Kategorie: Neuigkeiten

Neue Denkweise gefordert, Neues von ReitClever August 2021

Neue Denkweise beim Tag der Cleveren Reiter am 02.10.2021

Vor kurzem war ich in der Landesreitschule Berlin zu einer Fortbildung. Ich hatte mich darauf gefreut, denn von der Dozentin hatte ich schon eine ganze Menge gehört. Auch das Thema Sitzschulung ist ein Steckenpferd von mir. Daher war ich gespannt auf den neuen Input.

Leider hielt die praktische Demonstration lange nicht das, was die Ankündigung versprach. Sicher ist es schwer mit fremden Pferden und Reitern zu arbeiten und dann für einen AHA Effekt zu sorgen. Doch ist es eigentlich das, was man von einem Ausbilder erwartet, der viel Praxiserfahrung hat.

Wenn man allerdings in der Demo nur feststellt, dass die Reiter genau in den Sitzprothesen mit den breiten Steigbügeln sitzen, die man vorher verurteilt hat, wäre vielleicht eine neue Denkweise gut gewesen. Beispielsweise überlegen, improvisieren und aus dem reichen Erfahrungsschatz schöpfen. Dann hätte mancher Teilnehmer vielleicht etwas mitgenommen und der Funke wäre über gesprungen. Stattdessen wurde bei allen drei Pferden eine unstete Anlehnung festgestellt und fortan mussten sie Runde um Runde in einer stabilen Anlehnung laufen. Nur ein Pferd konnte das in der Kürze der Zeit umsetzen und begann mit einer schöneren Halsung zu laufen. Allerdings wie die beiden anderen hinter der Senkrechten und mit dem Genick weit vom höchsten Punkt entfernt.

Natürlich kann man das kurzfristig tolerieren, um dem Pferd den richtigen Weg zu zeigen. Aber doch nicht in einer Fortbildung, die den Namen Sitzschulung mit dem Ziel einer pferdegerechten Ausbildung trägt. Als ich den Pferden ins Gesicht geschaut habe, wäre ich am liebsten aufgestanden. Sicherlich kann man im großen Sport viel unglücklichere Augen sehen. Aber keins von den Dreien hatte auch nur einen Funken Spaß bei dem rundenlangen Gehen in Anlehnung. Mir taten Pferde und Reiter leid, die sich bemühten, aber augenscheinlich nicht die Tipps bekamen, die sie sich erhofften.

Als ich mich danach mit Jemandem darüber unterhalten habe, wurde mir klar, dass diese Reiterei nicht mehr Meine ist.

Eine neue Denkweise hat bei mir anscheinend schon lange Einzug gehalten. Dabei bin ich weit davon entfernt, reiten als Tierquälerei zu empfinden. Das Gegenteil ist der Fall. Ein Pferd wird umso schöner, je mehr man sich mit ihm beschäftigt. Auch wird es stolzer, wenn es die richtigen Muskeln bekommt und den Reiter mit Freude trägt. Das passiert nicht von alleine, sondern ist mit viel Arbeit verbunden.

Doch ich schaue inzwischen anders und setze an anderen Schnittstellen an. Der Mensch da oben ist der entscheidende Punkt in der Konstellation Pferd – Reiter. Er entscheidet, wo es lang geht und wie man das (gemeinsame) Ziel erreicht. Auch sein Wille zum Durchhalten ist entscheidend.

Genau damit hat mich letztes Wochenende ein Langstreckenfahrer beeindruckt, der 1998 in Sachsen Anhalt aufgebrochen ist, um im Jahr 2000 bei den Olympischen Spielen in Sydney anzukommen. Fünf Jahre war er mit dem Fahrrad unterwegs. um hin und zurück zu kommen. Inzwischen hat er 115 Länder mit dem Fahrrad durchquert. Was für eine innere Stärke, was für einen Willen!

Als ich ihn fragte, wie es für ihn war, ganz alleine loszufahren, sagte er, er hat damals vor der weißrussischen Grenze gestanden und lange überlegt, ob er tatsächlich durch fährt. Bis dahin hatten ihn ein paar Freunde gebracht, die dann durch Polen wieder nachhause geradelt sind.

Aber er hat es getan und kann jetzt beeindruckende Dinge erzählen!

Dass man sich unterwegs nicht immer waschen kann ist eher Beiwerk. Aber die Aussagen in seinen Nebensätzen haben gesessen. Wie man mit dem Geld haushalten muss, um anzukommen. Wie wenig Nahrung und Kleidungsstücke man tatsächlich braucht und wie sehr unsere Lebensweise unserem Planten schadet. Der tägliche Wasser- und Energieverbrauch ist nur ein Aspekt davon.

Recht hat er. Überall sind neue Denkweisen gefordert.

Und das ist nicht erst seit dem Auftreten des Wortes mit dem großen C so. Vielmehr denke ich, dass die momentane Zeit der Ausdruck dafür ist, dass Umdenken und Umstrukturierungen lange überfällig sind. In den Nachrichten kann man hören, dass der Golfstrom beginnt sich abzuschwächen. Die Klimaerwärmung nimmt schneller Fahrt auf, als man noch vor kurzer Zeit angenommen hat. Eigentlich müsste einem himmelangst werden und man müsste sein Handeln sofort überdenken und komplett neu auszurichten. Aber dazu ist das Ganze anscheinend zu wenig erfassen und man schiebt die Schuld daran lieber Anderen zu.

Genau wie auf dem Fahrrad ist auf dem Pferd der entscheidende Ausrüstungsgegenstand der Mensch, der oben sitzt. Das Fahrrad, mit dem mein Gesprächspartner seine erste lange Tour unternahm, hatte noch nicht mal eine Gangschaltung. Trotzdem ist er angekommen und hat Dinge gesehen, von denen die meisten Menschen noch nicht einmal träumen. Auch die Ausrüstung des Pferdes ist viel weniger entscheidend als der Mensch, der sich dort oben versucht, auszubalancieren. Selbstverständlich sollte der Sattel Pferd und Reiter passen. Aber je weniger Schnick Schnack und Bling Bling desto besser.

Der entscheidende Punkt, etwas zu verändern, liegt immer bei einem selbst.

Nur wenn man bereit ist, an seinen eigenen Fähigkeiten zu arbeiten, wird man einen gemeinsamen guten Weg mit dem Pferd finden. Kein Meister ist vom Himmel gefallen. Das ist auch nicht schlimm. Aber der Wille, sich anzupassen und den Weg erfolgreich zu gehen ist entscheidend.

Eine neue Denkweise kann einem dabei helfen, wenn man sich über das Ziel klar ist. Wenn ich weiß, dass ich nach Sydney möchte, ist es wenig sinnvoll, nach Sylt aufzubrechen. Auf der Route kann ich mir dann alle Unterstützer suchen, die ich auf dem Weg dahin benötige. Der eine braucht beim Reiten eher Dehnfähigkeit, der andere Koordination, der Dritte Sicherheit. All das ist mit regelmäßigem Training machbar. Und das kann man sich individuell gestalten. Eine neue Denkweise macht sogar spielerisches Arbeiten möglich.

Wenn es bei Dir um lockeres und leichtes Reiten geht, habe ich ein Angebot für Dich. Am 02.10.2021 findet bei mir auf dem Hof der Tag der Cleveren Reiter statt. Da ich momentan in der Ausbildung zum Neuro-Rider® bin, ist das natürlich das vorherrschende Thema. Es geht darum, wie Du Deine Bewegungen auf dem Pferd besser steuern kannst. Und wie Du Deine körpereigenen Systeme nutzt, damit Du balanciert und locker auf dem Pferd sitzt. Dieses Thema werde ich Ende der Woche beim VdD Reiterlager in Schünow mit einer Gruppe von Reitern erarbeiten.

Dagegen geht es am 02.10.21 eher um Übungen, die man überall ohne Pferd machen kann, um später besser reiten zu können. Dabei werde ich von einer langjährigen, hoch geschätzten Physiotherapie – Ausbilderin unterstützt, die Schwieriges sehr einfach und plastisch erklären kann.

Selbstverständlich ist auch Beate Petrick wieder dabei. Sie hat ihren Fokus schon vor langer Zeit auf das pferdegerechte Training mit Spaß und Motivation fürs Pferd gesetzt. Passend zum Thema „Reiten mit Köpfchen“ wird sie uns erklären, warum es für die Ausbildung wichtig ist, ob das Pferd rechtshirnig oder linkshirnig ist. Ich bin mir sicher, dass der eine oder andere Teilnehmer diese neue Denkweise als Geschenk annehmen kann.

Wer Lust hat mitzumachen: Bis morgen gibt es noch den Frühbucherpreis auf das Tagesticket.

Unter dem blauen Link (draufklicken) bekommt Ihr 15€ Rabatt auf den Kurspreis.

Ich freue mich sehr auf den Tag!

Übrigens bin ich selbst auch gerade über meinen Schatten gesprungen. Obwohl ich eigentlich ein bekennender Smartphone Blödfinder bin und das bisher nur widerwillig benutzt habe, habe ich mir letzte Woche ein kleines I- Phone gekauft. In rot ! 🙂 Dunkelblau gab es in dieser Version nicht, das wäre für mich noch besser gewesen. Und ich habe mich gestern Abend tatsächlich hingesetzt und es selber eingerichtet.

Sonst überlasse ich technische Dinge gerne meinem Mann. Aber nun möchte ich verstehen, was ich da tue. Ein anderes Betriebssystem- „au wei“ dachte ich zuerst. Aber es ist gar nicht so schlimm wie ich dachte. Es funktioniert sogar so, dass ich es ganz alleine hinbekommen habe. So überrascht auch mich meine neue Denkweise. Sobald man bereit ist, sie anzunehmen, läuft sie ganz von alleine.  Allerdings habe ich die von mir wirklich ungeliebte Whats App ignoriert.

So bin ich in Zukunft „nur“ über Signal, SMS, Facebook Messenger und wahrscheinlich bald über Threema zu ereichen. Für die meisten Zwecke finde ich Mails nach wie vor die beste Art der Kommunikation. Die kann man zeitenunabhängig schreiben und beantworten. Einverstanden, für die Fotoübertragung eignen sich Mails nicht so gut.

Auch dusche ich seit dem Gespräch mit dem Fahrradfahrer nicht mehr jeden Tag warm. Kalt an den wichtigen Stellen nach dem Aufstehen waschen macht wach. Das habe ich schon einmal festgestellt als ich das 21-Tage Programm zum besseren Reiter geschrieben habe. Ich habe lange Zeit jeden Morgen erst heiß geduscht und dann kalt beendet. Aber irgendwann habe ich damit aufgehört.

