Kategorie: Neuigkeiten

Läuft es bei Euch auch oft anders als gedacht?

Geschafft! Das war der Kurs Pferdeführerschein Umgang 2020! Wenn er auch anders lief als gedacht.
Geschafft! Das war der Kurs Pferdeführerschein Umgang 2020!

Die Sommerferien in Brandenburg sind da: fast alle Gewerbe sind vom Lockdown befreit und dürfen mit Auflagen wieder ausgeführt werden.

Hurra, wir können wieder wie wir wollen! Das ist momentan ein weit verbreitetes Gefühl. Wenn es sich auch manchmal etwas gebremst anfühlt. Denn Vieles, was im März unterbrochen wurde, muss erstmal zu Ende gebracht werden. Anders als gedacht gibt es einige Altlasten, bevor es an die Umsetzung neuer Pläne geht.

Beispielsweise hatte ich schon seit längerer Zeit vor, unseren Paddock mit Sand aufzufüllen. Dazu hatte ich Angebote für eine Sandlieferung eingeholt. Dabei ist unser alter Hof, der mit Sand und Steinen gepflastert ist, der begrenzende Faktor. Ein voll beladener LKW fährt das Pflaster zu einer Kraterlandschaft. Das haben wir einmal erlebt und wollen das nicht wieder sehen. Deshalb fallen die meisten Lieferfirmen aus oder wir müssen den Sand am Hofeingang abladen lassen. Der müsste dann per Schubkarre zu den Pferden. Also Handarbeit.

Denn ein guter Bekannter, den wir für den Transport um Hilfe bitten wollten, hatte zu diesem Zeitpunkt seinen Trecker zerlegt. Er hat ein kleineres, älteres Modell, was mit Hänger auf unseren Hof fahren kann. Gerade, als ich eine Sandladung aus dem Nachbardorf organisieren konnte. Also fiel diese Möglichkeit aus. Da unsere Helfer, die einmal wöchentlich kommen, seit Mitte März Corona Pause haben, ging auch die Möglichkeit mit dem LKW nicht.

Aber wie der Zufall so will, konnten wir Mitte Juni zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Wenngleich anders als gedacht. Unser Bekannter mit dem wieder zusammen gesetzten Trecker hatte seine Wiesen gemäht. Zwei Tage später machten zwei heftige Regenschauer das geschnittene Gras ordentlich nass. Auch wurden für den Samstag, den wir zum Heu einlagern geplant hatten, heftige Gewitter angesagt. Nun bangten wir, ob das Heu für uns etwas wird.

Stattdessen fragte unser Bekannter, ob wir hellen Sand bräuchten. Sein Nachbar würde die Einfahrt neu machen. Also brachte er an dem verabredeten Samstag anders als gedacht sechs Hängerladungen Sand. Um uns herum gewitterte es überall. Nur Lindenbrück blieb trocken, so dass das Heu weiter trocknen konnte.

Zwar hat die Sandaktion später stattgefunden als ursprünglich geplant. Aber dafür bekamen wir eine Woche später noch einmal sieben Hängerladungen Sand. Genau am Prüfungstag für den Pferdeführerschein Umgang. Wieder anders als gedacht. Das machte den Zeitplan eng. Aber wir haben ohne viel Aufwand Sand bekommen. Und ohne, dass ein Lkw auf dem Hof fahren musste. Zu guter Letzt bekamen wir auch den ersten Heuschnitt trocken auf unseren Heuboden.

Gut Ding will Weile haben. Anders als gedacht bedeutet häufig dann doch gut.

Kennt Ihr das? Dass es dann doch gut ausgeht? Und der Umweg etwas für sich hatte? Manchmal stellt man das erst im Nachhinein fest.

Genauso konnten wir unseren Pferdeführerschein Umgang am 20.06.20 zu Ende bringen.

Weil der Prüfungstermin vom Landesverband wegen Corona nicht genehmigt wurde, musste der Kurs im März unterbrochen werden. Aber das tat der Motivation und Lernbereitschaft  keinen Abbruch: Pferde und Schüler haben super mitgemacht. Eindrücke von dem Kurs findet Ihr auf der Seite Impressionen (Zum Anschauen auf den Link klicken).

Die einhellige Teilnehmermeinung zu dem neu gestalteten Kurs ist, dass jeder frisch gebackene Pferdebesitzer und Reiteinsteiger diesen Grundlagenkurs belegen sollte. Weil das Wissen rund ums Pferd einen ganzheitliche Zusammenhänge aufzeigt. Schließlich bedeuten Fütterung, Haltung und Bewegung ein Gesamtpaket, was unser Pferd gesund hält.

Je mehr man darüber weiß, desto besser kann man das Umfeld seines Pferdes gestalten. Genauso lernt man zu erkennen, woran es liegen könnte, wenn etwas schief geht.

Läuft etwas anders als gedacht ist Flexibilität gefragt.

Vor allem wenn die Gelenke nicht so laufen. Darum geht es in meinem neuen Programm Einfach besser reiten trotz Kniearthrose.

Das hilft mir gerade selber. Mein im letzten November angedetschtes Knie wurde im April kurz vor Ostern wieder akut. Ein Korbhenkelriss im Meniskus zwang mich zur Pause.  

Anders als gedacht verschaffte mir das die spannende Erfahrung, während einer Pandemie im Krankenhaus zu liegen. Denn der Meniskusriss machte eine Arthroskopie notwendig.

Statt reiten und Training also drei Tage Ruhe im leeren Einzelzimmer.

So blöd das auch war. Der Zeitpunkt war gut. Denn Corona hatte alle Termine auf dem Hof gecancelt. So hatte ich Zeit, die OP anzugehen. Und das Ganze in Ruhe auskurieren.

Außerdem führte mir die Zeit mit Teilbelastung und Stützen gehen vor Augen, wie gut es mir normalerweise geht. Weil ich mit einer Tasse in der Hand von der Küche ins Wohnzimmer gehen kann. Oder weil ich beim Kochen vom Kühlschrank zum Waschbecken und von dort mit Gemüse in der Hand zum Herd laufen kann. All das geht mit Unterarmgehstützen nicht. Geschweige dann Heu zwischen hungrigen Pferden auf dem Paddock verteilen.

Dinge, über die man sonst nie nachdenkt, gehen nicht, wenn man verletzt ist.

Also genieße ich die Zeit, in der ich wieder kann. Wie selbstverständlich ich eigentlich nehme, gesund zu sein, merkte ich erst, als ich es nicht war.

Dankbarkeit ist ein selten bewusst gemachtes Gefühl. Auch bin ich dankbar dafür, dass ich zu einer merkwürdigen Zeit ins Krankenhaus gehen konnte. Dass die dort Beschäftigten mein Knie wieder in Ordnung gebracht haben.

Was jetzt noch zur vollen Belastbarkeit fehlt, ist mein Job. Täglich eine halbe Stunde turnen.

Für mich. Für mein Knie. Auch für mein Selbst.

Ich mache wieder Liegestütze. Und sehe zu, dass mein Oberschenkel wächst. War der dünn nach der wochenlangen Schonung und der OP.

Weiterhin habe ich neue Ideen für mein Übungsprogramm bekommen. Nämlich das was mir zur Zeit hilft. Leider sind noch nicht alle Übungen gezeichnet. Aber das ist in Arbeit.

Dann wird es auch Einfach besser reiten trotz Kniearthrose als Buch geben.

Anders als gedacht. – Aber irgendwie gut.

Bis bald und viel Spaß beim fitter werden! Wenn Ihr euch zum turnen motivieren könnt.

Beim Genießen. Vor allem beim Leben.

Denkt daran, wenn Ihr das nächste Mal reitet.

Auch Euer Pferd ist es wert, genau betrachtet und gut behandelt zu werden. Das macht ihr automatisch, wenn Ihr Euch in einen besseren Zustand bringt.

Corinna von ReitClever

PS: Corona bewirkte leider auch, dass ein im Sommer geplanter Kurs ausfallen muss. Dafür entstehen bei mir Ende Juli bis Mitte August Zeitkapazitäten. Beispielsweise könnte ich zu einem Kurs zu Euch auf die Anlage zu kommen. Dafür gibt es auch im Oktober noch freie Zeitfenster.

Zum Beispiel für einen Fitnesstest für Reiter und darauf aufbauende Trainingseinheiten als Ergänzung zum normalen Reitunterricht. Schreibt mich an, wenn Ihr dazu Lust habt.

PPS: Wir gehen langsam in die Planung für den Tag der Cleveren Reiter am 03.10.2020. Das Thema in diesem Jahr heißt Reiten trotz Angst. Drei der vier Reiterinnen aus der Region, die theoretische Hintergründe liefern und praktische Anregungen geben, stehen schon fest.

Bis zum 31.08.2020 gilt der Aktionspreis von 95€.

Danach kostet das Tagesticket inklusive Essen und Getränke 116€.

#gluecklichreiten, #MEHRWissenfuerreiter, #einfachbesserreitentrotzkniearthrose

#erfolgmit45plus

Newsletter Juni 2020 – bereit zur Veränderung?

Kursübersicht 2. Halbjahr 2020
Bereit zur Veränderung? Kurse für Reiter, 2. Halbjahr 2020

Heute in sechs Monaten ist schon Adventszeit. Das haben wir kürzlich beim Frühstück festgestellt.

Dann können wir auf dieses verrückte Jahr zurückblicken. Das irgendwie bei fast jedem in irgendeiner Form eine Veränderung gebracht hat.

Im Grunde genommen habe ich das Gefühl, dass sich zur Zeit das verändert, was schon längere Zeit für den Wandel reif war.

Denn wenn etwas ziept oder sinnbildlich in der Aufhängung bröckelt wartet es auf eine Erneuerung. Wie auch immer die Umgestaltung aussehen mag: Corona bietet die Gelegenheit dazu. Wenn man bereit zur Veränderung ist.

So habe ich in den letzten Wochen viel gehört und gesehen:

Lang bestehende Jobs werden vakant. Im Gegensatz dazu entschließen sich Arbeitnehmer, einen neuen Job zu suchen, weil es im Alten an Wertschätzung oder Sinnerfüllung fehlt.

Andere lieben ihren Job gerade zu dieser Zeit, weil er ihnen im Homeoffice Zeit zur Entschleunigung bietet. Denn die tägliche Fahrzeit fällt weg und bringt neue Zeitfenster.

