Schlagwort: angstfrei reiten

Kennst Du den Begriff Spiegelneurone? Spiegelneurone und Angst spielen bei Reitern eine wichtige Rolle

Je besser die Laune, desto schwerer haben es Spiegelneurone und Angst, das Reiten zu beeinflussen.
Spiegelneurone und Angst

„Ein Spiegelneuron (Plural: Spiegelneurone oder Spiegelneuronen) ist eine Nervenzelle, die im Gehirn von Primaten beim „Betrachten“ eines Vorgangs das gleiche Aktivitätsmuster zeigt wie bei dessen „eigener“ Ausführung. Auch Geräusche, die durch früheres Lernen mit einer bestimmten Handlung verknüpft werden, verursachen bei einem Spiegelneuron dasselbe Aktivitätsmuster wie eine entsprechende tatsächliche Handlung.

Seit ihrer erstmaligen Beschreibung im Jahr 1992wird diskutiert, ob Spiegelneuronen an Verhaltensmustern von Imitation oder möglicherweise sogar Mitgefühl (Empathie) bei Primaten beteiligt sind.“

Definition von Wikipedia

Ganz sicher sind Spiegelneurone im Spiel, wenn es um gute oder schlechte Laune, Angst oder Vorfreude geht.

Das kennt Ihr bestimmt: Vor einer Prüfung oder vor einem Turnierstart gibt es Leute, in deren Nähe ihr es kaum aushaltet. Sie machen euch noch nervöser, als ihr sowieso schon seid.

Andere dagegen wirken auf Euch in schwierigen Situationen wie ein Fels in der Brandung. Spiegelneurone und Angst heißt der Oberbegriff dazu.

Diplompsychologin Dr. Gaby Bussmann beschreibt sie in Ihrem Webinar „Angst im Pferdesport“ so: „Immer häufiger wird berichtet, dass man sich gegenseitig ansteckt. Man vermutet, dass Spiegelneuronen dabei von Bedeutung sind. Spiegelneurone sind besondere Nervenzellen im Gehirn, die während der Beobachtung einer anderen Person, die gleichen Aktivitätsmuster auslösen. Das Besondere an diesen Nervenzellen ist, dass sie schon Signale aussenden, wenn die Handlung lediglich beobachtet wird. Man spürt die Angst des Anderen in sich selbst. „

Kennst Du das?

Dass Du auf einmal keine Lust mehr hast, obwohl Du Dich tagelang auf einen schönen Ausritt gefreut hast? Dann könnte es daran liegen, dass Dein Unterbewusstsein Dein geplantes Vorhaben als gefährlich einstuft. Oder daran, dass ein Gruppenmitglied solche Angst vor eurem Vorhaben verspürt, dass seine Gefühle auf Dich überspringen. Gerade sehr empathische Menschen neigen dazu, die Emotionen anderen Menschen zu übernehmen.

Mache Dir das bewusst.

Gerade in Zeiten von Corona, in denen die einen sich ängstigen und die anderen die aktuellen Geschehnisse als Zeichen der Unterdrückung der Gesellschaft sehen, ist das wichtig. Halte Dich von den Menschen fern, bei denen Du Dich schlecht fühlst und deren Handlungen Dein flaues Gefühl im Bauch verstärken.

Denn es gibt Situationen, die Dir helfen, angstfrei zu reiten. Dagegen gibt es auch solche, die das Phänomen Spiegelneurone und Angst aktivieren.

Wenn Du also öfter zu einem unguten Gefühl mit und auf dem Pferd neigst, beschäftige Dich mal mit Deinem direkten Umfeld beim Pferd. Es gibt Personen und Pferde, die Dir eher Vertrauen vermitteln und welche, die Deine Angst verstärken.

Du bist Dein Boss. Du kannst Dir Dein Umfeld so gestalten, dass es Dir hilft. Und dass es Dir gut geht.

Mach was draus – es ist DEIN nächster Ritt!

Corinna von ReitClever

PS: Falls Du Dich etwas mehr mit Dir und Deinem flauen Gefühl beschäftigen möchtest: Es gibt den Kurs Einfach besser reiten als Onlinekurs und am 06.02.2021 als Präsenzkurs.

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Außerdem gibt es am 20.12. und 24.12.2020 im Adventskalender für Reiter einen saftigen Rabatt auf einen Kurs Deiner Wahl! Egal, welchen Du Dir aussuchst.

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Wir haben Sie alle – die Redner für den Tag der Cleveren Reiter 2020

Das Programm für den Tag der Cleveren Reiter 2020 zum Oberthema Reiten trotz Angst steht.
Reiten trotz Angst

Gespannt auf die Redner für den Tag der Cleveren Reiter 2020?

Dann gibt es hier eine gute Nachricht. Das Programm und damit die Dozenten für den 03.10.2020 stehen.

Von Anfang an war das Konzept klar:

4 Redner, 4 Vorträge, der ganze Tag ohne Pferd. Stattdessen mit theoretische und praktische Ansätze, möglichen Stress auf dem Pferd abzubauen. Jeder Dozent ein Reiter aus der Region oder Jemand, der in der Arbeit mit Reitern Erfahrung hat.

Genauso stand das Thema fest: Es sollte nach der Premiere im vergangenen Jahr zum Thema Sitzschulung um „Reiten trotz Angst“ gehen.

In der Vorbereitung gestaltete es sich schwieriger als erwartet, 4 Redner aus der Region zu finden. Denn alle Vorträge sollen insgesamt zu einem runden Tag beitragen. Außerdem sollen sie vielfältige Ansätze zum Thema angstfrei reiten bieten.