Nun bin ich deutlich wacher morgens und in besserer Laune am Frühstückstisch 🙂

Probiert es mal aus: Ihr werdet staunen zu was Ihr alles fähig seid!

Einen schönen Altweibersommer wünscht,

Corinna von Reitclever

Reiten mit Köpfchen ist manchmal gar nicht so einfach, NL Juli 2021

Einfach besser reiten mit Köpfchen
Besser reiten mit Köpfchen

Ist der Juli bei Dir auch so schnell vergangen?

Gefühlt hatten wir gerade erst Urlaub, als er auch schon wieder vorbei war. Zugegeben: wir hatten uns auch ganz schönes Programm vorgenommen. Da bei uns auf dem Hof zwei Hochzeiten stattfanden, wollen wir vorher ein paar lang aufgeschobene Dinge  erledigen. Beispielsweise wurde ein Teil unseres Hofes vor längerer Zeit aufgebaggert, weil wir eine neue Grube bekamen. Wir auf dem Land südlich von Berlin sind nicht an die Kanalisation angeschlossen. Und aus Kostengründen wird das wohl noch eine Weile so bleiben.

Einen Großteil der Stelle haben mein Mann und mein Sohn direkt danach wieder mit den alten Pflastersteinen zu gemacht. Aber da die Zeit irgendwann knapp war, behielt ca. 1/3 der Fläche seitdem den reinen Sandboden, in dem das Unkraut so schön wachsen konnte. Und die dazu gehörigen Steine waren daneben an die Wand unseres Veranstaltungsraumes gestapelt. Das sah nicht nur unschön aus, sondern war auch eine Gefahrenquelle, wenn die Pferde ab und zu an dieser Stallwand angebunden waren.

Jetzt sind sie weg die Steine. Die Fläche ist fertig gepflastert, ein paar bepflanzte Blumentöpfe herum drapiert, Unkraut gezupft und schon sieht die Ecke schön aus. Immer noch geht mir immer das Herz auf, wenn ich dort vorbei komme. Auch ein ausladender bedingt schöner Strauch wurde in diesem Zuge rausgenommen und die freie Fläche mit Gras angesät.

Warum ich das alles schreibe?

Weil Altlasten das Hirn blockieren. Das heißt, dass Reiten mit Köpfchen mitnichten so einfach ist.

Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht: Unser Gehirn ist ein Meisterstück der Evolution, was nie vergisst. Auch wenn wir denken, dass wir alles im Griff haben und permanent mit vollem Bewusstsein agieren, ist das ein Irrglaube. Nur 5% aller Entscheidungen, die wir täglich treffen, erfolgen bewusst.

Alles andere wird vom Unterbewusstsein gesteuert.

Dass die Tatsache, dass uns warm oder kalt ist, ob wir Hunger oder Durst oder gut geschlafen haben, unser Handeln beeinflusst ist allseits bekannt. Aber weiter gefasst ist alles Unerledigte Teil des unterbewussten Handelns. Da ist es egal, ob es wirklich traumatische Ereignisse sind, die einen beschäftigen oder ob der seit Monaten unaufgeräumte Keller einen nichts mehr finden lässt. Spätestens zum Saisonwechsel, wenn man die Winterdecken oder die Winterreitjacke rausholen möchte, sucht ein Teil des Unterbewusstseins, wo das gute Stück denn vergraben sein könnte.

Oder wenn der Zeitpunkt der Abgabe der Steuererklärung naht. Wenn die Buchführung in Ordnung ist und man alles richtig aufgezeichnet hat, kann man dem Termin ruhig entgegen blicken. Dann ist sie schnell erledigt, wenn man sich ein paar Stunden  Zeit dafür nimmt. Falls die Belege und Quittungen aber noch unsortiert im sprichwörtlichen Schuhkarton schlummern, weiß das eigene Unterbewusstsein, dass noch viel zu tun ist. Dann feuert es Unruhe ins System, die man oft nicht fassen kann. Man fühlt sich angespannt, unsortiert und kann vielleicht auch schlecht schlafen.

Welche Erleichterung dann, wenn alle Belege geordnet, ordentlich eingegeben und als Erklärung abgegeben sind. Man hat das Gefühl, etwas Großes geschafft zu haben und ist mit jeder Faser seines Körpers erleichtert. So geht es mir jedenfalls: viel Gewicht fällt mit einem Schlag ab und dadurch wird wieder Energie für neue Projekte frei.

Das wäre dann ein guter Moment, tatsächlich etwas Neues anzufangen.

Zum Beispiel die viel zitierte Angst auf dem Pferd anzugehen. Oder sich damit auseinander zusetzen, dass nicht immer das Pferd Schuld ist, wenn man in Wohnungsnot gerät. Vielmehr mehr könnte die eigene Balance durchaus verbesserungswürdig sein. Anders gesagt, um wirklich ruhig und entspannt auf dem Pferd zu sitzen, kann es sich lohnen, im Vorfeld ein paar Altlasten aus dem Weg zu räumen.

Du wirst staunen, wie viel Energie und Kapazitäten dann wieder frei werden.

Das heißt nicht unbedingt, dass Du erst den Keller aufräumen musst, um Dich das nächste Mal aufs Pferd zu setzen. Aber in Ruhe zu überlegen und aufzuschreiben, was alles an unerledigten Dingen wartet, kann sich durchaus lohnen. Denn dann kann man mit dem ganzen Köpfchen und bewusst reiten, weil die demnächst erforderlichen Handlungen geklärt sind. Natürlich sollte man sie auch irgendwann angehen, sonst funkt das Unterbewusstsein wieder Alarm.

Auch wenn Du Dir vor einer Prüfung eingestehst, nicht genug gelernt zu haben, wirst Du weniger überzeugen, als wenn Du gut vorbereitet bist. Wie man auf eine Herausforderung zugeht entscheidet das bisher Erlebte. Beim Sommerferien Kurs Pferdeführerschein Umgang hatten wir jemanden dabei, der sich eher blockiert hat. Sie war bis dato einmal die Woche im Schulbetrieb geritten und hatte mit putzen, trensen und Bodenarbeit wenig Praxiserfahrung. Mit an Bord waren drei Mädchen, die mit eigenem Pferd einen Wissensvorsprung hatten. Anstatt die Herausforderung anzunehmen und zu schauen und mitzulernen, redete sich eine Teilnehmerin ab der ersten praktischen Einheit ein, dass sie die Prüfung sowieso nicht bestehen würde. Das war schade, denn so nahm sie sich die Freude an der Zeit mit den Pferden.

Natürlich war das nicht die ganze Zeit so und wir hatten alle viel Spaß zusammen. Auch haben die erfahrenen Mädchen den Jüngeren viel gezeigt und geholfen. Aber als es am letzten Kurstag in die Prüfungsvorbereitung ging, zeigte sich, das Manche die Theorie nicht so ernst genommen haben. D.h. es musste eine ernste Ansage her, sich wichtige Sachen doch noch mal anzuschauen. Und siehe da: alle Teilnehmer haben die Prüfung bestanden und wurden mit Urkunde und Anstecknadel belohnt.

Mehr zu unserer abwechslungsreichen Sommerferienwoche findest Du unter dem Link Pferdeführerschein Umgang für Kids. Weil das Ganze so gut lief und für mich auch eine spannende Erfahrung war, nur mit Kinder zu arbeiten, findet der nächste PFU Kids im nächsten Jahr wieder in der letzten Juliwoche statt. Unter dem Link gibt es mehr Informationen und bis zum 31.03.2022 gilt der Frühbucherpreis von 190€ anstatt 215€ für den Kurs.

Der Juli ist so schnell vergangen, dass wir kommenden Samstag schon mit einem neuen Kurs starten.

Es geht bei „Einfach besser Reiten mit Balance“ am 07.08.21 um das innere und äußere Gleichgewicht des Reiters.

Jeder kennt das: es gibt Tage, wo man super drauf ist und Einen nichts aus der Fassung bringt. An solchen Tagen hat man eine gute Ausstrahlung, die auch das Pferd schnell zum Mitmachen überzeugt. An anderen Tagen ist es um die eigene Balance schlechter bestellt ist. Man ist müde oder genervt, hatte einen schlechten Tag im Job und vorbei ist es mit der Ruhe auf dem Pferd! Nicht nur, dass man schneller aus der Haut fährt, man sitzt auch nicht so gut. Man kommt schlechter zu einem losgelassenen und tiefen Sitz, der elementar ist, um die eigene Balance auf dem Pferd zu halten.

Um diesen entspannten Sitz geht es beim Reiten mit Köpfchen. Um den zu verbessern beginnt man am besten an den Schaltstellen, die wichtig für das eigene Gleichgewicht sind. Nämlich an den Rezeptoren, die die aus der Umwelt einwirkenden Reize aufnehmen. Über leistungsstarke Nerven senden sie ihre Signale an das Gehirn, was darauf reagiert und Bewegungen initiiert.

Keine Angst: wir werden zu dem Thema keine Lehrstunde in Neuroanatomie abhalten. Aber ein bisschen Theorie gehört dazu, um das Ganze zu verstehen. Darauf aufbauend gibt es eine ganze Menge Übungen, die zuerst an der Verarbeitung der eingehenden Reize ansetzen. Wir beginnen an der Peripherie des Körpers, um im Zentrum dann bessere Gleichgewichtsreaktionen schalten zu können. Mit an Bord sind Übungen aus dem Neuro- Athletik Training und dem Brain Gym® für Reiter.

Für Kurzentschlossene gibt es noch zwei freie Plätze. Für diejenigen, die das Thema lieber in Ruhe mit sich alleine klären, gibt es den Kurs auch als Zuhauseversion: Einfach besser Reiten mit Balance als Onlinekurs.

Das ganze Paket lässt Dich dann fühlbar lockerer, aber auch tiefer sitzen.

Das ist eine der Grundvoraussetzungen, um das eigene Gleichgewicht auf dem Pferd herzustellen. Nur aus dem ausbalancierten Sitz heraus kann man einfühlsam und an die Pferdebewegung angepasst reagieren.

Im Oktober werden wir dieses Thema beim Tag der Cleveren Reiter vertiefen. Am 02.10.2021 geht es von 10:00- 18:00 um Reiten mit Köpfchen. Wir werden in vier Vorträgen genug Input sammeln, um bewusst etwas einfach besser mit Köpfchen reiten zu können. Auch Beate Petrick (Pferde gerecht trainieren) ist wieder dabei, um über das Training von rechts- und linkshirnigen Pferden zu referieren.

Bis zum 31.08.21 gilt der Frühbucherpreis von 110€. Klick auf den blauen Link, um zur Ticketabwicklung zu kommen. Auch an diesem Tag wirst Du viele Anregungen bekommen, mit Denen Du später eine bessere Figur auf dem Pferd machen kannst.