So hat man mehr Zeit für sich, die Familie, das Pferd oder schlicht zum gesund kochen.

Wieder Andere kündigen ihre Nebenjobs auf Minibasis. Beispielsweise im Sportstudio, weil ihnen der abendliche Pilateskurs Zeit mit Mann und Familie nimmt.

Wenn auch die Zeit in der Familie in den letzten Wochen eine Herausforderung war: Da die Kinder nicht in Schule und Kitas durften und der Partner im Homeoffice saß, gab es auf einmal viel gemeinsame Zeit im gemeinsamen Domizil. Manchmal brachte die räumliche Enge bestehende Probleme deutlicher ans Licht. Zum Beispiel kenne ich zwei Frauen, die aktuell gerade über eine Trennung nachdenken.

Immerhin lenkt der Umschwung den Blick auf hochwertige Ernährung: viele möchten gesund bleiben und hinterfragen ihre Ernährungsgewohnheiten. Jedenfalls schnellten die Verkaufszahlen von Biokisten in die Höhe.

Corona zeigt Missstände in der Fleischindustrie auf. Nicht nur dort. In vielen Bereichen sind Lohnarbeiter aus Billiglohnländern im Einsatz, um unsere Versorgung sicher zu stellen. Dabei schlafen sie dicht bei ihren Arbeitsstellen zusammengewürfelt auf engem Raum.

Auch beginnen Selbständige, sich neu auszurichten.

In Zeiten von Zoom- Konferenzen und Kontaktverboten bietet es sich an, Hintergrundwissen online zu vermitteln. So sind sie auch bereit zur Veränderung und stellen ihr Angebot um.

Nur genießen die meisten Menschen die Zeit, in der sie wieder weniger online sein müssen. Ich habe das Gefühl, der Drang zu Social Media und viel Zeit am Computer ist momentan gebremst.

JETZT, wo das Wetter gerade so schön ist. Endlich darf man wieder raus. Mit Freunden wieder im Biergarten treffen. Abends nach dem Reiten auf einen Sekt zusammen sitzen. Reiten nicht nur im Wald und alleine, sondern wieder mit Mehreren auf dem Platz. Darüber hinaus ist auch Reitunterricht wieder erlaubt.

Einerseits möchten sich die Menschen verändern. Andererseits freuen sie sich auf ihre lieb gewordenen Gewohnheiten, denen sie nun endlich wieder nachgehen können wie vorher.

Auch ich bin reif zur Veränderung.

Der Erfolg meines Programms „einfach besser reiten mit Hüftarthrose“ macht mich mutig: es wird in Kürze als Buch herauskommen. So richtig zum anfassen und nachblättern.

Denn es gibt viele Reiter und Reiterinnen, die bereit zur Veränderung sind. Wenn sie merken, dass man mit wenig Aufwand etwas verbessern kann. Wenn es auch nur ein mehr an Elastizität und Beweglichkeit ist.

Wer eine Anleitung dazu sucht, nimmt sie gerne als Buch in die Hand. So ein PdF ist ganz nett. Aber selbst als Ausdruck in Papierform ist es eigentlich nur eine Zettelsammlung.

Auch wenn das Programm insgesamt positiv aufgenommen wurde. So schrieb eine Leserin:

„Liebe Corinna,

vielen Dank für das Programm. Es gefällt mir auf Anhieb gut. Mit den theoretischen Ergänzungen finde ich das Preis-Leistungs-Verhältnis in Ordnung und alles gut verständlich.“

Darüber freue ich mich total! Vor allem freue ich mich darauf, das Ganze dann bald in gebundener Form in den Händen halten zu können.

Nach den Lockerungsmaßnahmen zur Corona- Eindämmungsverordnung sind auch Reitkurse wieder möglich.

So führen wir den aktuellen Pferdeführerschein Umgang Kurs weiter, den wir im März unterbrechen mussten. Auch das Konzept war nach der Namensänderung bereit zur Veränderung. Denn neben dem vorgeschriebenen Bodenarbeitsteil verlangt die praktische Prüfung nun auch, dass die Prüflinge die Pferde auf der Straße führen müssen.

Dadurch dass Reitställe zunehmend mehr in Ballungsgebieten oder in der Nähe befahrener Straßen liegen, wird das notwendig. So dass dieser Prüfungsteil vor allem der Sicherheit im Straßenverkehr dient. Damit Reiter wissen, wie sie sich im öffentlichen Raum zu verhalten haben.

Ich hoffe, dass die Saison nun normal weiter gehen kann.

Wenngleich ich die zwei Monate mit wenig Terminen sehr angenehm fand.

Bis August finden eine ganze Menge Aktionen auf unseren Hof statt. Im September startet der zweite Pferdeführerschein Umgang Kurs. Danach kann es dann mit den zweiten Runde der Ergänzungskurse für einen besseren Sitz los gehen.

Am 3.10.2020 planen wir den zweiten Tag der Cleveren Reiter. Das Thema in diesem Jahr heißt „Reiten trotz Angst“. Wie bei der Premiere werden Reiter aus der Region theoretische und praktische Ansätze aufzeigen, wie entspanntes reiten möglich ist.

Mitte Oktober beginnen die Kurse der Hohen Schule für Reiter mit Kleiner Schreck na und?. Der letzte Kurs Spiraldynamik für Reiter ist am 05.12.2020 geplant.

Dann ist tatsächlich Weihnachtszeit. Während der jeder im Rückblick schauen kann, was es ihm persönlich gebracht hat, bereit zur Veränderung zu sein.

Bis dahin erstmal einen schönen Sommer!

Corinna von ReitClever. 

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Videokurse für Reiter- Newsletter Mai 2020

Die Welt steht immer noch im Zeichen vom großen C.

Einfach sicher reiten
Einfach sicher reiten

Aber anders als Ende März, als die Welt paralysiert auf ihre Regierung schaute, was nun passiert, ist für mich jetzt eine gewisse Leichtigkeit zu spüren.

Wir hatten Ostern mit allerschönstem Wetter.

Mann und Sohn übten sich im Bewegen der Pferde, denn ich hatte leider mit meinem Knie zu tun.

Trotzdem war ich fleißig: ReitClever.de hat ein facelifting erhalten und freut sich über manch neues Feature. Besser gesagt ich freue mich, denn Programmieren und neueste Technik ist weniger mein Ding. So bin ich beeindruckt , wenn ich etwas ins Laufen bekomme, von dem ich vorher gar nicht wusste, dass es das gibt.

Weiterhin habe ich Anfang April eine spannende Umfrage gestartet.

Wie die Reiter mit dem Mehr an Zeit umgehen, das sie durch die aktuelle Corona Situation haben.

Wenn Sie denn mehr Zeit haben. Einige sind im Home- Office. Andere haben Mann und Kinder zuhause oder müssen in systemrelevanten Berufen schaffen, was das Zeug hält. Aber viele sind viel im Internet unterwegs und nutzen auch Videokurse für Reiter.

Wer Lust hat, nachzulesen: Die Ergebnisse sind unter „Corona und Reiten“ zu finden.

So bin ich mir sicher, dass jeder aus der momentanen Situation etwas lernen kann.

Und auch etwas in die Zeit nach Corona mitnehmen kann.

Sicherlich auch muss, wenn man sich die aktuelle Trockenheit anschaut.

In ganz Deutschland hat es seit März nicht mehr nennenswert geregnet. Endlich regnet es nun auch bei uns. Allerdings kann es das noch eine Weile, um die Feuchte in den Boden zu bekommen, die für die Wachstumszeit notwendig wäre.

Die Luftströmungen mit feuchter Luft vom Atlantik kommen hier gar nicht mehr an.

Das ist ein ernst zu nehmendes Zeichen dafür, dass sich der Prozess der Erwärmung selbst beschleunigt. Wenn jetzt nicht im Zuge des Corona- Umbruchs auch etwas für Umwelt und Klima getan wird, wird es schon bald sehr unangenehm hier bei uns.

Auf der anderen Seite sind wir in Deutschland in der glücklichen Lage, dass wir beobachten können, was geschieht. Sicherlich können wir uns auch über Manches aufregen.

Aber ganz anders als in Ecuador und Amerika müssen wir nicht hilflos zuschauen, wie zahlreiche Menschen an Corona sterben. Besser gesagt wie überall Leichen auf den Straßen liegen, die nicht abtransportiert werden können.

Ich finde, wir jammern hier teilweise auf hohem Niveau.

Sicherlich ist es schwer zu verstehen, wie die Regierung in Kauf nehmen kann, dass Existenzen ins Wackeln geraten. Möglicherweise scheitern Selbständigkeiten oder Arbeitsplätze gehen verloren. Aber der Antrieb unserer Regierung scheint zu sein, dass jedes einzelne Menschenleben wichtig ist. Das es gilt, zu schützen.

Außerdem haben in Deutschland anders als beispielsweise in Amerika und Indien auch untere Einkommensschichten eine Chance und können überleben.

Von vielen Berliner Selbständigen habe ich gehört, dass die Soforthilfe innerhalb von 2-3 Tagen auf dem Konto war.

So schnell ging es in Brandenburg nicht. Bei uns dauert es noch, bis wir einen Bescheid bekommen. Aber ich bin froh, dass es diese Hilfen gibt.

Und ich denke, dass dieser momentane Stillstand auch eine Chance zur Veränderung ist.

Interessanterweise gibt es auch Menschen, die mit der Krise anders umgehen.

Ich folge auf Facebook seit einiger Zeit einer bekannten Mentaltrainerin und Speakerin. Neben Aufträgen aus dem Top- Business arbeitet sie mit Reitern und anderen Leistungssportlern.

Anders als man es erwarten würde, wenn man ihre Botschaft kennt, klingen die Posts bei Facebook alles andere als positiv.

Als Entschuldigung auf teilweise negative Reaktionen kommt dann: „Ich bin selbständig“ – „Ich habe zur Zeit kein Einkommen.“ – „Ich darf meine Emotionen zeigen, weil zum Leben die ganze Bandbreite an Gefühlen gehört. Auch Wut und Trauer neben Optimismus und Freude.“

So geht es sicherlich Vielen.

Den Frust verstehe ich, weil man die Situation nicht selbst verschuldet hat.

Allerdings frage ich mich, wie die Trainerin zu ihren angebotenen Techniken steht. Auf der Webseite sieht es hochglanzpoliert aus. Da würde ich auf Rücklagen für schlechtere Zeiten tippen, mit denen sie die jetzige Situation aussitzen könnte.

