Schlagwort: Klimawandel im Reitsport

Vertrauen im Wandel, Herausforderungen der Zukunft nicht nur im Reitsport

Kurse von Reitclever im Herbst 2021 bieten Vertrauen im Wandel
Kurse von Reitclever im Herbst 2021

Unruhige Zeiten in denen wir leben. Kann da Vertrauen im Wandel möglich sein?

Nicht nur die durch das Wort mit dem großen C bedingten Veränderungen scheinen die Menschen zu belasten. Vielmehr scheint das Verharren in Anspannung ein Problem zu sein.

Die ungeklärte Frage, was und wann wieder möglich ist, scheint eine Menge auszulösen. Viele Menschen, die ich kenne, spüren Unruhe, sind unausgeglichen und müde.

Dabei täte gerade in solchen Zeiten ein bisschen Vertrauen im Wandel gut, um sich besser zu fühlen.

Denn die Nachricht, dass der Klimawandel schneller voran schreitet als vorausgesagt und der Golfstrom beginnt, sich abzuschwächen, müsste eigentlich einen Aufschrei verursachen. Die Welt, wie wir sie kennen, wird sich dadurch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten so verändern, dass nichts mehr so sein wird, wie wir es kennen. Da wird Vertrauen im Wandel schwierig. Wenn man nur erfassen könnte, was das Klimaziel die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, eigentlich bedeutet. Der ganze Vorgang ist so komplex, dass es eigentlich egal ist, wie man es formuliert.

Besser ausgedrückt ist es wenig sinnvoll, einem auf Grund von starkem Übergewicht und auffälliger Cholesterinwerte Infarktgefährdeten zu sagen, wann er 20 Prozent seines Gewicht reduziert haben sollte. Vielmehr sollte der sofort anfangen, etwas zu ändern, wenn ihm sein gewohntes Überleben lieb ist. Dabei ist es aufs Klima bezogen egal, wer welche Klimaziele propagiert. Wir müssen jetzt handeln. Denn unser aller Überleben, das unserer Kinder, Enkel und Pferde und Haustiere steht auf dem Spiel.

Anders gesagt sollten wir uns und unserer Wahrnehmung vertrauen: Irgendetwas ist im Busch.

Kaum jemand läuft gerade ruhig durchs Leben und glaubt, dass alles so bleiben kann, wie es ist.

Nicht nur Soloselbständige und Kleinunternehmer retten gerade, was an Umsatz zu retten ist. Die letzten Monate waren schwierig und nervenaufreibend für alle. Auch Reiter und Künstler, Unternehmen und Angestellte holen nach, was sie monatelang nicht tun konnten. Zur Zeit gibt es viele Aktionen und Möglichkeiten, Schönes zu erleben.

Im Gegenteil: das Vertrauen im Wandel bleibt zeitweise auf der Strecke. Nicht nur das Vertrauen in das eigene Handeln und das Tun der Anderen.

Beispielsweise in der in meinen Augen tollen Initiative IG Pferdetrainer. Das ursprüngliche Bestreben, ein gemeinsames Dach zu finden, um als geschlossene Gruppe für die eigenen Belange einstehen zu können, wird gerade zerlegt. Nutznießer der Idee machen Stimmung und bisher sehr Aktive zerreiben sich in Kleinkriegen um das weitere Vorgehen. Wie auch in vielen anderen Bereichen geht es doch nicht darum, wer den Takt vorgibt und wer voran geht. Vielmehr sollte jeder das Bewusstsein haben, dass sein eigenes Handeln zählt.

Jede Aktion bewirkt eine Reaktion.

Auch auf unserem Hof erleben wir gerade, dass unser Kunstgewerbemarkt ins Wanken gerät. Viele Künstler fühlten sich in den letzten beiden Jahren benachteiligt und trauerten um fehlende Möglichkeiten, sich zu präsentieren.

Genau aus diesem Grunde habe ich an der Planung in diesem Jahr festgehalten.

Im Februar schrieb ich alle in den letzten Jahren Beteiligten an: Die Resonanz war groß; fast alle wollten dabei sein. Im Juni ging es dann in die nächste Phase: über 20 Aussteller haben zugesagt. Erst Anfang letzter Woche kam die Genehmigung der Veranstaltung durch die Stadt. In der Folge dann ACHT Absagen, weil den Ausstellern etwas dazwischen gekommen ist.

Wie soll das gehen? Wie soll man die Absage von 1/3 der Beteiligten auffangen? Wie kann man als Künstler glauben, im nächsten Jahr wieder eingeladen zu werden, wenn man 1,5 Wochen vorher absagt?

Sicherlich gibt es tatsächlich wichtige Gründe für die Nichtteilnahme. Aber ist den Menschen wie den Reitern nicht klar, dass es immer weniger Aktive geben wird, die sich für ihre Belange ins Zeug legen, wenn man sie verprellt? Denn der Einsatz dieser Ideengeber wird immer enttäuscht werden, wenn sie sich auf Beteiligung verlassen, die dann kurzfristig zurück gezogen wird.

Das ist keine Klage, sondern eine Frage. Ich sehe diese Verhaltensweise in vielen Lebensbereichen: immer erstmal Vorteile sichern und häufig kneifen, wenn es dann ans Eingemachte geht.

Ganz im Ernst: so wird das nichts mit den Herausforderungen der Zukunft.

Schon gar nicht mit dem Klimawandel, den ich als momentan dringendstes Problem sehe.

Wenn Ihr Euch und Euer Weiterleben retten wollt, müsst Ihr handeln.

Vor allem müsst Ihr Vertrauen im Wandel schaffen, indem ihr Euch vertrauenswürdig verhaltet. Das gilt Eurem eigenen Pferd gegenüber genauso wie im Halten von Absprachen.

Denn wenn es im Kleinen schon nicht funktioniert und Ihr Euch auf Andere verlasst: wie sollen die Verantwortungsträger denn die Welt retten, wenn keiner mitmacht?

Kurzzeitig frustrierte Grüße,

Corinna von ReitClever.

PS: Eines ist auch etwas vom Wandel der Zeit betroffen: ich habe auf Grund der Termine meine Kursplanung aktualisiert: Hier unter dem Link findet Ihr die Termine für den Herbst und Winter.