Ich freu mich auf Dich,

Corinna von ReitClever

Neue Kurse in den Sommerferien 2021

Neue Kurse in den Sommerferien 2021
Neue Kurse in den Sommerferien 2021

Alle sind irgendwie in Sommerlaune. Der Urlaub ist in greifbarer Nähe und das strahlende Sommerwetter lädt geradezu ein, am Badesee zu chillen. Viele haben so lange darauf gewartet, wieder Essen gehen oder in den Urlaub fliegen zu können, dass sie das nun mit Begeisterung tun.

Deshalb ist die Kursplanung zu den Sommerferien 2021 eine Herausforderung. Entweder sind Interessenten verreist, eingeladen oder haben die Kinder mit den Großeltern in den Urlaub geschickt.

Trotzdem wird es in diesen Sommerferien 2021 zum ersten Mal einen Pferdeführerschein Umgang nur für Kids geben.

Wir treffen uns vom 26.07.2021 bis zum 29.07.21 jeden Tag von 10:00- 16:00. Dabei werden wir die Prüfungsinhalte kindgerecht erarbeiten und uns ein paar schöne Tage machen. Am 30.07.2021 können die Teilnehmer dann bei der Prüfung zeigen, was sie alles gelernt haben.

Das wird nett- Ich freue mich schon. Unter diesem Link könnt Ihr Eure Kinder anmelden: es gibt noch freie Plätze.

Der letzte Kurs hatte im Juni gut vorgelegt. Wie immer hatten wir  eine bunte Mischung von Teilnehmern: Kinder und Jugendliche mit viel und wenig Pferdeerfahrung, Reiterinnen mit und ohne eigenes Pferd. Auch gab es  einen Quotenmann, der später den gewerblichen Kutschenführerschein machen möchte.

Tolle Motivation, alles Gezeigte gut zu lernen und abzuspeichern.

Besonders nett fand ich, dass zwei Teilnehmerinnen den Kurs belegt haben, weil sie sich eine eigenes Pferd kaufen möchten. Besser gesagt wollten sie sich vorher informieren, was sie alles beachten müssen und worauf es ankommt, wenn man für ein eigenes Pferd verantwortlich ist.

Diese Denkweise finde ich richtig gut. So gab es bei der Abschlussfeier nicht nur die bestandene Prüfung sondern auch den Kauf einer Stute zu feiern. Die andere Absolventin konnte letzte Woche einen Kaufvertrag unterschreiben und freut sich riesig darüber.

Insgesamt waren es herausfordernde Samstage. Wir alle hatten mit dem Wetter genauso zu tun wie die Pferde mit den Bremsen. Zwei praktische Übungseinheiten mussten bei knapp 30 Grad in der Sonne statt finden, obwohl wir die schon auf den kühleren Vormittag gelegt hatten. Zur Abwechslung war der zweite Kurssamstag dann von Gewitter und Regen begleitet. Aber wir haben das Beste draus gemacht und das Pensum locker und im vorgegebenen Zeitplan geschafft.

Wer jetzt Lust bekommen hat: Für den Durchgang im September sind noch zwei Plätze frei geworden. Informationen und Anmeldung unter dem blauen Link.

Meinem Gefühl nach gibt es immer mehr Reiter und Reiterinnen, die ihren Wissensdurst mit entsprechenden Kursen stillen wollen. Zum einen wollen sie mehr vom Pferd erzählt bekommen und zum anderen wollen sie ihre eigenen körperlichen Fähigkeiten fürs Pferd verbessern. Beides ist wichtig und kommt in meinen Kursen nicht zu kurz.

Momentan bin ich in der Zusatzausbildung zum Neuro-Rider®: so fließt das Wissen des Neuro-Athletik-Trainings von Lars Lienhard auch in meine Kurse in den Sommerferien 2021 ein.

Das von mir viel beachtete Gleichgewicht hängt tatsächlich auch von der Qualität der Informationen ab, die das Gehirn aus der Peripherie bekommt.

Wusstet Ihr, dass die Gleichgewichtsreaktion eine der komplexesten Fähigkeiten unseres Körpers ist?

Wenn es richtig zur Sache geht sind nicht nur fast alle Muskeln des Körpers beteiligt, sondern auch eine ganze Menge Hirnbezirke.

Daher ist es für Reiter wichtig, sich mit dem Gleichgewicht zu beschäftigen. Da Pferde manchmal blitzschnell in eine andere Richtung unterwegs sind als man geplant hat, spielt die eigene Balance eine wichtige Rolle für sicheres Reiten. Jeder Reiter hat ein mehr oder weniger gut ausgeprägtes Bewegungsgefühl für den eigenen Körper. Zudem hat er eine hoffentlich Vorstellung von der gemeinsamen Bewegung mit dem Pferd.

Beides muss er mit der Pferdebewegung zusammen bringen, damit es ein harmonischer Ritt wird.

Jede Richtungsänderung und jeder Tempowechsel stellt diese Fähigkeit auf eine Probe. Denn klaffen die Bewegungsvorstellung von Reiter und Pferd auseinander, müssen sich beide miteinander arrangieren. Wenn es zu einer Fluchtreaktion des Pferdes kommt, entscheiden mitunter Bruchteile von Sekunden, ob der Reiter oben bleibt oder das Pferd verliert.

Schauen wir also mal genauer hin: Wir brauchen drei Fähigkeiten.

Zuerst muss das Gehirn auf den Reiz des Pferdes reagieren. Dazu braucht es Informationen aus dem Körper, die ihm die Pferdebewegung und den Zustand des eigenen Körpers vermitteln.

Aus diesen Informationen filtert das Gehirn alles Wichtige für die geplante Bewegung heraus: es muss alle eingehenden Infos verarbeiten. Damit plant es eine Aktion oder Reaktion.

Zuletzt schickt es Signale an den Körper, damit die entsprechenden Muskeln reagieren können.

Faszinierend finde ich, dass das Ganze in Bruchteilen von Sekunden stattfindet. Diese Reaktionen sind bei uns gut ausgereift, weil wir auf Überleben programmiert sind. Während der letzten Jahrtausende hat sich das menschlichen Gehirn dahingehend weit entwickelt.

Doch nur wenn man sich sicher fühlt, kann man ein reagieren.

Dann kann man seine eigenen Bewegungen präzise und koordiniert an die des Pferdes anpassen.

Dagegen wird holprig, sobald man sich unsicher fühlt. Auf Grund eines Sicherheitsprogramms des Gehirns werden Muskeln angespannt, um den Körper zu schützen. Dabei bleibt die Feinsteuerung auf der Strecke. Man fühlt sich verspannt und unsicher. Erfolg und Sicherheit auf dem Pferd bleiben aus.

Damit das Gehirn gute Gleichgewichtsreaktionen schalten kann, nutzt es vor allem Informationen aus den Augen. Weiterhin bekommt es Input aus dem Gleichgewichtsorgan und der Peripherie des Körpers. Deshalb ist es eine gute Idee, neben den Muskeln auch Sensorik und Augenfunktionen zu trainieren. Das kann man beispielsweise mit Blickwendetechniken tun. Denn je besser das Gehirn die Signale der Augen verarbeiten kann, desto präziser kann es die Anweisungen an den Körper steuern.

Um diese genaue Informationsverarbeitung und wie man darauf aufbauend sein Gleichgewicht trainieren kann geht es in dem Kurs „Einfach besser reiten mit Balance“, der am 07.08.21 stattfindet. Übungen aus dem BrainGym® für Reiter und dem Neuro-Athletik-Training von Lars Lienhard werden neben einer Menge theoretischer Informationen die Kursinhalte sein.

Wer an diesem Termin im letzten Teil der Sommerferien 2021 nicht kann, kann sich den Onlinekurs Einfach besser mit Balance herunter laden. Sicherlich wird es noch einen Wiederholungstermin geben. Auch bin ich zu diesem Thema im September auf anderen Reitanlagen eingeladen, um den Kurs dort zu halten. Das wäre auch für Euch denkbar. Solltet Ihr daran Interesse haben, schreibt mich unter Corinna.Jungblut@reitclever.de an.

Beide Formate bieten auf jeden Fall viele Übungen und die Möglichkeit der Dokumentation.

Nur so kann man seinen Erfolg messbar machen und langfristig bei der Stange bleiben. Motivation zur Veränderung war ein wesentliches Kriterium für den Kurs „Einfach besser Reiten trotz Hüftarthrose“.

Der verkauft sich online nach wie vor gut und hat gerade eine ganze Menge Erweiterungen bekommen. Nicht nur neue Kapitel mit Teilen aus dem Neuro-Athletik-Training nach Lars Lienhard, sondern auch eine ganze Menge Tabellen, mit denen man die Übungen dokumentieren kann.

So kann man im Verlauf sehen, wo man sich wie verbessert hat und behält den Überblick im persönlichen Schmerzempfinden. Denn wenn man schon lange mit einem schmerzhaften Körperteil zu tun hat, überwiegt irgendwann der Frust. Mit den Veränderungen zum Guten schafft man es, sich auch wieder zu einer positiven Sicht zu verhelfen.

Mit einer optimistischen Zuversicht auf die zukünftige Zeit verabschiede ich mich in ein paar Tage Sommerurlaub. Wir werden auf Grund der Tiere und zweier Hochzeiten bei uns auf dem Hof nur kurzzeitig weg können. Trotzdem bieten die Seen der Umgebung und die Tatsache, mal nicht auf die Uhr schauen zu müssen, eine ganze Menge Entspannung.

Bis dahin und sommerliche Grüße,

Corinna von ReitClever.

#MEHRWissenfürReiter- Frische Ideen durch neue Anregungen, Newsletter Juni 2021

#MEHRWissenfürReiter durch die Kombination von Wissensbausteinen aus der Anatomie, Neuroanatomie, der angewandten Physiotherapie und der Kinesiologie
#MEHRWIssenfür Reiter

Alles neu macht ja bekanntlich der Mai. Aber der bedeutete in diesem Jahr tatsächlich einen Startschuss für meine #MEHRWissenfürReiter Aktivitäten. Das Wetter unterstützte das: Bei uns war es meist kalt und ungemütlich, was für unsere trockenen Sandkoppeln fantastisch ist, denn das Gras steht so hoch wie schon lange nicht mehr zum Zeitpunkt des Anweidens.