Und man könnte sich aus der ersten Phase der Verarbeitung, die aus nicht Wahrhaben wollen und Anschuldigungen besteht, mit bewährten Mentaltechniken in die Phase des Annehmens bringen. In denen man Menschen, denen es schlechter geht, mit Rat und Hilfe zur Seite steht und vor allem Zuversicht verbreitet. Wenn man das möchte. Damit bliebe der professionelle Status bewahrt.

Posts voller Anschuldigungen und Forderungen lese ich bei Facebook selten.

Schon gar nicht von kleineren Existenzen, die jetzt wirklich auf dem Spiel stehen. Vielleicht liegt das auch an der Vorauswahl, die Facebook augenscheinlich für jedes Profil trifft. Aber man kann in Zeiten der Krise sehen, wie Menschen ticken, wenn es gerade nicht so läuft.

Im Gegensatz dazu gibt es aktuell auf vielen privaten Accounts persönliche Bilder und Pferdebilder aus der Vergangenheit, Rätsel und Persönlichkeitstests zuhauf. Tatsächlich gibt es wohl viele Leute, die mehr Zeit haben und sich diese im Internet vertreiben. Das stützt die Ergebnisse der Umfrage „Corona und Reiten“.

Wie ich in persönlichen Nachrichten lese nutzen tatsächlich Viele die Zeit, mehr für sich zu tun.

Sie gehen jeden Tag spazieren und kochen in der eingesparten Fahrzeit gesund.

Das gefällt mir sehr. Und es passt zu  meinen Anregungen aus dem kostenlosen 21- Tage- Programm zum besseren Reiter.

Auch wir genießen die Zeit. Wenn wir auch nicht mehr davon haben als vor Corona.

Wir leben zu dritt auf einem eigenen Hof. Von den letzten Hofeinnahmen konnte ich mein Futterlager für die Tiere auffüllen. Aus meiner physiotherapeutischen Tätigkeit im März hatte ich noch Geldeingänge.

Sicherlich wird es eng. Zumal meine Einnahmen aus der Physiotherapie gerade gegen Null gehen. Aber verhungern wird keiner. Wir nicht und unsere Tiere auch nicht.

Anders als in vielen ärmeren Ländern. Beispielsweise in Ägypten, Italien und Spanien sieht es für Menschen und Tiere viel dramatischer aus.

Damit auch wir langsam von dem großen C wegschauen:

im kommenden Blogartikel geht es um die richtige Steuerung der Rumpfmuskulatur. Dabei geht es um die Frage wie kommt man zu einem tiefen Sitz? Wie findet man die richtige Balance zwischen Anspannung und Losgelassenheit?

Der letzte Artikel beschäftigte sich mit der Frage: Wie steht es eigentlich um Deine eigene Balance? Wie gut bleibst Du im Gleichgewicht? Innerlich und äußerlich?

Darüber hinaus nehme ich Anregungen aus den Zoom – Meetings meines Freundeskreises mit. Wir treffen uns nach wie vor virtuell abends via Videokonferenz.

Ich überlege, wie ich meine Kurse, die sonst bei uns auf dem Hof stattfinden, auch als live als Videokurse für Reiter anbieten kann.

Wie das im Einzelnen abläuft, bereite ich gerade vor. Vielleicht wird es „Spiraldynamik® für Reiter“ oder „Bewegliche Hüften und elastischer Sitz“ bald auch als Videokurse für Reiter geben. Dann kann jeder zuhause turnen und muss nicht nach Zossen kommen. Das wäre auch gut für unser Klima: keine Fahrtkilometer für die Teilnehmer.

Den Anfang wird „Alles locker oder was?“ machen. Der Kurs „Der losgelassene Sitz in drei Schritten findet in zwei Teilen statt: Am 16.05.2020 geht es von 10:00- 13:00 um die äußere = körperliche Losgelassenheit. Am 23.05.2020 geht es von 10:00 – 13:00 um die innere = mentale Losgelassenheit (Bei Interesse klickt auf die unterstrichenen Links).

Das Thema hatte ich als Vortrag für die Hansepferd vorbereitet, die letztes Wochenende stattfinden sollte. Leider ist die der Eindämmungsverordnung zum Opfer gefallen.

Also trotz allem oder gerade wegen Corona genug zu tun.

Bleibt weiterhin gut drauf und tut etwas für Eure Gesundheit!

Dann ist die Zeit des Stillstandes eine Zeit des persönlichen Gewinns.

Bis bald, Corinna von ReitClever

Neue Lösungen entstehen in neuen Situationen

Neue Lösungen entstehen in neuen Situationen

Ganz ehrlich, Hand aufs Herz!

Wer hätte vor einem Monat gedacht, dass es uns einmal so ergehen könnte?

Dass die Welt still steht und auf neue Lösungen im Umgang mit dem großen C wartet?

Kontaktverbote nach Appellen zuhause zu bleiben.

Arbeiten geht nur, wer systemrelevant oder in Handwerksbetrieben tätig ist.

So kommt dem bekannten Virus in neuem Gewand die Aufgabe zu, die Welt zu verändern.

Denn das gab es seit dem letzten Weltkrieg noch nie. Social distancing statt nahe kommen.

Das ist das neue Anstandsgebot:

Winken statt Händeschütteln. Telefonieren, Mails oder Whats Apps statt persönlicher Treffen. Essen gehen und Reisen aufs Eis gelegt. Besser gesagt hoffentlich nur auf den Sommer verschoben.

Lange Zeit wusste ich selber nicht, wie ich mit der Corona – Lage umgehen sollte.

Wir haben es uns in der Familie angewöhnt, um 20.00 zusammen die Tagesschau zu sehen. Danach geht mein Sohn ins Bett.

Tatsächlich sind es erschreckende Bilder, die aus Spanien und Italien kommen.

Militärlaster, die Leichen in Krematorien abtransportieren. Überlastete Ärzte und Krankenschwestern aus Krankenhäusern und Intensivstationen. Dabei eindringliche Appelle der Mitarbeiter die Situation ernst zu nehmen und tatsächlich zuhause zu bleiben.

Auf der anderen Seite gibt es aus Ländern wie Südkorea und Japan andere Berichte. Die aus vergangenen Epidemien gelernt haben und gezielte Maßnahmen gegen eine Ausbreitung ergreifen. Beispielsweise in dem Artikel: „Japan geht ganz andere Wege“ .

Zugegebenerweise habe ich diese skurrile Situation lange nicht verstanden.

Wir haben in „normalen Jahren“ 8000- 10000 Grippetote pro Jahr.

Täglich sterben in Deutschland 2500 Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen.

Die aktuellen Zahlen der tödlichen Corona- Ausgänge in Deutschland liegen weit darunter.

Deutschland hat ein gut funktionierendes und vor allem soziales Gesundheitssystem.

Jeder bekommt die Hilfe, die er braucht. Damit das so bleibt, gibt es die aktuelle Situation.

Die empfohlenen Hygienemaßnahmen sind gut. Es ist immer von Vorteil, sich regelmäßig die Hände zu waschen und manchmal auf Abstand zu gehen. Allerdings habe ich noch nie gesehen, dass in Supermärkten ein Spukschutz aufgebaut wird. Solange Warentrenner benutzt und Besucher angehalten werden, Einkaufswagen zu benutzen, gibt es noch Verbesserungspotential. Auch in meiner Physiotherapiepraxis gibt es seit dem Wochenende einen Spukschutz am Empfang. Neue Lösungen für neue Situationen.

Aber der Verlauf ist anders als anderswo:

Lange galten ältere, vorerkrankte Menschen als Risikogruppe. Nun liegen auf Deutschlands Intensivstationen deutlich jüngere Patienten.

Sie bekommen durch Corona eine beidseitig schwere Lungenentzündung. Bei der dann manchmal auch kein Beatmungsgerät mehr hilft. Es soll sich so anfühlen wie Ertrinken.

Man erstickt bei vollen Bewusstsein. Das tut man bei Grippe nicht.

Auch Kinder und junge, gesunde Leute soll es treffen. Deshalb diese ganzen Maßnahmen.

Neue Situationen bringen neue Lösungen. Viele Menschen hoffen, dass die positiven Effekte auch nach der Coronazeit anhalten. z.B. in dem lesenswerten Artikel „Wir wurden zum Ausatmen nach Hause geschickt. Diese Verlangsamung hat Folgen.“ von Sabrina Fox.

Andere machen sich Gedanken darüber, wie es mit unseren Grundrechten weiter geht:

Sie sehen mit Sorge, dass ein einzelner Mann im Gesundheitsministerium bald über weitgehende Spielräume verfügt, wenn das Infektionsschutzgesetz verschärft wird.

Insgesamt empfinde ich die Situation als positiv.

Die Informationspolitik meiner Netzwerke ist gut. Als IN – Betrieb der FN erhalten wir durch den Landesverband Pferdesport Berlin Brandenburg Mails über die aktuellen Maßgaben und Verordnungen. Auch wo man Anträge stellen kann, um sich Beiträge stunden zu lassen oder Zuschüsse zu beantragen. Auch Physio.de, ein Portal für Physiotherapeuten stellt regelmäßig Informationen zur Verfügung.

Da zur Zeit alle Reitsportverantaltungen und Messen ausfallen, hat sich ein bekannter Pferdetrainer überlegt, über Ostern eine Onlinepferdemesse zu organisieren.

Die Idee dahinter ist sehr gut: Jeder virtuelle Besucher kann entscheiden, in welcher Höhe sein Eintrittsgeld ausfällt. Das kommt zu 100% den Trainern und Experten zu Gute, die auf der Messe auftreten, bzw. Kurse geben.

Solche Angebote wird es sicherlich auch in anderen Bereichen geben.

Schön wäre, wenn dabei auch an psychisch kranke Menschen gedacht wird. Ich habe gestern im Radio ein Interview gehört, in dem es vor allem um depressive Menschen ging. Die zur Zeit noch mehr Schwierigkeiten haben, ihren Tagesablauf zu strukturieren und geregelt zu bekommen. Therapieangebote fallen aus. Auch die Medikamentenversorgung scheint schwieriger zu werden, weil der Nachschub aus Indien und China fehlt.

Vor allem fehlende persönliche Kontakte schmerzen.

Deshalb nehmt mal den Telefonhörer in die Hand oder schickt eine Nachricht an die Menschen, von denen Ihr wisst, dass sie das brauchen könnten. Jede Aufmunterung dieser Art kann helfen.

