

Vertrauen ist das Schlüsselwort, dass sich durch den ganzen Tag zog.

Vertrauen zu sich, Vertrauen zu seinem Pferd und auch Vertrauen zu den Begleitern, die man sich für sein Pferd ausgesucht hat: Reitlehrer, Stallbesitzer oder auch Mitreiter in Halle und Platz. Vor allem gilt das auf einem Ausritt.

Denn wenn es dem Pferd nicht gut geht und es in seinem Zuhause täglich Stressmomenten erlebt, wird es uns nicht entspannt tragen können.

So sind Umgebung und Haltung genauso wichtige Faktoren wie das konsequente ruhige Auftreten des Reiters. Nur dann kann sich gegenseitiges Vertrauen von Reiter und Pferd entwickeln.

Tritt der Reiter weniger als überlegende Leitfigur auf, können Vertrauen und Angst auch beim Pferd ins Ungleichgewicht geraten. In diesem Zusammenhang meint das Wort „überlegen“ weniger das körperliche Dominanzgefühl, sondern eher die Fähigkeit, sich zu hinterfragen und zu überlegen, was man erreichen möchte. Schon im Kleinen bedeutet das, sich täglich klar zumachen, was man eigentlich signalisieren und erreichen möchte.

„Ein Pferd lernt nur im Parasympathikuszustand“

war die Hauptaussage von Beate Petrick ihres Beitrags „Psychomotorik von Pferd und Mensch.“ Dazu bot sie viele Beispiele und Handlungsanleitungen, wie man ein pferdegerechtes Training aufbaut und ausführt.

Wie man aus dem Stressmodus, der überlebenswichtig ist, in den Entspannungszustand kommt,

war Bestandteil der praktischen Übungen. Im ersten Vortrag zeigte Corinna Jungblut – Pohl Ansätze aus ihrer kinesiologischen Tätigkeit. Nämlich wie man aus einer Schreckreaktion heraus wieder entspannen kann. Damit aus dem Schreck keine Angst entsteht, sondern durchatmen wieder möglich wird. Alle Teilnehmer entspannten sich durch die Übungen sichtlich und konnten danach erfühlen, wie dicht Vertrauen und Angst beieinander liegen.

Dass man Entspannung und Vertrauen auch anders erreichen kann, demonstrierte und Hans- Hermann Baertz vom EFT- Institut Berlin. Er erklärte, was EFT eigentlich ist und wie es sich entwickelt hat. Genauso gab er eine ganz praktische Anleitung, wie man sich mit diesen Klopftechniken von Ängsten und negativen Gefühlen befreien kann.

Tut man das regelmäßig steht einem entspannten Ritt nichts mehr im Wege.

Insgesamt bot der Tag der Cleveren Reiter viele AHA- Momente und Möglichkeiten, sich auszutauschen.  

So war das Ziel, Wege aus der eigenen Negativspirale zu finden und Vertrauen und Angst als Chance zu erkennen.

Ich freue mich sehr, dass der Tag so toll gelaufen ist und sich die Vorträge gut ergänzten. Alle Dozenten hatten nur ungefähr gewusst, was die anderen als Thema vortragen werden. Aber die Aussagen waren jeweils eine sinnvolle Ergänzungen zu den Anderen. Auch boten sie komplett eigene Ansätze zur gemeinsamen Kernaussage „Vertrauen und Angst“.

Wenn ein Tag so rund läuft und alle Beteiligten mit einem zufriedenen Lächeln nach Hause gehen, kann man die Veranstaltung wohl als gelungen betrachten. 

Genauso gelungen und toll war die Abschlussprüfung des diesjährigen Pferdeführerschein Umgangs am 02.10.2020.

Der Herbstkurs Pferdeführerschein Umgang
Der Herbstkurs Pferdeführerschein Umgang

Nicht nur wettertechnisch erlebten wir in diesem Durchgang eine breite Palette. Von T-Shirt Wetter über Herbstwind bis hin zu Dauerregen während der Praxis war alles dabei.

Auch der Kurs an sich bot von jungen Mädchen, die wenig Erfahrung mit Pferden hatten, bis hin zu erfahrenen Reitern, die irgendwann Richtung Trainerschein gehen wollen, alle Abstufungen.

Und genau diese Mischung brachte viel Spaß.

Die Mädels haben sich gegenseitig viel beigebracht. Darüber hinaus sind sie in den vier Wochen zu einer tollen Truppe zusammen gewachsen.

Denn bei einer jungen Teilnehmerin kamen in der Praxis Erinnerungen an einen irgendwann erhaltenen Tritt von einem großen Pferd hoch. Mitten im praktischen Teil konnte und wollte sie das Pferd nicht mehr führen. Geschweige denn sich vor das Pferd stellen, um die Grußaufstellung zu üben.

Was ist dieses Mädchen in der Prüfung über sich hinaus gewachsen. Weil sie ganz souverän alles zeigen konnte, was sie gelernt hatte.

Was war passiert?

Als sie am dritten Übungstag mit ihren Ängsten konfrontiert wurde, breitete sich Panik in ihr aus. Die vor Schreck geweiteten Augen ließen kein weiteres Üben am großen Pferd mehr zu.

Außerdem schafften die Rahmenbedingungen mit Regen und Kälte zusätzlichen Stress.

Aber es wäre nicht dieser tolle Kurs gewesen, wenn die Älteren nicht reagiert hätten. Ersatzweise liefen sie in der Gruppe die Prüfungsaufgabe zu Fuß ab.

Eine erfahrene Reiterin stellte sich als „Pferd“ zur Verfügung und ließ die Kleine alles an ihr üben.

Um Selbstvertrauen und Technik wachsen zu lassen, übten zwei Teilnehmerinnen einen Nachmittag mit ihrem eigenen Pony ganz geduldig mit der jungen Dame. Und alles sollte klappen.

Mit dem Pony meisterte sie alle Aufgaben ganz souverän und tankte so das nötige Selbstvertrauen. In der Prüfung hatte sie den nötigen Biss und konnte auch mit dem großen Pferd alles abrufen.

War das eine Freude als alles glatt lief!

Prüfung mit mentaler Unterstützung
Prüfung mit Sicherheitsstellung

Der ganze Kurs hatte in der Prüfung mit den anderen aber vor allem mit der jungen Dame gefiebert.

Welche Erleichterung für alle, als sie in der Prüfung abliefern konnte und ganz sicher bestanden hat!

Letztendlich haben alle gemeinsam bestanden und Anteil am Projekt Pferdeführerschein Umgang gehabt. So eine tolle Gruppe, die vor allem im Miteinander gezeigt hat, was in ihr steckt!

Das war wirklich ein schöner Einstieg in den Oktober.

Jetzt gibt erstmal etwas Pause. Nächste Woche sind Herbstferien und wir fahren zum Durchatmen ein paar Tage an die Ostsee.

Wenn jemand Vertrauen und Angst für sich neu zu justieren möchte, bekommt er am 24.10.2020 die Gelegenheit dazu. Da gibt es „Kleiner Schreck na und?“ als Präsenzkurs bei uns auf dem Hof und zeitenunabhängig als Onlinekurs im Shop. Bei Interesse einfach auf die blauen Links klicken.

Bis dahin einen tollen Herbst,

Corinna von ReitClever

Der Mensch lebt vom persönlichen Kontakt, Newsletter September 20

Neugierig auf Kurse und Treffen bei einer geballten Ladung Fachwissen zum Thema angstfrei Reiten? Die versprechen die Redner für den Tag der Cleveren Reiter 2020.
Der Tag der Cleveren Reiter 2020 steht.

Wir dürfen endlich wieder… Kurse und Treffen sind wieder möglich.

Nach den prägenden Wochen des Lockdowns ist Vieles wieder durchführbar.

„Früher“ (wie weit entfernt sich das anfühlt) war das alles ganz selbstverständlich. Nun ist es etwas Besonderes, wieder Lehrgänge zu besuchen und Turniere zu reiten. Gefühlt nach einer längeren Zeit des Wartens.

Denn es ist anders als vorher. Der Abstand von 1,5 bis 2 Metern zur nächsten Person ist einzuhalten. Sowohl zum Ausbilder als auch zum nächsten Reiter.

Neben einem Mund – Nasen – Schutz fürs Einkaufen ist Abstand halten die neue Höflichkeit. So wird persönlicher Kontakt und Austausch auf breiterer Basis wieder möglich. So können auch Kurse und Treffen wieder stattfinden.

Und ich muss zugeben, dass mich das freut.

Wenn man Leute sieht, die man lange nicht gesehen hat. Und sich wieder von Angesicht zu Angesicht unterhalten kann.