Ich gehe das in jedem Jahr eher vorsichtig an und verlasse mich auf die alte Bauernregel „von Ende Mai bis Ende September ist Weidezeit“. Im Moment soll es viele Rehe- und Kolikfälle wegen des wechselhaften Wetters geben. #MEHRWissenfürReiter wäre vielleicht für manchen Pferdebesitzer dabei eine gute Option. Denn ehrlich gesagt wundert mich, dass Pferde seit einiger Zeit schon ganztägig auf der Wiese stehen können. Ich bin gerade bei 2x 90 Minuten am Tag.

Aber die Tendenz der Weidezeit ist steigend, was neben den Pferden auch unsere Schafe freut. Die haben sich auf eine stattliche Herde von 5 Erwachsenen und 3 Jungtieren vermehrt.

Die beiden sonnigen heißen Tage im Mai lagen genau an meinem Geburtstag.

Über dieses Geschenk habe ich mich besonders gefreut, denn ich habe mir eine kleine Auszeit am Helenesee genommen. Ein Tag am Strand hat mich schon immer geerdet. Dazu der Blick auf den größten See Brandenburgs von einem wirklich großen Strand aus ist fast so, wie an der Ostsee zu sein. So hat mir der Tag viel Energie gebracht, die ich seitdem in meine Projekte stecke. Alle meine Kurse profitieren von den neuen Ideen für #MehrWissenfürReiter.

Dabei entwickelt sich das Wissen des Neuro Riders® zum Turbo. Der Kurs, der eigentlich im April live stattfinden sollte, wurde mehrfach verschoben. Stattdessen gab es ein dreitägiges Videotutorial mit vielen Informationen und Lehrvideos. Darüber hinaus gab es eine Buchempfehlung die sich für mich Gold wert ist.

Die Lektüre diese Buches über Neuro-Athletiktraining ist für mich tatsächlich der Startschuss in eine neue Welt. Ich erlebe die menschliche Neurologie noch einmal völlig neu. Ein Fachbereich, von dem ich eigentlich dachte, dass ich ihn durch meine Ausbildung und berufliche Tätigkeit schon gut verstanden habe. Aber meine Arbeit mit Menschen verändert sich. Ich sehe neue Dinge, mache neue Übungen und sehe Erfolge in der Beweglichkeit, die ich vorher noch nie in so kurzer Zeit erreicht habe. So fließt das Wissen des Neuro-Athletiktrainings nun auch in #MehrWissenfürReiter ein.

So gestalte ich meinen Kurs „Einfach besser reiten mit Balance“ um, der am 07.08.21 stattfindet. Denn das bis dato von mir schon viel beachtete Gleichgewicht hängt tatsächlich auch von der Qualität der Informationen ab, die das Gehirn aus der Peripherie bekommt. Je genauer die Informationen sind, desto klarer ist die Landkarte, die das Gehirn von der Lage seiner Körperteile und der Umgebung zeichnen kann. Und je besser die Orientierung ist, desto genauer kann die Bewegungsplanung erfolgen. (Für mehr Informationen klick auf den blauen Link).

Die gute Nachricht ist, dass man die Qualität der Reizaufnahme mit einfachen Mitteln verbessern kann.

Im April hatte ich dazu den Artikel „Wie gut kannst Du Dich auf Deine Augen verlassen?“ geschrieben. Zur Zeit sammle ich gerade Erfahrungen über die Bewegungsverbesserung durch sensorische Informationen. Wir haben in unserem Körper Hunderttausende von Rezeptoren, die wahrnehmen, welche Kräfte gerade auf uns einwirken. Ob er mit warmen, kalten, harten oder weichen Dingen in Berührung kommt. Oder in welchem Winkel und Spannungszustand sich unser Extremitäten gerade befinden. Anhand dieser Meldungen baut sich das Gehirn eine aktuelle Landkarte zusammen, nach der es den Körper dirigiert. Wenn diese Karte genau ist und die Bewegungen punktgenau gesteuert werden, kann der Köper sich sicher fühlen. Nur dann können auch die Gelenke optimal belastet werden.

Erst wenn das Gehirn genügend Sicherheit empfindet, ermöglicht es freie Bewegungen. Erst dann lässt es das Zuviel an Spannung, was auf Unsicherheit beruht, los. Diese Erfahrung bedeutet den Startschuss für ein neues Bewegungsgefühl und diese Erkenntnis einen Wissensbaustein für mich.

All das baue ich gerade in meine bestehenden Kurse ein. So hat das seit langem geplante Buch „Einfach besser reiten trotz Hüftarthrose“ eine Überarbeitung erhalten und zwei neue Kapitel bekommen. Die Überarbeitung erfolgte natürlich auch im aktuellen Onlineprogramm, so dass es ab sofort den erweiterten Inhalte bietet.

Ich habe das Cover für das Buch in Auftrag gegeben und bin sehr zuversichtlich, dass es in diesem Sommer erschient!! #MehrwissenfürReiter zum Anfassen, ich freu mich drauf!

Genauer werden diese neurologischen Zusammenhänge Thema beim diesjährigen Tag der Cleveren Reiter beleuchtet.

Der wird am 02.10.2021 zum Thema „Reiten mit Köpfchen“ stattfinden und verspricht Ansätze aus der Kinesiologie, dem Neuro-Rider® Konzept und angewandter Neuroanatomie. Es wird viele praktische Übungen zur Wahrnehmungsverbesserung und Bewegungssteuerung geben mit denen Ihr Koordination und Beweglichkeit verbessern könnt. Also die Fähigkeiten, die Eurem Reiten sofort zu Gute kommen.

Keine Angst: Marlies Schubarth, die Dozentin, die ich für die Neuroanatomie eingeladen haben, kommt aus der Erwachsenenbildung und wird das notwendige theoretische Wissen in leicht verdaulichen Häppchen präsentieren.

Als Schmankerl gibt es einen Beitrag von Beate Petrick über die Rechts- und Linkshirnigkeit von Pferden und das darauf aufbauende Training. Denn auch Pferde sind entweder Rechts- oder Linkshänder und haben dadurch bestimmte Fähigkeiten und Baustellen.

Bis zum 30.06.2021 gibt es das Ticket zum Early-Bird- Preis. Danach gilt bis zum 31.08.2021 der Frühbucherpreis. Für mehr Informationen klickst Du auf die blauen Links.

Ein Großteil meiner neu gewonnenen Energie resultiert daraus, dass mir klar geworden ist, woran ich festhalten und was ich verändern möchte.

Eine nervige Belastung, die mir vorher gar nicht so bewusst war, ist für mich von jeher Whats App. Weit entfernte Bekannte, die sich bemüßigt fühlen, einem Fotos und Videos zuzuspielen. Dann Gruppenchats, in denen man statt der Informationen, für die er ursprünglich gegründet wurde, Bilder von aktuellen Aufenthaltsorten oder selbst Gekochtem erhält. Oder persönliche Befindlichkeiten, die mich eigentlich nichts angehen. Sportgruppenchats in denen sonntags nach dem Frühstück aktuelle Trainingszeiten bekannt gegeben werden und darauf regelmäßig Absagen erfolgen.

Nachdem mir mein diesbezügliches Unwohlsein bewusst wurde, habe ich eine Reinigungsaktion gestartet. Neben vielen alten Kontakten, die ich gelöscht habe, habe ich begonnen, auf Signal umzustellen. Und siehe da, es funktioniert. Beim Umstellen der Gruppen gab es die eine oder andere überraschende Reaktion. Trotzdem kann ich Whats App bald von meinem Handy löschen.

Weiterhin habe mich bewusst für Facebook entschieden. Auch wenn mich manche für eigenartig halten, weil ich mich gerne in dieser Datenschleuder aufhalte. Auch möglicherweise diejenigen, die sich von Zeit zu Zeit Facebookpause verordnen, um Daten zu fasten.

Ich finde, es kommt darauf an, wie man das jeweilige Medium nutzt. Man kann genauso wie bei Whats App jede Diskussion mitnehmen und sich alles reinziehen, was einem so angezeigt wird. Oder man kann die App vom Handy löschen, was auch automatisch erstellte Bewegungsprofile reduziert.

Da ich mich nun bewusst einlogge, bekomme ich nur noch das mit, was mich interessiert. Beruflich und auch für ReitClever bringt mir Facebook viel. Zum einen kann ich wählen welche Informationen ich suche und zum anderen wären meine Kurse ohne Facebook weniger bekannt.

Neues und Wesentliches lerne ich in speziellen Gruppen, die es dort gibt. Da ich mein Buch selbst verlegen werde, gibt es noch eine ganze Menge Wissenslücken zu füllen. Diese Spezialgruppen sind eine weitere spannende Entdeckung für mich, die mir der Mai gebracht hat.

So freue mich auf den Sommer, in dem es nun wieder mehr Bewegungsmöglichkeiten geben wird.

Nutzt diese und schließt Frieden mit Eurem Körper, auch wenn Ihr Eure Bikinifigur noch nicht erreicht habt. Das ist ein wesentlicher Faktor, sich freier bewegen zu können 😉 .

Corinna von ReitClever

Ganz im Zeichen der Zeit ruft die FN eine Initiative „Interaktiver Austausch für Trainer“ ins Leben

Die Initiative Interaktiver Austausch für Trainer wurde von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ins Leben gerufen.
Interaktiver Austausch für Trainer versus Präsenztreffen

Es tut sich was im Reiterlager, Teil 2 mit der neuen Initiative interaktiver Austausch für Trainer.

In der aktuellen Ausgabe März 2021 des Servicebriefes der FN stellt sich das FN Ausbildernetz vor. Den Startschuss für diese Idee wurde glaube ich im letzten Jahr mit dem Trainermobil gelegt. Damit fuhr die FN in Vereine und Betriebe, die sich dafür beworben hatten, um die dortigen Trainer zu unterstützen. Nach der Gestaltung eines gemeinsamen Trainingsteils wurden auftretende Fragen im Anschluss besprochen. Dabei gab es jeweils ein Feedback für Ausbilder und Schüler und im Anschluss Trainingstipps für die weitere Arbeit.

Weiterhin ging es in dem Projekt um Ausbildungs- und Fortbildungsfragen.

Denn die FN bietet eine große Palette an Lehrangeboten: digitale Kurse und Präsenzfortbildungen zu unterschiedlichsten Themen in allen Bundesländern. Auch die Ausbildung vom Trainerassistenten bis hin zum Trainer A wird überall groß geschrieben. Da ist die Initiative Interaktiver Austausch für Trainer in meinen Augen eine konsequente Weiterentwicklung.

Denn die Erfahrungen mit der Beratung vor Ort waren sowohl für die teilnehmenden Vereine als auch für die Besucher von der FN durchweg positiv. Durch das persönliche Gespräch profitierten beide Seiten vom Informationsaustausch. Außerdem kam es durch dieses Projekt zu einer lokalen Vernetzung und der Möglichkeit einer gegenseitigen Unterstützung.