Aus diesem Grund bin ich jetzt ein Mal die Woche mit meinem alten Biolehrer verabredet. Er ist 94 und hat vor 1,5 Jahren seine Frau verloren. Seit der Schulzeit sehen wir uns regelmäßig zweimal im Jahr. Nun geht das zur Zeit nicht. Da er von meiner Praxis nur 5 Minuten zu Fuß entfernt wohnt, haben wir uns seit letzter Woche zu einem kurzen Plausch am Gartentor verabredet. Und wir freuen uns beide sehr darauf.

Irgendwie warte ich auf eine Zeit, in der auch ich mich mal langweile.

Obwohl ich mir schon lange vornehme, an Auszeiten zu denken, kommt immer wieder etwas dazwischen.

Gestern hatten wir unsere Tierärztin da: Unsere Haflingerstute Amazone kolikte seit Sonntag Abend. Weil ich Montag tagsüber in der Praxis war, hatten Mann und Kind Bewegungs- und Mashfütterdienst. Dabei hat sie sich irgendwann den Maulkorb abgemacht und doch Heu gefressen.

Jetzt geht es ihr zum Glück wieder gut. Wahrscheinlich war es Stress, der ihr auf den Magen geschlagen ist. Denn am Wochenende haben nachts Wölfe unser schwarzes Schaf gerissen.

Dass Wölfe in der Gegend sind, wissen wir schon lange.

Die Schafe schlüpfen öfter mal unter der Litze des Paddocks durch und gehen auf der großen Wiese fressen. Jetzt wurde das dem mutigsten Schaf zum Verhängnis.

Ab und an habe ich darüber nachgedacht, sie besser zu schützen.

Nun ist es für das eine Schaf zu spät. Mein Mann hat 2 neue Stromlitzen um unserem Hauspaddock gezogen, dass kein Wolf darunter durch kann. Außerdem den Schafstall befestigt, in den die Verbliebenen jetzt nachts ´reingehen müssen.

Ob wir wieder Neue dazu kaufen, überlegen wir noch. Zwei Schafe sind nicht artgerecht. Ohne Frage machen sie einen guten Job als Landschaftspfleger bei uns.

Also müssen wir uns den Vorwurf machen.

Die Wölfe haben sich völlig natürlich verhalten. Sie sorgen für sich und ihre anstehenden Jungen. Anders als wir Menschen mit Massentierhaltung, tagelangen Tiertransporten und industrieller Schlachtung sind sie niemals grausam oder töten auf Vorrat.

Demgegenüber gibt es auch nette neue Lösungen in der momentanen Zeit.

In meinem Freundeskreis gibt es einige sehr technikaffine Männer. Die jetzt in Zeiten von Homeoffice und Videokonferenzen neue Lösungen für ihre Teams finden müssen. Einer davon hat einen Videochat für uns eingerichtet. Damit wir uns sehen und miteinander plaudern können. Die Premiere lief gut und hat großen Spaß gemacht.

Vielleicht schaffen wir es, tragfähige neue Lösungen für später zu entwickeln.

Auch ich habe begonnen, meine Reitkurse auf Onlinekurse umzuschreiben.

Da es mehr Menschen gibt, die Ängste haben, als man denkt, hat „Kleiner Schreck na und?“ den Anfang gemacht. Wenn man sich die Anweisungen umdenkt, kann man den Kurs für alle Angst besetzten Situationen nutzen. Beispielsweise auch den Umgang mit dem Corona- Virus. Den Kurs kann man zuhause durchführen! Unter dem blauen Link erhaltet ihr mehr Informationen und könnt ihn Euch herunter laden.

Vor allem um innere und äußere Losgelassenheit geht es bei Locker im Sattel- Brain Gym® für Reiter“. Die kann man durch regelmäßige Übungen gut beeinflussen. Auch Stress im Alltag und schwierige Situationen im Job entspannt man damit.

So gesehen sind es total spannende Zeiten, in denen wir jetzt leben.

Also bleibt neugierig und macht das Beste daraus!

Eine Kollegin, die schon lange Textilien mit Herz selber anfertigt, näht jetzt Mundschutze. Für uns und unsere Praxis. Aber auch für andere Menschen, die sich schützen wollen.

Bis bald!

Dann hoffentlich gesund und voller neuer Ideen für neue Lösungen,

Corinna von ReitClever

#losgelassenheitfuerreiter

#gluecklichreiten

#angstfreireiten

Die Kursoffensive MEHR WISSEN für Reiter hat begonnen.

Die Kurssaison hat begonnen. In "Bewegliche Hüften- elastischer Sitz" wird MEHR Wissen für Reiter vermittelt, um Sitz und Einwirkung zu verbessern.
Die Kursoffensive MEHR Wissen für Reiter hat begonen.

Am Sonntag hatten wir ein Treffen unserer ehemaligen Voltigiergruppe. Die Idee dazu entstand auf dem 80 ten Geburtstag unserer Trainerin vor 2,5 Jahren.

Ich weiß noch genau, wie die Tochter mich anschrieb und mich fragte, ob ich zum 80 ten Geburtstag Ihrer Mutter kommen wolle. 80! Da musste ich erstmal durchatmen. Und habe dann nachgerechnet. Tatsächlich liegt unsere aktive Zeit schon über 30 Jahre zurück.

Nichtsdestoweniger hatte die Tochter noch zu einigen Gruppenmitgliedern Kontakt. Außerdem haben sich viele in den letzte Jahren über social media wieder gefunden.

Diejenigen, die damals schon eng befreundet waren, sind es heute noch.

Vor gut 2 Jahren war es ein schöner Geburtstag. Viele Gesichter waren da, die sich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Dabei entstand die Idee, dass wir uns alle mal zum plaudern treffen.

So wurde das Treffen zu einer kleinen Zeitreise. Kurz gesagt war es faszinierend zu sehen, wie wenig sich die meisten verändert haben. Sicherlich sind wir alle deutlich älter geworden. Dennoch konnte man sich sofort erkennen. Genauso war die typische Art zu reden oder sich zu bewegen sofort zu sehen.

Auch die Trainerin hat nichts an Intensität und Lautstärke in der Stimme verloren.

Jede Menge Fotos und Videos gab es zu sehen.

Darüber hinaus viel zu essen, zu trinken und natürlich jede Menge zu erzählen. Schon toll, was man nach so vielen Jahren noch weiß und wieder hervor kramt. Einige haben damals schon angefangen zu reiten und sind nach der aktiven Voltizeit weiter geritten. Sie tun es heute noch.

Weiterhin war faszinierend zu sehen: die „Kleinen“ von damals sind heute groß. Genau wie die „Großen“ haben sie Kinder, einen Job und ihren Platz im Leben gefunden.

Eigentlich kommen alle Voltis dort an, wo sie hinwollen. Der Zusammenhalt als Mannschaft, die Zeit mit den Pferden und das Zusammenwachsen als Gruppe über Jahre hinweg formt. Die Großen ziehen die Kleinen mit und auf den Turnierwochenenden werden auch Hausaufgaben zusammen gemacht. So verlebt man in prägenden Jahren eine wichtige Zeit als Team. Die man irgendwie mit in sein weiteres Leben nimmt.

Spannenderweise haben heute nur noch wenige mit Pferden zu tun.

Eine hat jetzt selber eigene Pferde und trainiert Voltigiergruppen. Vier andere reiten noch mehr oder weniger regelmäßig. Alle anderen haben umgesattelt. Auch die Kinder der teilweise erfolgreichen Voltigierer treten meist in andere Fußstapfen: Cheerleading, Tennis, Hockey, Klettern, Leichtathletik. Auch mein Sohn reitet nur mir zuliebe ab und zu mit aus. Dabei hat er die Pferde vor der Tür. Aber meist ist Playmobil interessanter.

Was hat uns damals so erfolgreich gemacht? Wir wollten!

Zum Einen haben wir uns die Zeit genommen 2-4 x/ Woche zu trainieren. Zum Anderen sind wir freiwillig joggen gegangen und haben solange geübt oder die entsprechenden Muskeln trainiert bis die Übung geklappt hat. In Lehrgängen haben wir dazu gelernt. Was uns dann immer besser werden ließ. Und wir haben uns gegenseitig motiviert. Weil wir in die höhere Leistungsklasse wollten.

Das ist einer der Gründe, warum ich die Kursoffensive MEHR Wissen für Reiter in Leben gerufen habe. Viele Reiter sind motiviert. Viele wollen besser reiten. Aber sie wissen oft nicht, wo sie ansetzen wollen. Beispielsweise hatte ich am Samstag im Kurs „Bewegliche Hüften- elastischer Sitz“ Teilnehmerinnen, die genau wussten, wo Ihr Problem sitzt. Doch hatten sie keine Ahnung, wo sie außerhalb des Reitunterrichts ansetzen sollten. So erhoffen sie sich von dem Kurs klare Anleitungen. Theoretisch und praktisch mehr Wissen für Reiter. Beispielsweise damit sie auf dem Pferd besser zum sitzen zu kommen.

Genauso motiviert sind häufig ältere Reiter. Die wissen, wo es hakt. Deshalb suchen sie effektive Ansätze, Elastizität und Beweglichkeit zu fördern. Wenn Dich das interessiert, kannst Du in dem letzten Blogartikel „Der goldene Herbst- reiten in der zweiten Lebenshälfte.
mehr darüber lesen.

Was mir aber damals nicht so klar war, habe ich gestern auf einem Video gesehen.

Die Pferde hatten ganz schön mit uns zu tun: 48 Auf- und Abgänge während einer Pflichtvorführung, weil jedes Kind zu jeder Übung aufs Pferd und wieder herunter musste. Dann musste jeder Turner während der Kür auch mindestens einmal aufs Pferd. Häufig sogar mehrfach.

Darüber hinaus waren die Abgänge mit Schwung und Kraft in alle Richtungen verbunden. Ab und zu haben wir damals über die Belastung der Pferde geredet. Denn wir hatten ein relativ kleines und zierliches Pferd, was uns in die höchste Leistungsklasse getragen hat.

Deshalb sollten wir nicht über 50 Kilo wiegen. Damit die Stute nicht so viel  zu tragen hatte. Wir sollten auch nur Zweierübungen turnen. Die spektakulären Dreieraufbauten mit Auf- und Abschwingen der Obermänner kam erst später, als wir ein größeres Pferd hatte.