Allerdings gefällt es mir genauso gut, mehr persönlichen Raum zu haben. Auch zu vermeiden, dass einem fremde Personen gleich um den Hals fallen, kommt mir sehr entgegen.

Gekniffen sind die Voltigierer.

Deren Saison ist nahezu ausgefallen. Denn die meisten Turniere wurden abgesagt. Auch die Norddeutsche Meisterschaft und die Deutsche Jugendmeisterschaft fallen 2020 aus.

Bei den Gruppen turnen in den Kürblöcken 2-3 Voltigierer gleichzeitig auf dem Pferd.

Da wird der erforderliche Mindestabstand undurchführbar. Auch können die gängigen Hygienemaßnahmen im Training und beim Turnier schlecht erfüllt werden.

„Notwendig wird diese Maßnahme, da das Coronavirus etwa um das dreifache „ansteckender“ als das Influenza(Grippe-)Virus ist….
Die hohe Ansteckungsgefahr lässt sich nur durch eine umfassende Verminderung der sozialen Kontakte eindämmen. …


Kinder und Jugendliche erkranken seltener und ganz selten schwer. Das macht uns schnell sorglos. Es ist anzunehmen, dass sie einen größeren Anteil an symptomlosen Überträgern haben – das ist aber nur schwer zu beweisen, da sie entsprechend selten getestet werden…

Fakt ist auch: diese Viruserkrankung ist nicht mehr aufzuhalten, aber ihre Ausbreitungsgeschwindigkeit ist zu verlangsamen. „

Leo Laschet, Arzt und Vorsitzender der Deutschen Richtervereinigung

Anstelle von Turnieren gab es Veränderungen in der Abnahme von Voltigierabzeichen.

Diese dürfen nun vor Ort beim Training abgenommen werden. Auch entfallen die normalerweise üblichen Wartezeiten zwischen den Abzeichen.

Ziel dieser Maßnahme ist das Erhalten der Motivation der Voltigiersportler. Kurse und Treffen der Sportler werden sicherlich auch wieder durchgeführt.

Genauso gelten bei den Reitern etwas andere Modalitäten für die Durchführungen von Reitabzeichen. Auf das übliche Gruppenfoto und das persönliche Übergeben der Urkunde und Anstecknadeln soll verzichtet werden. Auf Abstände im Prüfungsalltag und Möglichkeiten der Händedesinfektion soll geachtet werden.

Genau das haben wir im Juni bei der Abnahme des neuen Pferdeführerschein Umgangs erlebt. Und unser Gruppenfoto mit Pferden auf dem Reitplatz mit einem großen Abstand zwischen den Prüflingen gemacht.

Insgesamt dürfen die Reiter wieder fast alles.

Als Individualsportler sind sie in den höheren Prüfungen alleine mit ihrem Pferd im Dressurviereck oder Parcours.

In dem aktuellen Servicebrief der FN vom Juli 2020 ziehen drei Turnierveranstalter eine positive Bilanz. Nach den Veranstaltungen von Profis für Profis kommen nun auch wieder Turniere für Jedermann.

Alle drei Interviewpartner waren positiv überrascht von dem Erfolg ihres Turniers. Die mit den Landkreisen abgestimmten Hygienemaßnahmen haben einen überschaubaren Mehraufwand gebracht. Die Reiter haben sich an alle Regeln gehalten, die Corona-bedingt vorgegeben werden mussten.

Es gab viele positive Rückmeldungen und auch Danksagungen an die Organisatoren. Auch war der finanzielle Erfolg besser als erwartet. Zwar sind einige Sponsoren abgesprungen. aber durch Anpassung der Nenngelder oder Spenden ist das Ergebnis positiv ausgefallen.

Genau das haben wir letztes Wochenende bei unserem Kunstgewerbemarkt erlebt.

Wir brauchten mehr Helfer, um eine Einlassbeschränkung zu ermöglichen. Denn es durften nicht mehr als 120 Personen gleichzeitig auf dem Hof sein.

Auch haben sich die Verkäuferinnen am Grillstand und Kuchenbuffet abgesprochen, dass einer sich um die Getränke, einer um die Speisen und der Dritte sich um das Geld und die Wechselgeldrückgabe kümmert. So konnten Berührungskontakte minimiert werden.

Nichtsdestoweniger war die Stimmung sehr gut.

Auch wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten. Durch weniger Besucher auf dem Hof wirkte der ganze Markt irgendwie entschleunigt. Die Menschen waren froh wieder eine Veranstaltung besuchen zu können und guter Dinge. Auch wenn sie am Eingang teilweise etwas warten mussten, waren sie geduldig und freundlich.

Auf jeden Fall freuten sich die Aussteller, wieder in persönlichen Kontakt zu kommen und direkt zu verkaufen. Vom Gefühl her hat niemand aufs Geld geschaut. So dass die Umsätze trotz weniger Besucher genauso gut waren wie im letzten Jahr.

Deshalb habe ich beschlossen, in diesem Jahr den Tag der Cleveren Reiter wieder stattfinden zu lassen.

Ich habe kurzzeitig überlegt, nach dem erfolgreichen Start 2019 erst 2021 weiter zu machen. Aber Kurse und Treffen ist eine tolle Kombination.

Auch liegt mir das Thema „Reiten trotz Angst“ am Herzen. Es sieht so aus, als ob wir es ein rundes Programm zusammen bekommen.

Wir erwarten vier Fachleute aus der Region, die Erfahrung mit Ängsten haben.

Sie freuen sich, Lösungsansätze für angstfreies Reiten aufzuzeigen. Denn beim Tag der Cleveren Reiter am 03.10.2020 geht es in vielen Facetten um angstfreies Reiten. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zu einem regen fachlichen Austausch.

Deshalb wird diese Fortbildung gleichermaßen interessant für Einsteiger und Fortgeschrittene, Turnierreiter und Ausbilder.

Neben Ansätzen, sich mit den körperlichen Reaktionen bei gefühlter Angst und der Pyschomotorik von Mensch und Pferd auseinander zu setzen, gibt es auch praktische Anregungen. Wir werden einen Vortrag zum Thema EFT und Reiten hören, der Techniken vermittelt, die man gut zuhause ohne Pferd durchführen kann.

Was das Pferd eigentlich empfindet, wenn sein Reiter Angst hat, wird uns eine Tierkommunikatorin näher bringen. Als Diplompädagogin bietet sie Kompetenzen an, sich sicherer zu fühlen und das zu zeigen.

Alles in Allem wird es bestimmt ein spannender Tag, für den es bis heute noch den Frühbucherpreis gibt.

Ab morgen kostet der Tag 116€ inklusive Essen und Getränke.

Tickets gibt es hier

Viel Spaß bei der Chance, Kurse und Treffen unter einen Hut zu bringen!

Ich freu´ mich auf euch und auf die Kurssaison, die nun vor uns liegt.

Corinna von ReitClever

Reiten und Entspannung – Newsletter August 2020

Etwas Anderes machen ist ein Weg zu Reiten und Entspannung
Mit dem Kanu alleine auf der schwarzen Elster

Na, gut erholt aus dem Urlaub gekommen? Hattest Du auch Zeit für Reiten und Entspannung eingeplant?

„Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens“

John Steinbeck

habe ich kürzlich gelesen.

Und da ist etwas dran. Gehirn und Körper brauchen Zeiten, in denen nichts passiert, um Eindrücke zu verdauen und sich zu regenerieren.

Nur so kann Erlebtes verarbeitet und Kraft für neue Herausforderungen gesammelt werden. Auch werden auf diesem Wege Dinge verarbeitet, die vielleicht nicht so liefen. Dadurch kommt man in die Lage zu überlegen, wie man sie besser macht.

Ein Aspekt, der gerade auf dem Pferd wichtig ist, Wenn es grade nicht gut läuft reagiert man oft mit Druck und Zug, Dabei ist es genau das, was die Situation schlimmer macht.

Wohl dem, der sich dann zurücknehmen und durchatmen kann. Der kommt dann auf den Weg von Reiten und Entspannung.

Wir haben unseren Urlaub genutzt und unseren Tierbestand aufgestockt.

Ende April wurde unser schwarzes Schaf vom Wolf gerissen. Deshalb haben wir von guten Bekannten aus dem Oderbruch zwei junge Schafe und eine zweijähriges Weibchen geholt.

Die waren in den ersten Tagen natürlich nicht so entspannt. Erstens weil sie in einer neuen Umgebung waren. Zweitens weil sie auf einmal ohne Mama waren. Und drittens weil ihr Auslauf nun in der Nähe von Pferden ist. Oft genug habe ich Fragezeichen in den Augen des neuen erwachsenen Schafes gesehen, weil unsere „alten“ Schafe sich gerne und dicht bei den Pferden aufhalten. Sie fressen auch aus deren Eimern mit.