Daraus entwickelte sich augenscheinlich die Idee, diese Form des Austausches auf eine breitere Basis zu stellen. Und zwar in Form einer kostenlosen und interaktiven Plattform im FN-Trainerportal. Darüber hinaus wird das Projekt finanziell unterstützt vom Deutschen Olympischen Sportbund.

Vor allem geht es darum, dass fachlicher und interaktiver Austausch für Trainer möglich wird.

Dabei kann es um allgemeine Ausbildungstipps beispielsweise für den Kinderreitunterricht oder um Wiedereinsteiger gehen. Auch kann man konkret fragen, wenn es um die Durchführung eines Abzeichenlehrganges geht. Sicherlich kann man das jetzt schon auf den gängigen Plattformen oder in der neu formierten Initiative IG für Reitlehrer und Pferdetrainer tun.

Aber diese Onlineplattform ist speziell für Trainerbelange konzipiert. Denn die Idee dahinter ist, dass die Ausbilder sich selber coachen. Leben tut so eine Idee dann davon, dass sie auch angenommen wird und es wirklich zu einem breiten Austausch kommt.

Da mir dieser Ansatz gefällt, habe ich mich für das FN-Trainerportal frei schalten lassen. Ausprobiert habe ich es noch nicht, aber das wird in Kürze passieren. Wenn Ihr auch Interesse daran habt und einen Abschluss als Trainer C,B, A oder eine einsprechend frühere Qualifikation habt, Pferdewirt oder Pferdewirtschaftsmeister seid, könnt Ihr Euch das  www.fn-ausbildernetzwerk.de anschauen.

Eine Registrierung ist nur nach Einladung möglich. Bei Interesse wendet Euch bitte an die Deutsche Reiterliche Vereinigung (Mail an Lena Aerdker).

Genauso wird die diesjährige FN-Bildungskonferenz ein digitaler Austausch werden.

Sie findet am 15.06.2021 digital statt.

„In den frühen Abendstunden sprechen Referenten wie Prof. Dr. Horst Opaschowski, Britta Berse und Bettina Hoy über die Auswirkungen der Pandemie, die Zukunft unseres Pferdesports und über die Herausforderungen, die Trainer und Ausbilder in dieser Zeit zu meistern haben.“ Zitat Einladungsschreiben der FN.

Also setzt die FN in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf die Belange der Trainer und Ausbilder.

Finde ich gut! Unter dem Link könnt Ihr Euch anmelden. Ich werde auch da sein 🙂

Bis dahin und einen guten interaktiven Austausch wünsche ich Euch!

Corinna von Reitclever.

Weißt Du, was mit Kreuz reiten heißt? Das ABC für Reiteinsteiger

Das ABC für Reiteinsteiger
Sitzt alles?

Ende März saßen bei mir im Kurs Spiraldynamik® für Reiter drei relative Reiteinsteiger.

Dadurch tauchten im Unterrichtsgespräch ganz andere Fragen auf als bei den sonstigen Durchgängen, in denen auch Turnierreiter und Reittrainer saßen.

Jedes Mal gibt es Teilnehmer, die ganz erstaunt darüber sind, dass „mit Kreuz reiten“ heißt, dass man seine Bauchmuskulatur anspannt. Würde man tatsächlich das Kreuz anspannen, hätte das ein Hohlkreuz zur Folge und vorbei wäre es mit der gut schwingenden Mittelpositur. Auch der Begriff Mittelpositur ist ein schönes Wort, das anatomisch erstmal eingeordnet werden muss.

Bei diesem Durchgang gab es auch erstaunte Gesichter, als ich erwähnte, dass man zum Treiben nicht die Wadenmuskeln benutzt.

Selbstverständlich bietet der stärkste Teil der Wade den Kontaktpunkt mit dem Pferd. Aber um einen angemessenen Schenkeldruck zu entwickeln, benutzt man die rückwärtige Oberschenkelmuskulatur und die Außendreher des Hüftgelenkes. Dagegen sorgt die Wadenmuskulatur dafür, dass man die Absätze hochzieht. Das hat zur Folge, dass das Sprunggelenk nicht durchfedern kann. Deshalb ist es wichtig, die Wadenmuskulatur zu dehnen, um den Absatz tief zu lassen.

Als Feedback schrieb mir eine Teilnehmerin nach dem Kurs:

„Ich hatte auf einmal ein ganz anderes Gefühl auf dem Pferd und mein Bewusstsein für mich, meinen Körper und das Pferd wurde ungemein gestärkt. Im Schritt bin ich vor allem über die Gewichtshilfen geritten und das Leichttraben hat sich noch nie so einfach angefühlt. 🙂
Mein Pferd lief unter mir viel taktreiner und schöner. :)Der Zirkel war richtig schön rund und ich bin durch den Kurs ein großes Stück weiter gekommen.
Die Übungen versuche ich auch regelmäßig in meinen Wochenplan einzubauen.

Das zweite Mal auf dem Pferd nach dem Kurs war dann nicht so gut, aber ich habe auch nicht die Übungen davor gemacht. Das Wichtigste, was ich aus dem Kurs praktisch mitnehme, ist die Beine loszulassen und mit der Pferdebewegung mitzugehen.
Ich bin sehr froh, dass ich dabei war. 🙂
Vielen Dank für die vielen neuen Erkenntnisse, Corinna. Ich komme gerne wieder. :)“

Marlene

Schön, oder?

Nach so einer Rückmeldung habe ich immer das Gefühl, viel richtig gemacht zu haben.

Insofern hatten wir rund um das Thema Spiraldynamik® für Reiter viel interessanten Gesprächsstoff.

Daraus entwickelte sich die Anregung, dass es auch einen Kurs für richtiges Reiten ohne Pferd geben sollte: Wie trabt man an, wie ist die Technik für richtiges Angaloppieren und zu guter Letzt auch die Frage, wie man die Hufschlagfiguren reitet. Anders ausgedrückt ein richtiges ABC für Reiteinsteiger.

Darüber habe ich mir Gedanken gemacht und zusammen gestellt, was man nicht nur als Einsteiger in alphabetischer Reihenfolge trainieren kann und für gute Reiten trainieren müsste.

Das Ergebnis ist der neue Onlinekurs ABC für Reiteinsteiger (abrufbar unter dem blauen Link). Er bietet Übungsanregungen für

Aktivität (eher weniger als mehr. Zum guten Reiten sind viel weniger Muskeln aktiv anzusteuern, als man gemeinhin denkt. Man muss die meisten Muskeln loslassen, um gut zu sitzen, anstatt sich permanent überall anzuspannen)

über die

Bauchmuskulatur (Die Bauchmuskulatur ist tatsächlich elementar einen guten Sitz. Du solltest sie trainieren, und lernen, sie ohne die Gesäßmuskulatur zu benutzen),

Gewicht (ist die entscheidende Hilfe, um dem Pferd zu vermitteln, was es tun soll)

bis zum Zügelmaß.

Denn Zügelmaß bedeutet die Stärke der Verbindung, die der Reiter durch die Zügellänge auf das Pferdemaul ausübt. Dieses Maß gefühlvoll und weich zu halten ist eine der schwersten Dinge, die man über seine Handeinwirkung lernen muss.

Als Aktion im Shop gibt es gerade das Das ABC der Hufschlagfiguren“, Teil 2 in der Serie Basiswissen für Reiter. Da es gestern erst fertig geworden ist, ist es noch taufrisch und noch nicht einmal verkauft.

Damit sind wieder Kapazitäten freit für das „ABC für Reiter“ , den dritten Teil der Serie für die Fortgeschrittenen, was als Nächstes entstehen soll.

Genauso viel Spaß in der Durchführung macht mir der Pferdeführerschein Umgang, eine andere Form des ABC für Reiteinsteiger.

Auch hier gibt es jedes Mal Fragen, die einen neuen Blickwinkel auf den Inhalt geben. So ist das Unterrichten abwechslungsreich und führt dazu, dass kein Kurs läuft wie der andere. Da sich die Teilnehmer im Märzdurchgang wohl gefühlt haben, haben sie etwas Mundpropaganda gemacht. Das führt neben einem augenscheinlich großen Nachholbedarf an Aktivitäten dazu, dass der Kurs im Juni ausgebucht ist. Freie Plätze gibt es noch für den Durchgang im September vom 04.-18.09.2021 mit geplanter Prüfung am 24.09.2021. Impressionen von beiden Kursen gibt es auf der Seite „Eindrücke“.

Großes Kino verspricht der Kurs Neuro-Rider®.

Ehrlich gesagt ist da nicht viel neue Erfindung bei, sondern die Inhalte gehen vor allem auf das Neuroathletik Training zurück. Auch geht der Input weit über ein ABC für Reiteinsteiger hinaus. Trotzdem ist der Inhalt sehr gut und liefert mir Erklärungen dafür, warum die Dinge funktionieren, die ich schon seit Jahren in Kinesiologie und Physiotherapie anwende. Immer wieder ist es faszinierend, wenn man ein paar gezielte Augenbewegungen macht und sich dadurch eigene Beweglichkeit und Gleichgewicht verbessern.

Wenn beispielsweise die Augen nur ein unscharfes Bild der Umgebung liefern, weil man mit einem Augen besser schaut als mit dem anderen, bekommt das Gehirn nur ein ungenaues Bild seiner Umgebung. Da es dann sein Umfeld nicht genau einschätzen kann, hält es Körper und Muskeln fest und steuert auf Sicherheit.

Denn oberste Priorität hat immer, den Körper vor Gefahr zu schützen. Macht man dann diese neurobasierten Übungen, bekommt das Gehirn schärfere Informationen. Damit löst es die Muskulatur, die für unseren Schutz zuständig ist. Das führt zu einer schnellen Verbesserung des eigenen Zustands in Richtung Sicherheit, Beweglichkeit und Gleichgewicht. Mehr darüber gibt es in dem Artikel „Wie gut kannst Du Dich auf Deine Augen verlassen?

Deshalb ist der Neuro-Rider® nicht nur etwas für Reiter. Sondern wenn jemand schon einmal eine Gehirnerschütterung oder ein Schleudertrauma erlebt hat, kann er durch die Übungen die Zusammenarbeit seiner Sinnesorgane mit dem Gehirn verbessern. Mit den besseren Informationen ermöglicht das Gehirn dann ein koordinierteres und sichereres Bewegen. Ob diese Übungen auch bei Angstreitern oder fehlender Balance so gut wirken, wie ich denke, werde ich in den Kursen Einfach besser Reiten trotz Angst und Einfach besser reiten mit Balance ausprobieren. Dort werde ich neben den bisherigen Inhalten aus Brain Gym® für Reiter vor allem die Neuro-Rider Inhalte einbringen.