Ehrlich gesagt haben wir uns aber keine weiterführenden Gedanken gemacht.

Wie das Pferd ausgleichsmäßig gearbeitet wird. Wie lange es zu tun hat, die richtigen Tragemuskeln aufzubauen. Erst heute weiß ich, dass viele Pferde, die die Kinder nicht gerne stehen oder flanken ließen, einfach Rückenschmerzen hatten.

Damals habe ich das nicht gesehen. Weil mir das mehr Wissen für Reiter gefehlt hat. Ich hatte wahrscheinlich auch noch nicht den richtigen Blick dazu.

Aus gutem Grund sind die Leistungsvoltigierpferde heute sehr groß.

So haben sie einen imponierend großen Hals und eine mächtige Hinterhand. Das müssen sie auch, um 150 Kilo in 2 Meter 50 Höhe auszubalancieren. Auch turnen die Voltis heute ganz andere Dinge als wir damals. Der Sport hat sich entwickelt. Das Wissen und die Trainingsmethoden auch.

Heute sind die Wettkampfbestimmungen anders.

Erstens wird nicht bei jedem Start das ganze Programm gezeigt. Sondern es gibt extra Kür- und Pflichtblöcke. In denen die Voltigierer nur ein- oder zweimal auf und ab gehen und die Übungen im Block turnen. Zweitens wird das  Pferd mehr berücksichtigt. Damals mussten die Pferde 15 Minuten durch galoppieren.

Wir waren ihnen dankbar. Und wir haben sie geliebt. Aber trotzdem denke ich nach den Videos von damals, dass wir sie ganz schön belastet haben.

Das hat sich in der heutigen Zeit bei vielen Reitern verändert. Das Pferd steht an erster Stelle. Ferner möchten wir es so gut wie möglich auf die Belastung durch uns vorbereiten. Zumindest im Freizeitbereich ist das zu beobachten. Wenn es auch manchmal das umgekehrte Phänomen gibt, dass die Pferde wenig bis gar nicht gefordert werden. Sondern vor allem gefüttert und mit Leckerlis versorgt werden. Was dann wieder andere Probleme hervor bringt.

Nichtsdestoweniger ist die Idee von ReitClever, Mehr Wissen für Reiter so aufzuarbeiten, dass es jeder Reiter verstehen kann.

Damit er weiß, wo er ansetzen kann, um sich auch ohne Pferd zu verbessern. Dadurch kann er es seinem Pferd einfacher machen. Indem er eine bessere Technik bekommt. Wer das möchte, nimmt sich dafür auch zuhause Zeit.

Mit den kleinen und größeren Onlineprogrammen bekommt man etwas in die Hand, um den Sitz, die mentale Stärke zu verbessern oder auch angstfrei zu reiten.

Mich freut, dass das angenommen wird. Die Kurse im Februar drehten sich vor allem um die innere und äußere Losgelassenheit des Reiters. Dabei muss man vor allem im Kopf gut drauf sein. Welche Stolpersteine man dabei aus dem Weg räumen kann zeigt der Artikel „Ja, ich will- Gedanken über das Thema Reiten mit Angst“.

Um den ausbalancierten Sitz geht es dann am 16.05.2020 bei Drei Schlüssel zu mehr Balance. Neben den körperlichen Voraussetzungen werden wir uns dann mit der notwendigen geistigen Verfassung beschäftigen, um auch innerlich ins Gleichgewicht zu kommen.

Um das Mehr Wissen für Reiter schon bei den Einsteigern zu etablieren, startet am 14.03.2020 der neue Pferdeführerschein Umgang.

Also ein volles Programm für den Frühling, der jetzt schon vor der Tür steht. Wer Interesse an den Kursen hat, klickt auf die blauen Links. Für kurz Entschlossene: Beim Kurs Spiraldynamik für Reiter am kommenden Samstag gibt es noch freie Plätze.

Ich freu mich schon!

Bis bald und genießt die länger werdenden Tage!

Januar 2020 steht für Neuerungen im Pferdesport und Klimaschutz für Reiter

#Klimaerwärmung, #KlimaschutzfürReiter

#APO2020, #PferdeführerscheinUmgang

Neben dem Thema Klimaschutz für Reiter geht es vor allem um Neuerungen im Pferdesport, die nach der neuen APO 2020 in Kraft treten.
Klimaschutz für Reiter und Neuerungen im Pferdesport

Leider ist der Wintereinbruch bis jetzt ausgeblieben.

Wenn ich mich mit Anderen unterhalte, höre ich dabei oft: „Von mir aus kann das Wetter so bleiben“. Auch ich freue mich ehrlich gesagt, wenn die Sonne scheint und ich nicht mit klammen Fingern das Heu für unsere Pferde im kalten Wasser tauchen muss.

Aber die Bedeutung, die das für uns, unser Ökosystem und unsere Zukunft hat, macht sich selten Jemand klar.

Denn wir stecken mitten drin in der Klimaerwärmung.

Auch wenn es Menschen gibt, die das leugnen. Unsere Konsumgesellschaft hat einen großen Anteil daran. Nichtsdestoweniger würde ein Zugeben des Klimawandels den Umkehrschluss bedeuten, sich und sein Verhalten zu hinterfragen zu müssen.

In diesem Sinne ist es bequem, jeden Morgen in Autos zu steigen. Denn die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln würde oft ein früheres Aufstehen bedeuten. Möglicherweise gibt es Zugausfälle und Fahrplanänderungen.

In diesem Sinne ist es bequem, jeden Morgen ins Auto zu steigen. Denn die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrmitteln würde oft ein früheres Aufstehen bedeuten.

Aber wenn wir so weiter machen, wird es in den nächsten Jahrzehnten deutlich unangenehmer auf der Erde.

Für uns. Anders gesagt vor allem für die Menschen, die in Klimazonen leben, die dann durch Hitze und Trockenheit unbewohnbar werden. Folgerichtig werden diese Menschen wahrscheinlich in gemässigtere Klimazonen ziehen. Die jetzt schon zu dicht besiedelt sind, um mit der Natur in Einklang zu leben.

Das, was man als Reiter für den Klimaschutz tun kann, hat im letzten Jahr zu meinem Artikel Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Zeiten von brennenden Regenwäldern geführt. Dort gibt es ein paar Anregungen (Wer ihn lesen möchte, auf den unterstrichenen Link klicken).

Dichte Besiedlungsstrukturen und die Nähe von Reiterhöfen zu Verkehrswegen hat auch zu Neuerungen im Pferdesport geführt:

Die FN hat sich darüber Gedanken gemacht und ihr Abzeichensystem verändert. Aber dazu später mehr.

Neulich habe ich im Radio eine Buchbesprechung gehört:

Jonathan Safran Foer, der das Buch „Tiere essen“ geschrieben hat, meint, dass die Aufrufe zum Klimaschutz sich zu wenig mit den eigenen Abwehrmechanismen und Komfortzonen beschäftigen. Weil die Erklärungsmodelle zu abstrakt sind. lässt das Thema die meisten Menschen relativ kalt.

In seinem neuen Buch „Klimaschutz Wir sind das Klima!: Wie wir unseren Planeten schon beim Frühstück retten können“ schreibt er über eigene Unzulänglichkeiten. Denn er sagt, dass wir die Welt nicht retten können, ohne die durch Massentierhaltung entstehende Mengen von Methangas und Co2 anzusehen. Übrigens produzieren Pferde auch Methan.

In dem Interview gab er 4 schlichte Tipps zur Rettung des Klimas:

1) Auto abschaffen. Was für uns Reiter schwierig ist, wenn wir ländlich wohnen oder unser Pferd fernab einer öffentlichen Verkehrsanbindung untergebracht ist.

2) Fliegen minimieren. Das geht, wenn man bereit ist, auf Zeitersparnis zu verzichten.

3) Vegan frühstücken. Das heißt morgens auf alle tierischen Produkte einschließlich Milchprodukte und Ei verzichten- Fleisch oder tierische Produkte nur zur Hauptmahlzeit.

Jonathan Safran Foer

Dieser Ansatz als Teilzeitveganer ist denke ich für jeden machbar.

Als ich letzte Woche beim Einkaufen meinen Lieblingsgemüseaufstrich (gegrillte Zuccini) einsammeln wollte, fragte mich eine Frau mittleren Alters, ob der schmeckt. Sie hätte schon mal einen Gemüseaufstrich in einer Dose gekauft, der geschmeckt hätte wie Pappe. Ihrem Mann könne sie das nicht vorsetzen, aber sie wolle beginnen, sich daran zu gewöhnen.

Hört sich für meine Ohren so an, als fände tatsächlich ein Umdenken statt.

4) Weniger Kinder bekommen.

Das ist bei Reitern ein weniger großes Thema, oder?

Jonathan Safran Foer

Mehr Tipps für Klimaschutz für Reiter gibt es auch im kostenlosen 21 Tage Programm „Besser reiten leicht gemacht“ (Zum Ausprobieren auf den unterstrichenen Link klicken).

Wir waren in den Weihnachtsferien im Ökodorf Brodowin nördöstlich von Berlin.

Nach einem Ausflug zum Kloster Chorin haben wir uns Hofladen, Produktionssanlagen und Ställe angeschaut. Seitdem kauft man Mann 1x/ Woche die Biokiste von dort. Das hätte ich in mündlicher Überzeugungsarbeit wahrscheinlich  nicht geschafft. Aber das Sehen unter dem Aspekt Klimaschutz im Blick hat ihn wohl überzeugt.

In Brodowin wird in Demeterqualität produziert.

D.h. es steht auf der höchsten Qualitätsstufe im Biosiegelsystem. Weil auf chemische Düngemittel und Pestizide verzichtet wird, nutzt es dem Ökosystem.

Also wäre eine gute Idee, seinen persönlichen Einkauf auf Bio und Demeter umzustellen.

Auch wenn es deutlich teurer ist: Euer Verdauungssystem und damit Eure Gesundheit wird den Unterschied merken.

Zugeben wird die Biokiste mit dem Bulli ausgefahren. Aber auch Nicht- Bioprodukte kommen mit dem LKW in den Laden. Dabei werden sie teilweise durch halb Europa gekarrt.

Darüber hinaus habe ich mich im Januar mit der Vorbreitung meiner Kurssaison beschäftigt.

Eigentlich wollte ich mit Reitclever bei der Partner Pferd in Leipzig sein. Aber da ich mir im Dezember das Knie verletzt habe, wusste ich nicht, wie lange das brauchen wird, um wieder einsatzfähig zu sein. Stattdessen habe ich mich mit meinen Kursen beschäftigt.