Zwar hat es etwas gedauert, aber nun bleibt die Schafgruppe zusammen. Sowohl bleiben die neuen Schafe näher bei den Pferden. Genauso verlassen auch ab und an die alten Schafe ihre geliebten Pferde, um bei ihren neuen Kumpels zu bleiben.

Warum ich das alles schreibe?

Weil der Übergang von Neuem zu Gewohntem fließend verläuft.

Alles, was uns im ersten Moment komisch vorkommt oder einen Schreck einflösst, kann nach einiger Zeit normal werden. Egal ob es sich um das neue Pferd, den neuen Sattel, einen Ausritt in ungewohntes Gelände oder die erste Springgymnastik handelt. Alles, was man innerlich erstmal mit einem großen Auge bestaunt, kann sich bald ganz gut anfühlen.

Wenn es sich gut anfühlt ist das der erste Schritt zur Akzeptanz.

Falls man aber dabei einen großen Schreck bekommt oder sich weh tut, kann die ganze Aktion innerlich mit einem Fragezeichen versehen werden. Oder auch mit einem großen Ausrufezeichen. Denn das Gehirn hat eine sehr gute Erinnerungsfähigkeit, wenn es darum geht, den Körper vor Gefahr oder Schaden zu schützen.

Dann schaltet es schnell Ausweichprogramme oder Vermeidungsstrategien.

Genauso ist es mir in unserem zweiten Teil des Urlaubs gegangen.

Nachdem die Eingewöhnung der Schafe erfolgreich verlaufen war, sind wir an die Schwarze Elster gefahren. Wir wollten paddeln gehen. Dazu hatten wir nicht immer Glück mit dem Wetter.

Auch fand mein im April operiertes Knie das tiefe Sitzen mit gebeugtem Knie suboptimal. Es hat zwar gut mitgemacht, begann aber nach einer Weile weh zu tun. Das Gehirn reagierte und durch Ausweichbewegungen fing auch mein Rücken an zu verspannen. Zu allem Überfluss wurden wir am zweiten Tag nass. Auf dem Hinweg nieselte es schon die ganze Zeit, aber auf dem Rückweg regnete es in Strömen. Wir wurden richtig nass- und kalt.

Schon als mein Körper das Kanu am dritten Tag sah, antwortete er. Er wollte keine Schmerzen mehr haben, geschweige dann das schwere Ding vom Auto ins Wasser tragen. Schlechte Laune und das volle Ablehnungsprogramm waren die Folge.

Daran änderte kaum, dass die dritte Tour eigentlich die Schönste war. Wir paddelten an Bad Liebenwerda vorbei, sahen Schwäne, Enten und bieberähnliche Tiere. Pause machten wir in der Sonne an einem Wehr.

Das war unsere letzte Tour- die positiven Eindrücke überwiegen hoffentlich. Ich bin gespannt, wie es das nächste Mal beim Paddeln wird.

Genauso läuft das ab, wenn man sich auf dem Pferd mal richtig erschreckt oder weh getan hat.

Die Erinnerung daran bleibt im Gehirn gespeichert. Und wenn man sich damit nicht auseinander setzt oder sich aktiv entspannt, wird es mit Reiten und Entspannung schwierig. Das Unterbewusstsein wird dieses Ziel torpedieren.

Deshalb findet am 03.10.2020 der Tag der Cleveren Reiter zum Thema Reiten trotz Angst statt. Theoretisch und praktisch geht es um Hintergründe und Techniken, mit denen man wieder zum angstfreien Reiten kommen kann. Ich werde über die Mechanismen und Hintergründe der Angst sprechen und einige Techniken aus der Kinesiologie vorstellen.

Beate Petrick wird sich mit der Psychomotorik von Reiter und Pferd beschäftigen.

Wenn alles klappt erwarten wir einen tollen Vortrag über die Kombination von Hypnose und EFT für Reiter. Auf die zu erwartende praktische Demo dazu freue ich mich ganz besonders.

Weil ich dazu eigentlich eine gute Bekannte einladen wollte, habe ich im Juli einen Artikel über EFT und Reiten geschrieben. Leider wohnt sie zu weit weg. Wer wissen möchte, was EFT eigentlich ist. kann auf den Link klicken.

Für den Tag der Cleveren Reiter gibt es bis zum 31.08.2020 im Shop noch vergünstigte Karten zum Preis zum 95€ inklusive Essen und Getränke. Wenn Ihr dabei sein wollt, einfach auf den Link klicken.

Weiterhin musste ich mich im Juli mit der Frage auseinander setzen, ob ich im kommenden Jahr wieder auf Messen gehen möchte. Zur Zeit bin ich dazu noch gespalten.

Egal wie Corona sich in nächster Zeit entwickelt: Dezember und Januar werden nicht meine bevorzugten Messezeiten sein.

Momentan denke ich über die Pferdemesse in Magdeburg nach, die allerdings im Februar liegt. Also auch noch in der Winterzeit. Deshalb findet sie wohl überwiegend drinnen satt. Eher anfreunden könnte ich mich mit der Nordpferd im April. Die hat Stände draußen.

Mal sehen…

Wer mir bei der Entscheidungsfindung noch helfen möchte. Unter „Corona und eine Messebesuch“ findet sich eine Umfrage dazu.

Der Großteil der Teilnehmer würde aktuell nicht auf eine Indoormesse gehen.

Wenn die Lage sich beruhigt, schon eher. Daher warten die meisten aber verständlicherweise noch ab. Ich auch.

Das war es von mir. Die größte Herausforderung wird sein. die Entspannung der paar Urlaubstage in der Lausitz auch in meinen Alltag zu retten. Damit das Arbeiten auch weiterhin mit Energie beladen bleibt.

Corinna von ReitClever

Läuft es bei Euch auch oft anders als gedacht?

Geschafft! Das war der Kurs Pferdeführerschein Umgang 2020! Wenn er auch anders lief als gedacht.
Geschafft! Das war der Kurs Pferdeführerschein Umgang 2020!

Die Sommerferien in Brandenburg sind da: fast alle Gewerbe sind vom Lockdown befreit und dürfen mit Auflagen wieder ausgeführt werden.

Hurra, wir können wieder wie wir wollen! Das ist momentan ein weit verbreitetes Gefühl. Wenn es sich auch manchmal etwas gebremst anfühlt. Denn Vieles, was im März unterbrochen wurde, muss erstmal zu Ende gebracht werden. Anders als gedacht gibt es einige Altlasten, bevor es an die Umsetzung neuer Pläne geht.

Beispielsweise hatte ich schon seit längerer Zeit vor, unseren Paddock mit Sand aufzufüllen. Dazu hatte ich Angebote für eine Sandlieferung eingeholt. Dabei ist unser alter Hof, der mit Sand und Steinen gepflastert ist, der begrenzende Faktor. Ein voll beladener LKW fährt das Pflaster zu einer Kraterlandschaft. Das haben wir einmal erlebt und wollen das nicht wieder sehen. Deshalb fallen die meisten Lieferfirmen aus oder wir müssen den Sand am Hofeingang abladen lassen. Der müsste dann per Schubkarre zu den Pferden. Also Handarbeit.

Denn ein guter Bekannter, den wir für den Transport um Hilfe bitten wollten, hatte zu diesem Zeitpunkt seinen Trecker zerlegt. Er hat ein kleineres, älteres Modell, was mit Hänger auf unseren Hof fahren kann. Gerade, als ich eine Sandladung aus dem Nachbardorf organisieren konnte. Also fiel diese Möglichkeit aus. Da unsere Helfer, die einmal wöchentlich kommen, seit Mitte März Corona Pause haben, ging auch die Möglichkeit mit dem LKW nicht.

Aber wie der Zufall so will, konnten wir Mitte Juni zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Wenngleich anders als gedacht. Unser Bekannter mit dem wieder zusammen gesetzten Trecker hatte seine Wiesen gemäht. Zwei Tage später machten zwei heftige Regenschauer das geschnittene Gras ordentlich nass. Auch wurden für den Samstag, den wir zum Heu einlagern geplant hatten, heftige Gewitter angesagt. Nun bangten wir, ob das Heu für uns etwas wird.

Stattdessen fragte unser Bekannter, ob wir hellen Sand bräuchten. Sein Nachbar würde die Einfahrt neu machen. Also brachte er an dem verabredeten Samstag anders als gedacht sechs Hängerladungen Sand. Um uns herum gewitterte es überall. Nur Lindenbrück blieb trocken, so dass das Heu weiter trocknen konnte.