Mehr Informationen dazu gibt es unter den Links. Ob das den gewünschten Erfolg hat, werde ich berichten.

Erfolg und Spaß hat auf jeden Fall der #AktionstagfürPferdetrainer gebracht.

Denn in der Interessengemeinschaft Reitlehrer und Pferdetrainer, die sich bei Facebook formiert hat, geht es vor allem um Austausch, Information und die Bündelung von Interessen. So wurde am 08.04.2021 bundesweit auf die aktuelle Situation der Reitlehrer und Reitschulen aufmerksam gemacht. Auch viele meiner Kursteilnehmer beteiligten sich an der Mailaktion an Bund. Länder und Ordnungsämter. Ein großes Dankeschön dafür!

Ob es was bringt und ob mehr Aktivitäten in Kürze wieder erlaubt und erwünscht sind, wird sich zeigen. Über die aktuellen Maßnahmen der FN zum Thema Finanzhilfen habe ich im Artikel Es tut sich was im Reiterlager geschrieben.

So wünsche ich Euch viel Spaß mit schönen Maiaktivitäten und dem ABC für Reiteinsteiger, auch wenn Ihr in diesem Jahr nicht in den Mai tanzen konntet!

Corinna von Reitclever

Neues Basiswissen für Reiter: das ABC für Reiteinsteiger

Das ABC für Reiteineinsteiger gibt wichtiges Basiswissen für Reiter
Locker und balanciert auf dem Pferd

Bist Du ein Reiteinsteiger oder schon lange dabei? Viele Reiter erzählen mir in meinen Kursen, dass sie zwar irgendwie reiten, aber gewisse Dinge nie richtig gelernt haben.

Deshalb ist es wichtig, sich von Anfang an mit dem Basiswissen für Reiter zu beschäftigen!

Als Reaktion auf das Unterrichtsgespräch habe ich mir Gedanken über häufig auftauchende Fragen gemacht. Denn dabei entwickelte sich die Anregung, dass es auch Anleitungen für richtiges Reiten ohne Pferd geben sollte: Wie trabt man an, wie ist die Technik für richtiges Angaloppieren und zu guter Letzt auch die Frage, wie man die Hufschlagfiguren reitet. Anders ausgedrückt ein richtiges ABC für Reiteinsteiger.

Darüber habe ich mir Gedanken gemacht und zusammen gestellt, was man nicht nur als Einsteiger in alphabetischer Reihenfolge trainieren kann und wissen sollte:

Besser gesagt ist das Ergebnis ist der neue  Onlinekurs ABC für Reiteinsteiger,

der von

Aktivität (eher weniger als mehr. Zum guten Reiten sind viel weniger Muskeln aktiv anzusteuern, als man denkt. Man muss die meisten Muskeln loslassen, um gut zu sitzen, anstatt sich permanent überall anzuspannen)

über die

Bauchmuskulatur (Die Bauchmuskulatur ist tatsächlich elementar einen guten Sitz. Als Reiter sollte man sie trainieren, und lernen, sie ohne die Gesäßmuskulatur zu benutzen),

Gewicht (ist die entscheidende Hilfe, um dem Pferd zu vermitteln, was es tun soll)  und richtigen

Kreuz anspannen bis zum

Zügelmaß geht. Denn Zügelmaß bedeutet die Stärke der Verbindung, die der Reiter durch die Zügellänge auf das Pferdemaul ausübt. Dieses Maß gefühlvoll und weich zu halten ist eine der schwersten Dinge, die man über seine Handeinwirkung lernen muss.

In den gezielten Anleitungen erhalten Sie Übungen und Anweisungen, wie Sie lernen, mit Kreuz zu reiten oder eine richtige Gewichtshilfe zu geben.

Probieren Sie es aus und Sie werden alt bekanntes Basiswissen für Reiter im ABC für Reiteinsteiger neu kennen lernen und nach kurzer Zeit besser auf dem Pferd klar kommen. Für mehr Informationen klick auf den blauen Link!

Juchu, es geht wieder los! Newsletter April 2021

Trotz des aktuellen Hin und Her auf Grund der Corona Zahlen konnte der Pferdeführerschein Umgang im März stattfinden.
Üben für den Pferdeführerschein Umgang im März 2021

Kleiner Aprilscherz: Denn so sollte der Newsletter für den April eigentlich beginnen. Nach langem Hin und Her mit dem Ordnungsamt erreichten mich Mitte März außerordentlich gute Nachrichten: der NEURO-RIDER Kurs vom 30.3.-01.04.21 mit Marc Noelke in Köln wurde genehmigt!

Dann Anfang letzter Woche die Ernüchterung: Auf Grund der Inzidenzzahlen von über 110 in Köln wurde der Kurs abgesagt. Anders gesagt sollen wir uns nun die Theorie online abholen und die praktischen Übungen werden auf Mai verschoben.

Dieses Hin und Her!

Dafür kann niemand, denn die britische Virusvariante scheint auf dem Vormarsch zu sein. D.h. im Moment liegen vor allem jüngere Menschen mit dieser Mutation auf den Intensivstationen, da die Alten inzwischen alle geimpft sind. Dieses Szenario hatten Experten schon vor einigen Wochen voraus gesagt. Ich verstehe die Angst vor der Überlastung der Intensivstationen. Aber ich verstehe auch den Unmut, der sich nach den verstärkten Lockdownmaßnahmen überall entlädt.

Was mich aber tatsächlich nervt ist die Planungsunsicherheit, die dieses Hin und Her schafft.

Wenn ich weiß, ab wann es wieder losgeht, kann ich meine Pläne darauf abstimmen. Nach den Erfahrungen des letzten Jahres vertraue ich darauf, das das Nachholbedürfnis der Menschen groß sein wird. Alle jetzt verschobenen Termine oder unmögliche Buchungen werden nachgeholt.

Aber Zugticket buchen, stornieren, erneut buchen. In der Unsicherheit, dass die nun gebuchte Fahrkarte vielleicht auch wieder hinfällig wird… Hotelzimmer buchen, stornieren, neu buchen….

Wahrscheinlich sind das Luxusprobleme in dieser unruhigen Zeit.

Viele Menschen und auch Reiter haben gerade viel existenziellere Probleme, weil sie nichts machen dürfen. Keinen Reitunterricht, keine Kurse, keinen Schulbetrieb für die trotzdem hungrigen Schulpferde.

Gastronomie und Hotellerie sind auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Konzertbesuche? In weiter Ferne, obwohl es Öffnungskonzepte gibt.

Bis jetzt hatte ich Glück, dass wir in Brandenburg leben. Im März wurde bei mir auf dem Hof der Pferdeführerschein Umgang genehmigt. Dabei hatten wir sehr motivierte und disziplinierte Teilnehmer, die auch während des praktischen Übens draußen eine Maske trugen.

Mir gefällt jedes Mal die bunte Mischung, die bei diesen Kursen zusammen kommt. Es waren zwei Mädels, eine mit viel und eine mit lange zurück liegender Reiterfahrung dabei. Dann gab es geübte Reiterinnen, die später die Reittherapeuten- oder Richterlaufbahn einschlagen wollen. Demgegenüber gab es auch absolute Einsteigerinnen, die eigentlich mit ihren halbwüchsigen Kindern ein paar spannende Tage erleben wollten. Aber die beiden 15 Jährigen fanden einen Pferdeführerschein uncool, so dass die Mütter beschlossen, sich ohne Kinder eine schöne Zeit zu machen.

Das ist ihnen auch gelungen. Denn weil sie so unbedarft herangingen und ganz genau gemacht haben, was ihnen gezeigt und erklärt wurde, ging das auch in der Prüfung gut. Sie und alle anderen haben das wirklich gut gemacht!

Sicherlich waren alle aufgeregt. Aber das Hauptaugenmerk der Prüferin liegt darauf, wie die Teilnehmer mit unserem Partner Pferd umgehen. Ob sie die Eigenarten des Fluchtieres Pferd beachten und wie sie mit dem Pferd interagieren. Selbstverständlich sieht sie, ob jemand Erfahrung hat oder ein Einsteiger ist und oft noch volle Konzentration braucht.

Auch wurde der Pferdeführerschein Umgang von der FN ganz bewusst als BASISKURS konzipiert.

Ein Einsteiger soll den richtigen Weg in den Pferdesport finden. Das gelingt mit den Kursinhalten gut.

Ich finde es auch gut, wenn man sich auf den Weg zum Pferd mit entsprechenden Hinweisen macht. Wenn man von Anfang an lernt, worauf man achten muss und wobei etwas schief gehen könnte. Denn der Umgang mit 600 Kilo Lebendgewicht sollte von Anfang an sicher gestaltet werden. Auch wären viele gesundheitliche Probleme unserer Freizeitpferde durch mehr Wissen vermeidbar.

Alles gut gelaufen!

Am Ende waren alle Teilnehmerinnen glücklich und hielten stolz ihre Urkunde in den Händen.

So konnten wir den Abend in Ruhe ausklingen lassen. Natürlich mussten wir Hände schütteln zur Gratulation auf Grund der aktuellen Situation unterlassen. Aber freuen geht auch auf Abstand!

Da sich der Kurs so schnell gefüllt hat, läuft jetzt schon die Anmeldung für den nächsten Durchgang. Auf Grund der hohen Nachfrage wird der Kurs noch einmal im Sommer und Herbst stattfinden. Sechs Plätze im Juni und zwei im September sind schon vergeben.

„Einfach besser reiten trotz Angst“ und „Einfach besser reiten mit Balance“, die für April geplant waren, die für April geplant waren, werde ich auf den 10.07.2021 und den 30.10.21 verschieben, damit es kein Hin- und Her mit Zu-und Absagen gibt.

Jedes Bundesland hat andere Corona-Regelungen.

Ob Kurse erlaubt sind und wenn ja mit wie vielen Teilnehmern ist von Region zu Region verschieden. Reitunterricht darf eigentlich überall als Einzelunterricht, aber nur in manchen Gegenden in kleinen Gruppen stattfinden. Ob der Unterricht dann überdacht in der luftigen Reithalle oder nur draußen stattfinden darf, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Ich lese oft, dass Ordnungsämter in den einzelnen Landkreisen unterschiedliche Auffassungen von dem haben, was erlaubt ist. Manche Module dürfen durchgeführt werden, manche Beriebe und Reitlehrer dagegen bekommen Ärger und werden verwarnt.