Als mich eine interessierte Freundin anschrieb, ob Spiraldynamik für Reiter als Lizenzverlängerung anerkannt ist, habe ich beim Landesverband Berlin Brandenburg nachgefragt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich mit dieser Frage noch nicht beschäftigt. Die positive Bestätigung fällt wohl kaum unter die Neuerungen im Pferdesport. Aber sie bedeutet für mich eine Anerkennung und Aufwertung. Und das freut mich.

Um den Pferdeführerschein Umgang anbieten zu können, muss man als Trainer einen Vorbereitungslehrgang absolviert haben.

Nun heißt der bisherige Basispass Pferdekunde nach dem Inkrafttreten der APO 2020 so. Neben dem Namen hat sich auch der Inhalt etwas verändert.

Zu den Neuerungen im Pferdesport gehört auch die Nutzung des Internets: Dementspechend hat die FN ein Webinar zum Thema „Änderungen im Ausbildungssystem der Reit- und Fahrabzeichen“ veranstaltet. Das Ganze war gut aufbereitet und sehr informativ.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die Verantwortlichen auf die Tatsache reagieren, dass Reiter zunehmend mehr in den Blick der Öffentlichkeit geraten.

Deshalb ist die sichere Teilnahme am Straßenverkehr ein wichtiges Thema.

Da viele Ställe in der Nähe von Siedlungen und Straßen liegen, sollten Reiter und Pferd wissen, worauf sie aufpassen müssen sollen. Daher ist das Thema sowohl Bestandteil der Lehrgänge als auch der neuen Pferdeführerschein- Kurse. Wer Lust hat, mehr darüber und andere Neuerungen im Pferdesport zu lesen, kann das hier tun (auf den unterstrichenen Link klicken).

Ich selber werde jetzt raus gehen und die Pferde füttern.

Seit letzter Woche regnet es immer wieder bei uns. Es ist nasskalt und feucht. Wenig verlockend.

Das sind die Momente in denen ich mir einen echten Winter wünsche. Eine geschlossene Schneedecke. Die Verlockung auf einen Ausritt im Schnee.

Muss ja nicht so viel Schnee sein, wie er jetzt häufig in Süddeutschland und den Alpen zu finden ist. Aber ein bisschen Winter- Das wäre schön!

Liebe Grüße und mal sehen, ob der Februar ein bisschen Winter bringt.

Bis bald,

Corinna von ReitClever

Glücklich reiten – Newsletter Januar 2020

Ein gutes Interieur, um glücklich reiten zu können

#kursefuerreiter

#angstfreiten

#gluecklichreiten

Jetzt sind sie vorbei. Die ruhigen Tage zwischen den Jahren.

Noch mag ich mich nicht in meinen gewohnten Rhythmus begeben, in dem häufig Aktion auf Aktion folgt. Sondern ich möchte mir noch Ruhe und Zeit für die Kleinigkeiten erhalten.

Vor allem möchte ich die schönen Momente konservieren. Und sie als kleine Leuchte vor meinem geistigen Auge auch in stressigeren Zeiten vor mir her tragen. Glücklich reiten mit genügend Zeit dafür gehört irgendwie auch dazu.

Denn ich hatte viel Zeit mit meiner Familie. Zum Einen das traditionelle Gänseessen am 1. Weihnachtsfeiertag mit 18 Personen. Heiligabend zu dritt. Zum Anderen die Tage danach zum aufräumen, Spazieren gehen mit den Pferden im Wald. Außerdem Raclette zu Silvester.

Seitdem wir bei uns auf dem Hof wohnen, bleiben wir wegen der Tiere zum Jahreswechsel zuhause. Und in diesem Jahr ging alles gut! Die Pferde waren rechtzeitig im Stall und haben die Nacht ohne zu schwitzen überstanden. Auch unsere Haflingerstute hat es ohne Kolik geschafft. Denn die letzten beiden Jahre hat sie sich beim Feuerwerk so aufgeregt, dass sie mehrere Tage lang Bauchschmerzen hatte.

YEAH! Es geht auch mal etwas gut.

Da ich dazu neige, mir Sorgen zu machen, muss ich mir im Gegenzug ganz bewusst vor Augen führen, dass es auch besser laufen kann. Nämlich Dinge wahrnehmen, überlegen und dann bewusst gegensteuern.

Dazu ist es wichtig, sich genügend Zeit für sich und seine Bedürfnisse zu erlauben.

Auch wenn ich mich manchmal über Dinge ärgere. Ich hätte es deutlich im Leben schlechter treffen können.

Genauso hatten wir Glück, dass wir die Feiertage in dem Rahmen erleben konnten, in dem wir es uns vorgestellt haben. Eine gute Bekannte von mir hat im Dezember ganz plötzlich ihren Lebensgefährten verloren. Ein Geburtstagskind, was kürzlich bei uns auf dem Hof gefeiert hat, hatte zwei Jahre lang eine schwere Zeit. Weil sein Bruder eine Krebstherapie mit Chemo, Bestrahlung und Reha hatte. Heute geht es ihm gut. Aber es hätte auch anders laufen können.

Das sind dann die Momente, in denen ich erst geschockt bin. Danach stellte sich irgendwann ein Gefühl der Dankbarkeit ein. Dass ich weitgehend gesund bin. Und der Kreis meiner Lieben auch. Und dass die Katastrophen des Alltags nicht lebensbedrohend sind.

Oder?

Kennt Ihr das?

Ein Gefühl der Dankbarkeit für das Leben und individuelle Umfeld.

Für die Tiere und Menschen, die genau richtig sind. Das solltet Ihr auskosten und Euch ab und zu ganz bewusst vor Augen führen, für was ihr alles dankbar sein könnt. Dabei löst sich manche Depression von ganz alleine auf.

Auch kann man die Tage zum Jahresende hin nutzen, Bestandsaufnahme zu machen.

Wo stehe ich gerade und wo will ich eigentlich hin?

Das heißt: was von meinen Zielen habe ich in den letzten Jahren erreicht? Muss ich vielleicht die Richtung ändern, weil ich mich verändert habe?

Dabei ist es sinnvoll, nach dem großen übergeordneten Ziel zu schauen: Beispielsweise brauchen Berufswünsche für eine erfolgreiche Realisierung eine klare Vorstellung, wohin man eigentlich will. Das Wunschziel braucht eine gute Visualisierung, wie es eigentlich aussehen soll.

Das gilt auch für unsere vierbeinigen Partner. Wenn ich eine Zucht aufbauen möchte, brauche ich andere Voraussetzungen, als wenn ich mal eine Distanz erfolgreich reiten möchte. Fürs Dressurviereck braucht das Hüh ein anderes Training als für eine Geländestrecke.

Setzt Euch ein konkretes Ziel.

Dann „pflegt“ Ihr es auch. Damit beginnt es zu wirken. D.h. es beginnt Wirklichkeiten zu steuern. Einerseits die Wirklichkeit in euch. Also die Motivation oder die Fähigkeiten, die ihr dazu braucht. Andererseits beeinflusst es die äußeren Umstände um euch herum. Nämlich Personen oder Gelegenheiten, die euch dabei unterstützen oder behindern können. Rückblickend stellt man dann auf sein Ziel bezogen manchen Zickzackkurs fest. Der aber notwendig war, um Dinge zu lernen oder festzustellen, dass man in einer Einbahnstraße war. Vielleicht geht es gar nicht um ein hochgestecktes Ziel, sondern um die Fähigkeit wieder glücklich reiten zu können.

Also erlaubt Euch genau hinzuschauen: wo seid Ihr gerade und wo wollt Ihr eigentlich hin? Ferner gibt es Jemanden, der Euch bei Eurem Ziel unterstützen kann?

Dazu habe ich zum Jahreswechsel einen Artikel geschrieben. Wer Lust hat, kann unter „Neujahrsvorsätze einmal anders- konkret“ tiefer eintauchen.

Das habe ich im Dezember auf dem wunderschönen Weihnachtsmarkt in Leipzig auch gemacht:

Die Idee zu ReitClever entstand im Herbst 2018. Im Januar 2019 habe ich begonnen, die Homepage (selber!) zu schreiben. Was einen enormen Entwicklungsschritt für mich Nicht-Techniker bedeutete.

Dann die Kurse. Manche bauen auf dem auf, was ich in den letzten Jahren gemacht habe. Andere sind komplett neu.

Für den Vortrag auf der Pferd und Jagd in Hannover habe ich die Aspekte der funktionellen Sitzschulung auseinander genommen

(Ich war als Aussteller auf einer Messe- Und ich habe einen Vortrag vor unbekanntem Publikum gehalten! Wenn es auch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Ich habe es getan und kann aus den Erfahrungen für zukünftige Auftritte lernen.).

Daraus habe ich den Kurs „3 Schlüssel zu mehr Balance für Reiter“ entwickelt, der am 16.05.20 läuft. Dort geht es zum Einen um die motorischen Fähigkeiten des Reiters. Zum Anderen aber auch um die Voraussetzungen für innere Balance. Weiterhin spielen Angstfreiheit und gute Laune eine Rolle, um glücklich reiten zu können .

Bei den Gesprächen auf der Messe und bei meinen Kursen höre ich heraus, dass Angst ein häufigeres Thema ist, als man denkt.

Deshalb wird die Kurssaison 2020 am 01.02.2020 mit „Kleiner Schreck na und?“ starten.
In dem Kurs beschäftigen wir uns damit, was im Gehirn und im Körper passiert, wenn man einen Schreck bekommt. Und wie sich daraus Angst entwickelt.
Beides setzt körperliche Reaktionen frei, die dem Pferd eher das vermitteln, was wir verhindern wollen.
Also setzen wir im praktischen Teil mit Atemtechniken und BrainGym® Übungen an, um die Stressreaktionen im Körper zu dämpfen. Danach kann man durchatmen und locker weiter reiten.

Auch beim Tag der Cleveren Reiter wird es am 03.10.20 um angstfreies Reiten gehen.
Am 05.10.19 fand der zum ersten Mal zum Oberthema Sitzschulung statt. 
Wie bei der Premiere werden 3 oder 4 Ausbilder aus der Region eine geballte Ladung Fachwissen präsentieren. Dabei zeigt jeder aus seiner Ausbildung heraus verschiedene Ansätze zum Thema entspanntes Reiten.
Lasst Euch überraschen und merkt Euch den Termin im Kalender vor!
  zum Thema. Lasst Euch überraschen und merkt Euch den Termin im Kalender vor!