Zwar hat die Sandaktion später stattgefunden als ursprünglich geplant. Aber dafür bekamen wir eine Woche später noch einmal sieben Hängerladungen Sand. Genau am Prüfungstag für den Pferdeführerschein Umgang. Wieder anders als gedacht. Das machte den Zeitplan eng. Aber wir haben ohne viel Aufwand Sand bekommen. Und ohne, dass ein Lkw auf dem Hof fahren musste. Zu guter Letzt bekamen wir auch den ersten Heuschnitt trocken auf unseren Heuboden.

Gut Ding will Weile haben. Anders als gedacht bedeutet häufig dann doch gut.

Kennt Ihr das? Dass es dann doch gut ausgeht? Und der Umweg etwas für sich hatte? Manchmal stellt man das erst im Nachhinein fest.

Genauso konnten wir unseren Pferdeführerschein Umgang am 20.06.20 zu Ende bringen.

Weil der Prüfungstermin vom Landesverband wegen Corona nicht genehmigt wurde, musste der Kurs im März unterbrochen werden. Aber das tat der Motivation und Lernbereitschaft  keinen Abbruch: Pferde und Schüler haben super mitgemacht. Eindrücke von dem Kurs findet Ihr auf der Seite Impressionen (Zum Anschauen auf den Link klicken).

Die einhellige Teilnehmermeinung zu dem neu gestalteten Kurs ist, dass jeder frisch gebackene Pferdebesitzer und Reiteinsteiger diesen Grundlagenkurs belegen sollte. Weil das Wissen rund ums Pferd einen ganzheitliche Zusammenhänge aufzeigt. Schließlich bedeuten Fütterung, Haltung und Bewegung ein Gesamtpaket, was unser Pferd gesund hält.

Je mehr man darüber weiß, desto besser kann man das Umfeld seines Pferdes gestalten. Genauso lernt man zu erkennen, woran es liegen könnte, wenn etwas schief geht.

Läuft etwas anders als gedacht ist Flexibilität gefragt.

Vor allem wenn die Gelenke nicht so laufen. Darum geht es in meinem neuen Programm Einfach besser reiten trotz Kniearthrose.

Das hilft mir gerade selber. Mein im letzten November angedetschtes Knie wurde im April kurz vor Ostern wieder akut. Ein Korbhenkelriss im Meniskus zwang mich zur Pause.  

Anders als gedacht verschaffte mir das die spannende Erfahrung, während einer Pandemie im Krankenhaus zu liegen. Denn der Meniskusriss machte eine Arthroskopie notwendig.

Statt reiten und Training also drei Tage Ruhe im leeren Einzelzimmer.

So blöd das auch war. Der Zeitpunkt war gut. Denn Corona hatte alle Termine auf dem Hof gecancelt. So hatte ich Zeit, die OP anzugehen. Und das Ganze in Ruhe auskurieren.

Außerdem führte mir die Zeit mit Teilbelastung und Stützen gehen vor Augen, wie gut es mir normalerweise geht. Weil ich mit einer Tasse in der Hand von der Küche ins Wohnzimmer gehen kann. Oder weil ich beim Kochen vom Kühlschrank zum Waschbecken und von dort mit Gemüse in der Hand zum Herd laufen kann. All das geht mit Unterarmgehstützen nicht. Geschweige dann Heu zwischen hungrigen Pferden auf dem Paddock verteilen.

Dinge, über die man sonst nie nachdenkt, gehen nicht, wenn man verletzt ist.

Also genieße ich die Zeit, in der ich wieder kann. Wie selbstverständlich ich eigentlich nehme, gesund zu sein, merkte ich erst, als ich es nicht war.

Dankbarkeit ist ein selten bewusst gemachtes Gefühl. Auch bin ich dankbar dafür, dass ich zu einer merkwürdigen Zeit ins Krankenhaus gehen konnte. Dass die dort Beschäftigten mein Knie wieder in Ordnung gebracht haben.

Was jetzt noch zur vollen Belastbarkeit fehlt, ist mein Job. Täglich eine halbe Stunde turnen.

Für mich. Für mein Knie. Auch für mein Selbst.

Ich mache wieder Liegestütze. Und sehe zu, dass mein Oberschenkel wächst. War der dünn nach der wochenlangen Schonung und der OP.

Weiterhin habe ich neue Ideen für mein Übungsprogramm bekommen. Nämlich das was mir zur Zeit hilft. Leider sind noch nicht alle Übungen gezeichnet. Aber das ist in Arbeit.

Dann wird es auch Einfach besser reiten trotz Kniearthrose als Buch geben.

Anders als gedacht. – Aber irgendwie gut.

Bis bald und viel Spaß beim fitter werden! Wenn Ihr euch zum turnen motivieren könnt.

Beim Genießen. Vor allem beim Leben.

Denkt daran, wenn Ihr das nächste Mal reitet.

Auch Euer Pferd ist es wert, genau betrachtet und gut behandelt zu werden. Das macht ihr automatisch, wenn Ihr Euch in einen besseren Zustand bringt.

Corinna von ReitClever

PS: Corona bewirkte leider auch, dass ein im Sommer geplanter Kurs ausfallen muss. Dafür entstehen bei mir Ende Juli bis Mitte August Zeitkapazitäten. Beispielsweise könnte ich zu einem Kurs zu Euch auf die Anlage zu kommen. Dafür gibt es auch im Oktober noch freie Zeitfenster.

Zum Beispiel für einen Fitnesstest für Reiter und darauf aufbauende Trainingseinheiten als Ergänzung zum normalen Reitunterricht. Schreibt mich an, wenn Ihr dazu Lust habt.

PPS: Wir gehen langsam in die Planung für den Tag der Cleveren Reiter am 03.10.2020. Das Thema in diesem Jahr heißt Reiten trotz Angst. Drei der vier Reiterinnen aus der Region, die theoretische Hintergründe liefern und praktische Anregungen geben, stehen schon fest.

Bis zum 31.08.2020 gilt der Aktionspreis von 95€.

Danach kostet das Tagesticket inklusive Essen und Getränke 116€.

#gluecklichreiten, #MEHRWissenfuerreiter, #einfachbesserreitentrotzkniearthrose

#erfolgmit45plus

Newsletter Juni 2020 – bereit zur Veränderung?

Kursübersicht 2. Halbjahr 2020
Bereit zur Veränderung? Kurse für Reiter, 2. Halbjahr 2020

Heute in sechs Monaten ist schon Adventszeit. Das haben wir kürzlich beim Frühstück festgestellt.

Dann können wir auf dieses verrückte Jahr zurückblicken. Das irgendwie bei fast jedem in irgendeiner Form eine Veränderung gebracht hat.

Im Grunde genommen habe ich das Gefühl, dass sich zur Zeit das verändert, was schon längere Zeit für den Wandel reif war.

Denn wenn etwas ziept oder sinnbildlich in der Aufhängung bröckelt wartet es auf eine Erneuerung. Wie auch immer die Umgestaltung aussehen mag: Corona bietet die Gelegenheit dazu. Wenn man bereit zur Veränderung ist.

So habe ich in den letzten Wochen viel gehört und gesehen:

Lang bestehende Jobs werden vakant. Im Gegensatz dazu entschließen sich Arbeitnehmer, einen neuen Job zu suchen, weil es im Alten an Wertschätzung oder Sinnerfüllung fehlt.

Andere lieben ihren Job gerade zu dieser Zeit, weil er ihnen im Homeoffice Zeit zur Entschleunigung bietet. Denn die tägliche Fahrzeit fällt weg und bringt neue Zeitfenster.

So hat man mehr Zeit für sich, die Familie, das Pferd oder schlicht zum gesund kochen.

Wieder Andere kündigen ihre Nebenjobs auf Minibasis. Beispielsweise im Sportstudio, weil ihnen der abendliche Pilateskurs Zeit mit Mann und Familie nimmt.

Wenn auch die Zeit in der Familie in den letzten Wochen eine Herausforderung war: Da die Kinder nicht in Schule und Kitas durften und der Partner im Homeoffice saß, gab es auf einmal viel gemeinsame Zeit im gemeinsamen Domizil. Manchmal brachte die räumliche Enge bestehende Probleme deutlicher ans Licht. Zum Beispiel kenne ich zwei Frauen, die aktuell gerade über eine Trennung nachdenken.

Immerhin lenkt der Umschwung den Blick auf hochwertige Ernährung: viele möchten gesund bleiben und hinterfragen ihre Ernährungsgewohnheiten. Jedenfalls schnellten die Verkaufszahlen von Biokisten in die Höhe.