Dass das insgesamt eine unschöne und schwierige Situation ist, bleibt unbestritten. Da sich viele Reitlehrer von ihren Verbänden und Regionalvertretungen schlecht vertreten fühlen, formiert sich bei Facebook gerade eine Interessengemeinschaft für Reitlehrer. Es soll darum gehen, sich untereinander zu informieren, abzustimmen und auch geschlossen als Vereinigung aufzutreten. Geeint erreicht man in Verhandlungen mit politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern mehr. Denn machen wir uns nichts vor: viele Existenzen, die hauptberuflich von Pferden leben, sind aktuell gefährdet. Auch viele Schulpferde sind kurz davor, nicht mehr finanziert werden zu können.

Wer Lust hat, an der Interessengemeinschaft für Reitlehrer teilzunehmen kann mich anschreiben. Dann stelle ich den Kontakt her.

In den letzten Wochen gab es viele Beiträge, wie es vor einem Jahr war, als der erste Lockdown begann. Es war wärmer im März 2020 als jetzt und ich kann mich noch gut erinnern, wie voll es an dem Montag dieser geschichtsträchtigen Woche in der Berliner Einkaufsstraße war, in der ich arbeite. Zwei Tage später, am ersten Tag des Lockdowns war es dann gespenstisch ruhig: alle Läden zu und keine Menschen mehr an den Tischen der Cafés auf der Straße. Eigentlich konnte ich mir schon damals nicht vorstellen, dass dieser Zustand überhaupt einmal eintreten wird. Geschweige denn, dass man sich daran und das damit einhergehende Hin- und Her gewöhnt.

Und trotzdem sind wir ein Jahr später immer noch mitten drin.

Wenn ich mir die Zahlen und die häufig wechselnden Vorgaben der Politiker ansehe, habe ich leider nicht das Gefühl, dass uns dieser Zustand jemals wieder verlässt. Über das gesamte Thema habe ich einen Artikel geschrieben: Corona, Equines Herpesvirus und Klimaerwärmung- eine Selbstregulation der Natur?

Party und Feiern auf der Straße wie gerade in Israel brauchen die meisten Reiter denke ich nicht. Aber ein bisschen mehr Normalität und Planungssicherheit wäre schön. Momentan habe noch nicht einmal das Gefühl, dass es im Sommer so werden kann wie im letzten Jahr, als wieder Veranstaltungen erlaubt waren.

Denn nicht nur mein Neuro-Rider-Kurs in Köln schwankte. Auch der Pferdefachtag Oberfranken denkt über eine Terminverschiebung nach, wenn die Fallzahlen nicht runter gehen. So ist der Landkreis Hof häufig bundesweit die Nummer Eins in der Statistik. Momentan sind sie bei 381,9 ( Stand 27.03.2021, Webseite Hof.de).

Ob das bis Ende Mai so weit runter geht, dass der Pferdefachtag möglich wird?

Ich hoffe es. Denn das Organisationsteam scheint sehr gut drauf zu sein und gibt sich super viel Mühe, einen tollen Tag auf die Beine zu stellen.

In der Vorbereitung dazu habe ich ein Video mit einer Freundin gedreht: Schaut mal rein, indem Ihr auf den Link klickt. Ich finde es wirklich gelungen und freue mich auf den 28.05.2021!

Bis bald und hoffnungsvolle Grüße für entspannte Zeiten ohne viel Hin- und Her,

Corinna von Reitclever.

#MEHRWissenfuerReiter

#sicherreiten

#angstfreireiten

Kleines Wunder und was es noch alles so gab, Newsletter März 2021

Ein kleines Wunder der Natur sind unsere Schafszwillinge
Ein kleines Wunder der Natur sind „Schnee“ und „Flocke“ mit Mama „Lilo“.

Wir sind Schafseltern geworden.

Eine Geburt ist jedes Mal ein kleines Wunder der Natur, wie ich finde.

Ein Schaf unserer kleinen Skudden Herde lammte zum 2.Mal und hat alles souverän gemeistert. Skudden sind eine alte deutsche Nutztierrasse, die auf der roten Liste der bedrohten Nutztierarten steht. Im Umgang sind sie äußerst unkompliziert und dafür bekannt, dass sie alles rund um die Geburt selber machen.

Weil „Lilo“ sich als Geburtstermin den 31.01.2021 ausgesucht hatte, mussten wir ein bisschen helfen.

Ich fand die Zwillingslämmer frisch geschlüpft gegen 22.00, als ich die Pferde in der bis dahin kältesten Nacht des Jahres in den Stall gelassen habe. Sie waren noch ganz nass.

Erst haben wir eine Babywärmelampe aufgebaut, damit die kleinen Fellknäule nicht erfrieren. Da wir Sorge hatten, dass der Stall abfackelt, wenn die Lampe vom Holzbock fällt, hat mein Mann sie mitten in der Nacht kurz entschlossen in den Vorraum unseres Hauses umquartiert. So konnten „Schnee“ und „Flocke“ ihre ersten Schritte ins Leben gut meistern und haben sich von der Größe her verdoppelt.

Eigentlich hätten die anderen 3 Schafsdamen auch gleich lammen können dachten wir. Denn der Bock ist als Jungtier im Juli letzten Jahres zu uns gekommen und hat „Lilo“ mit 5 Monaten geschwängert. Bleibt also spannend, ob bei den anderen nun auch noch etwas kommt.

Die Lämmer hätten es dann leichter, weil es nun deutlich wärmer ist. Wir hatten Anfang letzter Woche nachts – 15 Grad. Nun haben wir tagsüber + 10 – + 20 Grad. Ein Temperaturunterschied von 30 Grad.

Das empfinde ich weniger als ein Wunder der Natur sondern als deutliches Zeichen für den Klimawandel.

So angenehm ich es finde, in der Sonne abzuäppeln oder Heu tauchen zu können, ohne dass mir die Finger abfrieren. Frühlingsluft ist nun mal die schönste Luft.

Aber die Entwicklung macht mir Angst.

Der Klimawandel ist ein so großes Phänomen, dass man glauben könnte als einzelner Mensch nichts auszurichten. Doch ich kann und ich muss sogar in meinem kleinen bescheidenen Umfeld das verändern, was zu verändern ist, um etwas zu erreichen. Denn die Auswirkungen des Klimawandels werden für alle Lebewesen und Existenzen auf der Erde katastrophal sein.

Nach Möglichkeit kaufe ich nur Bio, aus der Region und unverpackt ein. Auch achte ich auf Getränke in Mehrweg-Glasflaschen. Vielleicht lässt es sich einrichten, mit den öffentlichen Verkehrsmittel oder Fahrrad zu fahren. Zugegebenerweise sind die Öffis im Berufsverkehr zu Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr ein schwieriges Thema.

Beispielsweise frühstücke ich seit längerer Zeit vegan. Seitdem habe ich im Laufe der Zeit alle Varianten von Gemüseaufstrichen der Supermärkte ausprobiert.

Dabei fällt mir auf, dass sich das Sortiment verändert. Manche Sorten gibt es nicht mehr. Dafür gibt es nun eine größere Auswahl mehrerer Firmen in verschiedensten Zusammensetzungen. Auch gibt es zunehmend mehr Obst und Gemüse, was unverpackt verkauft wird.

Also tut sich was. Wenn es auch langsam ist.

Jede einzelne Kaufentscheidung ist ein Signal. Dazu gehört auch, billige Presswurst im Kühlregal liegen zu lassen und stattdessen Wurst vom regionalen Fleischer zu kaufen.

Stellt Euch mal vor, wie es Eurem Pferd geht und was das täglich an Auslauf und Futtermitteln bekommt. Im Gegensatz dazu überlegt Euch, wie es wohl einer Kuh im Milchbetrieb geht. Oder wie Schweine in der industriellen Fleischproduktion gehalten werden.

Es fängt schon bei Hühnern an: Seitdem wir Hühner haben, weiß ich, dass es 21 Tage dauert bis ein Ei ausgebrütet ist. 21 Wochen braucht ein Huhn bis es ausgewachsen ist und selber Eier legt.

Unsere Küken haben sich nach 4 Wochen von Größe und Gewicht her verdoppelt.

Dagegen wird ein Broiler nach 28 Tagen geschlachtet. Was der wohl in seinem kurzen Leben alles bekommt, dass er nach 4 Wochen ausgewachsen ist und Schlachtreife hat?

Das ist für mich weniger ein kleines Wunder, sondern ein Denkanstoß.

Ansonsten hat uns das Wort mit dem großen C noch fest im Griff.

Gute Arbeit leisten dabei die Landesverbände und die FN. Beispielsweise bekomme ich über verschiedene Kanäle regelmäßig Informationen darüber, wie man Fördermittelanträge stellen kann und wo sich ein Steuerberater für Reitbetriebe Tipps holen kann.

Letzte Woche bekam ich einen Link zu einer Umfrage, mit der die FN Zahlen und Fakten sammelte. Denn sie verhandelt mit den Verantwortlichen über eine schnelle Öffnung der Reitschulen, sobald Lockerungen möglich sind. Über diese Aktionen habe ich einen Artikel geschrieben: Positives trotz Corona. Wer ihn lesen möchte, klickt einfach auf den blauen Link.

Eigentlich war zu erwarten, dass nach der Partner Pferd und der Magdeburger Pferdemesse auch die Nordpferd in Neumünster abgesagt wurde. Ob der Pferdefachtag Oberfranken stattfinden kann bleibt weiterhin spannend.

Da sich in der Politik nun ein Strategiewechsel anbahnt, der auf selbst durchführbaren Coronatests beruht, bin ich guter Dinge, dass der Neuro-Rider Kurs Ende März in Köln stattfinden kann. Vom Inhalt erwarte ich viel und freue mich sehr drauf!

Die Aussicht, dass eine Lockerungen der Kontaktbeschränkungen durch flächendeckende Coronatests möglich wird, wird Vieles erleichtern.

Hoffentlich können davon auch viele Betriebe und Ideenanbieter profitieren.

Anfang Februar gab es einen tollen Kursstart mit Einfach besser Reiten trotz Angst. Der Kurs lief zum ersten Mal und erhielt ein durchgehend positives Feedback:

Der Kurs „Besser reiten trotz Angst“ hat mir gezeigt, dass es nicht DAS Wundermittel gibt, um die Angst in manchen Situationen mit dem Pferd in den Griff zu bekommen.

Angst entsteht durch eine Vielzahl von Faktoren, deren Zusammenhänge Corinna uns anschaulich vermittelt hat. Insbesondere die von Corinna gezeigten Übungen um seinen Stress in der Angstsituation zu mildern und auch die Übungen zum Gleichgewicht und zur Entspannung finde ich sehr gut und werde sie in mein alltägliches Reiterleben integrieren.

Der Weg ist das Ziel, bzw. die Schritte auf dem Weg….