Um glücklich reiten zu können, ist ausreichendes Basiswissen notwendig.

Deshalb starten die bewährten Basispasskurse am 14.03.2020 in neuem Gewand. Sie heißen nun Pferdeführerschein Umgang. Der Inhalt wurde überarbeitet. Vor allem im praktischen Teil wird gefordert, sich mit den Pferden im Gelände und auf der Straße zu bewegen. Da Pferdeställe häufig in der Nähe von Siedlungen und dicht befahrenem Gebiet liegen, ist das sicherlich sinnvoll.

Also habt Spaß im Januar!

Haltet ab und zu inne und fragt Euch, ob Ihr noch in die Richtung unterwegs seid, die Ihr Euch zum Jahreswechsel vorgenommen habt. Und dann ab auf Pferd!

Bis bald,

Corinna von ReitClever.

P.S.: Wenn Ihr die Kursübersicht als Aushang in Eurem Stall unterbringen wollt. Herzlich gerne: Hier ist das PDF dazu: Kursübersicht 1. Halbjahr 2020.

Der Oktober 2019 war bunt- oder alt Bewährtes neu verpackt!

Das Herz erwärmende Feedback für den Tag der Cleveren Reiter

Wenn bei Sonnenschein und blauem Himmel gelbe und rote Blätter an den Bäumen sind, nennt man den Oktober golden. Allerdings mussten wir auf diese besonderen Tag warten, denn die ersten Oktobertage brachten richtig viel Regen.

Gut für die Wiesen und Wälder. Aber schlecht für so manche Pferdepaddocks, die teilweise durchmatschten. Deshalb fanden es unsere Pferde bei den ersten kühlen Frostnächten gut, seit März mal wieder in unserem Stall zu übernachten.

Eher bunt war der Oktober für mich und meine Kursplanung.

Denn am 04.10.19 war die Abschlussprüfung des Herbstkurses Basispass Pferdekunde. Die Prüferin zeigte sich angetan vom Wissensstand der Prüflinge und ließ sich Vieles ganz genau erklären. Nach dem Vorstellen der Pferde auf der Dreiecksbahn ging es zu den Stationsprüfungen: Anatomie, Putzen und Trensen am Pferd. Im Stall dann Haltung und Fütterung.

Weiterhin bot sich Ferdinand im Bullenstall an, um sich satteln zu lassen. Ein weiteres Thema waren typische Pferdekrankheiten, deren Anzeichen die Prüflinge erklären sollten. Bilder von dem Tag und vom Oktober findet Ihr unter dem Link Impressionen.

So verging der Nachmittag schnell. Alle Teilnehmer haben sicher bestanden und dürfen jetzt mit Stolz die Abzeichennadel für den Basispass tragen.

Der wird ab 2020 nach Inkrafttreten der neuen APO Pferdeführerschein Umgang heißen. Vom Inhalt ändert sich wenig: Alt Bewährtes neu verpackt.

Genauso kurzweilig verlief der Tag der Cleveren Reiter am 05.10.19.

Acht Stunden sorgten für eine Menge Input für die Teilnehmer. Und die hörten aufmerksam zu.

Im Vorfeld habe ich darüber nachgedacht, ob es nicht zu anstrengend werden würde: Vier Vorträge zum Thema Sitzschulung und Gesundes Reiten für Mensch und Pferd standen auf der Tagesordnung. Aber wenn man neue Inhalte mit vorhandenem Wissen verbinden kann, ist man gedanklich dabei. Alt Bewährtes neu verpackt galt auch für die Quintessenz der qualitativ hochwertigen Vorträge.

Daher war ich positiv überrascht, wie schnell die Zeit verging. Denn 4 x 1,5 Stunden können  lang werden. Doch der Inhalt der Premiere war augenscheinlich gut ausgesucht. Außerdem waren die Cleveren Reiter motiviert und aufnahmefähig. Darüber hinaus haben wir uns bemüht, in jedem Abschnitt praktische Übungen und Elemente für Selbsterfahrung unterzubringen.

Als Nicole Puhlmann, Beate Petrick und ich uns am Ende über den Tag unterhielten, waren wir alle überrascht, wie schnell die Zeit vergangen ist. Nichtsdestoweniger darüber, wie konzentriert und aufmerksam die Zuhörer alles aufgenommen haben.

Anregungen für eine bessere Kommunikation auf dem Pferd bekamen sie in voller Bandbreite. So war das schön zu sehen und anzuhören. Genauso schön liest sich die Bewertung der Teilnehmer, die sie auf der Feedbackwand gelassen haben (Siehe Beitragsbild). Richtig warm wurde mir ums Herz, als ich das dort und bei Facebook gelesen habe.

Augenscheinlich haben wir alles richtig gemacht.

Leckeres Essen draußen unter der überdachten Remise, um durchzuatmen und wieder aufnahmebereit zu werden. Die gemütliche Atmosphäre lud zu interessanten Gesprächen ein.

Selbstverständlich haben wir Ausbilder uns im Vorfeld genau abgesprochen, wer was erzählt. Trotzdem war  überraschend, wie gut die Vorträge zueinander gepasst haben. Teilweise hat Nicole Puhlmann im Plauderton genau das hervorgehoben, was Beate Petrick und ich im theoretischen Teil vorbereitet hatten. So blieb der wesentliche Inhalt hängen.

Damit ist die Premiere gelungen. Alt Bewährtes neu verpackt. Natürlich freut mich das total! Daher wird es am 03.10.2020 den zweiten Tag der Cleveren Reiter geben. Dann geht es um das Thema angstfreies Reiten.

Das Konzept hat sich bewährt:

Es wird mit drei oder vier Ausbildern wieder eine geballte Ladung Fachwissen geben.

Ein Thema in vier Vorträgen, das ist nachhaltiger Input. Wenn man versierten Trainern zuhören kann, die sich auf dieses Thema spezialisiert haben.

Aus diesem Grund  war ich am 26.10.19 auf Gut Hanum  bei Dr. Kristina Gerber. Dort gab es einen Sitzschulungstag mit Julica Valentiner aus Hamburg. Sie hat sich auf das Körpergedächtnis spezialisiert. In ihrem Konzept Sitz- Kunst zeigt sie Techniken, um ungünstige Erfahrungen aus dem Körpergedächtnis zu lösen. So kann man danach locker und befreit aufs Pferd steigen und kommt auf ganz andere Art zum Schwingen. Sehr spannend zu sehen und zu fühlen. Wer Lust hat, mehr darüber zu lesen, kann das unter Ruhezeit ist Fortbildungszeit tun. Denn Julica  wird am 03.10.20 wahrscheinlich auch ein Teil des Ausbilderteams sein Ich freue mich schon!

Last but not least war in den Herbstferien wieder Ponycampzeit.

Üben für den Reiterpass. Gut ausgebildete Ponies auf einem großen, gut angelegten Geländeplatz.

Was passt besser zum Herbst als ein frischer Galopp auf einer Wiese geschmückt von strahlenden Pony- und Kinderaugen?

Das Wetter war auch hier gemischt. Üben auf dem Geländeplatz im strömenden Regen. Dafür die Prüfung mit Sonnenschein und nahezu Altweibersommertemperaturen.

Wie schon in den Sommerferien gesehen vollbringt das Team vom Ponycamp Glau Großes. Die Herausforderung, alle Prüfungskinder mit dem richtigen Pferd zu versorgen, haben sie gemeistert. Denn es haben auch Gastkinder ihre eigenen Ponies mitgebracht.

Leider bestätigten sie in diesem Fall das Vorurteil, das man teilweise auch im Freizeitbereich sieht. Wenn mehr oder weniger ausgebildete Pferde ihre Reiter herunterbocken, ist das wenig schön zu sehen. Falls das an der ungewohnten Umgebung und dem Umstand liegt, dass die Reitpassteilnehmer auch üben müssen, sich flott von der gesamten Gruppe zu entfernen, ist das eine Erklärung. Aber auch die sorgt für Frust beim Kind.

Wenn man dagegen die Idee bekommt. dass die Ponies zu wenig ausgebildet sind, um ein guter Partner zu sein, ist das schade. Denn eigentlich sollen Kinder lernen, entspannt und selbstverständlich auf einem Tier zu agieren. Alt Bewährtes neu verpackt passt auch hier! Dagegen finde ich richtig traurig, wenn die Pferde durch falsches Reiten inzwischen Rückenschmerzen haben oder so unrund laufen, dass es zu den heftigen Reaktionen kommt.

Dann kommt es zu Tränen und letztendlich zu Angst. Auch bei den Pferden. Das kann nicht im Sinne eines verantwortungsvollen Umgangs mit dem tierischen Partner sein.

Als die Kinder dann auf den ponyhofeigenen Pferden saßen, veränderte sich alles: Der vorsichtige Sitz und die Einwirkung wurden selbstbewusster. Auch ein Strahlen machte sich auf den Gesichtern breit, wenn es gut klappte.

So kann man reiten lernen.

Wenn das Pferd die Reaktionen spiegelt und auf die richtigen Hilfen reagiert. Eher weniger wenn man sich auf sein Pony nicht verlassen kann. Das führt zu Angst. Auch bei Erwachsenen mit ähnlich wenig ausgebildeten Pferden.

Letztendlich ging alles gut aus. Es gibt jetzt 5 glückliche Besitzer des Reitabzeichens 10, sechs stolze Reitpassinhaber und 7 neue Basispassträger. Das ist mal eine Hausnummer!

Das steigert meine Motivation, weiterzumachen. Es geht nur, wenn man sich Zeit für die Grundausbildung nimmt. Bei Reiter und Pferd. Dazu eignet sich die Skala der Ausbildung. Die gibt es übrigens für Reiter und Pferd! Alt bewährtes neu verpackt. Auch wenn sie schon seit Anno Duz in Reitabzeichenprüfungen abgefragt wird. Sie hat nichts von ihrer Aktualität verloren.

Gar nichts wie die Tage im Ponycamp zeigen. Natürlich darf man sich auch Unterstützung von einem erfahrenen Ausbilder holen. Kein Einsteiger kann alles wissen. Aber er hat die Verpflichtung, sein Pferd dahin zu bringen, dass es ihn schmerzfrei tragen kann. Und das geht nur mit einer fundierten Ausbildung. Für Reiter und Pferd.