Corona zeigt Missstände in der Fleischindustrie auf. Nicht nur dort. In vielen Bereichen sind Lohnarbeiter aus Billiglohnländern im Einsatz, um unsere Versorgung sicher zu stellen. Dabei schlafen sie dicht bei ihren Arbeitsstellen zusammengewürfelt auf engem Raum.

Auch beginnen Selbständige, sich neu auszurichten.

In Zeiten von Zoom- Konferenzen und Kontaktverboten bietet es sich an, Hintergrundwissen online zu vermitteln. So sind sie auch bereit zur Veränderung und stellen ihr Angebot um.

Nur genießen die meisten Menschen die Zeit, in der sie wieder weniger online sein müssen. Ich habe das Gefühl, der Drang zu Social Media und viel Zeit am Computer ist momentan gebremst.

JETZT, wo das Wetter gerade so schön ist. Endlich darf man wieder raus. Mit Freunden wieder im Biergarten treffen. Abends nach dem Reiten auf einen Sekt zusammen sitzen. Reiten nicht nur im Wald und alleine, sondern wieder mit Mehreren auf dem Platz. Darüber hinaus ist auch Reitunterricht wieder erlaubt.

Einerseits möchten sich die Menschen verändern. Andererseits freuen sie sich auf ihre lieb gewordenen Gewohnheiten, denen sie nun endlich wieder nachgehen können wie vorher.

Auch ich bin reif zur Veränderung.

Der Erfolg meines Programms „einfach besser reiten mit Hüftarthrose“ macht mich mutig: es wird in Kürze als Buch herauskommen. So richtig zum anfassen und nachblättern.

Denn es gibt viele Reiter und Reiterinnen, die bereit zur Veränderung sind. Wenn sie merken, dass man mit wenig Aufwand etwas verbessern kann. Wenn es auch nur ein mehr an Elastizität und Beweglichkeit ist.

Wer eine Anleitung dazu sucht, nimmt sie gerne als Buch in die Hand. So ein PdF ist ganz nett. Aber selbst als Ausdruck in Papierform ist es eigentlich nur eine Zettelsammlung.

Auch wenn das Programm insgesamt positiv aufgenommen wurde. So schrieb eine Leserin:

„Liebe Corinna,

vielen Dank für das Programm. Es gefällt mir auf Anhieb gut. Mit den theoretischen Ergänzungen finde ich das Preis-Leistungs-Verhältnis in Ordnung und alles gut verständlich.“

Darüber freue ich mich total! Vor allem freue ich mich darauf, das Ganze dann bald in gebundener Form in den Händen halten zu können.

Nach den Lockerungsmaßnahmen zur Corona- Eindämmungsverordnung sind auch Reitkurse wieder möglich.

So führen wir den aktuellen Pferdeführerschein Umgang Kurs weiter, den wir im März unterbrechen mussten. Auch das Konzept war nach der Namensänderung bereit zur Veränderung. Denn neben dem vorgeschriebenen Bodenarbeitsteil verlangt die praktische Prüfung nun auch, dass die Prüflinge die Pferde auf der Straße führen müssen.

Dadurch dass Reitställe zunehmend mehr in Ballungsgebieten oder in der Nähe befahrener Straßen liegen, wird das notwendig. So dass dieser Prüfungsteil vor allem der Sicherheit im Straßenverkehr dient. Damit Reiter wissen, wie sie sich im öffentlichen Raum zu verhalten haben.

Ich hoffe, dass die Saison nun normal weiter gehen kann.

Wenngleich ich die zwei Monate mit wenig Terminen sehr angenehm fand.

Bis August finden eine ganze Menge Aktionen auf unseren Hof statt. Im September startet der zweite Pferdeführerschein Umgang Kurs. Danach kann es dann mit den zweiten Runde der Ergänzungskurse für einen besseren Sitz los gehen.

Am 3.10.2020 planen wir den zweiten Tag der Cleveren Reiter. Das Thema in diesem Jahr heißt „Reiten trotz Angst“. Wie bei der Premiere werden Reiter aus der Region theoretische und praktische Ansätze aufzeigen, wie entspanntes reiten möglich ist.

Mitte Oktober beginnen die Kurse der Hohen Schule für Reiter mit Kleiner Schreck na und?. Der letzte Kurs Spiraldynamik für Reiter ist am 05.12.2020 geplant.

Dann ist tatsächlich Weihnachtszeit. Während der jeder im Rückblick schauen kann, was es ihm persönlich gebracht hat, bereit zur Veränderung zu sein.

Bis dahin erstmal einen schönen Sommer!

Corinna von ReitClever. 

#MEHRWissenfuerreiter

#kursefuerreiter

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Videokurse für Reiter- Newsletter Mai 2020

Die Welt steht immer noch im Zeichen vom großen C.

Einfach sicher reiten
Einfach sicher reiten

Aber anders als Ende März, als die Welt paralysiert auf ihre Regierung schaute, was nun passiert, ist für mich jetzt eine gewisse Leichtigkeit zu spüren.

Wir hatten Ostern mit allerschönstem Wetter.

Mann und Sohn übten sich im Bewegen der Pferde, denn ich hatte leider mit meinem Knie zu tun.

Trotzdem war ich fleißig: ReitClever.de hat ein facelifting erhalten und freut sich über manch neues Feature. Besser gesagt ich freue mich, denn Programmieren und neueste Technik ist weniger mein Ding. So bin ich beeindruckt , wenn ich etwas ins Laufen bekomme, von dem ich vorher gar nicht wusste, dass es das gibt.

Weiterhin habe ich Anfang April eine spannende Umfrage gestartet.

Wie die Reiter mit dem Mehr an Zeit umgehen, das sie durch die aktuelle Corona Situation haben.

Wenn Sie denn mehr Zeit haben. Einige sind im Home- Office. Andere haben Mann und Kinder zuhause oder müssen in systemrelevanten Berufen schaffen, was das Zeug hält. Aber viele sind viel im Internet unterwegs und nutzen auch Videokurse für Reiter.

Wer Lust hat, nachzulesen: Die Ergebnisse sind unter „Corona und Reiten“ zu finden.

So bin ich mir sicher, dass jeder aus der momentanen Situation etwas lernen kann.

Und auch etwas in die Zeit nach Corona mitnehmen kann.

Sicherlich auch muss, wenn man sich die aktuelle Trockenheit anschaut.

In ganz Deutschland hat es seit März nicht mehr nennenswert geregnet. Endlich regnet es nun auch bei uns. Allerdings kann es das noch eine Weile, um die Feuchte in den Boden zu bekommen, die für die Wachstumszeit notwendig wäre.

Die Luftströmungen mit feuchter Luft vom Atlantik kommen hier gar nicht mehr an.

Das ist ein ernst zu nehmendes Zeichen dafür, dass sich der Prozess der Erwärmung selbst beschleunigt. Wenn jetzt nicht im Zuge des Corona- Umbruchs auch etwas für Umwelt und Klima getan wird, wird es schon bald sehr unangenehm hier bei uns.

Auf der anderen Seite sind wir in Deutschland in der glücklichen Lage, dass wir beobachten können, was geschieht. Sicherlich können wir uns auch über Manches aufregen.

Aber ganz anders als in Ecuador und Amerika müssen wir nicht hilflos zuschauen, wie zahlreiche Menschen an Corona sterben. Besser gesagt wie überall Leichen auf den Straßen liegen, die nicht abtransportiert werden können.

Ich finde, wir jammern hier teilweise auf hohem Niveau.

Sicherlich ist es schwer zu verstehen, wie die Regierung in Kauf nehmen kann, dass Existenzen ins Wackeln geraten. Möglicherweise scheitern Selbständigkeiten oder Arbeitsplätze gehen verloren. Aber der Antrieb unserer Regierung scheint zu sein, dass jedes einzelne Menschenleben wichtig ist. Das es gilt, zu schützen.

Außerdem haben in Deutschland anders als beispielsweise in Amerika und Indien auch untere Einkommensschichten eine Chance und können überleben.

Von vielen Berliner Selbständigen habe ich gehört, dass die Soforthilfe innerhalb von 2-3 Tagen auf dem Konto war.

So schnell ging es in Brandenburg nicht. Bei uns dauert es noch, bis wir einen Bescheid bekommen. Aber ich bin froh, dass es diese Hilfen gibt.

Und ich denke, dass dieser momentane Stillstand auch eine Chance zur Veränderung ist.

Interessanterweise gibt es auch Menschen, die mit der Krise anders umgehen.