Vielen Dank für diesen tollen Kurstag und die vielen Techniken, die du uns gezeigt hast! Der Kurs ist sehr empfehlenswert!“

Andrea W. aus Eisenhüttenstadt

Deshalb findet er noch einmal am 17.04.2021 statt. Anmelden könnt Ihr euch unter dem blauen Link. Alternativ gibt es ihn auch als Onlinekurs.

Gerade lockt das Wetter nach draußen.

Und das ist gut so: Wenn die Vögel singen und die ersten Frühblüher austreiben, riecht man förmlich ein kleines Wunder der Natur

Deshalb freue ich mich auf den nächsten Pferdeführerschein Umgang, der am kommenden Samstag startet. Vom LPBB haben wir grünes Licht und die Prüfung am 26.03.2021 genehmigt bekommen.

Der Kurs war so schnell voll, dass ich für Juni eine neue Runde geplant habe- und zwar vom 05.-19.06.2021. Die Prüfung wird dann am 25.06.2021 sein.

Und zum Abschluss noch etwas Nettes:

Eine Leserin hatte mir nach der Umfrage zum Thema Datenschutz und Datensicherheit die Suchmaschinen „Startpage“ und „DuckDuckGo“ als Alternativen vorgestellt.

Beide kannte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Aber ich freue mich, konstruktive Vorschläge und Antworten zu bekommen. Jetzt habe ich „Startpage“ als Suchmaschine auf meinem Laptop installiert und ein gutes Gefühl dabei.

Bitte bleibt gesund und nutzt die Zeit, Euer persönliches kleines Wunder zu erleben.

Bis bald,

Corinna von ReitClever

Lichtblick in 2021- Neues von ReitClever Februar 2021

Brain-Gym® für Reiter Ist ein persönlicher Lichtblick in 2021 für mich.

So langsam kristallisiert sich heraus, dass es mehr als einen Lichtblick in 2021 für mich gibt.

Zwar beherrscht das Wort mit dem großen C noch fast alle Schlagzeilen.

Weiterhin schränkt es große Teile unseres gewohnten Lebens ein. Aber wir Reiter zählen zu den privilegierten Sportlern, die ihre Pferde bewegen und den damit verbundenen „Sport“ ausführen dürfen. Keiner von uns ist in einem Leitungskader, in dem er für irgendein Championat trainieren oder an einem Turnier teilnehmen dürfte.

Trotzdem können wir täglich reiten, longieren oder mit dem Pferd spazieren gehen. Manche Reitschule bietet kontrolliertes Bewegen der Schul- und Vereinspferde für ihre Mitglieder an. Denn schließlich müssen die Pferde bewegt, weiterhin gefüttert und medizinisch versorgt werden.

Auf den Seiten der FN kann man sich informieren, wie man auf finanzielle Hilfe zurückgreifen kann. Im letzten Servicebrief war dazu ein Artikel „Finanzhilfen in der Pandemie“. Beispielsweise gab er Informationen darüber, welche Förderungen wann sinnvoll sind. Unter dem Link findet Ihr mehr dazu.

Zugegebenerweise bin ich in der glücklichen Situation, als Physiotherapeutin arbeiten zu „dürfen“.

Das ist für mich weniger ein Lichtblick in 2021 als eine gewohnte Aufgabe. Inzwischen arbeite ich freiwillig mit FFP 3 Maske und Flächendesinfektion in den Behandlungsräumen. Aber ich komme unter Leute und habe weiterhin die Chance, das Geld zu verdienen, was sich die Pferde momentan nicht erarbeiten können.

Ein Lichtblick in 2021 wird der Umstand sein, dass wir nach dem letzten Lockdown einen sehr guten Sommer für die Pferden hatten. Viele Familien wollten augenscheinlich etwas nachholen und kamen zu diesem Zweck zu uns.

Auch meine Kurse für Reiter finden regelmäßig statt.

Zur Zeit gilt in Brandenburg die Regel, dass Fortbildungen mit bis zu 5 Personen stattfinden dürfen. Da wir Theorie und Praxis ohne Pferd in unserem Veranstaltungsraum machen, habe ich die Teilnehmerzahl auf 4 beschränkt.

Dort haben wir 150 Quadratmeter Platz für ausreichend Abstand und setzen auf Händedesinfektion und FFP 2 Masken.

Zwar kann sich diese Regelung ändern, wenn die Virusvarianten die Zahlen hochtreiben. Aber der Kurs „Einfach besser reiten trotz Angst“ am 06.02.2021 ist voll und wird deshalb am 27.02.2021 wiederholt. Anmelden könnt Ihr Euch unter dem blauen Link.

Ein weiterer Lichtblick in 2021 ist, dass sich der Pferdeführerschein Umgang seit Anfang des Jahres schnell gefüllt hat. Alle Teilnehmer sind nun komplett. Wenn die Auflagen so bleiben, findet er wie geplant vom 06.03.- 20.03.2021 statt. Falls sich etwas ändert, verschieben wir den Kurs auf April oder Mai.

Da die Nachfrage groß war, habe ich eine Wiederholung im Juni und September 2021 geplant. Und zwar vom 05.06.2021 bis 19.06.2021 immer samstags von 10:00- 17:00. Die Prüfung wird voraussichtlich am 25.06.2021 sein.

Doch meine positive Erwartung entspringt vor allem meiner Vorfreude:

Ich habe mich für den Kurs Neuro-Rider® von Marc Noelke angemeldet und kann es kaum erwarten.

Zum einen wurde er mir vor einiger Zeit von einer befreundeten Reitlehrerin empfohlen. Zum anderen beschäftigt er sich genau mit den Themen, die schon lange mein Steckenpferd sind.

Marc Noelke hat ein Trainingsprogramm entwickelt, mit dem er vor allem motorische Fertigkeiten und Koordination verbessert. Allerdings setzt er dazu nicht wie gewohnt an der Peripherie an. Im Gegensatz zu allen bisherigen Trainingsansätzen nutzt er dafür Hirnfunktionen. Über Hirnnerven und Augenbewegungen verbessert er vor allem das Gleichgewicht.

Ich bin wahnsinnig gespannt. Denn Brain Gym® arbeitet ähnlich.

Neurologie und das menschliche Gehirn sind schon lange mein Steckenpferd. Deshalb habe ich die Schnupperfortbildung Neuro-Rider® online bei der FN gemacht. Und es hat eingeschlagen – ich bin neugierig und möchte MEHR darüber wissen.

Auch in der Praxis arbeite ich vor allem mit neurologischen Patienten. Einer davon sagte vor kurzer Zeit zu mir, nachdem ich ein paar Neuro-Rider® Übungen mir ihm gemacht habe:

„Ein Glück haben Sie nicht im Mittelalter gelebt: Sie wären auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden.“

O-Ton eines Patienten

So faszinierend fand er, dass 20 Minuten Übungen seine Schultern und seinen Nacken bewegungsfreier machten und er danach außerdem sicher auf einem Bein stehen konnte.

Das war eine eindrucksvolle Bestätigung dafür, dass die Übungen wirklich etwas bringen. Ich selber mache sie auch, wenn Schulterverspannungen und mein Gleichgewicht schlechter werden. Fünf Minuten Übungen und ich sehe klarer.

Das wird ein Fest! Besser gesagt mein persönlicher Lichtblick in 2021!

Mal sehen, was es in dem Kurs für mich Neues zu entdecken gibt. Jetzt hoffe ich, dass der Kurs Ende März tatsächlich als Präsenzkurs stattfinden kann. Denn mit Pferden auf dem eigenen Hof und Kind im Osterferienmodus wird es schwierig, sich online auf den Inhalt zu konzentrieren.

Nichtsdestoweniger arbeite ich gerne mit Brain Gym®. Das ist eine Technik aus der Kinesiologie und verbessert die Zusammenarbeit aller Sinnesorgane mit dem Gehirn. Da die Übungen Koordination und Entspannungsfähigkeit verbessern, sind sie auch für Reiter Gold wert.

Sie kommen am Samstag bei Einfach besser reiten trotz Angst und am 10.04.2021 bei Mehr Balance für Reiter zum Einsatz. Das ist ein neuer Kurs, der sich vor allem um unser Gleichgewicht dreht. Informationen und Anmeldung unter dem blauen Link.

Beides stand auf meiner To Do Liste für 2021: Der Neuro-Rider® und ein neuer Kurs zum Thema Gleichgewicht 🙂

Was habt Ihr Euch zum Jahreswechsel vorgenommen?

Seid Ihr noch dran oder habt Ihr Euer Ziel schon aus den Augen verloren? Dann bekommt Ihr unter dem Link vielleicht ein bisschen Starthilfe. Ich habe Anfang des Jahres einen Artikel über die SMART- Strategie für Reiter geschrieben. Vielleicht kann er helfen, Eure guten Vorsätze auch tatsächlich umzusetzen.

Zu guter Letzt bräuchte Eure Hilfe.

Smartphone, Facebook und Datenschutz sind nach wie vor ein Thema für mich. Obwohl ich mit ReitClever einen smarten Ansatz verfolge und die positiven Aspekte des Internets für mich nutze. Dennoch sind Whats App und Google eigentlich Reizworte für mich. Weil ich denke, dass alle unsere Daten irgendwo gespeichert werden. Ob das in eigens erstellten Nutzerprofilen oder in dezentralen Speicherstellen für alle unsere Aktivitäten passiert, ist mir dabei eigentlich egal.

Sicher ist, dass alle unsere Klicks im besten Falle für Werbestrategien genutzt werden.

Als ich kürzlich eine Reportage über Julian Assange gesehen habe, erfuhr ich, dass Google sämtliche Daten der Wikileaks Mitarbeiter im Zuge der Anklageerhebung an die US Regierung weiter gegeben hat. Auch die Daten der privaten Mailaccounts.

Zum Glück hatte ich noch nie ein Postfach bei Google. Das hätte ich sofort aufgelöst.

Aber ich habe jetzt sowohl auf meinem Laptop als auch auf meinem Smartphone Ecosia als Suchmaschine installiert. Interessant ist, dass wenn man nach Ecosia sucht, als Erstes „Ecosia Kritik“ angezeigt bekommt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

80% der Werbeeinahmen von Ecosia, die entstehen, wenn man auf gesponserte Links klickt, sollen WWF Projekten zur Verfügung gestellt werden.

Deshalb würde ich gerne wissen, welche Messengerdienste und welche Suchmaschinen Ihr benutzt. Beantwortet dazu im Anschluss einfach die beiden Fragen.

DANKE und liebe Grüße.

Bleibt gesund und bis hoffentlich bald wieder persönlich,

Corinna von ReitClever.

Welche Messengerdienste nutzt Du? Es sind 2 Antworten möglich.

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