Corona, Equines Herpes, Klimaerwärmung- Eine Selbstregulation der Natur?

Auf Grund unserer Lebensweise wird viel Regenwald abgeholzt. Da gibt der Selbstregulation der Natur keine Chande.
Quelle:
https://www.regenwald.org/petitionen/1137/

Im Radio und auch in den sozialen Medien gab es letzte Woche viele Berichte darüber, wie es vor einem Jahr begann. Fast jeder kann sich erinnern, was er in diesen Tagen gemacht hat. Denn in der dritten Märzwoche 2020 begann der Lockdown in Deutschland. Das war ein bis dato unvorstellbares Szenario.

Genauso weiß ich noch ganz genau, wie ich damals im Auto saß und mit dem Landesverband Berlin Brandenburg wegen meines laufenden Pferdeführerschein Kurses telefoniert habe. Eigentlich konnte ich gerade gar nicht fassen, dass Schulen und Kitas am nächsten Tag schließen sollten.

Ich gebe zu, dass ich Corona bis zu diesem Moment überhaupt nicht ernst genommen habe. Für mich war das ein möglicherweise sehr schlimmer Virusausbruch in China, der mit meinem Leben nichts zu tun hatte. Auch die Berichterstattung fand ich übertrieben und verstand nicht, was für Deutschland und Europa nun erwartet wird, wo das Virus gerade erst angekommen war.

Auch erinnere ich mich an jene denkwürdige Tagesschausendung, in der gezeigt wurde, wie nachts Coronatote mit Militärtransportern aus Bergamo in Italien abtransportiert wurden.

Irgendwie habe ich nach wie vor das Gefühl, dass Vieles deshalb so dramatisch dargestellt wird, damit das ganze Geschehen auch ernst genommen wird.

Sicherlich gibt es Tote- und auch sehr viele Tote. Das ist schlimm. Denn hinter jedem einzelnen Toten steckt ein Schicksal, eine Familie, eine Tragödie.

Deshalb die Anmerkung ehe wir uns falsch verstehen: ich trage freiwillig eine FFP 3 Maske, halte Abstand und wasche mir regelmäßig die Hände. Auch in meinem Kursen achte ich auf Mundschutz, Hygiene und Abstand. Besser gesagt möchte ich nicht ausprobieren, wie schlimm Corona tatsächlich ist.

Aber um die Erde vor uns Menschen zu retten sind das noch lange nicht genug Tote. Es gibt in der Biologie das Phänomen, dass in einer Zeit, wo beispielsweise eine Kaninchenpopulation übervölkert ist und zu wenig zu fressen findet, von einer Seuche heimgesucht wird. Dabei sterben fast alle Kaninchen. Diejenigen, die übrig bleiben, haben dann wieder ein schönes Leben, weil sich ihre Umwelt von ihnen erholen kann. Das ist so eine Selbstregulation der Natur.

Wäre es mit den Menschen so leicht, hätte unser Planet vielleicht eine Chance.

Dann wäre Corona wahrscheinlich ein lokal begrenztes Phänomen, was viele Opfer fordern, aber die Menschen in anderen Regionen verschonen würde.

Dann könnte man sich fragen, ob das Corona-Virus tatsächlich eine Art Selbstregulation der Natur ist.

Aber der moderne Mensch ist mobil. Er fährt häufig mit einem meist Schadstoffe ausstossenden Vehikel durch die Gegend und verreist auch gerne. So werden lokale Krankheitserreger in alle Winde verstreut und stecken eben auch Menschen in anderen Ländern und Kontinenten an.

Genauso empfinde ich das beim Ausbruch des Equinen Herpesvirus in Spanien.

Abgesehen davon, dass man sich fragen kann, was wenige internationale Sportreiter auf einem hochdotierten Turnier zu tun haben, wenn das Leben in ihrer Heimat weitestgehend still steht. Dass jungen Pferden immer mehr in immer kürzerer Zeit zugemutet wird, damit sie gewinnbringend verkauft werden können, ist kein Geheimnis. So haben die dann auch extremen Stress und das Herpesvirus, das sich immer irgendwie und irgendwo in der Luft empfindet, kann angreifen und Opfer fordern.

Wären die Pferde dann lokal vor Ort und in der Region zuhause, wo das Virus ausbricht, könnte man sie abriegeln und behandeln. Alles würde sich beruhigen und keine Auswirkungen auf andere Regionen haben. Wie viele Reiter und Pferde sind vorzeitig abgereist und haben das Herpesvirus mit in ihre Heimat gebracht?

Wieder ist es die Mobilität, die die Selbstregulation der Natur in andere Gebiete überträgt.

Das Ganze zu einer Zeit, in der es vielen Menschen sowieso schon schlecht geht.

Wie viele Soloselbständige und wie viele Familien bangen gerade um ihre Existenz auf Grund der Coronabeschränkungen? Wie viele Reitschulen stehen gerade vor dem Aus? Anders gefragt: wie viele Pferde können in absehbarer Zeit nicht mehr finanziert werden? Und so wie sich die Fallzahlen gerade entwickeln, werden die Eindämmungsmaßnahmen in Kürze wieder verschärft.

Ich finde das Ganze nicht nur traurig, sondern auch surreal.

Wenn ich mir klar mache, wie viele Ausnahmen von der Regel es gibt: Warum dürfen Spitzensportler reisen und Freizeitsportler ihren Sport noch nicht einmal ausüben?

Warum begreifen Menschen nicht, dass ihr Handeln immer folgenschwer ist?

Jede Aktion zieht eine Reaktion nach sich.

Ehrlich gesagt hatte ich im ersten Lockdown 2020 gehofft, dass die Natur eine Chance bekommt.

Bilder von stehenden Flugzeugen, Kreuzfahrtschiffen und schwimmenden Delphinen in Venedig machten mir Mut. Aber dann gab es im Herbst die schizophrene Situation, dass Osteseeurlauber aus ihren Hotels auschecken mussten, während von Kiel aus Kreuzfahrtschiffe in See stachen.

In was für einer Welt leben wir?

In einer, in der die Natur versucht, sich vom Menschen zu befreien. Corona, Herpes und Klimaerwärmung sind in meinen Augen alles Phänomene einer versuchten Selbstregulation der Natur.

Und wir sollten darauf reagieren. Indem wir nachhaltiger leben und weniger Ressourcen verbrauchen, als uns von der Erde zur Verfügung gestellt werden.

Du kannst einen kleinen Beitrag leisten, indem mit dem Zug anstatt mit dem Flugzeug verreist. Auch veränderst Du etwas, indem Du Fleisch aus Massentierhaltung liegen lässt. Weil für die dazu notwendige billige Sojafütterung Regenwald abgeholzt wird. Genauso wie für Palmöl, was in fast allen industriellen Fertigprodukten enthalten ist. Auch im allseits geliebten Nutella ist Palmöl drin. Ich habe jahrelang nach einer gut schmeckenden Alternative gesucht und eine gefunden.

Beispielsweise kannst Du auch Petitionen unterschreiben: https://www.regenwald.org/petitionen/1137/es-ist-hoechste-zeit-die-eu-muss-die-abholzung-der-waelder-stoppen.

Denn wir haben nicht mehr lange Zeit, etwas zu bewegen.

Die Klimaerwärmung wird die letzte Stufe der Selbstregulation der Natur sein, der wahrscheinlich fast alle Existenzen zum Opfer fallen werden.

Manchmal mutlose Grüße,

Corinna von ReitClever

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