Ich folge auf Facebook seit einiger Zeit einer bekannten Mentaltrainerin und Speakerin. Neben Aufträgen aus dem Top- Business arbeitet sie mit Reitern und anderen Leistungssportlern.

Anders als man es erwarten würde, wenn man ihre Botschaft kennt, klingen die Posts bei Facebook alles andere als positiv.

Als Entschuldigung auf teilweise negative Reaktionen kommt dann: „Ich bin selbständig“ – „Ich habe zur Zeit kein Einkommen.“ – „Ich darf meine Emotionen zeigen, weil zum Leben die ganze Bandbreite an Gefühlen gehört. Auch Wut und Trauer neben Optimismus und Freude.“

So geht es sicherlich Vielen.

Den Frust verstehe ich, weil man die Situation nicht selbst verschuldet hat.

Allerdings frage ich mich, wie die Trainerin zu ihren angebotenen Techniken steht. Auf der Webseite sieht es hochglanzpoliert aus. Da würde ich auf Rücklagen für schlechtere Zeiten tippen, mit denen sie die jetzige Situation aussitzen könnte.

Und man könnte sich aus der ersten Phase der Verarbeitung, die aus nicht Wahrhaben wollen und Anschuldigungen besteht, mit bewährten Mentaltechniken in die Phase des Annehmens bringen. In denen man Menschen, denen es schlechter geht, mit Rat und Hilfe zur Seite steht und vor allem Zuversicht verbreitet. Wenn man das möchte. Damit bliebe der professionelle Status bewahrt.

Posts voller Anschuldigungen und Forderungen lese ich bei Facebook selten.

Schon gar nicht von kleineren Existenzen, die jetzt wirklich auf dem Spiel stehen. Vielleicht liegt das auch an der Vorauswahl, die Facebook augenscheinlich für jedes Profil trifft. Aber man kann in Zeiten der Krise sehen, wie Menschen ticken, wenn es gerade nicht so läuft.

Im Gegensatz dazu gibt es aktuell auf vielen privaten Accounts persönliche Bilder und Pferdebilder aus der Vergangenheit, Rätsel und Persönlichkeitstests zuhauf. Tatsächlich gibt es wohl viele Leute, die mehr Zeit haben und sich diese im Internet vertreiben. Das stützt die Ergebnisse der Umfrage „Corona und Reiten“.

Wie ich in persönlichen Nachrichten lese nutzen tatsächlich Viele die Zeit, mehr für sich zu tun.

Sie gehen jeden Tag spazieren und kochen in der eingesparten Fahrzeit gesund.

Das gefällt mir sehr. Und es passt zu  meinen Anregungen aus dem kostenlosen 21- Tage- Programm zum besseren Reiter.

Auch wir genießen die Zeit. Wenn wir auch nicht mehr davon haben als vor Corona.

Wir leben zu dritt auf einem eigenen Hof. Von den letzten Hofeinnahmen konnte ich mein Futterlager für die Tiere auffüllen. Aus meiner physiotherapeutischen Tätigkeit im März hatte ich noch Geldeingänge.

Sicherlich wird es eng. Zumal meine Einnahmen aus der Physiotherapie gerade gegen Null gehen. Aber verhungern wird keiner. Wir nicht und unsere Tiere auch nicht.

Anders als in vielen ärmeren Ländern. Beispielsweise in Ägypten, Italien und Spanien sieht es für Menschen und Tiere viel dramatischer aus.

Damit auch wir langsam von dem großen C wegschauen:

im kommenden Blogartikel geht es um die richtige Steuerung der Rumpfmuskulatur. Dabei geht es um die Frage wie kommt man zu einem tiefen Sitz? Wie findet man die richtige Balance zwischen Anspannung und Losgelassenheit?

Der letzte Artikel beschäftigte sich mit der Frage: Wie steht es eigentlich um Deine eigene Balance? Wie gut bleibst Du im Gleichgewicht? Innerlich und äußerlich?

Darüber hinaus nehme ich Anregungen aus den Zoom – Meetings meines Freundeskreises mit. Wir treffen uns nach wie vor virtuell abends via Videokonferenz.

Ich überlege, wie ich meine Kurse, die sonst bei uns auf dem Hof stattfinden, auch als live als Videokurse für Reiter anbieten kann.

Wie das im Einzelnen abläuft, bereite ich gerade vor. Vielleicht wird es „Spiraldynamik® für Reiter“ oder „Bewegliche Hüften und elastischer Sitz“ bald auch als Videokurse für Reiter geben. Dann kann jeder zuhause turnen und muss nicht nach Zossen kommen. Das wäre auch gut für unser Klima: keine Fahrtkilometer für die Teilnehmer.

Den Anfang wird „Alles locker oder was?“ machen. Der Kurs „Der losgelassene Sitz in drei Schritten findet in zwei Teilen statt: Am 16.05.2020 geht es von 10:00- 13:00 um die äußere = körperliche Losgelassenheit. Am 23.05.2020 geht es von 10:00 – 13:00 um die innere = mentale Losgelassenheit (Bei Interesse klickt auf die unterstrichenen Links).

Das Thema hatte ich als Vortrag für die Hansepferd vorbereitet, die letztes Wochenende stattfinden sollte. Leider ist die der Eindämmungsverordnung zum Opfer gefallen.

Also trotz allem oder gerade wegen Corona genug zu tun.

Bleibt weiterhin gut drauf und tut etwas für Eure Gesundheit!

Dann ist die Zeit des Stillstandes eine Zeit des persönlichen Gewinns.

Bis bald, Corinna von ReitClever

Neue Lösungen entstehen in neuen Situationen

Neue Lösungen entstehen in neuen Situationen

Ganz ehrlich, Hand aufs Herz!

Wer hätte vor einem Monat gedacht, dass es uns einmal so ergehen könnte?

Dass die Welt still steht und auf neue Lösungen im Umgang mit dem großen C wartet?

Kontaktverbote nach Appellen zuhause zu bleiben.

Arbeiten geht nur, wer systemrelevant oder in Handwerksbetrieben tätig ist.

So kommt dem bekannten Virus in neuem Gewand die Aufgabe zu, die Welt zu verändern.

Denn das gab es seit dem letzten Weltkrieg noch nie. Social distancing statt nahe kommen.

Das ist das neue Anstandsgebot:

Winken statt Händeschütteln. Telefonieren, Mails oder Whats Apps statt persönlicher Treffen. Essen gehen und Reisen aufs Eis gelegt. Besser gesagt hoffentlich nur auf den Sommer verschoben.

Lange Zeit wusste ich selber nicht, wie ich mit der Corona – Lage umgehen sollte.

Wir haben es uns in der Familie angewöhnt, um 20.00 zusammen die Tagesschau zu sehen. Danach geht mein Sohn ins Bett.

Tatsächlich sind es erschreckende Bilder, die aus Spanien und Italien kommen.

Militärlaster, die Leichen in Krematorien abtransportieren. Überlastete Ärzte und Krankenschwestern aus Krankenhäusern und Intensivstationen. Dabei eindringliche Appelle der Mitarbeiter die Situation ernst zu nehmen und tatsächlich zuhause zu bleiben.

Auf der anderen Seite gibt es aus Ländern wie Südkorea und Japan andere Berichte. Die aus vergangenen Epidemien gelernt haben und gezielte Maßnahmen gegen eine Ausbreitung ergreifen. Beispielsweise in dem Artikel: „Japan geht ganz andere Wege“ .

Zugegebenerweise habe ich diese skurrile Situation lange nicht verstanden.

Wir haben in „normalen Jahren“ 8000- 10000 Grippetote pro Jahr.

Täglich sterben in Deutschland 2500 Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen.

Die aktuellen Zahlen der tödlichen Corona- Ausgänge in Deutschland liegen weit darunter.

Deutschland hat ein gut funktionierendes und vor allem soziales Gesundheitssystem.

Jeder bekommt die Hilfe, die er braucht. Damit das so bleibt, gibt es die aktuelle Situation.

Die empfohlenen Hygienemaßnahmen sind gut. Es ist immer von Vorteil, sich regelmäßig die Hände zu waschen und manchmal auf Abstand zu gehen. Allerdings habe ich noch nie gesehen, dass in Supermärkten ein Spukschutz aufgebaut wird. Solange Warentrenner benutzt und Besucher angehalten werden, Einkaufswagen zu benutzen, gibt es noch Verbesserungspotential. Auch in meiner Physiotherapiepraxis gibt es seit dem Wochenende einen Spukschutz am Empfang. Neue Lösungen für neue Situationen.