Wer jetzt auf den Gedanken kommt. daß auch ein Reiter etwas für sich tun kann, findet hier ein paar Ideen dazu (Zum Lesen auf den blauen Link klicken). Oder er holt sich ein paar Anregungen in den Kursen für Reiter.

Bis dahin,

Corinna von ReitClever.

PS: Bilder von all dem findet Ihr auf der Seite Impressionen.

Nachhaltigkeit in der Wissensvermittlung auch in der Pferdewelt

Sicherheit, Vertrauen und Unfallverhütung sind die Themen eines Basispasskurses. Dabei kommt es auf Nachhaltigkeit in der Wissensvermittlung an.
Nachhaltigkeit in der Wissensvermittlung

War das ein September! Von Tagen mit beinahe 30 Grad und Badewetter bis hin zu Herbststürmen und Dauerregen gab er alles. Nun regnet es endlich lang anhaltend. Ein Aufatmen für Wiesen und Wälder nach den beiden letzten trockenen Sommern.

Dabei bleibt zu hoffen, dass sich die Wiesen von der brandenburgischen Graukresseflut erholen können. Jetzt heißt es noch einmal Graukresse rupfen soweit das Auge reicht. Das geht bei nassem Boden leichter. Also wird das im Oktober ein Punkt auf der Tagesordnung sein.


Auch sonst hatten wir einen bunten September.

Der diesjährige Basispasskurs war genauso abwechslungsreich wie das Wetter. Denn vom Schwitzen in der Sonne bis zur klitschnassen Kleidung auf der Dreiecksbahn haben wir alles erlebt. Eigentlich hatten wir meistens Spaß.

Ich finde es immer faszinierend, wie es manchmal fast wie von alleine läuft. Wenn eine Gruppe von interessierten Pferdefans zusammen kommt, die sich nach kurzer Zeit gut versteht. Dann funktioniert der fachliche Austausch. Als Kursleiter schiebt man manche Themen nur an und lässt laufen.

Außerdem kann der Lehrgangsleiter bestimmen, über welche Themen in welcher Gewichtung
gesprochen wird. Die FN gibt Inhalte und Prüfungswissen vor. Natürlich geht es vor allem um Unfallverhütung und Sicherheit. Aber auch zum großen Teil um die Gesunderhaltung des Pferdes. Denn nur wenn man die Bedürfnisse von Pferden kennt, kann man entscheiden, welche Haltungsform die Beste ist. Weiterhin, ob es in dem Stall, wo man sich aufhält, rund läuft. Oder ob es dort womöglich Abläufe und Umstände gibt, die weniger artgerecht für das Pferd sind. Je mehr man über sich und Pferdetypen weiß, desto eher kann man im Vorfeld überlegen, welches Pferd das Richtige sein könnte. Wenn man all das vorher überlegt und sich mit offenen Augen umschaut, bleibt einem manche Überraschung erspart.

So ist jeder Kurs anders hängt von den vorherrschenden örtlichen Gegebenheiten ab.

Mir machen diese Kurse viel Spaß. In diesem Durchgang habe ich zum ersten Mal Themen an die Kursteilnehmer verteilt. Daraufhin hat jeder ein paar Minuten über eine Giftpflanze seiner Wahl referiert. Haben sie richtig gut gemacht.

Ob das Ganze dann zu einem „bestanden“ reicht, entscheidet sich am Freitag. Dann haben wir Konstanze Dassler vom Landesverband Berlin Brandenburg als Richterin für die Abschlussprüfung da. Doch wir sind alle optimistisch. Eindrücke von dem Kurs gibt es auf der Bilderseite vom Kinesiologiehof.

Obwohl das die letzte Basispassprüfung sein wird, überwiegt die Freude.

Denn es ist erst der zweite Kurs dieser Art bei uns auf dem Hof. Und gleich der Letzte. Da die FN in der APO 2020 manche Kursstrukturen überarbeitet hat, werden sich vielleicht Inhalte verändern. Dementsprechend gibt es dann ab 14.03.2020 die Kurse zum „Pferdeführerschein Umgang“. Auch das ist für mich ein Zeichen dafür, dass sich die Nachhaltigkeit in der Wissensvermittlung positiv verändert. Darüber gab es  im September zwei Blogartikel: Zum Einen geht es um nachhaltiges Wissen und zum Anderen um Klimaschutz und nachhaltiges Verhalten.

Auch habe ich den Eindruck, dass sich das Interesse der Reiter zu mehr Nachhaltigkeit in der Wissensvermittlung verändert. In den Kursen von 2019 konnte ich ein deutliches Interesse an theoretischen Inhalten wahrnehmen. Die Reitkurse bestehen immer aus einer Mischung aus Theorie und Praxis. Anfangs hätte ich mich gar nicht getraut, so viele anatomische Grundlagen in die Kurse mit aufzunehmen. Aber die Fragen und Reaktionen der Kursteilnehmer fordern genau das: Gute theoretische Grundlagen ermöglichen, praktisches Wissen anschließend besser aufzunehmen. So kann man beispielsweise sein Becken und die Kontaktpunkte zum Pferd besser fühlen, wenn man weiß, wo sie liegen und welche Funktion sie haben.

Daraus ist der Tag des Cleveren Reiter entstanden.

Der hat am 05.10.19 Premiere. Alle Referenten werden in ihrem Vortrag anatomische und theoretische Grundlagen legen. Aber sie werden auch eine Menge praktische Anleitungen geben. Denn nur wenn man sich in seinem Körper gut auskennt, kann man die richtige Muskeln ansteuern. Und beim Reiten geht es vor allem um muskuläre Steuerung. Koordination heißt das Zauberwort und ist in meinen Augen die wichtigste motorische Fähigkeit beim Reiten.

Nur wenn ich mich im Gleichgewicht befinde, kann ich auf die wechselnden Anforderungen eines bewegten Pferdes reagieren. Und das bewegt sich nicht immer so, wie wir es erwarten. Also müssen wir schnell reagieren. Außerdem müssen wir wissen, wo die Muskeln liegen, die für ein gutes Gleichgewicht und unsere Schwerpunktverlagerung angesteuert werden müssen. Nur wenn ich in der Lage bin, meinen Schwerpunkt über den des Pferdes zu bringen, kann ich ökonomisch treiben. Das hat Susanne von Dietze beim Jubiläumskongress der Akadamie des Pferdes 2008 in Warendorf schön beschrieben. Zum ganzen Artikel über die „Gesundheit von Reiter und Pferd“ geht es hier (zum Lesen auf den blauen Link klicken).

Alle am kommenden Samstag beteiligten Ausbilder aus Berlin und Brandenburg referieren über ihr Spezialthema.

Dabei geben sie Tipps aus der Praxis. Um die Anregungen auch fühlbar zu machen, haben wir Ferdinand dabei. Er wird die Sitzschulung zum Anfassen als Holzpferd geduldig tragen.

Wir hatten immer wieder Anfragen, wie man sich den Tag der Cleveren Reiter vorstellen kann. Es ist ein Tag von Reitern für Reiter, die Ihr langjähriges Wissen über Pferde und Reiter und deren Ausbildung teilen. Auch wenn der Tag ohne Pferdebeteilugung stattfindet, wird es viel praktischen Input zum Nachvollziehen geben. Denn Vieles, was einen guten Reiter ausmacht, kann und muss man erstmal ohne Pferd beherrschen.

Wer also kurz entschlossen Lust hat, bei der Premiere der geballten Ladung Fachwissen dabei zu sein und von einer Nachhaltigkeit in der Wissensvermittlung zu profitieren, kann das tun. Der Ticketverkauf ist noch bis zum 04.10.19 möglich.

Fotos von dem Tag wird es bestimmt geben. Die werden dann auch veröffentlicht.

Wer sich erstmal im kleineren Rahmen um die Fähigkeiten eines guten Reiters kümmern möchte, kann das bei der Funktionsgymnastik für Reiter am 09.11.19 und am 23.11.19  tun. Da es dann schon kühler sein wird, werden wir uns dabei ordentlich warm turnen.

Also bleibt es weiter abwechslungsreich.

Wer einfach nur so Lust hat, etwas für sich zu tun, kann mal schauen, wie fit fürs Pferd er eigentlich ist. Nach einer aktuellen Bestandsaufnahme erklärt sich manches Phänomen auf dem Pferderücken von alleine. Danach weiß man dann, wo man anpacken kann, um es besser laufen zu lassen.

Bis dahin und einen schönen goldenen Oktober wünscht Corinna von ReitClever.

Ferdinand für alle Fälle bietet Sicherheit beim Reiten.

Herzlich willkommen im Team: Ferdinand für alle Fälle

Ferdinand für alle Fälle

Wer reitet so spät durch unseren Bullenstall? Es ist Ferdinand für alle Fälle. Seit Freitag ist er bei uns. Ferdinand ist der neue Sparringspartner für jeden Einsatz.

Wir brauchten noch einen zuverlässigen Kollegen. Außerdem soll er Unsicherheiten verzeihen und auch ängstlichen Reitern Vertrauen geben. Gesattelt macht er auch eine gute Figur, oder?

So bietet er sich für viele EInsätze an. Der Einsatzort ist ihm egal und er frisst auch nicht so viel wie beispielsweise unsere Haflingerstute.

So hat er sich beim aktuellen Basispasskurs satteln, trensen und reiten lassen, ohne Leckerlis zu verlangen. Das fanden vor allem unsere jungen Teilnehmer toll. Auch in der Prüfung wird er kommenden Freitag eine tragende Rolle spielen.

Auch für den leichten Sitz ist er ein kompetenter Trainingspartner.

Davon werden wir am kommenden Samstag bei Tag der Cleveren Reiter profitieren. Der findet bei uns am 05.10.2019 statt.

Zum Einen geht es um den richtigen Sitz auf dem Pferd. Zum Anderen werden wir den Sitz im Sattel besprechen und analysieren. Zu guter Letzt wird Beate Petrick den Sitzschulungsattel SIBA vorstellen und mit Ferdninand für alle Fälle Gleichgewichtskontrolle erarbeiten.

Also Herzlich willkommen im Team Ferdinand.

Wir hoffen auf eine lange und schöne gemeinsame Zeit. Mit und ohne Reitschüler. Als Spielzeug oder Demonstrationsobjekt.

Mit oder ohne Sattel. Wir freuen uns sehr!