Nun ist es vollbracht: das Programm steht (Bei Interesse auf „das Programm“ klicken).

Wir freuen uns sehr!

Die Redner für den Tag der Cleveren Reiter 2020 am Samstag, 03.10.2020 sind:

10:00 – 11:30: Wege aus der Angst,

Hintergründe und praktische Übungen aus der Kinesiologie.

Corinna Jungblut-Pohl, Physiotherapeutin, Reittherapeutin und Kinesiologin

11:45 – 13:15: Psychomotorik von Reiter und Pferd

Beate Petrick, mobile Ausbilderin und Trainerin, Pferde gerecht trainieren

14:15 – 15:45: EFT und Reiten

Hans Hermann Baetz vom EFT-Institut Berlin

16:00 – 17:30: Kompetenztraining mit Pferden

Stephanie Ostendorf, Tierkommunikatorin, Diplom- Pädagogin, Ostendorf Seminare

Schließlich lassen wir uns am Ende noch etwas Zeit.

Denn vielleicht gibt es noch offene Fragen oder eine abschließende Diskussion.

Wer Lust hat, sich diesen in der Region einmaligen Tag zu sichern:

Tickets gibt es hier

Zu guter Letzt noch eine lohnende Info:

Bis zum 31.08.2020 gilt der Frühbucherpreis von 95€ für den ganzen Tag inklusive Essen und Getränken. Danach kostet das Tagesticket 116€.

Wir freuen uns auf Euch,

Corinna von ReitClever

Trauer und Angst beim Reiten liegen oft eng beieinander

Unverarbeitete Trauer kann auch zur Angst beim Reiten führen
Angst beim Reiten

Interessanterweise erlebe ich in letzter Zeit öfter Reiterinnen, die nach Jahren auf einmal Angst beim Reiten entwickeln. Meist können Sie sich das kaum erklären, weil sie eigentlich schon seit 20 oder 30 Jahren mit Pferden zu tun haben.

Wenn wir uns dann gezielt mir der Vorgeschichte beschäftigen, gibt es oft spannende Parallelen. Indem ich Zeitschienen und eventuelle Geschehnisse erfrage, die zu der momentanen Angst geführt haben können, ergibt sich ein Gesamtbild der Situation. Diese Befragung  ist Bestandteil jeder kinesiologischen Beratung, um alle Aspekte zu erfassen.

In einigen Fällen berichteten die Reiterinnen, dass sie über viele Jahre ein Pferd hatten, mit dem sie eng verbunden waren. Mit dem sie alles machen konnten und eine große Vertrauensbasis bestand.

Meist ist der Seelenverwandte irgendwann verstorben und die Schreckmomente entstehen Monate oder Jahre später beim neuen Pferd. Denn es hat einen anderen Charakter. Oft ist es einfach jünger, reaktionsschneller und eben ANDERS.

Lösen kann man Situation, indem man sich eingesteht, dass Pferd Nummer eins nicht mehr da ist. Meist braucht es Zeit, sich der Trauer zu stellen. Es ist schwer, der Tatsache aktiv ins Gesicht zu blicken und zu zulassen dass diese Zeit mit dem verstorbenen Pferd nun vorbei ist.

In dem Moment, wo ich das schreibe, kommen mir die Tränen. Denn auch ich muss mich der Tatsache stellen, dass meine Pferde nicht unsterblich sind. Mein Seelenpferd Flori habe ich seit 19 Jahren. Inzwischen ist sie 24 und hat seit einem Jahr diagnostiziertes Cushing.

Trauerverarbeitung läuft in verschiedenen Phasen ab.

Erst wenn man alle in der richtigen Reihenfolge durch hat und sich den Verlust eingesteht, kann man ihn verdauen. Dann hat man die Möglichkeit, dem neuen Pferd, wie es auch immer zu einem gekommen ist, eine Chance zu geben.

Wenn man die Trauer einfach wegdrückt, entstehen Kompensationen. Die in Angst beim Reiten münden können. Meist sucht man zu schnell einen Ersatz für den verstorbenen Partner, Aus Angst vor dem Loch, das auf einmal im eigenen Leben herrscht.

Aber das Herz ist noch nicht so weit . Und oft nimmt man dem NEUEN unbewusst übel, dass er so anders ist als der ALTE. Unverarbeitete Trauer endet oft in Ärger oder Wut.

So schaukelt sich eine Abwehr-  und Angstspirale hoch.

Der Neue kann doch nicht dafür. Er ist es wert, eine Chance zu bekommen. Das gelingt aber erst, wenn man mit dem Verlust des Alten fertig geworden ist.

Wenn man nicht mehr vergleicht. Sondern sich auf die neue Herausforderungen einlässt. Das braucht Zeit. Und ein Verständnis dafür, was kaputt gegangen ist. Was man nicht so einfach ersetzen kann.

Manchmal hilft dabei professionelle Unterstützung. Sowohl in Form eines verständnisvollen Reitlehrers. Als auch in Form von emotionaler Verarbeitung. Oft müssen Sie sich auch selber aktiv entspannen. Dann kommen Sie wieder zum angstfreien Reiten.

Geben Sie sich die Zeit. Mit Geduld und Empathie. Für sich selbst.

Für das Pferd. Das Alte und das Neue….

Und dann ruft auf einmal der nächste Ausritt!

Wenn Sie Verständnis und Zeit für sich und Situation aufbringen geht es. Sie werden sehen!