Aber der Verlauf ist anders als anderswo:

Lange galten ältere, vorerkrankte Menschen als Risikogruppe. Nun liegen auf Deutschlands Intensivstationen deutlich jüngere Patienten.

Sie bekommen durch Corona eine beidseitig schwere Lungenentzündung. Bei der dann manchmal auch kein Beatmungsgerät mehr hilft. Es soll sich so anfühlen wie Ertrinken.

Man erstickt bei vollen Bewusstsein. Das tut man bei Grippe nicht.

Auch Kinder und junge, gesunde Leute soll es treffen. Deshalb diese ganzen Maßnahmen.

Neue Situationen bringen neue Lösungen. Viele Menschen hoffen, dass die positiven Effekte auch nach der Coronazeit anhalten. z.B. in dem lesenswerten Artikel „Wir wurden zum Ausatmen nach Hause geschickt. Diese Verlangsamung hat Folgen.“ von Sabrina Fox.

Andere machen sich Gedanken darüber, wie es mit unseren Grundrechten weiter geht:

Sie sehen mit Sorge, dass ein einzelner Mann im Gesundheitsministerium bald über weitgehende Spielräume verfügt, wenn das Infektionsschutzgesetz verschärft wird.

Insgesamt empfinde ich die Situation als positiv.

Die Informationspolitik meiner Netzwerke ist gut. Als IN – Betrieb der FN erhalten wir durch den Landesverband Pferdesport Berlin Brandenburg Mails über die aktuellen Maßgaben und Verordnungen. Auch wo man Anträge stellen kann, um sich Beiträge stunden zu lassen oder Zuschüsse zu beantragen. Auch Physio.de, ein Portal für Physiotherapeuten stellt regelmäßig Informationen zur Verfügung.

Da zur Zeit alle Reitsportverantaltungen und Messen ausfallen, hat sich ein bekannter Pferdetrainer überlegt, über Ostern eine Onlinepferdemesse zu organisieren.

Die Idee dahinter ist sehr gut: Jeder virtuelle Besucher kann entscheiden, in welcher Höhe sein Eintrittsgeld ausfällt. Das kommt zu 100% den Trainern und Experten zu Gute, die auf der Messe auftreten, bzw. Kurse geben.

Solche Angebote wird es sicherlich auch in anderen Bereichen geben.

Schön wäre, wenn dabei auch an psychisch kranke Menschen gedacht wird. Ich habe gestern im Radio ein Interview gehört, in dem es vor allem um depressive Menschen ging. Die zur Zeit noch mehr Schwierigkeiten haben, ihren Tagesablauf zu strukturieren und geregelt zu bekommen. Therapieangebote fallen aus. Auch die Medikamentenversorgung scheint schwieriger zu werden, weil der Nachschub aus Indien und China fehlt.

Vor allem fehlende persönliche Kontakte schmerzen.

Deshalb nehmt mal den Telefonhörer in die Hand oder schickt eine Nachricht an die Menschen, von denen Ihr wisst, dass sie das brauchen könnten. Jede Aufmunterung dieser Art kann helfen.

Aus diesem Grund bin ich jetzt ein Mal die Woche mit meinem alten Biolehrer verabredet. Er ist 94 und hat vor 1,5 Jahren seine Frau verloren. Seit der Schulzeit sehen wir uns regelmäßig zweimal im Jahr. Nun geht das zur Zeit nicht. Da er von meiner Praxis nur 5 Minuten zu Fuß entfernt wohnt, haben wir uns seit letzter Woche zu einem kurzen Plausch am Gartentor verabredet. Und wir freuen uns beide sehr darauf.

Irgendwie warte ich auf eine Zeit, in der auch ich mich mal langweile.

Obwohl ich mir schon lange vornehme, an Auszeiten zu denken, kommt immer wieder etwas dazwischen.

Gestern hatten wir unsere Tierärztin da: Unsere Haflingerstute Amazone kolikte seit Sonntag Abend. Weil ich Montag tagsüber in der Praxis war, hatten Mann und Kind Bewegungs- und Mashfütterdienst. Dabei hat sie sich irgendwann den Maulkorb abgemacht und doch Heu gefressen.

Jetzt geht es ihr zum Glück wieder gut. Wahrscheinlich war es Stress, der ihr auf den Magen geschlagen ist. Denn am Wochenende haben nachts Wölfe unser schwarzes Schaf gerissen.

Dass Wölfe in der Gegend sind, wissen wir schon lange.

Die Schafe schlüpfen öfter mal unter der Litze des Paddocks durch und gehen auf der großen Wiese fressen. Jetzt wurde das dem mutigsten Schaf zum Verhängnis.

Ab und an habe ich darüber nachgedacht, sie besser zu schützen.

Nun ist es für das eine Schaf zu spät. Mein Mann hat 2 neue Stromlitzen um unserem Hauspaddock gezogen, dass kein Wolf darunter durch kann. Außerdem den Schafstall befestigt, in den die Verbliebenen jetzt nachts ´reingehen müssen.

Ob wir wieder Neue dazu kaufen, überlegen wir noch. Zwei Schafe sind nicht artgerecht. Ohne Frage machen sie einen guten Job als Landschaftspfleger bei uns.

Also müssen wir uns den Vorwurf machen.

Die Wölfe haben sich völlig natürlich verhalten. Sie sorgen für sich und ihre anstehenden Jungen. Anders als wir Menschen mit Massentierhaltung, tagelangen Tiertransporten und industrieller Schlachtung sind sie niemals grausam oder töten auf Vorrat.

Demgegenüber gibt es auch nette neue Lösungen in der momentanen Zeit.

In meinem Freundeskreis gibt es einige sehr technikaffine Männer. Die jetzt in Zeiten von Homeoffice und Videokonferenzen neue Lösungen für ihre Teams finden müssen. Einer davon hat einen Videochat für uns eingerichtet. Damit wir uns sehen und miteinander plaudern können. Die Premiere lief gut und hat großen Spaß gemacht.

Vielleicht schaffen wir es, tragfähige neue Lösungen für später zu entwickeln.

Auch ich habe begonnen, meine Reitkurse auf Onlinekurse umzuschreiben.

Da es mehr Menschen gibt, die Ängste haben, als man denkt, hat „Kleiner Schreck na und?“ den Anfang gemacht. Wenn man sich die Anweisungen umdenkt, kann man den Kurs für alle Angst besetzten Situationen nutzen. Beispielsweise auch den Umgang mit dem Corona- Virus. Den Kurs kann man zuhause durchführen! Unter dem blauen Link erhaltet ihr mehr Informationen und könnt ihn Euch herunter laden.

Vor allem um innere und äußere Losgelassenheit geht es bei Locker im Sattel- Brain Gym® für Reiter“. Die kann man durch regelmäßige Übungen gut beeinflussen. Auch Stress im Alltag und schwierige Situationen im Job entspannt man damit.

So gesehen sind es total spannende Zeiten, in denen wir jetzt leben.

Also bleibt neugierig und macht das Beste daraus!

Eine Kollegin, die schon lange Textilien mit Herz selber anfertigt, näht jetzt Mundschutze. Für uns und unsere Praxis. Aber auch für andere Menschen, die sich schützen wollen.

Bis bald!

Dann hoffentlich gesund und voller neuer Ideen für neue Lösungen,

Corinna von ReitClever

#losgelassenheitfuerreiter

#gluecklichreiten

#angstfreireiten

Die Kursoffensive MEHR WISSEN für Reiter hat begonnen.

Die Kurssaison hat begonnen. In "Bewegliche Hüften- elastischer Sitz" wird MEHR Wissen für Reiter vermittelt, um Sitz und Einwirkung zu verbessern.
Die Kursoffensive MEHR Wissen für Reiter hat begonen.

Am Sonntag hatten wir ein Treffen unserer ehemaligen Voltigiergruppe. Die Idee dazu entstand auf dem 80 ten Geburtstag unserer Trainerin vor 2,5 Jahren.

Ich weiß noch genau, wie die Tochter mich anschrieb und mich fragte, ob ich zum 80 ten Geburtstag Ihrer Mutter kommen wolle. 80! Da musste ich erstmal durchatmen. Und habe dann nachgerechnet. Tatsächlich liegt unsere aktive Zeit schon über 30 Jahre zurück.

Nichtsdestoweniger hatte die Tochter noch zu einigen Gruppenmitgliedern Kontakt. Außerdem haben sich viele in den letzte Jahren über social media wieder gefunden.

Diejenigen, die damals schon eng befreundet waren, sind es heute noch.

Vor gut 2 Jahren war es ein schöner Geburtstag. Viele Gesichter waren da, die sich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Dabei entstand die Idee, dass wir uns alle mal zum plaudern treffen.

So wurde das Treffen zu einer kleinen Zeitreise. Kurz gesagt war es faszinierend zu sehen, wie wenig sich die meisten verändert haben. Sicherlich sind wir alle deutlich älter geworden. Dennoch konnte man sich sofort erkennen. Genauso war die typische Art zu reden oder sich zu bewegen sofort zu sehen.

Auch die Trainerin hat nichts an Intensität und Lautstärke in der Stimme verloren.

Jede Menge Fotos und Videos gab es zu sehen.

Darüber hinaus viel zu essen, zu trinken und natürlich jede Menge zu erzählen. Schon toll, was man nach so vielen Jahren noch weiß und wieder hervor kramt. Einige haben damals schon angefangen zu reiten und sind nach der aktiven Voltizeit weiter geritten. Sie tun es heute noch.

Weiterhin war faszinierend zu sehen: die „Kleinen“ von damals sind heute groß. Genau wie die „Großen“ haben sie Kinder, einen Job und ihren Platz im Leben gefunden.

Eigentlich kommen alle Voltis dort an, wo sie hinwollen. Der Zusammenhalt als Mannschaft, die Zeit mit den Pferden und das Zusammenwachsen als Gruppe über Jahre hinweg formt. Die Großen ziehen die Kleinen mit und auf den Turnierwochenenden werden auch Hausaufgaben zusammen gemacht. So verlebt man in prägenden Jahren eine wichtige Zeit als Team. Die man irgendwie mit in sein weiteres Leben nimmt.

Spannenderweise haben heute nur noch wenige mit Pferden zu tun.

Eine hat jetzt selber eigene Pferde und trainiert Voltigiergruppen. Vier andere reiten noch mehr oder weniger regelmäßig. Alle anderen haben umgesattelt. Auch die Kinder der teilweise erfolgreichen Voltigierer treten meist in andere Fußstapfen: Cheerleading, Tennis, Hockey, Klettern, Leichtathletik. Auch mein Sohn reitet nur mir zuliebe ab und zu mit aus. Dabei hat er die Pferde vor der Tür. Aber meist ist Playmobil interessanter.

Was hat uns damals so erfolgreich gemacht? Wir wollten!

Zum Einen haben wir uns die Zeit genommen 2-4 x/ Woche zu trainieren. Zum Anderen sind wir freiwillig joggen gegangen und haben solange geübt oder die entsprechenden Muskeln trainiert bis die Übung geklappt hat. In Lehrgängen haben wir dazu gelernt. Was uns dann immer besser werden ließ. Und wir haben uns gegenseitig motiviert. Weil wir in die höhere Leistungsklasse wollten.

Das ist einer der Gründe, warum ich die Kursoffensive MEHR Wissen für Reiter in Leben gerufen habe. Viele Reiter sind motiviert. Viele wollen besser reiten. Aber sie wissen oft nicht, wo sie ansetzen wollen. Beispielsweise hatte ich am Samstag im Kurs „Bewegliche Hüften- elastischer Sitz“ Teilnehmerinnen, die genau wussten, wo Ihr Problem sitzt. Doch hatten sie keine Ahnung, wo sie außerhalb des Reitunterrichts ansetzen sollten. So erhoffen sie sich von dem Kurs klare Anleitungen. Theoretisch und praktisch mehr Wissen für Reiter. Beispielsweise damit sie auf dem Pferd besser zum sitzen zu kommen.

Genauso motiviert sind häufig ältere Reiter. Die wissen, wo es hakt. Deshalb suchen sie effektive Ansätze, Elastizität und Beweglichkeit zu fördern. Wenn Dich das interessiert, kannst Du in dem letzten Blogartikel „Der goldene Herbst- reiten in der zweiten Lebenshälfte.
mehr darüber lesen.

Was mir aber damals nicht so klar war, habe ich gestern auf einem Video gesehen.

Die Pferde hatten ganz schön mit uns zu tun: 48 Auf- und Abgänge während einer Pflichtvorführung, weil jedes Kind zu jeder Übung aufs Pferd und wieder herunter musste. Dann musste jeder Turner während der Kür auch mindestens einmal aufs Pferd. Häufig sogar mehrfach.

Darüber hinaus waren die Abgänge mit Schwung und Kraft in alle Richtungen verbunden. Ab und zu haben wir damals über die Belastung der Pferde geredet. Denn wir hatten ein relativ kleines und zierliches Pferd, was uns in die höchste Leistungsklasse getragen hat.

Deshalb sollten wir nicht über 50 Kilo wiegen. Damit die Stute nicht so viel  zu tragen hatte. Wir sollten auch nur Zweierübungen turnen. Die spektakulären Dreieraufbauten mit Auf- und Abschwingen der Obermänner kam erst später, als wir ein größeres Pferd hatte.

Ehrlich gesagt haben wir uns aber keine weiterführenden Gedanken gemacht.

Wie das Pferd ausgleichsmäßig gearbeitet wird. Wie lange es zu tun hat, die richtigen Tragemuskeln aufzubauen. Erst heute weiß ich, dass viele Pferde, die die Kinder nicht gerne stehen oder flanken ließen, einfach Rückenschmerzen hatten.

Damals habe ich das nicht gesehen. Weil mir das mehr Wissen für Reiter gefehlt hat. Ich hatte wahrscheinlich auch noch nicht den richtigen Blick dazu.

Aus gutem Grund sind die Leistungsvoltigierpferde heute sehr groß.

So haben sie einen imponierend großen Hals und eine mächtige Hinterhand. Das müssen sie auch, um 150 Kilo in 2 Meter 50 Höhe auszubalancieren. Auch turnen die Voltis heute ganz andere Dinge als wir damals. Der Sport hat sich entwickelt. Das Wissen und die Trainingsmethoden auch.

Heute sind die Wettkampfbestimmungen anders.

Erstens wird nicht bei jedem Start das ganze Programm gezeigt. Sondern es gibt extra Kür- und Pflichtblöcke. In denen die Voltigierer nur ein- oder zweimal auf und ab gehen und die Übungen im Block turnen. Zweitens wird das  Pferd mehr berücksichtigt. Damals mussten die Pferde 15 Minuten durch galoppieren.

Wir waren ihnen dankbar. Und wir haben sie geliebt. Aber trotzdem denke ich nach den Videos von damals, dass wir sie ganz schön belastet haben.

Das hat sich in der heutigen Zeit bei vielen Reitern verändert. Das Pferd steht an erster Stelle. Ferner möchten wir es so gut wie möglich auf die Belastung durch uns vorbereiten. Zumindest im Freizeitbereich ist das zu beobachten. Wenn es auch manchmal das umgekehrte Phänomen gibt, dass die Pferde wenig bis gar nicht gefordert werden. Sondern vor allem gefüttert und mit Leckerlis versorgt werden. Was dann wieder andere Probleme hervor bringt.

Nichtsdestoweniger ist die Idee von ReitClever, Mehr Wissen für Reiter so aufzuarbeiten, dass es jeder Reiter verstehen kann.

Damit er weiß, wo er ansetzen kann, um sich auch ohne Pferd zu verbessern. Dadurch kann er es seinem Pferd einfacher machen. Indem er eine bessere Technik bekommt. Wer das möchte, nimmt sich dafür auch zuhause Zeit.

Mit den kleinen und größeren Onlineprogrammen bekommt man etwas in die Hand, um den Sitz, die mentale Stärke zu verbessern oder auch angstfrei zu reiten.

Mich freut, dass das angenommen wird. Die Kurse im Februar drehten sich vor allem um die innere und äußere Losgelassenheit des Reiters. Dabei muss man vor allem im Kopf gut drauf sein. Welche Stolpersteine man dabei aus dem Weg räumen kann zeigt der Artikel „Ja, ich will- Gedanken über das Thema Reiten mit Angst“.

Um den ausbalancierten Sitz geht es dann am 16.05.2020 bei Drei Schlüssel zu mehr Balance. Neben den körperlichen Voraussetzungen werden wir uns dann mit der notwendigen geistigen Verfassung beschäftigen, um auch innerlich ins Gleichgewicht zu kommen.

Um das Mehr Wissen für Reiter schon bei den Einsteigern zu etablieren, startet am 14.03.2020 der neue Pferdeführerschein Umgang.

Also ein volles Programm für den Frühling, der jetzt schon vor der Tür steht. Wer Interesse an den Kursen hat, klickt auf die blauen Links. Für kurz Entschlossene: Beim Kurs Spiraldynamik für Reiter am kommenden Samstag gibt es noch freie Plätze.

Ich freu mich schon!

Bis bald und genießt die länger werdenden Tage!